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von Sebastian

Zuletzt aktualisiert am: 5. September 2019

So surft ihr mit einem VPN kostenlos & sicher im Netz: Die 5 besten Anbieter

Die 5 besten kostenlosen VPN-Anbieter sind (in absteigender Reihenfolge):

  1. Windscribe
  2. Speedify
  3. ProtonVPN
  4. Hide.me
  5. Tunnelbear

Kostenlos? Und wo ist da der Haken? Diese Frage stellt sich der kritische Konsument zu Recht. Sie ist bei den kostenlosen VPN-Angeboten einfach zu beantworten, was auch gleich den ersten Platz für Windscribe erklärt:

Die kostenlosen VPN-Zugänge begrenzen das monatliche Übertragungsvolumen oder drosseln die Geschwindigkeit. Bei Windscribe könnt ihr monatlich 10 Gigabyte Daten übertragen – eine Größenordnung, die unter den Konkurrenten keiner bietet. Doch auch bei Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit macht Windscribe eine sehr gute Figur.

Die Dienste mit den besten, allerdings kostenpflichtigen, Leistungen findet ihr in unserem großen VPN-Anbieter Test.

Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) eröffnet mehr Bewegungsfreiheit und Privatsphäre im Internet. Mithilfe dieser Technik ist euer Datenverkehr verschlüsselt und lässt sich nicht mehr zu euch zurückverfolgen. Die besten, allerdings kostenpflichtigen Dienste, findet ihr in unserem großen VPN-Anbieter Test.

Ein beliebter Mehrwert der „Virtual Private Networks“ ist, dass ihr Geosperren umgehen könnt, indem ihr dem Server einen anderen Standort vorgaukelt. So erhaltet ihr Zugriff auf das größere US-Angebot von Netflix und andere in eurem Land gesperrte Inhalte.

Ein regulärer VPN-Zugang kostet Geld, meist um die 6 Euro im Monat. Preiswerter wird es bei mehrjährigen Verträgen. Doch es gibt auch kostenlose VPN-Angebote, die für die normale Anonymisierung der Internetnutzung durchaus genügen. Wir haben sie für euch getestet und stellen euch hier die 5 besten Anbieter vor.

Auf dem ersten Platz landet der kanadische Anbieter Windscribe. Hier stehen euch nach der Bestätigung eurer E-Mail-Adresse 10 Gigabyte VPN-geschütztes Datenvolumen pro Monat zur Verfügung. Das ist mehr als bei allen anderen und genügt auch für das eine oder andere Video. Und auch bei den sonstigen Funktionen vermag Windscribe zu überzeugen.

Der beste kostenlose VPN-Anbieter: Windscribe

Windscribe bietet den Nutzern seines kostenlosen Angebots das größte Datenvolumen und auch sonst ein ausgereiftes Produkt.

Im Gratis-Paket sind 10 Server-Standorte enthalten, darunter die USA, Kanada, Deutschland, das Vereinigte Königreich und die Schweiz. Die Software zur Herstellung und Verwaltung der VPN-Verbindung bekommt ihr für Windows, Mac, Linux, iOS, Android und Blackberry. Ergänzend gibt es Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox und Opera sowie Anwendungen für einige Router-Systeme.

Gratis-VPN-Dienste – Windscribe-Einstellungen

Solide Verbindung und deutschsprachige Benutzeroberfläche

Ein Vorzug gegenüber den meisten Konkurrenten ist, dass ihr bei Windscribe euer VPN kostenlos auf mehreren Geräten parallel nutzen könnt. Sonst ist dies meist den zahlenden Kunden vorbehalten. Weitere Pluspunkte sind die deutschsprachige Benutzeroberfläche und der eingebaute Werbe- und Malware-Blocker.

