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von Mauricio

Zuletzt aktualisiert am: 11. Juni 2019

Geoblocking umgehen

Geoblocking umgehen: Der ultimative Leitfaden, mit dem ihr Ländersperren den Kampf ansagt

Sicherlich kennt ihr das Problem auch … Ihr wollt ein Video bei YouTube oder auf einem anderen Videoportal schauen und bekommt eine nervige Fehlermeldung: „Dieses Video ist in Ihrem Land nicht verfügbar“. Aber damit müsst ihr euch nicht zufrieden geben! Wir zeigen euch, wie ihr die sogenannten Geosperren umgeht.

Was genau sind Geosperren?

Das eingangs geschilderte Problem ist ein klassischer Fall einer Geosperre. Inhalte sind in diesem Fall nicht in jedem Land gleichermaßen abrufbar, sondern nur in ausgewählten Regionen. Ruft ihr z.B. ein mit einer Geosperre versehenes Video aus einem geblockten Land auf, seht ihr eine entsprechende Fehlermeldung.

Dies kann euch aber nicht nur bei Videos passieren, sondern auch bei Musik, Webseiten und weiteren digitalen Inhalten. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Ihr bekommt den Inhalt, den ihr euch anschauen bzw. anhören wollt, nicht zu Gesicht.

Kurzer Technik-Exkurs:

  • Bei jeder Aktivität, die ihr im Internet tätigt, wird eure IP-Adresse übermittelt.
  • Dies ist ein Zahlencode (z.B. 192.0.2.42), der euch bzw. euer Netzwerk eindeutig identifiziert. Dies ist notwendig, damit die entsprechenden Datenpakete den Weg vom Server zu euch finden.
  • Die IP-Adresse ermöglicht aber auch, dass der Anbieter erkennen kann, aus welchem Land ihr stammt.
  • Gehört dieses zu den gesperrten Gebieten, seht ihr die ungeliebten Fehlermeldungen des Geoblocking.

Warum gibt es Geoblocking?

Geosperren werden aus verschiedenen Gründen eingesetzt. Meist liegt die Ursache bei lizenzrechtlichen Problematiken.

Als Beispiel sei der mittlerweile beigelegte Streit zwischen YouTube und der GEMA genannt. Dieser führte über Jahre zu einer Fehlermeldung, wenn ihr euch ein entsprechend gesperrtes Musikvideo in Deutschland anschauen wolltet. Ursächlich waren unterschiedliche Vorstellungen der Rechteverwertungsgesellschaft und der Video-Plattform über die Vergütung von Musikvideos im Netz.

Nach rund sieben Jahren konnten sich die beiden Parteien Ende 2016 endlich einigen, sodass mittlerweile die einst gesperrten Musikvideos auch hierzulande aufrufbar sind.

Aber nicht nur bei dem Paradebeispiel YouTube erwarten euch Geoblockaden. Auch bei Bezahldiensten wie Netflix kann dies passieren.

Es müssen nicht immer ausländische Plattformen sein: Deutsche Dienste im Ausland nutzen

Geosperren treten in der Regel dann auf, wenn ihr Medieninhalte wie Filme, Serien oder Musik von einem ausländischen Server bzw. Anbieter abruft. Hat das Medium nicht die entsprechenden Lizenzen für euer Heimatland, seht ihr eine der ungeliebten Fehlermeldung.

Aber das Problem muss nicht immer nur bei der Nutzung ausländischer Medien und Streams wie YouTube und Netflix auftreten. Auch bei einem Auslandsaufenthalt kann dies vorkommen.

Macht ihr Urlaub im Ausland und wollt live die Tagesschau beim TV-Sender ARD streamen, kann euch ebenfalls eine Geosperre einen Strich durch eure Planung machen. Gleiches kann bei einem Streaming-Anbieter wie Sky Go, Maxdome oder Amazon Prime passieren – und das, obwohl ihr zahlender Kunde seid…

Sky GO im Ausland aufrufen

Sky GO im Ausland aufrufen – mit VPN für PC, Smartphone oder Tablet kein Problem!

Dann gibt es statt Fußball-Bundesliga am Südsee-Strand nur einen schwarzen Bildschirm samt Fehlermeldung.

