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VPN-Anbieter Test 2019

Für den großen VPN-Anbieter Test hat das gesamte Sonntagmorgen-Team über 50 Dienste analysiert. Hier stellt euch Sebastian die führenden 10 genau vor. ExpressVPN ist mit seiner unerreichten Performance der Testsieger. Der Kandidat mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist NordVPN. Sonntagmorgen beurteilt alle Produkte unabhängig und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

Author

von Sebastian

Zuletzt aktualisiert am: 21 Juni 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

VPN-Anbieter Test 2019: So surft ihr sicher und schnell im Netz

Wer sich mit einem Maximum an Privatsphäre im Internet bewegen will, kommt nicht drum herum, einen VPN-Dienst zu abonnieren. Dieser verschleiert eure Identität und verschlüsselt gleichzeitig euren sämtlichen Internetverkehr. Mit unserem Testsieger ExpressVPN seid ihr besonders schnell und anonym unterwegs, sodass selbst der eigene Internetprovider nicht mehr mitbekommt, wozu ihr euren Anschluss nutzt.

ExpressVPN

VORTEILE

  • Leichte Bedienung
  • Server in 94 Ländern
  • Toller Support
  • Hohes Sicherheitsniveau

NACHTEILE

  • Preisintensiv
  • Software für Mac und PC nicht auf Deutsch verfügbar
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.expressvpn.com
Firmensitz und ServerstandortBritische Jungferninseln
Aktiv seit2009
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account3
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, TCP/UDP, SSTP, L2TP/IPsec, IKEv2, PPTP
ServerstandorteÜber 2.000 Server in 94 Ländern

Falls ihr schon alles rund um die VPNs wisst, könnt ihr gleich zu unseren Top 3 springen. Hier sind unser Preis-Leistungs-Sieger NordVPN und der drittplatzierte Anbieter CyberGhost unserem Testsieger dicht auf den Fersen. Ansonsten findet ihr nachstehend ein wenig Basiswissen. Wenn ihr all eure Geräte zu Hause bequem per VPN benutzen wollt, ist die Verwendung eines VPN-Routers ebenfalls interessant für euch.

Für die Nutzung eines VPN sprechen (mindestens) vier gute Argumente:

  1. Der eigene Provider sieht nicht mehr, welche Seiten ihr besucht und wozu ihr das Internet nutzt. So kann er solche Informationen auch an niemanden herausgeben oder durch ein Datenleck verlieren.
  2. Die Server, mit denen ihr Daten austauscht, erfahren eure wirkliche IP-Adresse nicht und können anhand der Verbindung nicht eure Identität ermitteln.
  3. Die Datenübertragung durch das VPN ist verschlüsselt und abhörsicher.
  4. Ihr könnt in der Regel jedes Geoblocking umgehen, habt also Zugriff auf Videos und andere Inhalte, die ohne VPN (oder Proxy) in eurem Land nicht zur Verfügung stehen.

Jetzt wisst ihr schon mal allgemein, welche Mehrwerte ein VPN bietet. Doch falls euch jemand nach einer Erklärung fragt, was ein VPN überhaupt ist, wie ihr es definieren würdet und wie es funktioniert, hilft euch das noch nicht weiter. Darum habe ich mich an einer ganz simplen Begriffsbestimmung für Normalsterbliche Nicht-Informatiker versucht:

Ein Virtual Private Network ist, einfach gesagt, ein Tunnel, durch den ihr eure Daten absichert. Stellt ihr eine VPN-Verbindung her, greift ihr also beispielsweise nicht direkt von eurem Gerät auf eine Website zu, sondern über einen zwischengeschalteten Server.

Dadurch verändert die VPN-Verbindung eure IP-Adresse, sodass eure eigene nicht ausgelesen werden kann. Durch eine VPN-Verbindung bleibt also euer gesamter Datenstrom verschlüsselt und eure Identität geheim.

Doch es geht nicht nur darum, wie der VPN-Anbieter eure Spuren verwischt. Genauso entscheidend ist, wie er selbst mit euren Daten umgeht. Während es in Ländern wie China kritisch um den Schutz sensibler Inhalte steht, könnt ihr euch in anderen dafür auf einen besonders hohen Sicherheitsstandard verlassen.

So agiert beispielsweise Perfect Privacy aufgrund seines Firmensitzes nach dem strengen Schweizer Datenschutzrecht – man erinnert sich an das ebenso diskrete Bankgeheimnis des Landes. Prüfende Blicke in das Impressum und die politischen Gegebenheiten des jeweiligen Standortes können also bereits Aufschluss geben.

Daher sind VPN-Anbieter auch mit ihren Servern nicht in allen Ecken der Welt präsent, aber meist in einer ausreichenden Zahl zwischen zwei bis drei Dutzend und etwa 150. Nicht überraschend konzentrieren sich die Server meist mehrheitlich auf westliche Länder.


Bester VPN
ExpressVPN Test

6,67 USD pro Monat (99,95 USD für 15 Monate, dann jährlich)

Bester VPN für Streaming
NordVPN Test

2,99 USD pro Monat (bei 3-Jahres-Abo)

In Deutschland entwickelt
CyberGhost Test

2,45 € pro Monat (im 3-Jahres-Abo für 88 €)

PureVPN Test

2,92 € pro Monat (im Jahres-Abo für 35,02 €)

VyprVPN Test

3,96 € pro Monat (im Jahres-Abo für 47,50 €)

hide.me VPN Test

4,17 € (Plus), 9,17 € (Premium) jeweils pro Monat

PrivateVPN Test

3,88 USD pro Monat (13-Monats-Abo für 50,40 USD)

AirVPN Test

2,75 € pro Monat (im 3-Jahres-Abo für 99 €)

Mullvad Test

5,00 € pro Monat (ohne feste Laufzeit)

F-Secure FREEDOME VPN Test

ab 4,16 € pro Monat (12 Monate / 3 Geräte)

Windscribe VPN Test

3,24 € pro Monat (entspricht 2-Jahreslaufzeit)

Private Internet Access Test

3,49 USD pro Monat (im 2-Jahres-Abo für 83,87 USD)

HideMyAss Test

5,99 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 71,88€)

VPN Unlimited Test

2,08 USD pro Monat (bei Zahlung von 24,99 USD/Jahr)

Perfect Privacy VPN Test

8,95 € pro Monat (im 2-Jahres-Abo für 214,95 €)

Avast SecureLine VPN Test

6,67 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 79,99€)

Tunnelbear Test

4,99 USD pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 59,88 USD)

IPVanish Test

6,49 USD pro Monat (im Jahres-Abo für 77,99 USD)

OVPN Test

7,00 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 84,00 €)

SpyOFF VPN Test

4,70 € pro Monat (16-monatige Laufzeit)

mySteganos Online Shield Test

4,16 € pro Monat (1-Jahres-Abo)

BolehVPN Test

6,67 USD pro Monat (im 1-Jahres-Abo für 79,99 USD)

Shellfire VPN Test

2,90 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 34,80 €)

TigerVPN Test

ab 2,75 € pro Monat (bei 36 Monaten Vertragslaufzeit)

cryptostorm Test

4,33 USD pro Monat (im Jahres-Abo für 51,96 USD)

VPNHub Test

9,59 € pro Monat

Avira Phantom VPN Test

3,70 € pro Monat

ZenMate Test

4,99 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 59,99 €)

Hotspot Shield Test

6,99 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 83,88€)

ZorroVPN Test

10,00 USD pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 120,00 USD)

SurfEasy VPN Test

3,99 USD pro Monat (im Jahres-Abo für 47,88 USD)

VPNBook Test

7,95 USD pro Monat


Doch wie bei anderen Produkten und Dienstleistungen auch, gilt es vor dem Kauf die Spreu vom Weizen zu trennen und einen Anbieter zu finden, der den eigenen Wünschen so weit wie möglich entgegenkommt. Um euch dabei zu helfen, haben wir in Teamarbeit insgesamt weit über 50 VPN-Services getestet. Die Vor- und Nachteile der 10 führenden Anbieter stelle ich euch hier vor.

Dazu habe ich mir die Benutzeroberfläche und Einstellungsmöglichkeiten angesehen, die Übertragungsraten gemessen und den Zugriff auf Streaming-Plattformen in den USA oder Großbritannien per VPN getestet.

Hier präsentiere ich euch die Ergebnisse im Überblick und gebe Empfehlungen für die Buchung eines VPN-Dienstes. Vorab: Der Markt hat einiges an Auswahl zu bieten und das Plus an Datensicherheit, Privatsphäre und Streaming-Möglichkeiten ist den Preis allemal wert.

Wer gleich unseren Testsieger beziehungsweise die Top 3 VPN-Anbieter besser kennenlernen möchte, kann einfach weiterlesen. Falls ihr erst genau wissen möchtet, wie ein VPN funktioniert und wie wir beim Testen vorgegangen sind, müsst ihr zum jeweiligen Kapitel springen.

