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ZorroVPN Test

ZorroVPN Test
Teuer, kompliziert und unsicher. Finger weg!

Tarife ab:

10,00 USD

pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 120,00 USD)
Produktkategorie
Anbieter Websitewww.zorrovpn.com
ServerstandorteMehrere Server in 51 Ländern
Aktiv seit2012
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account5
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN

Author

Nils ist unser VPN-Profi mit Hang zu Hintergründen, er lässt sich nichts vormachen und er erkennt die Schwächen der Anbieter auf den ersten Blick. Nils

ZorroVPN macht insgesamt leider keine gute Figur. Von zwei, drei netten Funktionen abgesehen, macht dieser VPN-Anbieter leider so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann.

Da der Anbieter keine eigene Software zur Verfügung stellt, müsst ihr OpenVPN nutzen. Um euch mit den Servern von ZorroVPN zu verbinden, müsst ihr Konfigurationsdateien erstellen, indem ihr auf der Webseite des Anbieters schlecht bis gar nicht beschriebene Optionen auswählt, und diese Dateien müssen dann noch in OpenVPN eingebunden werden. Die Einrichtung ist also äußerst kompliziert.

Der nächste Punkt ist die Geschwindigkeit. Da erweist sich ZorroVPN lediglich bei eingeschalteter Kaskadierungsfunktion als überlegen. Beim Einsatz von nur einem Server in den USA laufen ihm NordVPN und ExpressVPN jedoch den Rang ab. Dies ist natürlich besonders für Serienfans, die gerne Hulu oder ähnliches aus den USA streamen möchten, nicht so gut.

Der dritte Punkt ist die Sicherheit. Da bietet ZorroVPN zunächst die gleichen Verschlüsselungstechniken, die alle anderen auch bieten. Dazu kommt allerdings noch die Möglichkeit bis zu vier Server zu einer Kaskade zusammenzuschalten. Das größte Manko ist jedoch der fehlende Killswitch. Falls nämlich die Verbindung zum VPN-Server abreißen sollte, steht ihr auf einmal schutzlos da. Je nachdem was ihr damit machen wollt, setzt ihr euch einem großen Risiko aus. Da kann ich euch nur abraten.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Overall Rating

45%

"Teuer, kompliziert und unsicher. Finger weg!"

Funktionen
60%
Ausreichend
Kosten und Tarife
30%
Mangelhaft
Benutzerfreundlichkeit
30%
Mangelhaft
Unterstützte Geräte
50%
Mangelhaft
Serverstandorte
50%
Mangelhaft
Geschwindigkeit
50%
Mangelhaft
Sicherheit
40%
Mangelhaft
Support
50%
Mangelhaft

ZorroVPN: Test und Anwendung 2018

ZorroVPN ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert anders als vergleichbare Anbieter. Deshalb habe ich dem „Rächer der Armen“ für diesen Testbericht einmal ganz ausführlich unter die Maske geschaut. Was ich dabei zu sehen bekam, hat mich gelinde gesagt schockiert.

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10,00 USD pro Monat (bei jährlicher Zahlung von 120,00 USD)

Warum das so ist und warum ich euch eher Alternativen wie ExpressVPN oder NordVPN empfehle, werde ich euch im Folgenden detailliert begründen. Zunächst liste ich euch kurz die Vor- und Nachteile auf, die ich festgestellt habe.

VORTEILE

  • unterstützt Multi-Hop/Kaskadierung
  • unterstützt Portweiterleitungen
  • viele Zahlungsmöglichkeiten
  • keine Protokolle

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • äußerst komplizierte Installation
  • keine eigene Software, nutzt OpenVPN
  • OpenVPN hat keinen Killswitch
  • teilweise hohe Geschwindigkeitseinbußen
  • Webseite/Support nur auf Englisch oder Russisch
  • ZorroVPN eignet sich, um die Geo-Sperren von Streaming-Anbietern zu umgehen. Wenn ihr also zum Beispiel das amerikanische Netflix schauen möchtet, könnt ihr ZorroVPN dazu verwenden.
  • Außerdem kann der Dienst eingesetzt werden, um File-Sharing mit P2P-Programmen wie Torrent, Kazaa oder anderen zu betreiben.
  • Schließlich könnt ihr ZorroVPN auch einsetzen, um im Internet anonym zu bleiben und die von euch genutzten Angebote auch vor eurem Internetprovider zu verbergen.

