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Staubsauger Test 2019: Sauber macht lustig

Nach dem großen Staubsauger Test blitzen und blinken die Böden in der Redaktion von Sonntagmorgen wie nie zuvor. Unser Tester-Team hat sich monatelang intensiv mit den unterschiedlichsten Sauger-Kategorien auseinandergesetzt und für euch die besten Modelle vom Saugroboter bis zum Handstaubsauger gefunden. Wir bei Sonntagmorgen kaufen alle Geräte selbst und werden nicht von einem Hersteller gesponsort.

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Sauger-Spezies

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Gesichtete Wollmäuse

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Boxenstopps

Author

von Simone

Zuletzt aktualisiert am: 4. April 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Staubsauger Test 2019: Warum ihr diesen Test lesen solltet

Es soll Menschen geben, die total auf Hausarbeit stehen. Eine kleine Umfrage in unserem Team hat ergeben, dass Aufräumen, Abwaschen und sogar Putzaktionen im Bad durchaus ganz oben auf der Hitliste stehen. Aber vom Staubsaugen bekommt bei uns niemand rote Freudenflecken auf den Wangen.

Diesen Widerwillen kennen auch die Hersteller und versuchen seit der Erfindung des ersten kommerziellen Staubsaugers zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Maschinen smarter und das Saugen leichter zu machen. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung könnt ihr in unserem Saugroboter Test bewundern.

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Doch auch abseits der smarten Selbstsauger tut sich einiges auf dem Gerätemarkt. Wir erklären euch die wichtigsten Spezies von Boden- bis Handstaubsauger, beleuchten die Vor- und Nachteile jeder Geräteart und stellen euch die besten Produkte ihrer Klasse vor.

Wie ihr es von uns erwarten dürft, gilt dabei immer eine Doppelleitfrage: Ist das Gerät sein Geld wert und wie schlägt es sich im Praxiseinsatz unter realistischen Testbedingungen? So viel sei schon einmal verraten: Sauber machen sie alle. Die Frage ist nur, wie.

Dieser Ratgeberartikel ist ständig in Bewegung und wird stets um neue Testergebnisse und Gerätetipps ergänzt. Setzt euch am besten ein Bookmark und schaut bei Bedarf immer wieder mal vorbei!


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Welche Staubsauger-Arten gibt es?

Bevor wir uns kopfüber in das Thema Staubsauger gestürzt haben, war mein uraltes Modell von Anno Knips ständig unreflektiert im Einsatz. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ob es nun besonders gut oder besonders schlecht ist – und ob es nicht einmal Zeit für ein Update wäre.

Der klassische LG Bodenstaubsauger mit Beutel hat bereits die Böden meiner Eltern und die Untergründe in fünf verschiedenen Wohnungen gesaugt und es dabei mit Katzen- und Hundehaaren, regelrechten Herden von Staubmäusen und dem ein oder anderen Insekt aufgenommen.

Ich gehöre außerdem zu den Menschen, die den Staubsauger für praktisch jede Oberfläche nutzen, für die man sonst auch einen Lappen nehmen könnte. Wir sind uns also einig, dass mein an sich oller Bodenstaubsauger ein absolutes Arbeitstier ist, das seinen Job seit Jahr und Tag zuverlässig erledigt.

Wenn wir nicht gerade Raumpfleger oder ein bisschen schräg drauf sind, greifen wir indes selten außerhalb unserer eigenen vier Wände zum Staubsauger und haben deswegen auch keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Geräten.

Meine Eltern haben sich allerdings jüngst einen beutellosen Bodenstaubsauger mit Elektrobürste der neuesten Generation zugelegt. Das Teil sieht spacig und modern aus und ist außerdem wesentlich kompakter als mein Gerät. Außerdem war ich von der Idee begeistert, dass man sich um die passenden Beutel keine Gedanken mehr machen muss.

Beim Einschalten und anschließenden Saugen unterm Tannenbaum hatte ich aber schnell die Nase voll von diesem Modell. Denn es ist unheimlich laut und wird geradezu penetrant, wenn die Elektrobürste auf den Teppich trifft.

Damit wurde Staubsaugen plötzlich zum Stressfaktor, den ich nur minimieren konnte, indem ich das Saugrohr abgebaut habe und nur mit dem Schlauch auf dem Boden herumgerutscht bin.

Spätestens da dämmerte mir, dass nicht allein die Saugleistung bei der Frage nach dem besten Staubsauger eine Rolle spielt. Auch die Handhabung und flankierende Faktoren wie die Lautstärke oder die Wendigkeit sind ziemlich wichtig.

Bevor wir uns aber an diese Details wagen, sollten wir erst einmal klären, welche Kategorien an Staubsaugern momentan den Markt beherrschen. Hier habe ich festgestellt, dass Hersteller und viele Testportale die Sache mitunter viel zu kompliziert machen.

Da gibt es plötzlich spezielle Staubsauger für Tierhaare oder extra Staubsauger für Parkett. Natürlich suchen viele Kunden ein Modell für ganz bestimmte Bedarfe, doch moderne Geräte sollten alles können – möglichst jeden Untergrund bearbeiten, auf Allergiker Rücksicht nehmen und gründlich und handlich sein.

Zudem herrscht ein heilloses Durcheinander bei der begrifflichen Abgrenzung. Bodenstaubsauger und Saugroboter sind mit ihrer Bezeichnung klar abgegrenzt und damit auch leicht zu finden. Der Begriff Handstaubsauger allerdings kann zwei verschiedene Formen meinen. Einerseits redet man von den klassischen Stabstaubsaugern, die einem Besen nicht unähnlich sind.

Andererseits redet man aber auch von den kompakten Modellen, die zum Wegsaugen von Krümeln auf dem Tisch gedacht sind. Um ein bisschen Licht in diese ganze Verwirrung zu bringen, gehen wir bei Sonntagmorgen den gesamten Staubsauger Test ein wenig kompakter an, konzentrieren uns auf die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale und führen ein paar sinnvoll benannte Kategorien ein.

Damit ignorieren wir zwar bewusst einige Versionen, doch wollen wir euch erst einmal einen deutlichen Überblick verschaffen, womit ihr im Haushalt am besten umgeht.

Nach Art der Bedienung

  • Bodenstaubsauger
  • Handstaubsauger bzw. Stabstaubsauger
  • Handstaubsauger bzw. Tischstaubsauger
  • Saugroboter

Die Bezeichnung Bodenstaubsauger ist trotz der eindeutigen Zuordnungsfähigkeit dennoch ein bisschen beknackt, weil im Grunde jeder Staubsauger für den Boden gedacht ist. Doch ein „echter“ Bodenstaubsauger zeichnet sich durch eine zentrale Geräteeinheit mit Rollen aus, in der der Motor, das Gebläse, der Staubbehälter und die Filter zu finden sind. Daran ist der Schlauch nebst Saugrohr und Bürstenkopf montiert.

Dieser modulare Aufbau ist einer der größten Vorteile der klassischen Bodenmodelle. Ihr müsst nicht das ganze Gerät führen, sondern nur mit dem leichten, kompakten und wendigen Saugrohr hantieren. Die Steuerungs- und Motoreinheit rutscht einfach hinterher.

Bodenstaubsauger haben üblicherweise durch ihre eher großzügige Bauart mit mehr Platz für Motor und Beutel/Staubbehälter mehr Wumms und eine größere Reichweite. Das seht ihr zum Beispiel am Siemens Bodenstaubsauger Q5.0 extreme Silence Power EEK B.

Dieser Wumms führt auch dazu, dass Bodenstaubsauger eigentlich immer mit einem Kabel an einen Stromanschluss gesteckt werden müssen. Das schränkt natürlich den Aktionsradius etwas ein und nervt manchmal beim Manövrieren durch den Raum.

Was heute wie der absolute Klassiker unter den Staubsaugern wirkt, ist eigentlich schon die moderne Weiterentwicklung. Der erste kommerzielle erfolgreiche Staubsauger von Hoover war nämlich ein Handstaubsauger bzw. Stabstaubsauger und eine Bastelei aus Ventilator, Besenstiel und Kissenbezug.

