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ProtonVPN Test

ProtonVPN Test
Sicheres VPN mit abgespeckter Kostenlos-Option.

Tarife ab:

ab 2,39 USD

pro Monat (im 2-Jahres-Abo, „Basic“-Account)

Kostenfreier Tarif verfügbar „Free“-Account mit Einschränkungen

Produktkategorie
Anbieter Websiteprotonvpn.com
Firmensitz und ServerstandortSchweiz
Aktiv seit2014
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account1–10 je nach Account-Typ
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleTCP, UDP via OpenVPN; IKEv2/IPSec
Serverstandorte459 in 34 Ländern

Author

Im Zuge seiner ausführlichen Tests für Sonntagmorgen ist Sebastian schon zum Experten für Cloud-Speicher, Passwort-Manager und Video-Streaming geworden. Dazu passt nichts besser als die sichere Datenübertragung per VPN. Auch hier hat Sebastian für euch die besten und interessantesten Anbieter gründlich getestet. Sebastian

ProtonVPN ist das Schwesternprodukt von ProtonMail, einem bekannten Service für verschlüsselte E-Mails. Während der Firmenauftritt komplett auf Englisch gehalten ist, sitzt das Unternehmen in der Schweiz.

Wie der E-Mail-Dienst fokussiert sich auch das VPN aus dem Hause Proton Technologies auf Datensicherheit und Privatsphäre. Das Alleinstellungsmerkmal ist hier ein Server-Netzwerk namens „Secure Core“, mit dem ihr euren Datenverkehr eine Extrarunde über Island, die Schweiz oder Schweden drehen lassen könnt, um euch zusätzlich abzusichern. Die betreffenden Serverfarmen stehen in Hochsicherheitsanlagen und befinden sich vollständig im Besitz des Unternehmens.

Eine solche Infrastruktur kostet Geld, weshalb sich ProtonVPN auch eher im oberen Preissegment bewegt. Dies gilt allerdings nur, wenn ihr den vollen Funktionsumfang nutzen wollt. Wer auf das eine oder andere verzichten kann, erhält hier auch ein abgespecktes günstigeres oder sogar ein kostenloses Abo. Die Übertragungsraten sind sehr gut und auch P2P-Übertragungen sowie Netflix-Streaming sind mit den höherwertigen Paketen möglich. Unterm Strich hat mich ProtonVPN im Test überzeugt und gehört für mich zu den interessantesten VPN-Diensten auf dem Markt.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Gesamtbewertung

90%

"Sicheres VPN mit abgespeckter Kostenlos-Option."

Benutzerfreundlichkeit
95%
Exzellent
Funktionen
90%
Sehr gut
Geräteunterstützung
85%
Sehr gut
Server-Auswahl
85%
Sehr gut
Geschwindigkeit
95%
Exzellent
Sicherheit
95%
Exzellent
Support
85%
Sehr gut
Preis/Leistung
90%
Sehr gut

ProtonVPN Test 2019: Sicheres Schweizer VPN von kostenlos bis Premium

ProtonVPN ist ein VPN-Service mit Sicherheitsfokus des Schweizer Unternehmens Proton Technologies. Dieses ist besser für ProtonMail bekannt, einen Dienst für verschlüsselte E-Mails mit Millionen Nutzern.

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ab 2,39 USD pro Monat (im 2-Jahres-Abo, „Basic“-Account)

Nachdem ich mir für unseren VPN-Anbieter Test eine ganze Reihe von Konkurrenten näher angesehen habe, gefielen mir mehrere Aspekte von ProtonVPN auf Anhieb. Vor allem gehören dazu:

  • Die Preisgestaltung: Mit einem „Free“-Account könnt ihr ProtonVPN unbegrenzt kostenlos nutzen. Das bieten nur wenige VPN-Services.
  • Die Sicherheit: Das „Secure Core“-Core-Netzwerk von ProtonVPN und die Integration mit dem Tor-Netzwerk bieten zusätzlichen Schutz für eure Daten und Identität.
  • Das Design: ProtonVPN ist leicht zu bedienen und sieht mit seinem Retro-Look sehr cool aus. Letzteres ist aber natürlich Geschmackssache.

Auch die Übertragungsgeschwindigkeiten konnten sich in meinen Speedtests sehen lassen. Beim „Free“-Account waren sie niedriger, was neben der Begrenzung auf ein Gerät und 3 VPN-Standorte dessen wesentlichste Einschränkung ist. Weitere Gratis-VPN-Optionen findet ihr in unserem Artikel „So surft ihr mit einem VPN kostenlos & sicher im Netz: Die 5 besten Anbieter“.

Beim direkten Vergleich mit führenden Konkurrenten wie ExpressVPN oder NordVPN fällt ProtonVPN in ein recht hohes Preissegment. Erst im Paket „Plus“ stehen euch die vollen Features und Server zur Verfügung, und dieses kostet im Jahres- und 2-Jahres-Abo etwas mehr als andere gute VPNs.

