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Gaming-Headset Test 2019: Die Ohren spielen mit

Unser Zocker-Experte Nico hat in seinem Gaming-Headset Test insgesamt 10 Headsets unter die Ohr-Lupe genommen. Nach zahlreichen Stunden in „PUBG“, „Battlefield“ und „Call of Duty“ konnte sich das Logitech G533 den ersten Platz sichern. Sonntagmorgen kauft alle Produkte aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

42

Stunden gezockt

10

Headsets getestet

2.000

Megabyte Software installiert

Author

von Nico Flegel

Zuletzt aktualisiert am: 8. September 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Für alle unter euch, die das Ergebnis kaum erwarten können: Wer ein richtig geiles Gaming-Headset für einen Top-Preis sucht, sollte in unseren Logitech G533 Test schauen. Es ist kabellos und erstklassig verarbeitet, die Software übersichtlich und kinderleicht zu verstehen. Mit an Bord sind zahlreiche Features – ein verdienter erster Platz!

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„Eine Maschine ist nur so gut wie der Mensch, der sie bedient.“ Bevor wir uns über den Wahrheitsgehalt dieses Zitats streiten, sollten wir uns zuerst die Frage stellen, ob wir ein Gaming-Headset als Maschine bezeichnen können.

Nein, das soll nicht das Kernthema dieses Textes sein. Mal im Ernst: Ich habe dieses Sprichwort gewählt, weil es kurz und knackig eine wichtige Aussage auf den Punkt bringt: Selbst die besten Headsets, wie das SteelSeries Arctis 7 (2. Platz) oder Razer Kraken Pro (3. Platz), machen noch lange keinen guten Spieler aus euch.

Das ist das beste Gaming-Headset im Test:

Logitech G533

VORTEILE

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ausgewogener, satter Sound
  • Sehr bequem und umfassend verstellbar
  • Einwandfreies Mikrofon
  • Lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Knarzt an einigen Stellen minimal
  • Bässe etwas zu schwach
  • Kein reiner Kabelbetrieb möglich
Amazon Logo

86,50 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 11:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeLogitech
BauformOver-Ear (geschlossen)
Verbaute Treiber40 mm
StromversorgungAkku, USB-Kabel
Frequenzen2,4 GHz
MikrofonKondensator-Mikrofon (anklapp- & ausziehbar)
VerbindungUSB-Funkempfänger
Audio7.1 DTS Virtual-Surround-Sound

Dennoch trägt die richtige Hardware einen entscheidenden Teil zum Erfolg im Match bei:

  • auf einem ergonomischen Stuhl sitzt ihr stundenlang, ohne zu ermüden
  • eine gute Gaming-Maus (hier geht es zu meinem Roccat Leadr Test) vermeidet Krämpfe in der Handmuskulatur
  • mit einem höhenverstellbaren Tisch und richtig platzierten Bildschirmen beugt ihr durch eine falsche Haltung ausgelöste Knochen- und Gelenkverletzungen vor.

Schön und gut, denkt ihr euch vielleicht, aber ein Gaming-Headset?

Kurz gesagt gibt es euch ein gutes Gefühl beim Zocken. Ihr hört jeden Mucks im Spiel und wisst zu jeder Zeit, was um euch herum passiert. Der gute Sound erhöht den Spaßfaktor und womöglich sogar eure Performance beim Zocken – und eine sichere Passform sorgt auch bei langen Sessions nicht für Kopfschmerzen.

Alle genannten Teile der Hardware und die Peripherie sorgen zusammen also dafür, dass es euch sowohl im echten als auch im virtuellen Leben gut geht. Und dafür, dass beide Welten optimal miteinander verschmelzen.

Seid ihr ohnehin schon gute Spieler, werdet ihr durch das richtige Gaming-Equipment weitere Verbesserungen feststellen.


Testsieger!
Logitech G533 Test

86,50 €

Preis-Leistungs-Tipp!
Razer Kraken Pro Test

72,64 €

Sound-Sieger!
SteelSeries Arctis 7 Test

136,99 €


Unsere Top 3 Gaming-Headsets

Für alle unter euch, die das Ergebnis des Tests kaum abwarten können, gibt es vorab unsere drei Testsieger. Meine Favoriten zeichnen sich durch ein erstklassiges Gesamtpaket und jeweils durch mindestens einen Bereich aus, in dem sie besonders stark performt haben – los geht’s!

Testsieger: Logitech G533 Gaming-Headset

Das Logitech G533 konnte sich im Test den ersten Platz sichern und kommt nach wie vor bei mir zum Einsatz. Es bietet insgesamt das beste Gesamtpaket. Dazu gehört vor allem der mehr als faire Preis und der tolle Surround-Sound.

Er ermöglicht euch das präzise Orten von Gegnern im Spiel, eignet sich auch zum Musikhören und ist darüber hinaus in der Software (LGS) flexibel konfigurierbar. Bei der Verarbeitung und den Einstellmöglichkeiten sammelt das G533 weitere Pluspunkte, wobei der zweite Platz – das SteelSeries Arctis 7 – mich hier noch etwas mehr überzeugen konnte.

Logitech G533 Verpackung Front

Das G533 in seiner natürlichen Umgebung

86,50 €

Das G533 war von Anfang an das Headset, von dem ich mir am meisten erhofft hatte. Dies lag an meinen bereits sehr guten Erfahrungen und dem allgemein guten Ruf des Equipments aus Logitechs G-Serie. Da ist Top-Performance schon fast vorprogrammiert. Das habe ich mal auf die Probe gestellt …

Das G533 ist kabellos, der Akku hält 15 bis 16 Stunden zuverlässig durch. Das Headset warnt euch eine Stunde vor der vollständigen Entladung durch unüberhörbare Pieptöne, sodass ihr es rechtzeitig aufladen könnt. Dazu liefert Logitech ein Transportnetz und viele praktische Kabel mit.

Das einzige Manko ist der recht klobige USB-Empfänger, der vor allem unterwegs wirklich nervig werden kann. Andere Hersteller, z.B. SteelSeries mit dem Arctis 7, haben für dieses Problem elegantere Lösungen gefunden.

Der Sound ist klasse, die Möglichkeiten zur Personalisierung in der Logitech Gaming-Software umfangreich – mehr geht kaum. Schritte im Spiel sind klar und deutlich aus der entsprechenden Richtung zu hören, Musik wird bei Höhen, Tiefen und im Bassbereich genau richtig betont. Die Knöpfe und Tasten an der linken Ohrmuschel sind durchdacht angeordnet, Handgriffe sitzen nach kürzester Zeit. Das Mikrofon ist zwar kein Modell fürs Studio, für die Kommunikation über TeamSpeak und Co jedoch erste Wahl.

Beim Tragekomfort punktet der Testsieger ebenfalls. Dank des umfangreich verstellbaren Bügels ist das G533 für jede Eierbirne geeignet und sitzt durch die Polsterung sehr bequem. Die Verarbeitung ist insgesamt einwandfrei: Schlussendlich kann ich sagen, dass das Modell die ideale Wahl für passionierte Gamer mit einem gewissen Preisbewusstsein ist.

Gaming-Headset mit dem besten Sound:

SteelSeries Arctis 7

VORTEILE

  • Erstklassiger Sound in allen Bereichen
  • Hervorragendes Mikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • Passform und Verarbeitung auf höchstem Niveau
  • Großer Lieferumfang

NACHTEILE

  • Relativ preisintensiv
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136,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 11:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeSteelSeries
BauformOver-Ear (geschlossen)
Verbaute Treiber40 mm
StromversorgungAkku, USB-Kabel
Frequenzen2,4 GHz
MikrofonKondensator-Mikrofon (ausziehbar)
VerbindungUSB-Funkempfänger
Audio7.1 DTS 2.0 Virtual-Surround-Sound

Der dänische Hersteller SteelSeries bringt mit dem Arctis 7 ein Gaming-Headset auf den Markt, das mich hellauf begeistert hat: auf der einen Seite beim Sound, auf der anderen Seite bei den Einstellmöglichkeiten.

Der Kopfbügel passt sich dank des verbauten Gummibandes an jeden noch so großen oder kleinen Kopf an. So bietet es euch einen optimalen Tragekomfort – auch bei längeren Sessions.

Dazu habt ihr beim Sound noch etwas mehr Optionen als beim Testsieger – diese Vielseitigkeit spiegelt sich jedoch auch beim Preis wider. Mit 136,99 Euro kostet es ein gutes Stück mehr als das G533. Daher kann das Arctis trotz der vielen Vorzüge nur den zweiten Platz für sich beanspruchen.

Insbesondere der Klang, die Software und die Verarbeitung des Arctis 7 haben mich von meinem Gaming-Sessel gehauen. Ersterer ist nicht nur ausgewogen, sondern betont Bässe, Höhen und Tiefen genau an den richtigen Stellen – vor allem bei Musik.

SteelSeries Arctis 7 Verpackung Front

Die stylische Verpackung des SteelSeries Arctis 7

136,99 €

Der Surround-Sound macht beim Spielen richtig Laune, ihr seid den Gegnern im wahrsten Sinne des Wortes einen Schritt voraus.

Die Software (SteelSeries Engine – bespreche ich weiter unten) bietet wahnsinnig detaillierte Einstellmöglichkeiten und Features, von deren Existenz ich noch nie was gehört habe. Im Test haben sich vor allem der Mikrofon-Rückhör-Ton und die Live-Mic-Vorschau bewährt.

