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Bluetooth-Lautsprecher Test 2020

Für den Bluetooth-Lautsprecher Test sperrt unsere Audio-Testerin Wiebke für euch regelmäßig die Ohren auf. Der Testsieger wechselt meist genauso schnell wie das Angebot. Schon deshalb solltet ihr immer wieder vorbeischauen. Dennoch: Bis auf Weiteres empfehlen wir den DOCKIN D FINE als den besten Bluetooth-Lautsprecher 2020. Sonntagmorgen kauft alle Testgeräte selbst und wird nicht von einem Hersteller gesponsert.

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Lautsprecher

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Tracks

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Hersteller

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von Wiebke

Zuletzt aktualisiert am: 5 Januar 2020

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Brüllwürfel oder Soundwunder?

Seit mehreren Jahren teste ich für Sonntagmorgen Bluetooth-Lautsprecher rauf und runter. Weit mehr als 50 Geräte habe ich inzwischen für euch am Wickel gehabt. Die Ergebnisse stelle ich euch in diesem Artikel vor.

Wenn ihr für so viel Text keine Zeit habt (oder ganz fix noch ein Geschenk braucht), habe ich eine aktuelle Empfehlung für euch. Kommt es euch auf ordentlich viel Sound ohne Schnickschnack und Outdoor-Funktionalität an, dann solltet ihr beim DOCKIN D FINE genauer hinhören. Für aktuell 118,87 Euro möchte man dem Klang einen Antrag machen.

Größere Funktionalität (und ein geringeres Preisschild) bieten euch meine ewigen Empfehlungen Libratone TOO (für feine Ohren) und JBL Flip 4 (für Fans von Wumms).

Das ist der beste Bluetooth-Lautsprecher im Test 2020:

DOCKIN D FINE

VORTEILE

  • Großartiger Sound
  • Schickes Design
  • Staub- und wasserfest
  • Hochwertige Fertigung
  • Viel Leistung fürs Geld

NACHTEILE

  • Relativ geringe Akkulaufzeit
  • Mittelprächtiges Bluetooth-Modul
Amazon Logo

118,87 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2020 13:51
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeDockin
Einschätzung SoundEine wahre Ohrenfreude für jeden Geschmack
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit10 h
Reichweite Bluetooth- m
Ladedauer- h
Wasserfestigkeit

Ihr habt mehr Zeit und wollt mehr erfahren? Dann legen wir mal los:

Warum beginnen alle meine Audio-Tests mit einer Variante von „Wisst ihr noch, damals …?“ Vielleicht, weil ich mich schon so lange mit Consumer-Equipment beschäftige. Oder ich bin einfach alt.

Wie dem auch sei: Wisst ihr noch damals, als ordentlicher Sound immer mit Größe zu tun hatte? Erst mussten es Anlagen im Hochhaus-Format sein. Dann wollten alle Kompaktanlagen inklusive CD-Wechsler. Dann ging der Trend in Richtung 5.1-Soundsysteme. Das ist bei Stereo-Musik zwar ein wenig Quatsch. Aber wenn wir eines können, dann Unsinn gut finden.

Mit Walkman, Discman und ersten MP3-Playern kamen findige Entwickler auf die Idee, mobile Mini-Lautsprecher für geteilten Musikgenuss unterwegs zu produzieren. Diese meist minderwertigen Plastikboxen erhielten nicht umsonst den Beinamen „Brüllwürfel“.

Man konnte sich die Dinger genauso gut sparen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, meine Teufel-Anlage gegen eine solche Bude auszutauschen. Das änderte sich erst, als Bluetooth immer interessanter wurde und die Entwickler in der Lage waren, viel Sound in eine kleine Box zu packen.

Mein „Erweckungserlebnis“ in Sachen Bluetooth-Lautsprecher hatte ich nach dem x-ten Umzug. Meine jetzige Wohnung ist nicht für einen massiven Subwoofer nebst Satelliten ausgelegt. Nachbarn sind auch noch einzuberechnen. Und ich hatte keine Lust mehr auf große, komplizierte Anlagen.

Bose SoundLink Mini II

Haben inzwischen nur noch Klassiker-Status: Bose SoundLink Mini II ...

Anker SoundCore

... sowie Anker SoundCore

Als ich damals die Gelegenheit hatte, die Bose SoundLink Mini II Probe zu hören, war ich sofort begeistert. So winzig! So kraftvoll! So mobil! Her damit!

Seitdem steht sie bei uns als Hauptlautsprecher im Wohnzimmer und ist ständig im Einsatz. Den Anker SoundCore hatte ich mir irgendwann als bescheidenere (und völlig ausreichende) Variante für das Arbeitszimmer geholt.

Beide Modelle sind inzwischen wahre Klassiker, aber etwa die Maßstäbe setzende Bose-Box wurde jüngst eingestellt. Denn die Uhr hat sich schon lange weitergedreht. Das zeigen auch meine Testergebnisse immer wieder.


Testsieger mit genialem Bass!
JBL Flip 4 Test

97,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 15.Januar 2019 10:15
Testsieger: Bester Sound
Libratone TOO Test

82,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 17.Dezember 2019 13:42
Preis-Leistungs-Tipp der Redaktion
Anker SoundCore 2 Test

37,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 19.Februar 2019 14:16
Bose SoundLink Micro Test

84,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 06.November 2018 6:01
DOCKIN D FINE Test

118,87 €

Zuletzt aktualisiert am: 19.Februar 2019 13:43
Sony SRS-XB31 Test

114,29 €

Zuletzt aktualisiert am: 10.Oktober 2018 11:30
JBL Charge 3 Test

ab 131,71 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Dezember 2018 12:50
Bose SoundLink Mini II Test

130,68 €

Zuletzt aktualisiert am: 08.Oktober 2018 13:53
EasyAcc Mini Test

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Zuletzt aktualisiert am: 08.Oktober 2018 14:12
Libratone ZIPP New Line Multiroom Test

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Zuletzt aktualisiert am: 28.Oktober 2018 16:03
Sony SRS-XB10 Test

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Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:46
Sound-Tipp!
JBL Flip 5 Test

83,50 €

Zuletzt aktualisiert am: 20.Februar 2020 15:01
Tronsmart Element T6 Test

39,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:45
Denon DSB100BKEM Envaya Mini Test

99,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:06
Tribit XSound Go Test

29,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 19.Februar 2019 13:56
Ultimate Ears WonderBoom Test

51,37 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:37
Anker SoundCore Mini Test

22,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:49
Anker SoundCore Boost Test

65,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 19.Februar 2020 17:33
Bose SoundLink Revolve+ Test

212,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 27.Dezember 2018 14:48
VTIN Musikbox Speaker Test

30,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:44
Ultimate Ears BOOM 2 Test

ab 129,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Dezember 2018 15:11
Marshall Kilburn Test

284,46 €

Zuletzt aktualisiert am: 19.März 2019 13:57
JBL Xtreme Test

202,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:47
Tribit MaxSound Plus Test

55,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 18.Dezember 2019 14:35
Tribit StormBox (ehemals Maxboom) Test

59,79 €

Zuletzt aktualisiert am: 17.Dezember 2019 13:43
DOSS SoundBox Test

32,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:37
JBL Flip 3 Test

178,09 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Dezember 2018 9:46
Elegiant USB Lautsprecher Test

28,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:56
Anker SoundCore Test

35,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 22.Mai 2019 10:39
Bose SoundLink Revolve Test

134,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:02
Bose SoundTouch 10 Test

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Zuletzt aktualisiert am: 08.Oktober 2018 14:45
Wirezoll WS-5 Musik Box Test

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Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 12:31
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Zuletzt aktualisiert am: 31.August 2019 12:23
Anker A3143 Premium Test

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Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 15:03
Anker A7908 Test

8,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:14
Bose SoundLink Color II Test

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Zuletzt aktualisiert am: 16.Juni 2019 15:15
TaoTronics Mini Portable Test

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Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 13:56
DKnight Big MagicBox Test

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Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:36
JBL GO Ultra Test

ab 27,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 08.Oktober 2018 13:55
Wirezoll Wasserdicht 16W Speaker Test

29,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 08.Oktober 2018 14:08
OMEGA OG48B Dream Speaker Test

66,45 €

Zuletzt aktualisiert am: 04.Oktober 2018 14:06

Wenn ihr mich heute fragt, welche Boxen ich in die „Hall of Fame of Lecker Sound“ aufnehmen würde, sähe die Sammlung aktuell so aus:

  1. Libratone TOO – präzise Klangabbildung wie bei Bang & Olufsen, ohne den B&O-Preis
  2. Bose SoundLink Micro – schafft die Übersetzung des Bose-Wumms ins Megamini-Format
  3. Anker SoundCore 2 – perfekt gelungenes Update zum immer noch tollen Preis
  4. JBL Flip 4 – löst viele Schwächen der Marke gekonnt auf
  5. DOCKIN D FINE – ziemlich toller Raumklang mit schöner Klarheit
  6. JBL Charge 3 – als funktionsstarker Dauerbrenner für Outdoor-Sound
Sony XB10 Lautsprecher

Neuerscheinung in meinem „Testsortiment“: der Sony SRS-XB10

Anker SoundCore Mini

Noch ist mir der Anker SoundCore Mini lieber

Weil wir immer wieder neue Modelle bestellen und uns genauer angucken, ändert sich diese Auswahl schnell. So konnte sich etwa der Sony SRS-XB10 bei mir sehr beliebt machen – auch wenn ich ihn weniger mag als den ähnlichen Anker SoundCore Mini.

Wenn ihr von mir einen eindeutigen Testsieger im Bluetooth Boxen Test erwartet, muss ich euch enttäuschen: Den einzig wahren Kandidaten gibt es nicht. Wie auch?

Wie schon im Kopfhörer Test solltet ihr euch eine Sache klar machen:

Sound ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Wer behauptet, sein Testergebnis sei in Stein gemeißelt und allgemeingültig, ist ein fetter Lügner. Außerdem dreht sich das Rad auf dem Markt so schnell, dass mein heutiger Favorit morgen nicht mehr erhältlich sein kann.

