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Soundbar-Test 2019: Pause für die Fernbedienung!

Beim Sonntagmorgen Soundbar-Test hat sich unsere Audioexpertin Wiebke mehr als einmal gefragt, ob ihr diese speziellen Lautsprecher für den Fernseher überhaupt braucht. Erst bei der Panasonic 2.1 Soundbar SC-HTB254 fand sie eine echte Begründung. Sonntagmorgen kauft alle Geräte aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

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Soundriegel

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Beispielszenen

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Aha-Effekte

Author

von Wiebke

Zuletzt aktualisiert am: 24. Oktober 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Ihr müsst kein Verschwörungstheoretiker oder Aluhut-Designer sein, um folgende Annahme zu unterschreiben: Je schärfer und realistischer das Bild unserer Fernseher wird, desto schlechter wird der Sound. Und das machen die Unternehmen mit Absicht.

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Bei einem Fernseher spielt die Bildqualität zwangsläufig die Hauptrolle und lässt sich am besten vermarkten. Und es sollte klar sein, dass ihr bei einer Ultra-4K-Bude mit 43 Zoll für rund 400 Euro irgendwo Einbußen hinnehmen müsst.

Dass das unbedingt beim Klang sein muss, ist allerdings sehr nervig. Zwar ist es schwierig, an den superschlanken Gehäusen Lautsprecher zu installieren, die erstens nach vorne abstrahlen und zweitens nicht wie eine Blechbüchse klingen. Aber TV-Ingenieure sind sicher nicht auf den Kopf gefallen.

Doch sie scheinen es darauf abgesehen zu haben, dass ihr irgendwann die Nase voll vom ständigen Fummeln an der Lautstärke-Taste eurer Fernbedienung oder den Klopftiraden eurer Nachbarn habt. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, gehen sie davon aus, dass ihr eine technische Lösung sucht.

Wie gut, dass die Fernseher-Hersteller die Lösung für dieses Problem gleich selbst anbieten – und euch so zweimal zur Kasse bitten können. Soundbars sind extra auf das Fernseherlebnis abgestimmte Soundsysteme, die den Fernseh- und Filmton erheblich verbessern können.

Dank cleverer Audio-Technologien und einfacher Installation könnt ihr euch im besten Fall einen Klang wie im Kino ins Wohnzimmer holen, ohne dass die Nachbarn bei jeder Explosion im Lieblingsfilm erbost gegen die Wand donnern.

Weil immer mehr Nutzer das Sound-Problem bei ihren Fernsehern erkannt haben, erfreuen sich Soundbars zunehmender Beliebtheit. Und das hat mich auf den Plan gerufen. Ich habe für euch sieben der aktuell beliebtesten Soundbar-Modelle detailliert untersucht.

Das ist die beste Soundbar im Test 2019:

Panasonic 2.1 Soundbar SC-HTB254

VORTEILE

  • Sehr einfaches „Plug & Play“
  • Gut zu bedienen
  • Schön differenzierte Soundeinstellungen
  • Gutes 3D-Raumgefühl
  • Sehr natürlicher Klang

NACHTEILE

  • Mini-Macken bei der Bedienung
Amazon Logo

151,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. November 2019 04:52
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkePanasonic
Gerätetyp2.1 Soundbar
Enthaltene SoundkomponentenSoundbar (2 x 40 W), externer Subwoofer
Ausgangsleistung gesamt120 W (RMS)
Ausgangsleistung Subwoofer

40 W

KonnektivitätAUX, HDMI (ARC/CEC), Bluetooth, OPT, USB
HDMI-Kabel enthalten
Bedienung überTV-Fernbedienung, eigene Fernbedienung
Unterstützte AudioformateDolby Digital, DTS Digital Surround
Besonderheiten3 Soundmodi

Wie immer in meinen Audio Tests und Ratgebern erhaltet ihr umfangreiche Informationen und Begründungen, warum die Panasonic SC-HTB254EGK für mich den Soundbar-Test 2019 gewonnen hat, worauf es beim Soundbar Kauf ankommt und ob sich die Anschaffung für euch überhaupt lohnt.

Denn die Frage ist durchaus berechtigt: Könnte ich nicht einfach einen Bluetooth-Lautsprecher mit dem Fernseher verbinden und hätte in etwa den gleichen Effekt?

Meine Antwort lautet: Jein.


Unser Favorit!
Panasonic 2.1 Soundbar SC-HTB254 Test

151,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 10:10
Tipp für Serienfans
Sharp 2.0 Slim Soundbar HT-SB110 Test

84,31 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 11:02
Beste Funktion & Leistung
Samsung 2.1 Soundbar HW-M450 Test

399,06 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 11:30
Sonos Beam Smart Test

399,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 11:54
TaoTronics Soundbar TT-SK017 Test

59,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 13:33
Sony 5.1-Kanal-Soundbar HT-RT3 Test

229,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 13:53
LG 2.1 Soundbar SJ4 Test

146,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 24.Oktober 2019 14:05

Soundbars sind aus mehreren akustischen und technischen Gründen für den Fernseher optimiert und insbesondere bei großen Räumen und dicken TV-Bildschirmen den Bluetooth-Boxen teilweise weit überlegen.

Andersherum hat mein Test aber auch gezeigt, dass der größte Vorteil guter Bluetooth-Boxen – ein klasse Klang bei Musik – für die Soundbars nicht unbedingt gilt. Ich hätte es zwar nicht gedacht, aber trotz aller Ähnlichkeiten handelt es sich doch um zwei völlig unterschiedliche Audiokategorien.

Das heißt aber nicht, dass eine Soundbar nicht zum Musikhören, und eine Bluetooth-Box nicht zum Filme gucken geeignet ist. Preislich liegen die guten Modelle und meine Favoriten auch gar nicht so weit auseinander.

In diesem Ratgeber helfe ich euch, eine abgestimmte Kaufentscheidung für den besten Klang in eurem Zuhause zu treffen.

Eines kann ich euch sagen: Der Weg zum Testsieger im Soundbar-Test war lang und steinig. Ich habe ständig an meinem Testdesign gefeilt, immer wieder auf meine Erfahrungen mit Bluetooth-Boxen geschielt und mich beständig gefragt, ob es Soundbars allgemein überhaupt braucht.

Panasonic SC HTB254EGK Uebersicht Fernseher

Der Testsieger in seiner vollen Pracht. Am liebsten hätte ich ihn gar nicht wieder hergegeben

Im Panasonic SC-HTB254 Test hatte ich dann endlich das ersehnte Aha-Erlebnis. Denn diese Soundbar hat mir verdeutlicht, worum es in dieser Kategorie eigentlich gehen sollte und welche Maßstäbe ich anlegen kann:

Beim Thema Soundbars geht es nämlich nicht einzig um den Sound. Die Bedienung und Funktionalität spielen eine ebenso große Rolle wie das Design der Komponenten. Die Optik hat außerdem nicht nur ästhetische Gründe, sondern auch ganz praktische.

Denn wenn eine Soundbar nicht auf euer Fernsehregal oder unter den Fernseher an sich passt – oder der Subwoofer nur weit entfernt einen Platz findet – habt ihr auch ein akustisches Problem.

Panasonic SC HTB254EGK Subwoofer

Schön schlank: Der subwoofer passt auch in kleine Nischen

Die Panasonic SC-HTB254EGK hat all das für mich ideal gelöst und damit nach meiner Ansicht auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie ist weder die leistungsstärkste noch die hochpreisigste oder gar funktionsverliebteste Soundbar im Testpool. Sie besitzt aber eine absolut intuitive Einstellung zu gutem Sound, spart an den richtigen Ecken und hat mir den Fernsehgenuss einfach am besten versüßt.

Diese Ich-Bezogenheit in meiner Einschätzung hat einen guten Grund: Soundbars sind eine höchst individuelle Angelegenheit. Ihr müsst euer Modell auf euren Raum, euer Couch-Fernseher-Verhältnis, eure Streaming- und Fernsehgewohnheiten und nicht zuletzt auf eure Möbel abstimmen.

Bei der Panasonic hat für mich einfach alles gepasst – und das auf Anhieb. Darum landet die eigentlich noch bessere Samsung HW-M450 für mich nur auf Platz 2 – auch wenn sie objektiv gesehen ein absolutes Leistungsmonster ist und den ersten Platz für große Räume verdient hat.

Samsung HW M450 front close

Die Samsung sieht nach Power aus, doch Performance ist nicht alles – klingt komisch, ist aber so. Trotz unschlagbarer Testergebnisse landet sie im Gesamtranking hinter der Panasonic

Ihr seht schon, so einfach ist das alles nicht. Darum drösele ich alle Ergebnisse, Einschätzungen und Faktoren rund um den Testsieg für euch noch einmal ganz genau auf.

Die Testergebnisse im Überblick

Bei unserer Testauswahl haben wir uns wie immer von den beliebtesten Produkten bei Amazon leiten lassen und zusätzlich darauf geachtet, eine möglichst große Vielfalt an Preiskategorien und Soundbar-Versionen abzubilden. Einen Überblick über die Testergebnisse findet ihr hier.

Die Modelle sind nach absteigender Bewertung im Test sortiert – ganz oben steht also der Testsieger. Die genauen Prozentsätze findet ihr in den jeweiligen Einzeltests.

GerätPreis aktuell (zum Kaufzeitpunkt)*Leistung (in W RMS)Größter Vorteil / NachteilUrteil
Panasonic 2.1 Soundbar SC-HTB254151,99 €
(157,90)
120+ Klasse Sounds für Filme und Serien
- Minimale Bedien-Macken
Lieblingsmodell für kleine und mittlere Räume
Samsung HW-M450 2.1 Soundbar399,06 €
(214,16)
320+ Super Soundmodulierung und sinnvolle Funktionalität
- Riesiger/hässlicher Subwoofer
Tolle Investition, wenn euch guter TV-Klang wichtig ist
Sony HT-RT3 5.1 Surround Soundbar229,00 €
(179,99)
600+ Echter Surroundsound
- Kein echtes Soundbar-System da vollständige Verkabelung notwendig
Gutes Gerät, aber unter falschem Namen
Sharp HT-SB110 2.0 Soundbar84,31 €
(64,99)
30+ Hervorragende Stimmenmodulierung
- Wenig Blockbuster-Feeling
Preistipp für Serienfans!
LG SJ4 2.1 Soundbar146,90 €
(144,97)
300+ Toll einstellbarer Bass
- Unnötig kompliziert/
- funktionell beschränkt
Für Blockbuster-Fans
Sonos Beam Smart 5.0 Soundbar399,00 € (395,00)k. A.+ Smarte Integrationsfähigkeit
- App-Zwang und abenteuerliches Setup
Der Sound scheint hier nur Nebenschauplatz
TaoTronics TV 2.0 Soundbar TT-SK01759,99 €
(59,99)
36+ Schöner Seriensound
- Null Bombast
Etwas überflüssig, aber bei Serien schön

* bei Amazon

Die 2.0 Soundbars sind im Vergleich etwas stärker vertreten, weil sich viele Käufer keinen extra Subwoofer in die Bude stellen wollen und einfach einen (etwas) besseren Fernsehsound ohne zu viele Zusatzgeräte und Kabelei suchen.

Dass eine solche Herangehensweise hervorragend funktionieren kann, zeigt zum Beispiel die preiswerte Sharp HT-SB110. Sie liefert zwar bei Filmen nicht gerade ab, macht aber das Seriengucken zum Vergnügen.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die beste Soundbar 2019 mit der Panasonic SC-HTB254EGK eine 2.1-Anlage ist. Der zusätzliche Subwoofer liefert genau die richtige Portion Fülle, um sowohl aus Serien als auch aus Filmen eine ganze Menge mehr Wumms zu holen.

Manche von euch wundern sich vielleicht, warum die Sonos Beam Smart Soundbar als hochpreisigstes Modell im bisherigen Test bei mir nur im unteren Mittelfeld rangiert. Für mich ist sie ein perfektes Beispiel dafür, warum eine „smarte“ Soundbar nicht unbedingt clever ist. Sie ist zu kompliziert, verlangt zu viele Zwänge und bietet dafür ein relativ dünnes Klangerlebnis. Wer jedoch auf Smart Home setzt, ein iPhone oder andere Sonos-Geräte besitzt, ist bei der Soundbar womöglich genau richtig – ich bin jedoch die falsche Zielgruppe.