Headset mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis:

Razer Kraken Pro

VORTEILE

  • Satter und ausgewogener Sound in allen Bereichen
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Bequem und individuell einstellbar
  • Solide Verarbeitung

NACHTEILE

  • Lieferumfang: Headset und Klinken-Verlängerungskabel
  • Keine Software, da analoges Headset
Amazon Logo

72,64 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 11:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeRazer
BauformOver-Ear (geschlossen)
Verbaute Treiber40 mm
StromversorgungKabel
FrequenzenKabelgebunden
MikrofonKondensator-Mikrofon (ausziehbar)
Verbindung3,5-mm-Klinke
AudioStereo

Das Kraken Pro ist mein persönlicher Favorit, wenn es um den Einsatz unterwegs geht. Es lässt sich unauffällig zusammenfalten und das Mikrofon verschwindet bei Nichtgebrauch einfach in der Ohrmuschel. Dazu kommt, dass es insgesamt einen ausgewogenen Sound bietet, der besonders beim Bass seine Stärken zeigt.

Die Preis/Leistung ist ebenfalls gut, kommt aber nicht an das G533 heran, vor allem deswegen, weil ihr keine Software zur Verfügung habt und das Gerät „so nehmen müsst, wie es ist“. Außerdem fällt der Lieferumfang etwas spärlich aus – wer mit diesen beiden Knackpunkten gut leben kann, erhält mit dem Amerikaner aber ein gutes Gesamtpaket.

Unterwegs hat mich das Kraken Pro des Öfteren als Kopfhörer begleitet. Dank des vollständig einziehbaren Mikrofons ist es äußerst unauffällig, einzig das Logo sticht ein wenig ins Auge – Geschmackssache. Das hier ist aber Fakt: Der Tragekomfort ist super, was euch unterwegs wie zu Hause sehr zugutekommt. Nur Kopfmassagen sind noch besser.

Razer Kraken Pro Verpackung Front

Typisch Razer: Die giftgrüne Verpackung des Kraken Pro

72,64 €

Der Sound des Kraken ist ausgewogen und besonders die Bässe haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich führe den guten Klang auf die 50 Millimeter großen Treiber in beiden Ohrmuscheln zurück. Beeindruckend finde ich, dass das Razer auch ohne Surround-Sound eine sehr gute Figur beim Zocken macht.

Das Kraken Pro konnte sich somit den dritten Platz sichern. Das liegt vor allem am hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, dem soliden Klang und den vielfältigen Möglichkeiten, es (auch unterwegs) zu nutzen.

Wenn unter den Top 3 nicht das richtige Modell für euch dabei war, könnt ihr hier zu allen getesteten Modellen springen.

Was unterscheidet Gaming- von normalen Headsets?

Sicherlich fragt ihr euch – völlig zu Recht – warum es spezielle Headsets für Zocker gibt und wie sie sich von normalen Geräten unterscheiden. Die wesentlichen Gründe sind schnell erklärt und ergeben sich aus den unterschiedlichen Einsatzbereichen. Während normale Headsets in Callcentern oder zum Videochatten genutzt werden, müssen die Gaming-Modelle echte Allrounder sein.

Ihr wollt den Spielsound klar, deutlich und aus der richtigen Richtung hören. Da Kommunikation besonders im Multiplayer unverzichtbar ist, muss das Headset die Stimmen eurer Mitspieler klar von der restlichen Soundkulisse trennen.

Razer Kraken Pro - Nico trägt Modell

Bei Gaming-Headsets ist der Sound besonders wichtig

72,64 €

Hinzu kommen Features: Platzt die Mutter oder Freundin ins Zimmer, kann das Mikrofon über einen Schalter stummgeschalten werden. Ist die Gefahr vorüber, aktiviert ihr es einfach wieder.

Ebenfalls zum Standard im Gaming-Bereich gehören der Lautstärkeregler, anpassbare Sondertasten und bequeme Ohrpolster. Nicht wenige Sessions nehmen einen halben Tag in Anspruch, daher ist der Komfort auf keinen Fall zu vernachlässigen.

Zuletzt noch ein Wort zum Design: Gaming-Headsets sehen einfach geil aus!

Die Hersteller der getesteten Headsets: Einmal um die Welt

Gaming-Headsets Testbericht Uebersicht

Die getesteten Headsets im Überblick: 14 Ohrmuscheln für 2 Löffel

Endlich: Testbeginn! Um mir ein möglichst breites, aber auch neutrales Bild von allen Headsets machen zu können, habe ich insgesamt 10 Geräte unter die Lupe genommen. Zwei davon habe ich bereits seit Jahren im Einsatz, sie machen aber bis heute eine gute Figur. Vor den eigentlichen Headsets gibt es noch einen kurzen Abriss über die Hersteller im Test – damit ihr auch wisst, womit ihr es zu tun habt.

Corsair: Allrounder aus den USA

Corsair vervollständigt mit Razer und HyperX das Ami-Trio im Test. 1994 wurde das Unternehmen in Fremont, Kalifornien, gegründet und ist seitdem vor allem auf Hardware spezialisiert. Neben RAM-Modulen, Netzteilen und Lüftern findet ihr zahlreiche Mäuse und Tastaturen im Portfolio von Corsair. Das von mir getestete Headset ist das VOID Pro in der kabelgebundenen Ausführung, das ich bereits einige Monate vor dem Test besessen und genutzt habe.

HyperX: Der Nächste aus der Ami-Riege

HyperX ist die Gaming-Tochter des kalifornischen Herstellers Kingston und besonders auf den Audiobereich spezialisiert. Die Headsets genießen Kultstatus und einen exzellenten Ruf.

Daneben findet ihr aber auch Tastaturen, Mäuse und Zubehör im Sortiment von HyperX. Das Cloud Alpha ist eines der ersten Headsets des Herstellers und bereits seit zwei Jahren in meinem Besitz.

Logitech: Schweizer Gaming-Expertise

1981 auf einem Bauernhof in Apples gegründet, ist Logitech heute einer der weltweit größten Hersteller von PC-Zubehör. Im Gaming-Bereich sind sie mit ihrer „G“ genannten Serie vertreten und stellen – neben Headsets – vor allem Mäuse und Tastaturen her. Im Test hatte ich das kabellose G533, den kleinen Bruder des G933.

Logitech G533 Verpackung Front

Die Verpackung des Logitech Headsets

Logitech G533 Verpackung Rueckseite

Und noch einmal die Rückseite

Razer: Die giftgrünen Amis

Und wieder die USA. Razer wurde 1998 in Kalifornien gegründet und brachte die weltweit erste Maus mit mehr als 1.000 DPI auf den Markt. Das Maximum bis dahin waren 400 DPI, womit eine Steigerung um 150 Prozent eine echte Sensation war. Die „Boomslang“ wurde speziell für Gamer entwickelt und begründete die bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Die Produkte von Razer zeichnen sich durch ihre giftgrüne Farbgebung aus – so auch das Kraken Pro in meinem Test.

SteelSeries: Aus dem hohen Norden

SteelSeries ist ein 2001 in Dänemark gegründeter Gaming-Hersteller, der sich vom ersten Tag an auf den Bereich E-Sport konzentrierte. Bis heute sponsert SteelSeries zahlreiche Teams und stattet sie mit Headsets, Mäusen, Mousepads und Keyboards aus. In meinem Test war das Arctis 7, ein kabelloser Vertreter der Headset-Oberklasse.

Außerdem findet ihr den Hersteller in unserem großen Gaming-Tastatur Test wieder.

Turtle Beach und Roccat

Seit 2007 ist das Hamburger Unternehmen Roccat auf dem Gaming-Markt vertreten und hat sich einen international erstklassigen Ruf erarbeitet. Neben Headsets finden sich zahlreiche Mäuse im Portfolio, von denen ich einige in meinem Gaming-Maus Test bereits ausführlich getestet habe.

Wegen der guten Reputation Roccats wurde die Firma im ersten Quartal 2019 von Turtle Beach aufgekauft. Meine Headsets im Test waren das Khan Pro (Roccat) und das Stealth 600 Wireless (Turtle Beach).

Klein, aber fein: Die weniger bekannten

Neben den großen Herstellern findet ihr auch drei kaum bekannte Firmen in meinem Test – schließlich möchte ich auch denen eine Chance geben. Dabei sind Beexcellent, KLIM und Notion Each, die mich seit der ersten Sekunde irgendwie alle aneinander erinnern. Denn Design und Verpackung sind sich sehr ähnlich – ob auch der Sound gleich gut oder schlecht ist, lest ihr weiter unten. Grundsätzlich sage ich mir aber: Gute Qualität ist nicht zwingend eine Frage des Preises.

Gaming Headsets Uebersicht

Und, wie findet ihr die Drillinge?

Kalifornien: Eine Gaming-Hochburg?

Im Laufe des Schreibens ist mir aufgefallen, wie viele Gaming-Hersteller aus Kalifornien kommen. Genau genommen ist das bei allen amerikanischen Vertretern im Test der Fall, weshalb ich mir die Frage in der Überschrift gestellt und ein wenig recherchiert habe.

Ergebnis: Auch viele Entwickler von Games stammen aus diesem Bundesstaat. Darunter unter anderem Riot Games („League of Legends“) und Electronic Arts („Battlefield“, „The Sims“ und Co).

Leider konnte ich keinen Grund dafür finden. Allerdings habe ich meine eigene kleine Theorie: Die Städte sind unglaublich jung, dynamisch und stecken voller kluger Köpfe. Viele Start-ups siedeln sich dort an, hinzu kommen die starke Wirtschaft und die gute Infrastruktur durch bereits bestehende Firmen. Alles in allem scheint Kalifornien die ideale Umgebung für den Aufbau eines Unternehmens zu sein.

Alle weiteren getesteten Headsets

Jetzt ist es so weit: Ich stelle euch alle Modelle aus meinem Gaming-Headset Test vor. Im Anschluss fasse ich kurz die Stärken und Schwächen zusammen, was mir positiv aufgefallen ist, und welche Punkte ich als weniger gut empfunden habe.