Unsere Top 3 VPNs

Aus den führenden 10 VPN-Anbietern haben sich drei mit ihren Leistungen besonders hervorgehoben. Unser Testsieger hat sich mit seiner durchweg hohen Performance durchgesetzt. Die anderen beiden haben in einzelnen Kategorien auffällig stark abgeschnitten, insgesamt jedoch knapp den Sieg verpasst. Die jeweiligen Stärken und Schwächen der VPN-Dienste stellen wir euch im Folgenden vor:

Testsieger: ExpressVPN

ExpressVPN ist ein ganz großer Name in der VPN-Branche. Der Anbieter hat einen exotischen Standort auf den britischen Jungferninseln. Seit der Gründung in 2009 ermöglicht das Unternehmen eine sichere und anonyme Nutzung des Internets durch verschlüsselte VPN-Leitungen. Das hat jedoch seinen Preis.

Was ihr dafür geboten bekommt, ist allerdings auch unschlagbar. Darum landet ExpressVPN in unserem Test auf Platz 1. Die Bedienung könnte einfacher nicht sein und es stehen euch mehr als 2.000 Server in 94 Ländern zur Verfügung. Das ist schon mal sehr benutzerfreundlich – auch, wenn es keine deutschsprachige Version der Software gibt. Die Handhabung ist trotzdem ein Kinderspiel.

ExpressVPN

VORTEILE

  • Leichte Bedienung
  • Server in 94 Ländern
  • Toller Support
  • Hohes Sicherheitsniveau

NACHTEILE

  • Preisintensiv
  • Software für Mac und PC nicht auf Deutsch verfügbar
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.expressvpn.com
Firmensitz und ServerstandortBritische Jungferninseln
Aktiv seit2009
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account3
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, TCP/UDP, SSTP, L2TP/IPsec, IKEv2, PPTP
ServerstandorteÜber 2.000 Server in 94 Ländern

Die Übertragungsraten von ExpressVPN sind sehr gut. Teilweise konnte ich sogar meine volle Bandbreite ausnutzen. Und das, obwohl VPNs eigentlich dafür bekannt sind, die Geschwindigkeit bei Website-Anfragen aufgrund der Umleitung zur Serverstruktur des Anbieters zu drosseln.

Aus der Vielfalt der Server habe ich mir einen amerikanischen herausgesucht. So wollte ich den Zugriff auf die US-Bibliothek von Netflix prüfen, da es dort eine größere Auswahl und mehr Neuheiten gibt. Und siehe da, auf meinem Bildschirm liefen plötzlich alle Videos, die sonst nur dort ansässigen Account-Inhabern zugänglich sind. Für Serien- und Filmfans ist dies ein großer Mehrwert vom VPN.

An Zusatzfunktionen mangelt es ExpressVPN ebenfalls nicht. So steht euch beispielsweise Split-Tunneling zur Verfügung. Mit dieser Option könnt ihr per Einschluss- beziehungsweise Ausschlussprinzip festlegen, nur einen Teil eurer Anwendungen durch das VPN zu schleusen.

Screenshot der ExpressVPN-Software mit Sicherheitsoptionen

Mit der ExpressVPN-Software stehen mehere Sicherheitseinstellungen zur Verfügung

Als ebenso wichtig erachte ich den „Kill-Switch“. Dieser kappt eure Internetverbindung umgehend, sobald der Kontakt zu eurem VPN unterbrochen wird. Dadurch strömen eure Daten nicht unverschleiert, außerhalb des Tunnels, ins World Wide Web. Es ist also wie dieser große rote Button aus Filmen, den eigentlich niemand betätigen soll. Dieser Versuchung müsst ihr hier auch nicht widerstehen – es passiert ganz automatisch.

Diese Funktion ergänzt der Anbieter durch Online-Tools, die prüfen, ob eure Verbindung zum VPN dicht ist. So können während des Betriebes keine verräterischen Daten durchsickern (DNS-Leaks oder -Lecks).

Jetzt gibt es nur noch eine mögliche Fehlerquelle, die dafür sorgen kann, dass eure Daten doch an die Außenwelt geraten. Beispielsweise, wenn Behörden beim Anbieter anfragen, um Zugriff auf diese zu erhalten. Doch ExpressVPN agiert hier noch besser als der gute alte Schredder im Büro: Die Informationen über euch werden nicht nur unleserlich und schwer rekonstruierbar gemacht, nein, sie werden gar nicht erst gespeichert.

Diese „No-Logs-Policy“ ist ein absolutes Muss für einen Testsieger, da sie absolute Sicherheit garantiert. Denn wo nichts ist, kann man auch nichts holen. Selbst wenn ExpressVPN mit den Behörden kooperieren wollte, sie haben keine Informationen über euch, um sie herauszugeben – weder wann noch wo ihr online wart.

Screenshot der ExpressVPN-Homepage, Abschnitt der Server-Standorte

Express baut sein VPN-Server-Netzwerk kontinuierlich aus und bietet zurzeit Server in 160 Ländern (Stand: Juni 2019)

Der einzige Wermutstropfen ist tatsächlich die im Vergleich zur Konkurrenz etwas höhere Kostenintensität. Doch zumindest wir greifen für eine solche Performance gerne etwas tiefer in die Tasche. Immerhin haben wir hier nicht den Preis-Leistungs-Sieger gekrönt – dieser folgt gleich –, sondern den besten VPN. Klasse hat nun mal seinen gerechtfertigten Preis.

Falls ihr detaillierte Infos und konkrete Zahlen zum Testsieger erfahren möchtet, geht es hier zum ausführlichen ExpressVPN Test.

Preis-Leistungs-Sieger: NordVPN

Anders als der Name vermuten lässt, hat NordVPN seinen Firmensitz in Äquatornähe, und zwar in Panama. Der Name sei „inspiriert von nordischen Idealen des Selbstbewusstseins, des Vertrauens und der Innovation“, so der Anbieter. Na gut. Was den Standort betrifft, ist bei einem VPN am wichtigsten, dass ihn keine Gesetze zur Speicherung von Nutzungsdaten verpflichten. Dieses Kriterium ist hier natürlich erfüllt.

NordVPN

VORTEILE

  • Leicht zu bedienen
  • Zusätzliche Sicherheitsfunktionen
  • Günstige Drei-Jahres-Abonnements
  • Schneller Support per Live-Chat
  • Keine Speicherung von Nutzungsdaten

NACHTEILE

  • Größtenteils nur auf Englisch
  • Test nur mit Angabe von Zahlungsdaten
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.nordvpn.com
Firmensitz und ServerstandortPanama
Aktiv seit2012
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro AccountMax. 6
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN (Windows, Android), IKEv2/IPsec (macOS, iOS)
ServerstandorteÜber 5.000 Server in 62 Ländern

Die Aufgabe eines VPN-Services für Privatnutzer ist relativ simpel. Server auswählen, verbinden, fertig. Dementsprechend ähneln sich die konkurrierenden Angebote mehr oder weniger stark. Was NordVPN vor diesem Hintergrund zum Preis-Leistungs-Sieger macht, ist vor allem das Gesamtpaket.

NordVPN Preis-Leistungs-Sieger

NordVPN: Bestes VPN im Preis-Leistungs-Verhältnis

Was ist also drin im Paket?

NordVPN stellt nach höchsten Standards verschlüsselte VPN-Verbindungen zu Servern in 62 Ländern bereit. Ihr habt Bedarf nach einer zusätzlichen Sicherheitsschicht, um auf jeden Fall anonym zu bleiben? Dann könnt ihr bei NordVPN zwei VPN-Server hintereinanderschalten oder das VPN mit dem Anonymisierungs-Netzwerk Tor kombinieren. Hiermit geht NordVPN bereits über die üblichen Standards hinaus.

Die Benutzeroberfläche ist einfach zu überblicken und um eine Weltkarte herum organisiert. Diese lässt sich verschieben wie bei einem Kartendienst à la Google Maps. In allen Ländern, in denen ein NordVPN-Server verfügbar ist, steckt ein Pin. Diesen könnt ihr anklicken, um euch damit zu verbinden.

Verbindungsaufbau NordVPN

Verbindung durch Klick auf Karten-Pin

Teilweise wird das optisch und usability-mäßig etwas eng, vor allem in Europa, wo die Länder dichter gepackt sind. Doch es bietet einen guten Überblick der Serververteilung auf dem Erdball, den die übliche, rein textförmige Länder-Liste nicht vermitteln kann.

Die Übertragungsraten waren im Test nicht überragend, aber gut. Sie hängen stark vom Land ab. Bei einem Server in Deutschland war die Geschwindigkeit stets super, in den USA etwas niedriger, aber immer noch ausreichend für ungestörtes Streaming. Nur Verbindungen nach Asien fielen teilweise langsam aus.

Ein starker Punkt für NordVPN ist der Preis. Hier könnt ihr Verträge mit bis zu 3 Jahren Laufzeit abschließen und zahlt dann nur äußerst günstige 2,62 Euro im Monat. Bei 2 Jahren Laufzeit kostet euch die anonyme Internetnutzung 3,50 Euro im Monat, was immer noch ein sehr guter Deal ist.