Die grundsätzliche Bauweise hat sich bis heute nicht geändert und der Stabstaubsauger trägt seinen Namen, weil alle Funktions- und Steuereinheiten in einem Korpus untergebracht sind, den ihr mit der Hand ähnlich wie einen Besen führt.

Diese Bauweise ist wesentlich kompakter und daher auch für den Akkubetrieb ausgelegt – am liebsten in Geräten ohne Beutel. Damit sinkt die Leistungsfreude allerdings schnell einmal und je nach Modell kann so ein Stabstaubsauger etwas mehr wiegen. Schaut dazu nur mal in die Gewichtsangaben für den BISSELL Crosswave 3in1 Nass- und Trockensauger.

Zudem haben Stabstaubsauger den Nachteil, dass ihr damit Polster, Zimmerecken oder ähnliche Einsatzbereiche abseits des Bodens nur mit Gewichtheben und Rangieren erreicht – in dieser Hinsicht sind Stabstaubsauger die eigentlichen Bodenstaubsauger.

Mini-Sauger für die Tischkrümel werden vorrangig in Serien und Filmen von den besonders rigiden Sauberkeitsfreaks genutzt. Diese Handstaubsauger scheinen auf den ersten Blick etwas überflüssig. Ich finde aber, dass wir sie durchaus einmal näher betrachten sollten.

Denn ihre unbedingte Handlichkeit macht sie perfekt für Oberflächen abseits des Bodens, für Ecken und versteckte Winkel – und für eine komfortable Putzeinheit zwischendurch. Allerdings sind diese Modelle – im Gegensatz zum Staubsauger an sich – eher Luxusartikel und keine moderne Notwendigkeit. Dennoch bin ich inzwischen ein Fan von Geräten wie dem Holife Generation II Handstaubsauger.

Die Saugroboter sind natürlich mehr oder minder selbsterklärend. Als smarte Diskusse mit eingebauten Sensoren und Saugeinrichtungen arbeiten sie sich selbstständig durch die Wohnung.

Kompaktheit und Automatisierung gehen indes häufig auf Kosten der Gründlichkeit und in jedem Fall auf Kosten der intuitiven Bewegung über den Boden. Auch sie können (bisher) nicht auf Polster klettern und haben außerdem aufgrund ihrer begrenzten Leistungsfähigkeit oft Probleme mit Teppichen. Allerdings erledigen sie „Standardaufgaben“ gut und nehmen euch sehr viel Arbeit ab. Gerade deshalb waren wir im Test vom Bagotte 3-in-1 Saugroboter BL509 begeistert.

Nach Art der Staubaufnahme

  • Staubsauger mit Beutel
  • Beutelloser Staubsauger

Diese Kategorisierung wird für Kunden immer wichtiger, weil Staubsaugerbeutel aus irgendeinem Grund zum kompliziertesten Haushaltszubehör der Welt gehören. Bestimmte Marken benötigen bestimmte Beutel, die es wiederum nur von bestimmten Herstellern und/oder mit unterschiedlichen Typenbezeichnungen gibt. Teuer sind sie außerdem.

Der Vorteil ist allerdings, dass ihr euch den Schmutz, den das Gerät im Beutel ansammelt, nicht angucken müsst. Und beim Wechsel müsst ihr auch keinen oder kaum Staub einatmen.

Das ist bei den beutellosen Staubsaugern natürlich anders. Hier wird der Dreck in einen wiederverwendbaren Sammelbehälter gezogen, der ab einem bestimmten Füllstand geleert und gesäubert werden muss.

Wer wie ich zu den Staubsaug-Hassern gehört und in der Nähe einer Schnellstraße in der Großstadt wohnt, kennt den leichten Ekel, der einen beim Anblick des Dreckklumpens im Beutel überfallen kann. Es kommt hier einfach zu viel Zeugs zusammen, das sich zu einer unappetitlichen Mischung vermengt. Und darin sind auch Allergene enthalten, die für viele Menschen mehr als unangenehme Folgen haben.

Schon deswegen klingen beutellose Staubsauger oft besser, als sie sind. Und es erklärt, warum nach einem ersten Hype die Begeisterung langsam wieder abzuflauen scheint. Allerdings darf nicht unter den Tisch fallen, dass beutellose Staubsauger umweltfreundlicher und nicht vom sinkenden Saugkraftverlust betroffen sind, den es beim Staubsauger mit Beutel mit zunehmendem Füllstand zu beobachten gibt.

Nach Art des Antriebs

  • Staubsauger mit Stromkabel
  • Akku-Staubsauger

Auch diese Einteilung spielt beim Kauf immer öfter eine Rolle. Denn es klingt ziemlich gut, wenn man die ganze Wohnung ohne Kabelumstecken und -verheddern saugen kann. Wir werden später jedoch noch sehen, dass Akkus gerade in dieser Gerätekategorie ein zweischneidiges Schwert sind.

Ihre Einsatzbereitschaft ist endlich, sie müssen immer geladen werden. Manchmal nimmt das Verhältnis zwischen Betriebs- und Ladezeit geradezu abenteuerliche Verhältnisse an. Im Gegensatz zu anderen Elektrogeräten mit Akku, die ihr auch beim Laden verwenden könnt, ist dies bei Staubsaugern mit Akku indes nicht möglich.

Auf der anderen Seite haben Staubsauger mit Stromversorgung oft ein ziemlich kurzes Kabel. Das stört insbesondere dann, wenn ihr eine große Wohnung und keine Lust habt, ständig nach der nächsten Steckdose zu angeln. Und das Kabel ist eben auch schnell einmal im Weg oder reißt unbeabsichtigt Dinge herunter.

Und mit ihnen macht es kaum Spaß, Treppen zu reinigen oder mehrere Wohnebenen zu säubern. Da ist der Staubsauger mit Akku schlicht flexibler und einsatzfreudiger. Das gilt vor allem, wenn sie so leicht wie etwa der Rowenta RH6545WH Air Force Light Bodenstaubsauger sind.

Nach Art der Bodenbearbeitung

  • Trockenstaubsauger
  • Staubsauger mit Wischfunktion
  • Nasssauger
  • Trocken-Nasssauger

Grundsätzlich sind alle Staubsauger erst einmal Trockenstaubsauger. Doch gerade die Saugroboter bringen häufig eine Wischfunktion mit, die mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Echte Trocken-Nasssauger sind eigentlich eher eine industriell genutzte Kategorie, da die Nasssaugfunktion auf problematische Flüssigkeitsrückstände auf dem Bau oder in der Produktionshalle ausgelegt ist.

Es geht also nicht darum, den Boden gleich noch feucht durchzuwischen, sondern Flüssigkeiten analog zum Staub aufzusaugen. Wenn ihr nicht gerade täglich Pfützen vom Parkett wegbekommen müsst, ist dies für uns weniger interessant – ich führe es zum Verständnis trotzdem auf.

Natürlich gibt es auch Home-Produkte mit dieser Funktion – namentlich das Bissell-Stabmodell und den Handstaubsauger von Holife. Die Frage ist nur, wofür Ihr dies im Alltag wirklich nutzt. Lediglich bei Handstaubsaugern mit Nassfunktion, die ihr vorrangig auf dem Tisch einsetzen sollt, würde ich auf Anhieb ein Fan dieser Möglichkeit sein. Ein Glas stößt sich ja schnell mal um.

Weitere relevante Faktoren für den Staubsauger Test: Böden, Filter, Haare

Aus diesen vier Grobeinteilungen basteln die Hersteller die unterschiedlichsten Kombinationen, auf die wir in unseren Tests eingehen. Darin spielen auch stets wichtige Faktoren eine Rolle, die mal mehr oder weniger deutlich in den Produktbeschreibungen stehen, aber in unseren Augen nicht zur Oberkategorie taugen. Diese Faktoren sind:

  • Art des Filters: HEPA, Feinstaub, Allergikerfreundlichkeit
  • Bodeneignung: Hartböden, Teppichböden, empfindliche Böden etc.
  • Liefer- und Düsenumfang: Polsterdüsen, Elektrobürsten etc.
  • Spezialeignung: Tierhaare, Milben etc.