Das gilt zum Beispiel für den Geheimtipp im Denon DSB100BKEM Envaya Mini Test. Das Ding hat mich umgehauen, ist aber bei Amazon nur noch als „Mädchen-Variante“ zu haben. Und vielleicht bald gar nicht mehr. Hatte ich den SoundCore als Referenzprodukt angegeben, musste ich mit dem SoundCore 2 meinen Bezugsrahmen ändern.

Denon Envaya Mini

Der tolle Denon Envaya Mini – in dieser Ausführung auf Amazon nicht zu haben

Was ich damit sagen will: Es lohnt sich, diesen Ratgeber zu bookmarken und aktuell herauszufinden, was es Neues gibt. Denn in jeder Testrunde gibt es meist ein Produkt, das überrascht. Siehe zum Beispiel der Tribit XSound Go. Außerdem empfehle ich euch meinen Soundbar-Test. Die Modelle eignen sich noch besser für das TV-Kino-Klangerlebnis als diese Gerätekategorie.

In diesem Ratgeber klären wir zuerst, wann und wie ein Bluetooth-Lautsprecher eure Riesenanlage ersetzen kann. Wir schauen, welche Funktionen ihr für ein Unterwegs-Exemplar braucht. Und wir fragen, was das kosten darf, ohne lächerlich zu werden.

Marshall Kilburn Übersicht

In diesem Bluetooth-Lautsprecher Test wird jeder Hörer-Typ bedacht (im Bild: Marshall Kilburn)

Doch wer hat mich eigentlich zu eurem Reiseführer durch die Bluetooth-Welt ernannt? Ich habe kein Soundingenieur-Diplom und bin kein gelernter Tonmeister. Ich beschäftige mich nur seit mehr als 30 Jahren mit Musik – und zwar nicht nur klanglich, sondern auch technisch.

Mir ging es schon von Kindesbeinen an auf die Nerven, wenn etwas falsch oder dumpf klang. Da ich Eichhörnchen husten höre und geräuschempfindlich bin, habe ich früh angefangen, nach den besten Soundquellen für meinen Geldbeutel zu suchen.

Ich hatte die Schnauze voll, dass mir Tests mit kryptischen Zahlen und unpraktischen Testergebnissen kamen. Und weil ich ein Mädchen bin, hat mich sowieso kein Verkäufer ernst genommen.

Also habe ich mich hingesetzt und die Geheimsprache des Audio-Equipments studiert. Außerdem habe ich in meiner Ausbildung gelernt, wie ich euch komplizierte Sachen einfach erkläre.

Audio-Test im Freien

Hier wird gerade die DKnight Big MagicBox ausgiebig getestet

Damit profitiert ihr von meinen Luchs-Ohren, meiner endlosen Neugier und meiner seit Jahrzehnten antrainierten Hörerfahrung mit Audio-Equipment für den Endverbraucher.

Der Bluetooth-Lautsprecher Test im Überblick

Gerade weil sich unsere Testauswahl in schöner Regelmäßigkeit vergrößert und die Rankings verschoben werden, ist die folgende Übersicht der Testergebnisse eure erste Anlaufstelle. Wir erweitern die Tabelle ständig und geben euch unsere Erkenntnisse  in kompakter Form weiter.

  • Für Detailangaben und die Soundchecks schaut ihr bei den einzelnen Testberichten vorbei.
  • Die nachfolgende Tabelle ist alphabetisch, nicht nach Ranking oder Testsiegern sortiert.

Die Bluetooth-Lautsprecher im Test und Vergleich

Gerät Aktueller Preis bei Amazon Besonderheit Sound Urteil
Anker A3143 Premium 48,29 € Alles über Bluetooth ist Mist, alles über Kabel hat fast Bose-Wucht Für alle, die Lautsprecher fürs Zuhause suchen (und Bluetooth nicht unbedingt brauchen)
Anker A7908 8,99 € Tasche Die Definition eines Brüllwürfels – aber schöne Stimmen Die Leistung rechtfertigt in keiner Weise den Preis
Anker SoundCore 35,99 € Ein bisschen scheppernd, sehr gerichtet Immer noch ein Klassiker, wenn auch überholt
Anker SoundCore 2 37,99 € Echo Dot-kompatibel, wasserfest Viel Wucht, wenig Differenzierung Tolles Update des Anker-Bestsellers
Anker SoundCore Mini 22,99 € microSD-Slot, FM-Radio-Funktion Überraschend präsent und füllig Empfehlung unter den ganz Kleinen
Bose SoundLink Color II 98,19 € App-Steuerung, spritzwasser-geschützt Bass übertrieben, aber gute Differenzierung In der aktuellen SoundLink-Familie völlig unscheinbar
Bose SoundLink Micro 84,99 € Wasserdicht, kompatibel mit Siri und Co. Bose-typisch Bose schafft mühelos den Sprung in die ultramobile Welt
Bose SoundLink Mini II 130,68 € Dockingstation Bose-typisch voll, sehr räumlich Maßstab in Sachen Sound bei eingeschränkter Funktionalität
Bose SoundLink Revolve 134,99 € App-Steuerung, spritzwasser-geschützt Bass wie immer super, der Rest eher hohl Für Party perfekt, für Hörgenuss weniger
Bose SoundLink Revolve+ 212,99 € App-Steuerung, spritzwasser-geschützt, Henkel Wie der Revolve, nur mit besserem Raumklang Für den Preis einfach zu wenig Hi-Fi-Sound
Bose SoundTouch 10 159,99 € WLAN, Musik-Streaming, Presets, App, Fernbedienung Erstaunlich pappig, auch wenn das Bose-Grundgerüst stimmt Soundtechnisch eine kleine Enttäuschung, Funktionalität sehr gut
Denon DSB100BKEM Envaya Mini 99,00 € Tasche, NFC Hammer, räumlich, lecker Hinterlässt bleibenden Eindruck bei jedem Höranspruch
DKnight Big MagicBox 5,99 € Gute Differenzierung, schwache Lautstärke und Bass Geheimtipp für Kids – für Erwachsene eher enttäuschend
DOCKIN D FINE 118,87 € IP55, NFC, Powerbank-Funktion, Netzkabel mit Länderadapter Großartig und sehr vielseitig Echte Empfehlung als Ersatz für die Stereoanlage – unterwegs eher nervig
DOSS SoundBox 32,99 € Tasche (wasserfest), Karten-Slot Ähnlich wie SoundCore, aber angenehm Für den Preis empfehlenswert, vor allem wegen der Funktionalität
EasyAcc Mini 19,99 € Radio-Funktion, Karten-Slot Für die Mini-Maße und den Preis super Preis-Tipp mit toller Ausstattung und gutem Klang
Elegiant USB Lautsprecher 28,99 € Schafft Film und Fernsehen, aber keine Musik Als günstige Soundbar für besseren TV-Sound gut, ansonsten nicht
JBL Charge 3 131,71 € Powerbank, koppelbar, wasserdicht „Kleine-Box“-Empfinden, jedoch angenehm für viele Ohren Outdoor-Experte mit tollen Funktionen und ausreichendem Sound
JBL Flip 3 178,09 € Wasserdicht, koppelbar Dichter als Charge 3, sehr angenehm Günstigere und besser klingende Alternative zum Charge 3
JBL Flip 4 97,00 € Wasserdicht, koppelbar „Akkustisches Loch“ in der Mitte, aber toller Bass Mobiler und klarer als der Flip 3 – aber in sich ein paar Macken
JBL Go Ultra 27,99 € Die kleine Box macht „Kleine-Box“-Effekte Kann man machen, aber es gibt bessere Alternativen
JBL Xtreme 202,99 € IPX4, Powerbank-Funktion, Netzteil mit Länderadapter, Tragegurt Für die Party super, fürs Zuhören mittel Übertriebenes Preisschild für ein Mittelklasse-Monster
Libratone TOO 82,99 € App-Steuerung, 2 Telefone koppelbar, zentrale Touch-Steuerung Absolut präzise, fast Studioqualität Großartige Entdeckung für Musikgenießer
Marshall Kilburn 284,46 € Equalizer, Netzbetrieb Hinter ausgesprochen tollem Wumms versteckt sich mangelnde Differenzierung Für Rock-Fans sicher top, ansonsten ein wenig enttäuschend
OMEGA OG48B 66,45 € LED-Lichtmodul Karten-Slot Dünn und scheppernd, in Bluetooth unerträglich Taugt nur als moderne Lavalampe
Sony SRS-XB10 83,50 € Ziemlich groß für so einen Kleinen Top Preis-Leistungs-Verhältnis in kleinster Verpackung
Sony SRS-XB31 114,29 € Wasser- und staubdicht (IP67), koppelbar, Soundmodi, LED-Lichteffekte Sehr party-tauglich, wenig fein Funktionsstarkes Outdoor-Monster für Electro-Fans
TaoTronics mini 7,99 € spritzwasser-geschützt Stimmen gut, der Rest eher mau Für den Preis okay, aber sicher kein Tipp
Tronsmart Element T6 39,99 € Spannende Frische für analoge Sounds – andersrum nicht Tut nicht weh, doch es gibt bessere Alternativen
Ultimate Ears BOOM 2 129,99 € Wasserdicht, koppelbar Toll in Mitten und Höhen, schwach im Bass Eher für Klassik- und Jazzfans
Ultimate Ears WonderBoom 51,37 € IPX7, Trageschlaufe, stoßfestes Gehäuse Typischer UE-Sound plus mehr Bass als sonst Wer UE mag, wird den Kompakten sicher lieben
VTIN Musikbox Speaker 30,99 € IPX6, Bass-Booster Sehr ähnlich zum SoundCore, Booster-Funktion recht überflüssig Sehr günstig und dafür sehr annehmbar
Wirezoll WS-5 Kabellos Music Box 19,99 € FM-Radio, Karten-Slot, Weckerfunktion, Callback, Display „Kleine-Box“-Effekte, die man jedoch abkann Tipp für Nebenbei-Hörer auf der Suche nach einem modernen Radiowecker
Wirezoll Wasserdicht 16W Speaker 29,99 € Karten-Slot, wasser- und staubdicht, dickes Zubehör-Paket Plärr, plärr, Blecheimer Funktionsbreite wie ein Schweizer Taschenmesser, für einen Lautsprecher zu dünn

In der inzwischen x-ten Testrunde haben wir vor allem den Herstellerkreis erweitert. Klar sind JBL, Bose und Anker immer noch überrepräsentiert. Das liegt jedoch daran, dass diese Drei den Markt dominieren.