NordVPN ist ein leicht zu bedienender VPN-Service mit hervorragenden Sicherheitsfunktionen, guter Geschwindigkeit, einem breit gestreuten Netzwerk und günstigen Preisen, die viele Konkurrenten aus dem Rennen schlagen. Damit bietet NordVPN das beste Gesamtpaket für die meisten Nutzer. Weiter unten findet ihr Tipps für speziellere Wünsche.

Hier geht’s zu meinem detaillierten NordVPN Test.

Dritter Platz: CyberGhost

Vor dem Jahr 2018 musste man etwas stöbern, um die Qualitäten des VPN-Anbieters aus Ungarn herauszufinden. Doch dann hat CyberGhost seine Benutzeroberfläche der Software überarbeitet – mit Erfolg! Die leistungsstarken Features sind nun optisch ansprechend und, noch viel wichtiger, für euch ganz einfach bedienbar.

CyberGhost

VORTEILE

  • Leichte Bedienung
  • Viele Server, auch für Streaming
  • Starke Verschlüsselung
  • Keine Log-Dateien
  • Geld-zurück-Garantie

NACHTEILE

  • Erst bei langen Vertragslaufzeiten günstig
  • Keine kostenlose Version
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.cyberghostvpn.com
Aktiv seit2011
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account7
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, L2TP, IPSec, PPTP
Serverstandorte3.115 Server in 60 Ländern

Ihr müsst lediglich einen Button betätigen und könnt direkt geschützt ins Internet aufbrechen. Darüber hinaus steht es euch frei Feintuning vorzunehmen, notwendig oder verpflichtend ist das jedoch nicht.

Beim Support wiederum hapert es ein wenig. Das Hilfecenter ist in Ordnung, aber auf mehrere meiner Kontaktanfragen erhielt ich erst nach 10 bis 14 Tagen eine Antwort. Ein anderes Mal innerhalb von 24 Stunden. Immerhin waren sie immer freundlich, engagiert und kompetent.

CyberGhost eröffnet euch Zugriff auf Tausende von Servern in 60 verschiedenen Ländern. Darunter befinden sich auch solche, die für die Datenübertragungen per Torrent oder Streaming-Services wie Netflix optimiert sind.

Euer VPN-Traffic ist mit dem sicheren AES-256 verschlüsselt und der Anbieter speichert, genauso wie unser Testsieger, keine Log-Dateien („No Logs“). Im Nachhinein ist es also unmöglich herauszufinden, wozu ihr die VPN-Verbindung genutzt habt. Ein bisschen wie bei Leuten, die nicht hören möchten – wenn es um Verschlüsselung geht, find ich es aber gut: hier rein und da gleich wieder raus.

Preislich ist CyberGhost, wie die anderen Anbieter, im einzelnen Monat eher unattraktiv und maximal eine Zwischenlösung. Der Jahrespreis ist vergleichsweise erschwinglich. Doch Sonderangebote machen diesen VPN preislich unschlagbar. So gibt es beispielsweise ein 3-Jahres-Abo für läppische 2,45 Euro monatlich.

Screenshot der CyberGhost Hilfeseite

Häufige Sonderangebote machen CyberGhost zu einem der günstigsten VPN-Dienste – im Gegenzug sollte man Geduld mit dem Support aufbringen oder die Antwort im Hilfeportal selbst finden

Ein kostenloses Angebot zum Ausprobieren oder für sporadische Anwender gibt es nicht. Dafür erhaltet ihr zumindest eine 45-tägige Geld-zurück-Garantie, sodass ihr die Lösung ausgiebig testen könnt.

Weitere Infos zur Performance findet ihr in unserem ausführlichen CyberGhost Test. Ansonsten findet ihr CyberGhost auch noch mal unter unseren Kategorie-Siegern wieder.

Wenn es euch auf ein paar Euro nicht ankommt, schaut euch bei ExpressVPN und NordVPN um. Diese sind bei Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Schnelligkeit die besseren beziehungsweise besten Anbieter auf dem Markt, wobei ExpressVPN unter diesen beiden vorne liegt.

Weitere Empfehlungen: VPN-Dienste mit verschiedenen Stärken

NordVPN bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den durchschnittlichen Nutzer. ExpressVPN die stärkste Leistung für die Performer unter euch. Doch wenn ihr einzelne Aspekte höher gewichtet, kann schnell ein anderer Anbieter zum Favoriten werden, der bei diesem speziellen Kriterium besser dasteht.

Daher habe ich zusätzlich zum Gesamtsieger noch 5 Kategorie-Sieger gekürt, die jeweils die besten Optionen für spezielleren Bedarf sind. Hier werdet ihr also fündig, wenn ihr einen möglichst schnellen VPN-Dienst sucht, einen deutschsprachigen, einen besonders sicheren, einen preisgünstigen oder einen zuverlässigen für das Netflix-Streaming.

Der schnellste VPN-Anbieter: Private Internet Access

Ihr wollt zügig große Datenmengen hoch- oder herunterladen, Videos in Ultra-HD streamen oder einfach nur entspannt einen möglichst schnellen und sicheren Internetzugang nutzen? Dann ist die Geschwindigkeit eines VPN ein wichtiger Faktor.

Da bei der VPN-Nutzung euer sämtlicher Datenverkehr einen Umweg zurücklegt, ist grundsätzlich mit einem Verlust an Geschwindigkeit zu rechnen. Das liegt nicht so sehr an der reinen zurückgelegten Strecke, sondern an der Leistungsfähigkeit und Auslastung der Server, die die Daten unterwegs durchlaufen. Die größte Rolle spielt der genutzte VPN-Server selbst.

Es liegt somit wesentlich am Anbieter, welche Geschwindigkeiten ein VPN-geschützter Internetzugang bietet. Die Unterschiede haben sich beim Testen als recht groß erwiesen.

Geschwindigkeit Private Internet Access

Überzeugt mit hohen Übertragungsraten: Private Internet Access

Mein Zugang schafft bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Downstream und 10 Megabit pro Sekunde im Upstream. In Zeiten starker Auslastung sinkt die Downloadrate auch schon mal auf um die 30 Megabit pro Sekunde.

Nur von einem getesteten VPN-Dienst kann ich sagen, dass zwischen meinen Geschwindigkeiten mit und ohne VPN kaum ein Unterschied erkennbar war: Private Internet Access. Auch über VPN-Server in den USA, Großbritannien und sogar Südafrika kamen die Daten mit deutlich über 40 Megabit pro Sekunde zu mir.

Auch sonst hat dieser Anbieter im Test überzeugt, während die Preise im niedrigen bis mittleren Bereich liegen. Hier macht ihr sicherlich nichts falsch. Weitere Details findet ihr im Private Internet Access Test.

AirVPN ist vor allem etwas für Nerds. Der Service ist aus der Hacker-Community heraus entstanden und man merkt ihm das auch an. Die Liebe der Macher gilt in erster Linie dem Produkt, weniger dem Marketing.

Das hat den offensichtlichen Vorteil, dass ihr ein gutes Produkt bekommt. AirVPN ist bei Datenschutz und Privatsphäre auf höchstem Niveau, arbeitet zuverlässig und ist schnell.

AirVPN Server

Die Serverliste in AirVPN

Mit VPN-Servern in Deutschland und den Niederlanden hatte ich im Test Geschwindigkeiten auf dem Niveau meines Zugangs ohne VPN. Zur Anonymisierung genügen diese Server völlig. Bei Verbindungen in die USA und Kanada lagen die Übertragungsraten über 30 Megabit pro Sekunde.

Das ist ein deutlicher Verlust, aber immer noch schnell, und außer Private Internet Access bin ich noch keinem Service ohne Verluste in dieser Größenordnung begegnet.

Interessant ist bei AirVPN auch die Preis- und Vertragsgestaltung. Dazu komme ich gleich im Abschnitt zu den günstigsten Anbietern noch zu sprechen. Oder ihr lest direkt meinen AirVPN Test.

Auch der etwas weniger bekannte Anbieter PureVPN hat mich bei meinen Speedtests positiv überrascht. Die Geschwindigkeit war annähernd verlustfrei und die Preise sind günstig. Ihr möchtet mehr erfahren? Hier geht’s zum ausführlichen PureVPN Test.

Der erschwinglichste VPN-Anbieter: CyberGhost

Alle VPN-Anbieter setzen beim Preis starke Anreize, Verträge mit langer Laufzeit abzuschließen. Ganz grob gesprochen liegen die Preise für einzelne Monate meist bei knapp über 10 Euro, während der Monat im Jahresabonnement um die 5 Euro kostet und in mehrjährigen Abonnements sogar für weniger als 3 Euro zu haben ist.

CyberGhost günstig und gut

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: CyberGhost

Welcher Anbieter der preiswerteste ist, hängt also davon ab, um welchen Zeitraum es geht beziehungsweise wie lange ihr euch vertraglich binden wollt. Allerdings ist ein VPN grundsätzlich über längere Zeiträume interessant und relevant, weshalb wenig dagegen spricht, einen Vertrag für mehrere Jahre zu buchen.