Auf einen Blick:

  • Sitz des Anbieters: Kanada
  • Datenvolumen: 10 GB im Monat
  • Gleichzeitig verbundene Geräte: Unbegrenzt
  • Server-Standorte: 10 Länder
  • Extras: Werbe- und Malware-Blocker, Browser-Erweiterungen, deutschsprachige Benutzeroberfläche

Es sind keine Zahlungsdaten nötig, damit ihr den Gratis-Account nutzen könnt. Eine E-Mail-Adresse genügt. So besteht kein Risiko, ungewollt in ein Abo zu rutschen. Solltet ihr mehr als 10 Gigabyte Daten übertragen und euch für einen bezahlten Zugang entscheiden, kostet euch das bei jährlicher Abrechnung 4,08 US-Dollar (3,63 Euro) im Monat. Ein fairer Preis, den Windscribe veranschlagt.

Windscribe VPN

VORTEILE

  • Einwahlknoten für Streaming in Großbritannien und USA
  • Filesharing-Dienste erlaubt
  • Anonyme Zahlung über Bitpay
  • Unbegrenzte Anzahl an Clients
  • Oberfläche in deutscher Sprache
  • Browser-Erweiterung
  • Kostenloses Konto mit bis zu 10 Gigabyte pro Monat

NACHTEILE

  • Geschwindigkeit
  • Nur wenige Dokumentationen in deutscher Sprache
  • Support auf Englisch
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.windscribe.com
Firmensitz und ServerstandortToronto, Kanada
Aktiv seit2016
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro AccountUnbegrenzt
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, IKEv2
ServerstandorteÜber 130 Server in 55 Ländern

2. Platz: Speedify

Speedify ist ein VPN-Anbieter aus dem US-amerikanischen Philadelphia, der 5 Gigabyte geschützte Datenübertragung im Monat kostenlos gewährt. Hier müsst ihr noch nicht einmal ein Nutzerkonto erstellen – einfach nur die schlanke VPN-Software herunterladen und durchstarten. Diese ist für Mac und Windows sowie iOS und Android erhältlich.

Beim Geschwindigkeitstest habe ich hervorragende Ergebnisse erzielt. Die Auswahl an Server-Standorten ist für Gratis-Nutzer nicht eingeschränkt. Das Netzwerk deckt 38 Länder ab, wobei in wichtigen Ländern wie den USA mehrere Server in Betrieb sind.

Gratis-VPN-Dienste – Speedify-Website

Speedify-Website und -Software

Um euch zu verbinden, könnt ihr einen bestimmten Server-Standort auswählen oder automatisch den aktuell schnellsten Server ermitteln lassen. Dieser befindet sich in der Regel in Deutschland oder einem benachbarten europäischen Land.

Auf einen Blick:

  • Sitz des Anbieters: USA
  • Datenvolumen: 5 GB im Monat
  • Gleichzeitig verbundene Geräte: 1
  • Server-Standorte: 38 Länder
  • Extras: Sehr schnell

Natürlich könnt ihr auch die Speedify-Software so einstellen, dass sie sich automatisch startet und verbindet, wenn ihr den Rechner hochfahrt. Ebenso ist ein „Kill-Switch“ vorhanden, der auf Wunsch jeglichen Internet-Verkehr unterbindet, der nicht durch das VPN läuft.

3. Platz: ProtonVPN

ProtonVPN dürfte Datenschutz-Kundige sofort an ProtonMail erinnern, den wohl bekanntesten Anbieter sicherer E-Mail-Accounts. Das ist kein Zufall, denn hinter beiden Services steckt dasselbe Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Da ProtonMail eine bewährte Marke ist, bedeutet das auf Anhieb einen Vertrauensvorschuss für ProtonVPN.

Außerdem spricht der Standort in der Schweiz für sich. Dort herrschen besonders strenge Datenschutzgesetze, nach denen die jeweiligen Anbieter agieren. Man kennt es auch schon vom behüteten Schweizer Bankgeheimnis. Ein Blick ins Impressum ist also immer lohnenswert, wenn ihr eine erste Idee über die Handhabung eurer Daten bekommen wollt.

Diese Regel könnt ihr bei Services anwenden, die sensible Informationen verwalten. Beispielsweise ist es bei einem Cloud-Speicher ebenso entscheidend, in welchem Land dieser ansässig ist. Da die entsprechenden nationalen Gesetze greifen, wäre ein Standort in China ein kritisches Gegenbeispiel.

