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Kaffeevollautomat Test 2020: Der beste Espresso und Milchschaum auf Knopfdruck

Für den großen Sonntagmorgen Kaffeevollautomat Test untersucht unser Experte Arne laufend neue Geräte aller Marken. Er findet selbst die unbedeutendsten Unterschiede und zeigt euch, worauf es beim Espresso, der Bedienung und dem Design wirklich ankommt. Der beste günstige Kaffeeautomat ist immer noch der DeLonghi ECAM 22.110.B. Sonntagmorgen kauft alle Geräte aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

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Kaffeevollautomaten

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Kilo Kaffeebohnen

590

Kaffeebezüge

Author

von Arne

Zuletzt aktualisiert am: 28. August 2020

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Geht es nach den Anbietern von Kaffeevollautomaten, müsste ich jede Woche eine neue Bestenliste schreiben. Denn es kommen ständig neue Geräte auf den Markt, die noch toller sein sollen als der Markenkollege.

Stimmt nicht.

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So gern Maschinen von Philips bis Siemens so tun, als hätten sie eine neue Zauberformel für besten Kaffee und Espresso auf Knopfdruck gefunden, so stabil bleibt die Reihenfolge der Testsieger.

Bestes Beispiel ist der DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B, den ihr bereits seit 2011 kaufen könnt. Er ist keine Sensation und sicher nicht das Ende der Qualitäts-Fahnenstange. Aber er macht, was er soll. Und das für unglaublich wenig Geld!

Jeder hat andere Ansprüche an seinen Kaffeevollautomaten. Darum gibt es kein allgemeingültig perfektes Gerät. Im Vergleich schneidet der günstige DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B deshalb genauso gut ab wie etwa der hochwertige Siemens EQ.6 plus s700.

Momentan spielen DeLonghi, Jura, Siemens und Melitta die erste Geige. Vormalige Anführer wie Saeco haben schon lange nichts Neues mehr geliefert. Krups hat sehr ordentliche Geräte im Programm, während Bosch trotz breiter Palette mit den besten Kaffeevollautomaten kaum mithalten kann

Neben dem DeLonghi Magnifica sind auch moderne Geräte von Philips (aus der EP-Reihe) eine Empfehlung. Im Vergleich mit unserem Testsieger sind sie wesentlich zeitgemäßer, haben teilweise einen ähnlich günstigen Preis und kommen in unserer Bewertung recht gut weg. Ein gutes Beispiel ist der Philips EP2220/10.

Im Vergleich mit dem Siemens EQ.9 s300 und den anderen Sub-Modellen dieses Kaffeevollautomaten sind alle anderen Geräte einfach nur laut. Das Scheibenmahlwerk aus Keramik ist hier perfekt verarbeitet

Der Jura Z8 ist eine Offenbarung im Bereich der Kaffeevollautomaten, hat aber auch einen enormen Preis. Dafür erhaltet ihr jedoch zwei elektronisch steuerbare Mahlwerke, den besten Vollautomatenkaffee, den ich je getrunken habe, und eine unwahrscheinliche Funktionsbreite.

Für Fans von Latte Macchiato und Co ist Melitta eine genauso gute Adresse wie DeLonghi oder Jura. Schaut euch einmal den Melitta Caffeo CI näher an. Auch der DeLonghi Dinamica ist eine tolle Idee. Allerdings geben sich die Hersteller von Kaffeevollautomaten generell sehr viel Mühe mit ihren Schaumsystemen!

Davon abgesehen liefern die Hersteller dennoch immer wieder schöne Maschinenideen, die einen Platz in den oberen Rängen verdienen.

Mein Ratgeber-Update zum Kaffeevollautomaten Test stellt euch diese Ideen vor. Außerdem findet ihr hier alles, was ihr vor der Entscheidung für ein bestimmtes Modell wissen solltet.

Ewiger Gesamtsieger bei Kaffeevollautomaten: DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B

Wir lieben es funktionell, koffeinlastig und gelungen günstig. Darum haben wir praktisch keine andere Wahl, als den DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B zum besten Kaffeevollautomaten 2020 zu erklären.

VORTEILE

  • Günstig
  • Robust
  • Gut zu reinigen
  • Guter Espresso und Milchschaum
  • Schön klein, gut einstellbar

NACHTEILE

  • Viel Kunststoff
  • Kein Display
Amazon Image

272,67 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeDeLonghi
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialKunstoff Schwarz
MilchschaumsystemManuell
LCD
Touch Display
Profile
Geeignet für1 - 2 Personen
Geeignet Fur TooltipSolltet ihr nur Espresso und schwarzen Kaffee trinken, ist der DeLonghi auch für mehrere Personen geeignet.

Für nicht einmal 300 Euro führt dieses kleine, durchdachte und überraschend leistungsfreudige Modell seit Jahren unsere Bestenliste an. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es noch keinem Hersteller gelungen ist, diesen Klassiker vom Günstig-Thron zu stoßen. Nicht einmal DeLonghi selbst hat bisher ein besseres Update geliefert.

Dem Vergleich mit hochwertigen Kaffeevollautomaten wie einem Jura S8 oder dem hauseigenen Dinamica Plus hält die kleine Plastikbude mit manueller Milchaufschäumdüse zwar nicht stand. Doch 13 Mahlgradstufen (!) und ein gutes Zusammenspiel aller Brühkomponenten sorgen für einen gut trinkbaren Espresso auf Knopfdruck.

Der Magnifica beweist außerdem, dass ihr eigentlich nicht mehr braucht als es hier gibt!

Ein Kaffeeautomat für den kleinen Geldbeutel – ohne Schnickschnack, Display und top Design – reicht für viele Käufer komplett aus. Das ist nicht sexy, das ist nicht ultramodern – und macht deswegen vermutlich so manchen Hersteller irre.


Preis-Leistungs-Testsieger DeLonghi ECAM 22.110.B Test

272,67 EUR

Jura Z8 Test

Preis prüfen

Philips EP2220/10 SensorTouch Test

304,90 EUR

Miele CM 7500 Test

2.036,77 EUR

Bester seiner Klasse Melitta Caffeo CI Test

617,99 EUR

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B Test

583,90 EUR

Bester High-End Vollautomat Siemens EQ9 Test

1.753,34 EUR

Siemens EQ.6 Test

876,33 EUR

Saeco Xelsis Test

899,99 EUR

DeLonghi ECAM 23.466.B Test

499,90 EUR

DeLonghi PrimaDonna Class Test

973,82 EUR

Philips 3200 LatteGo EP3246/70 Test

535,16 EUR

Melitta Caffeo Barista Test

834,51 EUR

Melitta CI Touch Test

743,99 EUR

Nivona CafeRomatica 769 Test

755,46 EUR

KRUPS EA8108 Test

246,72 EUR

Melitta Caffeo Solo Test

262,62 EUR

Saeco PicoBaristo Test

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Jura E8 Test

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Saeco GranBaristo Avanti Test

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Philips Series 5000 LatteGo Test

983,65 EUR

Philips HD8834 Test

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Miele CM6350 Test

644,43 EUR

Siemens EQ3 Test

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Philips HD8829 Test

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DeLonghi La Specialista EC9335.M Test

Preis prüfen

Sage Oracle Touch Espressomaschine Test

1.913,67 EUR


Von Milchsystem bis bester Kaffee: Unsere Testsieger für jeden Anspruch

Wie immer bei Sonntagmorgen geht es mir im Kaffeevollautomat Test nicht nur um die ultimativen Top-Geräte, sondern um die besten Modelle für jeden Anspruch.

Für manche müssen die Angebote vor allem günstig sein. Andere suchen Kaffee auf Knopfdruck ganz nah am Siebträger, wieder andere wollen ein Modell kaufen, das wenigstens 2 Bohnenbehälter mitbringt.

Wenn wir die verschiedenen Ansprüche im Hinterkopf behalten, ist der Magnifica längst nicht mehr allein an der Spitze. Auch wenn er immer noch ein Wörtchen mitzureden hat…

Der beste Kaffeevollautomat unter 300 Euro: DeLonghi ECAM 22.110.B

VORTEILE

  • Günstig
  • Robust
  • Gut zu reinigen
  • Guter Espresso und Milchschaum
  • Schön klein, gut einstellbar

NACHTEILE

  • Viel Kunststoff
  • Kein Display
Amazon Image

272,67 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeDeLonghi
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialKunstoff Schwarz
MilchschaumsystemManuell
LCD
Touch Display
Profile
Geeignet für1 - 2 Personen
Geeignet Fur TooltipSolltet ihr nur Espresso und schwarzen Kaffee trinken, ist der DeLonghi auch für mehrere Personen geeignet.

Wir langweilen uns selbst dabei, ständig den DeLonghi ECAM 22.110.B als Referenzgerät und besten günstigen Kaffeevollautomaten zu pushen. Und wir haben uns viel Mühe gegeben, gelungene Alternativen zu finden!

Der Philips EP2220/10 beispielsweise ist wesentlich moderner, genauso günstig und ein starker DeLonghi-Konkurrent. Doch am Ende zeigen die Italiener nun einmal eindrucksvoll, worauf es bei automatischem Kaffee im unteren Preissegment wirklich ankommt:

  • 13 Mahlgradstufen
  • Alle wichtigen Zubereitungsparameter (Temperatur, Füllmenge, Kaffeestärke) einstellbar
  • Ausreichender Wassertank, gute Lautstärke, überzeugende Handhabung
  • Für DEN Preis ein sehr gelungener Espresso

Selbst Stiftung Warentest bescheinigt dem Klassiker immer mal wieder ein „GUT“. Und das will bei der sonstigen Testmoral schon was heißen!