Funktionen (60 v. 100 – aureichend)

Die Liste der Funktionen von ZorroVPN findet ihr direkt auf der Bestellseite.

An dieser Stelle gehe ich hauptsächlich auf die Funktionen ein, mit denen sich ZorroVPN von anderen Anbietern unterscheidet. Weitere Informationen und Hintergründe zu den übrigen Funktionen findet ihr in unserem großen VPN-Glossar.

ZorroVPN – Funktionen

Liste der Funktionen von ZorroVPN

Kaskadierungsfunktion

Eine Funktion, die außer ZorroVPN nur noch NordVPN und Perfect Privacy bieten, ist die Möglichkeit eine Kaskade von VPN-Servern zu nutzen.

Grundsätzlich könnt ihr diesem Verfahren eine höhere Sicherheit erreichen, da sich mit jedem Server die IP-Adresse ändert und in der Regel jeder Server eure Daten erneut verschlüsselt.

  • Bei NordVPN wird dieses Verfahren Double VPN genannt und ermöglicht die Kombination zweier Server.
  • Bei Perfect Privacy heißt es hingegen Kaskadierung und die Zahl der beteiligten Knoten ist auf bis zu vier begrenzt.
  • Bei ZorroVPN könnt ihr euch unter einem Umhang aus bis zu vier VPN-Servern verbergen.
ZorroVPN – Kaskadierung bei Perfect Privacy

Die Kaskadierungs-Funktion bei Perfect Privacy

ZorroVPN – Kaskadierung

Die Kaskadierungs-Funktion bei ZorroVPN

Wenn ihr solche Funktionen nutzt, hat das natürlich Einfluss auf eure Verbindungsgeschwindigkeit. Ein mehrfaches Weiterleiten eurer Daten über verschiedene Server kostet natürlich Zeit. Insbesondere dann, wenn die Daten bei jedem Schritt erneut verschlüsselt werden.

Bei ZorroVPN sind diese Geschwindigkeitseinbußen jedoch besonders niedrig. Dies führe ich aber bei meinen Geschwindigkeitstests noch genauer aus.

Portweiterleitungen

Eine weitere Funktion, die nicht sehr häufig vertreten ist, ist die Unterstützung von Portweiterleitungen. Diese Möglichkeit findet ihr außer bei ZorroVPN auch bei Perfect Privacy.

Portweiterleitungen sind nützlich, wenn ihr Anwendungen nutzt, die bestimmte Ports für die Datenübertragung nutzen.

Insbesondere bei P2P-Programmen, die ja sehr viele Verbindungen aufbauen, können Portweiterleitungen für eine höhere Download-Geschwindigkeit sorgen.

Dies könnt ihr auch noch einmal genauer in unserem Artikel zu den 5 besten VPN-Anbietern für Torrenting und File Sharing nachlesen.

Zugriff auf .onion- und .bit-Domains

ZorroVPN wirbt damit Zugriff auf .onion- und .bit-Domains zu ermöglichen. Dies sind sogenannte versteckte Dienste innerhalb des Tor-Netzwerkes.

Leider funktionierte dies bei mir nicht. Wann immer ich eine der Seiten aufrufen wollte, die in den FAQ von ZorroVPN als Beispiele angegeben sind, bekam ich die Fehlermeldung, dass die Seite nicht erreichbar ist.

ZorroVPN FA Onion

FAQ von ZorroVPN

Meine Anfrage an den Support diesbezüglich wurde bisher noch nicht beantwortet.

Kosten und Tarife (30 v. 100 – mangelhaft)

Die angegebenen Preise beruhen auf den Konditionen des jeweils besten Angebots.

Im Fall des günstigsten Anbieters, Cyberghost, ist dies zum Beispiel der Preis für ein 3-Jahres-Abo. Beim teuersten Anbieter, Perfect Privacy, ist es der Preis für ein 2-Jahres-Abo.

Zusätzlich habe ich auch die Preise für ein Monats-Abo angegeben. Die meisten Anbieter haben jedoch noch Angebote mit anderen Konditionen und außerdem ändern die Preise sich natürlich auch ständig.

Deshalb kann es sich lohnen, direkt auf die Webseiten der Anbieter zu schauen, die ich euch ebenfalls verlinkt habe.

