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Kaffeemaschine mit Mahlwerk Test 2019

Für den Kaffeemaschinen mit Mahlwerk Test hat Arne sechs Geräte genau untersucht. Dabei hat sich mit der BEEM Fresh-Aroma-Perfect Superior diesmal der Preis durchgesetzt, denn das teuerste Gerät ist gleichzeitig auch das beste. Sonntagmorgen kauft alle Geräte aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Test 2019

Für den Kaffeemaschinen mit Mahlwerk Test hat Arne sechs Geräte genau untersucht. Dabei hat sich mit der BEEM Fresh-Aroma-Perfect Superior diesmal der Preis durchgesetzt, denn das teuerste Gerät ist gleichzeitig auch das beste. Sonntagmorgen kauft alle Geräte aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

6

Maschinen in der engeren Auswahl

24

Kannen gekochter Kaffee

2

Kilogramm Kaffeesatz für die Blumen

Author

von Arne

Zuletzt aktualisiert am: 6 August 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Manchmal sind die einfachsten Dinge doch die besten.

Ein Filter, heißes Wasser und frisch gemahlene Bohnen. Schon habt ihr alle Zutaten, um einen köstlichen Kaffee zuzubereiten.

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Als die ersten Kaffeemaschinen auf den Markt kamen, wurde auf den Geschmack noch nicht so viel Wert gelegt. Kaffee hatte vor allem eine wachmachende Funktion und war nur bedingt als Genussmittel geeignet. Das lag auch daran, dass zum Kaffeekochen häufig lange vorher gemahlenes und dann eingeschweißtes Pulver genutzt wurde.

Das hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise geändert. Die Vielzahl von kleinen, spezialisierten Röstereien macht es dank des Online-Handels einfach, hochwertigen Kaffee für eine „einfache“ Kaffeemaschine zu bekommen. So wird auch das Heißgetränk aus Omas alter Maschine wieder zum Genuss.

Noch frischer wäre der Kaffee nur, wenn er direkt vor dem Brühvorgang gemahlen würde. Das haben sich auch einige Leute in den Entwicklungsabteilungen der Kaffeemaschinen-Hersteller gedacht und dem Dauerbrenner Filterkaffeemaschine eine neue Funktion verpasst: das Mahlwerk.

Das ist die beste Kaffeemaschine mit Mahlwerk 2019:

BEEM Fresh-Aroma-Perfect Superior

VORTEILE

  • Einfache Handhabung
  • Gleichmäßig gemahlenes Pulver
  • Herausragende Warmhaltefunktion
  • Aromatischer Kaffee
  • Hochwertige Optik

NACHTEILE

  • Wassertank nicht entnehmbar
  • Sehr lautes Mahlwerk
Amazon Logo

169,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 14. Dezember 2019 19:54
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeBEEM
Tassenportionen12 (klein)
Durchlaufzeit 10 Tassen13:55 min
Temperatur Kaffee 4 Tassen79,7 °C
Temperatur Kaffee 4 Tassen nach 10 Minuten79,5 °C
Filter entnehmbar
ExtrasTimer
Gewicht4,9 kg
Warmhaltefunktion
MahlwerkKegelmahlwerk aus Edelstahl
Bohnenfach200 g

Damit habt ihr die Möglichkeit, die Kaffeebohnen erst wenige Sekunden vor dem Brühvorgang zu mahlen und so das maximale Aroma zu erhalten. Das gelingt in meinem Test dem Sieger BEEM Superior am besten.

Ich habe für euch geprüft, ob die Variante mit Mahlwerk jeweils eine sinnvolle Alternative zum Modell à la Oma ist. Das klappte zum Beispiel bei der Melitta AromaFresh am besten, die in Sachen Preis und Leistung die BEEM Superior noch ein wenig überflügelt.

Wenn ihr noch mehr Kaffeespezialitäten frisch zubereiten möchtet, könnt ihr euch bei den Kaffeevollautomaten umsehen. Die bieten deutlich mehr Funktionen, sind aber auch meistens teurer.


Gesamt-Testsieger!
BEEM Fresh-Aroma-Perfect Superior Test

169,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 12.August 2019 20:04
Preis-Leistungs-Sieger!
Melitta AromaFresh Test

115,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 12.August 2019 20:04
SEVERIN KA 4811 Test

69,89 €

Zuletzt aktualisiert am: 12.August 2019 20:05
Philips Grind & Brew HD7769/00 Test

134,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 12.August 2019 20:05
Russell Hobbs Buckingham Grind & Brew Test

164,28 €

Zuletzt aktualisiert am: 10.November 2019 16:50
AEG KAM400 Test

157,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 17.August 2019 15:22

Testsieger Kaffeemaschinen mit Mahlwerk

Bevor wir uns die einzelnen Kauf-Faktoren bei einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk genauer anschauen, will ich euch erst einmal kurz die Kategorie-Sieger und die beste Kaffeemaschine mit Mahlwerk im Test vorstellen.

Der Gesamtsieger: BEEM Superior

Die BEEM Fresh-Aroma-Perfect Superior hat mit 87 Punkten gezeigt, was ihr in dieser Kategorie aktuell erwarten könnt – und was nicht. Denn perfekt ist diese Punktzahl natürlich nicht.

Beem Fresh Aroma Perfect Superior Testsieger

Die BEEM Superior hat den Testsieg errungen

169,90 €

VORTEILE

  • Einfache Handhabung
  • Gleichmäßig gemahlenes Pulver
  • Herausragende Warmhaltefunktion
  • Aromatischer Kaffee
  • Hochwertige Optik

NACHTEILE

  • Wassertank nicht entnehmbar
  • Sehr lautes Mahlwerk

Das liegt vorrangig an den Schwächen des Mahlwerks, die ich weiter unten ausführlich behandeln werde. Doch wenigstens schafft es diese Maschine, diese Schwächen mit anderen Faktoren so gut auszugleichen, dass am Ende eine überzeugende Kaffeequalität herauskommt.