Gratis-VPN-Dienste – ProtonVPN Server-Standorte

Weltkarte im Retro-Look: ProtonVPN

Unschlagbar klingt im ersten Moment, dass bei der kostenlosen Nutzung von ProtonVPN das Datenvolumen unbegrenzt ist. Doch dafür müsst ihr einen anderen Nachteil in Kauf nehmen: Die Geschwindigkeit ist gedrosselt. Mit ausgedehnten Netflix-Abenden oder schnellen Downloads großer Datenmengen wird es hier also nichts.

Das Ergebnis ist letztlich also dasselbe wie bei den Konkurrenten, die den Nutzern kostenloser Accounts nur eine begrenzte Datenmenge im Monat erlauben. Solche Accounts sind gut für die Anonymisierung der normalen Internetnutzung: fürs Lesen, Recherchieren, Kommentieren, Bloggen und dergleichen. Beim Herunterladen von Daten und Video- oder Musik-Streaming gilt es damit hingegen sparsam zu sein.

Auf einen Blick:

  • Sitz des Anbieters: Schweiz
  • Datenvolumen: Unbegrenzt; gedrosselte Geschwindigkeit
  • Gleichzeitig verbundene Geräte: 1
  • Server-Standorte: 3 Länder
  • Extras: Verbindung mit Tor-Netzwerk möglich, bewährte Marke ProtonMail

Wer vermeiden will, plötzlich aufgrund des ausgeschöpften Monatsvolumens kein VPN mehr zur Verfügung zu haben, für den ist das gedrosselte ProtonVPN eine gute Lösung. Allerdings gibt es hier eine weitere Einschränkung bei der Abdeckung: Wenn ihr mit kostenlosem Account unterwegs seid, stehen euch nur Server in den Niederlanden, Japan und den USA zur Verfügung.

Nach der Anmeldung habe ich übrigens für eine Woche die vollen Features eines kostenpflichtigen Abos erhalten. Dies scheint bei ProtonVPN üblich zu sein.

4. Platz: Hide.me

Hide.me ist ein VPN-Anbieter aus Malaysia, der seit dem Jahr 2012 aktiv ist. Website und Software sind professionell gestaltet und bieten eine deutschsprachige Benutzeroberfläche. Hide.me wirbt damit, dass ihr euch auch als Nutzer eines kostenlosen VPN-Zugangs 24 Stunden täglich auf den Support verlassen könnt.

Das monatliche Datenkontingent für Gratis-Zugänge umfasst hier 2 Gigabyte. Nicht viel, aber ausreichend für die normale Interaktion mit Webseiten. Ihr könnt zwischen 5 Server-Standorten wählen, die sich in Kanada, den Niederlanden, Singapur (2x) und den USA befinden.

Auf einen Blick:

  • Sitz des Anbieters: Malaysia
  • Datenvolumen: 2 GB im Monat
  • Gleichzeitig verbundene Geräte: 1
  • Server-Standorte: 5 Länder
  • Extras: Support rund um die Uhr, deutschsprachige Benutzeroberfläche, Split-Tunneling

Die Software kommt aufgeräumt und minimalistisch daher, doch in den Einstellungen wird sichtbar, dass sie mehr kann. Zum Beispiel Split-Tunneling: die Möglichkeit, selektiv bestimmte Anwendungen durch das VPN kommunizieren zu lassen und andere nicht.

Das ist immer nützlich, wenn es um Geschwindigkeit geht und bestimmte Übertragungen keinen Schutz benötigen. Das eng begrenzte Datenvolumen bei kostenloser Nutzung ist ein weiterer Grund für euch, das VPN sparsamer einzusetzen.