Netflix Geoblocking umgehen

Netflix macht es einem häufig schwer auf die jeweiligen Länderkataloge zuzugreifen. Dabei ist es egal, ob ihr euch im Ausland befindet und eurer deutsches Netflix schauen wollt oder aber amerikanisches Netflix in Deutschland. Häufig erwartet euch ein Fehlercode, der euch den Seriengenuss vermiest.

Die beste Methode Netflix freizuschalten, stellen wir euch weiter unten vor.

Youtube Ländersperre umgehen

Youtube Ländersperre umgehen

Mit einem VPN könnt ihr auch die Youtube Ländersperre umgehen

Am wohl bekanntesten dürfte den meisten die Youtube Ländersperre sein. Hier erwartet euch häufig ein trauriges Emoji, das das streamen von vorwiegend Musikvideos verhindert. Auch wenn der GEMA-Streit beigelegt ist, gibt es immer noch genug Youtube-Videos die einer Ländersperre unterliegen, sei es vom Rechteinhaber selbst gewählt oder wegen rechtlicher Einschränkungen.

Die beste Methode die Youtube Ländersperre zu umgehen, ist mit einem VPN (wie weiter unten beschrieben).

Hoffnung für Urlauber: Neue Regelung in der EU

Allerdings ist dieses Problem zumindest in der EU ab dem 1. April 2018 teilweise weggefallen. An diesem Tag ist die neue EU-Portabilitätsverordnung in Kraft getreten. Dank dieser ist ein grenzenloses Streaming innerhalb der Europäischen Union möglich. Die Anbieter sind verpflichtet, die Inhalte auch im EU-Ausland so bereitzustellen, als wenn ihr sie als Abonnent an eurem Wohnsitz nutzt.

Allerdings gilt diese Regelung nur für Bezahldienste wie Netflix. Bei frei zugänglichen Angeboten können die Anbieter weiterhin Ländersperren einsetzen. Zudem gilt die neue Gesetzesregelung auch nur bei einem kurzfristigem Aufenthalt im Ausland, also z.B. einem Urlaub oder einer Geschäftsreise.

Wie kurzfristig dieser Aufenthalt genau beschaffen sein sollte, regelt jeder Anbieter anders – da gibt es bis jetzt noch keine einheitliche Zahl. Zieht ihr hingegen dauerhaft in ein anderes EU-Land, können euch die Streaming-Anbieter weiterhin euren Zugang sperren.

Geoblocking verhindert Shopping-Schnäppchen

Das Geosperren-Problem tritt nicht nur beim Online-Medienkonsum auf. Auch beim Online-Shopping können Blockaden ein Problem sein. Vor einigen Wochen wollte ich ein besonders interessantes Schnäppchen in einem britischen Online-Shop, der auch nach Deutschland liefert, bestellen.

Beim Aufruf des Shops wurde ich immer direkt auf die deutsche Seite weitergeleitet. Dort war von dem Sonderangebot aber weit und breit nichts zu sehen. Dank ExpressVPN, das wir euch weiter unten genauer vorstellen, konnte ich aber dann doch das Schnäppchenangebot direkt im englischen Online-Shop ordern.

Ein Problem, mehrere Möglichkeiten: Umgehungsdienste

Um das Problem der Geosperren zu umgehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir haben die besten Techniken für euch ausprobiert. Somit können wir euch die einzelnen Verfahren zum Vermeiden von Geoblocking nicht nur eingängig erklären. Sondern wir können euch auch über die jeweiligen Vor- und Nachteile informieren.

Call Out Image

Unser großer VPN Test

Wir haben für euch die besten VPN-Anbieter getestet, die euch garantiert vor Abmahnungen schützen und anonym surfen lassen.

VPN Test

Im Internet gibt es viele kostenlose, aber auch kostenpflichtige Angebote. Denn das Umgehen von Geo-Lokalisation und den damit einhergehenden Sperren hat sich inzwischen zu einem eigenen Geschäftszweig im Netz entwickelt. Generell lassen sich die Maßnahmen zum Verschleiern eurer Herkunft beim Surfen in folgende drei Methoden unterteilen:

  • Proxy
  • VPN
  • SmartDNS

Alle drei Umgehungstechniken stellen wir euch mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Ein Nachteil verbindet alle: Mehrsprachige Webseiten zeigen euch in der Regel automatisch die passende Sprachversion an. Surft ihr mit einer fremden IP-Adresse, erkennen diese euren Standort nicht korrekt – der Sinn und Zweck der Geoblocking-Umgehung.