Die hohe Warmhaltefähigkeit addiert sehr viele Punkte, auch wenn ich diese Funktion grundsätzlich hasse. Sie ist aber ein wichtiger Bestandteil der Kaffeemaschinenkategorie. Zudem gibt es wirklich nichts an der Bedienung und Nutzerfreundlichkeit zu meckern. Selbst Menschen ohne jegliches technisches Verständnis kommen mit ihr klar. Deswegen ist der klare Gesamtsieg im Kaffeemaschinen mit Mahlwerk Test 2019 auch verdient.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis:

Melitta AromaFresh

VORTEILE

  • Einfache Handhabung
  • Sehr guter Geschmack
  • Timer-Funktion
  • Mahlwerk ist gut zu erreichen
  • Automatische Erinnerung zum Entkalken

NACHTEILE

  • Wassertank fest verbaut
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115,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 14. Dezember 2019 19:54
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeMelitta
Tassenportionen15 (klein), 10 (groß)
Durchlaufzeit 10 Tassen7:53 min
Temperatur Kaffee 4 Tassen79,5 °C
Temperatur Kaffee 4 Tassen nach 10 Minuten77,3 °C
Filter entnehmbar
ExtrasTimer
Gewicht4,21 kg
Warmhaltefunktion
MahlwerkKegelmahlwerk aus Edelstahl
BohnenfachBis zu 3 × 10 Tassen

Wenn die grundsätzlich zweitplatzierte Kaffeemaschine gleichzeitig die günstigste im Test ist, schreit das nach dem Sieg in der Kategorie „Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis“.

Das sehe ich auch so und küre die Melitta AromaFresh zum Sieger.

Melitta Aromafresh Filterkaffeemaschine

Die Melitta AromaFresh bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit der Melitta erhaltet ihr ein schönes Gesamtpaket zu einem vernünftigen Preis. Sie gewinnt keine Kategorie, liefert aber in allen Bereichen eine mindestens gute Leistung ab.

Mit sichtbar unter 100 Euro ist sie bald halb so teuer wie die BEEM. Wenn ihr eine verlässliche Kaffeemaschine mit Mahlwerk sucht, die guten Kaffee kocht und preislich im Rahmen liegt, werdet ihr bei der Melitta AromaFresh fündig.

Beste Reinigung: Melitta AromaFresh

Auch in diesem Fall geht nichts über Melitta. Mit einem abnehmbaren Wassertank fällt die AromaFresh sowieso schon aus dem Testrahmen. Außerdem könnt ihr sie soweit auseinanderbauen, dass ihr direkt ans Mahlwerk gelangt.

Mit diesen Faktoren hebt sich die Melitta meilenweit vom Rest ab, der immer wieder mit Macken und Einschränkungen auffiel.

Weitere (Neben-) Kategorien und Details zu den einzelnen Kauf-Faktoren habe ich nicht als Sieg-Kategorien eingestuft, weil hier die Maschinen entweder zu ähnlich oder allesamt nicht ausreichend waren. Zudem sind Faktoren wie der Look oder der Kaffeegeschmack doch sehr subjektiv.

Melitta Aromafresh Filterkaffeemaschine front

Bei der Reinigung ist Melitta vorbildlich

115,00 €

VORTEILE

  • Einfache Handhabung
  • Sehr guter Geschmack
  • Timer-Funktion
  • Mahlwerk ist gut zu erreichen
  • Automatische Erinnerung zum Entkalken

NACHTEILE

  • Wassertank fest verbaut

Deshalb führe ich im Folgenden lieber die wichtigen Elemente aus, auf die ihr beim Kaffeemaschinen Kauf achten solltet. Kleiner Spoiler: Das namensgebende Mahlwerk ist dabei ein ums andere Mal ein großes Problem.

Erster Eindruck: Unterschiedlich und doch gleich

Loch im Bauch, Zyklopenauge oder schwarze Wucht: Der erste Eindruck bei den getesteten Maschinen war zunächst durchaus unterschiedlich.

Kaffeemaschinen mit Mahlwerk Tassen

Das ist die illustre Runde

Es gibt bei einer Kaffeemaschine wichtigere Kriterien als die reine Optik. Trotzdem werdet ihr euch keine Kaffeemaschine in die Küche stellen, die aussieht wie gerade dreimal überfahren.

Dafür ist das Gerät zu groß und zu auffällig. Auch beim Kaufprozess ist der erste Eindruck entscheidend, denn bei der Vielzahl an verfügbaren Kaffeemaschinen entscheidet ihr in wenigen Millisekunden, ob es ein Kandidat in die engere Auswahl schafft.

Arne guckt durch die hintere Gehäuseöffnung des Philips Grind & Brew

Die Philips hat einen Tunnel im Bauch

Das wissen auch die Hersteller und denken sich hübsche Ideen aus, die meist aber wenig mehr Sinn haben, als sich auf Zwang von der Konkurrenz abzuheben:

Den Tunnel im Bauch der Philips finde ich ansprechend, weil er einen Unterschied zur Einheits-Optik der anderen Maschinen macht. Ob euch das auch gefällt, dürft ihr selber entscheiden.

Das vorherrschende Material bei allen Kaffeemaschinen ist Plastik. Alle Anbieter bauen mehr oder weniger gelungene Blenden in Edelstahloptik vor die Kunststoffteile, am Kern ändert das aber nichts – es wird also gespart, wo es geht.

AEG KAM400 Kaffeemaschine mit Arne

Hinter den Edelstahl-Blenden verbirgt sich immer noch Plastik

Das dadurch auch reduzierte Gewicht spielt für mich in diesem Test nur eine untergeordnete Rolle. Im Zweifel stellt ihr eure Kaffeemaschine an den Ort ihrer Bestimmung und bewegt sie danach nur alle paar Monate mal, um darunter zu putzen.

Dass dies mitunter anders ist, liegt hauptsächlich daran, dass viele Maschinen so konstruiert sind, dass ihr sie öfter verschieben müsst, als euch lieb sein kann. Meist ist der dumm verbaute Wassertank dafür verantwortlich, an den ihr beim Befüllen herankommen wollt.