Gratis-VPN-Dienste – Hide.me Warnungsmeldung wegen unterbrochener VPN-Verbindung

Hide.me schlägt Alarm wegen unterbrochener VPN-Verbindung

Die Funktion „Stealth Guard“ führt diese Idee einen Schritt weiter. Damit könnt ihr festlegen, dass ausgewählte Anwendungen ausschließlich durch das VPN von Hide.me kommunizieren dürfen. Diese Einstellung unterbindet also Datenübertragungen durch diese Anwendungen, wenn keine VPN-Verbindung steht.

So könnt ihr euch davor schützen, in einem unaufmerksamen Moment sensible Daten durchsickern zu lassen.

Zwei Gigabyte im Monat sind recht knapp, aber davon abgesehen bekommt ihr bei Hide.me einen sehr soliden VPN-Schutz kostenlos.

5. Platz: Tunnelbear

Wir richten den Blick noch einmal nach Kanada und erblicken dort einen Bären. Tunnelbear zieht konsequent die bärige Gestaltung der Software und Website durch, was den Dienst überaus sympathisch macht. Doch beim Datenvolumen bildet er ein vergleichsweise schwaches Schlusslicht in unserer Auswahl: Nur 500 Megabyte monatlich sind kostenlos zu haben.

Gratis-VPN-Dienste – Screenshot mit aktiver VPN-Verbindung durch Tunnelbear

Bär im Honigtopf: Tunnelbear

Tunnelbear bewirbt die Gratis-Option eher als bequeme Möglichkeit, den Dienst vor einem Vertragsabschluss zu testen – also nicht als Dauerlösung. Trotzdem könnt ihr damit eine ganze Weile Internetseiten besuchen und E-Mails verschicken.

Für eine normale Smartphone-Nutzung dürfte das Kontingent von Tunnelbear vielen Nutzern sogar genügen.

Die Beschränkung auf 500 Megabyte ist der einzige Punkt, in dem euer Gratis-Account beschnitten ist. Ihr könnt bis zu 5 Geräte gleichzeitig mit VPN betreiben und Server in 22 Ländern nutzen.

Auf einen Blick:

  • Sitz des Anbieters: Kanada
  • Datenvolumen: 500 MB im Monat
  • Gleichzeitig verbundene Geräte: 5
  • Server-Standorte: 22 Länder
  • Extras: Liebevolle Gestaltung, Kartenansicht des Server-Netzwerks

Unter den Einstellungen von Tunnelbear habe ich vor allem eines vermisst: die Option, die Software nach dem Hochfahren des Rechners automatisch eine Verbindung herstellen zu lassen. Seltsam, dass sie fehlt – sonst ist sie bei allen mir bekannten VPN-Clients vorhanden. Ihr könnt Tunnelbear automatisch starten lassen, müsst jedoch selbst klicken, um euch zu verbinden. Das ist schade.

Dennoch gibt es eine Funktion, die woanders meist „Kill-Switch“ oder auf Deutsch „Notschalter“ und hier „VigilantBear“ heißt. Sie unterbindet jeglichen Internet-Datenverkehr, wenn die VPN-Verbindung unterbrochen ist, sodass ihr nicht versehentlich eure IP-Adresse und Identität preisgebt.

Schön sind einige Möglichkeiten, Tunnelbear auf seine aktuelle Umgebung reagieren zu lassen. Zum Beispiel könnt ihr einstellen, dass sich die Software automatisch in ungesicherten Netzwerken einschaltet, während sie in von euch angegebenen vertrauenswürdigen Netzwerken inaktiv bleibt. Praktisch für Reisende, die häufig öffentliche WLANs nutzen.

Diese Variante oder die Nutzung auf dem Smartphone sind somit am ehesten Optionen für euch, mit einem kostenlosen Tunnelbear-Zugang etwas Sinnvolles anzufangen. Für den Alltagseinsatz am Heimrechner dürfte euch das Datenkontingent in den meisten Fällen nicht ausreichen.

Hintergrund: Was ist ein VPN?

Die Abkürzung steht für virtuelles privates Netzwerk. Ein VPN ist somit eine Verbindung zwischen eurem Rechner und einem Server des VPN-Betreibers. Diese Verbindung macht euren Rechner sozusagen zu einem Teil dieses Servers. So, als wärt ihr mit ihm in einem gemeinsamen (W)LAN.

