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Antivirus-Programm-Test 2019

Unser Sicherheits-Experte Nils hat die wichtigsten Anbieter von Antivirus-Programmen für euch geprüft und mit Bitdefender Antivirus Plus einen würdigen Testsieger ermittelt. Sonntagmorgen kauft alle Geräte und Programme aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

Author

von Nils Möckel

Zuletzt aktualisiert am: 3. Oktober 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Wir nutzen Computer, um unsere vertraulichsten Daten und Erinnerungen in Form von privaten Fotos, Videos, Bankdaten, Zeugnissen, Verträgen und vielem mehr zu speichern. Dass wir für diesen Erinnerungsschatz und den digitalen Zugang zu unserem Vermögen Schutz benötigen, liegt auf der Hand.

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Was wesentlich weniger klar ist, ist, welchem der zahllosen Anbieter wir unser Vertrauen schenken sollen. Für unseren großen Virenscanner-Test 2019 haben wir uns daher die wichtigsten Anbieter angesehen und deren aktuelle Virenscanner auf Herz und Nieren geprüft.

Das ist das beste Antivirus-Programm im Test 2019:

Bitdefender Antivirus Plus

VORTEILE

  • Extrem hoher Funktionsumfang
  • Sehr hohe Zuverlässigkeit
  • Ausgezeichnete Geschwindigkeit

NACHTEILE

  • Mangelnde Benutzerfreundlichkeit
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Kosten19,99 € für 1 Jahr
Kostenlose Testphase30 Tage
Geld-zurück-Garantie30 Tage
Sprache(n)

Deutsch; 19 weitere Sprachen

Geräteanzahl pro Account3
ZahlungsmethodePayPal, SlimPay, Kreditkarte, Überweisung, Giropay
BetriebssystemWindows
Mobile App
SupportE-Mail, Telefon

Unser Testsieger, Bitdefender Antivirus Plus, bietet euch neben exzellenter Sicherheit insbesondere viele Zusatzfunktionen, die euch das Leben erleichtern und für euren Schutz sorgen. Dennoch gibt es gerade bei den Zusatzfunktionen große Unterschiede zwischen den Anbietern. Außerdem sind die Anbieter auf Platz zwei und drei, Kaspersky Anti-Virus und Norton AntiVirus Plus, Bitdefender eng auf den Fersen.


Gesamtsieger & Preis-Leistungs-Tipp!
Bitdefender Antivirus Plus Test

19,99 € pro Jahr (3 Geräte)

Kaspersky Anti-Virus Test

29,95 € pro Jahr (1 PC)

Testsieger „Zuverlässigkeit“
Norton AntiVirus Plus Test

19,99 € pro Jahr

Avast Free Antivirus Test

Kostenlos

F-Secure Anti-Virus Test

ab 19,95 € pro Jahr

ESET NOD32 Antivirus Test

29,95 € pro Jahr (1 Gerät)

G DATA Antivirus Test

29,95 € pro Jahr (1 PC)

AVG AntiVirus FREE Test

Kostenlosn/a


Einen Überblick über die Ergebnisse der einzelnen Anbieter und eine Erläuterung unserer Testmethode findet ihr im Folgenden, aber zunächst stelle ich euch die Top 3 der von uns getesteten Anbieter, den Preis-Leistungs-Sieger und die kostenlosen Anbieter vor. Zum Schluss gehe ich auch noch auf die Gefahren durch Schadsoftware und die unterschiedlichen Arten von Bedrohungen ein.

Unsere Top 3: Die besten Antivirus-Programme

Obwohl die Anbieter auf den ersten Rängen bei der Zuverlässigkeit gleich perfekt abschneiden, gibt es doch noch erhebliche Unterschiede in anderen Kategorien. Deswegen stelle ich sie euch hier noch einmal kurz vor.

Unser Testsieger: Bitdefender Antivirus Plus

Der Bitdefender-Virenscanner zeichnet sich insbesondere durch seinen extremen Funktionsumfang aus. Wenn ihr in puncto Sicherheit noch ein oder zwei Schippen drauflegen wollt, kommt ihr an diesem Schwergewicht kaum vorbei. Die Highlights fasse ich euch hier zusammen und die Einzelheiten könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht zu Bitdefender Antivirus Plus nachlesen.