Sonos Beam Smart Uebersicht

Die Sonos strahlt in Schneeweiß. Doch die Soundbar mit vielen „smarten“ Features hat mitnichten eine weiße Weste

Ich weiß, dass ich mit diesem Modell als Kunde nicht unbedingt im Fokus stehe – mir ist smart völlig wurscht, ich will Sound. Auch habe ich „nur“ ein Android-Handy. Denn die Sonos Beam lässt sich nur mit iOS-Handys vollumfänglich nutzen.

Doch gerade in diesem Testbericht werdet ihr sehen, warum fortschrittliche Technik nur des Fortschritts willens zumindest bei Soundbars nicht die richtige Herangehensweise ist.

Genauso fehlt vielen sicherlich eine Bose Soundbar – wie das bekannte Modell Bose Solo 5. Dazu findet ihr später noch mehr Ausführungen. Soviel sei euch aber schon vorher verraten: Wir arbeiten gerade am Design eines speziellen Bose Soundbar-Tests, bei dem wir eure Hilfe benötigen.

Im Folgenden findet ihr erst einmal die besten Soundbars nach Kategorien aufgedröselt, die ich in dieser Gerätewelt als wichtig erachte. Solltet ihr eine Kategorie vermissen oder Präzisierung wünschen, schreibt mir einen Kommentar und ich ergänze den Text.

Beste Soundbar für kleine Räume

Unter kleinen Räumen verstehe ich Grundrisse unter 20 Quadratmeter. Gerade in Altbauten habt ihr hier häufig das zusätzliche Klangproblem „hohe Decken“. Sie sorgen dafür, dass sich der Fernsehsound schnell irgendwo nach oben verabschiedet und insgesamt klein und hohl klingt. Oder es gibt einen unkenntlichen Soundbrei bei dem ihr Stimme A kaum von Gläserklirren B unterscheiden könnt.

Das Schöne ist, dass ihr diese kleinen Räume relativ leicht mit einer Soundbar optimieren könnt. Denn es reicht oft schon, den Fernsehton via Klangriegel nach vorne zu holen. Die Fülle „denkt“ sich euer Ohr bei einer optimalen Ausrichtung der digitalen Komponenten selbst dazu. Mehr zu diesem Fakt findet ihr weiter unten.

Darum finde ich auch, dass die Sharp HT-SB110 als Preistipp trotz fehlenden Subwoofers und auch ohne dicke Leistung ihren Job sehr gut erledigt. Zugegeben, Blockbuster-Feeling kommt hier nur wenig auf – auch wenn dies über eine optische Kabelverbindung besser klappt.

Sharp HT-SB110 Bedienung

Aus diesem Grid beschallt die Sharp euer Zimmer. Ein wahres Klangmonster ist was anderes, für einen ordentlichen heimischen Sound reicht sie jedoch allemal

84,31 €

Der (passive) Bass-Booster der 2.0-Anlage ist jedoch nicht völlig sinnlos, sondern kann der Fülle tatsächlich ausreichend auf die Sprünge helfen. Nur Kino-Beschallung dürft ihr nicht erwarten.

In meinem kleinen Wohnzimmer, das ungefähr 15 Quadratmeter misst, hat sich die Panasonic SC-HTB254EGK Soundbar hierbei in jeder Hinsicht bewiesen. Ihr fein regulierbarer aktiver Bass und die durchdacht konzipierten Soundmodi haben einfach Spaß gemacht. Und zwar ohne Dröhnen oder zu viele Schwingungen auf dem Holzuntergrund.

Beste Soundbar für große Räume

Hier gilt exakt die gleiche Maxime, die ich euch immer wieder bei den Bluetooth-Lautsprechern verdeutliche: Große Räume jenseits der 20 Quadratmeter brauchen große Anlagen. Je mehr Quadratmeter zur Verfügung stehen, desto leichter verflüchtigt sich jeder Sound – gerade, wenn er nur mit begrenzten Mitteln erzeugt wird.

In Sachen Soundbar heißt die Empfehlungen deswegen Samsung HW-M450 mit 320 Watt Gesamtleistung.

Samsung HW-M450 Subwoofer close

Achtung festhalten: Purer Wumms. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Wenn ihr die Samsung Soundbar samt Subwoofer bei euch aufstellt, ist der Bombastklang gesichert

399,06 €

Die Sony HT-RT3 mit enormen 600 Watt Gesamtleistung kann ich nicht pauschal empfehlen, weil sie auf einem „Etikettenschwindel“ beruht: Sie wird als Soundbar vom Hersteller bei Amazon angeboten, ist aber nur ein „stinknormales“ 5.1-Home Cinema-System.

Der Unterschied: Alle Soundkomponenten müssen per Kabel an den Subwoofer geschlossen werden, bei einer Soundbar kommunizieren die Ausgabegeräte per Bluetooth miteinander. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ihr spart euch lange Kabelwege und komplizierte Schleifen um Türen oder Fenster.

Auch wenn die Sony definitiv Bombastklang abliefert, der für meinen Raum sogar zu viel ist, habe ich einfach keinen Bock auf die ganzen Kabel. Und mag auch die weitere Funktionalität nicht besonders.

Die von mir sehr geliebte Panasonic SC-HTB254EGK hat mit ihren 120 Watt Gesamtleistung jedoch ebenfalls ausreichend Wumms für größere Räume im Bereich 20 Quadratmeter plus X.

Beste Soundbar für Serienfans

Wenn ich Serien sage, meine ich damit ein Klangbild, das meilenweit vom Dolby Digital-Bombast des Popcorn-Kinos entfernt ist.

Ob ihr nun hornalte Friends-Folgen guckt, True Crime-Serien suchtet oder wie ich eine Obsession für britische Backshows hegt – immer geht es um einen sehr „realistischen“ Sound mit deutlicher Abbildung der Stimmen, der Umgebungsgeräusche und der Stimmung im jeweiligen Raum.

Das gilt auch für alle Tatort-Folgen, auch wenn es sich technisch gesehen um Filme handelt. Aber ihr wisst, was ich meine.

Gerade weil die menschliche Stimme im Fokus steht, sind Soundbars für Serien meist selbst dann noch geeignet, wenn sie für Filme unbrauchbar sind. Die menschliche Stimme liegt in exakt dem Frequenzbereich, den das Ohr am besten wahrnehmen kann und der sich technisch am einfachsten abbilden lässt.

Darum mochte ich auch hier die Sharp HT-SB110, obwohl sie sonst nicht viel konnte. Es gelang ihr sehr gut, die Dialoge sauber differenziert abzubilden und damit verständlicher zu machen. Die Fülle reichte aus, um beim Zuschauen ein immersives Klangerlebnis in einer Szene zu erzeugen.

Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich es insbesondere bei Serien hasse, wenn ein Soundeffekt (bspw. ein umfallendes Glas) zu „dick“ daherkommt. Die menschliche Stimme hat eine so angenehm einlullende Frequenz, dass jeder plötzliche fette Klang immer wieder wie ein Peitschenhieb wirkt.

Und erneut hat sich die Panasonic SC-HTB254EGK hier eine Erwähnung verdient, weil sie von Hause aus hervorragend damit umgehen kann, dass es für Fülle oft nur wenig Unterstützung durch den Subwoofer braucht. Die Abmischung von Stimmen und Soundeffekten im Klangriegel ist oft wichtiger.

Panasonic 2.1 Soundbar SC-HTB254

VORTEILE

  • Sehr einfaches „Plug & Play“
  • Gut zu bedienen
  • Schön differenzierte Soundeinstellungen
  • Gutes 3D-Raumgefühl
  • Sehr natürlicher Klang

NACHTEILE

  • Mini-Macken bei der Bedienung
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151,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. November 2019 04:52
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkePanasonic
Gerätetyp2.1 Soundbar
Enthaltene SoundkomponentenSoundbar (2 x 40 W), externer Subwoofer
Ausgangsleistung gesamt120 W (RMS)
Ausgangsleistung Subwoofer

40 W

KonnektivitätAUX, HDMI (ARC/CEC), Bluetooth, OPT, USB
HDMI-Kabel enthalten
Bedienung überTV-Fernbedienung, eigene Fernbedienung
Unterstützte AudioformateDolby Digital, DTS Digital Surround
Besonderheiten3 Soundmodi

Beste Soundbar für Cineasten und Blockbuster-Freunde

Meine Definition für diese Soundklasse ist ganz einfach: Wenn Explosionen zum akustisch-visuellen Grundrepertoire des Films gehören und auch ansonsten eher große Brötchen gebacken werden, rede ich von Blockbuster. Ein Marvel-Zeichen ist auch immer ein guter Indikator.

Blockbuster sind für mich Filme, für die ich mit Vorsatz ins große Kino gehe – eben weil sie das passende Soundsystem brauchen, um zu wirken. Und nach dieser Wirkung suchen die meisten von euch auch, wenn sie nach Soundbars gucken.

Ein solches Klangerlebnis lässt sich jedoch nicht so einfach erzeugen, sonst bräuchten Kinos nur minderwertige Anlagen. Gerade die Digitalisierung mit ihren Umwandlungs- und Komprimierungsraten macht es schwierig, den ursprünglich gedachten Wumms im Zuhause-Format abzuliefern.

Denn dieser Wumms muss auch noch differenziert genug sein, damit sich die Superhelden durch die Explosion hindurch gut verständlich anschreien können und ein digital erzeugter glasklarer Nebeneffekt auch glasklar und „echt“ klingt.

Darum versagen die meisten Soundbars auch in diesem Fall – und scheitern an den fehlenden Soundkomponenten oder falschen Modulierungen. Die Samsung HW-M450 Soundbar hat dieses Problem definitiv nicht – besonders, weil sie auch in der Lage ist, unterschiedliche Frequenzen abzubilden, ohne dass sie sich ins Gehege kommen.

LG SJ4 Vorne close

Das Ding drückt euch in den Sessel. Zugegeben, das war etwas übertrieben. Aber fette Sounds für actionreiche Szenen hat die LG auf dem Kasten

146,90 €

Auch die erschwinglichere LG SJ4 muss in diesem Fall unbedingt genannt werden, weil sie „Blockbuster“ komischerweise im Schlaf beherrscht, während sie die Feinheiten des Seriensounds nicht ganz so gut hinbekommt. Zudem ist sie im Vergleich mit anderen Modellen etwas zu kompliziert. Wenn euch das nicht stört, seid ihr hier an der richtigen Adresse.

Und die Panasonicmuss ich hier ebenso nennen, auch wenn sie meines Erachtens noch einen Hauch schwächer abschneidet als die Samsung. Denn bei Panasonic gibt es weniger individuelle Einstellmöglichkeiten, um den Klang bestens an eure Hörgewohnheiten und den Raum anzupassen.

Beste Soundbar bis 200 Euro

Über die Relativität des Preises habe ich mich schon so oft ausgelassen, dass ich es fast nicht mehr extra betonen will. Fest steht nur: Wer bei einer Soundbar sinnvolle Leistung will, muss dafür wesentlich mehr Geld auf den Tisch packen, als das bei Bluetooth-Lautsprechern der Fall ist.

Eine allgemein sehr sinnvolle Obergrenze bzw. Orientierungshilfe für ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer Soundbar sind 200 Euro. Als Untergrenze müsst ihr überlegen, was ihr mit dem Klangriegel wirklich erreichen wollt.

Geht es nur um einen etwas besseren Ton, bei dem ihr Stimmen leichter versteht, sind Modelle ab 60 Euro aufwärts eine gute Idee. Ein schönes Beispiel dafür ist die Sharp HT-SB110. Sie verbessert insbesondere bei Serien das Klangverständnis, auch wenn sie keinen Blockbuster-Bombast erzeugt.

In der weiter gefassten Kategorie beste Soundbar bis 200 Euro erkläre ich beim aktuellen Stand der Geräteauswahl die Panasonic SC-HTB254EGK für rund 160 Euro (September 2019) zum Preis-Leistungs-Sieger.