VORTEILE

  • Hohe Übertragungsraten
  • Starke Sicherheitsfeatures
  • Kostenlose Option
  • Schickes Design
  • Große Paket-Auswahl

NACHTEILE

  • Etwas höhere Preise
  • Nur Englisch

Abgesehen vom relativ hohen Preispunkt hat mir ProtonVPN rundum sehr gut gefallen.

Pakete und Kosten: Von Gratis bis Premium

Die Preisgestaltung ist gleichzeitig ein Vorteil und ein Nachteil von ProtonVPN. Ich finde gut, dass eine kostenlose Option dabei ist und dass die kostenpflichtigen Pakete noch einmal abgestuft sind. So findet jeder eher etwas genau Passendes und ihr zahlt nicht für ungenutzte Features.

Doch im Verhältnis zu den angebotenen Leistungen kosten bei ProtonVPN alle Pakete außer der Gratis-Option relativ viel. Los geht es mit „Basic“ für 5,00 US-Dollar im Monat bei monatlicher Zahlung und 4,00 US-Dollar bei jährlicher Zahlung.

Das ist ein ziviler Preis – doch der Leistungsumfang ist bei „Basic“ noch recht stark eingeschränkt. Ihr könnt damit das VPN auf nur 2 Geräten nutzen. Weder „Secure Core“ noch Netflix oder die Integration mit dem Tor-Netzwerk stehen euch zur Verfügung.

Auf der Webseite ist die längste Laufzeit ein Jahr. Aber im Administrationsbereich meines ProtonVPN-Kontos hatte ich die Möglichkeit, ein 2-Jahres-Abo zu buchen. Damit sind die Preise noch einmal deutlich günstiger, das „Basic“-Paket sinkt auf günstige 2,39 US-Dollar.

Die „Plus Servers“, die schnellsten Server im Netzwerk, sind erst ab dem „Plus“-Paket verfügbar. Das heißt im Klartext, dass theoretisch nicht nur „Free“ langsamer ist als „Basic“, sondern „Basic“ ist auch langsamer als „Plus“. Im Speedtest machte sich das allerdings nicht bemerkbar – bereits bei „Basic“ waren die Geschwindigkeiten hervorragend.

Doch wer alle Funktionen bei maximaler Geschwindigkeit nutzen will, muss „Plus“ buchen und zahlt dafür monatlich 10,00 US-Dollar im Monats-, 8,00 US-Dollar im Jahres- und 6,63 US-Dollar im 2-Jahres-Abo. Dafür könnt ihr ProtonVPN auf 5 Geräten laufen lassen.

Bei dem Premium-Paket „Visionary“ sind es sogar 10 Geräte. Mit drin ist ein ProtonMail-Account. Dies kostet je nach Laufzeit zwischen saftigen 19,96 und 30,00 US-Dollar im Monat.

Paket/Laufzeit„Free“„Basic“„Plus“„Visonary“
USD/Monat im Monatsabo0,005,0010,0030,00

USD/Monat im Jahresabo0,004,008,0024,00
USD/Monat im 2-Jahres-Abo0,002,396,6319,96
USD/Jahr mit Monatsabos0,0060,00120,00360,00
USD/Jahr mit Jahresabo0,0048,0096,00288,00
USD/Jahr mit 2-Jahres-Abo0,0037,5077,50239,50

Damit bewegt sich ProtonVPN klar im oberen Preissegment. Die 2,39 US-Dollar monatlich im 2-Jahres-Abo sind günstig, doch die Leistung innerhalb des „Basic“-Pakets ist gegenüber den üblichen Leistungen der Konkurrenz stark eingeschränkt.

Beispielsweise bekommt ihr den Monat bei NordVPN im 2-Jahres-Abo für 3,50 Euro und bei CyberGhost für 3,29 Euro. Dafür bieten euch diese Services den vollen Funktionsumfang und die Nutzung auf 6 bzw. 7 Geräten gleichzeitig. Weitere Details findet ihr in unseren ausführlichen Testberichten:

Doch wenn euch 2 Geräte genügen und ihr auch auf „Secure Core“ sowie Netflix-Streaming durch das VPN verzichten könnt, ist das „Basic“-Paket für euch im Vergleich zur Konkurrenz sogar eine günstige Option.

Benutzerfreundlichkeit: Unkomplizierte Anmeldung und Bedienung

Die Anmeldung bei ProtonVPN ist bequem, schnell und einfach. Ich empfehle, zunächst einen „Free“-Account zu erstellen. Dann erhaltet ihr automatisch einen „Plus“-Account zum Ausprobieren des vollen Leistungsspektrums für eine Woche. Ihr müsst keine Zahlungsdaten hinterlegen und dementsprechend auch nicht kündigen.

Zur Einrichtung eures Accounts gebt ihr zuerst eure E-Mail-Adresse ein und erhaltet eine Nachricht mit einem 6-stelligen Zahlencode, den die Website abfragt. Um die Erstellung des Kontos abzuschließen, legt ihr nun noch einen Nutzernamen und ein Passwort fest. Den Nutzernamen könnt ihr auch für ProtonMail verwenden. Deswegen muss er einzigartig sein.

