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von Alex

Zuletzt aktualisiert am: 22. March 2018

Die 5 besten kostenlosen VPN-Anbieter: Gibt es tatsächlich gratis Dienste?

Datenschutz und Anonymität im Internet sind heute wichtiger denn je. Darum solltet auch ihr Wert darauf legen, dass ihr online rundum geschützt und sicher agieren könnt.

Dabei ist die Entscheidung für einen VPN-Dienst der erste Schritt in die richtige Richtung. Wollt ihr einen generellen Überblick über die Anbieterlandschaft bekommen, so schaut doch in unseren großen VPN Test 2018 rein.

Allerdings stellt sich für viele VPN-Einsteiger zu Beginn die Frage:

Reicht für meine Zwecke auch ein kostenloser Anbieter aus?

Theoretisch kann ein kostenloses VPN je nach Bedarf eure Erwartungen an Preis und bestmöglicher Sicherheit / Privatsphäre in dieser Kategorie erfüllen. Wenn ihr den Fokus auf den Preis legt, empfehle ich euch einen Blick auf TunnelBear zu werfen.

TunnelBear ist zwar in seiner Vollversion ein kostenpflichtiger Anbieter, bietet euch aber ebenfalls eine kostenlose Version an. Zwar unterliegt ihr in dieser Version ein paar Beschränkungen. Dennoch reicht die Funktionalität aus, um das VPN-Tool erst einmal kennenzulernen und in gewissen Maßen zu nutzen.

Diesen VPN-Dienst könnt ihr darüber hinaus sehr einfach bedienen, was besonders für Quereinsteiger im VPN-Bereich wichtig ist.

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Das VPN-Tool TunnelBear auf einen Blick

Ergibt ein kostenloser VPN-Dienst auf Dauer Sinn?

Plant ihr einen VPN-Dienst auf Dauer und für all eure Online-Aktivitäten zu verwenden, solltet ihr auf lange Sicht zu einem kostenpflichtigen VPN-Dienst umsteigen. Lest dazu unbedingt unseren großen VPN-Testbericht, um herauszufinden welcher Anbieter zu euch passt.

Kostenpflichtige Dienste verlangen euch zwar monatlich oder jährlich ein gewisses Budget ab. Wählt ihr aber den richtigen Dienst, seid ihr auf der sicheren Seite.

Bei kostenlosen Tools hingegen müsst ihr euch in den meisten Fällen auf größere Einschränkungen gefasst machen. Oftmals wird beispielsweise euer Datenvolumen begrenzt, sodass nach etwa 500 Megabyte Schluss ist und ihr zu einem kostenpflichtigen Tarif umsteigen müsst.

Andere Dienste gewähren euch nur Zugang zu ausgewählten Servern, sodass euch nicht die gesamte Serverlandschaft zur freien Verfügung steht. Einige Tools begrenzen sogar die Dauer, die eure VPN-Verbindung anhalten darf.

Deshalb lautet meine Einschätzung zu kostenfreien VPN-Diensten: Wenn ihr gerade in die VPN-Welt einsteigt, ein Tool vor einem Kauf ausprobieren möchtet oder die VPN-Verbindung nur für geringe Datenmengen benötigt, könnt ihr auf ein kostenloses VPN-Tool zurückgreifen.

Solltet ihr euch aber dauerhaft schützen wollen, empfehle ich euch dringend einen kostenpflichtigen Anbieter auszuwählen, da ihr so bei den meisten Diensten mehr Spielraum habt als in einem komplett kostenlosen Tarif. Auch die Sicherheitsmaßnahmen sind hier in der Regel noch etwas höher als bei kostenfreien Tarifen. Das sehen wir uns später aber noch genauer an.

Sollte für euch nun ein kostenloser Tarif infrage kommen, starten wir im nächsten Abschnitt mit den fünf besten VPN-Anbietern, für die ihr keinen Cent ausgeben müsst.