Panasonic 2.1 Soundbar SC-HTB254

VORTEILE

  • Sehr einfaches „Plug & Play“
  • Gut zu bedienen
  • Schön differenzierte Soundeinstellungen
  • Gutes 3D-Raumgefühl
  • Sehr natürlicher Klang

NACHTEILE

  • Mini-Macken bei der Bedienung
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Zuletzt aktualisiert am: 20. November 2019 04:52
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkePanasonic
Gerätetyp2.1 Soundbar
Enthaltene SoundkomponentenSoundbar (2 x 40 W), externer Subwoofer
Ausgangsleistung gesamt120 W (RMS)
Ausgangsleistung Subwoofer

40 W

KonnektivitätAUX, HDMI (ARC/CEC), Bluetooth, OPT, USB
HDMI-Kabel enthalten
Bedienung überTV-Fernbedienung, eigene Fernbedienung
Unterstützte AudioformateDolby Digital, DTS Digital Surround
Besonderheiten3 Soundmodi

Sie hat das richtige Maß an Leistung, das richtige Maß an Funktionsangeboten und vor allem einen intuitiven und angenehmen Bedienkomfort. Mir persönlich hat hier auch das Klangangebot am besten gefallen.

Beste Soundbar bis 300 Euro

Diese Preiskategorie macht mir persönlich etwas mehr Schwierigkeiten. Schlichtweg, weil es sich doch um sehr viel Geld für ein „Luxus-Problem“ handelt. Ich glaube aber, dass die Samsung HW-M450 hier als perfekter Testsieger dienen kann.

Samsung HW-M450 Hinweise Spezifikationen

Dolby Audio, DTS, HDMI

Sie hat in unserem Testpool das größte Funktionsangebot, das sich gleichzeitig als absolut sinnvoll herausgestellt hat. Die vielen Soundeinstellungen sind ein dickes Plus, der Klang von Filmen und Serien wird nicht nur besser, sondern individuell großartig.

Auch die Bedienung ist ein Kinderspiel, zudem könnt ihr mit dieser Soundbar bis 300 Euro auch sehr große Räume problemlos beschallen. Dafür müsst ihr nur recht große Komponenten (also Klangriegel und Subwoofer) akzeptieren und entsprechend Stellplatz zur Verfügung stellen.

Beste Soundbar für Funktionalität

Dieser Punkt gehört für mich zu den Dingen, die einem beim Kauf einer Soundbar sonst keiner sagt – der aber absolut wichtig ist. Unter Funktionalität verstehe ich viele verschiedene Elemente:

  • Viele Einstellmöglichkeiten, mit denen ihr den Sound perfekt anpassen könnt
  • Tadellose HDMI-Kommunikation zwischen Fernseher und Soundbar
  • Einfache und stabile Bluetooth-Verbindung
  • Schnelle Reaktion auf Befehle
  • Intuitive Steuerung

Das alles klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Dazu lest ihr später mehr. Diese scheinbaren Nebenfakten können euch aber den Spaß am Klang unheimlich vermiesen und das Ding zur Last machen.

Alles in allem gewinnt in dieser Kategorie eindeutig die Samsung HW-M450, weil sie prototypisch vormacht, wie ihr selbst als Laie den besten Sound aus eurem Fernseher herausholen könnt.

Samsung 2.1 Soundbar HW-M450

VORTEILE

  • Einfaches „Plug & Play“
  • Sehr gut zu bedienen
  • Sehr differenzierte Soundeinstellungen
  • Gutes 3D-Raumgefühl

NACHTEILE

  • Riesiger & hässlicher Subwoofer
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Zuletzt aktualisiert am: 20. November 2019 04:52
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeSamsung
Gerätetyp2.1 Soundbar
Enthaltene SoundkomponentenSoundbar (4 x 60 W), externer Subwoofer
Ausgangsleistung gesamt320 W (RMS)
Ausgangsleistung Subwoofer

160 W

KonnektivitätAUX, HDMI (ARC/CEC), Bluetooth, OPT, USB
HDMI-Kabel enthalten
Bedienung überTV-Fernbedienung, eigene Fernbedienung, App
Unterstützte AudioformateDolby Digital, DTS 2-Kanal
Besonderheiten5 Soundmodi

An dieser Stelle muss mit der Sonos Beam Soundbar zwingend auch ein Anti-Sieger auftauchen: Die Funktionalität der smarten Soundbar ist sinnlos kompliziert und nur auf das Smart Home ausgerichtet. Darunter leiden die eigentlichen Faktoren, die bei einer Soundbar im Mittelpunkt stehen.

Sonos Beam Smart App Setup

Die Sonos steuert ihr mit einer eigenen App, die eindeutig auf iOS ausgelegt ist. Hier möchte sich das Modell direkt mit euren vier Wänden connecten

Zudem frage ich mich, warum Android-User hier als Smartphone-Besitzer „zweiter Klasse“ gelten – ohne, dass dies wirklich laut gesagt wird. Wer jedoch auf Smart Home steht und ein iPhone besitzt, finde hier womöglich sein Glück.

Bose Soundbars: Eine (Preis-)Welt für sich

Ihr wundert euch vielleicht, warum in unserem aktuellen Testpool keine Bose Soundbar auftaucht. Sowohl bei den Bluetooth-Lautsprechern als auch im Kopfhörer-Test bin ich schließlich als absolutes Bose-Kind bekannt und küre verschiedene Modelle immer wieder zum Testsieger.

Einerseits liegt der Bose-Mangel daran, dass wir uns bisher noch nicht für ein idealtypisches Modell entscheiden konnten. Momentan gibt es drei Versionen, die wir im Auge haben:

Die Bose Soundbar 500 und die Bose Soundbar 700 gelten beide als Spitzenmodelle in der 2.1-Range. Bei der 700er müsst ihr allerdings fast 700 Euro investieren, erhaltet dafür aber die gesamte Palette an smarten Features mit WLAN-Anbindung, App, Integrationsfähigkeit in die Bose-Welt – und externer Fernbedienung.

Für die Bose Soundbar 500 sind rund 450 Euro (Stand: September 2019) fällig, wofür es die gleichen Grundfunktionen, aber weniger Gesamtleistung gibt. Wir sind uns einfach nicht sicher, ob ihr wirklich daran interessiert seid, soviel Geld für einen Klangriegel ohne externen Subwoofer auszugeben – und welches Modell euch lieber wäre.

Hinterlasst dazu gern einen Kommentar und wir schauen uns auch diese Premium-Soundbars genauer an. Übrigens könnt ihr beide Soundbars mit einem zusätzlichen Subwoofer erweitern. Ihr habt die Wahl zwischen dem Bose Bass Module 500 oder 700 – ebenfalls wieder nach Leistung abgestuft.

Auch die Bose Acoustimass Serie wird in diesem Zusammenhang oft genannt, dabei handelt es sich aber analog zur Sony HT-RT3 um ein Home Theater-System – also eine „klassische“ Surround-Anlage mit Kabelei.

Sony HT-RT3 Uebersicht Gesamt

Die Sony sieht schon komplexer aus als die anderen Soundbars im Test. Sie ist eben doch eine Surround-Anlage

Wesentlich kleinere Brötchen im Soundbar-Bereich backt Bose mit der ziemlich bekannten Bose Solo 5. Keine Sorge, diese testen wir demnächst auf jeden Fall, denn hierzu gibt es allein bei Amazon mehr als 1.100 Rezensionen.

Es ist aber schon interessant, dass der Hersteller in den FAQ zur Soundbar 700 einen recht bescheidenen Vergleich zur Solo 5 zieht:

Das Solo 5 System ist in erster Linie auf einen verbesserten TV-Klang mit Betonung der Sprachwiedergabe ausgelegt. Es verbessert die Klangqualität Ihres Fernsehers und die Verständlichkeit von Dialogen.

Die Einschätzung kommt uns von wesentlich preiswerteren Soundbars wie der Sharp HT-SB110 bekannt vor, oder? Die Frage für uns lautet also: Muss ich für ein paar bessere Stimmen wirklich rund 200 Euro (Stand: September 2019) investieren? Bookmarkt euch meine neue Kategorie und findet es heraus!

Übrigens freue ich mich wie immer auf eure Vorschläge, welche Marken sonst noch wichtig sind. Habt ihr Lust auf einen Silvercrest Soundbar-Test mit einem Lidl-Modell? Oder soll es noch eine weitere Samsung Soundbar oder ein anderes Panasonic-Gerät sein?

Ich bin für alles offen und verweise euch gern auf die Kommentarspalte!

Technik plus Aufbau: Wie funktionieren Soundbars?

Bevor ich mich intensiv mit dieser speziellen Kategorie an Lautsprechern auseinandergesetzt habe, bin ich zwei Irrtümern aufgesessen. Erstens war ich der Überzeugung, dass es sich nur um ein fancy Wort für typische Audioanlagen oder Bluetooth-Lautsprecher handelt.

Zweitens dachte ich immer, wenn ich irgendwo „5.1 Soundbar“ oder sogar „7.1 Soundbar“ gelesen habe, sofort an die klassischen Surround-Anlagen mit der entsprechenden Anzahl an Einzelboxen und einem Subwoofer.

Der Witz bei Soundbars ist, dass sie eine ziemlich clevere Mischung aus beidem sind.

Denn sie setzen zwar auf einzelne Lautsprecherausgänge, die sie aber größtenteils in ein einziges Gehäuse verpacken. Peripherie-Geräte mit Spezialaufgaben – wie der Tieftöner (Subwoofer) und die Rücklautsprecher (Rear-Boxen) – reden mit dem Soundriegel nicht über Kabel, sondern über Bluetooth.

Es ist also durchaus möglich, dass in einem einzigen Riegel, der direkt unter oder über dem Fernseher positioniert wird, sieben einzelne Lautsprecherkanäle stecken. Meist sind sie so angeordnet, dass ganz außen die Lautsprecher für hohe Töne positioniert sind, zur Mitte hin kümmern sich die Ausgänge um die mittleren und tieferen Klänge.

Damit dieser Sound auf einem soliden, volltönenden Fundament steht, bringen viele gute Soundbars einen extra Subwoofer mit, der für ordentlich Bass und das richtige körperliche Empfinden sorgt. Das allein klingt zwar nach den Zutaten für einen ziemlich dicken Sound aus einem ziemlich kompakten Gerät, macht aber noch nicht die Besonderheit aus.

LG SJ4 2.1 Soundbar Subwoofer

Der Subwoofer der LG Soundbar

Denn obwohl ihr eine Soundbar frontal vor euch positioniert, klingt sie im Idealfall so, als hättet ihr Einzellautsprecher im ganzen Raum verteilt. Das Tonsignal des Fernsehers wird digital so moduliert, dass eure Ohren bzw. euer Gehirn ausgetrickst werden.

Ein sogenannter Digital Signal Processor (DSP) wurschtelt am digitalen Ton herum und verändert wichtige Frequenzen und Phasen so, dass euer Ohr glaubt, es mit einem räumlichen Klang zu tun zu haben.

Durch diese digitale Nachbearbeitung stellt die Soundbar unter anderem sicher, dass bestimmte Soundereignisse exakt gleichzeitig auf das linke und rechte Ohr treffen. Dadurch wird euch ein Gefühl von Räumlichkeit vorgegaukelt.

Euer Ohr versucht nicht mehr, die Geräuschquelle zu orten, sondern konzentriert sich ganz auf das Geräusch selbst. Damit habt ihr im Idealfall das gleiche Hörgefühl wie bei einem Kopfhörer – Ihr taucht in den Klang ein und steht mittendrin.

Wenn ihr mehr zur digitalen Zauberei erfahren wollt, empfehle ich euch den A Beginner’s Guide to Digital Signal Processing (DSP).

Mit weiteren Bearbeitungen und im Zusammenspiel mit der Tonspur des Films oder der Serie sind die Soundbars auch in der Lage, Einzelklänge, die ihr zum Beispiel nur rechts oder links wahrnehmt, sauber getrennt wiederzugeben. Auch das erzeugt ein Gefühl von Surround-Sound.

Für den echten 360 Grad-Effekt reicht es meist allerdings nicht ganz. Deshalb könnt ihr bei vielen Soundbars auch ein extra „Rear-Kit“ kaufen – also Extra-Boxen, die ihr hinter eurer Couch aufstellen sollt. Ob ihr sie braucht, diskutieren wir später noch.