Meine Vorhersage ist, dass wir von Sony, Tribit und Libratone noch einiges hören werden. Die Marken schneiden gut bis sehr gut im Test ab und bieten euch für ein vernünftiges Preisschild jeweils eigene Vorteile.

Libratone Too Lautsprecher

Eine Marke wie Libratone könnte sich auf dem Bluetooth-Boxen-Markt schon bald einen Namen machen

Welche das sind, seht ihr im Schnelldurchlauf der Kategorie-Siege.

Die Testsieger

Ich habe bereits erklärt, dass ihr einen eindeutig besten Bluetooth-Lautsprecher nicht finden werdet. Zu viele Komponenten und Zielgruppen treffen auf zu viele Hörgewohnheiten und Vorlieben.

Es gibt allerdings Spitzenreiter in verschiedenen Kategorien, die ich euch im Folgenden näherbringen will. Auch hier gilt: Die Empfehlung kann sich schnell ändern. Obwohl die Spitzenmodelle nicht schlechter werden, nur weil der Nachfolger mehr kann.

Die Kategorie-Sieger im Überblick

Ich nehme auch ein paar Kategorien auf, die ich weiter unten nicht ausgeführt habe. Denn Dinge wie das Design oder „bestes No-Name-Produkt“ verstehen sich irgendwie von selbst – und sind auch nicht ganz so wichtig wie der Rest.

Kategorie Testsieger * Bemerkung
Günstig Anker SoundCore 2 Echtes Allroundpaket
Superklein Sony SRS-XB10 Sehr hochwertig für wenig Geld
Outdoor ultramobil Bose SoundLink Micro Super-Mini mit Super-Klang
Outdoor funktionell Sony SRS-XB31 Kann fast alles, selbst Mörderklang
Preis-Leistung unter 50 Euro Anker SoundCore 2
Preis-Leistung unter 100 Euro Bose SoundLink Micro
Preis-Leistung 100 bis 120 Euro Libratone TOO Einzigartige Klangpräzision in tollem Paket
Preis-Leistung über 120 Euro Bose SoundLink Mini II Immer noch ein Maßstab-Gerät
Sound DOCKIN D FINE Macht einfach Spaß beim Zuhören
Design Libratone TOO
Akkuleistung Generell Anker
Funktionsbreite Sony SRS-XB31
JBL JBL Flip 4 Kompakt, überzeugend, klangstark
Bose Bose SoundLink Micro
Anker Anker SoundCore 2
Ultimate Ears Ultimate Ears WonderBoom
No Name EasyAcc Mini Sehr spannender Sound trifft auf kleinstmöglichen Preis

* laut unserer Test-Befunde, Änderungen (auch in der Meinung) vorbehalten

Gingen wir rein nach dieser Übersicht, hätte der Bose SoundLink Micro allein aufgrund der Kategorie-Siege die Gesamtkrone verdient. Und irgendwie besitzt er sie auch. Aber gerade hier sehen wir sehr gut, dass es einen Gesamtsieger nicht geben kann:

Bose SoundLink Micro

Bose SoundLink Micro: War vor nicht allzu langer Zeit der Testsieger in diesem großen Test – und jetzt?

84,99 €

Bei solch einem Mini-Mini-Gerät zeigen mir viele von euch den Vogel – und das zurecht. Ihr wollt mehr Reichweite, eine längere Akkulaufzeit oder das gesamte Haus beschallen. Deswegen müssen wir in die Details gehen …

Testsieger kleine und günstige Bluetooth-Lautsprecher

Bei viel Klang für wenig Geld sind wir uns sicher einig: Solche Geräte sind immer einen Testsieg wert. Erstaunlicherweise machen die kleinen Boxen im Vergleich mit großen Konkurrenten häufiger Freude.

EasyAcc Mini

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Extrem handlich und gutes Design
  • Sehr einfach und eindeutig zu bedienen
  • Telefonfunktion
  • microSD-Kartenschlitz
  • Inklusive AUX-Kabel (YEAH!)
  • Radio-Funktion
  • HAMMER-Preis

NACHTEILE

  • Lange Ladezeit bei geringer Akkuleistung
Amazon Logo

19,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2020 14:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeEasyAcc
Einschätzung SoundRund und angenehm. Trotzdem „kleine Box“.
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit5 h
Reichweite Bluetooth10 m
Ladedauer3 h
Wasserfestigkeit

Den Anfang dieser wichtigen Erkenntnis machte der EasyAcc Mini, der mit seinem Preis von um die 20 Euro immer noch die größte Funktionsbreite mitbringt und trotz fehlender Komponenten angenehm klingt.

Inzwischen ist die Bandbreite hier erheblich gewachsen und bietet euch die Qual der Wahl. Näher anschauen solltet ihr euch auf jeden Fall:

  1. Sony SRS-XB10
    Dieser kleine Lautsprecher für aktuell 43,99 Euro bei Amazon macht bei Kleinst-Maßen vieles richtig. Der Sound ist sehr voll, die Akkuleistung erfreulich und die Regelbarkeit mit Equalizern ist nicht zu verachten. Er ist hauptsächlich für den Unterwegs-Gebrauch konzipiert.
  2. Anker SoundCore 2
    Im Vergleich zum Vorgänger wurde zwar ein wenig an der Preisschraube gedreht. Doch dieser Preisaufschlag ist gerechtfertigt. Wo der SoundCore früher etwas dünn war, wummst euch der Nachfolger fast die Ohren weg – im guten Sinne. Immer noch gibt es eine unschlagbare Akkuleistung, ein Home-taugliches Design und erstmals sogar Schutz gegen Feuchtigkeit.
  3. Anker SoundCore Mini
    Und noch ein Preis-Leistungs-Tipp aus dem Hause Anker. Dieser Kleinst-Lautsprecher, an dem sich das Sony-Modell offensichtlich orientiert hat, bringt einen wunderbaren Klang plus eine ähnliche Akkuleistung mit. Außerdem hat er die gleiche Funktionsvielfalt wie der EasyAcc Mini.
  4. DOSS SoundBox
    Dieses Modell fliegt etwas unter dem Radar. Es kostet ähnlich viel wie die Anker SoundCore, hat einen ähnlichen Klang und trumpft mit hoher Funktionalität überraschend vielseitig auf.
Sony SRS-XB10

Preis-Leistungs-Überraschung: Sony SRS-XB10

43,99 €

Ein paar ausführliche Tipps findet ihr in unserem Ratgeber Die 5 besten Bluetooth-Lautsprecher unter 50 Euro.

Testsieger Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs

Es liegt in der Natur der Sache, dass Bluetooth-Lautsprecher und Outdoor-Tauglichkeit zusammengehören. Schließlich geht es um Mobilität und Musikgenuss, immer und überall.

Auf diesen Trichter sind inzwischen selbst Unternehmen gekommen, die sich vorher einen Dreck um Schutzklassen, Akkulaufzeit und Reisetauglichkeit gekümmert haben.

Anders gesagt sind Outdoor-Features heute für Bluetooth-Boxen Standard. Die Gefahr ist allerdings, dass sich die Hersteller zu viele Gedanken um die Mobilität und zu wenige Gedanken um den Klang machen.

Bose SoundLink Micro

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr elegantes Design
  • Sprachunterstützung
  • Steuerelemente und Anschlüsse selbsterklärend und ausreichend
  • Telefonfunktion
  • Beste Soundvoraussetzungen
  • Party-Modus (bis zu zwei Geräte koppelbar)
  • Outdoor-tauglich
  • Kompakt

NACHTEILE

  • Kein Audiokabel
  • Kein AUX-Anschluss
  • Relativ geringe Akkuleistung (laut Hersteller)
Amazon Logo

84,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2020 13:50
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeBose
Einschätzung SoundBose-typisch voll
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit6 h
Reichweite Bluetooth9 m
Ladedauer4 h
Wasserfestigkeit

Deshalb hat für mich aktuell der Bose SoundLink Micro die Nase weit vorn. Denn er schafft es , das marktprägende Klangbild seiner Marke in die kleinstmögliche Form zu pressen. Zwar besteht insbesondere bei der Akkuleistung noch viel Luft nach oben. Doch der Sound ist für mich das Ausschlaggebende.

Der JBL Flip 4 hat sehr viele Probleme des Flip 3 aufgelöst, auch wenn er diesem in Sachen Sound etwas nachsteht. Dennoch ist er ebenfalls eine Outdoor-Empfehlung. Geht es um die Funktionsvielfalt, kann der JBL Charge 3 mit Powerbank Funktion und IPX7-Schutzklasse immer noch überzeugen, obwohl er schon um einiges älter ist.

Locker in den Schatten gestellt wird er dennoch von einem neuen Player auf dem Outdoor-Markt: Der Sony SRS-XB31 Bluetooth-Lautsprecher ist ein wahres Unterwegs-Monster mit langer Akkulaufzeit, enormer Bluetooth-Reichweite und einer Schutzklasse gegen Wasser und Staub.

Sony SRS-XB31

Der Sony SRS-XB31 wird die Party-Crowd happy machen

114,29 €

Der Sony-Klang ist auf Party ausgerichtet und funktioniert beim wummsigen Tracks hervorragend. Mich stört nur, dass das Teil nicht gerade auf Differenzierung und genaues Zuhören setzt.

Ähnliches versucht auch der JBL Xtreme, doch gelingt hier nur der Klang. Für einen viel zu hohen Preis erhaltet ihr viel zu wenig Funktionalität und einen Sound, den wir anderweitig schon besser gehört haben.