Anbieterniedrigster PreisAbo-Zeitraumhöchster PreisAbo-Zeitraum
ZorroVPNab 10,00 USD
pro Monat
12 Monate
15,00 USD1 Monat
NordVPNab 2,75 USD
pro Monat
36 Monate11,95 USD1 Monat
ExpressVPNab 6,67 USD
pro Monat
15 Monate12,95 USD1 Monat
Cyberghostab 2,75 €
pro Monat
36 Monate11,99 €1 Monat
IPVanishab 6,49 USD
pro Monat
12 Monate10,00 USD1 Monat
Perfect Privacyab 8,95 €
pro Monat
24 Monate12,99 €1 Monat

Wie ihr seht, sind die Preisunterschiede erheblich und es ist bei den teureren Anbietern oft fraglich, ob der Aufpreis durch eine höhere Leistung gerechtfertigt ist.

Dies müsst ihr natürlich für euch selbst entscheiden. Wenn ihr euch aber genauer über die Unterschiede zwischen den Anbietern informieren wollt, solltet ihr euch unseren großen VPN-Anbietertest anschauen.

ZorroVPN ist jedenfalls direkt nach Perfect Privacy der zweitteuerste Anbieter.

Benutzerfreundlichkeit (30 v. 100 – mangelhaft)

Das Wort „Benutzerfreundlichkeit“ könnt ihr im Zusammenhang mit ZorroVPN getrost vergessen. Schon die Webseite ist super unübersichtlich. Außerdem ist sie nur auf Englisch oder Russisch verfügbar.

Den Kauf an sich konnte ich noch relativ leicht bewerkstelligen, wobei mir die große Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten positiv auffiel.

ZorroVPN – Zahlungsmöglichkeiten

Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten

ZorroVPN bietet leider kein Probe-Abo. Ihr könnt euch aber in den ersten 7 Tagen nach dem Kauf die Gebühr erstatten lassen, wenn ihr nicht zufrieden seid.

ZorroVPN  Refund Policy

Möglichkeit der Rückerstattung

Wenn ihr den Kauf abgeschlossen habt, bekommt ihr die Zugangsdaten, mit denen ihr euch auf der Webseite einloggen könnt.

ZorroVPN Einstellungen

Dort könnt ihr allerdings nicht wie bei jedem anderen Anbieter ein Programm herunterladen, das die Verbindung herstellt. Ihr müsst euch stattdessen einen OpenVPN-Client herunterladen und installieren. Wie das geht erfahrt ihr in den englisch- oder russischsprachigen Connection Guides.

ZorroVPN-Anleitungen

Anleitungen für verschiedene Systeme und Geräte

Die Einstellungen, die ihr auf der Webseite von ZorroVPN vornehmen könnt, dienen dazu, Konfigurationsdateien für den OpenVPN-Client zu generieren.

Diese Konfigurationsdatei müsst ihr in den OpenVPN-Client einbinden und dieser Client erstellt dann die Verbindung.

ZorroVPN – Konfigurationsdatei

Konfigurationsdatei zum Herunterladen

OpenVPN-Client – Grafische Oberfläche

Die Oberfläche des OpenVPN-Clients in der Taskleiste

Alternativ könnt ihr die Konfigurationsdateien auch selber editieren. Spätestens hierfür sind jedoch umfangreiche und tiefgehende Fachkenntnisse unerlässlich.

Konfigdatei editieren

Bearbeitung der Konfigurationsdatei

Unterstützte Geräte (50 v. 100 – mangelhaft)

ZorroVPN unterstützt selbst keine Geräte, da die Verbindungen zu den VPN-Servern über OpenVPN-Clients erfolgen. Diese OpenVPN-Clients sind für Windows, OS X, Linux, Android, iOS und für diverse Router verfügbar.

Wenn ihr Smart-TVs, Spielekonsolen oder Mediengeräte wie Apple TV oder den Amazon Fire TV-Stick mit ZorroVPN nutzen wollt, seht ihr allerdings schwarz.

Es sei denn, ihr besitzt einen kompatiblen Router. Ob euer Router kompatibel ist, könnt ihr unter den Links sehen, die bei den Installationsguides auf der Webseite von ZorroVPN angegeben sind. Denn wenn der Router eine VPN-Verbindung aufbauen kann, sind natürlich alle mit ihm verbundenen Geräte ebenfalls geschützt.

Serverstandorte (50 v. 100 – mangelhaft)

ZorroVPN bietet ungefähr 300 Server in 51 verschiedenen Ländern an. Diese werden von Cloud- und Hosting-Anbietern gemietet.