Der Unterschied zu einem durchaus ähnlich klangstarken Bluetooth-Lautsprecher sollte aber klar sein:

Bei Bluetooth-Lautsprechern bekommt ihr meist nur zwei Audiokanäle, die den Bass über Passivmembranen oder durch bestimmte Komponenten in den Lautsprechern selbst verstärken und dabei Räumlichkeit vorrangig über ihre (physische) Bauweise erzeugen.

Weil sie so kompakt sind, liegen die Ausgänge zu nahe aneinander, als dass man das Ohr clever überlisten könnte. Surround-Effekte sind also die absolute Ausnahme.

Außerdem haben Soundbars den Vorteil, dass die einzelnen Lautsprecherauslässe sehr gut darin sind, die verschiedenen Klangverhältnisse in unterschiedlichen Szenen abzubilden.

Sony HT-RT3 front close

Die vielen Lautsprecherauslässe sorgen für einen differenzierteren Klang

Zudem werden Bluetooth-Lautsprecher mit dem Ausgabegerät nur über die Nahfunkverbindung oder über ein klassisches AUX-Kabel verbunden. Bei der Soundbar habt ihr zusätzlich die Möglichkeit, ein optisches Kabel zu nutzen oder die beliebte HDMI-Verbindung zu wählen. Das hat nicht nur Einfluss auf die Steuerung des Systems, sondern auch auf den Klang.

Wird in einer Szene nur geredet, dann kommt der Klang in der Soundbar vorrangig nur aus den Boxen, die für die menschliche Stimme wichtig sind – meist in den Mitten. Soll es knallen, explodieren und brennen, feuert die Soundbar aus allen Rohren.

Denn das Tonsignal, das in der Audiospur des modernen Films oder der Serie codiert wurde, enthält nicht nur Informationen wie „Laut“ und „Leise“, sondern auch Informationen wie „Mitten“, „Höhen“, „Tiefen“. Ich nenne das den Signal-„Fahrplan“, nach dem ein guter Lautsprecher bei der Wiedergabe vorgehen soll.

Bluetooth-Lautsprecher können diesen Fahrplan zwar auch lesen, aber nicht danach agieren. Es fehlt ihnen schlicht an der entsprechenden Ausstattung. Nichtsdestotrotz können sehr gute Bluetooth-Lautsprecher mit mittelmäßigen Soundbars locker mithalten und sie auch überflügeln.

Andersherum wird euch ein mittelguter Bluetooth-Lautsprecher am Fernseher immer stärker enttäuschen als eine vielleicht sogar „schlechte“ Soundbar (im Vergleich mit der eigenen Kategorie).

Ob ein solcher Soundfahrplan in einem Film oder einer Show vorhanden ist, seht ihr an Bezeichnungen, die wir sonst aus dem Kino kennen: Dolby Digital, Dolby Atmos oder dts:x sind (neue) Standards bei der digitalen Tonverarbeitung und haben aus dem ehemals simplen Fahrplan („Stereo“) ein dickes Handbuch gemacht.

Welche Soundbar passt zu mir?

Der Unterschied zwischen einer 2.1 Soundbar und einer 7.1 Soundbar dürfte euch jetzt einleuchten: Die erste Variante hat zwei Audiokanäle im Riegelgehäuse und einen extra Subwoofer, die zweite Variante hat ganze sieben Audiokanäle und auch einen extra Subwoofer. Wer hier (theoretisch) den besseren Surround-Sound erzeugt, ist klar.

Aber was ist mit einer 2.0 Soundbar? Die hat offensichtlich keinen extra Subwoofer und muss deswegen zwangsläufig dünner klingen, oder?

In diesem Fall lautet meine Gegenfrage: Wie viel Sound kannst du überhaupt vertragen?

Ich halte es nämlich für einen Irrglauben, dass 5.1 Soundbars den 2.0- oder 2.1-Anlagen immer überlegen sind. Zwar ist es richtig, dass jeder weitere eigenständige Kanal auch für einen räumlicheren Klang sorgt. Aber gerade in kleineren Räumen und bei frickeligen Raumaufteilungen habt ihr damit nicht zwangsläufig gewonnen.

Das erklärt sich am besten in meiner Lieblingskategorie Bluetooth-Boxen: Ich habe meine heißgeliebte 5.1-Surroundanlage von Teufel bewusst gegen die Libratone Too und die Bose Soundlink Mini II eingetauscht:

  1. Weil die Räume in meiner jetzigen Wohnung viel kleiner sind als jene, für die ich die Anlage gekauft hatte
  2. Weil meine Holzdielen (und damit auch alle meine Holzmöbel) wie blöde schwingen und Bässe schnell unerträglich machen
  3. Weil ich früher viel umgezogen bin – allein der Subwoofer der Teufel war ein Kilomonster
  4. Weil ich keine Lust habe, wertvolle Grundfläche für Lautsprecher aller Art zu verschwenden

Diese Fakten spielen für den Soundbar Kauf die gleiche Rolle. Außerdem gilt für mich, dass ich eher olle Serien und Tatort als moderne Blockbuster-Filme gucke – und diese meist auch nur nebenbei.

Darum kann ich nur raten, euch vor dem Kauf einer Soundbar genau zu überlegen, wofür ihr sie wirklich braucht und welche Parameter in eurer Wohnung wichtig sind oder nicht. Damit spart ihr nicht nur Geld, sondern reduziert auch das Frustlevel.

Denn stellt euch mal vor, ihr habt euch für zweihundert Euro aufwärts eine richtig dicke Soundbar wie die Samsung HW-M450 gekauft und müsst dann feststellen, dass eure Lieblingsserien auf so viel Technik gar nicht ausgelegt sind, eure Nachbarn ständig gegen alle Wände und die Decke wummern und eure Ohren permanent vom Klang überfordert werden. Blöd, oder?

Soundbars wurden ursprünglich entwickelt, um die Stimmwiedergabe zu optimieren, den Sound differenzierter darzustellen und den für Effekte so wichtigen Bass zu verstärken sowie organischer wiederzugeben.

Unter dieser Prämisse bieten die meisten Hersteller auch Soundmodi, die unter Namen wie „Clear Voice“ insbesondere darauf ausgelegt sind, die Dialoge zu optimieren. Für viele reicht diese Funktion schon, um mehr Genuss beim Fernsehen zu erleben.

Sony HT-RT3 Fernbedienung

Auf der Fernbedienung der Sony HT-RT3 könnt ihr euch direkt die ein oder andere Soundmodi-Einstellung vornehmen

Die Anordnung der Lautsprecherausgänge im Soundriegel hat neben den oben genannten technischen Effekten übrigens noch einen physikalischen Vorteil: Die Nähe der Boxen zueinander sorgt dafür, dass sich die Töne im Hörgefühl gegenseitig verstärken und so satter klingen.

Darum können zwei Lautsprecherausgänge aus einer Soundbar häufig mehr Wumms erzeugen als zwei kleine Einzelboxen mit ähnlicher Leistung. Darum stellt sich auch die Frage, ob Besitzer klassischer Heimkino-Anlagen nicht doch umsatteln sollten.

Technik, Werte, Daten: Worauf kommt es beim Soundbar Kauf an?

Wie bei allen anderen technischen Geräten – vom Standmixer bis zur Systemkamera – bringt euch das reine Datenblatt eines Modells zwar nicht weiter, aber es liefert erste Hinweise darauf, worauf es wirklich ankommt.

Meistens bestehen Datenblätter aus kryptischen Angaben, die wir erst einmal entschlüsseln müssen. Das haben wir für euch getan und liefern hier die wichtigsten Faktoren und Daten, mit denen ihr die Leistung einer Soundbar (halbwegs) beurteilen könnt. Die absolute Sicherheit geben euch aber erst die Testberichte und eigene Erfahrungen.

Jedes Datenblatt sieht folgendermaßen aus:

EintragWerte/Angaben
GerätenameLaut Hersteller auf Produktseite bei Amazon
Gerätetyp2.0 bis 5.1 „Surround“
Enthaltene SoundkomponentenAngabe Anzahl der Audioausgänge in der Soundbar, Vorhandensein von Subwoofer, Rear-Kits etc.
Ausgangsleistung gesamt (in Watt RMS)Laut Hersteller
Ausgangsleistung Subwoofer (in Watt)Laut Hersteller, wenn vorhanden
KonnektivitätBluetooth, NFC, USB, HDMI out (ARC), AUX-in, Opt. Digitaleingang etc.
HDMI-Kabel enthaltenJa oder Nein
Bedienung überApp, TV-Fernbedienung, eigene Fernbedienung, Sprachsteuerung
Unterstützte AudioformateLPCM, Dolby Digital, DTS Digital Surround etc.
BesonderheitenLaut Hersteller
Besonderer LieferumfangWandhalterung etc.
Maße (in Zentimeter)Laut Hersteller für Soundbar
Maße Subwoofer (in Zentimeter)Laut Hersteller für Subwoofer, wenn vorhanden
Gesamtgewicht (in Kilogramm)Laut Hersteller
Preis bei Amazon (Preis zum Kaufzeitpunkt) in EuroDoppelangabe zum tagesaktuellen Preisvergleich

Schauen wir uns einmal an, welche Schlussfolgerungen ihr bereits aus diesen Angaben ziehen könnt.

Die Faustformel ist sehr simpel: Je mehr einzelne Soundkanäle in der Soundbar verbaut sind, desto besser. Denn dann haben Höhen und Mitten jeweils einen eigenen Lautsprecher, der durch den „digitalen Fahrplan“ des jeweiligen Streams angesteuert werden kann.

Sind nur zwei Lautsprecher in der Soundbar verbaut, dann müssen sich die Höhen und Mitten diesen Ausgang teilen. Dann habt ihr zwar Stereosound, aber in den meisten Fällen leidet darunter die Differenzierung.

Tricky wird es, wenn im Riegel auch gleich noch der Bass erledigt werden soll, weil es keinen Extra-Subwoofer gibt.

Das bedeutet häufig, dass ihr keinen aktiven Tieftöner erhaltet, sondern mit einer Passivmembran Vorlieb nehmen müsst, die mitschwingt und deshalb zumindest ein Bassgefühl erzeugen soll. Das ist bei unseren Soundbars etwa bei der Sharp HT-SB110 der Fall.

Solche Passivtechnik klingt immer asthmatischer als der „Real Deal“. Und ich behaupte: Für Blockbuster-Fans sind Subwoofer unerlässlich. Wenn sich ein Lautsprecher auf nichts anderes konzentriert als die ganz tiefen Frequenzen, liefert er in diesem Bereich auch ab.

Das andere Ende Skala markieren Soundbars mit dem Zusatz „Surround“. Dann erhaltet ihr nicht nur eine Soundbar und einen externen Subwoofer, sondern auch wenigstens zwei Rear-Lautsprecher, die den 360 Grad-Soundkreis vollmachen sollen. In unserem Test ist dies bei der Sony HT-RT3 der Fall – die beim echten Surround-Erlebnis deswegen auch ungeschlagen ist.

Sony HT-RT3 Uebersicht

Bei Sony gibt's echten Surround-Sound

Nur gilt einmal mehr: Wenn alle Komponenten untereinander per Kabel verbundenen werden müssen, ist das für mich keine echte Soundbar. Diese Ansicht stelle ich aber gern zur Diskussion.

Je größer die Wattangabe, desto mehr Leistung bringt die Soundbar. Das ist so weit nicht verwunderlich. Genauso wenig wundert es, dass die Sony HT-RT3 mit ihren vielen Lautsprechern eine Gesamtleistung von 600 W RMS abfeuert, während die kleine TaoTronics TV Soundbar TT-SK017 mit ihrem Stereo-Aufbau nur auf niedliche 36 W RMS kommt.

Die Abkürzung RMS könnte viele von euch vielleicht stutzig machen und darauf hindeuten, dass wir es hier mit einer besonderen Watt-Version zu tun bekommen, die irgendwie spezifisch für Soundbars ist.

Das Gegenteil ist der Fall: RMS steht für Root Mean Square (quadratisches Mittel) und bezeichnet eine Rechenweise der Messtechnik.

Das Wichtige an diesem Kürzel ist, dass ihr sichergehen könnt, es mit der tatsächlichen Leistung zu tun zu bekommen. Denn RMS hat sich als amtliches Verfahren mit internationaler Aussagekraft etabliert.