Insbesondere bei der Bodeneignung sind viele von uns schnell einer Fehlannahme unterlegen. Staubsauger können doch wohl alle Böden gut bearbeiten, oder? Können sie leider nicht. Um dies zu beurteilen, gilt auch hier das EU-Energielabel, das wir für den Stromverbrauch kennen – mit Werten zwischen A und G. Leider ist insbesondere die Teppicheignung der Kategorie A seltener, als man annehmen mag. Darauf gehen wir später noch ein.

Eines ist klar: Je mehr ein Staubsauger kann und mitbringt, desto empfehlenswerter ist das Gerät – meist ist es jedoch leider auch teurer. Genauso wichtig – und oft nicht explizit im Werbetext unterstrichen – sind für uns bei Sonntagmorgen folgende Aspekte:

  • Länge des Kabels oder Akkureichweite
  • Handlichkeit, Wendigkeit und Handhabung beim Saugvorgang
  • Lautstärke/Geräuschpegel nach Dezibel und Höreindruck
  • Saugleistung nach technischen Angaben und optischem Eindruck
  • Beutelwechsel oder Behälterleerung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Die beliebtesten und besten Staubsauger im Überblick

Aus diesen ganzen Grundüberlegungen und unseren Tests ergeben sich eine Testauswahl und ein Ranking, das wir nach und nach erweitern und konkretisieren werden. Je nachdem, wie die Testergebnisse für neue Staubsauger ausfallen, sind unsere Einordnungen nicht in Stein gemeißelt.

Allerdings könnt ihr euch wie immer darauf verlassen, dass wir uns nicht von der reinen Beliebtheit bei Amazon oder auf anderen Testportalen leiten lassen, sondern uns eine eigene, ehrliche Meinung bilden. Aktuell möchten wir euch folgende Staubsauger genauer vorstellen:

Kategorie Bodenstaubsauger

Unter den beliebten Allroundern tun sich aktuell der Siemens Q5.0 extreme silencePower VSQ5X1230 mit Beutel für rund 120 Euro und der Philips PowerPro Compact FC9331/09 für etwa 90 Euro hervor.

Am Preis seht ihr schon, dass die modernere beutellose Variante nicht zwangsläufig teurer sein muss. Beide Versionen haben mehr als 1.500 Rezensionen auf Amazon kassiert, die sich zu einer 4,5-Sterne-Bewertung summieren. Als ausgewiesene Markengeräte und typische Vertreter ihrer Zunft setzen sie damit auch eine Preislatte, die euch bei der Orientierung hilft.

Kategorie Stabstaubsauger (mit Elektrobürste)

Diese Kategorie ist ein wenig erklärungsbedürftig, weil sich wohl kaum jemand etwas unter der Besonderheit Elektrobürste vorstellen kann. Wenn ihr euren x-beliebigen Staubsauger einmal umdreht, seht ihr, dass in den meisten Fällen die Düse mit einem Einsaugloch und ein paar fest oder flexibel montierten, passiven Bürsten ausgestattet ist.

Die Bürsten sind quasi ein Besen, der Haare, Staub und Co auch aus längeren Teppichfasern kämmen und zur Einsaugdüse führen soll. Oder sie ermöglichen das kratzerfreie Gleiten auf Hartböden.

Bei Handstaubsaugern mit Elektrobürste dreht sich das Bürstenmodul im Düsenkopf aktiv bzw. motorengetrieben mit. Daraus ergibt sich eine höhere und intensivere „Kämm- und Fegleistung“, die auf vielen Untergründen ihre Vorteile ausspielt – aber ganz klar auch Nachteile hat. Dennoch ist diese Funktionalität so beliebt, dass sie regelmäßig in Staubsauger Tests nach vorne gespielt wird.

Dadurch erklärt sich auch, warum der BISSELL Crosswave 3in1 Nass- und Trockensauger für rund 250 Euro gleichberechtigt neben dem beutellosen Rowenta RH6545WH Air Force Light Bodenstaubsauger für gerade einmal 70 Euro und dem Dyson Cyclone V10 Motorhead für schmerzhafte 490 Euro steht.

Kategorie Handstaubsauger bzw. Tischstaubsauger mit Akku

Wer keine Lust hat, für jeden Mumpitz gleich mit dem großen Gerät anzurücken, findet eine günstige und reichliche Auswahl an Tischstaubsaugern. Darunter sind der Holife Generation II Handstaubsauger für und 50 Euro und der Philips Akkusauger ECO FC6148/01 für etwa den gleichen Preis führende Geräte.

Kategorie Saugroboter

Mit dem Saugroboter Test hat unsere Besessenheit von sauberen Böden überhaupt erst angefangen. Entgegen der allgemeinen Liebe zum iRobot Saugroboter, den wir im iRobot Roomba 671 Saugroboter Test beispielhaft untersucht haben, sind die teuersten Geräte von den bekanntesten Roboter- und Staubsaugermarken bei uns nicht am beliebtesten.

iRobot Roomba auf Hartboden

Der iRobot Roomba 671 war eines unserer Testobjekte im Saugroboter Test

Genau aus diesem Grund haben wir bisher auch keinen Vorwerk Staubsauger Roboter angeschaut. Denn etwa der Vorwerk Saugroboter Kobold VR300 kostet direkt beim Hersteller knapp 1.000 Euro. Dagegen ist der iRobot Roomba 671 mit gerade einmal 260 Euro natürlich ein echtes Schnäppchen.

Ähnlich preisintensiv wie Saugroboter von Vorwerk sind auch Geräte vom Premium-Hersteller Miele. Hier könnt ihr etwa für den Miele Scout RX2 Home Vision Saugroboter mal eben rund 650 Euro auf den Tisch packen. Doch warum zähle ich diese Preise überhaupt auf?

Ganz einfach: Unser Test hat gezeigt, dass mit den beiden Preis-Leistungs-Siegern Proscenic 790T WLAN und dem Bagotte 3-in-1 Saugroboter BL509 durchaus vernünftig bepreiste Modelle zu haben sind, die ihren Job auch um die 250 Euro recht gut erledigen – obwohl keiner die Marke kennt.

Medion MD 18500 Saugroboter

Gute Saugroboter sind inzwischen schon unter 200 Euro zu haben, wie der MEDION MD 18500 unserem Test bewies

Nun sagt das natürlich nichts darüber aus, wie gut die Premium-Modelle von Miele oder Vorwerk sind. Aber wir kriegen nun einmal schnell Sodbrennen, wenn das Preisschild in die Höhe schnellt.

Testsieger Staubsauger: Vorteile, Nachteile und worauf ihr achten müsst

Nach dem ersten Überblick über beliebte und sinnvolle Staubsaugervarianten und -Modelle wollen wir uns diese Sache einmal näher anschauen. Im Folgenden findet ihr die wichtigsten Aspekte der jeweiligen Kategorie intensiv aufgearbeitet und könnt euch ein Bild von den derzeitigen Verkaufsschlagern und Testsiegern machen.

Auch diese Einteilung und Ausführungen werden wir nach und nach erweitern und konkretisieren, sobald neue Modelle und Erkenntnisse hinzu kommen. Dabei seid auch ihr gefragt: Welche Modelle wollt ihr im Test sehen? Welche Fragen sind ungeklärt? Die Kommentarspalte ist für euch geöffnet.

Die besten Bodenstaubsauger

Bodenstaubsauger mögen zwar weder smart noch überaus kompakt wie Stabstaubsauger oder Saugroboter sein, aber sie erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt an ihrer besonders unaufgeregten Einsatzfreude:

  • Da Korpus, Schlauch und Düse getrennt sind, ist die Handhabung sehr einfach und das Gerät im Saugeinsatz sehr wendig
  • Die Düsenlanze lässt sich problemlos auseinanderbauen und mit neuen Aufsätzen versehen, mit denen ihr ganz bequem Polster, Vorhänge oder auch Zimmerdecken von Schmutz befreien könnt
  • Je nach Zimmergröße reicht die Kabellänge bequem für einen Komplettputz aus

Bis jetzt ist mir noch kein Bodenstaubsauger mit Akku untergekommen, da diese Modelle – ob mit oder ohne Beutel – besonders für ihre hohe Leistungsfähigkeit und den unermüdlichen Einsatz geschätzt werden. Die Akkuleistung ist dafür momentan noch nicht ausreichend.