Somit wird euch eventuell nicht die deutsche Version der Webseite angezeigt. Dieses Problem ist aber leicht behoben – und damit zu vernachlässigen. Ihr stellt einfach die Sprache manuell auf „Deutsch“ um.

Geoblocking mit Proxy umgehen

Die erste Variante ist die Nutzung eines Proxy-Servers. Dieser verschleiert eure eigene IP-Adresse und täuscht durch die Weitergabe der eigenen IP vor, dass ihr euch in einem anderen Land befindet. Somit ist der Aufruf der eigentlich blockierten Inhalte kein Problem.

Um Geoblocking-Hürden per Proxy zu umgehen, müsst ihr nur folgendes tun: Verbindet euch mit einem Proxy-Server, der im entsprechenden Land eurer Wahl steht. Gebt hierfür die entsprechende IP-Adresse, die ihr auf der Webseite des gewählten Proxy-Anbieters erfahrt, in eurem Browser, Router oder VPN-Router ein. Wie die Einrichtung im Browser funktioniert, erklären wir euch im Abschnitt Proxy verwenden: so geht’s.

Alternativ verwendet ihr für eine temporäre Nutzung ein Tool wie hide.me. Danach werden Verbindungen automatisch über diesen Proxy aufgebaut, z.B. zu Hulu oder Netflix.

Hide.me Proxy

Der Proxy-Anbieter hide.me

Proxy verwenden: So geht’s

Nutzt ihr den Internet Explorer, findet ihr die Option unter „Einstellungen“ (das Zahnrad-Icon) und dann „Internetoptionen“. Im sich nun öffnenden Fenster wählt ihr „Verbindungen“ und anschließend „Lan-Einstellungen“. Dann setzt ihr ein Häkchen vor „Proxyserver für LAN verwenden“ und gebt unter „Adresse“ und „Port“ die Angaben des gewünschten Proxy-Servers ein.

Proxy verwenden im Internet Explorer

So verwendet ihr einen Proxy-Server mit dem Internet Explorer

Im Firefox-Browser findet ihr die Proxy-Option über die Menü-Schaltfläche. Dort klickt ihr auf „Einstellungen“ und wählt dann im Abschnitt „Allgemein“ den Bereich „Netzwerk-Proxy“ (ganz nach unten scrollen). Über den Button „Einstellungen …“ öffnet ihr den Dialog „Verbindungs-Einstellungen“ und gebt dort die entsprechenden Daten ein.

Proxy verwenden im Firefox

Hier stellt ihr einen Proxy-Server im Firefox ein

Im Browser Chrome von Google findet ihr diese Option unter „Einstellungen“ und dann „Erweitert“. Scrollt weiter nach unten zu dem Punkt „Proxy-Einstellungen öffnen“. Die weiteren Schritte gleichen der Anleitung beim Internet Explorer (siehe oben).

Proxy verwenden Chrome

Proxy Einstellungen für Chrome

Vor- und Nachteile der Proxies

Die Nutzung von Proxies ist in der Regel kostenlos. Dafür hat sie allerdings einige Haken: Zum einen gibt es einige Proxies, die „transparent“ arbeiten. Das bedeutet, dass sie trotz ihrer Verwendung eure echte IP-Adresse an den entsprechenden Dienst weitergeben. Damit ist deren Nutzung quasi zwecklos. Und zum anderen sind viele Proxies nicht dauerhaft verfügbar oder haben schlechte Verbindungen.

Seid ihr über einen langsamen Proxy verbunden, ruckeln oder haken Medien während der Wiedergabe. Ein weiterer Wermutstropfen öffentlicher Proxies: oft sind sie nicht erreichbar und ihr müsst ständig die Verbindung wechseln. Dies hat unser Test von verschiedenen Anbietern gezeigt.

Auch das Thema Sicherheit kommt oft zu kurz, wenn z.B. keine sicheren HTTPS-Verbindungen eingesetzt werden. Eure Daten werden dann nicht verschlüsselt übertragen, sondern können von Fremden unverschlüsselt empfangen und mitgelesen werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Proxies sind kein zuverlässiger und vor allem kein sicherer Weg zum Umgehen von Ländersperren.