Das war auch nötig, weil es bei den Messverfahren einen regelrechten Wildwuchs gab, der jeweils für ganz andere Werte gesorgt hat – meist wesentlich höher als die tatsächliche Leistung. Da konnten die Hersteller dann Wattangaben im vierstelligen Bereich machen, obwohl die Boxen nur zweistellige Werte lieferten.

Diese Trickserei ist dank RMS nun vorbei. Ihr bekommt, was ihr seht. Andersherum solltet ihr aber stutzig werden, wenn die Wattleistung der Soundbar ohne RMS-Kürzel angegeben wird. Dann kann es wiederum sein, dass euch die Hersteller ein X für ein U – bzw. eine 1 für eine 1.000 – verkaufen wollen.

Einen ziemlich interessanten Überblick über die nicht-amtlichen Messmethoden, und welche Werte sich daraus ergeben, erhaltet ihr in diesem Thread eines Users im Hi-Fi-Forum.

Ich habe, soweit möglich, deshalb auch immer die Angaben zur Wattleistung der Einzelkomponenten mit angegeben, damit wir stets gemeinsam durchrechnen können, ob euch der Hersteller veralbern will.

Diese Rechnerei hat sich gelohnt, denn so konnte ich bei der Sharp HT-SB110 eine eklatante Abweichung feststellen: Angegeben sind 90 Watt Leistung (ohne RMS). Die beiden Lautsprecher im Soundriegel kommen aber nur auf jeweils 15 Watt Leistung. Sharp kann von Glück reden, dass das Produkt dennoch nicht durchgefallen ist.

Lasst euch von schwindelerregenden Werten dennoch nicht wuschig machen. Um die 100 Watt RMS ist eine Soundbar locker für einen Raum bis 50 Quadratmeter geeignet, wenn ihr in besonders kleinen Butzen wohnt (wie ich), dann tun es grundsätzlich auch weniger Wattleistungen. Außerdem sagt ein reiner Leistungswert nichts über die Qualität dieser Leistung aus. Da müssen wir schon vorher genau hinhören.

Ziemlich viele Rezensenten und Käufer von Soundbars regen sich in einer Tour darüber auf, dass im jeweiligen Lieferumfang kein HDMI-Kabel enthalten ist. Darum habe ich diesen Fakt auch im Datenblatt aufgenommen.

Diese Aufregerei zeigt euch, dass der HDMI-Anschluss eigentlich der wichtigste Posten für Soundbars ist – zumindest aus Käufersicht. Denn eigentlich wäre das optische Kabel viel interessanter. Doch dazu später mehr.

Panasonic SC HTB254EGK Anschluesse

Der HDMI-Anschluss der Panasonic Soundbar. Ich würde an eurer Stelle darauf achten...

HDMI steht für High Definition Multimedia Interface. Diese digitale Schnittstelle macht es möglich, dass beim Verbinden von Bild- und Tonkomponenten bzw. Geräten ein ultrascharfes Bild (gern auch in 3D) und gestochen klarer Klang erzeugt werden. Und zwar gleichzeitig und ruckelfrei. Darum werden BlueRay-Player, moderne Notebooks und die Playstation per HDMI an einen Bildschirm oder Fernseher geklemmt.

Heruntergebrochen verdanken wir es HDMI, dass alle Geräte eurer Home Cinema- oder Gaming-Station den „digitalen Fahrplan“, den ich schon mehrfach erwähnt habe, lesen und verarbeiten können.

Wenn ihr euch ganz genau durch die Technik und die zig Versionen von HDMI wühlen wollt, könnt ihr dies zum Beispiel im CHIP-Artikel „HDMI-Einfach erklärt“ oder in der mega-verkopften Wikipedia-Version tun.

Per HDMI-Kabel werden Soundbar und Fernseher aber nicht nur auf die akustisch gleiche digitale Wellenlänge gebracht, sie werden auch zu einer „funktionellen Einheit“.

Das merkt ihr, wenn ihr die Lautstärke an der Soundbar direkt mit eurer TV-Fernbedienung steuern könnt, oder wenn die Soundbar wie von Zauberhand mit dem Fernseher anspringt oder in den Ruhemodus wechselt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Hinweis auf Kürzel wie „CEC“ oder „ARC“.

  • ARC bedeutet Audio Return Channel und meint eine beidseitige Übertragungsfähigkeit von Audio-Signalen. Dann wird es euch möglich, alle Soundereignisse des digitalen Fahrplans in Surround-Sound bzw. virtuellem Surround-Sound zu hören.
  • CEC steht für „Consumer Electronics Control” und meint wiederum die funktionelle Verschmelzung beider Geräte – also die gleichzeitige Steuerbarkeit über eine Fernbedienung.

Hier müsst ihr manchmal ein wenig suchen. Denn etwa bei der Samsung HW-M450 Soundbar versteckt sich CEC hinter dem Schwurbelwort „Anynet“, bei vielen Sony-Modellen wird von „Bravia Sync“ gesprochen – einem Modellnamen von Sony-Fernsehern.

Soweit erkenntlich, habe ich deswegen in den Datenblättern die jeweiligen Eigenbegriffe gegen die allgemeinen Kürzel CEC und ARC ausgetauscht. Und wir sind uns einig, dass beides besser ist als nur eines oder keines.

Gerade der CEC-Standard ist ein wichtiger Komfortpunkt, den ihr bei der Gerätesuche schnell übersehen könnt. Das dürfte vielen von euch bei der LG SJ4 so gehen. Denn die kann zwar ARC, aber kein CEC. Und das macht die Bedienung eben erheblich komplizierter.

TaoTronic TV Soundbar Anschluesse

Suchbild: Ich vermisse hier etwas – und ihr?

Darum konnte mich auch die TaoTronics TV Soundbar TT-SK017 nicht vom Hocker hauen, weil sie wegen einer fehlenden HDMI-Verbindung keinerlei Bedienkomfort lieferte. Glaubt mir: Im Alltag werdet ihr diesen Standard lieben lernen.

Es kann indes passieren, dass Fernseher und Soundbar trotz voller HDMI-Power nicht so richtig miteinander reden wollen. Es liegt einfach an unterschiedlichen Standards.

Informiert euch am besten immer noch einmal in Rezensionen darüber, ob das Ding wirklich omnifunktionell aufgestellt ist. Die meisten Hersteller bemühen sich darum, aber manchmal schießt doch jemand mit Absicht quer.

Während HDMI also dafür sorgt, dass Fernseher und Soundbar perfekt miteinander kommunizieren, ist die Bluetooth-Verbindung (nach außen) dafür gedacht, dass ihr zum Beispiel Musik aus eurem Smartphone direkt über die Soundbar wiedergeben könnt.

Viele Soundbars verfügen dabei über eine sogenannte „Bluetooth Bereitschaft“. Sie springen an, sobald beispielsweise ein Smartphone in die Nähe kommt, das ihr vorher bereits einmal mit der Soundbar verbunden habt.

Bluetooth sorgt außerdem für die „interne“ drahtlose Verbindung des Lautsprecher-Riegels mit dem Subwoofer oder eventuellen Rear-Boxen. Die kabellose Funkverbindung ist besonders wichtig, wenn ihr euch eine 5.1 Surround-Soundbar bestellt und die Boxen ohne Kabel im Raum verteilen wollt. Siehe das Problem mit der Sony HT-RT3.

Achtet aber darauf, dass die Entfernung zwischen den Satelliten und dem Funkmodul nicht zu groß sein darf und dass die Verbindung nicht von (physischen) Hindernissen beeinträchtigt oder gar überlagert wird. Die Störanfälligkeit von Bluetooth kennen wir ja schon zur Genüge von den Bluetooth-Lautsprechern.

Ähnlich wie bei HDMI halte ich es für wichtig, dass Bluetooth bei der Soundbar an Bord ist. Und ich bin davon ausgegangen, dass dies eigentlich ein selbstverständlicher Standard ist. Die Sonos Beam Soundbar sieht das anders und setzt nur auf WLAN und App.

Und dann wird’s nervig. Und zwar richtig. Mal eben mit irgendeinem eurer Handys (oder dem Smartphone der Gäste) die Soundbar ansteuern und einen bestimmten Song spielen? Klappt nicht. Zwischen unterschiedlichen Master-Geräten in Sekundenschnelle wechseln? Klappt nicht.

Kommen wir zu meinem zweiten Aha-Erlebnis im Soundbar-Test. Hatte mir die Panasonic SC-HTB254EGK die grundsätzliche Daseinsberechtigung dieser Kategorie verdeutlicht, so ist die Samsung HW-M450 Soundbar dafür verantwortlich, dass ich der optischen Verbindung zwischen Soundriegel und Fernseher fast mehr Bedeutung einräume als der HDMI-Verbindung.

Das hat der Hersteller geschafft, indem er einfach ein optisches Kabel in den Karton gepackt hat. Ich habe mich daraufhin gefragt, warum er bewusst nicht dem Ruf nach dem HDMI-Kabel gefolgt ist.

Die Antwort ist ziemlich simpel: besseren Klang als über die optische Verbindung gibt es bei Fernseher und Soundbar nicht. Eine optische Verbindung arbeitet mit Lichtsignalen, die zwischen Sender und Empfänger komplett störungsfrei übertragen und sauber kodiert werden können.

Diese Störungsfreiheit sorgt in unserem Fall dafür, dass der digitale Fahrplan ohne „unleserliche“ Stellen bei der Soundbar ankommt und absolut perfekt wiedergegeben werden kann. Wenn ihr es genau wissen wollt, hilft euch zum Beispiel der ArtikelWann verwendet man optische Kabel?

Das setzt natürlich voraus, dass ihr euch sehr viele Filme und Serien anschaut, bei denen sich diese optimale Verbindung auch lohnt. Je nachdem, wie sensibel euer Gehör reagiert, kann es aber tatsächlich einen großen Unterschied machen.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass im Nutzeralltag die HDMI-Verbindung schon aus Komfortsicht die wichtigere Wahl ist. Ihr solltet nur im besten Fall die Möglichkeit haben, alle eure Fernseh- und Empfangskomponenten optimal verbinden zu können.

Soundbars Fernseher Anschluesse Gesamt

Alles mit dabei: Die Anschlüsse an meinem Testfernseher

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn neben Soundbar und Fernseher auch noch ein Sat-Receiver angeschlossen wird, der als eigentliche Steuerungseinheit viel wichtiger ist.

Kommen wir noch einmal auf meine einleitenden Aussagen zurück, dass sich Bluetooth-Lautsprecher und Soundbars weniger gleichen, als manch einer denken mag. Das merkt ihr spätestens, wenn ihr euer Handy per Funk an die Soundbar hängt, um Spotify und Co. laufen zu lassen.

Während ein Mörderklang in diesem Setting bei Bluetooth-Boxen unabdingbare Grundvoraussetzung ist, könnt ihr bei Soundbars von Glück reden, wenn das auch so ist. Denn Musik und Film sind zwei verschiedene Klangereignisse. Die meisten Soundbars bringen bei der Musik über Bluetooth höchstens mittelprächtige Ergebnisse.

Die Funkverbindung besetzt immer Frequenzen, die sonst für Musik vorgesehen wären. Und wenn die Hauptaufgabe des Moduls darin liegt, die Komponenten untereinander zu verbinden, bleibt nach außen nicht mehr so viel Platz für fette Klänge.

So richtig schlecht war in meinem Soundbar-Test kein Modell, so richtig gut ist aber auch keins. Die „falsche“ Soundbar Sony HT-RT3 5.1 hat hier noch am besten abgeschnitten – wohl auch, weil sie für die internen Verbindungen kein Bluetooth nutzt. Und weil echter Surround-Sound doch noch eine ganz andere Qualität hat.

Sony HT-RT3 front close

Aus diesem Grid fidelte die Musik noch am besten. An einen Bluetooth-Lautsprecher kommt sie trotzdem nicht ran

Auch die ansonsten eher „überflüssige“ TaoTronics TV Soundbar war überraschend gut. Das mag daran liegen, dass sie mit ihrer Grundeinstellung zum Ton besser zur Musikwand als zum Filmtheater passt.