Diese Einschätzungen seht ihr bei den beiden Spitzenmodellen Siemens Q5.0 extreme silencePower VSQ5X1230 und Philips PowerPro Compact FC9331/09 sehr gut.

Das Siemens-Gerät als Bodenstaubsauger mit Beutel liefert folgende wichtige Vorteile:

  • Waschbarer „Hochleistungshygienefilter“ (HEPA)
  • Lautstärke (gemessen) 70 Dezibel
  • Beutelvolumen 4 Liter
  • Kabellänge rund 13 Meter
  • Kantenschutz aus Gummi um den gesamten Korpus

Der Siemens Bodenstaubsauger Q5.0 ist mit gerade einmal 70 Dezibel Lautstärke tatsächlich ausnehmend leise. Das macht sich gerade auf Teppichen bemerkbar, auf denen der Ansaugdruck höher wird und die Geräuschkulisse von Natur aus anwächst.

Obwohl (oder gerade weil) hier ein Beutel nötig ist, ist dieser mit vier Litern Fassungsvermögen sehr geräumig bestückt. Ihr müsst also weniger wechseln und könnt länger mit voller Leistung saugen. Auch die Kabellänge von rund 13 Metern setzt Maßstäbe. Ich könnte so fast meine ganze Wohnung in einem Zug bearbeiten – fast.

Die Nachteile des Siemens-Modells sollten jedoch auch nicht unter den Tisch fallen:

  • Teppicheignung und Hartbödenklasse C
  • Das Kabel ist lang, der Schlauch allerdings etwas mickrig

Das Modell von Siemens ist bei näherer Betrachtung also eher ein Mittelklassegerät – und mit der Kategorie C eher etwas für kurze Teppichflore und normales Staubaufkommen. Laut einiger Rezensenten hat der Staubsauger auch etwas Probleme mit langen Menschen- und allen Tierhaaren.

Schauen wir uns im Vergleich dazu das Philips-Modell einmal genauer an:

  • Beutellos mit automatischer Leeren-Anzeige
  • HEPA-Filter (zum Wechseln)
  • TriActive-Düse auch mit seitlichen Luftkanälen für Ränder
  • Integrierte Bürste
  • Einhand-Entleeren des Staubbehälters ohne Staubwolke möglich

Bei dieser Version eines beutellosen Staubsaugers ist insbesondere die Spezialdüse interessant, die mit ihren seitlichen Lüftungskanälen ein altes Problem beim Staubsaugen löst: Wie bekomme ich den Schmutz von Fußbodenleisten und der Wand in einem Zug? So also!

Die Nachteile des Philips Staubsaugers zeigen sich insbesondere im Direktvergleich mit dem Siemens-Modell:

  • Aktionsradius nur rund 9 Meter
  • Lautstärke (gemessen) 76 Dezibel
  • Trotz guten Filters nicht für Allergiker und/oder Tierbesitzer empfohlen
  • Staubvolumen nur 1,5 Liter

Wenn ihr glaubt, dass beutellose und Staubsauger mit Beutel eigentlich nicht vergleichbar sind, dann habt ihr damit nur teilweise recht. Die „alte“ Beuteltechnologie mag etwas umständlicher und preisintensiver bei den Folgekosten sein. Dafür erlaubt sie jedoch auch meist sehr gute Leistungswerte. Stellen wir die beiden Geräte kurz noch einmal gegenüber:

ModellSiemens Q5.0 extreme silencePowerPhilips PowerPro Compact FC9331/09
TypBodenstaubsauger mit BeutelBeutelloser Staubsauger
Staubvolumen4 l1,5 l
Lautstärke laut Hersteller70 dB76 dB
FilterHEPA – waschbarHEPA – austauschbar
Aktionsradius13 m9 m
Für Allergiker/TierbesitzerJa/NeinNein/Nein
Wichtigstes ExtraKantenschutz am ganzen KorpusDüse mit seitlichen Lüftungsschächten
Preis bei Amazon zum Testzeitpunkt (gerundet)120 €90 €

Verallgemeinern wir diesen Vergleich und nehmen wichtige Erkenntnisse zu Bodenstaubsaugern hinzu, solltet ihr beim Kauf auf folgende Aspekte achten:

  • Möglichst großes Staubvolumen
  • Entsprechende Filterleistung nach Bedarf
  • Großer Aktionsradius
  • Gute/leichtgängige Räder am Korpus
  • Umfangreiches Zubehör (Düsen) im Lieferumfang
  • Möglichst geringe Laustärke nach Herstellerangaben
  • Möglichst hohe Klasse bei der Bodeneignung (nach euren Bedarfen)

Die besten Stabstaubsauger (mit Elektrobürste)

Ich mag mich täuschen, aber ich glaube, dass Stabstaubsauger im Vergleich zu anderen Versionen etwas stiefmütterlich dastehen. Ich erinnere mich, dass meine Eltern früher ein solches Gerät hatten und bei der ersten Gelegenheit auf die Bodenvariante umgestiegen sind.

Diesen Status sollten wir heute allerdings noch einmal überprüfen, denn die Handstaubsauger im Besenformat besitzen einige grundsätzliche Vorteile:

  • Sie sind von Haus aus sehr kompakt und wendig
  • Sie eignen sich hervorragend für den kabellosen Einsatz von Akkus
  • Sie sind insbesondere als beutellose Varianten echte Preis-Leistungstipps

Der letztgenannte Punkt ist natürlich immer eine Ermessensfrage, wie ihr schon an den aktuell erfolgreichsten Modellen seht. Der BISSELL Crosswave 3in1 Nass- und Trockensauger kostet mit rund 250 Euro zwar viel, bringt aber die oben erwähnte Nasssaugfunktion mit, die wir sonst hauptsächlich im Industriebereich kennen. Außerdem saugt, wischt und trocknet das Gerät in einem Rutsch.

Der Rowenta RH6545WH Air Force Light Bodenstaubsauger mit einem netten Preisschild von rund 70 Euro ist so etwas wie ein Prototyp für den aktuellen Stand der Stabsauger-Technik bei günstigen Consumer-Geräten.

Dass der Dyson Cyclone V10 Motorhead mal eben 500 Euro oder mehr kostet und zum Zeitpunkt dieses Berichts nur noch über Drittanbieter zu haben ist, macht ihn für unsere Testauswahl zu einem schwierigen Kandidaten.

Allerdings steht er bei einem unserer Team-Mitglieder inzwischen in der Wohnung und kann deshalb im intensiven Dauereinsatz beurteilt werden. Außerdem ist er ein sehr gutes Beispiel für Stabstaubsauger mit aktiver Elektrobürste, womit man ihn getrost auch smarten Elektrobesen nennen könnte – denn er treibt die kompakte Bauweise mit neuester Technik auf die Spitze.

Bevor wir auf die einzelnen Geräte kurz näher eingehen, stellen wir sie einmal nebeneinander. Angesichts der unterschiedlichen Ausrichtungen, Funktionen und Preiskategorien ist dies vielleicht nicht ganz fair – aber irgendeine Kategorisierung müssen wir ja vornehmen:

ModellBISSELL Crosswave 3in1Rowenta RH6545WH Air Force LightDyson Cyclone V10 Motorhead
TypBeutelloser Stabstaubsauger mit Wisch- und NasssaugfunktionBeutelloser StabstaubsaugerBeutelloser Stabstaubsauger
StromversorgungKabelAkkuAkku
Aktionsradius/ Reichweite (max)7,5 m30 min60 min
Ladezeit5 h3,5 h
Staubvolumen0,62 l0,65 l0,54 l
Lautstärke laut Hersteller80 dB80 dB87 dB
FilterFaltenfilter, waschbarSchaumstofffilter, waschbarNachmotorfilter
Gewicht5,2 kg2,3 kg2,5 kg
Für Allergiker/Tierbesitzerk.A./k.Ak.A./k.AJa/k.A.
Wichtige ExtrasMultipurpose-Bürstenrollen und ReinigerkonzentratBeleuchtete BodendüseDigitaler Motor mit Saugkraft eines herkömmlichen Bodenstaubsaugers; aktive Elektrobürste
Preis bei Amazon zum Testzeitpunkt (gerundet)250 €80 €589 €*
* niedrigster Drittanbieterpreis

Mit dieser Übersicht wird ziemlich deutlich, dass ihr schon sehr genau wissen solltet, was ihr von eurem Stabstaubsauger wirklich erwartet. Außerdem wird klar erkennbar, dass der Dyson in Sachen Akkupower wesentlich moderner ist als der günstige Rowenta. Akkupower kostet heute einfach immer noch mehr.