JBL Flip 4

JBL Flip 4

JBL Xtreme

JBL Xtreme

Noch ein paar mehr Tipps und Details liefern wir euch im Ratgeber Die Top 5 Bluetooth-Lautsprecher 2020 für das Handy und unterwegs.

Testsieger nach Preis-Leistungs-Verhältnis

Hier sind wir in einer Kategorie, die so subjektiv wie nur irgendwas ist. Und die eigentlich nichts mit dem Preis zu tun hat. Denn was auf dem Preisschild steht, solltet ihr im Zusammenhang mit der Leistung bewerten. Dann kann es auch passieren, dass ein 300-Euro-Gerät die Krone erhält.

Günstigste Preisklasse: bis 50 Euro

Die besten Bluetooth-Lautsprecher um die 50 Euro habe ich euch bereits weiter oben vorgestellt.

EasyAcc Mini Lautsprecher

Mit dem EasyAcc Mini liegt man bei kleinem Budget nicht falsch

19,99 €

Darum hier nur noch der Schnelldurchlauf:

  1. EasyAcc Mini für aktuell 19,99 Euro bei Amazon
  2. Sony SRS-XB10 für aktuell 43,99 Euro bei Amazon
  3. Anker SoundCore 2 für aktuell 37,99 Euro bei Amazon
  4. Anker SoundCore Mini für aktuell 22,99 Euro bei Amazon
  5. DOSS SoundBox für aktuell 32,99 Euro bei Amazon
Bose SoundLink Micro

Das günstige Allroundtalent: Anker SoundCore 2 (im Bild rechts: Anker SoundCore Mini)

37,99 €

Mittlere Preisklasse: bis 120 Euro

Die nächste Preiskategorie liegt nach meiner Erfahrung im Bereich von 100 bis 120 Euro. Hier findet ihr erstaunliche Klangmonster, die euch mit den verschiedensten Funktionalitäten beglücken. Noch hat JBL die Nase gerade bei der jungen Zielgruppe vorn. Aber ich habe den Eindruck, das könnte sich bald ändern.

Empfehlungen gibt es in dieser Kategorie einige, weshalb ich hier sehr subjektiv bin und meine persönlichen Favoriten vorschlage:

  1. Bose SoundLink Micro für aktuell 84,99 Euro bei Amazon
    Bose SoundLink Micro
    Ich sagte schon, wie begeistert ich vom mobilen Klang und der Hochwertigkeit bin. Liebe und Herzdingsis für diese Bose-Box im Westentaschenformat.
  2. Libratone TOO für aktuell 82,99 Euro bei Amazon
    Libratone Funktionstasten
    Dieses Modell bescherte mir ein kleines Erweckungserlebnis. Die präzise Klangabbildung hat mich umgehauen. Das Design und die Features stimmen bei diesem Preis auch. Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte, die Libratone TOO ist die Consumer-Version einer Studiobox. Naja, im vernünftigen Rahmen.
  3. JBL Flip 4 für aktuell 97,00 Euro bei Amazon
    JBL Flip 4 mit Logo
    Ich persönlich bin kein Fan des JBL-Sounds, der auf den Bass, nicht auf die Fülle fokussiert. Die Kunden lieben diese Marke jedoch. Und der Flip 4 ist ein sehr gelungenes, preisfreundliches und mobiles Gerät.
  4. Sony SRS-XB31 für aktuell 114,29 Euro bei Amazon
    Auch zu diesem Gerät habe ich schon Lobhudeleien abgegeben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis richtet sich hier vor allem an ausgesprochene Outdoor-Party-Fans. Und jeder Euro wird hier bestens investiert.
  5. DOCKIN D FINE für aktuell 118,87 Euro bei Amazon
    Dockin D Fine Übersicht

    Fantastischer Klang: DOCKIN D FINE

    118,87 €

    Diesen eleganten Lautsprecher würde ich allein wegen des Klangs kaufen. Der ist wunderbar räumlich, fein und präsent und damit sein Geld für mich absolut wert. Ihr müsst aber Abstriche bei der Mobilität und Funktionstiefe machen.

Preisklasse ab 150 Euro (und aufwärts)

In der Oberklasse (weit) jenseits von 150 Euro wäre es ein Leichtes, bei jedem Modell Spitzenleistungen zu unterstellen. Doch gerade hier enttäuschen viele Lautsprecher. Nicht, weil sie nichts können. Sondern weil sie kaum Argumente liefern, warum ihr so viel Geld ausgeben solltet.

Bose SoundLink Mini II

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr elegantes Design
  • Steuerelemente und Anschlüsse selbsterklärend und ausreichend
  • Sprachunterstützung
  • Viele Lademöglichkeiten mit viel Ladezubehör
  • Telefonfunktion
  • Beste Soundvoraussetzungen

NACHTEILE

  • Kein Audiokabel
  • Nicht wasserdicht
  • Relativ geringe Akkuleistung und Bluetooth-Reichweite
Amazon Logo

130,68 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2020 14:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeBose
Einschätzung SoundBose-typisch voller Bass, angenehmer Raumeffekt
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit10 h
Reichweite Bluetooth9 m
Ladedauer4 h
Wasserfestigkeit

Oder anders gesagt: Der klangliche Sprung von der vorherigen zu dieser Preiskategorie ist erschreckend gering. Das gilt leider besonders für Bose. Die teuersten Geräte wie der Bose SoundLink Revolve+ sind zwar durchweg gut, aber keine Offenbarung.

JBL Xtreme

JBL Xtreme

Marshall Kilburn

Marshall Kilburn

Bis jetzt ist mir noch kein Gerät untergekommen, dass zu einer höheren Investition zwingt. Der JBL Xtreme Bluetooth-Lautsprecher ist, wie bereits erwähnt, schlichtweg übertrieben. Der Marshall Kilburn trägt an den „falschen“ Enden ein bisschen zu dick auf.

Bester Bluetooth-Lautsprecher beim Sound

Wiederum kann ich keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Objektivität erheben, weil Sound eine durchweg individuelle Angelegenheit ist.

Libratone TOO

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr minimalistisches und schickes Design
  • Touch- und App-Steuerung
  • Telefonfunktion
  • Beste Soundvoraussetzungen
  • Party-Modus (bis zu zwei Geräte koppelbar)
  • Outdoor-tauglich
  • Kompakt
  • Mit Aufhängeschlaufe
  • Gute Akkuleistung

NACHTEILE

  • Kein Audiokabel
Amazon Logo

82,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2020 13:50
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeLibratone
Einschätzung SoundPräzise, sauber, präsent und schlichtweg überzeugend
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit12 h
Reichweite Bluetooth9 m
Ladedauer- h
Wasserfestigkeit

Meine Top Picks der besten Klangmonster haben jedoch alle einen einzigartigen Charakter, der sie für bestimmte Höransprüche so überzeugend macht:

  1. Libratone TOO – für Präzisionshörer, die jeden Ton mitkriegen wollen
  2. Sony SRS-XB31 – für Freunde des zuckenden Tanzbeins
  3. DOCKIN D FINE – klar und räumlich, für Fans aller Sound-Richtungen

Für mich ist es ein guter Hinweis, wenn beim ersten Ton plötzlich ganz Ohr bin und der Musik zuhöre, ohne ans Schreiben und Testen zu denken. Das war definitiv bei Libratone, Sony und DOCKIN der Fall. Falls ihr nach einem Top-Klang für euren Fernseher sucht, empfehle ich euch jedoch einen Blick auf unsere Soundbars. Sie holen den Blockbuster in euer Wohnzimmer – da kann kein Bluetooth-Lautsprecher mithalten.

Denon Envaya Mini

Kopfhörer-Sound in Bluetooth-Box: Denon Envaya Mini

99,00 €

Beim Sony-Modell wusste ich sofort, dass die Party-Crowd damit richtig glücklich werden wird. Da ich Langweiler bin, wusste ich auch, dass diese Box bei mir nicht einziehen wird. An den Bose-Klang bin ich inzwischen so gewöhnt, dass es mir eher auffällt, wenn ein Modell dieses Herstellers nicht den Erwartungen entspricht.

Bester Bluetooth-Lautsprecher nach Marke

Angesichts der riesigen Markenfülle ist es nicht doof, wenn wir uns die Testauswahl nach Marken sortiert anschauen. Denn die meisten Hersteller haben ein bestimmtes Soundbild, dem sich viele Käufer mehr oder minder bewusst zugeneigt fühlen.

JBL

Der beste JBL Bluetooth-Lautsprecher sorgt für ordentlich Party-Bumms. Ein sauberer, kugelnder Bass ist hier das Markenzeichen. Ich mag den JBL-Sound zwar überhaupt nicht, weil es an Feinheit in der Mitte fehlt. So klingen alle Songs abseits der Wumms-Ecke immer etwas hohl. Aber um mich geht es hier nicht.

Die Krone als bester JBL Bluetooth-Lautsprecher verdient sich momentan jedenfalls immer noch der JBL Flip 4. Hier stimmt der Preis im Verhältnis zu Leistung, Größe und Funktionalität.

JBL Flip 4

VORTEILE

  • Volle Wasserfestigkeit
  • Längere Akkuleistung bei gleicher Ladedauer
  • Sehr kompakte Maße mit verträglichem Gewicht
  • Mehr Soundbreite
  • Vergleichsweise günstiger als der Vorgänger (angesichts der Funktionen)

NACHTEILE

  • Fehlende Sound-Mitten
Amazon Logo

97,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2020 13:50
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeJBL
Einschätzung SoundSehr toller Bass, aber es fehlt an einer klangstarken Mitte
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit12 h
Reichweite Bluetooth9 m
Ladedauer3.5 h
Wasserfestigkeit

Bose

Der beste Bose Bluetooth-Lautsprecher ist ein Vorbild an Fülle. Ein Loch wie bei JBL gibt es hier nicht. Damit ist der Sound noch nicht perfekt, denn es fehlt an den Feinheiten und der Differenzierung. Aber die Räumlichkeit und Präsenz von Bose ist zu recht legendär.