Bitdefender Antivirus Plus Test Website

Die Webseite von Bitdefender

19,99 €

Neben seiner bereits erwähnten perfekten Zuverlässigkeit glänzt Bitdefender Antivirus Plus auch noch bei der Leistung mit der Bestnote.

Abstriche müsst ihr insbesondere bei der Benutzerfreundlichkeit machen. Die Webseite ist sehr werbelastig und entsprechend unübersichtlich und der Installationsvorgang ist viel zu kompliziert. Die Programmoberfläche ist jedoch einigermaßen brauchbar, sodass sich die negativen Erfahrungen auf den Beginn eures „Abenteuers“ mit dem Bitdefender konzentrieren.

Beim Support fällt insbesondere der Selbsthilfebereich negativ auf, sprich die Supportartikel, FAQs und ähnliches. Hier findet ihr zu vielen Fragen wenig bis gar nichts. Dennoch gibt es einen Support, den ihr per E-Mail und sogar telefonisch unter einer deutschen und verschiedenen internationalen Festnetznummern erreichen könnt und der eure Fragen kompetent und zeitnah beantwortet.

VORTEILE

  • Extrem hoher Funktionsumfang
  • Sehr hohe Zuverlässigkeit
  • Ausgezeichnete Geschwindigkeit

NACHTEILE

  • Mangelnde Benutzerfreundlichkeit

Der zweite Sieger: Kaspersky Anti-Virus

Kaspersky Anti-Virus ist insgesamt ein starker Konkurrent und unserem Testsieger in fast allen Kategorien dicht auf den Fersen. Er punktet ebenfalls mit perfekter Zuverlässigkeit, großartiger Leistung und einem schier unglaublich großen Funktionsumfang, der eher an ein Schweizer Taschenmesser erinnert als an einen Virenscanner.

Kaspersky Antivirus Test Website

Die Webseite von Kaspersky

29,95 € pro Jahr (1 PC)

Auch hier nenne ich euch nur die Highlights des Anbieters – alles Weitere findet ihr in unserem ausführlichen Testbericht zu Kaspersky Anti-Virus. Bei der Benutzerfreundlichkeit ist Kaspersky unserem Testsieger dank seiner übersichtlichen Webseite und der gut durchdachten Programmoberfläche sogar einen Schritt voraus.

Support gibt es leider nicht für Nutzer der Testversion. Die Käufer der Software können sich per Webmail helfen lassen, die übrigen müssen versuchen, die Antwort auf ihre Fragen in der Wissensdatenbank von Kaspersky zu finden. Diese ist jedoch übersichtlich und umfangreich genug, dass dies durchaus Erfolgschancen hat. Dennoch halte ich diese Einschränkung des Zugangs zum Support für kontraproduktiv, Kunden überzeugt man so nicht.

Das einzige große Manko von Kaspersky ist der Preis von 29,95 Euro für ein Jahresabo. Dadurch steht er gemeinsam mit Eset NOD32 Antivirus und G Data Antivirus an der Spitze der Preisliste.

VORTEILE

  • Ausgezeichnete Erkennungsrate
  • Sehr geringe Systembelastung
  • Großer Funktionsumfang
  • Hohe Benutzerfreundlichkeit

NACHTEILE

  • Hoher Preis
  • Kein Support für Nutzer der Testversion

Der dritte Platz: Norton AntiVirus Plus

Auf dem dritten Platz des Siegertreppchens finden wir mit Norton AntiVirus Plus ein Urgestein der PC-Software. Die Norton Utilities gehörten schließlich jahrelang zur Standardausstattung jedes PCs. Auch hier stelle ich euch im Folgenden die Highlights vor und wenn ihr mehr wissen möchtet, findet ihr die Details im ausführlichen Test zu Norton AntiVirus Plus.

Norton Antivirus Plus Test Website

Die Webseite von Norton

19,99 €

Norton AntiVirus Plus zeigt in allen Kategorien unseres Tests eine respektable bis gute Leistung und in Sachen Zuverlässigkeit erreicht die Software – genau wie Bitdefender und Kaspersky – die volle Punktzahl.