Akkupower, die an die Bodensauger heranreichen soll – bei Dyson in Kombination mit einer sich aktiv drehenden Elektrobürste – macht jedoch auch Krach. Insgesamt sind Stabstaubsauger sowieso lauter als die Bodenkollegen, was nicht zuletzt der recht kompakten Bauweise und weniger „Dämmung“ zu verdanken ist.

Der BISSELL Crosswave 3in1 fällt ein wenig aus dem Rahmen, eben weil er drei Funktionen in einem bietet. Das finde ich eine sehr nette Idee, diese wird in Saugroboter Tests mit der Wischfunktion teilweise wieder aufgegriffen. Ihr müsst nur wissen, ob ihr diese Funktion wirklich nutzt, oder ob sie für euch nur gut klingt.

Mit dieser hohen Funktionsbreite erklärt sich sich auch das vergleichsweise enorme Gewicht des BISSELL. Das Gewicht hat bei reinen Handheld-Produkten natürlich einen hohen Einfluss, wird aber durch gute Rollen und die Fähigkeit zum freien Stehen teilweise wieder relativiert.

Was heißt dies nun für Stabstaubsauger insgesamt? Folgende Aspekte solltet ihr beim Kauf bedenken:

  • Akkubetrieb zum günstigen Preis geht immer auf Kosten der Saugfähigkeit und der Betriebsdauer
  • Bei akkubetriebenen Stabstaubsaugern müsst ihr die Ladezeit im Verhältnis zur Betriebsdauer beurteilen
  • Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor im Einsatz
  • Die kompakte Bauweise geht auf Kosten der Staubaufnahmefähigkeit
  • Stabstaubsauger (mit und ohne Beutel) sind im Allgemeinen etwas für Haushalte, in denen oft gesaugt wird, aber wenig Schmutzaufkommen herrscht
  • Sie brauchen wenig Platz in der Abstellkammer
  • Polster, Vorhänge, Oberflächen lassen sich damit nicht/umständlich reinigen

Die besten Handstaubsauger bzw. Tischstaubsauger mit Akku

Kommen wir zu meiner Eingangsbehauptung zurück, dass Hand- bzw. Tischstaubsauger ein Filmrequisit für die Spießerrolle sind. Mal Hand hoch: Wer von euch besitzt so ein Ding? Wer hat es irgendwo schon einmal in echt gesehen?

Bei der Recherche zum Staubsauger Test habe ich mir über kaum einen Gerätetyp so intensiv Gedanken gemacht wie über die Tisch- oder Handstaubsauger. Dabei bin ich zu einigen wichtigen Erkenntnissen gekommen:

  • Handgeräte sind eine ziemlich clevere und kompakte Form des schnellen Putzens
  • In kleinen Räumen können sie den Staublappen und den großen Staubsauger durchaus ersetzen
  • Ihr kommt damit supereinfach in jede Ecke, in jedes Polster und in jeden Bereich – auch über Kopf

Nachdem ich diese Schlüsse gezogen habe, bin ich der Meinung, dass der Handstaubsauger eine perfekte Idee für die Mini-Stadtwohnung und den kleinen Haushalt ist. Und für Leute, bei denen Staub zum Alltag gehört – siehe Großstadt oder Nähe zu staubigen Straßen et cetera.

Nun ist eine Saugeinheit natürlich nicht so feinfühlig wie ein Putzlappen. Aber ich als Zielgruppe, bei der alle eben genannten Faktoren zusammenkommen, habe nicht täglich Lust, mit dem Boden- oder Stabstaubsauger zu hantieren. Obwohl das besser wäre. Mal schnell den Handstaubsauger rausgeholt, die Flusen vom Dielenboden gesaugt und sich danach wohlfühlen – klingt doch super, oder?

Aktuell gibt es zwei Modelle, die mit hervorragenden Bewertungen und einem exzellenten Preis aufwarten. Schauen wir uns den Holife Generation II Handstaubsauger und den Philips Akkusauger ECO FC6148/01 genauer an:

ModellHolife Generation IIPhilips ECO FC6148/01
TypBeutelloser Handstaubsauger mit Trocken- und NassfunktionBeutelloser Handstaubsauger
Reichweite Akku (max)25–30 min9 min
Ladezeit3–5 h8 h
Staubvolumen0,6 l (0,1 nass)0,5 l
Lautstärke laut Hersteller78 dB81 dB
Filterk. A.2-stufiges Filtersystem
Gewicht1,5 kg0,8 kg
Für Allergiker/Tierbesitzerk. A./Jak. A./k. A.
Wichtige ExtrasBürstenaufsatz, Nassdüse, Ladestation zum HinstellenBürstenaufsatz, Fugendüse, Ladestation zum Hinstellen
Preis bei Amazon zum Testzeitpunkt (gerundet)52 €53 €

Ich glaube, wir sind uns einig, dass der Holife Staubsauger trotz Markenvertrauens in Philips im direkten Vergleich der Sieger ist – wenn die Angaben in der Praxis stimmen. Bei Philips habe ich extra noch dreimal direkt beim Hersteller gecheckt, ob die Werte zum Akku richtig sind. Sind sie.

Acht Stunden laden für gerade einmal neun Minuten Betriebsdauer sind schlichtweg bescheuert – egal, wie super die „Zyklonentechnologie“ ist, die für eine bessere Filterung sorgen soll. Dies erkläre ich später noch einmal.

Zwar ist der Holife Generation II mit seinen 1,5 Kilogramm bei einem größeren Akku um einiges schwerer, aber das sollte uns nicht stören.

Ist die Nasssaugfunktion bei reinen Bodenmodellen eher eine Ansichtssache, finde ich sie bei Tischversionen geradezu genial. Wenn euch etwas auf der Kaffeetafel umkippt, könnt ihr es einfach wegsaugen, statt hektisch mit dem Lappen zu hantieren.

Der Direktvergleich zwischen dem Holife und dem Philips Handstaubsauger zeigt uns gerade wegen des praktisch gleichen Preises, worauf es in dieser Kategorie ankommt:

  • Akkulaufzeit und -ladezeit sollten in einem vernünftigen Verhältnis stehen
  • Ein höheres Gewicht muss durch entsprechende Funktionen und eine hohe Ergonomie gerechtfertigt sein
  • Eine Halterung/Ladestation mit gutem Stand oder zur Wandmontage ist essentiell für den Nutzungskomfort
  • Mehr als 50 Euro braucht ihr für so ein Modell nicht ausgeben

Ich jedenfalls halte es ab jetzt bei Handstaubsaugern mit der Werbeangabe von Holife: „Mit Gewicht von 1.7kg brauchen Sie nicht mehr für die Kleinigkeiten immer Ihren großen Staubsauger aus Schrank zu holen.“ Amen!

Die besten Saugroboter

Wer wie wir den Staubsauger-Check mit einem Saugroboter Test beginnt, zäumt das Pferd natürlich von hinten auf. Aber die kleinen smarten Selbstputzer sind nun einmal ein absoluter Verkaufshit und interessieren euch brennend. Aus gutem Grund:

  • Sie erledigen den Saugvorgang (idealerweise) komplett selbstständig und fahren sogar von allein in ihre Ladestation zurück
  • Ihr könnt sie mehr oder minder genau programmieren und auf bestimmte Räume/Bereiche/Zeiten ansetzen
  • Manche Modelle wischen sogar selbstständig nach dem Saugen
  • Der Wettbewerb unter den Herstellern ist eröffnet und die Geräte werden immer günstiger und besser

Ganz oben auf dem Treppchen unserer Tests stehen ausgerechnet zwei Modelle, die nicht von den beliebtesten bzw. bekanntesten Herstellern stammen. So hatte uns der iRobot Roomba 671 Saugroboter Test etwas gleichgültig zurückgelassen, weil die Vorreitermarke einfach zu teuer ist.