Der Bose SoundLink Micro fällt etwas aus dem Rahmen, weil er in der Ultramobilklasse zu Hause ist und dementsprechend eine reduzierte Funktionalität mitbringt. Aber hier wurde quasi die Quadratur des Kreises geschafft:

Die Hülle mag mini sein, aber der Klang ist Bose in Reinkultur. Und das auch noch zu einem Preis, der für diese Marke geradezu lächerlich ist.

Image

Bester von Bose: SoundLink Micro

Anker SoundCore 2

Der beste Anker-Lautsprecher: SoundCore 2

Anker

Die besten Anker Bluetooth-Lautsprecher zeichnen sich durch eine hervorragende klangliche Querschnittsleistung mit einem perfekten Preisschild aus. Und da macht der Anker SoundCore 2 vor, wie das zu funktionieren hat.

Ultimate Ears (UE)

UE ist eine weitere wichtige Marke, die bei uns aber bisher eher eine Randnotiz war. Denn UE ist das Lautsprecher-Pendant zu Sennheiser-Kopfhörern: Das Klangbild richtet sich explizit an Fans der feineren Klänge. Wumms oder Tanzbarkeit stehen hier hinten an.

Der Ultimate Ears WonderBoom versucht, dies ein wenig aufzulösen. Das klappt aber nur bis zu einem gewissen Grad. Dennoch: In Sachen Qualität liegt ihr auch bei Ultimate Ears richtig!

Ultimate Ears WonderBoom

Für Fans der feinen Klänge, auch wenn der Name etwas klobig wirkt: Ultimate Ears WonderBoom

51,37 €

So haben wir getestet

Ob Bluetooth oder Kopfhörer Test: der Aufbau ist immer ähnlich. Wir reden schließlich ungefähr von der gleichen Stoßrichtung. Doch ein paar Dinge habe ich angepasst.

  • Alle Soundchecks werden mit bestehender Bluetooth-Verbindung durchgeführt
  • Beschreibung aller relevanten Features und Funktionen sowie der Verbindungsherstellung
  • Testumgebung: zu Hause

Die Sound-Eindrücke im Park oder Garten sind vollkommen andere, doch herrschen in meiner Wohnung genug „erschwerende Bedingungen“, um den Geräten alles abzuverlangen. Das fängt bei den Rohren in den Wänden an, die dafür sorgen, dass eine schwache Bluetooth Verbindung ihre Grenzen zeigt.

Außerdem kann ich euch im Zuhause-Test viel mehr über den Sound sagen. Wenn eine Box schon in einer „soundstabilen“ Umgebung Mist ist, wird es im Freien mit all den Vögeln, Menschen und Verkehrsgeräuschen auch nicht besser.

Ansonsten sind die Grundbedingungen jedoch identisch und wurden von mir jüngst vereinfacht:

  • Allgemeiner Soundcheck mit Player auf dem Smartphone
  • Zufalls-Titel aus meiner Playlist
  • Beschreibung der diversen Sound-Eindrücke
  • Probe möglicher Equalizer-Einstellungen
  • Vergleich mit Verbindung per AUX-Kabel

Dieser einfachere Testaufbau ist in meinen Augen die bessere Wahl, weil ihr eure Bluetooth Boxen auch nicht anders benutzt. Ab sofort werdet ihr diese Testdesign in allen Berichten finden.

Zuvor habe ih stets einen speziellen Soundcheck mit der iTunes-Einstellung namens Eargasm Explosion des Tumblr-Users ‚thesecretsauce‛ durchgeführt.

Diese schafft es oft, dass die Aufnahme voller und schlicht besser klingt. Auch bei eher schlechten Boxen kann sie manchmal kleine Wunder bewirken. Das Problem ist nur: iTunes und Co. nutze selbst ich nicht mehr – Streaming macht’s möglich.

DOSS Soundbox Audio-Test

Die DOSS SoundBox im Audio-Test

Der Vollständigkeit halber und zur Orientierung stelle ich euch die ursprünglichen Versuchstracks trotzdem noch einmal genauer vor:

James Blake – „Limit To Your Love“

  • Der Basslauf zwingt viele (Mini) Lautsprecher in die Knie und tänzelt hauchdünn zwischen spannender Körperlichkeit und äußerst unangenehmem Gefühl. Stimme und Piano kommen bei vielen Ausgabegeräten schnell ins Plärren.

Vivaldi – „Der Frühling“

  • Gegenprogramm zu James Blake. So ein Streichorchester kann sehr voll und rund klingen. Aber nur, wenn es der Lautsprecher schafft, die verhaltenen Kontrabässe, Celli und Co. gegenüber den dominanten Violinen nach vorne zu bringen. Hier lausche ich, ob der Lautsprecher einzelne Instrumentengruppen trennscharf abbildet und trotzdem für einen Orchester-Eindruck sorgt.

The Bates – „Billie Jean“

  • Auch wenn The Bates in den Neunzigern eindeutig Richtung Massenmarkt tendierten (ein Michael-Jackson-Cover, also bitte!), wollten sie als Punk wahrgenommen werden. Darum musste eine Aufnahme auch anständig scheppern, ein wenig billig und nach Proberaum klingen. Das hat bei diesem Track auch gut funktioniert. Hier können wir gucken, ob Bluetooth-Lautsprecher eine Schippe draufpacken und schlechte Aufnahmen ein bisschen besser klingen zu lassen.

Mit Hipster-Electro, Anfänger-Klassik und Pseudo-Punk sind wir natürlich meilenweit von einer repräsentativen Genre-Auswahl entfernt. Jazzer werden das bestätigen. Oder die gesamte Metalfraktion. Von Hörbuch- und Serienfans ganz zu schweigen.

Die drei Tracks sind jedoch ziemlich gut darin, einen bestimmten Nach- oder Vorteil nach vorne zu spielen.

Welche Vor- und Nachteile haben Bluetooth-Lautsprecher?

Bevor wir abnerden und uns um die technischen und physikalischen Bedingungen von Lautsprechern kümmern, klären wir kurz, warum wir Bluetooth-Lautsprecher überhaupt testen – oder warum unsere Herangehensweise für euch interessant ist.

Die Vorteile

Viele Vorteile dieser Kategorie haben sich erst in jüngerer Zeit etabliert. Davor waren Bluetooth Boxen meist eine halbherzige Angelegenheit.

  • Gute Bluetooth-Lautsprecher sind eine vollwertige Alternative zu Soundsystemen

Hand aufs Herz: Wer von euch nutzt seine 5.1-Anlage oder die riesigen Lautsprechertürme in einer Mietwohnung wirklich? Große Lautsprecher-Systeme sind oft nur ein Ärgernis für die Nachbarn, werden nur zum Nebenbei-Hören, beim Putzen et cetera verwandt.

Wozu also der Platzaufwand, die Kabelverlegerei und vor allem das Schleppen beim Umzug? Es gibt doch gute und handliche Bluetooth-Lautsprecher, die eure Ansprüche für zu Hause erfüllen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Hersteller explizit mit diesem Vorteil argumentieren. So wurde etwa der DOCKIN D FINE genau unter dieser Vorgabe designt: Er soll die Stereoanlage ersetzen. Und das ist tatsächlich gelungen.

  • Bluetooth-Lautsprecher können (fast) immer dabei sein

Die Mobilität ist eine ihrer größten Stärken und sorgt dafür, dass ihr auf Reisen, im Park oder im Garten nicht auf Sound für alle verzichten müsst. Ein spontanes Tänzchen im Grünen wäre mit einer Riesenanlage nicht dermaßen einfach.

  • Gute Bluetooth-Lautsprecher sind mehrere Gadgets in einem

Ein Bluetooth-Lautsprecher kann auch Powerbank spielen, als Radio-Empfänger fungieren oder in fast allen Fällen als Freisprechanlage genutzt werden.

  • Gute Bluetooth-Lautsprecher kosten nicht die Welt

Meine Teufel-Anlage wird zwar nicht mehr produziert, hat aber damals in etwa 300 Euro gekostet. Für diesen Preis könnt ihr euch heutzutage etwa drei gute Lautsprecher kaufen, sie untereinander koppeln und fast das gleiche Sound-Empfinden erleben – zumindest bei Musik. Wenn wir einberechnen, dass es in den meisten Umgebungen bereits ein einziger Bluetooth-Lautsprecher tut, freut sich der Geldbeutel noch mehr.

Nachteile – was unser Test auch zeigt

Natürlich wäre es komplett bescheuert, Bluetooth-Lautsprecher als Optimum hinzustellen und andere Lautsprecher in den Mülleimer zu werfen. Denn die Grenzen sind deutlich:

  • Bluetooth ist nicht gerade eine stabile und reichweitenstarke Verbindung. Vor allem, wenn die Hersteller beim Funkmodul sparen.
  • Das räumliche Sound-Empfinden ist nie so gut wie bei Lautsprecher-Systemen oder Kopfhörern.
  • Sie brauchen immer Strom – auch wenn man die meisten im Betrieb aufladen kann, führt das mit schlechten USB-Kabeln zu einem unangenehmen Brummen.
  • Man kann bei der Produktwahl ganz schön daneben greifen und sich einen teuren Brüllwürfel kaufen, der soundtechnisch keinen Spaß macht. Aber dafür ist unser Test ja da.

Checkliste: Worauf ihr beim Kauf achten solltet

Wie immer bei Sonntagmorgen ist das Datenblatt in jedem Testbericht euer Kompass für die Kaufentscheidung. Einige Einträge sind erklärungsbedürftig, andere verstehen sich von selbst:

EintragErklärung
Name
SchallausbreitungAllseitig oder gerichtet
Dieser Eintrag erklärt, ob die Box an jedem Standort gut klingt oder, ob ihr sie besonders positionieren müsst.
Bluetooth-Reichweite (in m)Herstellerangabe
Akkulaufzeit (in h)Herstellerangabe
Gilt meist für den Betrieb mit halber Lautstärke
Ladedauer (in h)Herstellerangabe
Zusätzliche KonnektivitätAUX, NFC oder WLAN
(Bluetooth wird natürlich immer vorausgesetzt)
Frequenzbereich (in Hz)Herstellerangabe
SchalldruckpegelHerstellerangabe
SchutzklasseIP-Wert, Herstellerangabe
Zum Vergleich schaut einmal in diese Übersicht
Freisprech-/TelefonfunktionJa oder nein
Audio-Kabel
Vorhanden oder nicht vorhanden
Mehrere Lautsprecher koppelbar?Ja oder nein
ExtrasLaut Lieferung und Funktionsangabe
Einschätzung SoundKurz und bündig, was mein Ohr dazu sagt
VerzerrungsfreiheitJa oder Nein
Maße (in cm)Herstellerangabe
Gewicht (in g)Herstellerangabe
Preis (Preis zum Kaufzeitpunkt)Bei Amazon

Schauen wir uns einige Punkte noch einmal genauer an und ergänzen wichtige Infos, die euch ab jetzt bei der Kaufentscheidung kein Kopfzerbrechen mehr bereiten.