Was nicht so schön ist, ist die Tatsache, dass es keine Testversion des Programms gibt. Hierin unterscheidet sich Norton übrigens von allen anderen Anbietern in unserem Test. Allerdings steht dem relativ preiswerten Angebot in Höhe von 19,99 Euro auch ein ausgezeichneter Funktionsumfang gegenüber.

Ihr erhaltet bei Norton viele Zusatzfunktionen, die ihr sonst anderweitig hinzukaufen müsstet, wenn ihr sie nutzen möchtet. Dazu gehört zum Beispiel eine Backup-Lösung mit immerhin zwei Gigabyte Cloud-Speicher, ein Passwort-Manager und eine Firewall, um nur einige zu nennen.

VORTEILE

  • Sehr zuverlässig
  • Preiswert
  • Viele Zusatzfunktionen

NACHTEILE

  • Keine kostenlose Testmöglichkeit
  • Langsam

Der Preis-Leistungs-Sieger

Der Preis-Leistungs-Sieger in unserem Test ist übrigens ebenfalls unser Testsieger: Bitdefender Antivirus Plus. Diese Einstufung bezieht sich allerdings nur auf die kostenpflichtigen Anbieter in unserem Test.

Screenshot des Bitdefender Antivirus Plus Programm, das die Optionen im Reiter „Schutz“ zeigt

Die beiden kostenlosen Programme konnten hier nicht berücksichtigt werden, da sonst die Leistung überhaupt keine Rolle bei der Bewertung gespielt hätte. Oder um es noch oberlehrerhafter auszudrücken: Wenn ihr den Preis von null Euro durch die Leistung X teilt, ist es egal ob X groß oder klein ist, das Ergebnis ist immer das Bestmöglichste, nämlich 0.

Kostenlose Antivirus-Anbieter im Test

Zwei der Anbieter in unserem Test sind, wie bereits erwähnt, komplett kostenfrei. Diese sind Avast Free Antivirus und AVG Antivirus Free. Ihr Preis ist jedoch die einzige Gemeinsamkeit, den die beiden Anbieter haben. Was die Unterschiede sind und warum wir nur einen von beiden empfehlen können, führe ich hier noch einmal kurz aus. Die kompletten Tests zu Avast findet ihr hier bzw. den zu AVG hier.

Avast Free Antivirus

Avast Free Antivirus bietet euch einen relativ großen Funktionsumfang, zu dem neben anderen Zusatzfunktionen sogar ein Passwort-Manager gehört.

Bei der Zuverlässigkeit müsst ihr allerdings im Vergleich zu anderen Anbietern leichte Abstriche machen, hier haben insbesondere die Anbieter aus unserer Top 3 die Nase vorn.

Avast Free Antivirus Test Website

Die Webseite von Avast Free Antivirus

Die Leistung und die Benutzerfreundlichkeit von Avast sind etwas durchwachsen, aber insgesamt noch im grünen Bereich. Der Support beschränkt sich bei diesem Anbieter übrigens auf FAQ, Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie Foren im „Supportbereich“ der Webseite. Diese sind jedoch gut sortiert, umfangreich und dürften daher in den meisten Fällen für eure Bedürfnisse ausreichen.

Wenn ihr die genannten Abstriche für einen kostenlosen Virenscanner in Kauf nehmt, könnt ihr hier bedenkenlos zuschlagen. Wenn ihr mehr als eine Grundversorgung möchtet, solltet ihr euch jedoch eher an unseren Testsieger Bitdefender Antivirus Plus, halten.

AVG AntiVirus FREE

Bei AVG AntiVirus FREE sieht das Bild leider deutlich anders aus. AVG hat außer den nötigsten Funktionen nichts zu bieten, die schlechtesten Werte bei Zuverlässigkeit und Leistung, keinen Support und auch der Supportbereich auf der Webseite bietet euch so gut wie keine Hilfe. Hier kann ich nur abraten.

AVG Antivirus Free Test Website

Die Webseite von AVG Antivirus Free

Die Testergebnisse im Überblick

In der folgenden Tabelle seht ihr eine Übersicht über die Gesamtergebnisse aller getesteten Anbieter. Die kompletten Testberichte haben wir mit den Anbieternamen verlinkt.