Dieser Umstand hat sich meist in der Wertung zur Benutzerfreundlichkeit niedergeschlagen. Und auffällig viele Maschinen sehen den Wassertank bei der Konstruktion als vernachlässigbares Detail. Nun ja.

Richtig auffällig wird dies bei der Russell Hobbs Buckingham Grind & Brew, die fast so preisintensiv ist wie der BEEM-Testsieger, aber einen Wassertank besitzt, der euch mit seiner kleinen Öffnung irgendwann in den Wahnsinn treibt.

Der Preis ist selbstverständlich ein wichtiges Kriterium für den Kauf. Aber weil ich wie immer finde, dass ein großes oder kleines Preisschild nichts über die Leistungsfähigkeit der Maschine aussagt, ist das Verhältnis beider Faktoren für mich immer entscheidend.

Darum heißt in dieser Kategorie der Testsieger auch Melitta AromaFresh und nicht BEEM Superior.

Benutzerfreundlichkeit: Durchgehend gut

Nachdem ich mir einen ersten Überblick über die Test-Geräte verschafft hatte, fiel mir mal wieder deutlich auf, dass sich die Hersteller durchaus am typischen Kaffeemaschinen-Nutzer orientieren.

Der will trotz Mahlwerk und Dingen wie einer Timer-Funktion bloß nicht zu viele Neuerungen und seinen Kaffee morgens in gewohnter Manier machen können.

Gefüllte Kaffeekanne der Philips Grind & Brew

Einfach eine Tasse frischen Kaffee aus der Maschine am Morgen – das kann doch nicht zu viel verlangt sein?

Das heißt: Wassertank füllen, Filter einsetzen, Kanne drunter stellen, fertig. Das Kaffeepulver wird ja jetzt von der Maschine gemacht.

An dieser Grundsätzlichkeit ändert sich auch in der „neuen“ Maschinenwelt nichts. Nur habe ich hier auch feststellen müssen, dass trotz leichter Bedienbarkeit und sehr eindeutiger Einstellungen mitunter ein Detail vergessen wird:

Der Wassertank ist in vielen Fällen ausnehmend dämlich konstruiert, fest verbaut oder so schmal, dass ihr ihn weder sauber befüllen, noch ordentlich reinigen könnt.

Ihr werdet die Kaffeemaschine jeden Tag benutzen, vielleicht sogar mehrfach oder mit geschlossenen Augen, da ist eine einfach Handhabung unerlässlich. Deswegen habe ich den Wassertank in vielen Tests ewig besprochen. Wie man alles richtig macht, hat nur die SEVERIN KA 4811 gezeigt.

SEVERIN Kaffeeautomat mit Mahlwerk Wasserbehaelter

Nur die SEVERIN hat mich beim Wassertank überzeugt

Beim Befüllen ergeben sich ansonsten teils abenteuerliche Konstruktionen. Der Einlass an der Philips Grind & Brew ist beispielsweise wie eine Rutsche geformt. Das sieht auf den ersten Blick nett aus, ist aber für die Praxis eine Katastrophe.

Wenn ihr das Wasser mit zu viel Schwung hineingebt, schießt es die Rutsche hoch und auf der anderen Seite wieder raus. So landet es nicht im Wassertank, sondern irgendwo auf der Oberseite der Maschine. Im schlimmsten Fall sogar im Pulverschacht, wo es den Kaffee bindet und so den Schacht verklebt.

Philips Grind & Brew offen

Die Rutsche an der rechten Seite ist unpraktisch

Bis auf die BEEM Superior arbeiten alle Geräte mit einer Skala am Wassertank. Ihr könnt dann auf die Tasse genau ablesen, wie voll der Tank ist. Die BEEM zeigt nur eine maximale Füllmenge an. Das finde ich nicht gut, denn im Zweifel muss ich den Tank dann immer komplett füllen, um die richtige Menge zu haben.

Da der Wassertank in der BEEM fest verbaut ist, kann ich das überflüssige Wasser aber nicht einfach wieder ausgießen, sondern muss es im nächsten Durchgang verkochen. Das ist auf Dauer zu umständlich.

Bohnenfach

Das Bohnenfach mit angeschlossenem Mahlwerk ist natürlich das Kernargument dieser Kategorie. Frisch gemahlene Bohnen als wichtigster Garant für gutes Kaffeearoma werden damit zur täglichen Selbstverständlichkeit.

Kaffeebohnen werden ins Bohnenfach der AEG KAM400 geschüttet

Frisch gemahlene Kaffeebohnen versprechen ein besseres Kaffeearoma

Ausnahmslos alle Bohnenfächer befinden sich an der Oberseite der Maschinen, was nur logisch ist. So können die Bohnen einfacher in das Mahlwerk rutschen und das fertige Pulver dann in den Filter.

Alle Hersteller werben mit einem Aroma-Siegel, Aroma-Seal, Aroma-Safe oder ähnlichem Marketing-Sprech. Im Kern wollen damit alle sagen, dass die Bohnen im Bohnenfach ihr Aroma behalten, weil dieses besonders verschlossen ist. In der Praxis sind die Ränder mit Gummi verdichtet, sodass kaum Luft an die Bohnen kommt. Dadurch wird das Aroma tatsächlich besser erhalten.

Ich empfehle euch trotzdem, lieber kleinere Mengen Bohnen frisch zu kaufen und diese dann zu nutzen. Frisch geröstete Bohnen sind immer, ich betone, immer aromatischer als gelagerte. Egal, ob diese in einem Aroma-Safe liegen oder nicht.

Philips Grind & Brew Bohnenfach

Philips setzt auf zwei Bohnenfächer

Die Bohnenfächer sind größtenteils gleich, bis auf die Variante bei der Philips. Hier findet ihr zwei Fächer, die direkt nebeneinander liegen. So könnt ihr zum Beispiel zwischen einem stärkeren und einem milderen Kaffee wählen, je nachdem, ob Oma oder der Biker-Kumpel vorbeikommt. Mit einem kurzen Drehen am Schalter im Fach entscheidet ihr euch für eine der beiden Varianten.