Bluetooth-Verbindung und -Reichweite

Wenn es euch nur darum geht, eine Box zu finden, die sich problemlos mit euren mobilen Geräten pairen lässt und eine halbwegs vernünftige Verbindung im Nahbereich aufrechterhält, dann könnt ihr blind zugreifen. Das ist schließlich die technische Grundbedingung, die alle Geräte dieser Kategorie erfüllen.

Denon Envaya Mini

Der Denon Envaya Mini pairt sich schnell über Bluetooth oder NFC

In unserem Test interessiert uns vielmehr, welche Funktionen und Voraussetzungen vorhanden beziehungsweise erfüllt sein müssen, damit sich das Ganze gut anhört, damit ihr möglichst lange am Stück hören und den Lautsprecher in mehr als einer Situation einsetzen könnt.

So ganz stimmt die Sache mit „Bluetooth is wurscht“ natürlich nicht. Vor allem wenn es darum geht, wie weit Master (Hauptgerät) und Slave (Lautsprecher) voneinander entfernt sein dürfen, ohne dass die Verbindung ruckelt, stockt oder ganz abbricht.

Bluetooth ist eine Funkverbindung, die in denselben Gefilden wie Wi-Fi arbeitet. Und wir alle kennen die Probleme mit der Wi-Fi-Konnektivität, wenn wir uns zu weit vom Router entfernen.

Dabei gibt es unterschiedliche Bluetooth-Klassen, die jeweils unterschiedliche Reichweiten ermöglichen. Bei vielen Lautsprechern sind neun oder zehn Meter gewöhnlich das höchste der Gefühle – und das auch nur in freier Wildbahn.

Sony SRS-XB31

Der SRS-XB31 von Sony setzt mit einer Bluetooth-Reichweite von 30 Metern neue Maßstäbe

Es gibt aber auch Produkte, die mit 20 oder mehr Metern Boden gutmachen wollen. Das gilt zum Beispiel für den Sony SRS-XB31 Bluetooth-Lautsprecher.

Das ist pauschal jedoch weder gut noch schlecht. Ich finde vielmehr, dass die Reichweite ein Hinweis darauf sein kann, wofür – beziehungsweise in welcher – Situation ihr den Lautsprecher am besten nutzen könnt.

Lautsprecher, die ihr zu Hause beziehungsweise in Gebäuden vielseitig einsetzen wollt, brauchen anständig Reichweite, damit sie zwischen mehreren Räumen und über mehr als eine Etage mitgeschleppt werden können.

Geräte fürs Chillen im Park, das Hotelzimmer oder die Gartenparty sind mit neun Metern ausreichend bestückt.

Aber nochmal: Die Reichweite allein sagt überhaupt nichts darüber aus, wie stabil die Verbindung ist. In unserem Test fordern wir die Geräte heraus, weil in meiner Wohnung die schlechtesten Bedingungen für störungsfreien Funk herrschen – Altbau, was willste machen?! Wer sich hier beweist, hat im Park oder in Neubauten sicher gar keine Probleme.

Maße und Gewicht

Diese zwei Faktoren werden beim Scannen eines Datenblattes vermutlich oft überlesen. Zwar geht es in diesem Bereich meist nur um wenige Zentimeter. Doch die Maße eines Lautsprechers werden spätestens dann interessant, wenn ihr das Ding in eurer Wohnung standardmäßig installieren wollt. Vom Platzangebot im Koffer oder Rucksack ganz zu schweigen.

Neuralgische Frage für mich ist stets, ob ein Lautsprecher problemlos unter den Bildschirm beziehungsweise Fernseher passt. Da nimmt er keinen Platz weg, hält sich ordentlich im Hintergrund und minimiert Irritationen durch das Lokalisationsphänomen – zumindest beim Seriengucken. Einfacher gesagt: Eure Augen starren in die gleiche Richtung, aus der der Schall bei euch ankommt – und „decken“ sich so mit dem visuellen Eindruck.

Bose Soundtouch

Der Bose Soundtouch ist relativ groß und kann nur mit externer Stromzufuhr bedient werden

Das Gewicht ist aus Platzgründen zwar nebensächlich, spielt aber bei Fragen zum zulässigen Handgepäck wiederum eine starke Rolle. Und es ist meist ein gutes Maß dafür, was ihr vom Sound erwarten könnt. Zumindest theoretisch.

Eine federleichte Plastikbude kann gar keine anständigen Komponenten unter der Haube haben. Bei 600 Gramm und höher sieht die Sache schon anders aus.

Akkuleistung und Ladedauer

Da Bluetooth immer Strom braucht und sich die Lautsprecher nicht passiv einsetzen lassen, ist eine anständige Akkulaufzeit essentiell. Selbst hier könnt ihr vom Preis keineswegs auf diesen Faktor schließen.

Bester Vergleich aus meinem Alltag: Der Anker SoundCore 2 muss erst nach rund 24 Stunden Betrieb ans Netz, dagegen hält der Bose SoundLink Mini II nur maximal zehn Stunden am Stück durch.

Die Ladedauer richtet sich natürlich stets nach der Akkuleistung, hier sind meist zwei bis vier Stunden angesetzt. Bei diesem Faktor gibt es weder gut noch schlecht, nur Tatsachen.

Ganz wichtig: Die angegebene maximale Akkulaufzeit bezieht auf den konstanten Betrieb in halber Lautstärke. Was „halbe Lautstärke“ ist, weiß natürlich kein Mensch. Die Zahlen sind also eine grobe Orientierung für euch. Und mehr ist hier immer besser.

Zusätzliche Konnektivität

Wie ich schon sagte, könnt ihr die Lautsprecher nicht passiv verwenden. Allerdings in praktisch allen Fällen auch ohne Bluetooth. Eine Verbindungsmöglichkeit über AUX macht sich erstens beim Sound ganz gut, weil die Box nicht über eventuelle Funksignale plärren muss.

JBL Xtreme Anschlüsse

Die verschiedenen Anschlussbuchsen verstecken sich hinter einem Reißverschluss (JBL Xtreme)

Zweitens sind viele Boxen oft ganz scharf darauf, sich mit irgendwelchen Mastern in der Nähe zu verbinden – obwohl sie niemand darum geben hat. Drittens hat nicht jedes Ausgabegerät Bluetooth. Und viertens verbraucht diese Verbindung eben auch unnötig Strom.

In meinem Fall hängt die Anker per (zusätzlich nötigem) Kabel am Notebook, das zwar Bluetooth kann, aber meistens nicht soll. Denn die Anker nuddelt ständig und ich habe keine Lust, sie öfter zu laden. Auch habe ich keine Lust, ständig Verbindungen mit anderen Geräten killen zu müssen. Dieses Problem behandle ich im Anker SoundCore Testbericht.

Anker Soundcore Anschlüsse

Verschiedene Anschlüsse im Anker Soundcore

Einige Boxen, wie die Bose SoundTouch 10 in unserem Test, können zusätzlich über WLAN betrieben werden und nutzen Bluetooth nur als Zusatzverbindung. Das ist zwar ganz nett.

Es hat aber den Nachteil, dass WLAN-Lautsprecher nur für zu Hause gedacht sind, was weniger mit dem WLAN, als mit der gesamten Bauweise zu tun hat. Außerdem benötigen sie immer Strom, der nicht aus dem Akku kommt.

Darum fällt das Bose SoundTouch-System im Kandidatenpool ein bisschen aus der Rolle. Es ist aber ein schönes Beispiel dafür, warum Bluetooth-Lautsprecher in vielen Fällen dieser Box-Variante ziemlich voraus haben.

Bose Soundtouch 10

Die Bose SoundTouch kann zwar per WLAN funken, ...

Bose Soundtouch Bedienung

... muss aber an einen festen Stromanschluss

Schutzklassen und Wasserfestigkeit

Mir persönlich ist es vollkommen schnuppe, ob ein Bluetooth-Lautsprecher wasserfest ist oder nicht. Bei mir zu Hause (oder in gelegentlichen Hotelzimmern) herrscht meist recht stabiles Wetter. Für viele von euch ist dieser Aspekt jedoch sehr wichtig, schließlich nehmt ihr die Boxen überall mit hin.

JBL Charge 3

JBL Charge 3 im Wassertest (bestanden)

Ultimate Ears 2 Wassertest

Ultimate Ears BOOM 2 im Wassertest (bestanden)

„Wasserfestigkeit“ ist dabei so eine Sache und wird über die sogenannten Schutzklassen (hier ein guter Giga-Ratgeber) definiert. Maßgeblich für die Wasserfestigkeit eurer Lautsprecher ist die IPX-Zahl.

IPX7 bedeutet „Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen“. Das heißt detailliert, dass ein Lautsprecher bis zu einer halben Stunde in 1 Meter tiefem Wasser liegen darf.

Ein Lautsprecher mit IPX4 hingegen sollte nicht baden gehen, hält aber Regentropfen aus. IPX4 ist für Boxen, die ihr mit in die Dusche nehmen wollt, absolut ausreichend.

Letztendlich müsst ihr selbst entscheiden, wie nass der Einsatzort für euren Lautsprecher im Allgemeinen wird, auch wenn so eine IPX7-Wertung den geneigten Outdoor-Hörer grundsätzlich beruhigt. So richtig nötig ist dies nicht.