Am Ende des Tests habe ich in jedem Fall festgestellt: Das ist echt ein bunter Haufen mit Ohrwurm-Garantie!

Corsair: Das VOID Pro

Das VOID Pro ist mir erst Ende 2018 ins Auge gefallen. Die guten Bewertungen auf Amazon und Co haben meine Erwartungen hochgehalten und die Hoffnung genährt, für nur rund 65 Euro ein Top-Modell zum Schnäppchenpreis zu bekommen

Seitdem habe ich es im Wechsel mit dem HyperX Cloud Alpha zum Musikhören, Zocken und für unterwegs genutzt.

Leider traten schnell die ersten Probleme auf. Über USB konnte ich das Headset zwar nutzen, meine Mitspieler haben mich jedoch kaum verstanden. Nach ausführlicher Fehlersuche mit dem Ausschlussverfahren blieb das VOID Pro als einzige Ursachenquelle übrig. Ich entschied mich, es zurückzusenden und nur noch das HyperX Cloud Alpha zu nutzen.

Doch dieses Problem tritt vermutlich nur selten auf. Dafür sprechen zumindest die sehr guten Amazon-Bewertungen. Vielleicht war ich einer der wenigen Pechvögel, denn ansonsten ist das Modell erstklassig:

Der Sound des Headsets ist top! Stimmen und Spielsound sind klar zu verstehen, der Klang ist sehr ausgewogen. Die Polsterung ist durchdacht und sehr bequem, was auch für die Anordnung der Tasten am Headset selbst gilt. Mit dem VOID Pro erhaltet ihr einen guten Allrounder mit klarem Fokus aufs Gaming.

Schaut, dass ihr kein Montagsmodell wie ich erwischt oder tauscht es im Zweifelsfall um – dann kann ich euch das VOID Pro guten Gewissens ans Herz legen.

Roccat: Das Khan Pro

Das Khan Pro ist eines der wenigen Gaming-Headsets der Hamburger. Aus meiner Sicht ist das auch besser so, da das Gerät für seine Leistung deutlich zu kostenintensiv ist. Hamburg steht für guten Fisch, nicht für guten Sound – so bleibt das am besten auch. Ich würde es dennoch als soliden Allrounder oder Einsteigermodell, keinesfalls aber als vollwertiges Gaming-Headset bezeichnen. Doch woran liegt das?

Roccat Khan Verpackung front

Das Roccat Khan Pro kommt in einer für die Hamburger typischen, schicken Verpackung

Zunächst vermisse ich beim Lieferumfang einiges. Auch wenn das Headset analog ist, ist für den Anschluss an einen USB-Port ein weiterer Adapter notwendig. Wer das nicht weiß, kann das Gerät im Zweifel erst mal nicht nutzen. Enthalten sind lediglich das Klinkenkabel und ein Adapter (Mikrofon/Lautsprecher auf Kombi-Klinkenstecker).

Der Sound ist zwar gut und wäre für einen Kopfhörer völlig ausreichend, beim Gaming fehlt ihm jedoch etwas die Tiefe. Zudem gibt es nur einen Lautstärkeregler am Headset, keine weiteren Knöpfe.

Dafür schaltet sich das Mikro automatisch stumm, wenn ihr es hochklappt – klasse!

Passform, Stabilität und Bequemlichkeit finde ich ebenfalls top: Nicht anders kennt man es von Roccat. Leider trüben der recht hohe Preis und der geringe Lieferumfang etwas mein Bild – für immerhin circa 20 Euro weniger bekommt ihr das Razer Kraken Pro, das in den wichtigen Belangen (Sound, Verarbeitung und Optik) besser als das Roccat ist.

HyperX: Das Cloud Alpha

Das Cloud Alpha ist hinsichtlich der Ausstattung auf demselben Niveau wie das Roccat Khan Pro und das Kraken Pro von Razer. Der Lieferumfang ist sogar größer. Doch auch der Preis ist höher, weshalb es nicht für einen Platz auf dem Podium gereicht hat.

Neben einem Klinken-Verlängerungskabel mit integrierter Fernsteuerung liegt ein Adapter fürs Flugzeug mit in der Schachtel. Ebenfalls dabei ist ein Mikrofon/Lautsprecher auf Solo-Klinke-Adapter, austauschbare Ohrpolster und ein Transportnetz. Praktisch für die Nutzung unterwegs mit Smartphone, Laptop und Co.

Der Sound ist fantastisch, wie ich in zwei Jahren Nutzung ausführlich feststellen konnte. Zocken, Musikhören und Serien schauen – alles keine Herausforderung für den Ami.

Hinzu kommt die hochwertige Verarbeitung: Das Headset besteht größtenteils aus Metall. Eine gute Wahl, denn Gaming-Equipment ist naturgemäß einer gewissen Belastung ausgesetzt. Nicht selten lernen die Geräte auf schmerzhafte Weise das Fliegen, Segeln oder Bungeespringen.

HyperX Cloud Alpha Übersicht - Produktfoto
HyperX Cloud Alpha Kopfhörer liegend mit Oberseite des Bügels und Logoprägung sichtbar - Produktfoto

Beim Design schöpfen die Designer des HyperX Cloud Alpha aus den Vollen – die Grundfarben sind Rot und Schwarz. Ziernähte am Bügel, Schriftzug und Logo auf den Ohrmuscheln und die rote Metallhalterung runden die guten Eigenschaften des HyperX Cloud Alpha ab.

Der Nachfolger, das Cloud II, sieht auf Bildern fast genauso aus, wurde aber nicht von mir getestet. Aufgrund meiner guten Erfahrung mit dem ersten Modell der Reihe würde ich es euch definitiv ans Herz legen, beide einmal auszuprobieren. Das Cloud II verfügt zusätzlich über eine USB-Soundkarte und ein längeres Kabel, ist dafür aber auch ein wenig kostenintensiver.

Turtle Beach: Das Stealth 600

Leider kann ich über das Stealth 600 kaum gute Worte verlieren – es hat mich in keiner Hinsicht zufriedengestellt. Doch der Reihe nach.

Das Headset passt kaum auf meinen Kopf. Ein gutes Gaming-Headset sitzt selbst auf dem dicksten Quadratschädel bequem und sicher, was beim Turtle Beach nicht der Fall ist. Dazu kommen die unbequemen Ohrpolster. Gefühlt lassen sie kaum Luft durch – die Haut unter der Ohrmuschel fängt schnell an zu schwitzen. Insgesamt ist die Verarbeitung mehr schlecht als recht.

Turtle Beach Stealth 600 Verpackung front

Das Turtle Beach Stealth 600 kommt in einer wenig wertig anmutenden Schachtel

Der Sound lässt zu wünschen übrig. Dieses Problem fängt bei Musik an und hört beim Zocken auf. Bässe, Höhen und Tiefen werden nicht sauber wiedergegeben, vom Surround-Sound kam nichts bei mir an. Nur durch einen Blick auf die Verpackung habe ich erkannt, dass das Headset dieses Feature angeblich bieten soll.

Zum Schluss das Preis-Leistungs-Verhältnis: Im Schnitt 90 Euro (Stand: Juli 2019) halte ich für maßlos überpreist. Für denselben Preis erhaltet ihr den Testsieger, das G533 von Logitech, der mich in allen Belangen mehr überzeugen konnte.

Die No-Names

Kotion Each, Beexcellent und KLIM: Drei Namen, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Das macht es nicht einfacher, sie voneinander zu unterscheiden. Lieferumfang und Verpackung sehen sich ziemlich ähnlich und auch preislich nehmen sie sich kaum etwas.

Beim Sound verhalten sich alle drei so, wie ich das für einen Preis um 30 Euro erwartet habe. Der Klang ist blechern, Spielsound wird gewissermaßen „glattgebügelt“. Kurz gesagt: alles klingt gleich. Höhen, Tiefen und Bässe vermisse ich größtenteils.

Im Hinblick auf die Verarbeitung überrascht es mich, dass die Headsets mit stoffummantelten Kabeln daherkommen. Das bietet teilweise nicht mal die großen Hersteller im Test – beeindruckend. Leider ändert dieser Punkt nichts an der sonst mangelhaften Verarbeitung. Der Kunststoff knarzt, alles wirkt recht locker und instabil.

Immerhin einen Vorteil hat es: Ist der Endgegner mal wieder „overpowered“ und eines der Headsets fliegt gegen die Wand oder aus dem Fenster, ist es nicht allzu schade um das Loch im Geldbeutel. Im Zweifel dürfte das Streichen der Wand mehr Kosten verursachen als ein neues Headset.

Hinweis: Bitte versteht meine Ironie im letzten Abschnitt nicht falsch. Wer nur geringe Summen investieren möchte, kann mit einem relativ unbekannten Headset aus Fernost durchaus zocken. Jedoch ist es aus meiner Sicht sinnvoller, den Aufpreis für ein Markenheadset in Kauf zu nehmen.

Für 10 bis 20 Euro mehr bekommt ihr die Einsteiger-Modelle von Logitech (G430 und G231), die bereits auf einem top Niveau sind.

Testmethode: So habe ich getestet

Wie testet man Gaming-Headsets am besten? Anschließen, loszocken – so lautet meine private Devise. Für euch habe ich aber noch mal meine Gehirnwindungen angestrengt und mir eine Strategie überlegt, wie ich die Modelle am besten überprüfe und untereinander vergleiche. Ich sage kurz was zum Set-up, bevor ich zu den einzelnen Kriterien komme.