Bagotte 3-in-1 Saugroboter BL509

VORTEILE

  • Exzellente Reinigungsfähigkeit
  • Durchdachte Wischfunktion
  • Einfache und sinnvolle Programmierung
  • Auch für große Flächen
  • Sehr gute Hinderniserkennung
  • Macht die wichtigsten Dinge automatisch

NACHTEILE

  • Keine Tonsignale bei Problemen/Fehlern
Amazon Logo

239,89 €

Zuletzt aktualisiert am: 15. Oktober 2019 09:49
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Produkteigenschaften

Produktkategorie,
MarkeBagotte
Laut Testergebnis geeignet fürHartböden, Tierhaare, kurzflorige Teppiche
Wischfunktion
Größe des Staubbehälters0,5 l
Maximale Akkukapazität120 min
Ladezeit Akkuk. A.
Gewicht2,3 kg
Maße33,5 x 7,9 x 33,5 cm
Saugmodi4

Der Vileda ViRobi Slim wird zwar als saugender Roboter (unterschwellig) vermarktet, kann aber nur automatisch Staub wischen. Vorwerk und Miele als Premium-Marken liefern Modelle ab 650 Euro aufwärts und sind damit nicht für unsere typische Zielgruppe geeignet.

Mit dem Proscenic 790T WLAN und dem Bagotte 3-in-1 Saugroboter BL509 haben wir für euch zwei sehr gute Modelle herausgesucht, die uns mit ihrer Funktionalität und den Ergebnissen überzeugt haben. In der Kurzübersicht sieht das so aus:

ModellProscenic 790T WLANBagotte 3-in-1 BL509
Motorleistung25 W26 W
Saugfähigkeit1200 Pa800 Pa
Größe des Staubbehälters0,7 l0,5 l
Lautstärke (ca.-Wert)60 dB50 dB
Saugmodi34
Saugstufen11
SteuerungApp, Gerät, Fernbedienung, AlexaGerät, Fernbedienung
Laut Testergebnis geeignet fürHartböden, Tierhaare, kurzflorige TeppicheHartböden, Tierhaare, kurzflorige Teppiche
WischfunktionJaJa
AbsturzsicherungJaJa
Laden überLadestation (automatisch)Ladestation (automatisch)
Max. Akkukapazität100 min120 min
Ladezeit Akku4 bis 5 hk. A.
Max. Schwellenhöhe1,5 cm1,5 cm
(HEPA-)FilterJaJa
Besonderes Zubehör1 Ersatzfilter, 2 Ersatzbürsten, 1 Ersatzreinigungstuch1 Ersatzfilter, 2 Ersatzbürsten, 1 Ersatzreinigungstuch
Ersatzteile bei Amazon erhältlichJaJa
Maße33,0 x 9,0 x 33,0 cm33,5 x 7,9 x 33,5 cm
Gewicht3,9 kg2,3 kg
Preis
(Preis zum Kaufzeitpunkt)
279,00 €
(279,00 €)
239,89 €
(239,99 €)

Ihr müsst schon sehr genau hinschauen, um die wirklichen Unterschiede zu erkennen. Aber diese sind signifikant. Der Bagotte 3-in-1 Saugroboter BL509  liefert das tadelloseste Reinigungsergebnis. Dafür ist der Proscenic 790T WLAN um einiges smarter und kann vielseitiger programmiert werden.

Proscenic 790T und Bagotte Saugroboter zusammen, ausgepackt und vor Verpackungen liegend

Die zwei Top-Performer aus unserem Saugroboter Test: Proscenic 790T WLAN und Bagotte 3-in-1 BL509

In unserem Test gab letztendlich die Reinigungsleistung für den Preis-Leistungs-Sieger Bagotte den Ausschlag. Aber der Preis-Leistungs-Sieger von Proscenic setzt nun einmal einen preislichen Maßstab für die intelligentesten Putzroboter.

Wer glaubt, dass die Saugroboter alle anderen Staubsauger überflüssig machen, erwartet zu viel. Denn unsere Tests haben auch folgende wichtige Aspekte gezeigt:

  • Saugroboter sind keine Allrounder für alle Böden. Gerade bei Teppichen müssen sie oft komplett passen
  • Je nach Programmierung „vergessen“ sie gern einmal Bereiche oder Räume
  • Ecken und Kanten sind eher ein Glücksspiel
  • Ab einer bestimmten Höhe kommen sie nicht unter die Möbel
  • Sie haben teils große Probleme mit Hindernissen wie Kabeln und Co
  • Sie sind stur und blöd – und auch beim Saugen ist durchaus Intuition gefragt

Wichtige Fragen, Funktionen und Tipps im Staubsauger Test

Im Zuge unserer Recherchen, Tests und Berichte haben wir uns immer wieder die gleichen Fragen gestellt, die auch euch auf der Suche nach den besten Staubsaugern umtreiben. Statt sie jedes Mal einzeln durchzukauen, liefern wir euch hier übersichtlich die Antworten.

  • Wie beurteilt man die Leistung der Staubsauger?

Reden wir in anderen Testkategorien vom Standmixer bis zum Vertikutierer praktisch ununterbrochen von Nennleistungen, Wattzahlen und Motorwerten, schweigen wir uns im Staubsauger Test dazu verdächtig aus.

Das hat natürlich eine fundierte Ursache: Wenn euch Hersteller mit aberwitzigen Wattzahlen und Nennleistungen bei ihrem Staubsauger kommen, sagt das exakt Nullkommanix aus.

Denn die Staubsaugerleistung ist ein hochkomplexes Gebilde aus mehreren Aspekten. Wollten wir es richtig angehen, müssten wir für jedes Modell den Volumendurchsatz, die Druckdifferenz und die Luftwattleistung ins Verhältnis zum Motor setzen. Aber was hilft uns das schon?

Will ein Hersteller euch mit dem Pa-Wert beeindrucken, solltet ihr allerdings genauer hinschauen. Pa steht für die Einheit Pascal und misst die Stärke des Unterdrucks bzw. Vakuums, welches von einem Staubsauger erzeugt wird.

Ein höherer Pa-Wert spricht für eine höhere Saugfähigkeit. Der Staubsauger zieht Schmutz also mit wesentlich mehr Kraft in den Auffangbehälter. Allerdings klärt das noch nicht, ob der Staubsauger wirklich gründlich arbeitet. Das lässt sich erst beurteilen, wenn man die Düsen, die Saugrohrbreite und den daraus resultierenden Volumendurchsatz kennt. Dieser Durchsatz gibt an, wie viel Liter Luft pro Sekunde bewegt werden.

Die echte Leistungsfähigkeit eines Staubsaugers würde sich mit diesen Faktoren zur Luftwatt-Angabe summieren. Aber davon hat der typische Käufer noch nie etwas gehört. Darum ersparen wir euch auch diese ganze Rechnerei.

Wenn vorhanden, geben wir den Pa-Wert als Anhaltspunkt mit, nennen die Motorleistung in Watt in den Datenblättern und damit hat es sich. Grundsätzlich müsst ihr nur wissen, dass ein Mehr an Leistung auch aus scheinbar schwachen Geräten kommen kann.

  • Wie lese ich das EU-Label für Staubsauger?

Bei Waschmaschinen oder Leuchtmitteln haben wir uns den Blick auf das normierte EU-Energielabel inzwischen antrainiert. Alles unter A+ kommt uns schon lange nicht mehr ins Haus. Dieses Label gilt auch für Staubsauger, liefert hier aber noch wesentlich mehr Informationen.