Bester Kaffeevollautomat bis 500 Euro: DeLonghi Dinamica

VORTEILE

  • Herausragender Espresso
  • Perfekter Milchschaum
  • Schnelle Reinigung
  • Individuelle Profile
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • Gestank beim ersten Auspacken
  • Viel Plastik verbaut
Amazon Image

583,90 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeDeLonghi
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialKunstoff Schwarz
MilchschaumsystemAutomatisch
LCD
Touch Display
Profile
Geeignet für2 - 4 Personen

Mit dem DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B – auch erhältlich als Dinamica Plus mit etwas mehr Ausstattung – haben die Italiener einmal mehr eine Punktlandung hingelegt. Denn wie schon der kleine Kollege Magnifica zeigt der Dinamica, was bei seinem Preisschild möglich ist:

  • 13 Mahlgradstufen (DeLonghi-Standard)
  • Tolle Bedienung
  • Individuelle Nutzerprofile
  • Integriertes Latte Crema Milchsystem
  • Extrem leiser Milchschaumbezug
  • Überdurchschnittlich guter Espresso und Milchschaum

In derselben Preisklasse firmiert auch der Siemens EQ.3, den ich euch als Alternative mit einer immer noch bezaubernden Milchschaumlösung und einer hohen Qualität empfehlen kann. Aber er ist definitiv weniger funktionsstark!

Das beste High-End-Modell: Jura Z8

VORTEILE

  • Top Milchschaum
  • Sehr viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Bester schwarzer Kaffee aus KVA
  • Extrem hochwertige Verarbeitung
  • Sinnvolle App

NACHTEILE

  • Kein Milchbehälter dabei
  • Brühgruppe weiterhin fest verbaut
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeJura
Brühgruppefestverbaut
MaterialEdelstahl
Material TooltipAluminium-Chrom
MilchschaumsystemAutomatisch
Milchschaumsystem TooltipCappuccinatore
LCD
Touch Display
Profile
Profile Tooltip6
Geeignet für4 oder mehr Personen

Jawohl, ihr lest richtig: Als bekennender Jura-Skeptiker steht bei mir neuerdings ein Jura-Automat als Testsieger in der Luxusklasse fest.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Der Jura Z8 als Gerät mit einem Preisschild jenseits der 2.000 Euro macht einfach den besten Automatenkaffee, den ich jemals getrunken habe. Nicht einmal der ähnlich sensationelle DeLonghi Maestosa bekommt das so hin!

Darüber hinaus ist der Z8 ein Vorbild in Sachen Verarbeitung, Qualität und Leistungsangebot:

  • Zwei elektronisch steuerbare (!) Mahlwerke – stufenlos
  • 21 voreingestellte Getränke
  • Touchscreen, App UND Rädchen
  • Feinteiligste Wahl- und Einstellmöglichkeiten

Ich will mich gar nicht allzu lange mit dieser Maschinensensation aufhalten. Denn ich glaube, dass sie für viele einfach viel zu teuer ist. Wäre sie mir auf jeden Fall auch. Aber KENNEN müssen wir den Jura Z8 auf jeden Fall.

Der beste Kaffee ohne (!) Milchaufschäumer: Melitta Purista

VORTEILE

  • Leise im Betrieb
  • Gelungener Espresso
  • Einfache Bedienung
  • Sehr kompakt
  • Edle Optik und Verarbeitung

NACHTEILE

  • Wenig Neues im Vergleich zum Caffeo Solo
Amazon Image

379,00 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeMelitta
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialKunstoff Edelstahldesign
Milchschaumsystem TooltipKeins vorhanden
LCD
Touch Display
Profile
Profile Tooltip1 Profil
Geeignet für1 - 2 Personen

Wait, what? Kaffeevollautomaten ohne Milchaufschäumer klingt wie Auto ohne Blinker – einfach unvollständig. Doch der Melitta Purista als Nachfolger des Caffeo Solo liefert Spitzenargumente für diese außergewöhnliche Subkategorie:

  • Sehr kompakt, günstig und einfach zu bedienen
  • Macht Kaffee, wie er auf Knopfdruck sein sollte
  • Sieht schick aus

Der Purista hat damit wie schon der Caffeo Solo bewiesen, dass gute Kaffeevollautomaten auch dann ein VOLLautomat sind, wenn sie auf einen scheinbar wesentlichen Teil verzichten.

Das sehr ähnliche Gerät Tchibo Esperto Caffè beweist wiederum, dass es ohne dieses scheinbar wesentliche Teil sofort auffällt, wenn die Maschine schlampig arbeitet!

Melitta Purista Kaffeevollautomat Kaffee zubereiten

Der Melitta Purista lässt hier einen Cafe Creme raus

Der Purista jedenfalls ist eine sehr schöne Entscheidung, wenn ihr einem Latte Macchiato so überhaupt nichts abgewinnen könnt. Warum solltet ihr also dafür zahlen?

Toller Milchschaum für Cappuccino & Latte Macchiato: Melitta CI Touch

VORTEILE

  • Aromatischer Espresso
  • Idealer Milchschaum
  • Einfache Reinigung
  • Viele Kaffeevariationen
  • Zwei Bohnenfächer

NACHTEILE

  • Komplizierte Menüführung
Amazon Image

743,99 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeMelitta
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialEdelstahl, Kunstoff Edelstahldesign
MilchschaumsystemAutomatisch
LCD
Touch Display
Profile
Geeignet für2 - 4 Personen

Melitta fliegt in der Testauswahl manchmal unter dem Radar, weil die Maschinen so überaus grundsolide, aber nicht gerade herausragend sind. Für den Melitta CI Touch spricht vor allem der wirklich überzeugende Milchschaum. Zwei Bohnenbehälter sind auch dabei, viele Einstellmöglichkeiten ebenso.

Ich muss aber zugeben, dass ihr mit dem etwas piefigeren Melitta Caffeo CI genauso gut fahrt. Der hat dann halt nur keine „besonderen“ Tasten. Wurst.

Der beste (leise) Kaffeevollautomat fürs Büro: Siemens EQ9 s300

VORTEILE

  • Extrem leises Mahlwerk
  • Viele Funktionen
  • Sehr leicht zu bedienen
  • Ansprechende Optik
  • Leichte Reinigung

NACHTEILE

  • Preisintensiv
  • Teure Ersatzteile und Zubehör
Amazon Image

1.753,34 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeSiemens
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialEdelstahl
MilchschaumsystemAutomatisch
LCD
Touch Display
Touch Display TooltipIndirekt durch die App-Steuerung
Profile
Geeignet für4 oder mehr Personen

Noch vor Kurzem war der „Klassiker“ Siemens EQ9 s300 bis s500 mein Luxussieger. Im Vergleich zu Maestosa und Z8 wirkt die hochwertige Siemens-Range inzwischen fast wie ein Schnäppchen.

Eines schafft die Konkurrenz aber immer noch nicht: das Mahlwerk so leise zu konstruieren wie Siemens! Der EQ9 ist weiterhin der leiseste Vollautomat im Test und damit auch ein perfekter Kandidat für euer Büro.

Solange ihr nicht mehr als sechs Mitarbeiter mit Kaffee, Cappuccino und Co versorgen müsst, reicht dieses hochwertige Maschinchen vollkommen aus.

Eine Empfehlung für Singles: Philips EP2220/10 SensorTouch

VORTEILE

  • Unkomplizierte Bedienung
  • Guter Espresso
  • Anständige Espresso-Temperatur
  • Milchschaum mit guter Konsistenz

NACHTEILE

  • Gehäuse komplett aus Kunststoff
  • Bohnenfach etwas überdimensioniert
  • Pumpe sehr geräuschintensiv
Amazon Image

304,90 EUR

Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkePhilips
Brühgruppeherausnehmbar
MaterialKunstoff Schwarz
MilchschaumsystemManuell
LCD
Touch Display
Profile
Geeignet für1 - 2 Personen

Es gibt immer mehr Singles. Gleichzeitig werden Haushaltsgeräte immer klobiger und familienorientierter. Was für ein Quark.

Der Philips EP2220/10 SensorTouch ist daher eine unserer Empfehlungen für einen funktionsstarken, aber kompakten und benutzerfreundlichen Kaffeevollautomaten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier ebenso wie die Qualität von Espresso und Milchschaum (per Lanze).

NATÜRLICH solltet ihr euch in diesem Zusammenhang auch mit dem DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B beschäftigen. Werft außerdem einmal einen Blick auf den Krups Evidence.

Testsieger nach Hersteller: Unsere Favoriten von DeLonghi über Melitta bis Siemens

Ich habe keinen Platz, um alle Geräte, die ich jemals getestet habe, an dieser Stelle ausführlich zu präsentieren. Doch das müssen wir auch nicht. Jeder Hersteller hat generelle Besonderheiten, die immer wieder bei den Kaffeevollautomaten zu finden sind. Und jeder Anbieter liefert ein paar Favoriten.

Alle Kaffeevollautomaten Uebersicht mit Arne

Ja, manchmal befriedigen KVAs meinen Spieltrieb

DeLonghi: Der neue Preis-Leistungs-Standard für Kaffeevollautomaten?