Gaming Headsets Setup drei Monitore

Mein Gaming-Set-up

Mein Gaming-Set-up: Die Grundlage

Ohne Rechner kann ich auch keine Gaming-Headsets testen – er ist damit zwingend notwendig. Um auch genug Leistung zur Verfügung zu haben, kommen in meinem selbst zusammengestellten Mini-ITX-PC diese Komponenten zum Einsatz:

  • Prozessor: Intel Core i5 8760k, übertaktet auf 4 Gigahertz und wassergekühlt
  • Grafikkarte: MSI GTX 970 – sie ist zwar nicht mehr die Jüngste, packt aktuelle Spiele aber problemlos
  • RAM: 16 Gigabyte DDR4 mit 3.000 Megahertz Taktung
  • Festplatte: Insgesamt 2 Terabyte SSD-Speicher (M.2-Standard) für schnellstmögliche Datenzugriffe

Gehäuse und Co sind für die Leistung kaum relevant, daher lasse ich sie hier außen vor.

Meine Tastatur ist eine G213 von Logitech. Zwar gelten mechanische Keyboards als Gaming-Klassiker, mich nervt das laute Klacken allerdings zu sehr. Da ich den Rechner auch zum Arbeiten nutze, sind die leisen Membranen in der G213 der ideale Kompromiss.

Als Maus verwende ich die kabellose Roccat Leadr, den Testsieger in meinem Gaming-Maus Test 2019.

Gaming Headsets Setup Displays nah

Mein heimisches Test-Set-up: im Vordergrund die Roccat Leadr Maus auf dem Taito-Control-Mauspad, ebenfalls von Roccat

Für die Headset-Tests unterwegs (Musik hören, Serien schauen) verwende ich mein Notebook, genauer gesagt das Huawei MateBook D14.

Je nachdem, welche Möglichkeit mir das jeweilige Headset bietet, habe ich es via USB oder Klinke angeschlossen. Letzteres ist am Desktop-PC mit zwei getrennten Steckern (Mikro/Lautsprecher), am Notebook nur mit dem Kombi-Stecker möglich.

Kriterium eins: Spielsound

Um die Qualität des Spielsounds zu testen, habe ich meine drei Lieblingsgames insgesamt knapp über 40 Stunden lang gezockt. Für die unter euch, die mit „PUBG“, „Battlefield“ und „Call of Duty“ nichts anfangen können, ein kurzer Abriss dazu.

„PUBG“, „Battlefield“ und „Call of Duty“: Wie läuft das?

„PUBG“ (Playerunknown’s Battlegrounds) basiert auf dem Spielprinzip „Battle Royale“. Mit insgesamt 100 Spielern kämpft ihr euch alleine oder als Gruppe durch die offen gestalteten Karten. Ziel ist es, alle Gegenspieler auszuschalten und als letzter zu überleben. Winner, Winner, Chicken Dinner!

Gaming Headsets PUBG Wallpaper

Das Titelbild von „PUBG“

„Battlefield“ und „Call of Duty“ (CoD): Sie sind meine Lieblings-Ego-Shooter. Auf dem Schlachtfeld sind maximal 64 (BF) oder 18 (CoD) Spieler vertreten, die sich auf zwei Teams aufteilen oder solo unterwegs sind. In verschiedenen Modi geht es darum, die eingestellte Punktzahl als Erstes zu erreichen. Wer das schafft, geht als Sieger vom Schlachtfeld.

Dreimal Spielsound: Drei Spiele, dreimal Top oder Flop?

Gleich vorweg: Nur weil ein Headset in einem Spiel keine gute Figur macht, muss das nicht automatisch für andere Games gelten.

Besonders in „PUBG“ müsst ihr jederzeit wissen, aus welcher Richtung ihr angegriffen werdet und wo sich eure Gegner auf der Karte befinden. Dank Surround-Sound hört ihr Geräusche exakt aus der Richtung, aus der sie kommen – das Feature ist in „PUBG“ daher Gold wert. Besonders überzeugen konnten mich in diesem Spiel das Logitech G533 und das SteelSeries Arctis 7.

In „Battlefield“ und CoD kam ich auch mit dem Stereo-Sound – etwa dem des Kraken Pro oder HyperX Cloud Alpha – ziemlich gut zurecht. Der Grund ist einfach: Zwar profitiert ihr auch in den Ego-Shootern vom Surround-Sound, ihr habt aber zusätzlich eine Minikarte. Auf der werden alle Gegner angezeigt, sobald sie schießen oder gespottet (von einem Mitspieler markiert) wurden. Dennoch ist der Sound nicht zu vernachlässigen, insgesamt haben die Headsets die Mission gut gemeistert.

Die Frage aus der Überschrift kann ich daher mit einem klaren „Nein“ beantworten. Wichtig ist, dass ihr beim Kauf eines Gaming-Headsets darauf achtet, dass es die richtigen Eigenschaften für eure Spiele hat. Als Grundsatz gilt: Wenn ihr das Geld für ein gutes Surround-Headset habt, kauft es euch. Damit seid ihr auf der sicheren Seite und für die meisten Szenarien gewappnet. Mehr lest ihr im Kapitel zum Kriterium „Soundcheck, Teil 1“.

Kriterium zwei: Musik

Gaming Headsets Kopfhoerer symbolisch

Mit Gaming-Headsets könnt ihr auch Musik hören

Für den Bereich Musik habe ich mir bei jedem Headset dieselben drei Lieder angehört, um zu einem möglichst objektiven Ergebnis zu kommen. Dabei sind „One Kiss“ von Dua Lipa, „You Little Beauty“ von FISHER und „Zombie“ von Ran-D. Mit den Genres Pop, House und Hardstyle decke ich nicht nur einen breiten Geschmack ab, ich stelle die Headsets auch ernsthaft auf die Probe.

Gesamt-Testsieger beim Kriterium „Musik“ ist das SteelSeries Arctis 7. Der Bass ballert, Höhen und Mitten sind gleichzeitig ausgewogen – was will man mehr?

Kriterium drei: Kommunikation

Im Gaming ist Kommunikation das, was Alpha und Omega im griechischen Alphabet sind – ohne geht es nicht. Wie gut sich die einzelnen Headsets schlagen, habe ich mit TeamSpeak, Skype und Discord getestet, den gängigsten Tools für Gamer.

Sprache der Anderen

Um die Sprache meiner Gesprächsteilnehmer gleichmäßig beurteilen zu können, habe ich mit den Headsets jeweils zwei Stunden in jedem der Tools verbracht. Da meine Mitspieler ebenfalls gute Gaming-Headsets verwenden, waren sie immer klar zu verstehen. Durch die gleichbleibenden Gesprächspartner hatte ich konstant gleiche Testbedingungen.

Das gilt für alle Headsets, die ich getestet habe. Naturgemäß gibt es eine Ausnahme: Headsets, die keine gute Tonqualität bieten, geben auch Sprache nicht erstklassig wieder. Um sich zu verstehen, reichte es jedoch bei allen Geräten locker aus.

Meine Sprache

Für die Bewertung meiner Sprache habe ich etwas mehr Aufwand betrieben. Vor dem Test habe ich mir einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt, den ich nach oder während einer Session – durch Nachfragen bei meinen Gesprächspartnern – abgearbeitet habe.

Diese drei „Wie-Fragen“ habe ich mir dabei gestellt:

  • Wie gut filtert das Headset Geräusche im Hintergrund heraus?
  • Wie ist die Sprachqualität allgemein, rauscht oder knackt etwas?
  • Wie gut gleicht das Headset Unterschiede in der Stimmlautstärke aus?

Ein anständiges Headset filtert Hintergrundgeräusche sauber heraus. Schließlich wollen eure Mitspieler auch zocken und nicht virtuell dabei sein, wenn euer Nachbar seine Wohnung renoviert.

Auch gelegentliche Ausraster gehören zum Spielen dazu – wenn das Headset laute Ausrufe ausgleicht, erspart ihr den anderen einen Gehörsturz.

Grundlage für eine gelungene Kommunikation ist die Qualität des Mikros (und damit die der Sprache): diese muss zumindest unter idealen Bedingungen gut sein.

Logitech G533 Verpackung front

Logitech

Razer Kraken Pro Verpackung front

Razer

SteelSeries Arctis 7 Verpackung front

SteelSeries

Im Bereich Kommunikation nehmen sich die drei Spitzenreiter – G533, Arctis 7 und Kraken Pro – rein gar nichts. Bei allen bin ich klar und deutlich zu verstehen, Unterschiede in der Sprachlautstärke und Geräusche im Hintergrund sind praktisch nicht vorhanden.

Kriterium vier: Verarbeitung

In puncto Verarbeitung konnten mich leider nicht alle Gaming-Headsets im Test überzeugen. Um die einzelnen Geräte so gut wie möglich vergleichen zu können, habe ich sie auf dieselben, für mich wichtigsten, Punkte überprüft.

Falls ihr den Kopfbügel vermisst, findet ihr ihn im nächsten Abschnitt, da er eine eigene Sektion bekommen hat.

  • Die Polsterung

Sie ist zwar kein Teil der eigentlichen Verarbeitung, passt hier aber trotzdem am besten mit rein. Am besten gefallen hat mir das Mesh-Polster des Logitech G533. Es lässt praktisch dieselbe Menge Luft an eure Ohren, als wenn ihr gar keine Kopfhörer aufhaben würdet.

Razer und Roccat polstern ihre Ohrmuscheln mit einer Art Kunstleder. Das ist praktisch, wenn ihr sie reinigen wollt – beim Zocken im Sommer nach einer halben Stunde bekommt ihr aber innerhalb weniger Minuten schwitzige Ohren, weil einfach zu wenig Luft dran kommt.

  • Scharniere und Gelenke

Die Scharniere und Drehgelenke braucht ihr, um das Headset bzw. die Ohrmuscheln genau an eure Ohren anzupassen. Klappt das nicht, bilden sich Zwischenräume und der Ton kommt nicht mehr vollends bei euch an. In diesem Punkt konnten mich fast alle Headsets überzeugen – nichts quietscht oder knarzt.