Ich nenne das trotzdem bis zu einem gewissen Punkt „Spielerei“, weil die unterschiedlichen Bohnen immer in das gleiche Mahlwerk fallen. Und darin befinden sich auch immer Reste des Vorgängers.

Wenn ihr also zum Beispiel entkoffeinierte Bohnen einsetzt, müsst ihr damit rechnen, am Ende doch wacher zu sein, als ihr beabsichtigt hattet. Es sei denn, ihr setzt auf mehrere Anläufe, bevor ihr die Tasse wirklich trinkt.

Mahlqualität: Lautstärke und Homogenität des Pulvers als Achillesferse

Eines vorweg: Obwohl die meisten Hersteller von Kaffeemaschinen mit Mahlwerk auch sehr anständige Kaffeevollautomaten anbieten, schaffen sie es kaum, die Expertise aus diesem Bereich auf die noch recht junge Maschinenwelt für Filterkaffee zu übertragen. Und das ist für mich immer wieder verwunderlich.

Ausnahmslos alle Anbieter haben ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl verbaut. Das ergibt Sinn, schließlich sind sie sehr klein, relativ günstig und für den (theoretischen) Anspruch der Kaffeemaschinen-Käufer vollkommen ausreichend.

Außerdem sorgt die Bauweise der Kegelmahlwerke für ein recht schnelles und durchaus gleichmäßiges Mahlergebnis, weil zu den technischen Kräften auch noch die reine Physik hinzukommt.

Es würde jetzt zu weit führen, die Unterschiede zu anderen Mahlwerken mit Scheiben zu erläutern oder lang und breit auf die verschiedenen Materialien für Mahlwerke einzugehen. Wenn euch das interessiert, schaut doch mal in den Leitartikel zum Kaffeevollautomaten Test.

Mahlwerk der Melitta AromaFresh

Die Melitta könnt ihr soweit auseinanderbauen, dass ihr das Mahlwerk erreicht

Für uns reicht es zu wissen, dass Edelstahl sehr robust ist, aber auch die Bohnen stärker erhitzt. Dennoch ist es nicht grundsätzlich schlechter als Keramik.

Bei der BEEM Superior hat man die angeblichen „Mängel“ des Stahls durch den Begriff „High-Speed-Stahl“ kaschiert.

Es handelt sich dabei um normalen Edelstahl, der sich angeblich schneller drehen soll. Wenn ich mir die Geräuschkulisse der BEEM anhöre, stimme ich dem zu. Die Lautstärke ist ordentlich, wird aber zum Beispiel von der AEG KAM400 mühelos übertroffen.

Die Lautstärke habe ich zwar nicht per Messgerät überprüft, weil euch das nicht weiterbringt. Aber sie spielte trotzdem eine starke Rolle in den Tests. Denn wer möchte morgens von seiner Maschine angeschrien werden oder die Nachbarn wecken?

Laut sind die Geräte auf irgendeine Weise alle, aber die Modelle mit guter Bewertung – etwa von Melitta – haben wenigstens eine angenehme Klangqualität, die man auch im Halbschlaf gut ignorieren kann.

Beem Fresh Aroma Perfect Superior Kaffeemehl

Möglichst gleichmäßig soll das Pulver sein, wie hier bei der BEEM Superior

Noch viel wichtiger ist aber, was das Mahlwerk an Kaffeemehl produziert. Und hier hat ausnahmslos jedes Gerät Schwächen. Das Problem ist dabei durchgehend, dass die Mahlwerke, egal wie viele Stufen sie euch anbieten, immer zu grob ans Werk gehen.

Besonders auffällig ist dies bei Versionen mit mehr als drei Stufen. Die AEG KAM400 mahlt selbst in der feinsten Einstellung in riesiger Körnungsgröße. Die Philips Grind & Brew versagt noch stärker und liefert überhaupt keine Unterschiede.

Anders gesagt: Das Kaffeepulver ist hier immer gleich grob. Bei den Testsiegern von BEEM und Melitta sind diese Probleme nicht so stark ausgeprägt, wenn auch vorhanden.

Bei der Russell Hobbs Buckingham Grind & Brew gibt es schon mal gar keine Ergebnisse, weil mein Testgerät einfach kein Kaffeepulver ausspucken wollte. Irgendwo zwischen Mahlwerk und Ausgabeschacht hat es gehakt. Und zwar in mehr als drei Testanläufen.

Es wäre nun müßig, sich zu fragen, warum alle Mahlwerke in irgendeiner Weise versagen. Ein Grund ist sicherlich der relativ überschaubare Preis. Ein zweiter Grund ist die Bauweise der Maschinen, die mit zu feinem Pulver wohl nicht zurechtkämen.

Verschiedene Mahlgerade gemahlener Kaffeebohnen aus der AEG KAM400 Maschine

Drei verschiedene Mahlgrade der AEG KAM400: Sieht jemand einen Unterschied?

Aber mit der optimalen Körnungsgröße im Verhältnis zur Zubereitungsmethode steht und fällt das Ergebnis in der Tasse. Daraus können wir schlussfolgern, dass kein einziger Kaffee an einen sorgfältig zubereiteten Kaffee aus dem Handfilter heranreichen würde.

Die Maschinenkategorie bietet jedoch bei den Siegern ein interessantes Detail: Mit unterschiedlichen Nebenfaktoren wie der Wassertemperatur, der Art und Weise, wie das Wasser auf das Kaffeemehl trifft, der (einstellbaren) Pulvermenge etc. schaffen es manche Modelle, die offensichtlichen Fehler des Mahlens gut zu kaschieren.

Dann schmeckt der Kaffee in der Kanne zwar immer noch nicht so, wie er es unter optimalen Bedingungen tun würde. Doch wenigstens zeigt sich überhaupt eine Art von Charakter. Bei den katastrophalen Geräten von AEG oder Philips habt ihr diesen Charakter auch. Der hat aber meist die Tendenz „erst bitter, dann wässrig“.