Im nächsten Schritt gelangt ihr zur Download-Seite:

ProtonVPN Test - Download-Seite

ProtonVPN-Anwendungen für die wichtigsten Betriebssysteme

Der Client für mein Windows-System ist schnell installiert. Mit meinem Benutzernamen und Passwort melde ich mich an. Meine kostenlose Probezeit im „Plus“-Paket beginnt:

ProtonVPN Test - Plus-Account 7 Tage kostenlos testen

7 Tage „Plus“ gratis

Also sehen wir uns ProtonVPN einmal näher an.

Funktionen: Standards und Extras

Die sogenannte Tour besteht aus fünf kleinen Textboxen, die euch die wichtigsten Funktionen und Bedienelemente zeigen:

  1. Quick Connect: Verbindet euch automatisch mit dem aktuell schnellsten Server im gesamten Netzwerk. Diese Funktion ist Branchenstandard.
  2. Profiles: Dies gibt es bei anderen Anbietern so nicht. Hier könnt ihr Sets von VPN-Einstellungen als Profile speichern, die ihr regelmäßig nutzt.
  3. Countries: Die Länderauswahl. Diese ist natürlich ebenfalls Standard. ProtonVPN bietet Server in 34 Ländern an.
  4. Secure Core: Wenn ihr diese Option aktiviert, läuft euer Traffic durch ein zusätzlich abgesichertes Netzwerk von Servern in Island, Schweden und der Schweiz.
  5. Map: Ihr könnt auch die Kartenansicht nutzen, um euch gezielt mit einem bestimmten Land zu verbinden.

Ich klicke zuerst auf „Quick Connect“ und lande bei einem Server in Deutschland:

ProtonVPN Test - Quick-Connect-Option verbindet mit einem deutschen Server

„Quick Connect“ verbindet mich mit einem deutschen Server

Alternativ dazu könnt ihr die Länder- und Server-Liste unten links in der Software nutzen, um euch direkt mit einem Land oder Server zu verbinden. Beim Überfahren der Flächen mit der Maus erscheint jeweils der „Connect“-Schalter wie hier bei Frankreich:

ProtonVPN Test - Ansicht der Länderauswahl

Länder und Server auswählen

Wenn ihr den Schalter auf Länderebene betätigt, sucht die Software automatisch den schnellsten Server heraus. Ihr werdet also eher selten einen Grund haben, gezielt einzelne Server auszuwählen.

Falls doch, könnt ihr mit der Maus auf die kleinen Info-Symbole zeigen (im Screenshot in gelben Kreisen ganz unten links) und seht dann die aktuelle Auslastung des betreffenden Servers. Das „P“ neben dem Server DE #3 steht für Premium bzw. Plus, markiert also einen der schnelleren Server, für deren Nutzung ein „Plus“-Account nötig ist.

Oberhalb der Länder-Liste seht ihr außerdem den Schalter zur Aktivierung von Secure Core.

Mithilfe der Funktion „Profile“ könnt ihr verschiedene Kombinationen von Verbindungseinstellungen speichern, die ihr häufiger benutzt. Im Reiter „Profiles“ klickt ihr auf „Create Profile“, um die Verbindung zu konfigurieren:

ProtonVPN Test - Speicherbare Verbindungsprofile

Ein Set von Einstellungen zur Wiederverwendung

Ich wähle eine Verbindung über Secure Core mit Ausgang in den USA. Für einen besseren Überblick könnt ihr euren Profilen Farben zuweisen. Die Server-Auswahl innerhalb des gewählten Landes könnt ihr nach Geschwindigkeit vornehmen lassen („Fastest“), nach dem Zufallsprinzip („Random“) oder nach dem Land, durch das Secure Core den US-Server kontaktieren soll: hier die Schweiz oder Island.

Nach einem Klick auf „Save“ steht die Verbindung in eurer Liste zur Verfügung und ihr müsst sie nur einmal anklicken, um euch entsprechend zu verbinden.

ProtonVPN Test - Verbindungsprofil abspeichern

Das neue Profil ist einsatzbereit

Soweit ein Überblick der Hauptfunktionen. Schauen wir nun, welche Feineinstellungen darüber hinaus möglich sind.

Einstellungen

Oben links in der Software findet ihr das Burger-Menü, symbolisiert durch drei horizontale Linien, wie von mobilen Apps bekannt. Der Menüpunkt für die Programmeinstellungen ist „Settings“.

ProtonVPN Test - Menü und Einstellungen

Hier geht’s zu den Einstellungen

Die Menüpunkte sind weitgehend selbsterklärend. Unter „About“ findet ihr Informationen über die installierte Software, unter „Account“ seht ihr euer aktuelles Abo und könnt upgraden oder kündigen. Unter „Profiles“ könnt ihr Profile anlegen und verwalten.

„Help“ öffnet die „Knowledge Base“ auf der Website, unter „Report Bug“ findet ihr ein Formular zur Übermittlung von Fehlerberichten. „Logout“ dient zum Abmelden und „Exit“ zum Schließen der Software.

Das Dialogfenster mit den Einstellungen enthält drei Reiter: „General“, „Connection“ und „Advanced“.