  • Die Knöpfe

Knöpfe müssen stabil verarbeitet sein. Es gibt nichts Nervigeres als ein Rädchen, das sich nicht sauber und gleichmäßig bedienen lässt, weil es viel zu „schwammig“ befestigt ist. Dazu kommt ein guter Druckpunkt – durchdachte Schalter lassen sich nicht zu schwer, aber auch nicht völlig widerstandslos drücken.

Grund: Ihr kommt gerne mal aus Versehen an die Ohrmuschel. Drückt ihr dabei ständig ungewollt irgendeinen Schalter, stört das auf Dauer immens.

Das Logitech G533 überzeugt mich bei der Anordnung der Schalter am meisten (ein Bild dazu findet ihr im Abschnitt „Bedienung“).

Worauf kommt es bei einem Gaming-Headset an?

Wenn ihr ein Gaming-Headset kauft, gibt es einiges zu beachten. Neben der technischen Seite gehören dazu vor allem Eigenschaften wie Passform, Bedienbarkeit und die bereits erwähnte Verarbeitung. Ich gebe euch einen Überblick, auf was es bei einem Gaming-Headset ankommt.

Der Kopfbügel: Für einen optimalen Sitz

Für mich ist der Kopfbügel eines der wichtigsten Teile des Gaming-Headsets. Der Grund dafür ist simpel: Sitzt es nicht richtig, bringen euch die anderen Features auch nichts. Entsprechend bietet der Kopfbügel eines guten Headsets mindestens diese Funktionen:

  1. Er ist stufenlos verstellbar und lässt sich perfekt an jede Kopfgröße und -form anpassen.
  2. Er ist gepolstert, sitzt auch in langen Sessions bequem und hinterlässt keine Druckstellen auf der Haut.
  3. Die Ohrmuscheln sind nicht starr, sondern mit Gelenken am Bügel befestigt. So umschließen sie das Ohr optimal.
  4. Dazu muss der Kopfbügel stabil sein – schließlich hält er das ganze Headset zusammen.

Zur Flexibilität gehört auch, dass ihr ihn relativ leicht nach außen biegen könnt. Ist euer Kopf zu breit und der Headset-Bügel kaum biegbar, drücken die Ohrmuscheln schnell. Am besten geeignet dafür ist ein Stahlbügel: Er ist stabil und flexibel, kostet in der Fertigung kein Vermögen und braucht durch seine geringe Dicke wenig Platz. Alle drei Testsieger setzen auf dieses Material.

Das Mikrofon: Einmal sagen muss reichen

Wenn eure Mitspieler euch nicht richtig verstehen, müsst ihr euch ständig wiederholen. Das ist nicht nur nervig, sondern beeinträchtigt auch den Spielfluss nachhaltig. Ein gutes Headset bietet euch aus diesem Grund die Möglichkeit, das Mikrofon genau an euren Mund anzupassen. Ich lege dabei Wert auf diese Punkte:

  1. Das Mikrofon muss in der Länge einstellbar sein. Das bedeutet, dass ihr es weiter nach hinten oder vorne justieren könnt, etwa durch einen Ausziehmechanismus.
  2. Ein durchdachtes Headset lässt euch das Mikrofon auch in der Höhe verstellen. Habt ihr einen kleinen Kopf, könnt ihr es oben oder mittig platzieren. Seid ihr – wie ich – mit einem großen Kopf gesegnet, sitzt es weiter unten.
  3. Der Arm des Mikros ist flexibel und bleibt in der eingestellten Position. Razer und Roccat lösen diesen Punkt mit einem Mikrofonarm aus stabilem Draht.
Gaming Headset Logitech G533 flexibles Mikro

Der markierte Teil des Mikro-Arms ist flexibel (Nummer 3), den hinteren Teil könnt ihr nach oben und unten verstellen

Wichtig ist, dass das Mikrofon auf Höhe eures Mundes und im richtigen Abstand zu diesem positioniert werden kann. Dazu sind die drei genannten Eigenschaften unentbehrlich.

Die Bauform: Eine Komfortfrage

Bei Headsets und Kopfhörern unterscheidet man zwischen der offenen und der geschlossenen Bauform. Letztere umschließen die Ohren vollständig, bei den anderen liegen die Ohrmuscheln nur auf.

Glücklicherweise stellt sich diese Frage bei Gaming-Headsets nicht, da sie immer über abgeschlossene Ohrmuscheln verfügen. Zu Recht, da letztere einige Vorteile haben:

  • Noice Cancelling (Ausblenden von äußeren Störgeräuschen) funktioniert nur, wenn das Ohr vollständig von der Ohrmuschel bedeckt wird.
  • Ihr konzentriert euch nur auf den Headset-Sound, da Geräusche von außen besser gedämmt und abgeschirmt werden (auch ohne Noice Cancelling).
  • Surround-Sound entfaltet seine Wirkung am besten, wenn der Klang nicht in andere Richtungen entweichen kann.
  • Bequeme Ohrpolster sind ein großer Komfortfaktor, besonders in langen Gaming-Sessions.
  • Das Headset verrutscht nicht, da es von den Ohren mitgehalten wird.

Weitere Features: Innovationen im Check

Viele Hersteller integrieren besondere Features in ihre Headsets, die nicht zum Standard gehören. Welche mir im Laufe des Tests aufgefallen sind und ob sie vor- oder eher nachteilig sind, lest ihr in der nachfolgenden Aufzählung.

Die Liste ist nicht abschließend – wenn euch bei euren eigenen Headsets Dinge auffallen, die eine gute Ergänzung wären, könnt ihr uns gerne kontaktieren.

  • Das Gummiband am SteelSeries Arctis 7. Der dänische Hersteller spendiert seinen Headsets keinen verstellbaren Kopfbügel. An die Stelle der aus- und einziehbaren Stahlverbindung rutscht ein Gummiband, das ihr individuell an euren Kopf anpassen könnt. Es bietet einen enormen Spielraum und ist eine äußerst gute, wenn nicht sogar bessere, Alternative.

Beim klassischen Bügel kommt es gerne vor, dass er sich von selbst verstellt. Beispiele gefällig? Ihr legt das Headset kurz ab, es fällt euch runter oder ihr kratzt euch am Ohr. Das Gummiband des Arctis fixiert ihr einmal an der richtigen Stelle – und es sitzt. Ich habe noch eine Weile gegrübelt und rumprobiert, mir sind jedoch keine Nachteile aufgefallen. Gute Arbeit!

SteelSeries Arctis 7 Gummiband

Das flexible Gummiband im Kopfbügel vom Arctis 7

  • Maximal flexible Mikrofone. Zwar habe ich oben erwähnt, dass diese zu einem guten Headset dazugehören, trotzdem sind sie vor allem im unteren Preisbereich keineswegs Standard. Deshalb möchte ich die Headsets mit diesem Feature nochmal kurz erwähnen.

Beim Logitech G533 habt ihr einen ausziehbaren Mikrofonarm, der zur einen Hälfte bieg- und zur anderen im Winkel (der Höhe) verstellbar ist. Roccat Khan, Razer Kraken, Corsair VOID, jeweils in der Pro-Variante, sowie das Arctis 7 sind mit komplett bieg- und in der Höhe verstellbaren Mikrofon-Haltern ausgestattet. Bei Bedarf verschwindet der Arm von Kraken und Arctis vollständig in der linken Ohrmuschel.

  • Die Aussparung für Brillenträger beim Kraken Pro. Das ist tatsächlich etwas, was ich vorher noch nie gesehen habe. Zwar trage ich keine Brille, ich habe das Feature jedoch mit einer Sonnenbrille getestet.

Ergebnis: Für diejenigen unter euch, die auch oder vor allem beim Zocken auf ihre Brille angewiesen sind, verbessert sich der Tragekomfort erheblich.

  • Automatische Stummschaltung. Das Roccat Khan Pro und das G533 von Logitech deaktivieren das Mikrofon automatisch, wenn ihr es nach oben klappt. Sowohl Stummschaltung als auch Aktivierung quittieren euch die Geräte mit einem kurzen Piepton.

Bedienung: Tasten, Schalter und Knöpfe

Im Laufe meines Gaming-Headset Tests sind mir verschiedenste Arten von Bedienelementen in die Finger gekommen. Zwar hat jeder Hersteller seine eigenen Präferenzen, in der Summe läuft es jedoch immer auf zwei Typen hinaus: Entweder sind die Tasten direkt am Headset angebracht oder ihr bedient es über ein externes Modul. Ich stelle euch beide Varianten vor.

Headsets mit integrierten Tasten

Im Test setzen unter anderem Logitech, SteelSeries und Turtle Beach auf diese Lösung. Vielleicht fällt es euch ebenfalls auf: Alle drei sind kabellos. Aus Sicht des Herstellers machen die Knöpfe an der Ohrmuschel also durchaus Sinn – ihr seid bei der Bedienung nicht daran gebunden, vor dem PC zu sitzen.

Stellt euch vor, ihr habt zwar ein Wireless Headset, müsst aber immer aus dem Spiel tabben, um die Lautstärke zu verändern oder euer Mikrofon stummzuschalten. So sind alle Bedienelemente an einem Ort und ihr nutzt die Vorteile eines drahtlosen Headsets mit ein paar Handgriffen an der Ohrmuschel in vollem Umfang aus.

Eine Sonderform der integrierten Bedienung ist die Kabelfernsteuerung, wie sie unter anderem Razer verwendet. Hier sind Lautstärkeregler und Stummschaltung in Form eines kleinen Kunststoff-Kästchens ins Kabel eingebaut.

Das Logitech G533 Gaming-Headset hat die Tasten am Headset. Eine davon – die Stummschaltung – könnt ihr sogar frei belegen. Da sich das Mikrofon beim Hochklappen ohnehin automatisch deaktiviert, ist der Schalter entbehrlich.