Noch vor einigen Jahren habe ich die Italiener von DeLonghi nicht ernst genommen. Denn bis auf die günstige Sensation ECAM 22.110.B gab es keinen Grund, das Angebot näher zu betrachten.

Wie sich die Zeiten ändern! 

Inzwischen ist DeLonghi in jedem Preissegment und praktisch jeder Unterkategorie im Vergleich ganz weit vorn. Immer. Das liegt insbesondere am sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis – selbst im Luxussegment.

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Neben dem schnuckeligen kleinen Magnifica und dem funktionsverliebten Dinamica lege ich euch auch folgende Geräte ans Herz:

  • DeLonghi 23.466.B: Im Vergleich etwas „überflüssig“, aber für sich genommen nicht schlecht
  • DeLonghi Primadonna S: Gelungener Hochpreiser mit tollem Kaffee
  • DeLonghi Maestosa: Teuer, teuer, teuer – aber unfassbar gut!

Gerade der Maestosa fällt in jeder Markenhinsicht aus dem Rahmen. Die zwei elektronisch steuerbaren Mahlwerke und das breit gefächerte, extrem durchdachte Funktionsangebot sorgen für herausragenden Kaffee und Milchschaum.

Jura: Lasst uns über Qualität und Hygiene reden

Ich habe keine Ahnung, warum der Jura E60 zu den meistgesuchten Modellen der Schweizer (und überhaupt) gehört. Auch der Jura E8 ist sehr hochwertig und solide, aber eben für mich kein Testsieger.

Meine Abneigung speist sich hauptsächlich aus der Markenmacke, die Brühgruppe fest zu verbauen. Ich weiß auch, dass viele kleine Ladengeschäfte gern den Jura E8 und den E60 in den Verkaufsraum stellen. Denn Design, Funktionalität und Kaffee stimmen.

Ich würde wahrscheinlich weiterhin eher abgeneigt bleiben, wenn es den Jura Z8 nicht gäbe.

Jura Z8 Kaffeevollautomat Kannenfunktion

Was! Für! Ein! Vollautomat!

Ähnlich wie der Maestosa von DeLonghi ist auch hier alles auf dem neuesten Stand der Kaffeetechnik und reicht teilweise weit darüber hinaus.

Außerdem habe ich wirklich noch nie besseren Kaffee bzw. Espresso auf Knopfdruck erhalten. Da muss selbst so mancher Siebträger einpacken.

Krups: Schön, euch wiederzusehen!

Krups und Jura ähneln sich zumindest in einer Sache: Beide lieben ihre fest verbaute Brühgruppe. Doch wenigstens baut Krups am liebsten günstige Kaffeevollautomaten. Die waren bisher jedoch eher mittelgut – gerade im Vergleich mit DeLonghi-Modellen.

Krups Evidence Kaffeevollautomat Latte Macchiato

Krups is back!

Mit dem Krups Evidence meldet sich das Unternehmen (für mich) aus der Versenkung zurück. Der Top-Preis knapp unter 300 Euro rechnet sich für alle, die auf der Suche nach absolut einfacher Bedienung sind. Espresso und Milch machen auch Freude.

Für einen Testsieg reicht es zwar nicht, aber hier macht ihr absolut nichts falsch.

Melitta Kaffeevollautomaten: Die Mittelklasse-Könner

Es ist schon bezeichnend, dass mir bei Melitta auch nicht ein Vollautomat einfällt, den ich euch nicht empfehlen würde. Neben dem „Exoten“ Melitta Purista ohne Milch besticht das ostwestfälische Unternehmen auch mit dem Milchprimus Melitta CI Touch bzw. Caffeo CI.

Melitta Caffeo Barista Espressobezug

Das Top-Familien-Modell von Melitta: Der Caffeo Barista

Einzig der Melitta Avanza ist im Gesamtbild etwas schief. Es handelt sich nur um einen Purista mit aufgesetztem Milchschaumsystem, doch für das Plus an Cappuccino wird im Vergleich viel Geld verlangt.

Generell liefert Melitta jedoch stets Qualität und achtet auf eine sinnvolle, durchdachte Bedienung ohne übertriebenen Schnickschnack.

Das familienfreundliche und „Einfach-nur-Kaffee-machen“-Kern-Image der Marke funktioniert jedenfalls auch bei Kaffeevollautomaten hervorragend.

Miele: So hübsch, so gut?

Man möge es mir nachsehen, dass ich bei Miele Kaffeevollautomaten immer auf Äußerlichkeiten achte. Modelle wie der Miele CM6350 oder der Miele CM5500 sind schließlich zum Anbeißen hübsch!

Miele CM5500 Uebersicht Arne

Immer wieder sehr schön anzusehen

Unter den sleeken Hauben für die stylische Küche hat sich in den vergangenen Jahren jedoch herzlich wenig getan.

Versteht mich nicht falsch: Miele liefert hohe Qualität und denkt beim Produktdesign mit. Der (hohe) Preis rechtfertigt sich generell auch in der Leistung.

Doch ich kann mich angesichts der Konkurrenz nicht davon losmachen, dass ihr bei Miele einen großen Teil eures Gelds für Style statt Substanz ausgebt. Kluge Details wie vollständig leer gemahlene Mahlwerke vor dem nächsten Bezug sind natürlich schlagende Rechtfertigungen für die Preisgestaltung. Auch Kaffee und Milchschaum rangieren auf hohem Niveau – insbesondere beim Premium-Modell Miele CM7500.

Nur hat noch kein Miele-Gerät bei mir irgendeine Form von Aha-Erlebnis ausgelöst. Das fällt zwar nur einem Tester auf, der alle Hersteller ständig vergleicht. Wissen solltet ihr es trotzdem.

Nivona Kaffeevollautomaten: Schweizer Präzision zahlt sich aus – wenn ihr sie findet

Nur ein einziger Testbericht zu einer Maschine von Nivona? Das kann für manche nicht angehen. Stimmt auch. Nivona Kaffeevollautomaten genießen einen exzellenten Ruf, den sie sich redlich verdient haben. Gerade bei der Reinigung und Hygiene macht den Schweizern kaum jemand etwas vor.

Nivona Cafe Romatica 769 Kaffeevollautomat Uebersicht

Die Bedienung bei Nivona ist super intuitiv

Maschinen wie der Nivona CafeRomatica 769 sind sehr hochwertig, bieten viel Edelstahl, sind dennoch recht schmal und haben durchdachte Funktionen.

Nur leider besteht die Marke darauf, dass ihr die Geräte gefälligst im Fachhandel kauft. Das ist natürlich lobenswert, erschwert aber die Anschaffung und wirkt auch ein bisschen elitär.

Soooo individuell und besonders sind Kaffee, Reinigung und Handhabung nun auch wieder nicht. Außerdem macht man sich so zu einer unsichtbaren Marke.

Ich weiß aus erster Hand, dass sich zumindest in Sachen Online-Verfügbarkeit noch viel tun soll. Und dann bin ich gern bereit, noch mehr Kaffeevollautomaten von Nivona vorzustellen!

Philips Latte Go: Der wichtige Blick auf die Seriennummer

Bei Philips könnt ihr euch eine generelle Sache merken: Alle Geräte mit „EP“ im Namen sind modern, alle Geräte mit „HD“ im Namen entsprechen eher Kaffeevollautomaten von vor zehn Jahren. Stellt nur mal den Philips 5000 Serie LatteGo EP5335/10 neben den Philips HD8834.

Philips LatteGo Kaffeevollautomat Display

Eigentlich ein Saeco Incanto, der Philips 5000 Series

Zwischenzeitlich hatte Philips versucht, die Kunden mit möglichst viel Getöse und Funktionalität zu locken. Es wurden immer feinteiligere Serien geschaffen, bei denen ihr am Ende gar nicht mehr wusstet, was die Maschine nun so besonders macht.

Gottseidank konzentriert sich Philips immer stärker auf die wichtige Zielgruppe der Best Ager. Und die mögen es einfach, geradeaus und preisbewusst. Der schon genannte Philips EP2220/10 SensorTouch ist ein gelungenes Beispiel dafür.

Philips EP2220/10 Kaffeevollautomat Espressobezug

Der Philips EP2220/10 macht unserem Testsieger DeLonghi ECAM 22.110.B Konkurrenz

Saeco: Wisst ihr noch, damals?!

Falls ihr euch fragt, was eigentlich aus Saeco, der Luxusmarke von Philips geworden ist – wir wissen es auch nicht! Nachdem mit dem Saeco Xelsis ein sehr hochwertiger Vollautomat auf dem Markt erschien, ist es um diese Brand ruhig geworden.

Das stört uns jedoch nicht weiter, weil Philips unter dem Namen Philips die besten Ideen hat. Zum Beispiel das komplett schlauchlose Milchsystem „Latte Go“.

Dennoch gilt: Guckt genau hin, welche Seriennummer auf dem Gerät steht und was das Ganze kostet. Sonst zahlt ihr am Ende für ein angeblich neues Modell, das es in ähnlicher Form bereits seit Jahren gibt. Siehe Philips 5000 – das ist nur ein Saeco Incanto im neuen Gewand.

Siemens EQ Kaffeevollautomaten: Kaum Neuigkeiten & ein Haufen hervorragender Klassiker

Bis auf den EQ.500 integral Kaffeevollautomat hat Siemens schon seit Ewigkeiten nichts „Neues“ mehr produziert. Die Klassiker aus der EQ-Reihe haben höchstens ein paar Upgrades für die nächste IFA erhalten.