Mein Tipp lautet: Wenn ihr eine Box für Musik sucht, verlasst euch nicht auf die Soundbar. Bluetooth-Lautsprecher sind ihnen meist weit überlegen.

Über Begriffe wie Dolby Digital, Dolby Atmos und DTS habe ich oben schon viel gesagt. Der digitale Soundfahrplan ist für Soundbars also unerlässlich. Es wäre ärgerlich, wenn ihr euch eine Soundbar für eure Blockbuster-Sessions kauft und am Ende doch nur Stereo erhaltet.

Das Problem ist dann:

Der Film hat diesen Fahrplan zwar codiert und kann ihn ausgeben, die Soundbar kann ihn aber nicht lesen und nicht wiedergeben. Auch hier gilt: Je mehr der typischen Codierungen von der Soundbar abgebildet werden können, desto besser.

Bei der LG SJ4 Soundbar sind zum Beispiel für einen absolut verträglichen Preis mit dem verlustfreien Standard LPCM, Dolby Digital und DTS Digital Surround alle wichtigen Codierungen vertreten. Bei der preiswerten Sharp HT-SB110 gibt es in dieser Hinsicht nichts zu holen. Darum ist die LG auch so ein Blockbuster-Monster – sie braucht die Herausforderung!

Ich hätte nie gedacht, dass die Maße eines Geräts in einem meiner Tests mal so eine zentrale Rolle spielen werden. Sonst feiere ich damit höchstens ab, ob das Ding klobig oder kompakt, schön oder hässlich, mobil oder stationär ist.

Im Falle der Soundbars kann ich euch nur warnen:

Wenn ihr vorher nicht messt, steigt die Chance, dass ihr euer Gerät der Wahl frustriert wieder zurückschickt!

Flatscreens haben die unterschiedlichsten Standfüße, die einer Soundbar im Weg sein können und verhindern, dass sie anständig unter bzw. vor den Bildschirm passt.

Soundbars Standfuss Fernseher

Die Standfüß und die Soundbar können sich ganz schnell auf die Füße treten

Sollte der Fuß außerdem recht niedrig sein, lungert der Soundklotz gern mal direkt vor der Steuer-Diode des Fernsehers rum und verhindert so, dass ihr die Fernbedienung benutzen könnt. Als Lösung bietet sich eine Wandmontage des Riegels an, was ich persönlich aber nicht will – Stichworte Mobilität und Rigipswände.

Die Länge des Soundriegels kann für euch ebenso zum großen Problem werden. Denn erstens habe ich den Anspruch, dass meine Soundbar niemals länger sein darf als der Fernseher. Das sieht einfach bekloppt aus.

Zweitens solltet ihr darauf achten, dass die Soundriegel vollständig auf dem jeweiligen Regal oder der Oberfläche stehen – also nicht links und rechts in der Luft hängen. Sonst gerät der Klang wegen des Unterschieds von schwingender Unterlage und Luftvibration aus dem Gleichgewicht.

Je nach Möbelstück kann dieses Ungleichgewicht ziemlich groß sein. Gerade bei Modellen mit eingebautem Bass-Booster, siehe Sharp HT-SB110, macht dies einen gewaltigen Unterschied.

Auch der externe Subwoofer kann Platzfragen aufwerfen. Das gilt insbesondere, wenn er wie bei der Samsung HW-M450 Soundbar so klobig ist. Der Subwoofer der LG SJ4 Soundbar ist zwar dezenter, würde aber in meiner Wohnung keinen permanenten Platz finden, an dem er nicht stört.

Samsung HW-M450 Subwoofer

Auch, wenn der Subwoofer der Samsung Soundbar ein Kraftmonster sondergleichen ist, für mein Zimmer wäre er mir zu groß

Da lobe ich mir doch die sexy Version bei der Panasonic SC-HTB254EGK, die sehr schlank ist – wenn auch noch höher. Diese könnt ihr aber auch problemlos hinlegen und erhaltet die gleiche schöne Bassqualität.

Ich habe eine Theorie: Je kostenintensiver die Soundbar ist, desto verschwurbelter werden die Produkteigenschaften, die euch der Hersteller als Besonderheit (und Rechtfertigung für den Preis) unterjubeln will.

Oder wer von euch könnte mir auf Anhieb sagen, was unter Auto Music Play, Adaptive Sound Control, Auto Sound Engine oder S-Master Digitalverstärker zu verstehen ist?

LG SJ4 Features Aufkleber

Klar und deutlich auf Fachchinesisch: Auf ihren Marketing-Stickern werben die Hersteller gerne mit fancy Begriffen, die kaum einer versteht

Meist handelt es sich um digitale Protokolle bzw. Techniken, die den Sound mehr oder weniger automatisch steuern sollen.

Dann reagiert die Soundbar dynamisch darauf, ob jetzt gerade ein Dialog zu sehen ist, bei dem die Stimmen klar herausgearbeitet werden sollen, oder ob es sich um eine Bombast-Szene handelt, die entsprechend differenziert und voll dargestellt werden muss.

Diese Dynamik lässt im Praxiseinsatz oft zu wünschen übrig. Die Adaptive Sound Control der LG SJ4 beispielsweise habe ich überhaupt nicht nachvollziehen können, sondern musste nahezu immer manuell nachregeln, um wirklich etwas zu verstehen.

Ich glaube, dass es sich hier ähnlich verhält wie bei Noise Cancelling Kopfhörern: Ist das Gefälle zwischen zwei Tonereignissen zu groß, kommt die Technik mit ihrer Aufgabe nicht mehr hinterher. Darum ist der zweite Aspekt dieser Kategorie für mich viel wichtiger:

Die Presets bzw. Equalizer-Einstellungen, unter Namen wie „Cinema“, „Music“ oder „Sport“ sollen analog zu solchen Presets die besonderen Tonverhältnisse bestimmter Fernsehformate abbilden.

Vor dem Test war ich der Meinung, dass diese Presets eher ein Gimmick seien und eine Soundbar gefälligst im Standard-Modus überzeugen können muss.

Es stellte sich jedoch ziemlich schnell heraus, dass es gerade die Anzahl und Unterscheidbarkeiten der Presets sind, die eine gute Soundbar ausmachen.

Denn erst damit könnt ihr das Gerät wirklich an die akustischen Gegebenheiten in eurem Raum anpassen – und zwar unabhängig davon, was gerade auf dem Fernseher läuft. Außerdem habe ich festgestellt, dass die Bezeichnungen der Presets meist völliger Quark sind bzw. nicht die eigentliche Leistungsfähigkeit abbilden.

Bei der Sony HT-RT3 beispielsweise ist die „Sports“-Einstellung die beste Wahl für den Blockbuster, während ihr bei einer Serie besser auf die „Clearaudio+-Einstellung“ verzichtet und stattdessen beim „Standard“ bleibt.

Bei der Panasonic SC-HTB254EGK habe ich im Serientest die „Music“-Einstellung am meisten genossen, während beim Blockbuster tatsächlich mal die „Cinema“-Einstellung die richtige Idee ist.

Das zieht sich durch den gesamten Soundbar-Test und lässt sich anhand der Datenblätter nur schwer nachvollziehen.

Die Samsung Soundbar HW-M450 ist mit ihren fünf Soundmodi plus Einzel-Equalizer und regelbarem Subwoofer hier sicher am besten unterwegs. Apropos Subwoofer:

Auch hier würde ich euch dazu raten, dass ihr unbedingt auf ein regelbares Modell achtet. Denn zu viel Bass kann euch unter Umständen (Stichwort Holzdielen) ziemlich auf die Nerven gehen. Ist er zu dünn, verfehlt er eindeutig seinen Job.

Fassen wir also für diesen Punkt zusammen:

Vergesst die angeblichen automatischen Soundmodulierungen und achtet darauf, dass ihr viele individuelle Einstellmöglichkeiten bei der Soundbar erhaltet.

Ich glaube, dass ich in Sachen Komfort bei der Steuerung durch mein Elternhaus gebrandmarkt bin. Denn mein Vater hat mit seinem Home Cinema-System dafür gesorgt, dass keiner außer ihm den Fernseher anständig zum Laufen bringen konnte.

Jedes Mal müssen abenteuerlich viele Knöpfe auf mehreren Fernbedienungen gedrückt werden, um die Geräte zum Sprechen zu bewegen. Und selbst dann ist Erfolg nicht garantiert.

Deswegen habe ich für den Soundbar-Test auch sofort eine Maxime gesetzt: Sie muss mit dem Fernseher anspringen und ausgehen, in der Einstellung starten, die ich ausgewählt habe, und sich möglichst bequem regeln lassen.

Samsung HW-M450 Fernbedienung

Apropos bequem: DIe gebogene Fernbedienung der Samsung liegt großartig in der Hand. Außerdem ist sie ein toller Ersatz, wenn ihr keinen Curved-TV besitzt

Das heißt nicht zwangsläufig, dass die Soundbar am besten per HDMI-Verbindung mit dem CEC/ARC-Standard über die TV-Fernbedienung funktionieren muss. Im Gegenteil: Wenn ihr euch für die Verbindung per optischem Kabel entscheidet, geht es kaum ohne eigene Fernbedienung.

Selbst im HDMI-Modus habe ich jedoch bei einigen Testgeräten lieber die mitgelieferte Steuerungs-Version benutzt. Einfach, weil sie ein haptischer Genuss war und sich sofort blind erfassen ließ.

Die Voraussetzungen dafür sind klar:

  • Intuitiv angeordnete Knöpfe/Tasten
  • Eindeutige Bezeichnungen und Beschreibungen
  • Sinnvolle Funktionalitäten
  • Möglichst pro Funktion ein Knopf

Wie das idealerweise aussieht, zeigt die Samsung HW-M450 Soundbar. Auch die sehr preiswerte Sharp HT-SB110 2.0 Soundbar hat sich hier ein fettes Bienchen verdient. Wie man den unbedarften Nutzer sofort auf die Palme bringt, macht hingegen die LG SJ4 klar. Hier war die Bedienung eine echte Katastrophe.

Ob es eine App-Steuerung braucht, stelle ich zur Debatte. Nach dem Sonos Beam Smart-Test bin ich sogar davon überzeugt, dass es für mich ein Ausschlusskriterium ist, wenn ein App-Zwang (!) besteht. Diese App liefert (zumindest für Android) keinerlei Vorteile, Komfortpunkte oder Funktionen, die anders nicht einfacher und simpler zu haben wären.

Sonos Beam Smart App Zimmer waehlen

Ganz oder gar nicht: Ihr müsst zwingend die App nutzen und der Sonos Beam Smart ein Zimmer zuteilen – sonst gibt es auch keinen Sound

Da lobe ich mir doch Samsung, die mir eine App anbieten, diese aber nicht aufdrängen. Wenn sie gut designt ist, könnt ihr die Extra-Fernbedienung in die Schublade packen. Doch eine Mini-Fernbedienung mit intuitiven Knöpfen ist einfach schneller in der Handhabung.

Davon abgesehen bin ich kein Fan davon, mein Handy mit noch einer App vollzuklatschen und es jedes Mal aufwecken, entsperren und anwählen zu müssen, wenn ich die Soundbar regulieren will.

Hier zählt vorrangig euer Geschmack. Aber Zwang geht gar nicht!

Viele Soundbar-Tests lassen sich lang und breit über den Look des Riegels aus. Hier bin ich relativ indifferent. Solange die Soundbar unter meinen Fernseher passt, nirgendwo übersteht und mich nicht mit behämmerten Leuchtdioden oder anderen Spielereien blendet, ist mir das Aussehen egal. Erwähnt habe ich es für euch trotzdem überall.

Die meisten Geräte – von erschwinglich bis hochpreisig – liefern mehr oder weniger hochwertige Komponenten für die Wandmontage mit. Das ist löblich, allerdings sind bei manchen Versionen die Schrauben und Dübel ziemlich billig oder passen nicht zu euren Wänden.

Es fällt indes sofort negativ auf, wenn etwa das Panasonic-Modell keine Batterien für die Fernbedienung an Bord hat. Auch solche Details können manchmal nerven.

In Sachen Kabel-Zubehör hat jeder Hersteller andere Präferenzen. Die Samsung HW-M450 Soundbar war die erste im Test, die ein optisches Kabel mitgeliefert hat und mich deswegen auch in die Verbindungs-Sinnkrise gestürzt hat.