Logitech G533 Bedieneinheit

Tasten und Lautstärkeregler am Logitech G533 Gaming-Headset

Headsets mit externer Bedienung

SteelSeries setzt beim Arctis Pro, ASTRO beim Gaming A50 und Gaming A40 auf eine externe Tischfernbedienung. Keines der Headsets hatte ich im Test – ich kann also nichts über die Soundqualität sagen. Allerdings sieht eine externe Steuereinheit – beim ASTRO A50 sogar mit Dockingstation – auf jedem Tisch klasse aus.

Nutzt ihr ein kabelloses Headset, behaltet ihr außerdem den Akkustand jederzeit im Blick. Dazu habt ihr vollwertige Lautstärkeregler und Anschlussmöglichkeiten für USB-Geräte oder ein zweites Paar Kopfhörer. Ein rein subjektiver Nachteil bleibt jedoch: Externe Bedieneinheiten sind nur in der oberen Preis-Liga zu finden. Für das A50 legt ihr rund 320 Euro auf den Tisch (Stand: Juli 2019).

Soundcheck, Teil eins: Der Kopfhörer

Headsets sind im Grunde genommen Kopfhörer mit integriertem Mikrofon und weiteren Spezialfeatures (Tasten, RGB-Beleuchtung und Co). Für den Soundcheck habe ich mir daher überlegt, ihn in einen Hör- und einen Sprechteil zu gliedern.

Wir starten mit dem Hören und einigen Begriffen, die vor allem fürs Verständnis wichtig sind.

Beim Klang ist zunächst zwischen Stereo und Surround zu unterscheiden. Die Begriffe beschreiben, wie ihr Geräusche hört und auf welche Art sie in euren Ohren ankommen.

Die Stereoanlage hat ihren Namen nicht von ungefähr: Der Begriff „Stereo“ stammt aus dem Griechischen und steht frei übersetzt für „starre Töne“. An diesem Beispiel kann ich am besten erklären, wie die Technik funktioniert und wie ihr den Sound wahrnehmt, der über Stereokanäle übertragen wird.

Eine Stereoanlage besteht aus dem Wiedergabegerät (zum Beispiel einem CD-Spieler) und zwei Lautsprechern. Stellt ihr die Boxen richtig auf, stehen sie im selben Abstand links und rechts von euch – ihr sitzt in der Mitte.

Dieses Schema können wir genauso auf Headsets übertragen. Die Lautsprecher (bei Headsets „Treiber“ genannt) befinden sich in den Ohrmuscheln, das Wiedergabegerät ist euer Rechner mit dem jeweiligen Spiel. Entsteht ein Geräusch links von euch, hört ihr es auf dem linken Ohr – für die rechte Seite gilt das Gleiche. Geräusche direkt vor euch überträgt das Headset gleichmäßig über beide Kanäle.

Der Nachteil von Stereo-Headsets (im Test unter anderem: Razer Kraken Pro, HyperX Cloud Alpha) ist, dass ihr Geräusche aus anderen Richtungen nicht präzise orten könnt. Fordert ein Kollege in „PUBG“ eure Hilfe an, hört ihr seine Rufe nur auf dem rechten Ohr – sozusagen auf drei Uhr. Wo genau er sich befindet, könnt ihr nur mutmaßen. Dasselbe gilt für Schüsse und andere Soundeffekte.

Die Surround-Technologie gleicht den größten Nachteil der Stereotechnik aus und ermöglicht räumliches Hören. Lasst mich auch hier wieder mit einem Beispiel beginnen: dem Kino.

Gaming Headset Surround Skizze

Beispielhafte Anordnung der Lautsprecher eines Surround-Systems (Bild: Logitech Gaming-Software)

Im Kino sitzt ihr in der Mitte des Saals, die Lautsprecher sind wie bei der Stereoanlage links und rechts angeordnet. Zusätzlich kommen jedoch weitere Boxen zum Einsatz, unter anderem frontal und beidseitig hinter euch.

Übertragen wir auch hier das Schema auf Gaming-Headsets, sind mehrere Treiber in jeder Ohrmuschel angeordnet. Im Spiel hört ihr Soundeffekte exakt aus der Richtung, in der sie entstehen. Um bei „PUBG“ zu bleiben: Einer eurer Kameraden verletzt sich unmittelbar hinter euch und ruft um Hilfe.

Der Sound kommt dann gleichmäßig aus den links und rechts angeordneten Lautsprechern hinter euch, sodass ihr ihn exakt orten könnt. Mit einem Stereo-Headset würdet ihr seine Rufe zwar gleichmäßig auf beiden Seiten hören, würdet aber nicht wissen, ob sie von vorne oder hinten kommen.

Surround-Sound entsteht durch tatsächlich vorhandene Treiber oder wird virtuell erzeugt. Letzteres ist bei allen von mir getesteten Surround-Headsets der Fall: Logitech G533, SteelSeries Arctis 7, Corsair VOID Pro und Turtle Beach Stealth 600.

Surround ist nicht gleich Surround – man unterscheidet zwischen zwei Treiberkonfigurationen:

5.1 Surround-Sound: Die „5“ steht für die Anzahl der Treiber um euch herum, die „1“ für den sogenannten Central Speaker. Er gibt besonders tiefe Töne, z.B. Bässe, wieder.

7.1 Surround-Sound: Die „7“ steht wieder für die Anzahl der Treiber, mit einer Besonderheit: Wie bei 5.1 auch, befinden sich 2 davon hinter euch. Die 5 anderen sind vor euch platziert. Geräusche, die vor eurer Position entstehen, könnt ihr damit fast auf den Meter genau orten.

Gleich vorweg: Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, da die Technik und ihre Funktion sehr komplex sind. Vereinfacht gesagt funktioniert die aktive Geräuschunterdrückung so:

Mikrofone an der Ohrmuschel fangen störende Geräusche aus der Umgebung auf. Ein Chip berechnet, wie viel Gegenschall erforderlich ist, um den Umgebungslärm auszugleichen. Dieser Gegenschall (Anti Noise) wird mit der berechneten Frequenz ins Innere der Ohrmuschel gespeist. Dadurch entsteht ein leichtes Rauschen, das ihr im Normalfall nicht wahrnehmt – schaltet ihr den Sound eures Rechners auf stumm, hört ihr es. Im Ergebnis kommt nur der Klang eures Wiedergabegerätes am Ohr an.

Entschuldigt die etwas schnörkelige Überschrift – sie entspricht aber schlicht der Wahrheit. Als Treiber werden die Lautsprecher bezeichnet, die in Headsets und Kopfhörern verbaut werden und damit verantwortlich für die Klangqualität sind. Ein kurzer Abriss zur Thematik.

Der Treiber besteht aus einem permanenten Magneten, einer beweglichen Spule und einer Membran. Das Audiosignal setzt die Spule innerhalb des Magnetfeldes in Bewegung. Die Spule wiederum ist mit der Membran verbunden, die durch die Bewegungen in Schwingung versetzt wird. Die dadurch entstehenden Schwingungen empfängt das menschliche Gehör als Schallwellen und damit als Töne.

Dieses Prinzip wird „elektrodynamische Schallerzeugung“ genannt. Es kommt in allen von mir getesteten Headsets zum Einsatz, da es einen entscheidenden Vorteil mitbringt: hohe Klangqualität bei niedrigen Herstellungskosten.

Neben der reinen Technik ist die Größe des Treibers entscheidend für die Tonqualität. Je größer der Treiber, desto größer ist auch die Membran – und desto besser werden tiefe Frequenzen wie Bässe wiedergegeben. Auf der anderen Seite ist eine große Membran „träger“ und schlechter darin, hohe Frequenzen wiederzugeben.

Daraus folgt zwangsläufig ein Kompromiss, den nicht alle Hersteller perfekt treffen. Etabliert sind 40 und 50 Millimeter große Treiber, die preiswerteren No-Names im Test setzen auf 30 oder weniger Millimeter. Darunter leidet die Soundqualität besonders in den tiefen Frequenzen, der Ton klingt schnell blechern.

Höhen, Mitten und Tiefen: Inhalt jedes Klangbilds

In jedem Lautsprecher-, Kopfhörer- und Headset-Test ist von Höhen und Tiefen die Rede. Zusammen mit den Mitten und dem Bass stehen die Begriffe nicht etwa für die Stimmung oder Performance beim Gaming, sondern für den menschlichen Hörbereich. Zu jedem Frequenzbereich habe ich versucht, ein Beispiel aus dem Alltag zu finden.

Im Durchschnitt nehmen wir Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hertz, den sogenannten Hörschall, wahr. Im Laufe des Alters verkleinert sich dieses Spannbreite jedoch erheblich. Hier könnt ihr testen, wie alt euer Gehör ist.

Tiefen: Tief-, Mittel- und Oberbass

Der Bassbereich liegt zwischen 20 und 150 Hertz. Am unteren Ende, dem Tiefbass, finden sich Instrumente wie Flügel, Orgeln oder elektronische Bässe. Alles darunter wird Infraschall genannt.

In der Mitte liegt der tiefste Grundton vieler Akustikinstrumente, zum Beispiel der einer Gitarre.

Den Oberbass könnt ihr gut mit der männlichen „Normalstimme“ vergleichen.

Mitten: Grundtöne, mittlere und höhere Mitten

Die mittleren Tonfrequenzen liegen zwischen 150 und 2.000 Hertz und werden genauso eingeteilt wie die Bässe. Die unteren Mitten, der Grundtonbereich, entsprechen in etwa der weiblichen „Normalstimme“.

Die mittleren Mitten hört ihr, wenn ihr dem Freizeichen am Telefon lauscht.

In den oberen Mitten ist unter anderem die Trompete mit ihrem höchsten Grundton vertreten.