Übrigens hat sich die hohe Schutzklasse in der neuen Welle der Bluetooth-Lautsprecher als Standard etabliert. Wenn überhaupt, dann trumpfen Nachfolger sogar noch mit einem Staubschutz auf. Dann wird das X nach den Buchstaben IP durch eine Zahl ersetzt. Hier gilt ebenfalls: Je höher, desto sicherer in der Wüste.

Sony SRS-XB31

Setzen neue Maßstäbe: Sony SRS-XB31

Dockin D Fine

... und DOCKIN D FINE

Vorgemacht wird dieser neue Standard vom Sony SRS-XB31 Bluetooth-Lautsprecher und vom DOCKIN D FINE.

Zusätzliche Funktionen

In Vorbereitung auf den Lautsprecher Test habe ich gelernt, dass nahezu alle Bluetooth-Boxen auch eine Freisprecheinrichtung zum Telefonieren besitzen. Das ergibt auch Sinn, wenn euer Telefon als Master dran hängt. Mit „ich habe gelernt“ meine ich, dass ich diese Selbstverständlichkeit zuvor komplett ignoriert habe.

Ob ihr in eure Box reinsabbeln wollt und darauf steht, dass euer Gespräch gut hörbar durch den Raum oder Park schallt, müsst ihr selbst entscheiden. Meine Baustelle ist das nicht.

Richtiggehend clever finde ich hingegen die Möglichkeit, so manche Bluetooth-Box wie die JBL Charge 3 oder die DOCKIN D FINE als Powerbank zu nutzen.

Charge 3 als Powerbank

Multi-funktionale Einsatzmöglichkeit: JBL Charge 3 ...

Dockin D Fine

... und der DOCKIN D FINE

Und ich habe nichts dagegen, wenn die Box außerdem mit anderen gleichartigen Geräten zusammengekoppelt werden kann, um zum Beispiel „Surround-Sound“ zu kreieren oder alle Räume gleichzeitig zu beschallen. Auf die Spitze mit bis zu 100 Boxen treibt dies beispielsweise der Sony SRS-XB31.

Nichts davon ist wirklich nötig (oder entscheidend), aber alle Funktionen sind auf ihre Weise praktisch. Dazu gehören auch:

  • Sprachausgabe
  • SD-Karten-Slot zum direkten Abspielen von Musikdateien
  • FM-Radio

Viele von euch suchen tatsächlich oft einen Bluetooth-Lautsprecher mit Radio. Das ist besonders dann eine gute Idee, wenn ihr euch von der Konnektivität beziehungsweise der grundsätzlichen Funktion der Lautsprecher loslösen wollt und das Gerät unabhängig in der Küche stehen haben möchtet.

Wirezoll WS-5 Kabellos

Die Wirezoll WS-5 hat eine FM-Radio-Funktion und ist klangtechnisch auch nur als Radiowecker zu gebrauchen

Nun ist das Medium Radio, obwohl eigentlich noch stärker genutzt als das Fernsehen, in dem Sinne ein „altes“ Medium, das viele Hersteller gar nicht mehr auf dem Schirm haben – schon gar nicht in einer gewissen Preisklasse.

Hier lohnt es sich, bei günstigeren No-Name-Produkten zu stöbern, die keineswegs schlecht sein müssen. Ein guter Beweis ist der EasyAcc Mini Bluetooth-Lautsprecher in unserem Test, der praktisch nichts kostet, aber eine sehr durchdachte Radio-Funktion mitbringt. Der Anker SoundCore Mini hat inzwischen nachgezogen.

Extras und Zubehör

Das Credo „schön, wenn es da ist“ gilt im Grunde auch für physische Extras und Zubehör. Das passende Micro-USB-Ladekabel wird natürlich vorausgesetzt. Wenn Stromstecker und vielleicht noch diverse Länderstecker dabei sind, ist auch das eine feine Sache. Obwohl ich mit all den Kabeln, die nutzlos in der Wohnung rumliegen, bald einen eigenen Versandhandel aufmachen kann. Jemand Interesse?

Ansonsten gibt es bei Boxen meist Spielereien wie Dockingstations als „bequemer“ Ladestandort sowie Trageeinrichtungen oder Etuis.

Bose Soundlink Mini

Der SoundLink Mini II hat eine kleine Dockingstation

Ich freue mich immer darüber, wenn eine Box ein eigenes AUX-Kabel am Start hat. Aber auch das ist eher in den No-Name-Kategorien Usus. Die Hersteller wollen wohl einfach nicht, dass man die Bluetooth-Box anders als mit Bluetooth benutzt.

Schallausbreitung

Kommen wir jetzt aber endlich mal zum Klang! Und hier beginnen wir mit einem ganz einfachen Aspekt: Wie ist die Box gebaut? Und wie kann sich der Schall dabei ausbreiten?

Ein Klotz oder „Riegel“ sorgt tendenziell eher für einen gerichteten Sound und einen geringeren „Sweet-Spot“-Radius als ein runder 360-Grad-Lautsprecher. Was der „Sweet-Spot“-Radius ist, erfahrt ihr weiter unten im Ratgeber Teil.

Ob das wirklich so ist, lässt sich aber nicht einmal im Ansatz pauschal beantworten und der Test hat dafür viele Beispiele parat. Darum testen wir diese Grundannahme für jedes Gerät sehr ausführlich und ich schreibe euch den Befund immer gleich ins Datenblatt hinein.

Sound

Haben wir uns im Kopfhörer-Test schon bei den Zahlenwerten wesentlich kleinteiliger mit den Aspekten für Sound befasst, gehen wir hier einen etwas anderen Weg. Dafür gibt es gute Gründe:

In Sachen Frequenzbereich und Schalldruckpegel halten sich viele Hersteller mit Angaben für Bluetooth-Boxen stark zurück. Der Frequenzbereich stellt dar, in welcher Range ein Lautsprecher (oder eben Kopfhörer) Töne abbilden kann – von ganz tief bis ganz hoch.

Wenn das menschliche Ohr Töne zwischen 20 und 20.000 Hertz wahrnimmt, möchte ein Lautsprecher zumindest diesen Bereich abdecken können. Alles darüber hinaus ist aber für ein wirklich sattes Sound-Empfinden wichtig (siehe Schwingungen bei Bass et cetera).

Bose SoundLink Revolve plus

Auf die Lautsprechergröße kommt es für ein gutes Klangempfinden heutzutage nicht mehr an (im Bild: Bose SoundLink Revolve+)

Ultimate Ears WonderBoom

Gerade die neueren Bluetooth-Boxen schaffen es, differenzierte Klangbilder zu erzeugen (im Bild: Ultimate Ears WonderBoom)

Nun heißt das aber nicht, dass ein Lautsprecher mit engerer Frequenzbereichsangabe schlechter sein muss. Schließlich kann er durch eine clevere Bauweise und gute Materialien selbst zum Resonanzkörper werden und so den Sound verstärken. Er addiert also mitunter die notwendigen (tiefen) Frequenzen physikalisch, nicht technisch dazu.

Der Schalldruckpegel ist die Angabe zur maximal möglichen Lautstärke in Dezibel (dB), die ein Lautsprecher ausgeben kann. Lauter ist nicht immer besser, weil eine Box schnell klirren, scheppern und verzerrt klingen kann – also Brüllwürfel-Qualität annimmt.

Auch hier reden wir jedoch bei grundsätzlich gleichen Werten wie bei Kopfhörern von einem ganz anderen Lautstärke-Empfinden. Die Box ist größer, ihr steht weiter weg, der Schall diffundiert durch bestimmte Materialien, versetzt diese in Schwingungen et cetera.

Oder einfacher gesagt: Ein Kopfhörer kommt euch viel schneller viel lauter als ein Lautsprecher vor. Dafür hat der Lautsprecher mehr Möglichkeiten, RICHTIG laut zu werden.

Die Zahlen, so vorhanden, geben wir also im jeweiligen Datenblatt wieder, testen aber sehr genau, was die Lautsprecher im Praxiseinsatz leisten. Denn ein großer Frequenzbereich bringt nur dann etwas, wenn der Lautsprecher in allen Abschnitten sehr differenziert, klar und vor allem nicht verzerrt klingt. Eine hohe Maximallautstärke bringt nur etwas, wenn dabei nicht alles klirrt und scheppert.

Bose SoundLink Mini II

Im Praxis-Soundcheck müssen die Boxen beweisen, was sie können

Insgesamt legt der Test beim Soundcheck auch Wert darauf, ob und wie weit der jeweilige Testkandidat den „Kleine-Box“-Effekt vermeidet und euch so ermöglicht, Musik fast ohne Umwege zu genießen.

Dieser Effekt wiederum ist durchaus das Ergebnis eines gekonnten Zusammenspiels aller Sound-Komponenten. Ob die Hersteller dazu nun etwas sagen oder nicht. Was ich damit meine, erfahrt ihr ebenfalls gleich.

Faktor X: Der Sound aus dem Bluetooth-Lautsprecher

Grundsätzlich gelten alle technischen und philosophischen Erkenntnisse zum Thema Sound, die wir im Ratgeber zum Kopfhörer Test behandelt haben, auch für Bluetooth-Lautsprecher. Wir reden also ebenfalls über Schall als Ergebnis von bewegter Luft.

Wie wir ein Schallereignis wahrnehmen, hängt von vielen Faktoren ab. Unser Ohr beziehungsweise unsere Fähigkeit, einen Frequenzbereich zu erhören, ist genauso wichtig wie die Aufnahmequalität und die Leistungsfähigkeit des Ausgabegerätes.

In jedem Fall ist ein Bluetooth-Lautsprecher ebenfalls ein Schallwandler, der elektrische Signale in akustische übersetzt. Das funktioniert in den meisten Consumer-Produkten mittels eines Bauteils aus Drahtspule und beweglicher Membran und wird elektrodynamische Schallumwandlung genannt.

Wer darüber mehr wissen will, kann sich dieses Handout der TU Berlin zum Thema Schallwandler in Ruhe zu Gemüte führen. Bei den wichtigen Komponenten für die Sounderzeugung sind Kopfhörer und Bluetooth-Lautsprecher also identisch.