Die TaoTronics TV Soundbar TT-SK017 war sogar so nett und hat gleich noch ein Klinke-Cinch-Modell zum optischen Kabel mitgeliefert.

Bei Sonos gab es einen HDMI-OPT-Adapter. Alles, was ich nicht extra kaufen muss, nehme ich gern mit.

Unter „Zeugs“ verbuche ich außerdem ein Design-Detail, das zumindest am Anfang wichtig ist: Die Art und Weise, wie die Soundbar optische Informationen zum Modus oder der Funktion liefert. Hier gibt es meist drei grundsätzliche Varianten:

  • LED-Lichtleiste mit einem Licht pro Information
  • Reduzierte Lichtleiste mit „Codes“
  • LED-Text

Keine der drei Varianten ist pauschal besser oder schlechter. Die Codierungen und Lichter müssen nur eindeutig sein. Hervorragend klappt das zum Beispiel bei der Sharp HT-SB110 2.0 Soundbar. Richtig schlecht klappt das bei LG.

Die Textausgaben wie bei der Sony HT-RT3 und der Samsung HW-M450 Soundbar befinden sich meist im Subwoofer und sind in diesen beiden Fällen auch sehr schnell verständlich und gut lesbar.

Dann gibt es noch kleine Sonderfälle wie die Panasonic SC-HTB254EGK, wo die LED-Leiste zwar eindeutig codiert ist, sich aber auf der Oberseite der Soundbar befindet. So kann ich sie von meinem Fernsehplatz aus nicht sehen. Ich musste jedes Mal aufstehen, um zu checken, wo ich mich gerade in den Einstellungen befinde.

Panasonic SC-HTB254EGK LED Anzeige

Eigentlich sagt man: Ich setz’ mich vor den Fernseher – nicht über ihn. Warum Panasonic die LED-Dioden trotzdem auf die Oberseite packt, bleibt für mich nach wie vor ein Rätsel

Ihr seht schon, diese Nebensächlichkeit ist gar nicht so nebensächlich.

Auch dies ist wieder ein Punkt, der nirgendwo erwähnt wird, aber in der Praxis riesige Unterschiede machen kann. Zum ersten Mal fiel er mit bei der LG SJ4 auf:

Diese Soundbar reagiert unheimlich träge auf die Befehle, die ich ihr mit ihrer eigenen Fernbedienung gebe. Das riesige Problem dabei: Ihr habt das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, drückt die Taste erneut und segelt damit an eurer ursprünglich gewünschten Funktion vorbei, da der Klangriegel die Funktion dann doppelt ausführt.

Dieser Faktor war ein Grund dafür, warum mich das LG-Modell so endlos frustriert hat. Da ich es als erstes Produkt im Test am Wickel hatte, hat mir LG tatsächlich die Lust auf Soundbars madig gemacht.

Umso größer fiel dann ins Gewicht, dass praktisch alle anderen Modelle blitzschnell auf meinen Tastendruck ansprachen. Lediglich bei der Panasonic SC-HTB254EGK musste ich wieder eine kleine Verzögerung feststellen, die nur davon aufgefangen wurde, dass das Gerät ansonsten super und bei weitem nicht so lahmarschig wie die LG war.

Soundbar Kauftipps im Überblick

Für alle, die unter der TL;DR-Krankheit (too long; didn’t read) leiden und die wichtigsten Kauftipps für Soundbars lieber in kompakter Form beherzigen wollen, habe ich die grundsätzlichen Faktoren noch einmal in einer Tabelle zusammengefasst.

TestfaktorAngegeben alsWorauf ihr achten solltet
Enthaltene SoundkomponentenZahlenwert im Stil „X.Y“ (zum Beispiel 2.1 Soundbar)Je größer der Raum und je differenzierter und fülliger der Klang werden soll, desto größer muss X sein. Ein externer Subwoofer (Y=1) ist für Kinofans eine entscheidende Idee
LeistungZahlenwert in W RMSAbhängig von der Anzahl der Audiokanäle. Je mehr, desto besser für große Räume und Blockbuster-Fülle geeignet

ACHTUNG: Fehlt die Angabe „RMS“ entspricht die tatsächliche Leistung meist nicht der angegeben Leistung!
Konnektivität: HDMIJa oder NeinHDMI unbedingt mit CEC/ARC-Standard

ACHTUNG: HDMI-Kabel meist nicht enthalten. Beim Kauf dran denken!
Konnektivität: OPTJa oder NeinOptische Verbindung sorgt für besten Audiogenuss, manchmal ist das Kabel schon an Bord
Konnektivität: AllgemeinAUX, USB, BluetoothJe mehr Anschlüsse, desto individueller könnt ihr die Soundbar verwenden
Unterstützte Audioformate„Markennamen“ wie Dolby DigitalNur, wenn sie vorhanden, können (moderne) Filme auch mit echtem Kinosound ausgegeben werden!
MaßeZahlenwerte in cmAchtet insbesondere auf die Höhe und die Länge – Soundbars dürfen den Bildschirm nicht versperren und müssen vollständig auf der Unterlage stehen
Audio-Besonderheiten & SoundmodiMarkennamen & AnzahlDie Anzahl der Presets und Equalizer-Möglichkeiten ist wichtiger als die automatischen Modulierungen
SteuerungFernbedienung im Lieferumfang, TV-Fernbedienung, AppIntuitive Fernbedienung für die Soundbar ist ausnehmend wichtig, insbesondere, wenn ihr kein HDMI nutzen wollt

Darüber hinaus halte ich auch folgende Details für unabdingbare Bestandteile einer guten Soundbar:

  • Wenn Subwoofer, dann sehr fein regelbar
  • Schnelle Reaktion auf Befehle über die Fernbedienung
  • (Für euch) sinnvoll positionierte LED-Panels
  • Einfache LED-Codierung oder einzelne Lichter pro Funktion

Ich freue mich, wenn ihr mir eure eigenen Praxiserfahrungen mitteilt und weitere Nebensächlichkeiten nennt, die für gute Soundbars unheimlich entscheidend sind. Ich ergänze diese Liste dann fortlaufend.

So haben wir getestet

Bei der Vorbereitung zu diesem Test bin ich in eine Falle getappt, die ich mir selbst gestellt habe: Ich dachte mir viel zu komplizierte Szenarien aus und überlegte fieberhaft, wie ich euch die Klangerlebnisse mit der jeweiligen Soundbar bis ins Detail nachvollziehbar vermitteln kann.

Irgendwann ging mir dann doch ein Licht auf: Die Hauptaufgabe dieser Gerätekategorie ist es, den Fernsehton zu verbessern und im Idealfall ein Klangerlebnis wie im Kino zu schaffen. Mehr nicht.

Und ich habe einen Fernseher, eine bestimmte Raumgröße, zwei Ohren, viel Hörerfahrungen und ein Netflix-Abo. Auch kenne ich das Problem zur Genüge, beim Fernsehgucken nichts zu verstehen.

Also bin ich in die Rolle des Konsumenten geschlüpft und habe mir eine klare Frage gestellt: Fühl ich mich mit dem Klang aus der jeweiligen Soundbar beim Filmabend endlich wohl und muss nicht mehr ständig an der Lautstärke rumfriemeln?

Die Eckdaten für den Soundbar-Test in meinem eigenen Wohnzimmer sehen folgendermaßen aus:

  • Raumgröße: circa 15 Quadratmeter, größtenteils rechteckig
  • Raumbeschaffenheit: Rigipswände, Backsteinwände, Holzdielen, Schrägen im Grundriss
  • Fernseher: Samsung 43 Zoll (Modelljahr 2017); Bildschirmlänge rund 87 Zentimeter; Abstand Kommode zu Bildschirm (Höhe) rund 7 Zentimeter
  • Aufstellungsort: auf Holzkommode, Länge rund 80 Zentimeter
  • Typische Sitzposition: Frontal mit circa 2,5 Meter Abstand

Solltet ihr euch nun wundern, dass die Fotos etwas anders aussehen: Damit ihr die Soundbars im besten Licht seht, haben wir sie extra fotografiert – und das nicht in meiner kleinen, dunklen Butze.

Soundbar Test Setting

Das waren die eigentlichen Bedingungen unserer Raumbeschallung für den Soundbar-Test. Die anderen Bilder dienten dazu, dazu, die Soundbars optimal abzulichten. Lasst euch nicht verwirren

Alle Tests wurden jedoch unter den oben beschriebenen Bedingungen durchgeführt. Nur zum Vergleich: Die Kommode auf den Bildern misst 110 Zentimeter, der Fernseher ist ein 40-Zoll-Modell mit einer Bildschirmlänge von rund 91 Zentimetern.

Ich bin mir bewusst, dass viele von euch Soundbars suchen, die in einem größeren Wohnzimmer funktionieren. Da könnt ihr euch aber auf meine Erfahrung verlassen. Ich habe jedes Gerät daraufhin bewertet, ob es genug Kraft hätte, um auch riesige Grundrisse zum Wackeln zu bringen.

Das lässt sich schon allein an der Leistung und der möglichen Lautstärke ablesen. Außerdem gilt: Wenn der Sound im leisen Zustand im kleinen Raum Matsch ist, braucht ihr es bei großen Räumen gar nicht erst versuchen.

Um wirklich nah an der Konsumentensicht zu bleiben, habe ich jede Soundbar so installiert, als würde ich sie für immer behalten wollen. Deshalb habe ich mich jedes Mal nach der optimalen Position für den Subwoofer umgesehen und auch bei eventuellen Rear-Boxen mein Sound-Empfinden zugrundegelegt.

Jede Soundbar habe ich aus meinem geliebten Fernsehsessel heraus angesteuert und von dort überprüft. Da meist kein HDMI-Kabel mitgeliefert wurde, habe ich mein eigenes genommen. Wie ihr es von mir gewohnt seid, habe ich alle Aspekte zum Setup und der grundsätzlichen Funktionalität festgehalten.

Ursprünglich hatte ich vor, die Soundbars nur in der Standardeinstellung mit unterschiedlichen Szenen zu testen und den Unterschied zwischen Übersetzung und Originalton herauszuarbeiten.

Denn für den grundsätzlichen Klang macht es einen riesigen Unterschied, ob ihr eine Serie oder einen Film im Originalton oder mit (deutscher) Synchronisierung guckt. Der Grund ist simpel:

Die originale Tonspur bei Filmen oder Serien wird größtenteils „on location“, also direkt beim Dreh aufgenommen. Dadurch wird der Klang überaus natürlich: Ihr hört, ob die Szene draußen oder drinnen spielt, könnt die Position der Charaktere im Raum nachvollziehen, bekommt Hintergrundgeräusche mit und so weiter. Also alles, was einer Szene Atmosphäre verleiht. Von den ureigenen Sprachgewohnheiten des jeweiligen Schauspielers ganz zu schweigen.

Sobald aber dieselbe Szene synchronisiert wird, werden alle diese Unterschiede und Feinheiten plattgemacht. Die Stimmen haben praktisch immer die gleiche Lautstärke und Modulation, viele Hintergrundgeräusche werden nachträglich auf der gleichen Ebene reingestopft und das Ganze klingt so, wie es auch entstanden ist – in einer Sprecherkabine und im Computer erzeugt.

Dies ist ein Grund, warum mich Synchronisationen so abstoßen. Der andere ist, dass wir in Deutschland scheinbar nur fünf Synchronsprecher haben, die alle Figuren jeder Serie verkörpern. Da spricht dann ein offenbar 30-jähriger Erwachsener gerne mal einen Teenager. Schaut mal die dritte Staffel von Stranger Things auf Deutsch, wenn ihr wissen wollt, was mich so aufregt.

Schon nach den ersten Vortests fiel mir aber auf, dass es gar nicht um den Synchro-Snobismus geht. Sondern vielmehr darum, welche unterschiedlichen Fähigkeiten eine Soundbar mitbringt, um aus unterschiedlichen Szenen mit ganz anderen Voraussetzungen alles herauszuholen.

Mir wurde dabei auch klar, wie wichtig die Presets und Equalizer-Einstellungen sind, wie wichtig es ist, dass ihr den Bass feinteilig regeln könnt und warum es tatsächlich eine Rolle spielt, was ihr euch am liebsten anguckt.