Höhen: Von unten bis zum Superhochton

Die Höhen beginnen dort, wo die Mitten enden – bei 2.000 Hertz. Bis zum Superhochton (10.000 bis 20.000 Hertz) sind sie genauso abgestuft wie die beiden vorgenannten. In den unteren Höhen ist unser Gehör am empfindlichsten, eine Überbetonung nehmen wir als blechern wahr. Alles über 20.000 Hertz ist der für uns nicht hörbare Ultraschall.

Die mittleren Höhen entsprechen in etwa dem höchsten Grundton eines Flügels und den Zischlauten („s“, „sch“) unserer Stimme. Die oberen Höhen könnt ihr in etwa mit einer extrem schrillen, weiblichen Stimme (etwa beim Kreischen) gleichsetzen.

Der Superhochton ist das „Nonplusultra“ – vielleicht kennt ihr diese Videos, bei denen der immer höher werdende Ton im Laufe der Zeit das „Piepen“ im Ohr verursacht – hier mal ein Beispiel (Link führt zu YouTube).

In der Summe ist es das Zusammenspiel aller Frequenzen, die unser Klangbild positiv oder negativ beeinflussen. Mit einem Equalizer macht ihr nichts anderes, als die Gewichtung der Höhen, Mitten und Tiefen zu verändern.

Soundcheck Teil 2: Das Mikrofon

Nachdem wir die wichtigen Punkte rund um den Sound geklärt haben, kommen wir zu unserem eigenen Ausgangspunkt der Kommunikation: dem Mikrofon. Auch in diesem Teil dreht sich alles um Fachbegriffe und die Eigenschaften, die ein gutes Mikro unbedingt besitzen sollte.

Nochmal kurz zur Erinnerung: Beim Test der Mikros habe ich mich der Hilfe meiner Teamkollegen bedient und auf diese Punkte geachtet:

  • Wie gut werden Geräusche im Hintergrund gefiltert?
  • Allgemeine Sprachqualität unter Idealbedingungen
  • Wie gut gleicht das Headset Unterschiede in der Sprechlautstärke aus?

Ich gehe Schritt für Schritt mit euch durch, welche Eigenschaften das Mikrofon eines Gaming-Headsets haben sollte, um in allen Punkten die Bestnote abzustauben. So viel kann ich schon mal spoilern: Jeder Situation gewachsen sind die wenigsten von ihnen.

  • Passive Noise Cancelling (PNC)

Bei der passiven Geräuschunterdrückung ist das Mikrofongehäuse an beiden Seiten geöffnet. Eure Stimme erzeugt einen höheren Schalldruck, da sie sich näher am Mikrofon befindet, als es bei den Geräuschen um euch herum der Fall ist.

Auf diese Weise unterscheidet der Mini-Rechner im Headset, welchen Geräuschen die höhere Bedeutung zukommt und filtert die verbleibenden heraus. Eure Gesprächspartner verstehen euch klar und deutlich, auch wenn euer Nachbar Sonntagmorgen.com ist und gerade einen lautstarken Entsafter-Test durchführt. Mit PNC sind unter anderem das G533 von Logitech und das Roccat Khan Pro ausgestattet.

  • Kondensator-Mikrofone

Damit ihr selbst unter den schlechtesten Bedingungen gut zu verstehen seid, setzen alle Hersteller im Test auf ein sogenanntes Kondensator-Mikrofon. Es wandelt mithilfe einer Membran die Schallwellen eurer Stimme in elektrische Signale um.

Euer Rechner empfängt die Signale und gibt sie über Skype, TeamSpeak und Co an den Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung weiter. Dessen Headset erzeugt – wie bereits beschrieben – aus den Signalen für unser Gehör verständliche Töne.

  • Ausgleich von Unterschieden in der Gesprächslautstärke

Emotionen gehören zum Zocken wie Reifen zum Auto. Jeder Gamer unter euch weiß daher, dass spontane Unterschiede in der Gesprächslautstärke zum Alltag gehören. Wichtig ist, dass euer Gesprächspartner euch konstant gut verstehen kann – egal, ob ihr lauter oder leiser werdet. Das Mikrofon darf also weder über- noch untersteuern.

Das funktioniert so: Ein Chip im Headset erfasst Frequenz und Lautstärke eurer Stimme. Verändert sie sich, stellt er das Mikrofon in Sekundenbruchteilen lauter oder leiser. Normalisiert sich eure Stimmlage wieder, passt sich auch der Pegel des Mikros an.

Im Test stauben das G533 und das Arctis 7 in diesem Punkt die Bestnote ab.

Die Krux mit dem Kabel: Ein Vergleich

Wireless oder kabelgebunden – bei dieser Frage scheiden sich nicht nur im Maus-Bereich die Geister. In meinem Test waren Vertreter beider Fraktionen: auf der Wireless-Seite das G533, das Arctis und das Stealth 600.

Die Gegenseite ist mit Cloud, Kraken, VOID und Khan ebenfalls nicht schlecht aufgestellt. Ich gebe euch einen Überblick über die Vor- und Nachteile beider Techniken.

Kabelgebundene Headsets sind die Klassiker und für viele Gamer nicht wegzudenken – wenn Headset, dann mit Kabel. In der Tat bringen die Geräte einige Vorteile mit sich:

  • Erstklassige, konstante Übertragungsqualität
  • Kein Aufladen notwendig
  • Leichtere Bauweise durch fehlenden Akku

Wie immer gibt es aber auch Nachteile:

  • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit
  • Kabelsalat und „Hängenbleiben“
  • Kabelbrüche möglich, wenn die Leitung knickt

Drahtlos liegt im Trend – das bedeutet aber nicht, dass es sich automatisch um die bessere Technik handelt. In meinem Gaming-Headset Test haben sich bei den kabellosen Headsets vor allem diese Vorteile gezeigt:

  • Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit – sogar bis ins Nebenzimmer: So könnt ihr euch einen Koffein-Kick aus dem Kaffeevollautomaten während der LAN-Party holen.
  • Kein einziger Übertragungsfehler bei insgesamt 20 Stunden Wireless-Testzeit
  • Lange Akkulaufzeit; Aufladen problemlos möglich
  • Tasten und Schalter direkt am Headset: Praktisch, wenn ihr zum Beispiel auf dem Sofa oder im Bett die Lautstärke verstellen wollt

Doch auch bei der Wireless-Fraktion möchte die Nachteile nicht unerwähnt lassen:

  • Aufladen nötig, sonst ist mitten in der Runde der Saft alle
  • Höheres Gewicht durch den verbauten Akku
  • Preisintensiver als vergleichbare/dieselben Modelle mit Kabel

Um es kurz zusammenzufassen: Der schmerzhafteste Nachteil von kabellosen Headsets sind die höheren Anschaffungskosten. Für mich wiegen die Vorteile allerdings deutlich mehr – das habe ich bereits in meinem Gaming-Maus Test so feststellen können.

Die größere Bewegungsfreiheit, die leichtere Bedienung und die Optik machen für mich alle Nachteile wett. Ans Aufladen gewöhnt ihr euch schnell – wenn ihr es doch mal vergesst, könnt ihr alle Headsets auch per USB verbinden. Zwangspausen sind also gar nicht oder, wenn überhaupt, nur ganz, ganz kurz nötig.

Gaming-Headsets für unterwegs?

Vollkommen verständlich, wenn ihr euch neben einem Gaming-Headset nicht auch noch einen preisintensiven Kopfhörer zulegen wollt. Da auch ich viel unterwegs bin, habe ich einige Headsets unterwegs mitgenommen, um herauszufinden, wie viel ich „auf Achse“ mit ihnen anfangen kann.

Razer Kraken Pro in der geöffneten Verpackung

Ausgepackt und eingesteckt für den Unterwegs-Test: Razer Kraken Pro

In diesem „Test im Test“ findet ihr das Razer Kraken Pro und das Logitech G533. Zum Schluss habe ich mich entschieden, das Arctis 7 auch noch mitzunehmen. Es hat zwar jede Menge Kabel, besonders das des Empfängers bietet unterwegs jedoch einige Vorteile.

Die übrigen Headsets erschienen mir von Anfang an als relativ ungeeignet für den Betrieb unterwegs. Das lag entweder am umfangreichen Zubehör, einem Stecker, der keine Klinkenverbindung ermöglicht oder der Soundqualität. Aber der Reihe nach:

Das Kraken Pro ist stabil, sieht gut aus und verfügt über ein Mikrofon, das bei Bedarf vollständig im Gehäuse verschwindet. Dazu kommt der Klinkenstecker, durch den ihr es auch am Smartphone als vollwertiges Headset nutzen könnt. Somit ist es ein perfekter Begleiter und sichert sich den ersten Platz in dieser Kategorie. Wer die perfekte Mischung aus Zocker- und Alltags-Headset sucht, ist mit dem Kraken daher sehr gut bedient.

Razer Kraken Pro

VORTEILE

  • Satter und ausgewogener Sound in allen Bereichen
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Bequem und individuell einstellbar
  • Solide Verarbeitung

NACHTEILE

  • Lieferumfang: Headset und Klinken-Verlängerungskabel
  • Keine Software, da analoges Headset
Amazon Logo

72,64 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 11:49
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeRazer
BauformOver-Ear (geschlossen)
Verbaute Treiber40 mm
StromversorgungKabel
FrequenzenKabelgebunden
MikrofonKondensator-Mikrofon (ausziehbar)
Verbindung3,5-mm-Klinke
AudioStereo

Das G533 ist durch seine Funktechnik und das Transportnetz grundsätzlich ein Kandidat mit guten Aussichten. Allerdings ist der USB-Empfänger erstens viel zu groß und zweitens nur an Geräten mit entsprechender Buchse anschließbar.