Heißt das nun, dass die komplette Kategorie Quatsch ist? Nein. Es herrscht aber noch viel Verbesserungsbedarf. Und manche Maschinen schaffen es dennoch, ein leckeres Ergebnis zu produzieren.

Gerade hier wird die Bedeutung von Praxistests klar, denn auf dem Papier sehen die meisten Maschinen sehr brauchbar aus und versagen erst, wenn sich jemand die Mühe macht, das Innenleben und die Ergebnisse zu dokumentieren. Das ist schade, lässt sich aber vorerst nicht ändern.

All diese offensichtlichen Mängel führen auch dazu, dass ich euch bei dieser Maschinenkategorie keine langwierigen Tipps zum Einstellen des Mahlwerks geben kann bzw. werde.

Die Devise lautet: Nehmt stets die feinste Einstellung und verändert nur die Pulvermenge oder die Röststufe eurer Bohnen. So würde ich es zumindest machen. Wenn ihr aber feststellt, dass euch der Kaffee in gröberen Einstellungen mehr Freude macht, dann spricht dagegen natürlich nichts.

Ich glaube in diesem Fall nur, dass dann irgendwas mit den Bohnen von Haus aus nicht stimmt. Denn so gut ist keine Kaffeemaschine mit Mahlwerk, dass sie bei übergroben Einstellungen einen perfekten neuen Kaffeecharakter zaubert. Sie subtrahiert dann vielmehr überbordende Aroma-Tendenzen in der Grundzutat.

Kaffeequalität: Der alles entscheidende Test

Warum kauft ihr euch eine Kaffeemaschine?

Ich bin mal forsch und behaupte: zum Kaffeekochen. Deshalb ist der fertige Kaffee auch das entscheidende Kriterium in meinem Test.

Severin Kaffeeautomat mit Mahlwerk vorne

Kaffee ist (fast) fertig

Und dabei gab es teilweise gravierende Unterschiede. Warum das so ist, wissen wir ja jetzt. Doch was macht für mich einem Testsieg würdigen Kaffee aus der Mahlwerkmaschine aus?

Ein volles Aroma, in dem ich die Nuancen der Bohne erkenne. Was schreckt mich ab? Wässriger Geschmack, bittere Noten, zu viel Säure.

Selbstverständlich hat die Qualität der Bohnen daran einen großen Anteil. Und ein leichter Ostafrikaner mit spritzigen Noten liefert andere Kaffees als ein starker Brasilianer. Das ist mir klar. Darum habe ich für den Test immer darauf geachtet, die gleichen Bohnen zu nehmen.

Ich habe mich auf eine recht kräftige Röstung konzentriert, die viele Nutzer von Kaffeemaschinen als idealtypisch betrachten würden. Klare Bitterstoffe, schokoladige Noten und wenig Säure sind hier die wichtigsten Faktoren. Und natürlich eine Geschmackssumme, die „Kaffee“ heißt.

Kaffeebohnen zeigen Arne

Gute Kaffeebohnen sind ein sehr großer Faktor für guten Kaffee!

Das läuft zwar meinem Verständnis etwas zuwider, da ich der Meinung bin, dass die Kombination aus frischen Bohnen und einer Maschine, die gleichzeitig mahlen und brühen kann, geradezu zu Experimenten einlädt. Aber das werdet ihr früher oder später schon entdecken.

Viel wichtiger ist, dass ihr bei den guten Kaffeemaschinen mit Mahlwerk die Chance habt, eure persönliche Favoriten-Einstellung zu entdecken. Wenn ihr an der Pulvermenge rumschraubt oder den Mahlgrad sinnvoll verstellt, entdeckt ihr oft noch sehr viele Nuancen an eurem Kaffee, die ihr gar nicht auf dem Schirm hattet.

Genauso groß ist aber leider die Gefahr, dass euch die Maschine den Genuss versaut und höchstens dazu taugt, einen Koffein-Kick zu produzieren. Ob der auch gute Laune macht, steht auf einem anderen Blatt.

Filter

Bevor der Kaffee in der Kanne landet, muss er durch den Filter. Logisch, bei einer Filterkaffeemaschine. Ihr findet verschiedene Varianten bei den Testgeräten.

BEEM und SEVERIN setzen auf einen Permanentfilter. Dieser hat den Vorteil, dass ihr keinen zusätzlichen Papierfilter benutzen müsst. Ihr könnt es aber trotzdem tun. Der Permanentfilter besteht aus sehr feinem Metall, durch das kein Pulverkorn hindurch kommt.

Beem Fresh Aroma Perfect Superior Filter

Die BEEM nutzt einen Permanentfilter

Alle Filtereinsätze sind komplett entnehmbar. Das bietet euch vor allem bei der Reinigung einige Vorteile. Da ihr den Filter immer zur Seite schwenken könnt, könnt ihr diesen auch ohne Probleme mit „fertigem“ Kaffeepulver eurer Wahl bestücken.

Melitta 1021-01 Aromafresh Filter

Alle Filter sind leicht zu erreichen

Bei allen Maschinen könnt ihr dafür den Betrieb mit frisch gemahlenen Bohnen auf vorgemahlenes Pulver umstellen.

Ich sehe allerdings nur einen Grund, warum ihr auf die Chance für frisch gemahlene Bohnen verzichten solltet: entkoffeinierter Kaffee. Es kommt bei größeren Gruppen immer mal vor, dass jemand kein Koffein in seinem Kaffee möchte. Dann könnt ihr die Pulver-Funktion nutzen und müsst nicht extra die Bohnen wechseln.

Tropfstopp

Manchmal sind es die kleinen Details, die eine Kaffeemaschine im Testergebnis herunterziehen. Und überraschenderweise ist dies ziemlich oft der Tropfstopp. Die Konstruktion aus Feder, Ventilverschluss und Druck durch den Kannendeckel funktioniert meist reicht gut.

Dumm ist nur, dass es keine Maschine gibt, die hier vollkommen zuverlässig arbeitet. Meist rauscht noch eine erhebliche Menge Kaffee nach Entnahme der Kanne auf die Heizplatte und backt dort sofort fest.