Wenn ihr das auch so seht, ist der ungarische Anbieter CyberGhost knapp der erschwinglichste unter den getesteten. Im 3-Jahres-Abo kostet der Monat hier nur 2,45 Euro.

Das liegt knapp unter dem Preis-Leistungs-Sieger NordVPN, der im 3-Jahres-Vertrag 2,62 Euro pro Monat verlangt. Bei AirVPN sind es 2,75 Euro.

Bei den meisten anderen Anbietern könnt ihr die Preise nicht ganz so stark sinken lassen, da sie keine Abos über so einen langen Zeitraum vorsehen. Häufig sind 2 Jahre oder sogar nur ein Jahr die längste Laufzeit.

Solltet ihr euch primär für kurze Laufzeiten zu günstigen Preisen interessieren, ist die Empfehlung klar: AirVPN. Ja, das ist der oben schon erwähnte Anbieter aus dem Hacker-Milieu.

Hier gibt es eine breit gestreute Staffelung von Laufzeiten wie nirgends sonst. Das Maximum sind die genannten 3, das Minimum sind 3 Tage für 2,00 Euro. Das wäre auf Dauer natürlich viel zu teuer, ist aber für vorübergehenden Bedarf praktisch.

Ein gutes Verhältnis zwischen Laufzeit und Preis bietet vor allem der 3-Monats-Vertrag für 15,00 Euro. Runde 5,00 Euro im Monat bei so kurzer Laufzeit – das gibt es bei keinem anderen von uns getesteten Anbieter.

An dieser Stelle sei noch einmal gesagt, dass ich die kostenlosen VPN-Dienste hier nicht mit einbeziehe. Sie müssen sich anders finanzieren, was ein paar Fragen aufwirft und die Maßstäbe verändert, sprich: Sie sind mit Bezahldiensten nicht direkt vergleichbar, da sie ein anderes Geschäftsmodell verfolgen. Trotzdem möchte ich sie euch nicht gänzlich vorenthalten, ihr findet sie hier

Der beste VPN-Anbieter für Netflix: ExpressVPN

Zwischen VPN-Anbietern und Streaming-Plattformen läuft ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel ab. VPN-Firmen wollen ihren Kunden die ganze Welt des Streamings eröffnen – was kein Wunder ist, da dies ihre Dienste erheblich aufwertet.

Streaming-Plattformen auf der anderen Seite sehen es nicht so gern, wenn Nutzer ihre Regeln umgehen. Das fügt ihnen keinen direkten Schaden zu und sie reagieren auch relativ mild darauf – ihr werdet wegen Nutzung eines VPN nicht von der Plattform ausgeschlossen oder Ähnliches.

Doch die regionalen Beschränkungen des Video-Angebots begründen sich dadurch, dass die Rechteinhaber je nach Land unterschiedliche Vertriebspartner haben, die bestimmte Videos dort vermarkten dürfen.

Wenn Nutzer diese Beschränkungen umgehen, müssen Netflix und Co etwas dagegen unternehmen. Sonst wird man ihnen früher oder später vorwerfen, dass sie sich an der illegalen Verbreitung der Inhalte beteiligt seien. Gleichzeitig würden sie dadurch zu weniger attraktiven Partnern für die Rechteinhaber.

Sie bemühen sich also, VPN-Nutzer auf technischem Weg zu erkennen und auszusperren. Wenn Netflix das VPN bemerkt, erscheint anstelle des gewünschten Videos eine schlichte Aufforderung, die VPN-Verbindung zu trennen.

fehler_netflix

Die gefürchtete Fehlercode: Netflix hat mich enttarnt und die Nutzung meines VPN-Dienstes entdeckt – die Wiedergabe des Videos ist blockiert

Die VPN-Anbieter wiederum bemühen sich, ihre Verbindungen besser zu tarnen, wenn sie erkannt wurden. Dies bedeutet einen gewissen Aufwand für sie. Daher variiert die Zuverlässigkeit, mit der VPN-Verbindungen für euch Netflix und andere Streaming-Angebote entsperren.

Der beste VPN-Service für die Nutzung von Netflix ist ExpressVPN.

ExpressVPN ist ein rundum sehr guter, schneller und zuverlässig arbeitender VPN-Dienst. Einziger Nachteil ist, dass er in einem etwas höheren Preissegment liegt. Die günstigste Option ist hier der 1-Jahres-Vertrag, der regulär 99,95 US-Dollar kostet, was 8,33 US-Dollar im Monat entspricht. Für Neukunden gibt es häufig 3 Monate gratis, sodass die ersten 15 Monate jeweils 6,67 US-Dollar kosten.

Dafür bietet ExpressVPN auch einen rundum überzeugenden Service mit mehr als 2.000 Server-Standorten in 94 Ländern. In eigenen Tests hatte ich mit ExpressVPN den zuverlässigsten Zugriff auf das US-amerikanische Netflix.

Screenshot: Netflix USA Filmsuche Black Hawk Down

Den Film „Black Hawk Down“ findet man nur im US-amerikanischen Angebot von Netflix: Dank ExpressVPN steht dem Filmabend nichts mehr im Weg

Dafür bietet ExpressVPN auch stolze 33 Server in den USA an, die ihr bei Bedarf einzeln ansteuern könnt. Wenn ich die Automatik-Funktion nutzte, um mich mit den USA zu verbinden, stieß ich mitunter auf die Netflix-Sperre. Doch durch einen manuellen Serverwechsel war die Videothek schnell wieder zugänglich.

ExpressVPN Server

Schnell ist ein Server gefunden, mit dem es klappt

Für ExpressVPN spricht auch, dass der Anbieter aktiv mit der Nutzbarkeit für Netflix wirbt. Er geht damit eine Verpflichtung ein und ihr könnt euch an den Kundenservice wenden, wenn es einmal nicht klappen sollte. Auch in Fachmedien gilt ExpressVPN als beste Wahl für grenzenloses Streaming.

Vorweg: Unter den getesteten VPN-Diensten war nur ein einziger, mit dem ich das US-Netflix überhaupt nicht zum Laufen bekam: Perfect Privacy, ein Anbieter aus der Schweiz, der vor allem eine exzellente Sicherheitstechnik verspricht. Auf ihn komme ich gleich noch zu sprechen.

Wie lässt sich nun ermitteln, welche Dienste sich eher für Netflix eignen? Vor allem könnte es ja passieren, dass Netflix weiter aufrüstet und es dann mit dem gewohnten VPN nicht mehr klappt. Es wäre ungünstig, in diesem Moment gerade einen 3-Jahres-Vertrag abgeschlossen zu haben.

Daher beruhen diese Empfehlungen auf drei Grundlagen:

  1. Erfahrungen bei eigenen Tests
  2. Anbieter werben aktiv mit Streaming-Funktion
  3. Der Konsens in Fachmedien

Für Netflix kann ich auf dieser Basis neben ExpressVPN noch PureVPN und CyberGhost empfehlen. Alle drei versprechen ausdrücklich, dass sich ihre VPN-Server für Netflix eignen. Ihr könnt hier also davon ausgehen, dass sie sich bemühen, diese Möglichkeit aufrechtzuerhalten – und dass ihr Hilfe bekommt, falls es mal nicht klappen sollte.

PureVPN Streaming

PureVPN macht das Streamen einfach

Natürlich habe ich beide auch getestet und konnte ohne Probleme auf Netflix zugreifen. Beide haben sogar eigene Verbindungsmodi beziehungsweise Server für das Netflix-Streaming.

Der beste deutschsprachige VPN-Anbieter: Perfect Privacy

Wer nicht so gut mit der englischen Sprache zurechtkommt, muss sich in Sachen VPN mit einer erheblich kleineren Auswahl abfinden – und mit vielen holprigen Übersetzungen. Die meisten Anbieter vermarkten sich primär im Englischen, teilweise auch ausschließlich.

Mitunter sind die wichtigsten Teile der Webseiten übersetzt, aber die vertiefenden Anleitungen und Hilfen nicht. Wenn sie es sind, ist oft erkennbar, dass es sich um holprige Maschinenübersetzungen handelt.

Perfect Privacy Homepage - Stand: April 2019

Wurde bei der Übersetzung ins Deutsche wohl übersehen: das Hintergrundbild der Perfect Privacy Startseite

8,95 €

Ein weiterer bedenkenswerter Punkt hinsichtlich der Sprachbarriere ist der Support. Wer über Chat oder E-Mail individuelle Fragen an einen Mitarbeiter richten will, kann dies meist nur auf Englisch – oder der Support nutzt wiederum eine Maschinenübersetzung für die Korrespondenz. Dann ist es ein bisschen Glückssache, ob alles richtig ankommt und verständlich ist.

Es befindet sich nur ein Anbieter unter den 10 getesteten, der uneingeschränkt auf Deutsch kommuniziert, und zwar Perfect Privacy. Mit seinem Sitz in der Schweiz operiert Perfect Privacy primär in der deutschen Sprache. Die Erklärungen und Anleitungen sind gut und verständlich geschrieben.