Die 5 besten kostenlosen VPN-Anbieter im Überblick

Bevor wir in die einzelnen Tools eintauchen, solltet ihr wissen, dass es zu jeder kostenlosen Variante noch eine kostenpflichtige Version gibt, auf die ihr upgraden könnt. Von den meisten Anbietern ist die kostenlose Version also tatsächlich zum Testen angelegt und soll im letzten Schritt zum monatlichen Abonnement anregen.

Testsieger: TunnelBear

TunnelBear schlägt sich unter den kostenfreien Tools am besten. Der Dienst unterteilt sich in die Tarifstufen „Little“, „Giant“ und „Grizzly“. Der kleinste Tarif („Little“) stellt dabei die kostenfreie Version da.

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Die Tarifmodelle von TunnelBear

Hier könnt ihr zwar alle Tools und Funktionen des Anbieters ausprobieren, seid aber mit einem monatlichen Datenvolumen von 500 Megabyte gedeckelt. Habt ihr mehr Bedarf, könnt ihr entweder durch einen Kommentar oder eine Empfehlung via Social Media das Datenvolumen auf Gigabyte aufstocken oder zu einem kostenpflichtigen Tarif greifen.

TunnelBear ist für Windows, Mac, Android und iOS erhältlich und auf allen Plattformen simpel zu installieren. Außerdem stehen euch Browser-Erweiterung für Chrome und Opera zur Verfügung.

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Die Einführung in TunnelBear am Mac

Pro

  • Simple Einrichtung & Bedienung
  • Netflix-kompatibel
  • Datenvolumen auf 1GB erweiterbar
  • Bis zu 5 Geräte verknüpfbar

Contra

  • Wenig verfügbare Server

Besonders sticht nach meinem Test eines hervor: Die Geschwindigkeit. Während ich bei anderen getesteten kostenfreien Anbietern oft mit Geschwindigkeitseinbußen zu kämpfen hatte, konnte mich TunnelBear in diesem Punkt von Beginn an überzeugen. Um lediglich 17 Prozent wurde die Geschwindigkeit in meinem Test verringert.

Und, habt ihr Interesse an TunnelBear und seinem kostenfreien Tarif? Dann klickt auf diesen Link, um euch die Software herunterzuladen!

Zweiter Platz: CyberGhost

CyberGhost überzeugte mich schon im CyberGhost Test, in dem ich die kostenpflichtige Vollversion auf den Prüfstand stellte. Doch auch in der kostenfreien Version zeigt sich der europäische Anbieter als echte Alternative.1

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Der Webauftritt von CyberGhost

3,49 € pro Monat (bei einer Einmalzahlung von 90,96 € alle zwei Jahre)

Bei CyberGhost könnt ihr wie bei TunnelBear die gebotenen Funktionen in einer kostenfreien Testversion ausprobieren. Allerdings steht euch dabei nicht der volle Umfang zur Verfügung, sondern nur ausgewählte Funktionen. Trotzdem bleibt eure Anonymität im Web auch in der kostenfreien Version dank des OpenVPN-Protokolls gewährleistet.

Das Programm als solches spricht mich insbesondere durch die einfache mobile App an: Hier hat CyberGhost die möglichen Modi und Funktionen äußerst praktisch verbaut. Ihr müsst daher am Smartphone keine langwierigen Einstellungen vornehmen, sondern könnt direkt ins Geschehen starten.

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Die Smartphone-App von CyberGhost in Aktion

Doch bei all den Vorteilen, gibt es einen meiner Meinung nach schwerwiegenden Minuspunkt: CyberGhost geizt im Free-Tarif nicht nur an Servern, sondern vor allem an der Nutzungsdauer: Schon nach drei Stunden pro Tag wird eure VPN-Verbindung beendet.

Das mag für euch noch funktionieren, sofern ihr nur ganz sporadisch eine VPN-Verbindung aufbauen möchtet. Spätestens bei einer regelmäßigen Nutzung wird diese Einschränkung aber zum Problem und ihr werdet auf einen kostenpflichtigen Dienst zurückgreifen müssen.

Die Software ist für Mac, Android, Windows und iOS verfügbar.