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Was sagt uns das? Siemens muss sich nicht jedes Mal neu erfinden, um auch bei uns immer wieder gelobt zu werden! Praktisch jeder getestete Vollautomat liefert selbst nach Jahren auf dem Markt klare Kaufanreize:

Der (auch nicht mehr ganz) taufrische EQ.500 markiert eine kleine Abkehr vom durchdesignten und hochfunktionellen Image. Doch das tut dem Unternehmen sehr gut!

Dieser Kaffeeautomat richtet sich (nach meiner Ansicht) ebenfalls eher an Senioren, die Einfachheit lieben. Weil die Tasten so groß sind, kann man den Automaten auch bedienen, wenn man gerade die Brille verlegt hat.

Tchibo und Severin: Zwei Seiten der identischen Vollautomaten-Medaille

In anderen Kategorien wie dem Kaffeemaschinen Test 2020 darf sich Severin stets als eigenständige Marke behaupten und überzeugt mit solider Funktionalität. Bei Kaffeevollautomaten ist das Unternehmen nur „Ghostwriter“.

Tchibo Esperto Caffe alle Kaffeespezialitaeten

Eine Version mit Milchschäumer gibt es auch bei Tchibo

Bohnenmagnat Tchibo liebt es, bei großen Herstellern Kaffeevollautomaten abzugreifen und das eigene Label draufzukleben. Der Tchibo Esperto Caffe ist eigentlich ein Severin. Und noch eigentlicher eine grobschlächtige Version des Melitta Purista bzw. Caffeo Solo.

Für Firmen, Industrie und Gastro schaut Tchibo gern bei WMF vorbei. WMF Vollautomaten spielen im Consumer-Bereich überhaupt keine Rolle. Das gilt übrigens auch für Bosch, aber aus anderen Gründen.

Doch im gewerblichen Umfeld strotzt diese Marke nur so vor Leistungsfreude. Hier gibt es auch Modelle mit einem festen Wasseranschluss oder On-Board-Bezahlsystem. Das ist für uns sicher nicht weiter relevant. Für Tchibo aber schon.

Was sind Kaffeevollautomaten?

Es klingt vielleicht ein bisschen seltsam, dass ich 2020 immer noch diese Frage stelle und beantworte. Schließlich ist guter Kaffee aus einer guten Maschine inzwischen Mainstream. Der Anteil an Kaffeevollautomaten in deutschen und globalen Küchen wächst – auch wenn Espressomaschinen langsam wieder aufholen.

Kaffeevollautomaten alle Modelle Uebersicht mit Arne

Das ist nur ein kleiner Teil meiner bisher getesteten Kaffeevollautomaten

Doch ich mache immer wieder die Erfahrung, dass sich viele einen Kaffeevollautomaten kaufen und enttäuscht sind – weil sie nicht bedacht haben, was ein Vollautomat nicht ist:

  • Er ist kein automatischer Siebträger – und macht auch keinen echten Espresso
  • Er ist keine moderne Kaffeemaschine – Filterkaffee gibt es hier nicht!
  • Er ist kein selbstfahrender Komplettautomat – Für guten Kaffee müsst ihr ihn einstellen
  • Er kann aus Sch … kein Gold machen: Wenn ihr oben schlechte Kaffeebohnen reinkippt, kommt unten kein guter Kaffee raus

Bevor ihr also bei Amazon shoppt oder zu Media Markt rennt, solltet ihr euch genau überlegen, welchen Kaffee ihr überhaupt wollt – und zu welchen Kompromissen ihr bereit seid.

Denn Kaffeevollautomaten sind Kompromissgeräte mit vielen Schwächen (und vielen Vorzügen).

Individuell zum Espresso: Maschinen im Überblick & der Unterschied zum Siebträger

Kaffeevollautomaten oder Espressomaschine mit Arne

Für geilen Espresso bleibe ich bei meinem Siebträger

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Siebträgern und Kaffeevollautomaten lassen sich in einem Satz zusammenfassen:

Alles, was ihr an der Espressomaschine selbst machen, kaufen oder können müsst, ist beim Vollautomaten schon eingebaut.

Jede automatische Maschine mit Wassertank, Mahlwerk, Bohnenkammer, Display und Brühgruppe:

KaffeevollautomatSiebträger
Mahlt Kaffeebohnen portionsweise im eingebauten Edelstahl- oder KeramikmahlwerkBeim Siebträger braucht ihr eine extra Kaffeemühle
Verdichtet das Kaffeemehl zum sogenannten Puck in der BrühgruppeAn der Espressomaschine müsst ihr das Tampern beherrschen
Jagt Wasser bei einer bestimmten Temperatur durch den PuckMacht die Barista-Maschine auch
Gibt den fertigen Kaffee in einer bestimmten Menge ausAuch beim Barista, aber mit mehr Voreinstellung und Justierung
Transportiert den Kaffeepuck automatisch in einen AuffangbehälterSelbst ist hier der Barista!
Macht automatisch Milchschaum (wenn das richtige System vorhanden ist)Keine Chance in der Kaffeebar!
Baut Milchgetränke von Cappuccino bis Latte Macchiato oft selbst zusammenDas wäre gegen die Barista-Ehre
Sorgt für eine halbwegs automatische Spülung und ReinigungSchön wärs!

Zumindest beim letzten Punkt kommt es erheblich darauf an, welcher Kaffeevollautomat vor euch steht. Der Krups EA8108 spült schonmal nicht automatisch. Auch bei den anderen Punkten weichen die Maschinen mitunter stark voneinander ab. Unterm Strich sind gute Varianten dennoch alle gleich:

Kaffeebohnen und Wasser einfüllen, Knopf drücken, fertig ist der Koffeinkick ohne Probleme.

  • Dieses einfache Grundprinzip ist perfekt für alle, die wenig Zeit und Lust haben, sich mit den Feinheiten der Kaffeezubereitung auseinanderzusetzen. Darum stehen Kaffeevollautomaten auch bevorzugt in Büros oder großen Haushalten. Dort will jeder auf seine Kosten kommen, ohne vorher einen Barista-Kurs zu absolvieren.
  • Andererseits wird ein Kaffeevollautomat auch schnell langweilig. Wer den Geschmack besonderer Bohnen erkunden will oder Experimente mit Milchschaum vorhat, wird mit dem Vollautomaten niemals so präzise Ergebnisse erzielen wie bei anderen Methoden der Zubereitung.

Auch ist nicht jeder Vollautomat besonders leise oder in der Verarbeitung wirklich überzeugend. Viele Funktionen sind schlicht überflüssig, müssen jedoch immer mitbezahlt werden. Nicht zuletzt hapert es an einem entscheidenden Punkt:

Warum macht ein Kaffeevollautomat keinen echten Espresso?

Kaffeevollautomaten tragen ihren Namen nicht umsonst. Entgegen aller Herstellerversprechen und Knopf-Beschriftungen ist das, was aus dem Auslass kommt, kein echter Espresso.

Philips 3200 LatteGo Kaffeevollautomat Espressobezug

KVA-Espresso

DeLonghi La Specialista Espressomaschine Espresso

Richtiger Espresso

Es handelt sich „nur“ um eine (wenn auch nahe) Imitation des schwarzen Klassikers aus Italien.

Der Grund ist einfach: Ein Vollautomat ist eine Kompromiss-Maschine, die in Sachen Wasserdruck, Mahlgrad und Brühtemperatur versucht, alle Zubereitungsmethoden unter einen Hut zu bringen. Siebträgermaschinen machen hingegen nichts anderes als Espresso zubereiten.

Diese Differenz führt zu Abstrichen:

  1. Das Kaffeepulver kann meist nicht so fein gemahlen werden wie in einer richtigen Espressomühle
  2. Falls doch, verstopft es schnell Pumpen oder Düsen
  3. Die Brühgruppe kann den Puck nicht so stark und gleichmäßig verdichten wie der Tamper
  4. Dadurch entsteht weniger Druck – und eine andere Extraktion
  5. Aus dem Auslass kommt so etwas wie ein „Espresso light“

Die Hersteller sind sich dessen bewusst und versuchen alles, um den Fake-Espresso möglichst nah ans Original heranzuführen. Manche bauen Mini-Quirle ein, die den Kaffee auf dem Weg in die Tasse aufschlagen, damit eine „Crema“ als Eindruck von Espresso entsteht.

Auch empfehlen viele Hersteller bestimmte Bohnen, die durch ihre Röstung oder das Mischverhältnis von Arabica und Robusta das Automaten-Manko möglichst gut ausgleichen sollen.

Robusta (oder Canephora) sorgt generell für mehr Crema.

Das alles muss nicht heißen, dass das Espresso-Imitat schlecht ist. Es ist nur eben nicht das, was ein Siebträger produziert. Im Grunde ist KVA-Espresso genauso ein eigenständiges Gebräu wie Kaffee aus dem Handfilter, Kaffee aus der French Press oder Kaffee aus jeder anderen Zubereitung.

DeLonghi ECAM 22.110.B Espresso

Manch KVA-Espresso kommt schon relativ nah an das Original heran

Aber nochmal: Die besten Kaffeevollautomaten kommen schon sehr nah an das, was viele von uns an Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato so lieben. Ihr solltet euch nur nie von einem Anbieter erzählen lassen, dass seine Maschine tollen Espresso macht. Das ist eine glatte Lüge.