Perfect Privacy Hauptansicht Server

Bei Perfect Privacy ist die Serverliste die Hauptansicht

Die Stärke des Dienstes liegt bei der Privatsphäre und Datensicherheit, wie der Name schon erkennen lässt. Allerdings bewegt er sich auf noch höherem Preisniveau als ExpressVPN: Selbst bei 2 Jahren Laufzeit kostet er noch 8,95 Euro im Monat.

Wenn es euch aber auf ein paar Euro im Monat nicht ankommt und die Kombination aus hohem Sicherheitsniveau und deutschsprachigem Support für euch attraktiv ist, dann seht euch auf jeden Fall einmal Perfect Privacy an.

Wirklich gute Alternativen in dieser Hinsicht gibt es nicht, da alle Dienste unter den oben beschriebenen Problemen leiden. Doch ExpressVPN und CyberGhost bieten wenigstens teilweise übersetzte Hilfecenter in brauchbarer Qualität an.

Der sicherste VPN-Anbieter: VyprVPN

VyprVPN ist bereits seit 2009 als VPN-Dienst auf dem Markt aktiv. Der in der Schweiz ansässige Anbieter ist in unserem Test das sicherste VPN. Dies liegt nicht zuletzt an seinem Firmensitz. In der Schweiz gelten besonders strenge Datenschutzgesetze, nach denen VyprVPN agiert.

VyprVPN Sicherheit

VyprVPN: Sicherer wird’s nicht

4,67 €

Insgesamt bietet der Dienst besonders hohe Sicherheitsstandards. Jede VPN-Verbindung ist mit AES-256 verschlüsselt – einer der verlässlichsten Verschlüsselungsstandards, die aktuell auffindbar sind. Doch darüber hinaus hat VyprVPN noch ein paar Asse im Ärmel, mit denen kein anderer Service aufwarten kann.

Seit Herbst 2018 beeindruckt der Anbieter mit seiner „No-Logs-Policy“. Dies versprechen zwar auch andere namhafte VPNs, doch dort müsst ihr euch auf deren Wort verlassen. VyprVPN hat sich hingegen von einem externen IT-Sicherheitsunternehmen namens Leviathan Security Group auditieren lassen. Das spricht schon mal für Transparenz und schafft vertrauen.

Nachdem der Anbieter kleine Mängel behoben hatte, verspricht der Abschlussbericht: Anwender können sich darauf verlassen, dass VyprVPN keine Nutzerdaten aufzeichnet. So können eure Daten nicht in falsche Hände geraten – auch nicht, wenn der Kaiser von China danach fragen würde. Kein anderer VPN-Anbieter hat eine unabhängige Instanz, die dieses Verhalten bestätigt.

VyprVPN No-Logs-Policy Audit

Externes und unabhängiges Audit: das Zertifikat zur No-Logs-Policy

Außerdem hat VyprVPN als einziger Anbieter ein eigenes VPN-Sicherheitsprotokoll entwickelt. „Chameleon“ soll die Verwendung eines VPN verschleiern. Dies ist besonders für autoritäre Regime, wie beispielsweise die Türkei oder China interessant. Diese Regierungen versuchen, die Verwendung solcher Dienste technisch zu unterdrücken.

Doch „Chameleon“ sorgt dafür, dass ihr selbst in hoch entwickelten überwachten Netzwerken unentdeckt und anonym bleibt. Die Metadaten werden so verschlüsselt, dass sie von Firewalls nicht als VPN erkannt werden.

VyprVPN Sicherheit

Die „Chameleon“-Technologie nochmal zum Nachlesen im Wortlaut von VyprVPN

Und damit nicht genug. VyprVPN sagt, weltweit ausschließlich Server aus eigenem Besitz zu verwenden. Da sie auf keinerlei fremde Kapazitäten angewiesen sind, haben sie die volle und alleinige Deutungshoheit über das dortige Geschehen.

Zusätzlich verwendet der Anbieter ein eigenes „Domain Name System“ (DNS). Dies ist ein Register, das IP-Adressen und Domainnamen einander zuordnet. Für eure Privatsphäre im digitalen Raum ist dies entscheidend, da euer Rechner Informationen aus dem DNS abruft und dem Server mitteilt, welche Webseiten ihr besucht.

Zu guter Letzt fehlt es VyprVPN auch nicht an den wichtigen Kleinigkeiten. Der Dienst startet auf Wunsch automatisch beim Hochfahren und verbindet sich mit einem VPN-Server. Die Notschalter-Funktion ist eine praktische Ergänzung dazu. Sie kappt die Internetverbindung, sobald ihr auch nur für einen Bruchteil den Kontakt zu eurem VPN verliert.

Alles in allem gibt es keinen anderen VPN-Anbieter, der mit VyprVPN in puncto Schutz und Privatsphäre mithalten kann. Der Anbieter hat mit seinem externen Audit und der „Chameleon“-Technologie gleich zwei Alleinstellungsmerkmale. Darum ist er unser Kategorie-Sieger bei der Sicherheit.

Preislich ist VyprVPN mit 3,96 Euro im Jahres-Abo sogar erschwinglicher als die Konkurrenz. Dafür musste ich Einbußen bei der Geschwindigkeit in Kauf nehmen. Details dazu findet ihr in unserem ausführlichen VyprVPN Test. Auch in anderen Disziplinen gibt es bessere Anbieter. Am Ende müsst ihr wissen, ob ihr maximale Sicherheit wünscht oder andere Leistungen bevorzugt.

Fazit: Mehr Freiheit im Internet

Für die Nutzung eines VPN sprechen (mindestens) vier gute Argumente:

  • Der eigene Provider sieht nicht mehr, welche Seiten ihr besucht und wozu ihr das Internet nutzt. So kann er solche Informationen auch an niemanden herausgeben oder durch ein Datenleck verlieren.
  • Die Server, mit denen ihr Daten austauscht, erfahren eure wirkliche IP-Adresse nicht und können anhand der Verbindung nicht eure Identität ermitteln.
  • Die Datenübertragung durch das VPN ist verschlüsselt und abhörsicher.
  • Ihr könnt in der Regel jedes Geoblocking umgehen, habt also Zugriff auf Videos und andere Inhalte, die ohne VPN (oder Proxy) in eurem Land nicht zur Verfügung stehen.

Prinzipiell bietet jeder VPN-Service diese Vorzüge. Doch im Detail gibt es viele Unterschiede. Wer große Datenmengen übertragen oder in Ultra-HD streamen will, wird hohe Übertragungsraten zu schätzen wissen. Die bekommt ihr bei Private Internet Access oder AirVPN.

Sind euch vor allem Datensicherheit und Anonymität wichtig, sollte auch der Dienst hier einen Schwerpunkt setzen. Zu empfehlen sind dann NordVPN, Perfect Privacy, VyprVPN oder ExpressVPN. Ein Blick in das Impressum des Anbieters kann schon Aufschluss geben.

Ich empfehle euch solche, die ihren Firmensitz beispielsweise in der Schweiz oder Panama haben. Dort herrschen besonders strenge Datenschutzgesetze, die die Dienste zu ihren Gunsten nutzen. Entsprechend gering ist dann auch die Kooperation mit etwaigen Behörden, die Zugriff auf eure Daten verlangen könnten.

Sucht ihr nach einem VPN-Server in einem bestimmten Land, müsst ihr euch die Abdeckung der Anbieter anschauen. Last but not least spielt natürlich der Preis eine Rolle. Hier kommt es wiederum darauf an, ob lange Vertragslaufzeiten für euch okay sind. Wenn ja, sind NordVPN und CyberGhost gut und preiswert, bei kurzen Laufzeiten hat AirVPN das beste Angebot. Ich hoffe, dieser Überblick hat euch bei eurer Suche weitergeholfen.

Wer sich noch ein wenig Wissen über die Funktionsweise eines VPN aneignen möchte, welche Sicherheitsprotokolle dabei zum Einsatz kommen und wie wir genau getestet haben, kann gerne weiterlesen.

Die 5 besten kostenlosen VPN-Anbieter

Bevor wir in die Vollen gehen, verraten wir euch vorab unsere Top 5 VPN-Dienste in absteigender Reihenfolge:

Völlig umsonst? Da ist doch was faul, oder? Mit dieser Frage seid ihr keinesfalls zu misstrauisch – ganz im Gegenteil. Als verantwortungsbewusste Internetnutzer habt ihr zu Recht eine Antwort darauf verdient. Bei den kostenlosen VPN-Anbietern fällt sie relativ simpel aus und erklärt gleichzeitig den ersten Platz für Windscribe.

Alle kostenfreien Dienste drosseln eure Surfgeschwindigkeit, deckeln die Anzahl der Server-Standorte oder limitieren euer monatliches Datenpaket. Windscribe liefert euch immerhin 10 Gigabyte Übertragungsvolumen. So viel schenkt euch kein anderer VPN-Zugang. Doch die genannten Anbieter können noch mehr und haben unterschiedliche Stärken.