Die Lautsprecher müssen dafür sorgen, dass ihr selbst das leiseste Flüstern und Schauspieler, die eher murmeln als reden, bestens versteht. Außerdem muss der Klang so moduliert werden, dass die einzelnen Tonereignisse in einer „vollgepackten“ Szene gut voneinander zu unterscheiden sind und den gewünschten Effekt haben.

Ich suchte also eine Soundbar, die genau diese Schwierigkeiten löst und bei einer noch moderaten Lautstärke wirklich alle Ereignisse einer Szene hervorragend abbildet – in welcher Sprache oder welcher Einstellung auch immer.

Denn meine Annahme ist: Wenn ihr einmal ein Setting gefunden habt, das euren Ohren gefällt, werdet ihr im Alltag kaum ständig nachpegeln. Das gebietet schon das Gesetz der Freizeit-Faulheit.

Die Testszenen für euch zu finden, war indessen ziemlich leicht. Ich brauchte einen Dolby-Blockbuster mit vielen Explosionen und einen Film oder eine Serie, bei der hauptsächlich gesabbelt wird.

TaoTronics TV Soundbar Uebersicht

Auch wenn in unseren Bildern immer Red Dead Redemption auf dem Bildschirm flimmert, haben wir für unsere Hörproben andere Testszenen gewählt

Fündig wurde ich bei Netflix, da dieser Streaming-Dienst zum Testzeitpunkt die meisten Abonnenten hatte. DVDs oder BlueRays kaufen immer weniger, das normale Fernsehprogramm lässt sich kaum reproduzierbar testen – und ich empfange es sowieso nicht.

Ich gehe mal davon aus, dass ich mit diesen Gewohnheiten perfekt im Durchschnitt liege, oder?

In Sachen Sabbel-Serie fiel meine Wahl praktisch sofort auf Sherlock, die ich euch empfehlen kann, wenn ihr auf intelligente Unterhaltung steht und britischen Humor zu schätzen wisst. Außerdem habe ich Benedict Cumberbatch noch nie deutlich sprechen hören.

Als Gegenentwurf habe ich Iron Man 3 ausgewählt – einfach, weil die Marvel-Filme in Sachen Blockbuster-Effekte momentan das Maß aller Dinge sind. Die Szenenauswahl erfolgte mehr oder minder zufällig – allerdings entlang der oben bereits erwähnten typischen Soundfaktoren:

1. TV-Serie: „Sherlock“

Staffel 1, Folge 1 – ab Minute 8:30: Sprechszene in einer Pathologie

  • Ohne Soundbar: Unterschiedliche britische Akzente, Sherlock spricht ausnehmend leise und undeutlich, andere Personen lauter, dazwischen Soundeffekte und etwas Hintergrundmusik, die überlaut zu hören ist (im Vergleich zum Dialog).

2. Blockbuster: „Iron Man 3“

Film mit 5.1 – ab Minute 34:30: Haus fliegt in die Luft, schneller Wechsel zwischen Bombast und Sprechanteilen

  • Ohne Soundbar: Ich muss ständig die Lautstärke regeln, weil Stimmen schwer zu verstehen sind (zu leise) und gleich danach wieder die Hölle losbricht (zu laut).

Beide Szenen sind also in ihrem Grundsetting für meinen Fernseher und meinen Raum das Worst-Case-Szenario. Und haben gerade dadurch die Beurteilung der Soundbars und ihrer Settings ziemlich einfach gemacht.

Jede Szene habe ich einmal im vorgegebenen Standard-Modus und jeweils in den unterschiedlichen Soundsettings überprüft. Notwendiges Gefrickel am Subwoofer habe ich einzeln angegeben. Hier schonmal ein kleiner Spoiler: Das war weit weniger nötig, als ich zunächst dachte.

Alle anderen Faktoren, die ich oben angegeben habe, habe ich einzeln in jedem Soundbar-Test überprüft. Und zwar sehr genau.

FAQ Soundbars: Was immer wieder auftaucht

Viele der folgenden Fragen habe ich mir selbst mehrfach gestellt oder sie immer wieder in irgendwelchen Foren gefunden. Meine Antworten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ich freue mich, wenn ihr als erfahrene Nutzer eure eigenen Ideen und Kenntnisse einbringt. Anhand dessen werde ich diese Liste wie immer aktualisieren.

Viele Ratgeber betonen immer wieder, dass ihr die Soundbar unbedingt „mittig“ aufstellen müsst, um das beste Klangerlebnis zu erhalten. Denn es geht darum, dass der Sound im perfekten Winkel auf eure Ohren trifft.

Dem widerspreche ich teilweise – und mache diesen Widerspruch zu einem Faktor in unserem Soundbar-Test.

Für mich ist es wichtig, dass die Soundbar den Klang so optimiert, dass auch beim Rudelgucken jeder Beteiligte ein super Hörerlebnis hat – ob er nun den Premium-Platz direkt mittig oder nur den Katzentisch vorm Klo erwischt hat.

Außerdem will ich nicht jedes Mal die Soundbar verschieben müssen, wenn ich mich aus meinem angestammten Fernsehplatz auf Couch 1 oder Couch 2 begebe. Und ich werde ganz sicher nicht meine Einrichtung ändern, nur weil bestimmte Möbel oder Wandverläufe die optimale Soundverteilung behindern.

Ich stimme aber zu, dass ihr bei der Erstinstallation ein wenig rumprobieren solltet, mit welchem Standort und welcher Ausrichtung euer Raum am besten beschallt wird.

Gerade die leistungsstarken Soundbars im Test waren hier ganz weit vorne. Auch wenn sie mich sonst genervt hat, war die Sonos Beam Soundbar in Sachen raumfüllender Klang wirklich am besten unterwegs. Mit der iOS-App könntet ihr das Zimmer sogar digital einmessen und so theoretisch ein optimales Klangergebnis aus euren Gegebenheiten zaubern.

Der Nachtmodus – oder auch „Night“-Funktion usw. – macht etwas ziemlich Kluges: Er dämpft den Subwoofer und gibt mehr in die Stimmen. Das verzerrt zwar den Klang etwas, macht aber das Hören gerade in der ruhigen Nacht für euch und eure Nachbarn angenehmer. Schön gelöst ist das zum Beispiel bei der Samsung HW-M450 Soundbar.

Die Kategorie Sounddecks erwähne ich hier der Vollständigkeit halber. Der Unterschied zeigt sich schon im Aufbau und Namen: SoundBARS sind Riegel, SoundDECKS ähneln einem Plattenspieler und ihr könnt den Fernseher mit entsprechendem Fuß direkt auf das Gerät stellen.

Der Vorteil ist hier, dass der Subwoofer schon eingebaut ist und keinen extra Platz benötigt. Mit einem sogenannten Downfiring-Bass, der nach unten abstrahlt, wird das kugelrunde Wumms-Erlebnis in gleicher „Höhe“ wie der Rest des Klangs erzeugt.

Das führt theoretisch zu einem abgestimmteren Sound. Dafür muss das Deck aber vollständig auf die Kommode oder ins Regal passen, sonst ballert der Bass ins Leere. Und das Deck muss so bemessen sein, dass der Fernseher darauf kippelsicher steht.

Bei manchen Soundbars wie der Samsung HW-M450 Soundbar könnt ihr zusätzlich zum angebotenen Modell ein sogenanntes „Rear-Kit“ bestellen. Dabei handelt es sich um auf das System abgestimmte Rücklautsprecher, die das volle Surround-Erlebnis erzeugen sollen.

So wird aus einer 2.1 Soundanlage also eine mehr oder minder „echte“ 5.1 Soundbar (also eigentlich eine 4.1 Anlage). Das Problem bei Rear-Kits ist nicht nur der zusätzliche Preis, sie benötigen auch – zumindest in diesem Fall – eine eigene Empfangsstation.

Also steht wieder ein technisches Gerät mehr in der Gegend rum, das Platz wegnimmt, Strom frisst und nicht das hübscheste Deko-Objekt der Welt ist.

Ich bin der festen Überzeugung, dass dies ein Trick der Hersteller ist. Denn sie behaupten gerne mal, dass Fernseher und Soundbar den gleichen Brand-Name tragen sollten. Das ist Quark. Solange beide Modelle über die gleichen Verbindungsstandards in der gleichen Version verfügen, ist alles fein.

Und das alles gilt sowieso vorrangig für HDMI. Zwar könnt ihr zum Beispiel über Zusatz-Apps vom gleichen Hersteller das ganze System besser integrieren. Aber den Traum vom geschlossenen Smart Home-System träumen nur die Hersteller.

Der beste Ausgangspunkt für das Aufstellen einer Soundbar ist der Fernseher. Um Bild und Ton für eure Augen und Ohren optimal zusammenzubinden, sollte der Soundriegel nah über oder unter dem Bildschirm stehen.

Bei vielen Modellen wird es nicht genannt, aber der Tipp gilt trotzdem für alle: Sorgt dafür, dass die Soundbar entweder möglichst frei stehen oder an der Wand – ohne zu viele Begrenzungen links und rechts – hängen kann.

Dadurch breitet sich der Schall sauber im Raum aus und wird nicht von Regalbrettern oder anderen Hindernissen falsch reflektiert oder verschluckt.

Genauso wichtig ist es, dass ihr beim Aufstellen dafür sorgt, dass der Soundriegel vollständig auf der Unterlage steht. Sonst gibt es eine Klangabweichung zwischen dem Teil, der den Untergrund berührt, und den „luftigen“ Enden. Dadurch nehmt ihr Töne verzerrt wahr.

Leicht schwingende Materialien (etwa Holz) können gerade bei Soundbars ohne Subwoofer für noch ein wenig mehr Fülle sorgen.

Soundbars Fernseher blank

Mein toller Holztisch schwingt immer gut mit

Der Subwoofer wiederum solltet ihr möglichst nah links oder rechts vom Fernseher-Ensemble mit der Front zu euch positionieren. Die Nähe sorgt nicht nur für eine optimale Bluetooth-Verbindung zwischen beiden Komponenten, sie bindet auch wiederum alle Soundereignisse so zusammen, dass sie möglichst gleichzeitig auf euer Ohr treffen.

Fazit: Wer hat wirklich was von Soundbars?

Im Soundbar-Test habe ich mit der Panasonic SC-HTB254EGK einen ziemlich großartigen Vertreter der Kategorie gefunden und meine Grundeinstellung, dass Soundbars die Eierkocher der Audiowelt seien, etwas revidiert:

Es ist nicht nur Luxus, dass es sie gibt. Sie sorgen tatsächlich in vielerlei Hinsicht für ein besseres Klangerlebnis beim Heimkino-Abend. Wer hingegen nur Serien guckt oder Fernsehen als Nebenbei-Angelegenheit betrachtet, kann mit dem etwas mickrigen Sound aus der Mattscheibe locker leben.

Soundbars alle Geraete im Ueberblick

Nochmal alle Testkandidaten im Überblick. Da werden sicher noch welche dazukommen

Ich glaube dennoch, dass die Hersteller den Hype künstlich anheizen bzw. den Bedarf nach der Soundbar überspitzen, um mehr Zeug zu verkaufen. Wenn ihr absolute Cineasten seid und euer Wohnzimmer nach Kino-Ansprüchen gestaltet, dann reden wir sicher über eine gewisse Notwendigkeit. Ansonsten handelt es sich um ein „Kann man machen“-Produkt.

Einer Käuferkategorie lege ich Soundbars indes wirklich ans Herz. Und das meine ich ohne Ironie: Wer (altersbedingt) Probleme mit dem Gehör hat, wird Soundbars lieben. Denn ich kenne genug Best Ager, bei denen ich aus dem Raum gehen muss, wenn sie Fernsehen schauen. Dann wird das Ding so laut eingestellt, dass die Wände wackeln.

Gerade die Modulierung von Stimmen ist immer das Problem. Und das können sehr viele Soundbars schon ab einem vergleichsweise geringen Preis lösen. Je älter die Nutzer werden, desto stärker solltet ihr gleichzeitig auch auf einen hohen Bedienkomfort achten.

Und wo haltet ihr Soundbars für die beste Idee? Kann ich euch noch Fragen beantworten oder wollt ihr selbst etwas beisteuern? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!