AnbieterBenutzer­freundlich­keitSupport Preis    Funktions­umfangZuverlässig­keitLeistungGesamt-Note
Bitdefender Antivirus Plus60 %70 %90 %100 %100 %100 %87 %
Kaspersky Anti-Virus85 %70 %55 %85 %100 %95 %82 %
Norton AntiVirus Plus70 %80 %80 %80 %100 %70 %80 %
G Data AntiVirus60 %90 %55 %95 %70 %90 %77 %
F-Secure Anti-Virus80 %100 %90 %60 %70 %70 %74 %
Avast Free Antivirus73 %30 %100 %95 %78 %65 %74 %
Eset Nod3265 %70 %60 %70 %79 %79 %95 %
AVG AntiVirus FREE85 %0 %100 %40 %61 %55 %57 %

Wie haben wir getestet?

Bei unseren Tests haben wir alle Anbieter auf dieselbe Weise behandelt und in verschiedenen Kategorien bewertet. Im Folgenden erkläre ich euch die Kategorien und nenne euch, worauf wir speziell geachtet haben.

Benutzerfreundlichkeit

Der erste Punkt, den wir uns angesehen haben, ist die Benutzerfreundlichkeit. Hierzu haben wir die Webseite, den Installationsvorgang und die Software berücksichtigt. Dabei haben wir versucht, uns in einen normalen Anwender hineinzuversetzen.

In diesem Sinne haben wir dann darauf geachtet, wie leicht wichtige Informationen zu finden waren, wie viel ablenkende Werbung es gab und wie vielen rechtlichen Vereinbarungen wie AGBs, Datenschutzvereinbarungen et cetera ihr bei der Installation zustimmen müsst.

Support

Die nächste Testkategorie befasst sich mit dem Support, den ihr geboten bekommt. Hierbei haben wir auf die Art und Anzahl der Kontaktwege, aber auch auf die Qualität der geleisteten Unterstützung geachtet. Ein weiterer Punkt, der eine Rolle spielt, ist, dass es schriftliche Hilfen wie FAQs, Anleitungen, Supportartikel und Hilfetexte gibt, und dass sie leicht auffindbar sind.

Preis

Selbstverständlich spielt auch der Preis eine Rolle. Deshalb haben wir die Preise aller Anbieter für euch recherchiert und in Form einer übersichtlichen Tabelle dargestellt.

AnbieterGünstigstes AngebotBedingungenTest-
Möglichkeit
Kaspersky Anti-Virus
29,95 €
1 PC, 1 Jahr30 Tage
Testversion
ESET NOD32 Antivirus29,95 €1 PC, 1 Jahr30 Tage
Testversion
F-Secure Anti-Virus19,95 €1 PC, 1 Jahr30 Tage
Testversion
Bitdefender Antivirus Plus19,99 €
ab 2. Jahr: 39,99 €
3 Geräte, 1 Jahr30 Tage
Testversion
Avast Free AntivirusKostenlos
Norton AntiVirus Plus19,99 €
ab 2. Jahr: 69,99 €
1 Gerät, 1 Jahr30 Tage
Testversion
G DATA AntiVirus 201929,95 €1 PC, 1 Jahr30 Tage
Geld-zurück-Garantie
AVG AntiVirus FREEKostenlos
Stand: 30.06.2019

Funktionsumfang

Beim Funktionsumfang zeigten sich die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Hier haben wir die einzelnen Funktionen aufgelistet und beschrieben.

Für die Bewertung spielte dann aber auch nicht nur die reine Anzahl von Funktionen eine Rolle, sondern auch die Frage, ob sie euch überhaupt einen Nutzen für eure Sicherheit bieten, dies war nämlich durchaus nicht immer der Fall.

Zuverlässigkeit

Die Zuverlässigkeit, mit der ein Virenscanner tatsächliche Bedrohungen erkennt und Fehlalarme vermeidet, ist naturgemäß seine wichtigste Eigenschaft. Die schönste Programmoberfläche, der beste Support oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis nutzen euch am Ende gar nichts, wenn euer Virenscanner in dieser Kategorie versagt.