Smartphone und die meisten Tablets fallen also schon mal raus. Logitech liefert zwar ein AUX-Kabel mit, aber dann ist da immer noch das auffällige Mikrofon. Es verschwindet nur zum Teil im Gehäuse, der Arm bleibt immer sichtbar. Es landet damit auf dem dritten Platz.

Überraschung – das SteelSeries Arctis 7 kommt wie im Haupttest auch auf den zweiten Platz, wenn es um die Tauglichkeit unterwegs geht. Grundsätzlich gibt es mit dem USB-Empfänger dieselben Probleme wie beim G533: Ihr könnt ihn nur mit bestimmten Geräten nutzen. Allerdings habt ihr durch das Kabel die Möglichkeit, ihn etwas besser unterzubringen.

Das Mikrofon verschwindet wie beim Razer vollständig im Gehäuse – und ein AUX-Kabel ist auch dabei. Jedoch trübt das hohe Gewicht die Stimmung ein wenig, was auch der Sound nicht wieder wettmachen kann. Dazu wird es auf Dauer doch etwas schwer, wenn ihr keine vernünftige Kopfstütze zur Verfügung habt.

Software: Macht das Headset zu eurem Headset

Wie bei Mäusen, Tastaturen und mittlerweile sogar Mauspads bieten die Hersteller auch für ihre Headsets spezielle Software-Tools an. Mit ihnen personalisiert ihr euer Equipment – belegt Tasten, stellt Beleuchtung und verschiedene Profile für einzelne Spiele ein.

Ich zeige euch, welche der getesteten Headsets mithilfe einer Software programmierbar sind. Davor packe ich einen kurzen Abschnitt zur Einrichtung unter Windows – zwingend notwendig sind die Tools nämlich nicht.

Soundgeräte unter Windows einrichten

Bevor ihr euer Headset nutzen könnt, empfiehlt es sich, dieses zunächst als Standard an eurem Rechner einzurichten. So erspart ihr euch in Zukunft das ständige Umstellen der Soundgeräte.

Von diesem Grundsatz gibt es jedoch eine Ausnahme: Wenn ihr normalerweise Boxen verwendet und das Headset nur zum Zocken nutzen möchtet.

Ist das bei euch der Fall, steckt ihr das Gerät vor der Session einfach an und zieht es im Anschluss wieder ab. Windows erkennt es automatisch und richtet es als Wiedergabe- und Aufnahmegerät ein.

Wollt ihr euer Gaming-Headset dauerhaft angeschlossen lassen, richtet ihr es folgendermaßen als Standard ein:

  1. Öffnet über das Windows-Logo die Einstellungen.
  2. Klickt auf den Punkt „System”.
    Windows Sound Einstellungen 1

    In den Einstellungen den Punkt „System” auswählen

  3. Klickt anschließend auf „Sound” und richtet euer Headset als Standard für Wiedergabe und Aufnahme ein.
    Windows Sound Einstellungen 2

    Das Headset als Standard einrichten (Bild: Logitech G533)

An dieser Stelle könnt ihr die Grundfunktionen jedes Gaming-Headsets nutzen. Das bedeutet, ihr könnt sprechen und hören, die Lautstärke verstellen und so weiter.

Die Software-Programme, die zusätzlich für die meisten Geräte im Test verfügbar sind, braucht ihr erst für umfassendere Einstellmöglichkeiten. Zwei, die meiner Meinung nach am besten abgeschnitten haben, stelle ich euch kurz vor.

Logitech Gaming-Software (LGS)

Logitech G533 LGS Startseite

Die Startseite der Logitech Gaming-Software

Das G533 passt ihr mit der Logitech Gaming-Software individuell an eure Wünsche an. Mehr dazu lest ihr in meinem Logitech G533 Test. Die LGS ist das zentrale Tool, wenn es um die Personalisierung von Logitechs Gaming-Equipment geht. Es bietet euch unter anderem die folgenden Möglichkeiten:

  • G-Taste: Die G-Taste in der Software steht für die frei belegbaren Tasten des G533 Gaming-Headsets. Bei ihm stehen euch grundsätzlich drei Sondertasten zur Auswahl, zwei sind jedoch von den Funktionen On/Off und Lautstärke vorbelegt. Den Mute-Schalter könnt ihr mit anderen Befehlen ausstatten.
  • Akku-Logo: Das Akku-Logo in der LGS ist eigentlich selbsterklärend. Ein Klick darauf zeigt euch den aktuellen Stromverbrauch, den Akkustand in Prozent und die voraussichtliche Zeit bis zum Aufladen an. Praktisch!
  • Equalizer: Eine Besonderheit der LGS ist, dass ihr im Equalizer vorgefertigte Profile für zahlreiche Game-Genres habt. Dabei sind unter anderem Ego-Shooter, Strategie- und Open-World-Spiele. Der benutzerdefinierte Equalizer gibt euch die Möglichkeit, Höhen, Mitten und Tiefen nach euren eigenen Wünschen einzustellen.
  • Surround-Sound: Das letzte Logo steht für die Surround-Sound Einstellungen des Logitech G533. Unter anderem konfiguriert ihr hier, wie laut ihr den Ton aus den einzelnen Richtungen hören möchtet.

SteelSeries Engine

SteelSeries Arctis 7 Menue

Die Startseite der SteelSeries Engine

Für das Arctis 7 hat SteelSeries das Tool „Engine“ im Portfolio. Es bietet dieselben Einstellmöglichkeiten wie die Logitech Gaming-Software, dazu jedoch noch einige Extras. Insbesondere das Mikrofon und der Equalizer können bis ins kleinste Detail angepasst werden. Für mich ist es neben der LGS die beste Gaming-Software auf dem Markt. Mehr dazu lest ihr in meinem SteelSeries Arctis 7 Test.

Ein kleiner Vorgeschmack auf den Funktionsumfang:

  • Surround- und Stereo-Profile: Für jedes Spiel habt ihr die Möglichkeit, ein separates Soundprofil einzurichten. Ihr könnt beispielsweise einstellen, wie laut ihr in „Battlefield“ und „Call of Duty“ jeweils die Soundeffekte von hinten links wahrnehmen möchtet. Ein etwas überspitztes Beispiel, aber ich glaube, ihr versteht, was ich meine.
  • Bass-Verstärkung: In diesem Menü stellt ihr die Stärke des Basses ein. Praktisch für jeden, der gerne und viel Musik hört.
  • Dialog-Verstärkung: Dieses Feature verstärkt die Stimmen eurer Mitspieler, sodass sie auch im hitzigsten Spielgetümmel immer klar zu verstehen sind.
  • Energie-Optionen: Das Arctis 7 schaltet sich nach 30 Minuten automatisch in den Stromsparmodus. Ihr könnt diese Zeit verlängern oder das Feature deaktivieren – letzteres empfehle ich euch aber nicht. Vergesst ihr einmal, das Headset nach dem Zocken über Nacht auszuschalten, ist es am nächsten Tag leer.

Fazit zum Gaming-Headset Test

In meinem Gaming-Headset Test hat sich gezeigt, bei welchen Geräten ihr zuschlagen und wovon ihr besser die Finger lassen solltet.

Meine Nummer eins ist das Logitech G533, weil es nicht nur ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, sondern auch mit einer Fülle an Extras ausgestattet ist. Die Logitech Gaming-Software gehört bereits seit geraumer Zeit zu meinen Lieblingstools im Gaming-Bereich und hat auch hier wieder gezeigt, was sie auf dem Kasten hat.

Logitech G533 Gaming-Headset mit Zubehör ausgepackt

Auch mit dem G533 hat Logitech im Gaming-Bereich die Nase vorn

86,50 €

Das Headset an sich bietet eine tolle Passform, einen super Sound und viele Extras, die von den belegbaren Tasten bis zur Wireless-Technik reichen. Damit ist es die erste Wahl für Gamer und ich empfehle es ausdrücklich und uneingeschränkt für diesen Bereich.

Der zweite Platz, das SteelSeries Arctis 7, hätte ebenso Erstplatzierter werden können – wäre da nicht der Preis. Es bietet eine ähnlich hohe Leistung wie das G533, gefällt mir bei den Einstellmöglichkeiten sogar noch besser. Allerdings ist es ein gutes Stück kostenintensiver. Daher schlittert es knapp am Testsieg vorbei.

Den dritten Platz auf dem Treppchen sichert sich das Razer Kraken Pro. Es ist mein Mobilitäts-Sieger, weil es sehr schlicht aussieht und auf den ersten Blick nicht an ein Gaming-Headset erinnert. Trotzdem liefert es euch eine ähnlich starke Performance und viele praktische Funktionen für unterwegs.

Bild aller Teilnehmer im Gaming-Headset Test

Hier noch mal ein letzter Blick auf die Runde der Test-Teilnehmer

Ihr wisst jetzt, worauf ihr bei Gaming-Headsets achten müsst. Auch deren Funktionsweise und die kleinen technischen Feinheiten bzw. Unterschiede kennt ihr – oder könnt sie hier zumindest noch mal nachlesen, immerhin war es eine Fülle an Informationen.

Letztlich kommt es jedoch immer auf euren individuellen Bedarf an und darauf, wofür ihr euer zukünftiges Headset nutzen möchtet. Einen groben Überblick, wofür sich welche Modelle eignen, habe ich euch hier bereits gegeben.

Wenn ihr euch bereits ein paar Favoriten ausgeguckt habt, könnt ihr gerne in unsere jeweiligen Einzeltests (hier gehts zu den Tests des Logitech G533, SteelSeries Arctis 7 und Razer Kraken Pro) schauen. Dort findet ihr noch detailliertere Informationen und Testergebnisse.

Solltet ihr dann noch Fragen haben, könnt ihr diese gerne jederzeit direkt in den Einzeltests des jeweiligen Gaming-Headsets stellen.