Pro

  • intuitive Bedienung
  • funktionale mobile App
  • Netflix-kompatibel

Contra

  • maximale Nutzungsdauer
  • wenig Serverauswahl

Seid ihr nun auf den Geschmack gekommen und möchtet CyberGhost ausprobieren? Dann seht euch jetzt die Website von CyberGhost an und ladet euch die Software kostenlos herunter!

Dritter Platz: SaferVPN

Der israelische VPN-Dienst SaferVPN bietet euch eine eintägige Testversion an, in der ihr das Tool ohne Einschränkungen vollkommen kostenlos ausprobieren könnt. Tatsächlich läuft auch die Registrierung beim Hersteller anonym ab: Ihr benötigt ausschließlich eure Mailadresse und müsst keinerlei persönliche Daten angeben. Eine Zahlungsmethode oder gar ein künftiges Abonnement müsst ihr an dieser Stelle ebenfalls nicht anwählen. Ihr könnt die kostenlose Version ohne Verpflichtungen ausprobieren.

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SaferVPN im Netz

Darüber hinaus sichert SaferVPN keine Logfiles. Das heißt, eure Daten werden während des Surfens nicht aufgezeichnet und gespeichert.

Während eurer Testphase habt ihr außerdem anders als bei CyberGhost vollen Zugriff auf alle Server, die euch SaferVPN anbietet.

Dennoch ist und bleibt die kurze kostenfreie Dauer ein großer Kritikpunkt. Ein Zugriff von 24 Stunden wird euch auf Dauer kaum weiterhelfen und maximal einen Eindruck von diesem Tool verschaffen. Möchtet ihr ein kostenloses VPN-Tool für längere Zeit nutzen, rate ich euch einmal mehr zum kanadischen Dienst TunnelBear.

Die Software und Herstellerwebsite funktioniert übrigens zu weiten Teilen ausschließlich auf Englisch.

Pro

  • Volle Nutzung aller Funktionen & Server
  • Anonyme Registrierung
  • Nicht Netflix-kompatibel

Contra

  • Nur eine kostenlose Probephase von 24 Stunden
  • weitestgehend Englischsprachig

Wenn ihr SaferVPN dennoch ausprobieren möchtet, ladet euch über diesen Link die nötige Software herunter und meldet euch für den Dienst an.

Vierter Platz: Hide.me

Hide.me ist ein malaysischer Anbieter, der euch wie üblich einen kostenlosen Tarif zur Verfügung stellt. Positiv fällt mir hier gleich zu Beginn die vollständige Übersetzung in die deutsche Sprache auf, die euch die Bedienung massiv erleichtern wird. Auch der Support ist auf Deutsch erreichbar, sodass ihr keinerlei englische Sprachkenntnisse vorweisen müsst.

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Die Website von Hide.me

Allerdings bleibt euch auch hier eine Drosselung eures Datenvolumens nicht erspart: Pro Monat könnt ihr maximal 2 Gigabyte ausnutzen. Neben dem Datenvolumen bleiben euch außerdem 27 der 30 möglichen Server vorenthalten. Ihr könnt einzig und allein die Standorte Niederlande, Kanada und Singapur für eure VPN-Verbindung nutzen.

Doch dabei bleibt’s noch längst nicht: Im Free-Tarif könnt ihr ebenfalls nicht auf das OpenVPN-Protokoll zugreifen, sodass euch der Zugang zur sichersten Verschlüsselungstechnologie verwehrt bleibt.

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Die Tarife von Hide.me

Für meinen Geschmack sind das ein paar Einschränkungen zu viel, sodass ich euch diesen Dienst nicht unbedingt empfehle.

Die Hide.me-Software ist für Windows, Android, Mac und Apple iOS verfügbar.

Pro

  • Simple Bedienbarkeit
  • Komplett deutschsprachig
  • Netflix- & streamingkompatibel

Contra

  • Drosselung des Datenvolumens
  • Kein OpenVPN-Protokoll

Möchtet ihr dennoch einen Blick auf Hide.me werfen? Dann holt euch hier die Software und stellt eure VPN-Verbindung her.