Um die Virenscanner in diesem Bereich zu untersuchen, ist jedoch ein wissenschaftliches Vorgehen nötig, bei dem unter Laborbedingungen vergleichbare Tests durchgeführt werden, die ständig aktualisiert werden müssen, um auch neue Bedrohungen berücksichtigen zu können.

Screenshot der AV-Comparatives-Webseite

Unabhängige Prüflabore wie z.B. AV-Comparatives testen die Zuverlässigkeit vieler Antiviren-Programme und vergeben Auszeichnungen entsprechend der Performance

In diesem Bereich gibt es einige wenige Spezialisten, die über das notwendige Know-how und die technischen Mittel verfügen, um solche Untersuchungen durchzuführen. Für unsere Tests haben wir die Ergebnisse der renommiertesten Prüflabore AV-Test und AV-Comparatives sowie die Ergebnisse der Untersuchung von Stiftung Warentest analysiert.

Leistung

Ein letzter Punkt, auf den wir geachtet haben, ist die Leistung der Antiviren-Programme. Hierzu haben wir die Geschwindigkeit gemessen, mit der bestimmte Scan-Aufgaben bewältigt wurden, und auf den Einfluss geachtet, den die Hintergrundaktivitäten der Virenscanner auf die Systemleistung hatten.

Was kann Schadsoftware überhaupt anrichten?

Das ein oder andere Unheil, das Viren und Co bei euch anrichten können, habe ich ja schon in der Einleitung erwähnt, hier gehe ich noch einmal ausführlich darauf ein, welche Risiken ihr eingeht, wenn ihr nicht vorsichtig seid. Schadsoftware kann:

  • euren Datenverkehr und/oder eure Benutzeraktivitäten überwachen,
  • sensible Daten wie Kontodaten, Kreditkartendaten, Passwörter, private Fotos und ähnliches ausspionieren,
  • euren PC fernsteuern, um z.B. damit Spam zu versenden oder DoS-Attacken („Denial of Service“-Attacken, wenn z.B. eine Webseite durch massenweise Aufrufe von ferngesteuerten Rechnern lahmgelegt wird) auszuführen,
  • Dienste oder Schutzprogramme (z.B. euren Virenscanner) auf eurem Rechner deaktivieren oder austauschen,
  • Dialer-Programme installieren, die kostenpflichtige Telefonnummern anrufen oder Premium-SMS versenden,
  • euren Speicher missbrauchen, um illegale Daten dort abzulegen, die von dort aus an andere Nutzer verteilt werden,
  • unerwünschte Werbung anzeigen,
  • euch beim Aufruf von Webseiten auf andere, präparierte Webseiten umleiten (siehe Phishing) und
  • die auf eurem Computer gespeicherten Daten verschlüsseln, um Lösegeld zu fordern (siehe Ransomware).

Viren, Würmer und Trojaner: Die verschiedenen Arten von Schadsoftware

Was, mein Computer hat Würmer? Wenn ihr diesen Begriff noch nicht gehört habt, werdet ihr vermutlich genau so und mit einer Mischung aus Erstaunen und Entsetzen auf eine derartige Mitteilung reagieren. Wenn dann noch Begriffe wie „Ransomware“ oder „Rootkits“ fallen, werden wohl auch die Mutigsten unter euch Deckung nehmen und lieber an Hundewelpen denken.

Grund genug, die unterschiedlichen Arten von Schadsoftware kurz vorzustellen, um ihnen etwas von ihrem Schrecken zu nehmen.

Viren

Viren sind sicherlich die bekanntesten Vertreter dieser Spezies. Hierbei handelt es sich um Programme, die sich auf eurem Computer einnisten, und sich von dort aus weiter kopieren. Ihr könnt euch einen Virus einfangen, indem ihr infizierte Programme ausführt. Wenn ihr Autostart aktiviert habt, kann es auch schon ausreichen, wenn ihr einen Datenträger, der infizierte Dateien enthält, an euren Computer anschließt.

Es gibt neben diesen Dateiviren auch sogenannte:

  • Bootsektor-Viren, die gezielt den Bootsektor eures Systems infizieren,
  • Makro-Viren, die sich in Makros für Dateien aus bestimmten Anwendungen, wie z.B. Office-Programmen, einnisten und
  • Skript-Viren, die skriptfähige Dokumente wie HTML-Dateien befallen.