Geoblocking mit VPN umgehen

Die einfachste und sicherste Variante das Geoblocking zu umgehen, nennt sich VPN.

VPN ist eine Abkürzung und steht für „Virtual Private Network“. Nutzt ihr diese Methode, schaltet ihr mittels Software einen VPN-Server zwischen euer Gerät und die Server der Anbieter. Dieser verleiht euch nicht nur virtuell einen neuen Standort und leitet den Datenverkehr weiter, sondern verschlüsselt auch die Daten.

Daher zeichnet sich diese Lösung durch hohe Sicherheit aus. Eure Daten können nicht so einfach ausgelesen werden, wie es bei Proxies der Fall ist. Zudem sind VPNs zuverlässiger und einfacher in der Nutzung.

Wir haben bereits viele VPN-Anbieter getestet, darunter ExpressVPN, NordVPN und HideMyAss. Sie stellen entweder gegen eine geringe Pauschale oder als kostenlose VPN-Anbieter zahlreiche Server auf der ganzen Welt zur Verfügung. Zwischen diesen könnt ihr problemlos hin- und herschalten. Da es sich um private Server handelt, ist deren Geschwindigkeit oft sehr gut, sodass ihr problemlos HD-Videos streamen könnt.

VPN-Dienste sind auch mit anderer Hardware wie einem Smartphone, einem Tablet oder Router nutzbar. Wir haben euch eine Anleitung vorbereitet, wie ihr z.B. eine VPN-Verbindung am Amazon Fire TV Stick einrichtet.

So nutzt ihr ExpressVPN

Wir zeigen euch anhand unseres Testsiegers ExpressVPN, wie ihr Geosperren umgeht.

ExpressVPN ist kostenpflichtig und unser Preis-Leistungs-Sieger. Wählt ihr eine längere Laufzeit, könnt ihr die Kosten erheblich senken, beispielsweise auf 6,67 Dollar für drei Jahre. Habt ihr euch für eine der Laufzeiten entschieden und angemeldet, loggt ihr euch in euren Account ein.

ExpressVPN

VORTEILE

  • Leichte Bedienung
  • Server in 94 Ländern
  • Toller Support
  • Hohes Sicherheitsniveau

NACHTEILE

  • Preisintensiv
  • Software für Mac und PC nicht auf Deutsch verfügbar
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.expressvpn.com
Firmensitz und ServerstandortBritische Jungferninseln
Aktiv seit2009
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account3
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, TCP/UDP, SSTP, L2TP/IPsec, IKEv2, PPTP
ServerstandorteÜber 2.000 Server in 94 Ländern

Es ist notwendig eine Software zu installieren. ExpressVPN unterstützt die gängigen PC-Betriebssysteme (Windows, Mac, Linux) sowie weitere Plattformen. Wollt ihr mobil anonym surfen, nutzt ihr die Apps aus dem jeweiligen App Store.

Diese gibt es für Smartphones und Tablets mit iOS von Apple (iPhone und iPad) sowie Android von Google (z.B. die Samsung Galaxy-Reihe). Zusätzlich wird eine Erweiterung für verschiedene Browser (Chrome, Firefox und Safari) und eine App für Router zum Schutz eines kompletten WLAN-Netzwerkes angeboten.

Beispielhaft zeigen wir euch hier die Verwendung der Software auf einem Windows-PC. Alternativ nutzt ihr unsere Anleitung zum VPN einrichten unter Windows 10.

Habt ihr die Software von ExpressVPN installiert, müsst ihr sie zunächst einrichten. Hierfür ist aber nur die Eingabe eines Aktivierungscodes notwendig. Diesen findet ihr in eurem Login-Bereich.

ExpressVPN aktivieren

Eingabe des Autorisierungscodes bei ExpressVPN

Über den Button „Choose Location“ wählt ihr einfach ein Land und einen Server aus, mit dem ihr euch verbinden und über den ihr surfen wollt. Probiert im Zweifelsfall einfach mehrere aus. Der Wechsel dauert nur wenige Sekunden. Danach aktiviert ihr den Schutz über den großen Power-Button, um eure Privatsphäre zu schützen und eure Herkunft zu verschleiern.