Windscribe Homepage

Mit 10 GB Datenvolumen pro Monat führt Windscribe die Top-5-Liste der kostenlosen VPN-Dienste an

Damit ihr einen ganz kurzen Überblick über die Leistungen der Gratis-VPNs bekommt, findet ihr nachstehend eine Tabelle. Außerdem geben wir euch anschließend noch ein paar wichtige Tipps mit auf den Weg. Ihr möchtet noch detailliertere Infos zu den einzelnen Diensten erfahren? Das geballte Wissen hierzu findet ihr in unserem extra Artikel „Die 5 besten kostenlosen VPN-Anbieter“.

VPN
(Firmensitz)
Datenvolumen pro MonatGeräteanzahlServer-StandorteExtras
Windscribe
(Kanada)
10 GBUnbegrenzt10 LänderWerbe- und Malware-Blocker,
Browser‑Erweiterungen,
deutschsprachige Benutzeroberfläche
Speedify
(USA)
5 GB138 LänderSehr schnell
ProtonVPN
(Schweiz)
Unbegrenzt; gedrosselte
Geschwindigkeit
13 LänderVerbindung mit Tor-Netzwerk möglich,
bewährte Marke ProtonMail
Hide.me
(Malaysia)
2 GB15 LänderSupport rund um die Uhr, deutschsprachige
Benutzeroberfläche, Split-Tunneling
Tunnelbear
(Kanada)
500 MB522 LänderLiebevolle Gestaltung, Kartenansicht des
Server-Netzwerks

Wenn ihr keinen müden Penny für euer VPN ausgeben möchtet, gibt es also auch kostenlose Alternativen. Ob diese eure Ansprüche erfüllen, hängt ganz von eurem individuellen Bedarf ab. Es gibt durchaus Anbieter, die einen guten Einstieg in die Welt der virtuellen privaten Netzwerke bieten. Einen rundum vollständigen Schutz eurer Daten und eine komplette Anonymisierung, wie bei den kostenpflichtigen, erhaltet ihr jedoch nicht.

Die Verwendung ist in meinen Augen nur sinnvoll, wenn ihr einen Anbieter erst mal ausprobieren oder in die Materie der VPN reinschnuppern möchtet. Wer viel beruflich im Internet unterwegs ist, oft große Downloads tätigt oder streamt beziehungsweise Binge-Watching betreibt, wird bei der Geschwindigkeit oder dem Übertragungsvolumen schnell das Limit erreichen. Daher empfehle ich die Verwendung eines Gratis-Dienstes nicht jedem.

Solltet ihr keinerlei Restriktionen unterliegen wollen, bleibt euch keine andere Möglichkeit als einen kostenpflichtigen Dienst mit höherer Leistung zu wählen. Wer einen dauerhaften und professionellen Service sucht, der ernsthaft schützt und verschleiert, muss eben ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Und das sage ich nicht einfach so ohne Grund:

Im Wahn der Kostenoptimierung solltet ihr aufpassen und nicht durch jeden VPN-Tunnel fahren. In meinem Test ist mir auch das ein oder andere schwarze Schaf untergekommen, wie zum Beispiel HotSpot Shield. Obwohl der Anbieter zu den kostenpflichtigen zählt, bietet er euch kaum mehr als ein kostenfreier Dienst.

Die rudimentären Standardfunktionen sind gegeben, ihr könnt eine VPN-Verbindung herstellen – danach hört es allerdings schon langsam auf. Die Registrierung über einen Mac drängt zu einer doppelten Account-Erstellung durch den Apple App Store. Dabei möchte ich bei einem VPN doch so wenig persönliche Angaben wie möglich machen.

Außerdem speichert Hotspot Shield eure Browserdaten und zeigt sich offen für mögliche Kooperationen mit Behörden. Ihr seht, es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wer wirkliche Datensicherheit und ruhig surfen sowie schlafen möchte, sollte jedes Angebot genau unter die Lupe nehmen und lieber ein paar Euro mehr ausgeben.

Denn wenn ihr bei den digitalen Tunneln am falschen Ende spart, findet ihr eure sensiblen Inhalte am anderen Ende wieder – unverschlüsselt und für jeden zum Zugriff freigegeben. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern wirklich rausgeschmissenes Geld.

Tunnelbear Map

Tunnelbear knausert nicht beim Design. Die liebevoll gestaltete Map zeigt eure Verbindung an: erkennbar am Bär im Honigtopf à la Winnie Puuh

Als kleiner Tipp: Eigentlich reicht es aus, wenn ihr euch immer eine Frage stellt:
Wie rechnet sich das für den Anbieter (Cui bono)? Auf dem VPN-Markt gibt es Dienste, die ihr Geld beispielsweise über Daten- und Werbefinanzierung verdienen: Während ihr mit eurem VPN unterwegs seid, blenden sie euch Werbebanner oder ähnliches ein.

Bei unseren Top 5 haben wir besonders darauf geachtet, dass sie kein Geschäft mit euren Daten betreiben – wie zum Beispiel Google oder Facebook. Es ist also ganz wichtig, dass die VPNs keine Nutzerdaten von euch speichern. Alles Andere steht konträr zur eigentlichen Idee eines VPN. Hotspot Shield ist also das Paradebeispiel dafür, wie es nicht sein sollte.

Stattdessen ist das kostenlose Angebot unserer Empfehlungen eher wie eine Kostprobe anzusehen, die euch ihre Leistungen schmackhaft machen soll. Wenn es euch gefällt, könnt ihr zur kommerziellen Dienstleistung des Anbieters wechseln. Durch die Restriktionen bei den unentgeltlichen Versionen spart der Dienst Geld – wenn ihr dann alle Leistungen möchtet, macht er Gewinn. Wenn wir es ganz genau nehmen, sind es also keine vollständig kostenlosen VPNs, sondern abgespeckte Gratis-Pakete.

Screenshot, der die Standorte der ProtonVPN-Server zeigt

Kostenlos und trotzdem sicher: Geschützt durchs Internet mit ProtonVPN

Für wen lohnt sich also ein kostenloser VPN-Anbieter? Wenn ihr ein weniger datenintensives Surfverhalten an den Tag legt, kommen die Gratis-Pakete durchaus infrage. Vor allem auf Smartphones oder Tablet fallen ohnehin geringere Übertragungsvolumen an. Nicht zuletzt, weil die Nutzer unterwegs besonders auf ihren Verbrauch bedacht sind.

Je nachdem, wie viel Datenvolumen ihr benötigt, kann hier ein kostenloser Account bei Windscribe absolut genügen und viel Freude bereiten. Wer den Fokus auf kurzlebige Geschwindigkeit legen möchte, geht zu Speedify. Wer die höchste Sicherheitsstufe sucht, wählt ProtonVPN. Falls ihr doch lieber alles in einem Paket erhalten möchtet, schaut noch mal bei unseren Top 3 vorbei.

Gibt es spezielle VPNs, die sich am besten für euer Smartphone eignen?

Zwar sind die kostenlosen Varianten praktisch für mobile Endgeräte, doch wer auch unterwegs den bestmöglichen Schutz erhalten möchte, muss ein paar Euro auf den Tisch legen. Hier haben wir es als besonders wichtig erachtet, dass ihr die Installation leicht und problemlos durchführen könnt. Ebenso intuitiv muss die Bedienung des VPN von der Hand gehen. So, wie ihr es von Apps gewohnt seid.

Screenshot der ExpressVPN-App

Verbunden mit der ExpressVPN-App ...

Screenshot der NordVPN-App

... und hier mit der App von NordVPN

Trotzdem müssen gleichzeitig die Hauptmerkmale eines VPN stimmen. An Sicherheitsvorkehrungen und der Internetgeschwindigkeit darf es nicht mangeln. Außerdem solltet ihr zwischen ausreichend Serverstandorten in verschiedenen Ländern wählen können. Eine bequeme Alternative ist ein VPN-Router. Damit könnt ihr all eure Geräte per VPN verbinden.

Auch in dieser Kategorie liegen unsere Top 3 ganz vorne. Allerdings müssen sich NordVPN und CyberGhost erneut knapp gegen den Testsieger ExpressVPN geschlagen geben. Nachstehend seht ihr eine kurze Tabelle, die die Stärken und Schwächen des Anbieters zeigt:

Pro & Contra: ExpressVPN im Überblick

  • Sehr gute Download-Geschwindigkeit
  • Intuitive Bedienung
  • Große Auswahl an Serverstandorten
  • Vielfältige Bezahlmöglichkeiten inkl. Bitcoin
  • Sehr gute Supportfunktionen

  • Wenig Konfigurationsmöglichkeiten (nur TCP und UDP wählbar)

Die Performance von ExpressVPN spricht für sich. Abhängig davon, welches VPN-Protokoll ihr wählt, könnt ihr die Leistung des Anbieters noch ein wenig verschieben: UPD ist die beste Wahl hinsichtlich der Geschwindigkeit und Sicherheit. TCP stellt dafür eine fehlerfreie Datenübertragung sicher. Ich wähle es allerdings nur, falls UPD nicht funktioniert.