Fünfter Platz: Hotspot Shield

Hotspot Shield ist genau wie CyberGhost einer der VPN-Anbieter, die ich bereits im großen VPN-Test genauer unter die Lupe genommen habe. Trotz der im Gesamttest aufkommenden Mängel in puncto Sicherheit und Anonymität ist die kostenfreie Testversion von Hotspot Shield einen Versuch wert. Besonders dann, wenn ihr Anfänger im Umgang mit VPN-Diensten seid, ist der amerikanische Anbieter ein guter Einstieg für euch.

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Die Homepage von Hotspot Shield

Denn in seiner kostenfreien Version überzeugt Hotspot Shield allen voran durch die intuitive Funktionsweise. Zwar weist das Tool weniger eigene Funktionen als CyberGhost oder andere Konkurrenten auf, allerdings kann sich die Benutzeroberfläche sehen lassen.

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So sieht Hotspot Shield in Aktion aus: Aufgeräumt und klar strukturiert

In der kostenfreien Variante ist euch allerdings nur die Verbindung zu US-Servern gestattet. Alle anderen Server erwarten euch erst in der kostenpflichtigen Version. Hinzu kommt, dass ihr Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime nicht aufrufen könnt – auch das bleibt den zahlenden Kunden vorenthalten.

Habt ihr Hotspot Shield einmal ausprobiert und findet Gefallen, an diesem VPN-Dienst könnt ihr natürlich auf die kostenpflichtige Version erweitern. Allerdings möchte ich euch an dieser Stelle wie schon im Testbericht zu Hotspot Shield auf die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam machen:

Der VPN-Dienst benötigt bei der Registrierung eure persönlichen Daten, zeichnet während des Surfens euer Verhalten auf. Darüber hinaus gibt es in der kostenpflichtigen Version keinerlei eigene Funktionen, wie es bei Diensten wie CyberGhost der Fall ist.

Angesichts des dennoch hoch angesetzten Preises von 83,88 Dollar pro Jahr rate ich euch abgesehen von der kostenlosen Testphase von einem Kauf der kompletten Software ab.

Pro

  • Einfach zu bedienende Software
  • Schnelle Installation & Aktivierung der kostenfreien Version

Contra

  • Netflix & andere Streaming-Dienste geblockt
  • mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, loggt eure Daten

Möchtet ihr Hotspot Shield dennoch kostenlos ausprobieren? Dann klickt auf diesen Link und ladet euch die Software direkt herunter!

Das müsst ihr bei kostenlosen Anbietern beachten

Möchtet ihr einen kostenlosen VPN-Dienst nutzen, müsst ihr immer mit Einschränkungen rechnen. Oftmals limitieren die Anbieter das Datenvolumen oder die Verbindungsdauer.

Deshalb betone ich es an dieser Stelle noch einmal: Für regelmäßige und ausführliche Verbindungen sind kostenfreie VPN-Tarifmodelle nicht gestrickt. Möchtet ihr einen konstanten VPN-Partner an eurer Seite, um auf lange Sicht eine sichere Verbindung herzustellen, seht euch noch einmal den großen VPN-Testbericht an.

Ein anderer Punkt, den ich noch ansprechen möchte, ist das Thema Sicherheit und Anonymität. Zwar könnt ihr funktionsreiche Tools wie CyberGhost auch kostenlos nutzen. Allerdings werdet ihr immer ohne die sonst angebotenen Funktionen wie AdBlocker, den Online-Tracking Schutz und Co. arbeiten müssen. In kostenfreien Tarifen erhaltet ihr in der Regel eine grundlegende VPN-Verbindung. Für weitere Funktionen müsst ihr zahlen.

Kostenlose VPN-Dienste sind ein toller Einstieg in die Thematik sein, um euch damit auseinanderzusetzen oder einen Dienst kennenzulernen, bevor ihr euch zum Kauf entscheidet.

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