Viel nerviger ist es jedoch, dass viele Kannen so dämlich am Tropfstopp haken, dass ihr immer etwas Geruckel braucht, um sie freizubekommen. Bei einer sehr vollen Kanne rächt sich das schnell.

Eher zufällig hat sich dieser Testaspekt daher in den Vordergrund gespielt. Er trübt zwar ein Gesamtergebnis nicht vollkommen ein, macht aber vermeidbare Sauerei.

Schalter und Einstellungen

Im Gegensatz zu einem Kaffeevollautomaten bietet eine klassische Kaffeemaschine – mit und ohne Mahlwerk – wenige Einstellungsmöglichkeiten. Entsprechend reduziert ist auch der Umfang an Schaltern und Knöpfen. Mir gefällt das, weil ich ein Fan von Einfachheit bin.

Ihr könnt die Zahl der Tassen, den Mahlgrad des Pulvers und die Stärke des Kaffees einstellen. Keine Maschine kann mehr, keine weniger.

Die Zahl der Tassen und die Aroma-Stärke stellt ihr dann direkt an der Front ein. Einige Maschinen, wie die Philips, setzen dabei auf eine digitale Anzeige, die SEVERIN regelt alles über eine Direktwahl der Tasten.

Ich habe dabei keinen Favoriten. Mir ist nur wichtig, dass ich schnell zu meiner gewünschten Einstellung komme – und das ist bei allen Maschinen der Fall.

Severin Kaffeeautomat mit Mahlwerk Schalter

Die SEVERIN verzichtet als einzige Maschine auf ein Display

Auf ein Menü verzichten alle Kaffeemaschinen. Bei den drei möglichen Einstellungen ergibt das Sinn und würde nur unnötige Komplikationen provozieren.

Extras

Ihr werdet morgens wach und wisst mit Mühe noch euren Namen? Die Geschäftsfähigkeit setzt bei euch erst nach der ersten Tasse Kaffee ein?

Dann kann schon das Herrichten einer einfachen Kaffeemaschine zu viel der Arbeit am frühen Morgen sein. Zum Glück haben die Hersteller mitgedacht und ihren Maschinen einen Timer spendiert. Nur die SEVERIN kommt ohne daher.

LED-Display der AEG KAM400

Der Timer lässt sich bei allen Maschinen leicht programmieren

Mit dem Timer könnt ihr bis zu 24 Stunden im Voraus programmieren, wann die Kaffeemaschine ihre Arbeit aufnehmen soll. So legt ihr schon am Abend vorher fest, welche Tassenzahl in welcher Stärke und bei welchem Mahlgrad auf euch warten soll, wenn ihr hilflos in die Küche stolpert.

Wenn ihr euch für den Timer entscheidet, bedenkt eine Sache: Ihr besitzt eine Kaffeemaschine MIT Mahlwerk. Wenn die programmierte Zeit erreicht ist, erwacht dieses ebenfalls zum Leben. Das kann je nach Maschine ein angenehmer Wecker-Ersatz sein – oder ein Grund für eine Klage des Nachbarn.

Neben dem Timer bietet euch nur Philips noch zusätzliche Extras an. Das doppelte Bohnenfach habe ich euch oben schon vorgestellt. Außerdem gibt es einen Aroma Twister. Das ist eine einfallsreiche Bezeichnung für einen Stab, der in die Kaffeekanne hineinragt und den frischen mit dem vorhandenen Kaffee vermischt. Dadurch sollen die alten und neuen Aromen zu einem neuen Geschmack kombiniert werden.

Warmhaltefunktion: Wenn’s denn sein muss

Kaffee ist ein so grandioses Getränk, das es erst durch das feine Zusammenspiel verschiedener Komponenten richtig gut wird.

Wärme ist eine dieser Komponenten, zu viel Wärme leider auch. Kaffee schmeckt am besten, wenn er frisch aus dem Filter kommt, danach verändert er sein Aroma immer zum Schlechten. Je länger ihr die Kanne auf der Platte stehen lasst, desto bitterer wird er.

Trotzdem gibt es einige Situationen, in denen ihr ums Warmhalten nicht herumkommt. Zumal eine Kaffeemaschine darauf ausgelegt ist, dass ihr auch große Mengen auf einmal kochen könnt, die mitunter nach und nach verbraucht werden.

BEEM Superior Kaffeemaschine Vorderansicht

Die Warmhaltefunktion der BEEM Superior schnitt am besten ab

Darum habe ich geschaut, wie die Warmhaltefunktion der jeweiligen Testmodelle funktioniert. Unabhängig davon, dass Glaskannen die Temperatur stets schwieriger halten als Iso-Modelle, zeigen sich auch bei der aktiven Heizplatte der Geräte intensive Unterschiede.

Ich habe jeweils vier Tassen gekocht und die Temperatur direkt danach und im Abstand von zehn Minuten gemessen. Aus Spaß habe ich den Kaffee zu beiden Zeitpunkten auch probiert. Ich sage es mal so: Meine Befürchtungen zum Geschmack wurden bestätigt.

Reinigung: Kein großer Aufwand – meistens

Lappen raus, putzen!

Wer von euch schon mal einen Kaffeevollautomaten gereinigt hat, wird sich über das Säubern der Kaffeemaschine freuen. Ihr habt hier deutlich weniger Elemente und die lassen sich im Zweifel schneller putzen.

Kaffeekanne und Heizplatte

Die Kaffeekanne könnt ihr einfach mit klarem Wasser ausspülen. Wenn die Kaffeereste über den Tag angetrocknet sind, könnt ihr auch einen Schwamm mit etwas Spülmittel nutzen. Achtet dann aber darauf, die Kanne von allen Schaumresten zu befreien.

Vor allem auf der Heizplatte müsst ihr im Zweifel etwas härter schrubben. Da die Tropfstopps nicht einwandfrei arbeiten, habt ihr auf der Platte immer Tropfen, die sich schnell einbrennen.