Die Vor- und Nachteile von Kaffeevollautomaten

Wenn wir die Vor- und Nachteile einer Maschinenwelt debattieren, reden wir meist als erstes über den Preis. Ihr solltet wenigstens um die 300 Euro investieren, wenn ihr einen vernünftigen Kaffeevollautomaten haben wollt. Alles darunter ist Spielzeug!

Dafür müsst ihr nach der Ersteinstellung hier natürlich kaum noch etwas tun – vom Bohnen Nachfüllen und der regelmäßigen Reinigung mal abgesehen. Theoretisch müsst ihr absolut nichts über Kaffee wissen, um hervorragenden Kaffee zu trinken. So simpel sind sonst nur Kapseln oder Tassimo. Aber die sind eine Schweinerei!

Generell solltet ihr folgende Argumente vor dem Kaufen abwägen:

Vorteile

  • Kaffeegenuss ohne Zeitinvestition
  • Keine Vorkenntnisse nötig
  • Einfache Bedienung und Handhabung
  • Übersichtlichkeit dank Display und Co
  • Verschiedene Kaffees und Kaffee-Milch-Getränke (automatisch) möglich
  • Kaffeebohnen werden stets frisch gemahlen (ein Hauptfaktor für guten Kaffee)
  • Reinigen klappt von allein (bis zu einem gewissen Punkt)
  • Der „Espresso“ ist teils hervorragend (bei guten Maschinen)
  • Die Geräte sind relativ kompakt
  • Der Preis pro Tasse ist überschaubar

Nachteile

  • Geht ein wichtiges Bauteil kaputt, müsst ihr meist das ganze Gerät austauschen. Reparatur lohnt oft nicht
  • Ist ein bestimmtes Bauteil nur halb durchdacht, wird der Kaffee IMMER schlechter. Ihr könnt nur bis zu einem gewissen Punkt eingreifen
  • Wer die Reinigung nicht ernst nimmt, sorgt schnell für Schimmel und verkalkte Leitungen
  • Ihr erhaltet weder Filterkaffee noch echten Espresso
  • Mehr als 1 bis 2 Tassen können meist nicht gleichzeitig zubereitet werden

Zum letzten Punkt haben sich die Hersteller die Kannenfunktion ausgedacht, die aber bei näherer Betrachtung eher einer geräumigen Tassenportion ähnelt. Ausnahmen gibt es: Der DeLonghi Dinamica schafft ganze 750 Milliliter auf einmal. Jura, Miele und der Siemens EQ9 haben sich ebenfalls dem wirklich langen Kaffee verschrieben.

Das reicht aber weder für die große Kaffeetafel noch für den täglichen Kaffeebedarf im Unternehmen. Deshalb rate ich meist dazu, zumindest im Büro zusätzlich eine Kaffeemaschine bereit zu halten.

Die Kostenfrage: Kapselkaffee is the Loser, Baby


Trotz klarer Grenzen rechnet sich die Maschine mehr als jede dämliche Kapsellösung:

Bei einer 5-Tage-Woche und nur vier Mitarbeitern mit jeweils drei Tassen Kaffee pro Tag betragen die Kaffeekosten bei einem Vollautomaten rund 10,40 Euro pro Woche.

Nespresso oder andere Kapselmaschinen schlagen mit etwa 41,57 Euro zu Buche. Die Handfilterung würde zwar nur etwa 7,32 Euro kosten, allerdings dauert das wiederum länger und ist mit mehr Aufwand verbunden.

 KaffeevollautomatKapselmaschineHandfilter
Beispielkosten pro Woche10,40 €41,57 €7,32 €

Diese beispielhaften Zahlen aus diesem Online-Tool machen eines deutlich: Wer wöchentlich viel Kaffee trinkt und keine Lust auf Umstände, aber große Lust auf exklusiven Kaffee, Cappuccino und Latte hat, wird die Investition in gute Kaffeevollautomaten nicht bereuen.

In dieser Rechnerei schwingt jedoch auch mit, warum viele Kaffeefans über Vollautomaten die Nase rümpfen: Hier geht es um Ergebnisse vom Fließband, um Kalkulationen und den schnellen Koffeinkick für eine möglichst große Personenzahl.

Die Finessen der Zubereitung von Kaffee bleiben genauso auf der Strecke wie die vielen kleinen Effekte, die der Faktor Mensch auf das Ergebnis in der Tasse hat. Denn im direkten Vergleich Kaffeevollautomat gegen Profi wird die Maschine immer verlieren!

Wir testen, ihr kauft: Worauf muss ich bei Kaffeevollautomaten achten?

Könnten wir den Herstellerangaben und Marketingversprechen vertrauen, wären wir Tester arbeitslos. Selbst die von mir oft durchgehasste Stiftung Warentest ist recht gut darin, bestimmte Angaben auf einem Produktblatt zu demontieren.

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Im Folgenden fühlen wir Schlagwörtern und Lieblingsangaben der Hersteller kompakt auf den Zahn. Außerdem verrate ich euch, welche Kauffaktoren entscheidend sind

Doch auch bei diesen Angaben bin ich der Meinung, dass allein euer Geschmack den Ausschlag geben sollte. Selbst von der dringendsten Kaufempfehlung oder einer top Bewertung habt ihr nur etwas, wenn der Automat bei Bedienung, Preis und der generellen Handhabung zu euch passt.

Selbst supergünstige Kaffeevollautomaten wie der Philips HD8829 bestehen zumindest an den neuralgischen Punkten in der Maschine aus Edelstahl. Das gilt zum Beispiel für ein paar Scharniere an der Brühgruppe oder das Außenmaterial des Boilers. Was da außen wie Edelstahl glänzt, ist jedoch nur polierter Kunststoff.

Philips HD8829 Kaffeevollautomat Latte Macchiato fertig

Ein Edelstahlgewand gibt es für den Philips nicht

Wenn ihr auch an der Maschine auf Edelstahl setzen wollt, müsst ihr natürlich einen höheren Preis bezahlen. Hier gibt es keine Untergrenze, ab etwa 500 Euro wächst der Metallanteil jedoch beträchtlich.

Je mehr Edelstahl vorhanden ist, desto besser sind meist Verarbeitung und Lebensdauer der Maschine. Plastik ist außerdem gesundheitlich fragwürdig, lädt sich statisch auf und sorgt so dafür, dass Kaffee in und an der Maschine „kleben“ bleibt.

DeLonghi Dinamica Arne zeigt Kaffeepucks

So sehen schöne Kaffeepucks aus

Das löst nicht nur Schimmel aus, es mindert auch die tatsächliche Kaffeemenge pro Puck. So wird der Kaffee bestenfalls suboptimal.

Halten wir ein für allemal fest:

Es ist an sich vollkommen schnuppe, ob der Vollautomat ein Edelstahl- oder Keramikmahlwerk mitbringt. Es ist auch egal, ob er mit Scheiben oder mit Kegeln mahlt. Hauptsache ist, dass er die Kaffeebohnen möglichst fein mahlen kann!

DeLonghi ECAM 22.100.B Mahlgrad einstellen

Wie bei fast allen KVAs könnt ihr den Mahlgrad im Bohnenfach verstellen

Auch ich habe früher ein schreckliches Gewese um die Vorzüge von (angeblich) leiseren Keramikmahlwerken gemacht und Edelstahlkegel als Merkmal der unteren Preisklasse „abgekanzelt“.

Nach etlichen Erfahrungen mit ständigen Ausnahmen von der Regel habe ich meine Einstellung aufs Wesentliche eingedampft:

Ein homogenes, feines Mahlergebnis ist die Grundlage für jeden guten Kaffee. Und das kann jedes präzise Mahlwerk erreichen – solange es sich bei der Verarbeitung der Bohnen Mühe gibt.

Oder anders gesagt: Ist das Mahlwerk Schrott, ist der Rest auch Schrott.

Weder das Material noch die Bauform geben irgendeinen Hinweis darauf, ob ihr euch auf das Mahlergebnis verlassen könnt, ob die Mahlformen laut rödeln oder leise schnurren. Da hilft nur der Praxistest.

Siemens EQ9 Kaffeevollautomat Milchmenge

Siemens EQ9: Der leisester Kaffeevollautomat im Test

Der Siemens EQ9 als leisester Kaffeevollautomat im Test ist meine persönliche Messlatte. Jede andere Maschine wird konsequent damit verglichen. Und bisher hat keine diese Messlatte übertrumpft.

In einer Hinsicht reicht jedoch ein Blick ins Datenblatt: Je mehr Mahlgrade vorhanden sind, desto besser! Natürlich kommt es auch darauf an, ob ein Gerät jeden Grad perfekt umsetzt.

Erfüllt jede Einstellung ihren Zweck, reichen schon fünf Stufen wie beim Melitta Purista. Mit dem 13-stufigen DeLonghi-Standard oder der stufenlosen Oberklasse von Jura fahrt ihr jedoch immer präziser!

Wir haben schon festgestellt, dass die Brühgruppe das Herz jedes Kaffeevollautomaten ist. Dementsprechend muss sie auch gepflegt werden. Ihr solltet sie nicht nur nach jedem Bezug mit heißem Wasser von Kaffeeresten befreien, sondern auch regelmäßig einfetten. Weiter unten gibt’s dazu mehr.

Das wiederum ist aber unmöglich, wenn die Brühgruppe fest verbaut ist. Deshalb habe ich auch weiterhin meine Vorbehalte gegen Krups und Jura. Egal, wie beliebt ein Jura-Automat ist und wie schön sich Krups mit dem EA8918 Evidence weiterentwickelt hat.