ProtonVPN Test - Einstellungsoptionen

Einstellungsoptionen in drei Reitern

Auf der hier sichtbaren ersten Karte ist vor allem das automatische Starten wichtig (hier „Start with Windows“). Wer grundsätzlich und regelmäßig mit VPN ins Netz gehen will, sollte dies aktivieren. So wird es nicht lästig und ihr riskiert nicht, es zu vergessen. Wenn ihr dazu noch „Start Minimized“ aktiviert, ist nach dem Hochfahren auch kein Programmfenster im Weg.

„Show Notifications“ bezieht sich auf kleine Benachrichtigungsfenster, die erscheinen, wenn die Software minimiert ist und beispielsweise die Verbindung abbricht. Wenn ihr „Early Access“ aktiviert, erhaltet ihr früher Zugang zu neuen Software-Versionen, die dann vielleicht noch nicht ganz stabil laufen. Für Abenteurer.

Zum automatischen Start passt hervorragend die erste Option unter „Connection“. Sie heißt „Auto Connect“ und sorgt dafür, dass die Software automatisch eine Verbindung zum VPN-Netzwerk herstellt, wenn ihr sie startet oder der Autostart dies übernimmt.

ProtonVPN Test - Drei Einstellungen für die Verbindung mit VPN

Weitere drei Einstellungen unter „Connection“

Hier könnt ihr auch die Art der automatischen Verbindung einstellen:

  • mit dem schnellsten Server,
  • mit einem zufälligen Server oder
  • gemäß den Parametern eines gespeicherten Profils.

Diese drei Optionen könnt ihr hier auch für die Funktion „Quick Connect“ festlegen. Voreingestellt ist der schnellste Server.

Als Drittes besteht hier unter Windows die Auswahl zwischen den Protokollen UDP und TCP. Schnelle, aber unsichere Protokolle wie PPTP unterstützt ProtonVPN nicht. Voreingestellt ist UDP.

Unter „Advanced“ findet ihr drei Optionen, die in Wirklichkeit nur zwei sind:

ProtonVPN Test - DNS-Leak-Protection in den Einstellungen kann nicht deaktiviert werden

DNS-Leck-Schutz lässt sich nicht abschalten

  • „VPN Kill Switch“: Diese essenzielle Funktion bieten alle namhaften VPN-Betreiber. Der Kill-Switch unterbindet jeglichen Datenverkehr außerhalb des VPN-Tunnels. Ein Muss, wenn ihr sicher eure Identität verschleiern wollt.
  • „DNS Leak Protection“: Wenn ihr einen Domain-Namen in den Browser eingebt, ruft der Computer durch eine DNS-Anfrage die IP-Adresse der entsprechenden Website von einem DNS-Server ab. Dies ist für jeden Webseitenbesuch nötig. Nebenbei erfährt der DNS-Server dadurch, welche Webseiten ihr besucht. Der DNS-Leck-Schutz stellt sicher, dass ihr nur die DNS-Server des VPN-Betreibers benutzt. Die Option lässt sich nicht deaktivieren, steht hier also eher zur Information.
  • „Split Tunneling“: Hiermit könnt ihr für jede Software individuell festlegen, ob sie durch das VPN kommuniziert oder nicht. In der Regel ist es nicht nötig, bestimmte Datenübertragungen ohne VPN stattfinden zu lassen, doch es schadet nicht, die Möglichkeit zu haben.

Dies sind im Großen und Ganzen die Standardeinstellungen, die ihr auch bei jedem anderen guten VPN-Anbieter erwarten könnt. Nur Split-Tunneling ist nicht immer vorgesehen. Positiv ist, dass alles übersichtlich und einfach zu verstehen ist. Es gibt nichts, was ich für den Alltagseinsatz vermissen würde.

Streaming

Beim Video-Streaming eröffnen sich weitere Vorteile eines VPN neben der Datensicherheit und Privatsphäre. Plattformen wie Netflix liefern, je nachdem, an welchem geografischen Ort der Nutzer sitzt, unterschiedliche Inhalte aus. Insbesondere der Netflix-Katalog ist in den USA so groß wie nirgends sonst.

Mit einem VPN spiegelt ihr der Plattform einen Standort in den USA vor und bekommt dadurch Zugriff auf das erweiterte Angebot. Deutsche Synchronfassungen und Untertitel sind wie gewohnt verfügbar.

Auch wenn Netflix der größte Name in diesem Zusammenhang ist, setzen auch andere Video-Plattformen geografische Sperren ein. Um die Inhalte des BBC iPlayer zu sehen, ist eine IP-Adresse im Vereinigten Königreich nötig, für manche Inhalte des ORF ein Standort in Österreich et cetera. Hierzu empfehle ich unseren Artikel über die besten VPN-Dienste für Österreich.