ZorroVPN Serverstandorte

Länderliste der Serverstandorte

ZorroVPN Server USA

Server in den USA

Im Vergleich dazu kommt NordVPN auf gigantische 1400 Server in 61 Ländern und auch ExpressVPN kommt immerhin auf mehr als 1000 Server in 94 Ländern.

Trotzdem deckt das Angebot von ZorroVPN die wichtigsten Länder ab und ich denke nicht, dass ihr euch vor einem Mangel an Servern fürchten müsst.

Geschwindigkeit (50 v. 100 – mangelhaft)

Ich habe für euch mit drei Anbietern in drei unterschiedlichen Szenarien drei verschiedene Geschwindigkeitstests durchgeführt.

Getestete Anbieter

Hierbei habe ich neben ZorroVPN auch die beiden Alternativanbieter ExpressVPN und NordVPN getestet.

Test-Szenarien

Zunächst habe ich die Geschwindigkeiten bei Verwendung der Kaskadierungsfunktion mit zwei Servern gemessen. Dies konnte ich leider nur mit ZorroVPN und NordVPN durchführen, da ExpressVPN diese Funktion nicht unterstützt.

Als Zweites habe ich die Geschwindigkeit bei der Verbindung mit einem einzelnen Server in Deutschland überprüft.

Zum Schluss habe ich die Tests auch noch mit einem einzelnen Server in den USA durchgeführt, da ich denke, dass viele von euch einen VPN-Dienst hauptsächlich nutzen möchten, um die Geo-Sperren amerikanischer Streaming-Dienste zu umgehen.

Geschwindigkeitstests

Als Tests habe ich die DSL-Speedtests auf Bild.de und T-Online.de eingesetzt und eine 1 Gigabyte große Linux-Distribution mit μ-Torrent heruntergeladen.

μTorrent Test

μTorrent bei der Arbeit

Ergebnisse

Ohne VPN erreicht mein 16-Megabit-DSL-Anschluss derzeit folgende Ergebnisse in den Speedtests:

Bild
(Download/Upload/Ping)
T-Online
(Download/Upload/Ping)
Torrent
D: 14,37 MBit/s
U: 0,90 MBit/s
P: 29 ms
D: 14,21 MBit/s
U: 1,21 MBit/s
P: 18 ms
9:36 min

Kaskade aus zwei Servern

AnbieterBild
(Download/Upload/Ping)
T-Online
(Download/Upload/Ping)
Torrent
ZorroVPND: 14,00 MBit/s
U: 0,89 MBit/s
P: 40 ms
D: 13,65 MBit/s
U: 1,74 MBit/s
P: 23 ms
11:13 min
ExpressVPNn/an/an/a
NordVPND: 0,52 MBit/s
U: 0,09 MBit/s
P: nicht messbar
D: 1,28 MBit/s
U: 0,74 MBit/s
P: 746 ms
81:22 min

Server in Deutschland

AnbieterBild
(Download/Upload/Ping)
T-Online
(Download/Upload/Ping)
Torrent
ZorroVPND: 14,68 MBit/s
U: 0,86 MBit/s
P: 45 ms
D: 13,6 MBit/s
U: 1,65 MBit/s
P: 29 ms
11:15 min
ExpressVPND: 12,43 MBit/s
U: 0,83 MBit/s
P: 33 ms
D: 12,12 MBit/s
U: 0,97 MBit/s
P: 21 ms
12:19 min
NordVPND: 13,89 MBit/s
U: 0,85 MBit/s
P: 32 ms
D: 13,62 MBit/s
U: 1,15 MBit/s
P: 19 ms
10:55 min

Server in den USA

AnbieterBild
(Download/Upload/Ping)
T-Online
(Download/Upload/Ping)
Torrent
ZorroVPND: 10,14 MBit/s
U: 1,04 MBit/s
P: 249 ms
D: 6,18 MBit/s
U: 1,76 MBit/s
P: 201 ms
19:05 min
ExpressVPND: 12,41 MBit/s
U: 0,21 MBit/s
P: 198 ms
D: 10,90 MBit/s
U: 0,90 MBit/s
P: 109 ms
12:36 min
NordVPND: 14,14 MBit/s
U: 0,67 MBit/s
P: 252 ms
D: 10,93 MBit/s
U: 0,92 MBit/s
P: 141 ms
12:04 min

Im Ergebnis erweist sich der maskierte Rächer lediglich beim Einsatz der Kaskadierungs-Funktion als überlegen. Das schlechte Abschneiden von NordVPN in diesem Test hat mich wirklich überrascht. Deswegen habe ich den Test einen Tag später noch einmal wiederholt. Dabei habe ich allerdings ähnlich verheerende Ergebnisse ermittelt.