Als Mischung aus Kaffeemehlpresse und Hochdruckcontainer ist die Brüheinheit praktisch darauf programmiert, Kaffeereste festzuhalten. Bei manchen Geräten, wie dem Melitta Avanza, könnt ihr sogar zugucken, dass stets etwas Kaffeemehl daneben fällt!

Melitta Avanza Kaffeevollautomat Bruehgruppe

Die Brühgruppe des Melitta Avanzas

Darum sage ich auch weiterhin: Eine herausnehmbare Brühgruppe ist ein entscheidender Faktor für die Qualität und Handhabung.

Außerdem stelle ich eine Frage: Wenn alle anderen Hersteller ihre Brüheinheit für den einfachen Aus- und Einbau konzipieren, warum sollten sie sich alle irren?

Krups redet zwar gern vom besseren Druck und dem besseren Zusammenspiel aller Komponenten. Ultimativ sorgt die nicht herausnehmbare Brühgruppe demnach für besseren Geschmack.

Kann sein. Macht die Maschine trotzdem nicht sauberer.

Anstatt sich mit einer langatmigen Kaufberatung aufzuhalten, kloppen Hersteller lieber laut und deutlich große Zahlen. Am liebsten mit Maschinenfaktoren, die kein Mensch versteht.

Bei Vollautomaten wird ständig auf die Pumpe hingewiesen, die zwischen 15 und 19 Bar erzeugen kann. Tipptop.

Doch was sagt das über die Qualität von Espresso, Cappuccino und Co? Nüscht. Was sagt das über die Zubereitung oder Bedienung? Noch weniger. Und sehen wir diesen Druck dann in einer besseren Crema und einem volleren Geschmack?

Nicht wirklich. Denn das Doofe ist, dass wir für perfekten Espresso 9 Bar benötigen. Nicht mehr, nicht weniger.

Dann schießt das Wasser optimal durch den Kaffeepuck und löst genau die richtige Anzahl an Aromen aus dem Kaffeemehl. Zu viel Druck, und der Kaffee wird bitter. Zu wenig, und man könnte sich auch einen Tee aufbrühen.

Wir reden also (mal wieder) von einer Nennleistung im Vergleich zur wirklich benötigten Leistung.

Außerdem haben wir bereits festgestellt, dass durch die geringere Verdichtung (aufgrund gröberer Mahlung) gar nicht der perfekte Druck wie an einer Espressomaschine erzeugt werden kann. Sonst käme aus Kaffeevollautomaten ein richtiger Espresso.

Lasst also den Pumpendruck Druck sein und schaut auf das Mahlwerk, die Brühgruppe und alle Komponenten, die generell für den Druckaufbau verantwortlich sind!

Die preisliche Reihenfolge in Sachen Milchsystem ist festgelegt:

  1. Günstige Automaten bringen „nur“ eine Düse mit
  2. In der Mittelklasse dominiert der Cappuccinatore als Milchschlauch
  3. Für ein integriertes, vollautomatisches System mit Milchbehälter zahlt ihr am meisten

Diese Regel wird selten durchbrochen. Dann aber richtig: Der Ultraluxus-Automat Jura Z8 setzt nur auf einen Milchschlauch und bringt nicht mal einen Milchbehälter mit. WTF??? Beim Luxus-Pendant Maestosa von DeLonghi hingegen könnt ihr das Milchschaumsystem sogar vom integrierten Behälter zur Düse umstecken.

Zwar steigt mit zunehmender Automatisierung der Komfort bei der Handhabung. Aber alle drei Varianten haben ihre Vorteile:

  • Die Dampfdüse ist zwar umständlich, erlaubt euch aber Experimente bei der Konsistenz oder Temperatur eurer Milch. Außerdem ist sie leicht zu reinigen. Mit Kakao hat sie auch keine Schwierigkeiten.
  • Der Cappuccinatore macht den wichtigsten Part von allein und ihr könnt den Schlauch in jede Milchtüte hängen. Das spart Platz und Aufwand bei der Reinigung
  • Der voll integrierte Milchbehälter kann meist den besten Knopfdruck-Schaum, nimmt weniger Platz weg und bringt manchmal sogar eine Konsistenz-Einstellung mit. Schön gelöst ist das zum Beispiel bei der DeLonghi Dinamica.

Mir persönlich ist es vollkommen egal, ob ich meinen Cappuccino oder Latte mit einem beherzten Druck auf einen Knopf, am Rad, über einen Touchscreen, mit Display oder per App beziehe.

Solange die Menüführung und das Design eindeutig und verständlich sind, darf es so modern oder vorsintflutlich sein, wie es dem Hersteller gefällt.

Nachdem sie sich in den vergangenen Jahren mit immer mehr Funktionen und einer komplizierten Bedienung überboten haben, vollziehen die Anbieter nun die Rolle rückwärts: Hauptsache einfach, Bildchen und Symbole statt hipper Bezeichnungen usw.

Außerdem haben sich smarte Features erheblich an Neuigkeitswert verloren. Darum hat jeder Hersteller inzwischen ein Einfach-Gerät im Programm. Zu empfehlen sind zum Beispiel:

  • EA8918 Evidence: Hier lautet das bewusste Motto „Der Nutzer muss NIEMALS in ein Untermenü“
  • Philips EP2220/10: Reduziert auf wesentliche Funktionen
  • Siemens EQ.500 integral: Bunte Bildchen machen klar, was sich hinter dem Knopf verbirgt

Je ausgefeilter und vielseitiger die Bedienung ist, desto höher wird natürlich der Preis. Außerdem zeigt sich schon am Design der Nutzeroberfläche, wie viele Einstellmöglichkeiten eine Maschine mitbringt:

Für zwei Kaffeesorten und dreistufige Funktionen wie beim Melitta Purista brauchen wir natürlich weder App noch Display. Schon beim Miele CM5500 sieht das wieder anders aus.

Wann habt ihr das letzte Mal einen Ristretto getrunken? Wie oft soll eure Maschine vollautomatisch Milch ausgeben – also realistisch? Greift ihr für eine große Kanne Kaffee nicht sowieso lieber zur Filtermaschine? Und wisst ihr überhaupt, was die Unterschiede zwischen einem Caffè Crema und einem Schümli oder Long Coffee sind?

Die Qualität bestimmter Kaffeevollautomaten wird oft daran gemessen, wie viele verschiedene „Spezialitäten“ in einem Modell vorprogrammiert sind. Mal abgesehen davon, dass sich viele dieser hippen Varianten in der Tasse und im Geschmack kaum unterscheiden, benutzt ihr sie oft gar nicht.

Ich kann jedoch gut verstehen, dass eine große Bandbreite bei der Zubereitung verführerisch ist und im Gedächtnis hängen bleibt. Doch für jede eingebaute „Kaffeespezialität“ und alle „besonderen“ Funktionen (Kanne, Kakao usw.), die ihr nicht regelmäßig nutzt, schmeißt ihr Geld zum Fenster raus.

Philips 3200 LatteGo Kaffeevollautomat Arne Latte Macchiato

Der Geschmack ist immer noch das wichtigste Kriterium

In meinem Kaffeevollautomat Test spielen die On-Board-Getränke deswegen bei der Bewertung kaum eine Rolle. Was zählt, sind Geschmack und Konsistenz von Espresso, „Kaffee“ und Milchschaum. Darum steht etwa auch ein Purista mit nur zwei Angeboten gleichberechtigt neben Funktionsmonstern wie dem DeLonghi PrimaDonna mit insgesamt 15 programmierten Spezialitäten.

Diese Zahl solltet ihr sowieso überprüfen: Dahinter verbergen sich nicht zwingend unterschiedliche Sorten. Doppelbezüge oder unterschiedlich heißes Wasser für Tee zählen einzeln. So kann man sich einen Kaffeevollautomaten auch schön rechnen.

Geht es um die Trinktemperatur, den Geschmack, die Intensität, den Mahlgrad, die Schaumkonsistenz usw. gilt das Gegenteil zu voreingestellten Kaffeefunktionen:

Je mehr ihr in die Zubereitung eingreifen könnt, desto besser!

Das hat mit dem Preis nur wenig zu tun, wie zum Beispiel der Testsieger DeLonghi ECAM 22.110.B beweist. Selbst günstigste Kaffeevollautomaten bieten wenigstens drei Stufen bei den entscheidenden Parametern. Zu diesen Parametern gehören generell:

  • Kaffeestärke: Wie viel Kaffeepulver wird für einen Shot verarbeitet?
  • Brühtemperatur: Manche mögen’s heiß(er). Und die Temperatur beeinflusst den Geschmack
  • Füllmenge: Zwischen 25 ml und 220 ml in der Tasse sind optimal
  • Milchschaumkonsistenz: Fest für Latte, fließfreudig für Flat White
  • Milchschaumtemperatur: Mir meistens egal, aber für andere sehr wichtig

Ein gutes Design bzw. der richtige Ansatz bei der Bedienung lassen sich daran erkennen, dass ihr nicht nur alle Einstellungen sofort findet, sondern sie auch ohne Blick in die Gebrauchsanweisung nachvollziehen könnt. Bohnenskalen, Plus/Minus-Knöpfe und eine Größenangabe in „Tasse“ oder Millilitern sind super.