Wenn ihr mehr dazu erfahren möchtet, könnt ihr in unseren ausführlichen Tests für Smartphones nachlesen. Wählt einfach das Betriebssystem aus, das ihr verwendet:

Wie funktioniert ein VPN?

Lasst uns noch mal ein paar Schritte zurückgehen: VP-was? Das Kürzel steht für „Virtual Private Network“. Wenn ihr euch mit einem VPN-Service verbindet, tretet ihr sozusagen einem privaten Netzwerk des Anbieters bei. Nun läuft euer sämtlicher Internetverkehr über dessen Server. Dieser kann überall auf der Welt stehen.

Jeder Computer im Internet hat eine einzigartige IP-Adresse. Diese ist ähnlich wie eine Telefonnummer oder eine Postanschrift nötig, damit versandte Informationspakete am richtigen Ziel ankommen.

Im Normalfall weist euch euer Internetprovider für jede Sitzung eine IP-Adresse zu. Diese übermittelt ihr an jeden Computer, mit dem ihr kommuniziert. Aufgrund der Vorratsdatenspeicherung kann euer Provider noch 10 Wochen nach einer Sitzung ermitteln, dass ihr zum betreffenden Zeitpunkt mit der IP-Adresse unterwegs wart.

IPeak Analyse

Beispiel: Die Seite IPleak.org verrät mir meinen Provider, meine IP-Adresse und weitere Anschluss-Details

Somit führt die IP-Adresse direkt zu eurem Anschluss und keine eurer Bewegungen im Netz findet anonym statt.

Mit einem VPN ist das nicht mehr der Fall. Die Websites, P2P-Anwendungen etc., mit denen ihr in Kontakt tretet, sehen dann von euch nur noch die IP-Adresse des VPN-Servers. Alle großen VPN-Dienste garantieren, keine Nutzungsdaten von euch zu speichern.

Sollte also eine Behörde anfragen, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte IP-Adresse des Dienstes genutzt hat, könnte dieser keine Auskunft geben – er weiß es selbst nicht. Ebenso würde ein Hacker auf den Servern des VPN-Betreibers nichts Interessantes vorfinden.

Gleichzeitig ist der Datenverkehr zwischen euch und dem VPN-Server verschlüsselt. Andernfalls könnten die übertragenen Inhalte euch leicht zugeordnet werden, da es ja dieselben Daten sind, die erst zum VPN-Server und dann zu euch fließen.

Datensicherheit und Anonymität sind die wichtigsten Funktionen eines VPN. Doch seitdem sich viele beliebte Video-Plattformen wie Netflix etabliert haben, ist ein weiterer großer Vorteil hinzugekommen.

Netflix und ähnliche Anbieter stellen je nach Land verschiedene Inhalte bereit, was rechtliche Gründe hat. So habt ihr als Netflix-Nutzer eine wesentlich kleinere Auswahl, wenn ihr den Dienst mit einer europäischen IP-Adresse aufruft, als wenn es eine US-amerikanische ist.

Ein VPN befreit euch von dieser Einschränkung. Verbindet euch einfach mit einem Server in den USA und schon steht euch das maximale Netflix-Angebot offen. Denselben Vorzug hat ein VPN für alle Angebote, die exklusiv aus bestimmten geografischen Gebieten abrufbar sind.

Netflix VPN Angebot

Netflix einmal ohne, einmal mit VPN: Größeres Angebot

Sicherheitsmechanismen bei VPNs

Euch stehen verschiedene Sicherheitsprotokolle zur Verfügung, um eine schnelle und geschützte Verbindung zu einem VPN herzustellen. Sie bieten eine Architektur, die der Sicherheit eurer Daten dienlich ist und diese verschlüsselt. Dazu gehören OpenVPN, PPTP, L2TP, Ikev2 und SSTP. Nachstehend bekommt ihr einen kurzen Überblick, welches dieser Protokolle sich wann und wofür am besten eignet.

OpenVPN
Die aktuell stärkste und beste Verbindung bekommt ihr bei diesem Anbieter. Außerdem ist OpenVPN mit seiner 256bit-Verschlüsselung das sicherste Protokoll auf dem Markt.

PPTP
Es gilt nach wie vor als standardmäßiges Protokoll in jedem VPN-Dienst. PPTP wurde vor längerer Zeit von der Microsoft Corporation mit einer 128bit-Verschlüsselung entwickelt. Trotzdem lässt sich dieses Protokoll leichter knacken als OpenVPN, weshalb es als unsicherer gilt. Wenn ihr mich fragt, rate ich euch zu OpenVPN.

L2TP
Bei diesem Protokoll ist eure Internetgeschwindigkeit ein wenig langsamer als bei den beiden Vorherigen. Allgemein gilt L2TP jedoch als sicher und vertrauenswürdig.

IKEv2
Cisco und Microsoft haben mit IKEv2 ein Protokoll konzipiert, dass besonders durch seine hohen Sicherheitsstandards heraussticht. Zusätzlich ist diese Technologie etwas schneller als bei L2TP, SSTP und PPTP.

SSTP
Für gewöhnlich bietet euch dieses Protokoll ein gutes Sicherheitslevel. Außerdem besitzt es die Fähigkeit, die meisten Firewalls zu umgehen. Da SSTP von Microsoft entwickelt wurde, ist es vollständig ins Windows-Betriebssystem eingegliedert.

Falls ihr noch mehr dazu wissen möchtet, könnt ihr in unserem VPN-Glossar noch weitere Begriffserklärungen nachschlagen.

Eine Software, die nicht nur meine Datenspur, sondern sogar meine ganze Identität in der digitalen Welt verschleiert? Das wäre ja so, als würde ich mit einem gefälschten Ausweis und einer Sturmhaube auf dem Kopf mein Unwesen in der Stadt treiben – das muss doch illegal sein, oder?

Nun, das hängt ganz davon ab, in welchem Land ihr euch befindet. Nationen wie der Iran, Russland oder China gehören zu denen, die die Verwendung eines VPN entweder verbieten oder durch technische Mittel zu unterbinden versuchen.

Solltet ihr euch hingegen in Westeuropa oder Nordamerika – also den freiheitlichen Demokratien – befinden, ist die Nutzung eines VPN vollkommen legal.

Doch Vorsicht! Damit wir uns nicht falsch verstehen: Gesetzeswidrige Aktionen bleiben ein Verstoß. Dabei ist es egal, ob ihr einen VPN zwischengeschaltet habt oder nicht. Nur, weil ihr euch mit der Software quasi unter einer Tarnkappe bewegt, macht es eure Handlung nicht legal(er). Es ist höchstens schwerer, euch eure Straftat nachzuweisen.

So ist der Austausch von urheberrechtlich geschützten Inhalten, beispielsweise über Peer-to-Peer-Plattformen (P2P), nach wie vor ein Rechtsverstoß. Hiermit ist zum Beispiel der Download von Musik oder Filmen gemeint. Bei der Aushebelung von Geoblocking ist es ähnlich. Ist das Material illegal beschafft, ist es auch mit VPN illegal. Umgeht ihr lediglich euren Server-Standort, ist alles im gesetzlichen Rahmen.

Streaming-Anbieter, wie Amazon Prime Video, verbieten die Verwendung eines VPNs in ihren AGBs. Es ist also ein klarer Vertragsbruch, wenn ihr über einen solchen Tunnel die jeweiligen Inhalte konsumiert. Dabei handelt es sich allerdings nur um die Nutzungsbedingungen des Unternehmens, nicht um allgemeingültige Gesetze.

Zumindest bisher ist kein Vorfall bekannt, bei dem ein Streaming-Dienst einen VPN-Nutzer rechtlich belangt hätte. Sie blockieren lediglich die Inhalte und zeigen euch eine Fehlermeldung, wenn sie bemerken, dass ihr einen VPN nutzt. Das Bild im Kapitel Der beste VPN-Anbieter für Netflix: ExpressVPN zeigte euch das bereits am Beispiel des eben genannten Anbieters.

Doch damit ist noch nicht aller Tage Abend. Ihr habt dieses Problem? In unserem Artikel zum Thema Netflix-VPN-Sperre umgehen bekommt ihr Hilfe. Dann könnt ihr beispielsweise auch auf das weitaus größere Kontingent der US-Videothek von Netflix zugreifen.

Die Kriterien: Wie habe ich getestet?

Worauf kommt es bei einem VPN-Service eigentlich an? In diesem Abschnitt verrate ich euch, wie ich beim Testen vorgegangen bin und welche Kriterien ihr bei der Auswahl eines Anbieters beachten solltet.

Bei jedem Kauf spielt natürlich der Preis eine Rolle. Hier unterscheiden sich die VPN-Dienste auf dem Markt deutlich. Verträge mit mehrjährigen Laufzeiten sind stets am günstigsten pro Monat, aber nicht alle Anbieter haben sie im Angebot.