Bei ZorroVPN hingegen fällt vor allen Dingen das schlechte Ergebnis bei der Verbindung zum US-Server ins Gewicht. Hier kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Qualität beeinträchtigt wird, wenn ihr über amerikanische Anbieter Serien oder Filme streamt.

Sicherheit (40 v. 100 – mangelhaft)

ZorroVPN nutzt die AES-256-Verschlüsselung, die auch fast alle anderen Anbieter einsetzen. Bei der Authentifizierung werden 4096-Bit-Schlüssel eingesetzt.

Der Anbieter gibt an, dass er keine Protokolle führt.

Außerdem bietet ZorroVPN, wie bereits beschrieben, die Möglichkeit bis zu vier VPN-Server zu kaskadieren. Ob dabei jeder einzelne der beteiligten Server die Verbindung verschlüsselt konnte ich nicht klären, da meine Frage an den Support bisher nicht beantwortet wurde. Ich vermute jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Die hohe Geschwindigkeit, die ich in meinem Test ermittelt habe, spricht jedenfalls dagegen.

Außerdem könnt ihr einstellen, dass ihr über den VPN-Server mit dem Tor-Netzwerk verbunden werdet. Dies bringt euch zusätzliche Anonymität, reduziert jedoch auch eure Verbindungsgeschwindigkeit erheblich.

Speedtest über Tor

Geschwindigkeitstest bei einer VPN-Verbindung über das Tor-Netzwerk

Ein ganz großes Manko ist jedoch der fehlende Killswitch. Stellt euch vor, die Verbindung zum VPN-Server bricht aus irgendeinem Grund ab. In diesem Moment würde bei fast jedem anderen Anbieter der Killswitch einsetzen und entweder die Verbindung insgesamt oder zumindest kritische Anwendungen stoppen. Bei Zorro fällt stattdessen die Maske und ihr steht mit heruntergelassenen Hosen da. Das kann im Zweifelsfall gravierende Folgen für euch haben.

Support (50 v. 100 – mangelhaft)

Der Support ist per E-Mail, über ein Formular auf der Webseite oder per Twitter erreichbar und kann euch bei Verbindungsproblemen per Fernwartung über Teamviewer assistieren. Allerdings ist der Support nur auf Englisch oder Russisch verfügbar.

Meine erste Anfrage an den Support wurde abends um 23:30 Uhr über das Webformular gestellt und am nächsten Morgen um 9:00 Uhr beantwortet. Für zwei weitere Fragen, die ich seitdem ebenfalls über das Webformular gestellt habe, habe ich allerdings noch keine Antworten erhalten.

Weitere Hilfsmöglichkeiten auf der Webseite bieten euch die FAQs, ein paar Support-Artikel zu verschiedenen Themen und die Guides. Diese Informationsquellen sind teilweise leider etwas versteckt.

VORTEILE

  • unterstützt Multi-Hop/Kaskadierung
  • unterstützt Portweiterleitungen
  • viele Zahlungsmöglichkeiten
  • keine Protokolle

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • äußerst komplizierte Installation
  • keine eigene Software, nutzt OpenVPN
  • OpenVPN hat keinen Killswitch
  • teilweise hohe Geschwindigkeitseinbußen
  • Webseite/Support nur auf Englisch oder Russisch

Fazit

ZorroVPN ist kein Anbieter, den ich euch guten Gewissens empfehlen kann. ZorroVPN ist teuer, kompliziert und vor allen Dingen aufgrund des fehlenden Killswitches unsicher.

Dadurch ist der Anbieter allenfalls für Nutzer geeignet, die ausschließlich Geo-Sperren von Hulu, Netflix und Co. umgehen wollen. Für solche Aktivitäten sind aber auch viele andere Anbieter geeignet.

Insgesamt können die wenigen positiven Aspekte, die es bei ZorroVPN gibt, nichts am Gesamturteil ändern: Der einsame Rächer ist hier mit einer ganz stumpfen Klinge unterwegs!

Habt ihr noch Fragen, Wünsche oder Anregungen zu diesem Thema? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Provider Screenshot

ZorroVPN Alternativen


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