Filter und Bohnenfach

Alle Kaffeemaschinen haben herausnehmbare Filter. Das erleichtert die Reinigung enorm, denn ihr könnt sie einfach abspülen. Sollte die Maschine einen Permanentfilter haben, klopft ihr diesen in den Müll oder über euren Blumen aus und lasst dann Wasser durch den Filter laufen. Wundert euch nicht, das feine Metall verfärbt sich schnell.

Zerlegter Filtereinsatz der SEVERIN KA 4811

Je mehr sich eine Maschine in Einzelteile zerlegen lässt, umso einfacher geht die Reinigung

Falls ihr euren eigenen Filter nutzt, schmeißt ihn einfach in den Biomüll und spült dann den Einsatz aus.

Auch das Bohnenfach verdient eure Aufmerksamkeit. Ein feuchter Lappen ist hier ein guter Helfer. Mit diesem wischt ihr das Fach aus. Natürlich erst, nachdem alle Bohnen raus sind. Dabei können sich Schlieren bilden, weil Kaffeebohnen Öl enthalten. Widersteht trotzdem dem Drang, einen Reiniger zu nutzen. Dessen Aroma hält sich unangenehm lange im System, was ihr bei den nächsten Kannen schmecken werdet.

Der leidige Wassertank

Der Knackpunkt bei der Reinigung war im Test immer wieder der Wassertank. Am einfachsten ist es, ihn abzunehmen und dann auszuspülen. Das funktioniert leider nur bei der SEVERIN.

Severin Wasserbehaelter entfernen

Den Wassertank der Philips kann ich nicht erreichen. Die SEVERIN macht das umso besser

Möglichkeit zwei ist es, in den Tank zu fassen und diesen per Hand auszuwischen. Dafür muss die Öffnung groß genug sein. Auch das war in diesem Test Mangelware. Siehe zum Beispiel Russell Hobbs Buckingham Grind & Brew.

Kurzum: Das Säubern der Wassertanks hat keinen Spaß gemacht, hier haben die Maschinen die meisten Punkte liegen lassen.

Entkalken nicht vergessen

Ein Thema wird bei Kaffeevollautomaten immer wieder angesprochen, bei Kaffeemaschinen aber vernachlässigt: das Entkalken. Bei einem Vollautomaten wird dem eine höhere Bedeutung beigemessen, weil mehr empfindliche Teile verbaut sind, die schlecht auf zu viel Kalk reagieren.

Aber auch eine Kaffeemaschine will geliebt und entkalkt werden. Das funktioniert auch, wenn das Gerät kein Entkalkungs-Programm hat. Ihr bereitet euch einfach eine Hausmischung aus Zitronensäure und Wasser. Ein Teelöffel auf einen Liter ist die magische Formel.

Die Mischung gebt ihr dann in den Wassertank und startet einen Kochvorgang (im Pulvermodus!). Diesen Vorgang solltet ihr je nach Härte eures Wassers und der Menge des gekochten Kaffees alle zwei bis drei Monate durchführen. Das funktioniert übrigens auch wunderbar bei Wasserkochern.

Mahlwerk

Selbstverständlich kommt ihr nicht drumherum, auch das Mahlwerk ab und zu zu säubern. Das ist allerdings in dieser Kategorie ziemlich tricky. Nur die Melitta AromaFresh lässt sich so weit auseinander nehmen, dass ihr direkt bis an den unteren Kegel des Mahlwerks kommt.

Dann habt ihr leichtes Spiel: Setzt den Staubsauger an und reinigt das Ding einmal durch. Was sich abnehmen lässt, wird unter klarem Wasser gespült und anschließend gut getrocknet.

Reinigungsprodukte der Hersteller

Bei allen anderen Maschinen solltet ihr zwingend auf die gleichen Reinigungstabletten oder Granulate zurückgreifen, die es auch für Kaffeevollautomaten zu kaufen gibt. Diese werden wie Bohnen in die Maschine gekippt, die sie zerkleinert. Dabei werden Kaffeerückstände im Mahlwerk recht gut entfernt.

Ihr solltet immer eine Packung „Einstellbohnen“ im Schrank haben, also Bohnen, die alt sind oder nicht schmecken, aber zum Einstellen des Mahlwerks taugen – und nach dem Reinigungsdurchgang die Rückstände des Granulats wieder aus dem Mahlwerk entfernen.

Dazu lasst ihr am besten zweimal eine volle Tassenladung komplett durchlaufen. Das sollte ausreichen.

All das ist umständlich, lässt sich aber nicht ändern. Es sei denn, ihr wollt irgendwann euren Kaffee mit eindeutiger Ranz-Note genießen oder die Maschine aktiv auf den Müll befördern.

Tabelle mit allen Werten

Während der Tests habe ich einige Werte gesammelt. Diese findet ihr übersichtlich zusammengefasst in der nachfolgenden Tabelle.

Marke*AEGBEEMMelittaPhilipsSEVERIN
ModellKAM400Fresh-Aroma-Perfect SuperiorAromaFreshGrind & BrewKA 4811
Tassenportionen10 große12 kleine15 kleine; 10 große10 kleine6 große; 9 kleine
Durchlaufzeit 10 Tassen9:13 min13:55 min7:53 min8:38 min7:56 min
Kaffee-Temperatur (4 Tassen)75,6 °C79,7 °C79,5 °C83,2 °C81,9 °C
Kaffee-Temperatur nach 10 Minuten (4 Tassen)66,8 °C79,5 °C77,3 °C82,7 °C80,8 °C
Filter entnehmbarJaJaJaJaJa
ExtrasTimerTimerTimerDoppelter Bohnenbehälter,
Timer, Aroma Twister
Gewicht5,11 kg4,9 kg5,06 kg4,6 kg3,44 kg
WarmhaltefunktionJaJaJaJaJa
MahlwerkKegelmahlwerkKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus Edelstahl
Bohnenfach250 g200 gBis zu 3 x 10 Tassen2 x 125 g100 g
Preis zum Kaufzeitpunkt117,13 €169,9 €87,12 €142,5 €87,98 €
* nach Name sortiert

Tipps und Tricks für tollen Kaffee

Es ist egal, für welche Kaffeemaschine ihr euch am Ende entscheidet. Einige Tipps und Tricks gelten universell, wenn ihr vernünftigen Kaffee trinken wollt.