Leider funktioniert die Umgehung von Geosperren mit einem VPN nicht immer. Der Grund ist, dass die Video-Plattformen sich dagegen wehren, indem sie VPN-Nutzer auf technischem Weg aufspüren und den Zugriff für sie blockieren. Bei Netflix sieht das dann so aus:

ProtonVPN Test - Netflix-Fehleranzeige wegen VPN-Sperre

Netflix: „Mit dem VPN kommst du hier nicht rein“

Deswegen ist es sinnvoll, vor der Entscheidung für einen VPN-Anbieter in Erfahrung zu bringen, ob alle interessanten Streaming-Angebote damit funktionieren. Da Netflix in der Regel mehr Probleme verursacht als andere, verwende ich den Streaming-König gerne als Beispiel für meine VPN-Tests. Weitere Informationen dazu enthält unser Artikel „Netflix-Sperre umgehen 2019: Kein Problem mit dem richtigen VPN!

Zum Testen verwende ich die Filme der Reihe „Indiana Jones“. Sie sind für Netflix-Kunden aus den USA verfügbar, aber nicht für unsereinen in Europa. Das zeigt sich bei einer entsprechenden Suchanfrage: Netflix bietet mir nur alternative Filme an, aber keinen der gesuchten Reihe.

ProtonVPN Test - Erfolglose Suche nach Spielfilm bei deutschem Netflix

Fehlanzeige: Keine Schatzsuche bei Netflix Deutschland

Nun werfe ich ProtonVPN an und stelle eine Verbindung mit einem US-Server her. Die Auswahl lasse ich die Software treffen, was aufgrund der Voreinstellung bedeutet, dass ich die aktuell schnellstmögliche Verbindung bekomme.

Nach wenigen Sekunden steht die Verbindung und ich wiederhole meine Stichwortsuche:

ProtonVPN Test - Nach Verbindung mit US-Server erfolgreiche Filme-Suche auf Netflix

Mit US-VPN sind die Filme verfügbar

Wunderbar, da sind sie! Doch nicht zu früh freuen, denn die Sperre greift immer erst beim Starten eines Videos. Bis zum erweiterten Suchergebnis gelangt ihr mit jedem VPN – aber nicht bis zum Abspielen des Films.

Doch mit ProtonVPN klappt es. Es dauert nach dem Klick einige Sekunden, bis der Film startet, aber dann läuft er problemlos ab.

ProtonVPN Test - Erfolgreiche Verbindung zum US-Netflix-Filmprogramm

Test bestanden: US-Netflix steht zur Verfügung

Bevor die düsteren Rituale beginnen, können wir das Thema Video-Streaming hier abschließen und festhalten, dass sich ProtonVPN für das Netflix-Streaming eignet – jedenfalls mit einem „Plus“-Account.

Mit einem kostenlosen „Free“-Account stehen zwar auch 2 Server in den USA zur Verfügung, doch mit diesen klappt es nicht. Beim Versuch, den Film zu starten, meldet Netflix nur den oben gezeigten „Streaming-Fehler“. Dasselbe passiert beim Test mit einem „Basic“-Account.

Eine ProtonVPN-Hilfeseite bestätigt mein Testergebnis: Für Netflix ist ein „Plus“-Account von ProtonVPN nötig.

Geräteunterstützung: Flexibel dank OpenVPN

Da ProtonVPN das offene Protokoll OpenVPN nutzt, könnt ihr den Dienst im Prinzip auf jedem Gerät einsetzen, das Verbindungen über OpenVPN ermöglicht. Allerdings gibt es nur für die wichtigsten Betriebssysteme eine Software, die alles weitgehend automatisch für euch einrichtet: Windows, macOS, Android und iOS.

Für die Einrichtung einer Verbindung auf Linux-Rechnern und DD-WRT-Routern hält ProtonVPN ausführliche Anleitungen bereit – allerdings nur auf Englisch.

Server-Auswahl: Relativ wenig, aber ausreichend

ProtonVPN unterhält 459 Server in 34 Ländern. Diese sind über alle 5 Kontinente verteilt. Die meisten Server und Standorte befinden sich in den USA und Europa. In Südamerika ist Brasilien der einzige Standort, Afrika ist mit 4 Servern in Südafrika versorgt.

Das ist von den Zahlen her relativ wenig für einen Anbieter im oberen Preissegment. NordVPN beispielsweise ist im Jahres-Abo günstiger als ein „Plus“-Account bei ProtonVPN und betreibt mehr als 5.000 Server in 62 Ländern. ExpressVPN kostet im Jahres-Abo ungefähr das Gleiche und bietet mehr als 2.000 Server in 94 Ländern.

ProtonVPN Test - ExpressVPN-Homepage mit Server-Standort-Information

ExpressVPN wirbt bei circa gleichem Preis mit Standorten in fast 3-mal so vielen Ländern

Doch für die Hauptfunktionen eines VPN – Datensicherheit und Geosperren-Umgehung – sind die Anzahl der Server und Länder meist nicht ausschlaggebend. Für die meisten Anwendungsszenarien sind die relevanten Länder abgedeckt und für Anonymisierung und Verschlüsselung ist das Land beinahe egal.

Die Besonderheit bei ProtonVPN ist eher die eingeschränkte Nutzung der Server-Infrastruktur in den „Free“- und „Basic“-Accounts. Bei „Free“ stehen nur 3 Länder zur Verfügung und die Geschwindigkeit ist gedrosselt, bei „Basic“ ist immer noch die Anzahl der Server reduziert. Die Auswahl enthält nicht die schnellsten und ermöglicht kein Netflix-Streaming.