Wenn ihr verbunden seid, nutzt ihr ganz normal das Internet, doch all euer Datenverkehr läuft über den VPN-Server: Ja, das ist ein Umweg, besonders, wenn der Server in den USA oder an einem anderen weit entfernten Ort steht. Daher müsst ihr auch mit Einbußen beim Speed rechnen. Doch es gibt auch VPN-Server in der Nähe, und moderne VPN-Anbieter erreichen inzwischen sehr hohe Geschwindigkeiten.

Die Umleitung des Datenverkehrs hat nun zwei große Vorteile:

  1. Jeder Server, mit dem ihr Daten austauscht, sieht nur den VPN-Server als Kommunikationspartner. Etwa so, als würdet ihr telefonieren und bei der Gegenseite würde eine Telefonnummer angezeigt, die gar nicht eure ist. Eure Identität ist geschützt. Das gilt für den Abruf von Webseiten, E-Mails, Video-Streaming, Filesharing und alles andere.
  2. Die Verbindung zwischen euch und dem VPN-Server ist verschlüsselt. Niemand kann sehen, was für Daten ihr übertragt. Besonders relevant ist das im Hinblick auf euren Internetprovider. Dieser sieht normalerweise alles, was ihr im Internet macht. Mit VPN sieht er nur noch einen verschlüsselten Datenstrom zwischen euch und einem VPN-Server.

Ihr erfreut euch mit einem VPN also einer deutlich besseren Privatsphäre und Datensicherheit bei der Internetnutzung. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit, Geoblocking umgehen zu können.

Manche Inhalte sind nur für bestimmte Regionen zugänglich. Indem ihr einen VPN-Server aus der zugriffsberechtigten Region verwendet, könnt ihr diese Inhalte nutzen. Ein prominentes Beispiel dafür ist der Zugriff auf Netflix aus den USA, der das umfangreichste Film- und Serienprogramm eröffnet, das die Plattform bietet.

Solltet ihr während eurer VPN-Recherche auf komplizierte Abkürzungen stoßen oder Begrifflichkeiten nicht verstehen, könnt ihr in unserem VPN-Glossar nachschauen, ob ihr einer Erklärung fündig werdet.

Aber ist es denn überhaupt erlaubt, mit einem VPN eure Identität und Datenspur zu verschleiern? Das kommt darauf an, in welchem Land ihr euch befindet.

  • In den freiheitlichen Demokratien Westeuropas und Nordamerikas lautet die Antwort „ja“ – ein VPN zu nutzen ist vollkommen legal.
  • Es gibt jedoch Länder, die es verbieten und/oder durch technische Mittel unterbinden. Dazu gehören etwa China, Russland und der Iran.

Damit aber keine Missverständnisse entstehen: Natürlich bleiben illegale Handlungen illegal, wenn sie mit einem VPN stattfinden, auch wenn die Täter vielleicht schwerer zu ermitteln sind. Beispielsweise ist der Austausch urheberrechtlich geschützten Materials über P2P-Plattformen mit VPN genauso eine Rechtsverletzung wie ohne.

Bei der Umgehung von Geosperren kommt es darauf an, um was für Inhalte es geht. Es gilt das eben Gesagte: Wenn das Material illegal ist, bleibt es das auch mit VPN.

Plattformen wie Netflix untersagen die VPN-Nutzung in ihren Geschäftsbedingungen, sodass es ein klarer Verstoß ist, mit VPN auf ihre Inhalte zuzugreifen. Doch dies sind nur die Bedingungen des Anbieters und keine Gesetze – und bislang ist kein Fall bekannt, in dem Netflix einen Nutzer dafür in irgendeiner Form bestraft hätte.

Wenn Netflix das VPN erkennt, erscheint einfach nur eine Fehlermeldung. Ihr habt dieses Problem? In unserem Artikel zum Thema Netflix-VPN-Sperre umgehen bekommt ihr Hilfe.