  1. Der obere Teil mit den Farbpfeilen und dem schwarzen Pfeil zur Benennung der Effizienzklasse deckt sich mit allen anderen Geräte-Labels. Achtet hier auf den Buchstaben A.
  2. Darunter schließt sich ein Kästchen mit der Angabe zum Jahresstromverbrauch an. Seien wir ehrlich: Da keiner Ahnung hat, was diese Zahlen in Geld bedeuten, können wir sie auch ignorieren.
  3. In der nächsten Reihe wird es wirklich interessant. Hier finden wir links den Wert zur Staubemissionsklasse. Diese beschreibt, wie gut der Staubsauger in der Lage ist, Staubpartikel im Gerät einzuschließen, wenn er sie aufgenommen hat. Die Kategorisierung zwischen A und G ist insbesondere für Allergiker wichtig.
  4. Rechts in der gleichen Reihe findet ihr den gemessenen Wert für die Lautstärke. Die Einheit dB(A) weist darauf hin, dass die Lautstärke direkt am Gerät ermittelt wurde. Da ihr euch beim Umgang mit dem Staubsauger ziemlich nah bei ihm befindet, ist dies völlig okay. Werte um die 70 bis 80 Dezibel halte ich für problemlos vertretbar.
  5. Die letzte Reihe besteht aus den Angaben zur Staubaufnahmeklasse auf Hartböden und zur Staubaufnahmeklasse auf Teppichböden. Auch hier findet ihr Werte zwischen A und G. Wie schon erwähnt, sind A-Geräte für Teppiche eher selten. B und C sind aber in den meisten Fällen auch gut für die Praxis geeignet.

Wenn wir danach gehen, findet ihr auf dem Label also alle Angaben zum Staubsauger, auf die es wirklich ankommt. Dennoch verstecken die meisten Hersteller diesen Pflichtaufdruck. Online findet ihr sie selten, erwähnt werden nur einzelne Aspekte, die positiv ausfallen.

Warum ist das so? Ganz einfach: Wüsste jeder, wie es wirklich um die Staubemission und die Staubaufnahmeklasse des jeweiligen Geräts steht, würden sich die meisten Geräte nicht mehr so gut verkaufen. Einen Kühlschrank mit Energieeffizienz B wird heute auch niemand mehr los.

Ich behaupte mal, dass die Hersteller deshalb auf das Unwissen zu diesem Label setzen und hoffen, dass keiner so genau hinschaut. Pech gehabt, wir tun es!

  • Was ist die Zyklonen-Technologie bei beutellosen Staubsaugern?

Praktisch jeder Hersteller von beutellosen Staubsaugern bringt in seiner Produktbeschreibung irgendwann einen Zyklon ins Spiel. Wenn ihr dabei an einen tropischen Wirbelsturm denkt, liegt ihr damit nicht ganz falsch.

Es gibt aber auch technische Zyklone. Diese sogenannten Fliehkraftabscheider sind dazu da, Feststoffpartikel von der Luft, in der sie herumwabern, zu trennen. Dies erreichen Zyklonfilter über Zentrifugalkräfte.

Ist der Staubsauger eingeschaltet, erzeugt der Zyklonfilter mittels einer speziellen Luftdüse einen Strom im Staubbehälter, der das Luft/Staubgemisch in eine schnelle Rotation um ein „Auge“ versetzt – ganz so wie bei einem Wirbelsturm.

Diese Rotation sorgt dafür, dass feste Stoffe von der Luft getrennt werden. Die Luft kommt „sauber“ wieder aus dem Staubsauger, die Partikel „kleben“ durch Zentrifugalkraft im Behälter fest. Von dieser Idee, die schon 1985 bei Dyson entwickelt wurde, sollen vor allem Allergiker profitieren.

Allerdings ist die Leistungsfähigkeit dieser physikalischen Idee endlich und wird meist noch mit einem zweiten, stofflichen Filter im Staubsauger kombiniert. Das erklärt auch, warum insbesondere beutellose Staubsauger in vielen Tests immer wieder für ihre mangelnde Partikelrückhaltefähigkeit angezählt werden.

Die Stiftung Warentest hat 2018 Staubsauger untersucht und ist dabei zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Diese Befunde erhaltet ihr allerdings erst hinter der Bezahlschranke. Es ist in jedem Fall immer angeraten, bei einem Staubsauger mit Zyklontechnik darauf zu achten, dass noch andere Filter eingebaut werden.

  • Staubsauger für Allergiker: Welche Filter sind sinnvoll?

Wo wir gerade bei Filtern sind: Hier herrscht teilweise ein noch größeres Begriffsdurcheinander als bei den Staubsaugerkategorien an sich. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass der HEPA-Filter zu einem ähnlich aufgeladenen Marketingbegriff wie die Angaben „BPA-frei“ oder „glutenfrei“ geworden ist.

HEPA steht für „High Efficiency Particulate Air“ und ist ein Akronym, für das bestimmte Filtereigenschaften erfüllt sein müssen. Entspricht ein HEPA-Filter der gültigen Norm EN ISO 14644 für die Luftreinheit in Reinräumen, ist er für den Einsatz in der Industrie und die entsprechende Feinstaubbelastung zugelassen. Die Norm und ihre Unterklassifizierungen könnt ihr beim Deutschen Institut für Normung (sprich „DIN“) einsehen.

Von der Reinraum-Reinheit können und wollen wir im Haushalt zwar nicht sprechen, aber gegen HEPA-Filter haben insbesondere Allergiker auch hier nichts. Allerdings sind diese Versionen häufig nur dem Namen nach HEPA-Modelle, die nicht zwingend die gleiche Leistungsfähigkeit wie das Industriemodell besitzen – und damit auch nicht zwingend der ISO-Norm entsprechen.

Darum bedeutet das Vorhandensein eines HEPA-Filters im Staubsauger auch nicht, dass er Pollen, Milben und Staub perfekt zurückhält. Gibt der Hersteller allerdings zu seinem HEPA-Filter die entsprechende ISO-Konformität an, muss er dies beweisen können und einhalten. Dazu liefert die Norm unterschiedliche Klassifizierungen.

Weil diese justiziable Klassifizierung durchaus heikel sein kann, verlegen sich Hersteller auf unterschiedlichste Filterarten und -namen. Für euch als Allergiker oder Freunde sauberer Luft ist wichtig zu wissen:

  • Je mehr Filter vorhanden sind, desto besser
  • Gibt der Hersteller eine Allergiker-Eignung an, muss er diese auch erfüllen – auf welchem Wege auch immer
  • Viele Filter sind waschbar, andere sollten regelmäßig ausgetauscht werden (Achtung, Folgekosten!)

Ein wenigstens doppelwandiger Filter garantiert euch zumindest, dass das Rückhaltesystem recht gründlich arbeitet. Und vor jeder Öffnung, durch die beim Staubsauger schmutzige Luft wieder nach außen dringen könnte, sollte sich wenigstens ein Filter befinden.

Waschbare Filter erfüllen einmal mehr einen hohen Umweltfaktor. Doch ähnlich wie beim Staubbehälter ist die Frage für Allergiker, mit wieviel Staub sie beim Herausnehmen und Reinigen in Kontakt kommen. Wechselfilter haben da im Allgemeinen wieder etwas mehr die Nase vorn, steigern aber eben auch zusätzlich die laufenden Folgekosten.

  • Welche Staubsauger sind für Tierhaare geeignet?

Ähnlich intensiv diskutiert wie die Frage nach der Eignung für Allergiker wird die Frage nach einem Staubsauger für Tierhaare. Denn die felligen Hinterlassenschaften haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich in Polstern, Teppichen und Co regelrecht festkrallen. Katzenhaare sind tatsächlich mit kleinen Widerhaken ausgestattet.

Mit diesen Widerhaken kleben sie natürlich perfekt am Polster, im Teppich oder in den Vorhängen. Damit schließt sich auch der Kreis zum Staubsaugerkauf: Ist ein Gerät nur für Hartböden ausgelegt bzw. liefert schlechte Werte oder kein Zubehör für Polster, bekommt es auch keine Tierhaare aus dem Teppich. Das leuchtet ein.

Tierhaar-Staubsauger bringen nicht nur entsprechende Filter mit, sie besitzen auch die notwendigen Bürstenaufsätze und „Turbo-Düsen“, mit denen sich das Fell aus der Couch kämmen lässt.