„Free“ ist ein tolles kostenloses Angebot, das sich von anderen Gratis-VPNs dadurch abhebt, dass es das Übertragungsvolumen nicht deckelt. Über die anderen Einschränkungen würde ich da nicht meckern – ein vollwertiges VPN gibt es nun einmal nicht kostenlos.

„Basic“ ist ein Grenzfall. Die Preise sind günstig, aber die Einschränkungen sind deutlich spürbar. Nur 2 Geräte, kein Netflix-Streaming, kein „Secure Core“. Die Geschwindigkeiten sind allerdings gut. Ob sich ProtonVPNs „Basic“ lohnt oder das Geld besser bei einem Anbieter wie NordVPN oder CyberGhost investiert ist, hängt vom individuellen Bedarf ab.

So richtig interessant wird ProtonVPN erst mit dem „Plus“-Paket, das preislich in der obersten Kategorie liegt.

Geschwindigkeit: In der Oberliga

Um die Übertragungsraten bei ProtonVPN zu testen, habe ich jeweils mit einem „Free“-, einem „Basic“- und einem „Plus“-Account zwei Speedtests durchgeführt. Ein Test mit „Visionary“ erübrigt sich, da hier dieselben Server zur Verfügung stehen wie mit „Plus“.

Den ersten Speedtest starte ich immer mit der Verbindung, die mir die Software durch ein automatisches „Quick Connect“ zuteilt. Den zweiten führe ich immer mit einem Server in den USA durch. Für den „Plus“-Account teste ich die Geschwindigkeit zusätzlich mit aktiviertem „Secure Core“.

Meine DSL-Verbindung schafft laut Vertrag 50.000 Kilobit pro Sekunde im Download und 10.000 Kilobit pro Sekunde im Upload. Zu Stoßzeiten ist sie langsamer, aber am späten Abend oder frühen Morgen liegen die Übertragungsraten recht genau bei diesen Werten. Ich habe abends getestet, um zu sehen, ob ich die Leitung mit den verschiedenen ProtonVPN-Accounts voll nutzen konnte.

Fangen wir mit dem kostenlosen „Free“-Account an. Dieser umfasst nur die Niederlande, die USA und Japan als Server-Standorte. Wie erwartet erhielt ich durch „Quick Connect“ eine Verbindung mit den Niederlanden. Das Ergebnis:

ProtonVPN Test - Speedtest mit Free-Account und VPN-Serververbindung mit den Niederlande

Niederländischer VPN-Server mit „Free“-Account

Ich bleibe beim Download deutlich hinter dem Maximum zurück, aber die gut 23 Megabit pro Sekunde sind für ein kostenloses Angebot immer noch ordentlich. Sie genügen für schnelle Downloads und hochauflösendes Video-Streaming. Beim Upload ist hier überhaupt keine Einbuße erkennbar.

Auch der Ping ist gut. Der Ping ist die Zeit, die vergeht, bis eine Antwort vom kontaktierten Server kommt, in Millisekunden.

Als nächstes teste ich den „Free“-Account mit einem US-Server:

ProtonVPN Test - Speedtest US-Server mit Free-Account

VPN-Server in den USA mit „Free“-Account

Die Download-Rate ist noch besser, der Upload eher schwach. In zwei weiteren Testläufen blieb die Upload-Rate bei Werten um 2 bis 3 Megabit pro Sekunde. Eine deutliche Einschränkung, aber immer noch für die meisten Anwendungen verkraftbar und ausreichend.

Im „Basic“-Account führt mich der „Quick Connect“ zu einem Server in Deutschland. Die Ergebnisse des Speedtests sind hervorragend:

ProtonVPN Test - Speedtest mit deutschem Server verbunden im Basic-Account

Speedtest mit deutschem VPN-Server im „Basic“-Account

Diese Werte sind nicht von der Performance meines Anschlusses ohne VPN zu unterscheiden. Perfekt bis hin zum Ping. Und hier gleich das Ergebnis mit US-Server:

ProtonVPN Test - Speedtest USA-Server mit Basic-Account

Ein US-Server im „Basic“-Account

Die Download-Geschwindigkeit ist immer noch nahe am Maximum, der Upload etwas langsamer. Doch das liegt im Bereich normaler Schwankungen. Auch der höhere Ping ist bei längeren Distanzen normal.

Ein Test mit „Plus“ erübrigt sich, weil mein Anschluss mit „Basic“ bereits an seinem Maximum ist. Nur wie es mit „Secure Core“ aussieht, ist noch interessant. Ich schalte das Feature also ein und klicke auf „Quick Connect“. Das Ergebnis ist wieder eine Verbindung mit einem Ausgangsserver in Deutschland:

ProtonVPN Test - Speedtest Deutschland mit Secure Core im Plus-Account

Geschwindigkeiten mit aktiviertem Secure Core im „Plus“-Account

Wieder hervorragende Werte – nur der Ping ist etwas höher. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass ihr je für eine Anwendung einen niedrigen Ping und ein Maximum an Sicherheit benötigt. Eine schnelle Server-Antwort ist zum Beispiel beim Online-Gaming wichtig. Dafür genügt auch ein einfaches VPN – sofern es überhaupt nötig ist.