ExpressVPN Windows

So sieht die Windows-Software von ExpressVPN aus

Den aktivierten Schutz erkennt ihr an dem grün leuchtenden Button sowie dem Hinweis „VPN is ON“. Nun baut ihr Verbindungen zu Webseiten und Mediatheken auf, ohne dass ihr von einer länderspezifischen Sperre ausgebremst werdet. Voraussetzung ist, dass ihr jeweils den passenden VPN-Server auswählt.

ExpressVPN Anonym Surfen

Herzlichen Glückwunsch: Ihr surft nun anonym

Opera VPN im Browser

Opera VPN ist ein kostenfreier Dienst, der Ähnlichkeiten mit einem Proxy-Server aufweist. Surft ihr mit dem Opera-Browser, könnt ihr das integrierte Anonymisierungs-Tool kostenfrei nutzen. Allerdings gibt es einige Unterschiede zu den kostenpflichtigen VPN-Angeboten.

Eigentlich ist Opera VPN ein Proxy-Dienst – der Name ist also irreführend. Zwar könnt ihr dank des Anonymisierungs-Tool von Opera den gleichen Effekt erzielen, wie es mit einem VPN-Tool der Fall ist. Allerdings ist euer Datenverkehr nicht verschlüsselt, sodass wieder die Probleme des Datenschutzes auftreten – ein wichtiges Thema im Web.

OperaVPN

So aktiviert und nutzt ihr Opera VPN

Achtung: Opera VPN ist am 30.04.2018 eingestellt worden.

SmartDNS als Alternative zu VPN?

Eine weitere Alternative zu Proxy-Servern sowie der VPN-Methode ist SmartDNS. SmartDNS-Dienste manipulieren eure DNS-Abfragen. Bekannte Anbieter sind z.B. smartdnsproxy.com und Hide My IP.

SmartDNS

Der SmartDNS-Anbieter smartdnsproxy.com

DNS (Abkürzung von „Domain Name Service“) ist generell für die Auflösung von Domainnamen (z.B. sonntagmorgen.com) in ein für Maschinen lesbares Format (die IP-Adresse) zuständig. SmartDNS bietet die Fähigkeit vorzugaukeln, dass ihr in einem anderen Land sitzt. Es ist also das gleiche Funktionsprinzip, wie es auch bei Proxy und VPN zum Einsatz kommt.

Vorteilhaft ist, dass SmartDNS so „smart“ ist, dass der eigentliche Datenverkehr über eure ganz normale Internetverbindung erfolgt. Lediglich die Identifizierung des Herkunftslandes erfolgt über den SmartDNS-Proxy. So umgeht ihr die Geoblockade, könnt aber mit der gewohnten Geschwindigkeit eures Internetzuganges surfen. Das Nadelöhr, wie es beim klassischen Proxy auftritt, entfällt.

Allerdings offenbart auch SmartDNS einige Schwächen. Der Datenverkehr wird, wie es auch bei Proxy-Servern der Fall ist, nicht verschlüsselt. Es werden lediglich einzelne Anfragen über den SmartDNS-Server an den Zielserver weitergeleitet. Somit ist SmartDNS in Sachen Datensicherheit einem VPN-Dienst ebenfalls unterlegen.

Welche Methode ist empfehlenswert?

In nachfolgender Tabelle haben wir alle vorgestellten Umgehungsmöglichkeiten für Geoblocking gegenübergestellt. Wie unsere Bewertung zeigt, gibt es einen klaren Sieger. Liegen euch die Sicherheit eurer Daten (z.B. Logins oder Kreditkartendaten) sowie eine hohe Geschwindigkeit am Herzen, empfehlen wir euch die Verwendung eines VPN-Dienstes wie ExpressVPN.

Kriterium/TechnikProxyVPNOpera VPNSmartDNS
Anonymität✚ ✚✚ ✚ ✚✚ ✚✚ ✚
Datensicherheit✚ ✚ ✚
Geschwindigkeit✚ ✚ ✚✚ ✚
Benutzerfreundlichkeit✚ ✚✚ ✚
Gesamturteil✚ ✚ ✚✚ ✚

Ob die Nutzung von Tools zum Umgehen von Ländersperren legal ist, ist nicht zweifelsfrei zu klären. Letztendlich hängt es davon ab, ob dies als „wirksame technische Schutzmaßnahmen“ im Sinne des Gesetzes zu verstehen ist. Leider fehlen bisher einschlägige Urteile. Rechtliche Konsequenzen sollten euch bei der Nutzung von VPN-Diensten sowie der anderen Anonymisierungsmethoden nicht drohen.