Gratis-VPN-Dienste – Streaming-Fehler bei Netflix

Netflix bemerkt das VPN und verweigert die Wiedergabe des Videos

Rechtlich argumentieren manche, dass ein Aushebeln von Geoblocking mit VPN eine „Umgehung technischer Schutzmaßnahmen“ für urheberrechtlich geschützte Werke sei. Dies wäre dann verboten. Jedoch gibt es bisher keine Verfahren oder Urteile gegen Nutzer legaler Streaming-Angebote mit VPN.

Sind kostenlose VPN-Angebote seriös?

Bei kostenlosen Angeboten im Internet stellt sich immer die Frage nach dem Geschäftsmodell. Facebook und Google sind die prominentesten Beispiele für Dienste, die oberflächlich betrachtet kostenlos sind, aber mit den Daten der Nutzer wirtschaften.

Treffender ist es also vielleicht, zu sagen, dass wir sie nicht mit Geld, aber mit persönlichen Informationen bezahlen. Und mit unserer Aufmerksamkeit für die ausgespielten Werbeanzeigen. Ersteres wäre vor allem im Zusammenhang mit VPNs ein absoluter Widerspruch zur Intention der Dienstleistung.

Grundsätzlich ist also Skepsis geboten, wenn Firmen kostenlos Dienste bereitstellen, deren Unterhalt etwas kostet. Die Frage ist dabei immer: Wie rechnet sich das für den Anbieter? Auch auf dem VPN-Markt gibt es Akteure, die es mit einer Daten- und Werbefinanzierung versuchen. Sie blenden beispielsweise Werbebanner ein, während ihr mit dem VPN unterwegs seid.

Bei den fünf oben vorgestellten Diensten liegt der Fall anders. Ihr Geschäftsmodell sind VPN-Zugänge als kommerzielle Dienstleistung. Die kostenlosen Zugänge sind so etwas wie Produktproben. Sie müssen sich nicht selbst rechnen, sondern sie rechnen sich als Maßnahme der Kundenwerbung. Die Begrenzung des Datenvolumens oder der Geschwindigkeit sorgt dafür, dass sie den Betreiber nicht zu viel kosten.

Neben dieser Frage nach dem Geschäftsmodell gibt es einen zweiten Test, den ein VPN-Anbieter bestehen muss. Er muss in einer Datenschutzvereinbarung klarstellen, dass er eure Nutzungsdaten nicht speichert („No Logs“). Das ist für die ganze VPN-Idee wesentlich.

Wenn ein umfassendes Protokoll eurer Internet-Aktivitäten nicht bei eurem Provider, sondern einem windigen VPN-Anbieter anfällt, habt ihr durch das VPN nicht viel gewonnen.

Fazit: Gute Gratis-Angebote für Light-Nutzer

Wer große Datenpakete herunterlädt, viel im Internet arbeitet oder Streaming-Angebote nutzt, wird bald an die Grenzen der kostenlosen VPN-Angebote stoßen – sei es beim Volumen oder bei der Geschwindigkeit. Dann bleibt euch nur die Möglichkeit, auf einen kostenpflichtigen Dienst mit höherer Leistung zurückzugreifen. Die besten unter ihnen findet ihr in unserem großen VPN Anbieter Test 2019.

Windscribe Homepage

Das kostenlose Angebot von Windscribe ist eine gute Option für weniger datenintensive Internet-Aktivitäten

Für eine weniger datenintensive Nutzung kommen die Gratis-Pakete allerdings durchaus infrage. Viele Nutzer übertragen unterwegs ohnehin keine größeren Datenmengen auf ihr Smartphone oder Tablet. Je nachdem kann hier ein kostenloser Account schon genügen.

Es hängt also von den Anforderungen und Bedürfnissen ab, welche Lösung im Einzelfall die beste ist. Wer seine Internet-Aktivitäten mit einem VPN schützen und nichts dafür bezahlen will, hat auf jeden Fall einige attraktive Optionen zur Auswahl – allen voran: Windscribe.