Bei aktuellen Modellen wäre dies zum Beispiel der Holife Generation II Handstaubsauger oder auch der beutellose Rowenta Bodenstaubsauger Compact Power Cyclonic RO3731EA. Da die Tierhaarfrage den Herstellern bekannt ist, werben sie mit dieser Eigenschaft bei passenden Geräten auch ausdrücklich. Ist dies nicht der Fall, solltet ihr erst einmal davon ausgehen, dass Tierhaare eher schlecht als recht entfernt werden.

Noch ein Hinweis: In unserem Saugroboter Test haben wir festgestellt, dass auch die scheinbar schwächeren Geräte mit Tierhaaren kein Problem haben, solange in eurem Haushalt hauptsächlich Hartböden vorkommen. Auf die Sofas können die Geräte sowieso nicht klettern.

Daraus ergibt sich auch folgerichtig, dass eigentlich alle Staubsauger grundsätzlich Tierhaare aufnehmen können. Es fragt sich nur wo und wie gut. Ohne Bürsten kommt ihr bei der Sofalandschaft jedenfalls nicht weiter.

  • Warum ist die Lautstärke beim Staubsauger so wichtig?

Ob die Lautstärke am Ende des Tages ein entscheidendes Kriterium für den Staubsauger Test ist, müsst ihr selbst beurteilen. Wir haben jedoch festgestellt, dass Staubsauger unheimlich nerven können.

Arbeitet der Staubsauger leise – wie dies etwa beim Siemens Q5.0 extreme silencePower VSQ5X1230 der Fall ist, dann geht ihr tatsächlich gründlicher und ruhiger ans Werk, als wenn euch das Ding mit seinem konstanten Krach direkt vor der Nase nervt.

Noch wichtiger wird dieser Fakt bei einem Saugroboter, der über einen längeren Zeitraum neben euch seine Kreise zieht. Mit einem Wert um die 50 Dezibel ist kein Gerät im Test leiser als der Bagotte 3-in-1 Saugroboter BL509 und dabei genauso gründlich. Er putzt einfach ruhig seine Bahnen, während ihr gemütlich einen Film schaut.

Es gilt aber auch hier, was bei allen Kategorien gilt, in denen Lautstärke eine Rolle spielt: Der reine Messwert ist nur ein Anhaltspunkt, bei dem ihr noch nicht einmal wisst, wo der Hersteller diese Messung vorgenommen hat – stand er direkt davor oder etwas weiter weg?

Außerdem ist Klang auch mehr als Lautstärke. Wenn etwa ein saugstarker Stabstaubsauger wie der BISSELL Crosswave 3in1 Nass- und Trockensauger mit krachigen 80 Dezibel ans Werk geht, ist das zwar ziemlich laut. Wird dieser Klang aber wenigstens nicht durch nervöse Maschinengeräusche oder ein ständiges Auf und Ab der Tonhöhe begleitet, nervt es schon wieder weniger.

Aus diesem Grund könnt ihr euch darauf verlassen, dass wir in jedem Test ganz genau hinhören und das Nerv-Level des Modells noch einmal extra untersuchen. Und ihr könnt davon ausgehen, dass eine aktive Elektrobürste, wie wir sie etwa beim Dyson V10 haben, immer laut ist. Das konnte ich schon bei meinen Eltern hören.

  • Warum sind Teppiche für Staubsauger oft der Endgegner?

Wie schon erwähnt, schaffen nur wenige Staubsauger die Teppichreinigungsklasse A. Sollte dies der jedoch der Fall sein, könnt ihr euch darauf verlassen, dass die Hersteller damit hausieren gehen. Schön zu sehen ist dies beim beutellosen Philips PowerPro Compact FC9331/09.

Doch warum machen Teppiche solche Probleme? Hier lassen sich Vergleiche zu den Tierhaaren ziehen. Teppichfasern – ob nun lang oder kurz, flauschig oder fest – halten Staub und Schmutz sehr gerne sehr fest. Je rauer dabei die Faserstruktur, desto „schlimmer“ ist das Haltevermögen.

Ein Staubsauger ist grundsätzlich so aufgebaut, dass der Luftstrom beim Einsaugen direkt unter dem Einsaugloch am stärksten ist. Die Düsenform soll diesen Zustrom zum Saugrohr noch unterstützen. Teppichfasern agieren aber wie Abstandhalter und „streuen“ die Luft stärker – das setzt die Saugkraft herab.

Diesen Problemen wirkt ein Staubsauger mit Teppichreinigungsklasse A aktiv entgegen – zum einen durch geeignete Bürsten, zum anderen durch die Anordnung von Düsen und Ansaugvorrichtungen und drittens durch eine höhere Saugfähigkeit bzw. Luftwatt-Leistung.

Auch hier hat der Laie wieder kaum eine Ahnung, wie er diese bewerten soll. Darum wurde ja auch das EU-Label nebst Buchstaben-Klassifizierung für die Bodeneignung erfunden.

Unter diesen Gesichtspunkten wird auch deutlich, warum viele Saugroboter, die von Haus aus eher schwächer auf der Brust sind, mit Teppichen nicht klarkommen. Aber auch viele Ultra-Günstiggeräte sind bei Teppichen eher mau.

  • Was ist besser: Staubsauger mit oder ohne Beutel?

Diese Frage können wir kurz und knapp beantworten: Das müsst ihr entscheiden. Tatsächlich haben Staubsauger mit Beutel zahlreiche Vorteile, die Staubsauger ohne Beutel (noch) nicht abliefern können. Dazu gehört vorrangig, dass ihr die Beutelmodelle wesentlich seltener leeren müsst.

Interessanterweise soll der Trend laut verschiedener Stimmen im Internet (die ich bisher nicht belegen und verifizieren konnte) wieder zum Staubsauger mit Beutel gehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das stimmt. Denn Staubsauger mit Beutel bieten ein paar unmissverständliche Kaufargumente:

  • Sie sind in der Anschaffung günstiger
  • Sie wirken auf den Nutzer „hygienischer“
  • Sie sind häufig allergikerfreundlicher (bei entsprechender Filterung)
  • Sie arbeiten leiser

Auf der anderen Seite stehen aber auch Staubsauger ohne Beutel hervorragend da:

  • Sie produzieren keinen Zusatzmüll und keine Folgekosten für Zubehör
  • Sie machen sich auf größeren Flächen und im häufigen Einsatz daher effektiver
  • Sie sind oft kompakter, leichter, wendiger und durchaus „instagramable“
  • Sie verlieren nie an Saugkraft

Lasst euch diese Punkte einfach einmal in Ruhe durch den Kopf gehen und entscheidet euch dann für den Staubsauger eurer Wahl.

Der Sonntagmorgen-Ratgeber: Welcher Staubsauger passt zu mir?

Ziehen wir an dieser Stelle sonst ein Fazit über Sinn oder Unsinn einer Gerätekategorie, stellt sich diese Frage im Staubsauger Test gar nicht. Jeder braucht einen, jeder hat einen, jeder will irgendwann ein neues Modell kaufen.

Darum sparen wir uns hier die Bilanz und liefern lieber eine kleine Typologie für Staubsauger-Käufer, die wir gern um eure Erfahrungen und Anmerkungen ergänzen. Hinterlasst uns dazu am besten einen Kommentar!

Bedarf/Anforderung/ProblemEmpfehlung
Kleine Wohnung vorrangig mit Hartböden
Keine Kinder
Keine Haustiere
Keine Allergien
Typisches Staubaufkommen
Saugroboter, Stabstaubsauger, Handstaubsauger
Große Wohnung mit unterschiedlichen Böden
Kinder und/oder Haustiere
Keine Allergien/Allergien
Mittlerer bis hoher Putzbedarf
Bodenstaubsauger mit Kabel, leistungsfähige Staubsauger mit Akku
Putzmuffel
Wohnung bis ca. 80 qm
Keine (hohen) Türschwellen
Saugroboter
Putzfan
Häufigere kleine Saugeinsätze
Akkubetriebene Staubsauger, Handstaubsauger
Umweltfreund
Legt Wert auf konstante, beständige Saugkraft
Beutellose Staubsauger

Was fehlt, was stimmt in euren Augen nicht, wozu habt ihr Fragen? Wir freuen uns auf euren Input.