Fazit: Die Übertragungsraten sind bereits im „Basic“-Account sehr gut. Unterschiede zwischen „Basic“ und „Plus“ zeigen sich höchstens bei sehr schnellen Verbindungen, wenn überhaupt. Im Feld der Konkurrenten steht ProtonVPN bei der Geschwindigkeit bereits mit „Basic“ sehr gut da.

Im „Free“-Account sind deutliche Verluste zu erkennen, doch ihr habt damit immer noch schnelles Internet und könnt locker z.B. Videos in hoher Auflösung streamen. ProtonVPNs „Free“ ist definitiv eines der besten kostenlosen VPNs auf dem Markt.

Mobile Nutzung: ProtonVPN unter Android und iOS

ProtonVPN ist auch als App für iPhone, iPad und Android-Geräte verfügbar. Wer ein „Basic“-Paket hat, kann 2 Geräte mit dem VPN-Netzwerk verbinden. Für viele dürfte das genügen, weil es die gängige Ausstattung mit einem Computer und einem Smartphone abdeckt. Im kostenlosen Paket ist leider nur ein Gerät inbegriffen.

Die App ist im Wesentlichen genauso aufgebaut wie die Desktop-Software. Sie hat drei Ansichten: die Länder-Liste, die Weltkarte und die Liste der benutzerdefinierten Profile. In jeder Ansicht findet ihr unten rechts den Knopf zum schnellen Verbinden und oben den Ein-/Aus-Schalter für Secure Core.

ProtonVPN Test - VPN-App zeigt Länderliste nach Start

Nach dem Öffnen zeigt die App zunächst die Länder-Liste

ProtonVPN Test - VPN-Verbindung mit App

Die Verbindung ist schnell hergestellt

Die Verbindung steht bereits 1 bis 2 Sekunden nach der Betätigung des Knopfes. Die Ansicht wechselt zu einer Echtzeit-Darstellung von Informationen zur aktuellen Verbindung und Datenübertragung.

Indem ihr den im Screenshot hervorgehobenen Pfeil (oben rechts) antippt, klappt ihr die Verbindungsdaten ein und gelangt zurück zur üblichen Ansicht der Länder-Liste, Weltkarte oder Profile. Dort könnt ihr die Verbindung einfach durch nochmaliges Antippen des Quick-Connect-Knopfes wieder trennen.

Wenn ihr „Secure Core“ aktiviert, gilt die Einstellung für alle Verbindungen, egal ob „Quick Connect“ oder manuelle Auswahl. In der Kartenansicht ist visualisiert, durch welches Secure-Core-Land ProtonVPN eure Verbindung zum gewünschten Ausgangsserver herstellt:

ProtonVPN Test - Secure Core-Verbindungen visuell in der App

Visualisierte Verbindungen zwischen „Secure Core“ und Ausgangsservern

ProtonVPN Test - Länderliste mit Secure Core in der mobilen App

Mit Italien ist „Secure Core“ über die Schweiz verbunden

Hier habe ich auf den Kreis in der Schweiz getippt und bekomme angezeigt, mit welchen Ländern die „Secure Core“-Verbindung über die Schweiz erfolgt. Wie mit etwas Mühe zu erkennen ist, gehört dazu z.B. Italien. Dieselbe Information lässt sich stets auch der Länder-Liste entnehmen.

Die Profil-Funktion steht in der App ebenfalls zur Verfügung. ProtonVPN synchronisiert gespeicherte Profile allerdings nur über Installationen auf demselben System – also etwa von Windows zu Windows oder von Mac zu Mac.

Ihr könnt also grundsätzlich keine auf dem Desktop angelegten Profile auf mobilen Endgeräten nutzen oder umgekehrt, sondern müsst Profile unter jedem Betriebssystem separat pflegen.

Die Einstellungsoptionen sind auch hier überschaubar – sie passen fast auf eine Display-Länge:

ProtonVPN Test - App-Einstellungen

Einstellungen von Quick Connect bis Split Tunneling

In den meisten Fällen könnt ihr hier alles so lassen – solltet aber unbedingt „Always On“ aktivieren, um eure Daten und Identität bestmöglich zu schützen.

Sonst findet ihr im Menü oben links im Wesentlichen dieselben Punkte wie in der Desktop-Software.

Unterm Strich ist auch die App ansprechend gestaltet und ihre Bedienung leicht verständlich. Ähnlich wie bei NordVPN halte ich die Kartenansicht eher für Spielerei, da sie auch nicht mehr Informationen enthält als die Länder-Liste und bei vielen Standorten auf engem Raum schnell unübersichtlich wird. Immerhin sieht sie schick aus.

Sehr gut gefällt mir, wie rund die App läuft und wie schnell sie Verbindungen herstellt und trennt. Das gilt auch für Verbindungen über „Secure Core“.

Sicherheit: „Secure Core“ und Tor-Netzwerk

Die Sicherheit steht im Zentrum der Selbstdarstellung und Werbung von ProtonVPN. Verschlüsselte E-Mails, VPN und der Sitz in der Schweiz passen in dieser Hinsicht gut zusammen.