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von Sebastian

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7 Kommentare


Frank Moneke 17. Januar 2019 um 11:00

Hallo,
habe es über Tunnel bear versucht funktioniert aber leider nicht!
Kann zum Beispiel kein Live TV über die ARD und ZDF Mediathek in Schweden empfangen genau so wenig wie z.B. Babylon Berlin in der ARD Mediathek obwohl ich wie oben im Bild beschrieben mit Schweden connected bin, also steht dort connected mit Schweden! Außerdem wird sogar von den 500 MB langsam etwas abgezogen obwohl ich keinen Empfang bekomme!
Gemeldet wird das Sendungen die mit Geoblocking versehen sind leider im Ausland aus rechtlichen Gründen nicht zu empfangen sind!
Über Avira erscheint dann aber immer dieser Host wird blockiert, vielleicht liegt es ja daran?
Über eine kurze Mitteilung was ich vielleicht falsch mache wäre ich Ihnen sehr dankbar!

Mit freundlichen Grüßen

Frank Moneke

Antworten

Nils 24. Januar 2019 um 18:43

Hallo Frank, danke für Ihren Kommentar. Wie Sie die Sendungen der Mediathek in Schweden anschauen können, beschreiben wir in diesem Artikel: https://www.sonntagmorgen.com/ard-livestream-im-ausland-schauen/. Wichtig ist, dass Sie sich mit einem Server in Deutschland verbinden, damit Sie eine deutsche IP-Adresse bekommen. Außerdem werden auch immer wieder VPN-Server blockiert und funktionieren dann nicht mehr. Da muss man dann eben einen anderen Server oder auch einen anderen Anbieter ausprobieren. Wenn Sie sich mit einem VPN-Server verbinden läuft übrigens ihr gesamter Internetverkehr über diesen und nicht nur der Videostream, deshalb verringert sich auch ihr Downloadvolumen, obwohl Sie den Stream gar nicht sehen konnten. Mit freundlichen Grüßen Nils

Antworten

Stefan Hartmann 4. Februar 2019 um 20:58

Hallo. Der Anbieter Hide.me verkauft persönliche Daten an Dritte weiter. Ich würde den Anbieter aus eurer Empfehlung löschen. Überprüft das ruhig. Ansonsten ist der Artikel sehr informativ und gut geschrieben,

Antworten

Stephen R 13. April 2019 um 10:53

Cyber Ghost hat keine kostenlose Version mehr. Der kostenlose Test geht nur noch einen Tag.

Antworten

Hans Wurst 21. April 2019 um 22:39

Hier werden dich nur wieder Leute veräppelt. Die Überschrift suggeriert WIRKLICH kostenlose VPN Anbieter … von KOSTENLOS kann man nun wirklich nicht sprechen wenn man nicht alle Möglichkeiten nutzen kann

Antworten

Connie 26. Juli 2019 um 15:29

Hallo Hans, du hast recht, die Informationen bzw. genannten VPN-Anbieter in unserem Artikel waren nicht mehr aktuell, darum haben wir uns noch mal für euch nach wirklich kostenlosen Angeboten umgeschaut und diesen Beitrag entsprechend aktualisiert. Schau mal, ob du jetzt nicht doch einen kostenlosen VPN-Anbieter nach deinem Geschmack findest. Generell gilt allerdings, dass bei kostenlosen Diensten, egal, ob VPNs oder andere, immer Abstriche gemacht werden müssen, z.B. beim monatlichen Datenvolumen, Anzahl der Server-Standorte usw.

Viele Grüße
Connie von Sonntagmorgen

Antworten

petermalte 14. November 2019 um 07:50

Falls man ein VPN für eine kurze Zeit benötigt, gibt es noch Alternative, ein VPN ohne Inhaltliche Bergrenzungen zu nutzen und das sind nämlich die Probe-Abos die bei manchen Anbieter vorhanden sind, darunter NordVPN, Surfshark und etliche andere soweit ich mir erinnern kann. Zwar dauert das Abo nur etwa einen Monat aber zumindest mir war das völlig ausreichend, um einige amerikanischen Netflix Serien zu binge-watchen 😀

Antworten

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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