Allerdings kann es sein, dass ihr durch deren Nutzung gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen einzelner Dienste verstoßt. Die schlimmste Konsequenz, die euch in diesem Fall droht, ist in der Regel lediglich die Sperrung eures Accounts.

Was hingegen weiterhin illegal ist, ist das Nutzen von VPN, Proxy und SmartDNS, um illegale Inhalte aufzurufen. Eure Identität ist hierbei zwar besser geschützt. Aber oft sind Verbindungen zu diesen Diensten durch Cookies und andere Dinge auch später noch nachweisbar.

Torrents oder andere Streaming-Anbieter als Alternative nutzen?

Sollte eine der vielen legalen Plattformen wie Netflix oder Amazon Video die gewünschten Angebote nicht hierzulande ausstrahlen, greifen viele zu anderen Alternativen. Torrents, P2P, Warez und Streaming-Angebote wie kinox.to sind hier die häufig fallenden Stichworte.

Allerdings haben diese neben einem Angebot von meist gigantischer Größe allesamt eines gemeinsam: sie sind illegal. Nutzt ihr sie dennoch, kann euch ein Brief von einem Anwalt ins Haus flattern, der euch der illegalen Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material bezichtigt. Die Folge sind in der Regel hohe Kosten für die Abmahnung sowie Schadenersatz.

Wir verurteilen niemanden, der diese Plattformen nutzt. Wir weisen nur ausdrücklich darauf hin, dass ihr euch hier nach aktueller Gesetzeslage strafbar macht und hohe Abmahnkosten die Folge sein können. Nutzt ihr hingegen zum Anschauen von länderspezifisch gesperrten legalen Inhalten ein Anonymisierungstool, befindet ihr euch mindestens in einer rechtlichen Grauzone.

Sind Umgehungsdienste ein Allheilmittel?

Die vorgestellten Umgehungsdienste wie VPN sind eine Möglichkeit, um Zugriff auf ansonsten an eurem Standort nicht aufrufbare Medieninhalte zu ermöglichen. Zudem schützen sie eure Identität im Netz. Dies gilt vor allem für die Nutzung von VPN-Diensten wie ExpressVPN.

Allerdings ist deren Nutzung auch kein Heilmittel. Viele Anbieter wie Netflix haben den Umgehungsdiensten den Kampf angesagt. Sie machen es Nutzern so schwer wie möglich, um Inhalte der US-Mediathek aus Deutschland aus abzurufen.

Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir euch folgendes: Meldet euch bei ExpressVPN an. Testet dann, ob ihr die gewünschten und hierzulande eigentlich gesperrten Inhalte aufrufen könnt. Ist dies nicht der Fall, nehmt ihr einfach die 30-Tage-Geld-zurück-Garantie in Anspruch. So geht ihr kein Risiko ein!

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von Mauricio

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5 Kommentare


Steffen 3. Februar 2019 um 06:01

Express VPN für NETFLIX funktioniert sehr gut leider aber funktioniert keiner der VPN Anbieter für AMAZON. Wenn ihr da eine LÖsung hättet wäre ich sehr dankbar.

Antworten

Susann 4. Februar 2019 um 17:45

Hallo Steffen,

vielleicht hilt Dir unser Artikel „Amazon Prime Fehlercode 4601: So umgeht ihr das Geoblocking!“ weiter? https://www.sonntagmorgen.com/amazon-prime-fehlercode-4601/

Wir empfehlen da besonders die Dienste NordVPN, PureVPN und IPVanish.

Antworten

GeeBee 6. April 2019 um 14:50

dieses ganzen Tipps sind wertlos. VPN funktioniert bei Sky nicht mehr.

Antworten

Anonymous 19. Juli 2019 um 09:27

VPN Funktioniert mit Netflix auch nicht mehr oder nur teilweise.

Antworten

Mauricio 19. Juli 2019 um 10:54

ExpressVPN funktioniert bei mir wunderbar. Eventuell einfach mal den Server wechseln, das hilft im Normalfall.

Antworten

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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