Trojaner

Trojaner sind Schadprogramme, die sich wie das Trojanische Pferd aus der Sage als nützliche oder harmlose Programme ausgeben oder an solche angehängt werden.

Trojaner können über jeden Weg auf euren Rechner gelangen, über den ihr auch sonst Daten ladet. Dies schließt Datenträger aller Art, Netzwerk-Verbindungen, Tauschbörsen und E-Mail-Anhänge ein. Bei der Verbreitung über E-Mail kommen übrigens häufig Würmer zum Einsatz.

Würmer

Ein Computerwurm ist eine Schadsoftware, die sich, sobald sie ausgeführt wurde, wie ein Virus selbst vervielfältigen kann. Im Unterschied zum Virus infizieren Würmer jedoch keine Dateien oder Bootsektoren.

Würmer verbreiten sich über Netzwerke, Wechselmedien oder E-Mail-Programme. Bei Wechselmedien ist es häufig problematisch, wenn ihr die Autostart-Funktion auf eurem Rechner nicht deaktiviert habt. Über diesen Dienst können Würmer, auch ohne dass ihr etwas tun müsst, auf euren Rechner gelangen.

Ähnlich sieht es bei E-Mail-Programmen wie Outlook aus, die von manchen Würmern gekapert werden können und dann Kopien des Schädlings an alle E-Mail-Adressen in eurem Adressbuch versenden.

Weitere Einfallstore für Würmer sind Peer-to-Peer-Netzwerke, IRC-Clients („Internet Relay Chat“-Clients) und Messenger-Programme wie Skype oder MSN.

In den meisten Fällen müsst ihr jedoch aktiv auf einen Link klicken oder eine Datei ausführen, um euch mit einem Wurm infizieren zu können.

Ransomware

„Ransom“ ist das englische Wort für Lösegeld und bei Ransomware geht es letztendlich um nichts anderes als das Erpressen von Lösegeld. Hierzu wird eine Schadsoftware über einen Virus oder einen Trojaner auf euren Rechner geladen.

Wenn ihr diese ausführt, werden bestimmte Dateien oder der Inhalt ganzer Laufwerke verschlüsselt und ihr werdet aufgefordert, ein Lösegeld zu bezahlen, um eure Dateien zurückzubekommen.

Konkret sieht das dann so aus, dass auf einmal ein Fenster auf eurem Bildschirm aufpoppt und euch auffordert, eine bestimmte Summe auf einem bestimmten Weg zu bezahlen (z.B. mit Paysafe-Karten). Außerdem wird euch verboten, euren Rechner auszuschalten.

Dies solltet ihr dann allerdings sofort tun, da die Verschlüsselung im Hintergrund weitergeht. Um die noch nicht verschlüsselten Dateien zu sichern, müsst ihr dann natürlich entweder von einem USB-Stick booten oder eure Festplatte ausbauen und an einen anderen Rechner anschließen. Wenn ihr euer eigenes System neu starten würdet, würde die Verschlüsselung einfach fortgesetzt werden.

Wenn ihr Opfer einer solchen Attacke werdet, müsst ihr euch gut überlegen, ob ihr der Zahlungsaufforderung nachkommt oder nicht. Wenn ihr die Zahlung leistet, besteht natürlich keine Garantie, dass ihr eure Daten tatsächlich wiederbekommt. Wenn ihr allerdings eure fast fertige Masterarbeit bei so einer Aktion verloren habt, spricht schon einiges dafür, es mit der Zahlung zu versuchen.

Wenn ihr euch vor Ransomware schützen möchtet, gibt es übrigens laut dem Themenpapier des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nur ein wirklich wirksames Mittel: Erstellt von allen wichtigen Dateien Sicherungskopien!

Hierzu eignen sich insbesondere Cloud-Speicher. Auch zum Thema „Online-Back-up“ haben wir ausgiebig getestet. Mein Kollege Sebastian hat alle Ergebnisse im großen Cloud-Speicher-Vergleich 2019 für euch zusammengefasst.