Melitta Avanza Kaffevollautomat Bedienung

Das übersichtliche Bedienpanel des Melitta Avanzas

Wie schon weiter oben anklang, besinnen sich immer mehr Kaffeevollautomaten auf dieses Gebot und sorgen dafür, dass ihr auf dem Display oder bei den Leuchtskalen sofort seht, was euer Modell gerade mit dem Wasser oder dem Kaffeepulver macht.

Reden wir vom perfekten Espresso, reden wir von einer optimalen Füllmenge von etwa 25 Milliliter pro Shot. Wir reden außerdem von der optimalen Pulvermenge, der richtigen Temperatur, einem perfekten Geschmack und natürlich auch einer anständigen Crema.

Wäre es nicht toll, wenn ihr euren neuen Kaffeevollautomaten nur anschließen und anstellen müsstet, um dieses Optimum zu erreichen? Leider funktioniert das meist nicht. Viele Geräte beginnen ihren Bezug zum Beispiel erst bei 30 Milliliter, andere bei 40 Milliliter.

Das Problem daran: Mit solchen Werten verschiebt sich die ohnehin schon kompromissbehaftete Zubereitung noch einmal in die falsche Richtung. Ihr könnt jedoch tricksen und den Kaffeevollautomaten auf einen Doppelbezug kalibrieren. Das ist zwar nicht Sinn der Sache, aber immerhin.

Philips 3200 Lattego Kaffeevollautomat Espresso

Der Philips 3200 lässt euch auch mit den Standardeinstellungen einen sauberen Espresso raus

Einige Hersteller haben das Prinzip der perfekten Zubereitung jedoch kapiert und bieten euch hervorragende Werkseinstellungen. Sie denken nicht nur an die Mindestfüllmenge, sondern auch eine tolle Temperatur, eine optimale Konzentration in der Tasse und natürlich an das präzise Mahlwerk.

Der Vorteil dabei ist, dass ihr beim Einstellen und in der Bedienung nicht allzu viel falsch machen könnt, selbst wenn ihr weder mit Kaffeevollautomaten noch Kaffee an sich Erfahrung habt. Es lohnt sich also, im Datenblatt mal nach dem Mindestbezug zu schauen.

Der Rest lässt sich jedoch leider nur live testen und ich habe lange gebraucht, um solche Modelle zu finden. Beim Philips 3200 Serie EP3246/70 müsst ihr theoretisch überhaupt nichts einstellen und erhaltet dennoch feinen Kaffee. Melitta ist dafür ebenfalls bekannt.

Auf die Maße schauen die meisten von uns genauso wenig wie aufs Gewicht oder die Lautstärkeangabe. Das ist auch kein Problem, solange eure Arbeitsplatte groß genug ist und ihr reichlich Platz nach vorne, hinten und zur Seite lassen könnt.

Kritischer wird’s schon in kleinen Küchen, wo jeder Zentimeter eine Aufgabe zu übernehmen hat. Achtet auf jeden Fall darauf, dass ihr bequem an den Wassertank kommt, um Wasser nachzufüllen oder ihn zu reinigen. Auch das Bohnenfach braucht Raum – es geht immer nach oben auf.

Je nach Modell und dem Design eures Milchschaumsystems solltet ihr außerdem Platz für das Arbeiten an der Düse oder den Milchbehälter lassen.

Auch hier haben viele Hersteller inzwischen den Schuss gehört und sorgen dafür, dass ihr jedes entscheidende Bauteil nach vorne oder wenigstens ohne Rumgemache entnehmen könnt. Top gelöst ist das zum Beispiel beim DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B.

Wenn wir schon über Wasser, Bohnen und entscheidende Bauteile reden, können wir auch gleich noch mit einem sinnlosen Verkaufsargument aufräumen:

Philips HD8834 Kaffeevollautomat Wassertank

Melitta Caffeo Solo Kaffeevollautomat Wassertank

Ein großer Wassertank ist niemals besser als ein kleiner. Dieses Argument zieht nur, wenn der Wasserhahn vier Stockwerke entfernt ist und die Schlange vor dem Kaffeevollautomaten immer länger wird!

Ein bescheidener Wassertank ist vielmehr eine perfekte Gelegenheit, ihn zwischendurch mal zu reinigen, den Wasserfilter zu überprüfen usw. Ihr müsst sowieso Wasser nachfüllen. Und stets frisches Wasser ist ein Geschmacksbooster!

Ähnlich lautet auch meine Empfehlung zum Bohnenfach: Weniger ist definitiv mehr, da ihr gezwungen seid, immer wieder frische Bohnen nachzukippen. Bedenkt stets, dass ihr für 2 Personen weniger Bohnen braucht als für ein ganzes Rudel. Füllt also das Fach stets nur nach Bedarf auf.

Kaffeevollautomaten reinigen: Tipps & Tricks

Ich weiß, die Reinigung von Kaffeevollautomaten ist ein unfassbar lästiges Thema. Da geht es mir wie euch. Doch heißes Wasser, Kaffeepulver und enge Schläuche sind nun einmal ein Garant für Schimmel, Algen und unappetitliche Rückstände.

Wenigstens denken die Geräte heutzutage nicht mehr nur an die Zubereitung und den Geschmack in der Tasse, sie werden auch bei der automatischen Reinigung immer besser. Ganz ohne euch geht es dennoch nicht.

Siemens EQ9 Kaffeevollautomat Tresterbehalter

Siemens produziert leider sehr matschige Kaffeepucks

Jura Z8 Kaffeevollautomat Reinigung

Bei Jura könnt ihr die Brühgruppe nicht entnehmen

Siemens EQ500 Integral Kaffeevollautomat Reinigung

Der Siemens EQ.500: Ein sauberes Beispiel für eine einfache Reinigung

Solltet ihr mal wieder keine Lust haben, den Wassertank zu putzen oder die „Entkalkungsanlage“ zu starten, führt euch vor Augen, welchen Preis ihr für euren Kaffeevollautomaten gezahlt habt. Je gründlicher ihr eure Maschine reinigt, desto länger habt ihr etwas von eurer Investition!

Und soooo umständlich, wie man glauben will, ist das nun wirklich nicht. Das beweisen nicht nur meine Testergebnisse. Selbst die Stiftung Warentest und andere Instanzen geben den meisten Kaffeevollautomaten eine gute Bewertung bei der Reinigung.

Reinigung & Pflege von Kaffeevollautomaten: Die Grundanleitung

Im Vergleich mit einem Handfilter oder einer simplen Filtermaschine ist ein Vollautomat zwar komplizierter, aber mit etwas Übung und Disziplin keine Herausforderung. Im Idealfall reinigt ihr alle (beweglichen) Teile nach folgendem Schema:

  1. Könnt ihr die Brühgruppe herausnehmen, tut das wenigstens wöchentlich (bei vielen Bezügen täglich!). Spült sie unter fließendem Wasser ab, lasst sie an der Luft trocknen, setzt sie wieder ein.
  2. Milchtank bzw. Milchdüse müssen täglich geleert und gereinigt werden. Bei einer Düse lohnt es sich, nach jedem Schäumen noch einmal Wasser durchzujagen (einfach an- und ausstellen).
  3. Zwar sind die Abtropfschale sowie der Tresterbehälter oft geräumig, aber auch sie sollten täglich geleert und gesäubert werden. Auch hier reichen Abspülen und Trockenwischen meist aus.
  4. Der Wassertank wird für jeden Einsatz frisch mit Wasser befüllt. Da kann man ihn auch schnell mal ordentlich durchspülen!
  5. Füllt den Bohnenbehälter stets mit nur wenigen Bohnen und reinigt ihn mit einem Tuch, sobald er leer ist. Das ist auch ein einfacher Weg, das empfindliche Kaffeearoma zu bewahren.

Bei fest verbauten Brühgruppen ist das Entnehmen natürlich unmöglich. Hier ist der regelmäßige Reinigungsdurchlauf über die Maschine noch wichtiger!

Zusätzlich müsst ihr reagieren, wenn der Kaffeevollautomat nach Reinigung oder Entkalkung schreit. Das Gute (für die Hygiene): In vielen Fällen könnt ihr das Gerät solange nicht benutzen, bis es seinen Willen bekommen hat.

Die Frage zur Spülmaschine lässt sich nicht für alle Geräte und Bauteile gleich beantworten. Nach meinem Dafürhalten sind Wassertank, Abtropfschale und Tresterbehälter kein Problem. Die Brühgruppe darf niemals in die Spülmaschine. Im Zweifelsfall schaut jedoch immer in die Bedienungsanleitung.

Kaffeevollautomaten entkalken: Es lohnt sich

Ich hasse Entkalken genauso wie ihr. Aber es ist je nach Wasserhärte unumgänglich. Selbst mit einem Wasserfilter.

Kalk lagert sich in den Windungen der Maschine ab, verstopft sie und das Gerät geht kaputt. Die meisten Kaffeevollautomaten bestehen nach einem Monat oder x Anwendungen auf eine Entkalkung. Hört auf sie!

Entkalker fuer Kaffeevollautomaten

Wichtig ist, dass ihr bei der Ersteinstellung eure Wasserhärte am Gerät justiert. In Kalk-Hochburgen wie Großstädten könnt ihr euch sicher sein, dass ihr mit der höchsten Kalkwarnstufe am besten fahrt.

Ein Wasserfilter entfernt übrigens nicht jeden Kalk, er macht nur die notwendigen Intervalle zum Entkalken größer. Sorry.