Diese sind für mich selbstverständlich. Aber viele Leute, die sich eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk zulegen wollen, fangen mit dem Qualitätsverständnis gerade erst an. Darum liefere ich euch hier die wichtigsten Eckdaten, mit denen ihr großen Einfluss nehmen könnt.

  1. Hochwertige Kaffeebohnen: Die findet ihr nicht bei großen Kaffeemarken im Supermarkt. Die findet ihr bei echten Röstern. Tut euch den Gefallen. Tut auch der Kaffeewertschöpfungskette den Gefallen. Schlechte Industrieröstungen kann ich höchstens zum Einstellen von Mahlwerken empfehlen.
  2. Stets frisches Wasser: Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welchen eklatanten Unterschied wirklich frisches Wasser in der Maschine macht. Der hohe Sauerstoffgehalt sorgt für eine bessere Extraktion, die Maschine wird weniger schnell murksig. Leitungswasser ist ausreichend, lasst es aber kurz anlaufen, bevor ihr es abfüllt. Nutzt außerdem möglichst kaltes Wasser.
  3. Ordentliche Filter: Ein guter Papierfilter kommt meist nicht von Melitta, sondern von Hario und ähnlichen Marken. Diese Upgrades haben nicht den merkwürdig süßlichen Holzgeruch, der auch an den Kaffee übertragen wird. Sie sind sehr gleichmäßig poriert und haben ein anderes Extraktionsverhalten.
  4. Vorher Filter spülen: Wenn ihr den Papierfilter in den Filterhalter der Maschine einsetzt, tut euch den Gefallen und spült ihn vor dem Einsetzen in die Maschine noch einmal aus. Dadurch werden Staub- und Papierreste weggespült, die Fasern schon ein wenig „angetriggert“. Auch das sorgt für eine wesentlich bessere Extraktion und kostet euch nur Sekunden.

Fazit

Wenn ihr heutzutage einen Kaffee kochen möchtet, stehen euch zahlreiche Möglichkeiten offen. Handfilter, Chemex, Espressokanne, Siebträger, Vollautomat und noch einige mehr. Auch die gute alte Kaffeemaschine erlebt eine Renaissance.

Das umso mehr, seit die Kaffeemaschinen mit Mahlwerken ausgestattet sind. So könnt ihr frisch gebrühten Filterkaffee mit frisch gemahlenen Bohnen kochen. Das Aroma ist so noch mal besser als mit dem vorgemahlenen Kaffee, erst recht wenn er aus dem Supermarkt kommt.

Arne steht hinter den Kaffeemaschinen, die in dieser Kategorie getestet wurden

Diese Maschinen mussten sich meiner kritischen Überprüfung stellen

Wie nicht anders zu erwarten, hat jede Maschine ihre Vor- und Nachteile. Am homogensten ist das Bild bei der Mahlqualität, wenn leider auch gleichmäßig schlecht. Die Maschinen sind durchweg zu laut, um über ein gutes Ergebnis hinauszukommen.

Die Benutzerfreundlichkeit bietet hingegen ein genau gegenteiliges Bild. Wenn ich ehrlich bin, wäre ich von einem anderen Ergebnis aber auch enttäuscht. Ich habe hier schließlich Kaffeemaschinen getestet, keine Vollautomaten. Da ist die Anzahl der Einstellungen von Haus aus begrenzt.

Genau genommen könnt ihr den Mahlgrad, die Tassenzahl und die Aroma-Stärke einstellen, das war es auch schon. Abzüge gab es allerdings fast immer für das Befüllen des Wassertanks, was auch zur Benutzerfreundlichkeit zählt.

Enttäuscht war ich von der Reinigung der einzelnen Maschinen. Dafür, dass es am Ende nur vier zu säubernde Komponenten gibt (Kanne, Filter, Bohnenfach, Wassertank) ist ein einziges „Exzellent“ zu wenig. Wie schon bei der Benutzerfreundlichkeit scheitern die Maschinen dank ihrer Wassertanks an besseren Ergebnissen.

Am meisten erstaunt hat mich die Preisspanne bei den Maschinen. Das günstigste Gerät ist mit 115,00 Euro die Melitta, das teuerste die BEEM mit 169,90 Euro. Dabei bietet diese keine Funktionen, die die Melitta nicht auch hätte.

Generell haben alle Kaffeemaschinen die gleichen Funktionen. Nur die Philips mit ihren zwei Bohnenfächern unterscheidet sich von den anderen Geräten.

Ich freue mich immer, wenn ich euch neue Produkte vorstellen und so eine Hilfe beim Kauf sein kann. Am Ende ist es aber euch überlassen, welche Eigenschaften für euch besonders wichtig sind und auch, wie viel Geld ihr für ein neues Gerät ausgeben möchtet.

BEEM Fresh-Aroma-Perfect Superior

VORTEILE

  • Einfache Handhabung
  • Gleichmäßig gemahlenes Pulver
  • Herausragende Warmhaltefunktion
  • Aromatischer Kaffee
  • Hochwertige Optik

NACHTEILE

  • Wassertank nicht entnehmbar
  • Sehr lautes Mahlwerk
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169,90 €

Zuletzt aktualisiert am: 14. Dezember 2019 19:54
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeBEEM
Tassenportionen12 (klein)
Durchlaufzeit 10 Tassen13:55 min
Temperatur Kaffee 4 Tassen79,7 °C
Temperatur Kaffee 4 Tassen nach 10 Minuten79,5 °C
Filter entnehmbar
ExtrasTimer
Gewicht4,9 kg
Warmhaltefunktion
MahlwerkKegelmahlwerk aus Edelstahl
Bohnenfach200 g

Die BEEM Superior hat mich durch ihren aromatischen Kaffee überzeugt. Falls euch 169,90 Euro zu viel Geld für eine Kaffeemaschine sind, ist aber auch die Melitta AromaFresh eine gute Alternative.