Cloudspeicher pCloud Website

pCloud: Top Cloud-Speicher aus der Schweiz

Phishing

Mit Phishing sind Versuche gemeint, euch dazu zu verleiten, private Daten wie Passwörter oder Bankdaten preiszugeben. Oft werdet ihr beispielsweise auf Webseiten geleitet, die genauso aussehen wie die Anmeldeseite eines von euch genutzten Dienstes wie eure Bank, eBay, PayPal oder Amazon.

Den Link zu diesen Seiten erhaltet ihr in der Regel in einer E-Mail in der ihr zu sofortigem Handeln aufgefordert werdet, um einen Nachteil zu vermeiden. Zum Beispiel werdet ihr aufgefordert, euch sofort in eurem Konto einzuloggen, um einen Datenabgleich durchzuführen, weil es ein Sicherheitsproblem gäbe.

Wenn ihr dann auf den Link klickt und eure Anmeldedaten eingebt, werden diese von den Kriminellen, die hinter dem Angriff stehen, abgegriffen und missbraucht. Manchmal werden die von euch eingegebenen Anmeldedaten dann auch auf allen möglichen anderen Webseiten ausprobiert, da wir ja alle so bequem sind und überall das gleiche Passwort vergeben.

Auf diese Weise können wir durch einen Moment der Unaufmerksamkeit unsere gesamte digitale Identität kompromittieren. Schon allein deshalb lege ich euch nahe, einen Passwort-Manager zu benutzen, mit dem ihr komplexe Passwörter generieren könnt, euch jedoch nur das Masterpasswort merken müsst.

Rootkits

Rootkits bestehen aus einer Sammlung verschiedener Programme, die von Kriminellen genutzt werden, um euren Computer unter ihre Kontrolle zu bringen. Das Ziel eines Rootkits kann zum einen der Diebstahl eurer Daten sein oder aber der Missbrauch eures Systems für andere Cyber-Verbrechen, wie z.B. die Ausführung von Denial-of-Service-Angriffen oder das Versenden von Spam-Mails.

Wie könnt ihr euch vor diesen Bedrohungen schützen?

Auch der beste Virenscanner wird niemals jeden Angriff verhindern können. Deshalb ist es immer gut, ein paar einfache Verhaltensweisen zu befolgen, um auf der sicheren Seite zu sein. Hierzu habe ich die folgenden Tipps für euch zusammengestellt:

  1. Seid vorsichtig bei Datei-Anhängen in E-Mails. Denkt daran, dass z.B. auch Word-Dateien Makro-Viren enthalten können und dass andere ausführbare Dateien oft hinter langen Dateinamen oder solchen mit mehreren Dateinamen-Erweiterungen (z.B.: Dateiname.pdf.exe) verborgen werden.
  2. Öffnet Anhänge nur, wenn ihr sie erwartet habt, und rückversichert euch beim Absender, ob er sie euch wirklich geschickt hat.
  3. Nutzt grundsätzlich einen anderen Kommunikationskanal (z.B. Telefon, Skype et cetera), um euch beim Absender rückzuversichern.
  4. Seid vorsichtig, wenn euch Links in einer E-Mail zugesandt werden. Wenn ihr aufgefordert werdet, euch bei einem der von euch genutzten Dienste anzumelden, klickt ihr am besten nicht auf den Link, sondern tippt die Adresse selbst im Browser ein. Bei anderen Links könnt ihr versuchen, nur mit dem Mauszeiger auf den Link zu zeigen (also, ohne darauf zu klicken!), damit das Ziel des Links angezeigt wird. Dies funktioniert z.B. dann nicht, wenn Linkverkürzer (z.B. bit.ly oder goo.gl) eingesetzt werden. Im Zweifelsfall solltet ihr einen anderen Kommunikationskanal nutzen, um euch beim Absender rückzuversichern.
  5. Nutzt in öffentlichen WLANs unbedingt einen VPN-Dienst, da der Datenverkehr zwischen eurem Gerät und dem WLAN-Router meistens nicht verschlüsselt wird. Es kann also alles, was ihr sendet, inklusive eurer Zugangsdaten für E-Mail und Online-Banking, abgehört werden. Einen Überblick über die besten Anbieter findet ihr in unserem Artikel: „Bestes VPN für öffentliche WLANs“.
  6. Sichert eure Daten, um euch vor Ransomware-Angriffen zu schützen.
  7. Bereitet euch eine Boot-CD oder einen bootfähigen USB-Stick vor, um unabhängig von eurem Betriebssystem auf euren Rechner zugreifen zu können, wenn dieser infiziert wurde. Viele Anbieter von Virenscannern (z.B. Bitdefender Antivirus Plus und Kaspersky Anti-Virus) bieten euch auch die Möglichkeit, eine Rescue-Disk auf einer CD oder einem USB-Stick vorzubereiten.
  8. Nigerianische Prinzen sind selten vertrauenswürdig und die wenigsten unter euch hatten auch keinen Onkel, der im Jahre 2002 bei einem Erdbeben in Indonesien getötet wurde, und dessen Millionen jetzt auf einem Konto in den Vereinigten Arabischen Emiraten darauf warten, dass ihr sie beansprucht.
  9. Haltet euch fern von Internettauschbörsen und Warez-Seiten.
  10. Nutzt einen Virenscanner, einen Passwort-Manager (selbstverständlich findet ihr bei uns auch einen ausführlichen Passwort-Manager-Test 2019) und eine Firewall.