Jede Maschine folgt dabei einem genauen Ablauf und zeigt euch per Lämpchen, Display, App oder Touchscreen, wann ihr was am Gerät tun müsst. Bis jetzt hat mich da noch kein einziger Anbieter verwirrt oder im Regen stehen lassen.

Ihr müsst zwar nicht die hauseigenen Entkalker verwenden – haltet euch aber an die Zusammensetzung und Inhaltsstoffe. Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl, Plastik ist nicht gleich Plastik. Ist der Reiniger zu aggressiv oder falsch, frisst er sich durch die Bauteile.

Dieses Video wurde uns von coffeeness.de freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Brühgruppe einfetten

Als bewegliche „Kaffeepresse“ besitzt die Brühgruppe Scharniere und Schienen, die ihr regelmäßig einfetten solltet. Dann klappt es nicht nur besser mit dem Pressen, es kann sich auch nichts verhaken oder verkanten.

Eine Tube mit Spezialfett ist bereits im Lieferumfang enthalten, doch die ist recht schnell leer, wenn ihr mindestens einmal pro Monat nachfettet.

Wie schon bei den Reinigern gilt: Es muss nicht das Markenprodukt, aber das richtige Produkt sein. Ein Multi-Silikonfett ist geschmacks- und geruchsneutral, chemiefrei und lebensmittelecht. Ein Beispiel ist das OKS 1110-100G.

Kaffeevollautomat einstellen: So klappt’s mit Mahlgrad, Menge & Co!

Für ausnahmslos jeden (!) Kaffeevollautomaten könnt ihr euch eine einfache Formel für die Espresso-Ersteinstellung merken:

Mahlgrad und Wassermenge runter, Kaffeestärke hoch.

Damit nähert ihr euch in 99 Prozent aller Fälle dem KVA-Espresso-Ideal an. Selbst bei helleren Röstungen oder anderen Getränken passt diese Einstellung am besten. Generell solltet ihr Folgendes berücksichtigen:

Abgesehen von den Luxusschlitten Z8 und Maestosa könnt ihr das Mahlwerk aller Kaffeevollautomaten nur mechanisch über ein Rädchen verstellen. Dieses befindet sich im Bohnenbehälter. Dreht das Rad im laufenden Betrieb (!) auf die kleinstmögliche Stufe.

DeLonghi ECAM 23.466.B Kaffeevollautomat Mahlgrad einstellen

Und nochmal: Den Mahlgrad nur bei LAUFENDEM Mahlwerk verstellen!

Es dauert ein paar Bezüge, bis die Umstellung greift. Schaut euch den Bezug in der Tasse genauer an: Geht es zu langsam oder kommt kein Kaffee, stellt den Mahlgrad in den kleinstmöglichen Schritten größer.

Sollte etwas an eurem Vollautomatengetränk nicht stimmen, ist in den meisten Fällen der falsche Mahlgrad verantwortlich – bzw. solltet ihr hier als erstes nachjustieren.

Über die 25 Milliliter-Benchmark habe ich schon weiter oben gesprochen. Das ist allerdings nicht professionell. Der Barista rechnet bei der Dosierung nicht in Millilitern, sondern in Gramm. Ein top extrahierter Espresso hat ein Gewicht von rund 25 Gramm.

Das kann man einem Vollautomatennutzer aber nicht verkaufen. Wollt ihr euren Kaffeevollautomaten genau einstellen, lohnt es sich, die Tasse bei den ersten Bezügen auf die Waage zu stellen und das Wasser nach dem Gramm-Prinzip zu verstellen.

Gibt es bei eurem Modell nur wenige Stufen für die Einstellung, ist etwas weniger Wasser generell immer die beste Alternative!

Mehr Kaffeepulver bedeutet mehr Wumms. Ist klar. Eine vollautomatische Maschine mit Mahlwerk hat leider keine Waage, mit der ihr diesen Faktor genau kalkulieren könnt. Erfreulicherweise sind die klassischen „Bohnenskalen“ jedoch brauchbar. Sagen zumindest meine Testergebnisse.

DeLonghi Maestosa Kaffeevollautomat Espresso

Der DeLonghi Maestosa nimmt euch viel Arbeit bei den Einstellungen ab, lässt euch aber auch die Freiheit selbst zu entscheiden

Hier solltet ihr mit der größten Menge starten und ich euch nach unten bewegen, falls der Geschmack zu stark ist. Die goldene Mitte funktioniert für die meisten Röstungen ganz gut.

Kaffeebohnen für den Vollautomat: Was ihr braucht – und was nicht

Auch wenn ich mir damit wieder neue Feinde mache, bleibe ich bei einer klaren Ansage:

 Tausend Euro für die Kaffeemaschine zahlen aber nur sechs Euro für das Kilo Kaffee? Das ist pervers!

Ohne gute, fair und direkt gehandelte Kaffeebohnen könnt ihr euch die Investition sparen. Denn Kaffee ist ein Luxusprodukt, das wir wertschätzen müssen. Und mit „Unannehmlichkeiten“ wie dem Klimawandel wird unser Hunger nach billigen Bohnen immer unvertretbarer.

Lassen wir die Moralkeule beiseite, ist eine anständige Röstung nach handwerklichen Maßstäben auch aus anderen Gründen für den Kaffeevollautomaten unverzichtbar:

  • Als Kompromissgerät „rasiert“ er Aromen weg – es sollten also besonders viele in der Bohne stecken. Alte Supermarktbohnen bieten kaum Aroma.
  • Die Zubereitungsmethode kann trotz allem sehr variantenreiche Geschmackserlebnisse zaubern – aus einem frischen Ostafrikaner genauso wie aus einem würzigen Guatemala-Kaffee.

Die Frage, ob ihr Kaffeebohnen in Filterröstung nehmen solltet oder zu Espressobohnen greift, ist gar nicht so pauschal zu beantworten.

Jura Z8 Kaffeevollautomat Bohnenbehaelter

Frische Kaffeebohnen im Jura Z8

Abgesehen von sehr hellen Röstungen, bei denen in den Zubereitungshinweisen ausschließlich der Handfilter steht, funktioniert jede Bohnenschattierung.

Generell fahrt ihr mit dunkleren Bohnen am besten. Und damit meine ich nicht totgeröstete, ölige Brandbohnen, sondern mitteldunkle Schönheiten, die aus der riesigen Welt der Espressi stammen dürfen.

Doch was sind diese ominösen „Kaffeebohnen für Vollautomaten“, die es überall gibt?

Vergesst das erstmal.

Dies ist ein Marketingbegriff bzw. eine „Anwendungsbezeichnung“ für eine etwas dunklere Röststilistik, die sich am Espresso orientiert, ohne zwingend Espresso zu sein. Passt also irgendwie doch gut zum Kompromiss-Automaten.

Der Vollautomaten-Begriff funktioniert prächtig als Triggerwort, sodass selbst handwerkliche Röstereien inzwischen auf den Zug aufgesprungen sind. „Kaffee für Vollautomat“ ist jedoch kein Qualitätsmerkmal, sondern eben nur eine Zubereitungsempfehlung.

Noch ein Tipp: Beim Einstellen eures Kaffeevollautomaten verbraucht ihr erst einmal sehr viele Bohnen. Dafür müsst ihr nicht eure wunderschönen Exemplare aus der Rösterei nehmen.

Hier tut es auch die Packung, die es bei vielen Geräten dazu gibt. Haben die also doch eine Daseinsberechtigung!

Knopfdruck und kein Ende? Wie es im Kaffeevollautomat Test weitergeht

In diesem neuen Ratgeber zur Geschmackswelt aus Wasser, Koffein und Knopfdruck-Kaffee habe ich mich bewusst kürzer gehalten als zuvor.

Denn nach euren Feedbacks zu meinem Kaffeevollautomat Test bin ich sicher, dass ihr weit mehr über die Bedienung, das Design oder die Verarbeitung dieser Maschinenwelt wisst, als es noch vor wenigen Jahren der Fall war.

Außerdem habe ich bemerkt, dass sich so langsam eine gewisse Müdigkeit in Sachen (große) Kompromisse einstellt. Viele von euch schwenken um und schauen für Espresso bei Maschinen vorbei, die diesen Job wirklich beherrschen: Siebträgergeräte zum geringen Preis werden immer beliebter!

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Trotz Kompromiss: Ein KVA hat einige Vorteile gegenüber dem Siebträger

Das heißt aber noch lange nicht, dass Kaffeevollautomaten abgeschrieben sind. Das sehe ich schon an eurem Interesse an Geräten wie meinem Sieger DeLonghi ECAM 22.110.B.

Ihr habt es jedoch (berechtigterweise) satt, euch mit einer komplizierten Bedienung oder dummen Features zum falschen Preis rumzuschlagen.

Billig ist genauso out wie teuer. Und darum schaue ich bei der Bewertung noch genauer darauf, wie sinnvoll und kundenfreundlich die Kaffeevollautomaten konstruiert sind. Das ist auch ein Ergebnis eurer „Emanzipation“ als Kunden:

Ihr lasst euch nicht mehr von einem Kaffeevollautomaten verarschen und hinterfragt selbst vormals in Stein gemeißelte Ergebnisse der Stiftung Warentest oder anderer Prüfinstanzen. Das finde ich großartig. Und so werden wir weitermachen!

Fragen, Anmerkungen, Einsprüche? Die könnt ihr gern als Kommentar loswerden!