Interessant ist vor einer Entscheidung ebenfalls, ob ein kostenloser Test des Dienstes möglich ist. Bei den meisten ist dies sozusagen um die Ecke der Fall: Sie bieten eine Geld-zurück-Garantie an, meist für 14 oder 30 Tage. Ihr müsst also erst einmal bezahlen, könnt euch das Geld aber bei Nichtgefallen zurückholen. Die Fristen genügen, um auf einer guten Erfahrungsbasis zu entscheiden.

Ich habe mich bei den Diensten angemeldet und durch die vorgesehenen Schritte führen lassen, um die Software herunterzuladen, zu installieren und zu starten. Dann habe ich als erstes nach dem schnellsten Weg geschaut, eine VPN-Verbindung herzustellen – zunächst mit einem beliebigen Server, dann mit einem bestimmten Land.

Dazu genügt in der Regel ein einziger Klick. Die meisten VPN-Softwares haben eine Automatik zur Auswahl des aktuell besten Servers. Noch bequemer: In den Einstellungen könnt ihr festlegen, dass sich die Software bei jedem Rechner-Start automatisch mit dem VPN verbindet.

Im Wesentlichen bestimmen drei Faktoren die Benutzerfreundlichkeit einer VPN-Software:

  • Wie bequem ist der Zugriff auf bestimmte Länder-Server? Manche VPN-Apps bieten eine Favoriten-Funktion zur schnelleren Auswahl.
  • Wie lange dauert es, bis die Verbindung aufgebaut ist? Dies kann weniger als eine, aber auch mehr als zehn Sekunden dauern.
  • Wie verständlich sind die Einstellungsoptionen? Kleine Erläuterungsboxen oder Links auf das Hilfecenter der Website sind hilfreich.
Private Internet Access Server

Automatik vs. Serverliste am Beispiel Private Internet Access

Die Einstellungen einer VPN-Software sollten verständlich sein. Zugleich verraten sie etwas darüber, was die Software so alles kann. Dazu gehören etwa folgende Aspekte:

  • Die Auswahl an VPN-Protokollen (OpenVPN, TCP, UDP etc.)
  • Eine Auswahl an Sicherheitsstufen – dies haben nicht alle im Angebot. Die Einstellung einer niedrigeren Sicherheitsstufe kann helfen, die maximale Geschwindigkeit herauszuholen.
  • Automatisches Verbinden: Meist könnt ihr einstellen, dass die Software automatisch startet und eine Verbindung herstellt, wenn der Rechner hochfährt.
  • Notschalter: Dieser heißt manchmal auch „Kill-Switch“ und hat die Aufgabe, jeden Datenverkehr außerhalb des VPNs zu unterbinden. Eure Internetverbindung wird gekappt, wenn die VPN-Verbindung gestört ist.
Perfect Privacy Einstellungen

Hilfreich: kurze Erklärungen zu den Einstellungsmöglichkeiten, wie hier bei Perfect Privacy

Generell sind die Einstellungsmenüs ein guter Ort, um schnell auf Besonderheiten des betreffenden Dienstes aufmerksam zu werden – wie bei NordVPN die Möglichkeit, zwei VPN-Server zu verknüpfen („Double VPN“). Daher habe ich sie beim Testen immer durchgesehen und die Optionen in den einzelnen Testberichten dokumentiert.

Die Übertragungsgeschwindigkeit ist eines der härteren Kriterien, da sie sich einfach und genau messen lässt. Für jeden VPN-Dienst habe ich zuerst die Upload- und Download-Rate ohne VPN-Verbindung gemessen und dann die entsprechenden Raten mit verschiedenen Servern.

Perfect Privacy Geschwindigkeit

Ein glänzendes Speedtest-Ergebnis

Zur Serverauswahl in meiner Stichprobe gehörte immer der schnellste Server dem Vorschlag der Software entsprechend. Da der Zugang zum US-amerikanischen Netflix ein großer Vorteil eines VPN ist, habe ich auch immer die Verbindung in die USA getestet. Zu guter Letzt habe ich ein asiatisches Land einbezogen, um zu prüfen, ob die Leistung nur bei den wichtigsten westlichen Ländern oder generell gut ist.

Das Video-Streaming über Ländergrenzen hinweg ist der größte Vorteil eines VPN neben der Datensicherheit und Anonymität. Streaming-Plattformen wie Netflix bieten aus verwertungsrechtlichen Gründen je nach Land unterschiedliche Inhalte an. Aus welchem Land ihr die Plattform besucht, stellen sie anhand eurer IP-Adresse fest.

Ein VPN bietet nun die Möglichkeit, mit einer IP-Adresse aus jedem Land im Netz unterwegs zu sein, das der VPN-Service abdeckt. Die USA sind für gewöhnlich besonders gut mit Servern versorgt. Ihr könnt euch also einfach mit einem US-Server verbinden und bei Netflix das deutlich umfangreichere Programm genießen, das sonst den US-Nutzern vorbehalten ist.

VyprVPN Netflix USA

Den Star-Wars-Film „Solo“ bekomme ich bei Netflix nur über ein US-VPN

Doch ein Problem gibt es: Netflix mag das nicht. Die Plattform bemüht sich, Zugriffe per VPN aufzuspüren, und wenn ihr das gelingt, erscheint statt Filmen und Serien nur eine Aufforderung, die VPN-Verbindung zu trennen.

Die VPN-Anbieter wiederum bemühen sich, unerkannt zu bleiben. Da es hier zu einem technischen Wettrennen kommt, ist nicht jeder VPN-Dienst gleichermaßen fürs Streaming geeignet. Dementsprechend habe ich in jedem meiner Tests eine Streaming-Plattform mit Länderbeschränkung besucht, um zu schauen, ob sie sich per VPN umgehen lässt.

Wenn bei einer Software etwas unklar ist oder nicht funktioniert, sind Online-Hilfen und persönlicher Support hilfreich. Um die VPN-Dienste in diesem Punkt zu bewerten, habe ich mir ihre Hilfe-Seiten angesehen und per E-Mail Fragen eingeschickt. Wo ein Live-Chat vorhanden war, habe ich auch diesen ausprobiert.

In meine Bewertung flossen die Schnelligkeit und Qualität der Antworten ein, sowie auch die Qualität und Verständlichkeit der online verfügbaren FAQs und ähnlichen Ressourcen. Pluspunkte gab es, wenn diese auch auf Deutsch vorhanden waren, was leider die Ausnahme ist.

Auch mobile Endgeräte lassen sich mit einem VPN schützen, was hier natürlich mindestens so sinnvoll ist wie auf einem stationären Computer. Alle 10 getesteten Dienste haben zumindest Apps für iOS und Android im Angebot. Diese sind in Optik und Funktionsweise meist stark an die Desktop-Fassung angelehnt. Ein Testlauf mit der entsprechenden App gehörte zu allen VPN-Tests dazu.

IPVanish Verbindung

Beispiel: Die VPN-App von IPVanish

Gibt es Tools und Funktionen, die jedes VPN besitzt?

Bei vielen VPN-Diensten können wir einige Gemeinsamkeiten beziehungsweise einen gewissen Standard feststellen – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne:

Die meisten Anbieter bieten euch eine kinderleichte Registrierung. Oftmals reicht die Angabe eurer Mail-Adresse. Anschließend bezahlt ihr flott per Kryptowährung wie Bitcoin und schon habt ihr euren Account eröffnet. So dauert der Prozess nur wenige Minuten und ihr habt euch völlig anonym angemeldet.

Auch der Download und das erste Einfinden in die Software ist weitestgehend simpel gehalten. Der Großteil der VPN-Dienste warten mit einem modernen und intuitiven Interface auf. Außerdem könnt ihr viele Webseiten und Benutzeroberflächen auf verschiedene Sprachen umstellen – einige Tools sind sogar vollständig in deutscher Sprache verfügbar.

So viel zum positiven Teil. Auf der anderen Seite hapert es nicht selten am Speed. So musste ich beispielsweise bei VPN Unlimited Geschwindigkeitseinbußen von 85 Prozent verzeichnen. Und auch der Verbindungsaufbau ist bei vielen Anbietern, die im Test eher mittelmäßig abgeschnitten haben, nicht immer einfach.

VPNUnlimited Website

Der Internetauftritt von VPN Unlimited

Bei Avast SecureLine VPN musste ich ganze sieben Mal die Verbindung herstellen und wieder abbrechen, bis ich einen funktionstüchtigen Server erreichen konnte. Der schon erwähnte Anbieter Hotspot Shield weist die gleiche Problematik auf. Vor allem in Hinblick auf die veranschlagten Preise ist das unverständlich.

Dennoch liefern die meisten VPN-Dienste ein solides Angebot. Dabei sind die monatlichen oder jährlichen Kosten nicht immer ein Indikator für Qualität. Dies zeigt auch unser Testsieger ExpressVPN mit seiner unerreichten Performance und der Preis-Leistungs-Meister NordVPN, bei dem ihr für euer Geld am meisten bekommt.