Fazit: Das Thema „Sicherheit“ bleibt aktuell

Das Thema „Sicherheit“ ist und bleibt leider für uns alle aktuell und wird immer wichtiger. Schließlich steigt die Zahl der Bedrohungen ebenso wie unsere Abhängigkeit von Computern immer weiter an.

Was die Wahl des richtigen Virenscanners angeht, haben wir euch hoffentlich weiterhelfen können. Unsere drei Spitzenreiter, Bitdefender, Kaspersky Anti-Virus und Norton AntiVirus Plus, überzeugen auf ganzer Linie und liegen im Ergebnis so dicht beieinander, dass ihr mit keinem davon etwas falsch macht.

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Wenn ihr euch nicht bis ins kleinste Detail mit dem Thema beschäftigen möchtet, empfehle ich euch unseren Testsieger Bitdefender Antivirus Plus. Wenn ihr hingegen das perfekte Angebot für eure Bedürfnisse sucht, rate ich euch, einen Blick auf die Zusatzfunktionen unserer Top-3-Anbieter zu werfen. In diesem Punkt unterscheiden sich die Anbieter nämlich doch.

Wenn ihr Sparfüchse seid und nur einer der kostenlosen Anbieter für euch infrage kommt, rate ich euch natürlich zu Avast Free Antivirus.

Was ich euch ans Herz legen möchte, ist, die oben genannten Sicherheitstipps zu befolgen und euch einen wirksamen Schutz zu besorgen.

Hierzu gehören neben einem Antivirus-Programm auch eine Firewall, ein VPN und ein Passwort-Manager sowie eine geeignete Back-up-Lösung. All dies gilt natürlich nicht nur für den PC und Android, sondern zunehmend auch für Geräte mit macOS oder iOS.

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Der best VPN-Anbieter in unserem Test: ExpressVPN

Screenshot der Dashlane-Homepage

Dashlane, der Sieger im Passwort-Manager-Test

Die Aussage, dass es für die Betriebssysteme von Apple-Geräten keine Viren gäbe, die immer wieder auftaucht, stimmt schon seit Jahren nicht mehr, auch wenn die Zahl der Bedrohungen für Mac-Nutzer sicherlich wesentlich geringer ist als beim PC oder unter Android.

Schließlich hat Apple selbst seine Software längst mit Anti-Malware-Funktionen wie „Gatekeeper“ oder dem „Malware Removal Tool“ ausgestattet. Zusätzlich bieten auch etliche Hersteller von Antiviren-Programmen (z.B. Bitdefender und Kaspersky aus unseren Top 3) spezielle Versionen für iOS- oder macOS-Geräte an.

Ich hoffe, dass wir euch mit unseren Tests für das Thema sensibilisieren konnten und ihr ein paar Anregungen dazu bekommen habt, wie ihr euer digitales Leben sicherer gestalten könnt.