ProtonVPN verschlüsselt euren Datenstrom mit AES-256, dem höchsten gängigen Standard. Das ist allerdings auch bei anderen VPN-Anbietern üblich. Was ihr dort nicht unbedingt bekommt, ist „Secure Core“ und die bequeme Nutzung des Tor-Netzwerks per Klick.

Der „Secure Core“ ist, wie erwähnt, ein besonders abgesichertes Server-Netzwerk in Island, Schweden und der Schweiz. Wenn ihr die Option aktiviert, leitet ProtonVPN euren Datenstrom durch dieses Netzwerk und erst dann zum Ausgangsserver im gewünschten Land.

Würdet ihr also z.B. eine VPN-Verbindung mit einem US-Server verwenden und dieser Server hätte ein Sicherheitsleck, könnten Hacker oder andere Beobachter nur den Datenstrom zwischen diesem US-Ausgangsserver und dem „Secure Core“-Server in Island, Schweden oder der Schweiz sehen. Eure Identität bliebe also geheim.

ProtonVPN verspricht darüber hinaus, dass die „Secure Core“-Serverfarmen in abgesicherten, teils unterirdischen Bunkeranlagen untergebracht sind und ausschließlich aus firmeneigener Hardware bestehen. Im VPN-Geschäft ist es sonst durchaus üblich, Server anzumieten. Dies rechtfertigt zumindest zum Teil den Aufpreis.

Die Kombination eines VPN mit dem Tor-Netzwerk ist ein weiteres Plus an Sicherheit, das ProtonVPN bietet. Bei der Konkurrenz ist das Bild gemischt – manche bieten die Kombination mit Tor ebenfalls an, andere nicht.

Der Fokus auf der Sicherheit äußert sich auch darin, dass ProtonVPN nur die sichersten VPN-Protokolle unterstützt: OpenVPN und IKEv2/IPSec. Und wie es sich für ein VPN gehört, speichert der Anbieter keine Nutzungsdaten. Fielen seine Server in falsche Hände, ließe sich eure Internet-Nutzung daraus nicht rekonstruieren.

Support: Knowledge Base und Formular

Zur Produktunterstützung sind einige englischsprachige Hilfeseiten vorhanden. Diese decken das Nötigste ab. Ihr könnt Kommentare hinterlassen und bei Fragen kommt vom ProtonVPN-Team in der Regel auch eine Antwort – allerdings manchmal erst Wochen später.

Wenn die vorhandenen Hilfen euer Problem nicht lösen, ist es daher besser, über ein Formular direkt den Support zu kontaktieren. Im Test bekam ich auf eine technische Frage nach etwas mehr als einer Stunde eine freundliche und kompetente Antwort.

Eine Telefon-Hotline für dringende Fälle ist nicht vorhanden. Wer die nicht benötigt und Englisch versteht, dürfte aber mit dem Support von ProtonVPN ausreichend versorgt sein.

Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis: Gutes VPN, überdurchschnittlicher Preis

ProtonVPN verbindet erweiterte Sicherheits-Features mit angenehmer, leichter Bedienung, hohen Übertragungsraten und einer schicken Benutzeroberfläche. Definitiv ein VPN-Anbieter auf hohem Niveau.

VORTEILE

  • Hohe Übertragungsraten
  • Starke Sicherheitsfeatures
  • Kostenlose Option
  • Schickes Design
  • Große Paket-Auswahl

NACHTEILE

  • Etwas höhere Preise
  • Nur Englisch

ProtonVPN

ab 2,39 USD pro Monat (im 2-Jahres-Abo, „Basic“-Account)

Wer den vollen Funktionsumfang nutzen will, muss sich im „Plus“-Paket mit Preisen über dem Durchschnitt arrangieren. Dafür erhaltet ihr dann aber auch eine Lösung, die sicher und zugleich bequem und schnell ist.

In Form der bescheideneren Pakete „Free“ und „Basic“ bekommt ihr ProtonVPN kostenlos bzw. zu einem günstigen Preis. Hier ist schlicht die Frage, ob euch die inbegriffenen Leistungen genügen. Wenn ja, dann ist ProtonVPN nicht nur gut, sondern ihr könnt damit gegenüber anderen Anbietern sogar Geld einsparen.

Provider Screenshot

Produktdaten

Anbieter Websiteprotonvpn.com
Firmensitz und ServerstandortSchweiz
Aktiv seit2014
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleTCP, UDP via OpenVPN; IKEv2/IPSec
Unterstützte BetriebssystemeWindows, macOS, Linux, Android, iOS
Handy Apps
Geräteanzahl pro Account1–10 je nach Account-Typ
Serverstandorte459 in 34 Ländern
Eigene Server
Logfiles
ZahlungsmethodenPayPal, Kreditkarte, Bitcoin
SupportKnowledge Base, Kontaktformular
BesonderheitenExtraschicht Sicherheit mit Secure Core, Integration mit Tor-Netzwerk, Verbindungsprofile speichern

ProtonVPN Alternativen


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