Auch an der grundsätzlichen Bauweise beziehungsweise Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehörs ändert sich beim Wechsel zwischen Kopfhörer und Lautsprecher nichts: Der Mensch ist in der Lage, Töne zwischen 20 und 20.000 Hertz direkt zu hören.

Alles was darunter oder darüber schallt, können wir zwar nicht hören, nehmen jedoch die Schwingungen (um die es sich handelt) bis zu einem gewissen Punkt wahr. Das einfachste Beispiel ist das Beben einer fetten Bassrolle. Den größten Teil der Schwingungen spüren wir nicht übers Gehör, sondern über den gesamten Körper – oder durch Übertragung von in Schwingung versetzen Oberflächen.

JBL Xtreme Übersicht

Hören wird mit dem JBL Xtreme zu einem körperlichen Erlebnis

Wie kommt es jedoch, dass trotz grundsätzlicher Übereinstimmung derselbe Track aus einem Kopfhörer anders klingt aus einem Lautsprecher? Ganz einfach: Es geht mal wieder um Luft. Beziehungsweise um die Menge und den Charakter.

Grundlagen der Schallausbreitung

Bevor der Schall von einer Quelle am Ohr ankommt, muss er im Normalfall Hindernisse überwinden. Auch, wenn sich die Schallwelle an sich allseitig ausbreitet. Jedes Hörereignis aus einem Schallwandler ist damit eine Summe von Direktschall und allen physikalischen Vorgängen, welche die ursprüngliche Schallwelle verändern.

Dazu gehören typischerweise Reflexionen an Wänden oder Hindernissen, Brechungen durch den Übergang zwischen unterschiedlich warmen Luftmassen, Beugungen an Öffnungen et cetera pp.

Es leuchtet sofort ein, dass der Weg der Schallwelle bei einem Kopfhörer ungleich kürzer ist als bei einem Lautsprecher. Auch bei einem Kopfhörer gehen Veränderungen mit der Schallwelle vor sich, da sie durch Polster und Co. muss. Doch ist der Anteil an „verändertem Schall“ für den Zuhörer wesentlich geringer als bei einem Lautsprecher, den ihr euch selten direkt ins Ohr klemmt.

Oder einfach gesagt: Die Schallwelle hat auf dem Weg vom Schallwandler zum Ohr beim Bluetooth-Lautsprecher wesentlich mehr Möglichkeiten, sich zu verändern. Sehr toll erklärt wird dies in diesem Text zur Schallausbreitung.

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Für uns ist wichtig, dass ein Lautsprecher auch selbst viele Möglichkeiten mitbringt, den Sound zu versauen. Denn die Schallwelle muss erstmal durch diverse Gehäuseanteile hindurch, die niemals alle so gebaut werden können, dass der Sound möglichst ungehindert rauskommt.

Selbst 360-Grad-Geräte wie etwa der JBL Flip 4 haben Standfüße und Verbindungsstücke, dicht schließenden Abdeckungen usw. Bei Geräten in Klotzform wie dem Anker SoundCore 2 ist dieses Problem noch größer, wenn sie nur eine Lautsprecher-Oberfläche besitzen, ansonsten aber „massiv“ gebaut sind.

Der „Sweet-Spot“-Radius

Aus diesen physikalischen Überlegungen ergibt sich der nächste wichtige Punkt. Ich habe ihn „Sweet-Spot“-Radius genannt, obwohl das nicht ganz korrekt ist. Aber es klingt super.

Der „Sweet-Spot“ beschreibt einen Punkt in einem x-beliebigen Raum, an dem ihr stehen müsst, um den besten Sound zu haben.

An diesem Punkt spielen die Schallquellen, die Schallwellen und die akustischen Voraussetzungen des Raumes so perfekt zusammen, dass ihr einen Ton in all seiner Brillanz wahrnehmen könnt. Dieser Ratgeber für das heimische Tonstudio (auf Englisch) geht noch einmal in die Tiefe.

Auch hier hat nicht jedes Ohr das gleiche „Sweet-Spot“-Empfinden, doch sind diese Unterschiede in diesem Fall nicht so wichtig. Wichtiger ist vielmehr, wie Bluetooth-Lautsprecher ihre baulichen Begrenzungen in dieser Hinsicht überwinden:

Bei einem Kopfhörer befindet ihr euch natürlich stets in einem guten „Sweet-Spot“-Bereich, weil ihr die beste Position vor der Soundquelle mit euch rumschleppt. Bei einem einzelnen Lautsprecher, noch dazu in so kleinen Abmaßen, kann davon kaum die Rede sein.

JBL Flip 3

„Rolle“ vs. „Klotz“: Die Lautsprecher-Form beeinflusst das Klangempfinden

VTIN Musikbox

JBL Flip 3 (linkes Bild) und VTIN Musikbox Speaker

Das merkt ihr besonders bei günstigen Geräten, die als Würfel oder Klotz nur einen „Lautsprecher-Auslass“ haben. Steht ihr etwas zu weit links oder rechts vom Gerät, wird der Sound dumpfer, schlechter und leiser. Steht ihr daneben oder dahinter, kriegt ihr mitunter kaum noch etwas mit.

360-Grad-Rollen können das im Allgemeinen ganz gut überwinden. Hochwertige Klötze, die vorne und hinten einen Lautsprecher-Auslass haben und außerdem aus einem akustisch guten Material bestehen, schaffen das ebenfalls.

In den Testberichten findet ihr daher immer Erklärungen zu diesem Radius und mitunter Tipps, wie ihr ihn noch verbessern könnt. Denn manchmal reicht es schon, einen Klotz hochkant zu stellen oder die Position der Box anders auszurichten.

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Der „Kleine-Box“-Effekt

Das ist noch so ein Begriff, den ich mir ausgedacht habe, der aber ziemlich gut einen weiteren wichtigen Faktor beim Thema Sound aus dem Bluetooth-Lautsprecher beschreibt.

Sicherlich werden mir viele von euch zustimmen, dass wirklich ungestörter, intensiver Musikgenuss doch um einiges besser mit einem guten Kopfhörer funktioniert.

Das liegt nicht nur am perfekten „Sweet-Spot“-Radius, sondern auch daran, dass die Nähe zwischen Ohr und Schallwandler einen wichtigen Charakterzug des menschlichen Hörens stark minimiert:

Wir sind nämlich in der Lage, die Richtung und Entfernung einer Schallquelle ziemlich gut zu bestimmen. Diese Lokalisation genannte Fähigkeit ist ein großer evolutionärer Vorteil (Mammut von links!), nervt aber beim Musikhören ungemein.

Denn solange wir ein Gefühl für die Schallquelle haben, ist es ziemlich schwierig, in das Schallereignis einzutauchen und beide Faktoren voneinander zu trennen. Oder anders gesagt: Bei einem guten Kopfhörer habt ihr das Gefühl, dass ihr mitten in der Musik steht. Sie breitet sich komplett körperlos aus und schwebt wie eine Kugel, in deren Mittelpunkt ihr vor euch hin genießt.

Ein Lautsprecher, der weiter weg steht, kleiner ist und auch noch diverse Schallausbreitung-Probleme überwinden muss, wird von eurem Ohr grundsätzlich immer lokalisiert. Das führt zum „Kleine-Box“-Effekt:

  • Die Musik bleibt körperlich, es wirkt, als hätte jemand die Band oder das Orchester geschrumpft. Diese plärren nun in einer kleinen Box vor sich hin, von der ihr immer wisst, wo sie gerade steht. Es fehlt dem Klang sowohl an Räumlichkeit als auch an Präsenz, weil er die Störfaktoren nicht überwinden kann.
  • Obwohl man annehmen könnte, dass 360-Grad-Boxen dieses Problem spielend überwinden, ist dies nicht zwangsläufig der Fall. Denn wenn mieser Sound aus allen Ecken und Enden wabert, ändert dies nichts daran, dass der Schallwandler nicht in der Lage ist, Präsenz und Räumlichkeit zu erzeugen und mit sattem Sound die Lokalisation zu „betäuben“.

Wir könnten an dieser Stelle noch stundenlang in die technische Tiefe gehen. Und wenn ihr das wollt, machen wir das noch einmal extra. Für unseren Test ist jedoch erst einmal nur eine Erkenntnis wichtig: Gute Bluetooth-Lautsprecher schaffen es, die physikalischen Voraussetzungen von Schall beziehungsweise deren Nachteile bei dieser Bauweise zu überwinden.

Dabei müssen sie in den meisten Fällen gegenüber Kopfhörern passen. Aber gegen diese Schallwandler treten die Bluetooth-Boxen auch gar nicht an. Gegen so manchen herkömmlichen Lautsprecher allerdings schon.

Fazit: Brüllwürfel ist so Neunziger

Haben große Lautsprecher und ganze Anlagen eigentlich noch eine Daseinsberechtigung im Consumer-Bereich? Schaut man sich die Ergebnisse in diesem Test an, ist diese Frage durchaus berechtigt.

Für eine normale Wohnung reichen gute Bluetooth-Lautsprecher inzwischen vollkommen aus. Sie sind nicht nur Zusatz-Gadgets, sondern kompakte und leistungsstarke Hauptlautsprecher. Das freut alle, die häufig umziehen und keinen Bock auf Platzverschwendung durch Monstertechnik haben.

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Ich bin mir sicher, dass hier die Entwicklung noch weiter gehen wird und wir uns langsam in Soundgefilde vorarbeiten, die in Sachen Perfektion mit Hi-Fi-Kopfhörern oder Super-Lautsprechern mithalten können.

Auch stelle ich die Behauptung auf, dass der nächste Schritt in der Bluetooth-Technik (beziehungsweise der Verbindungstechnik überhaupt) dahin geht, mobile Lautsprecher und Co. auch über kabellose Verbindungen zu laden. Denn dann hätten wir wirklich Mobilität erreicht. Die Qi-Ladetechnik ist bereits Standard, doch da geht noch mehr.

Was ich damit sagen will: Das letzte Wort in Sachen Bluetooth-Lautsprecher ist noch lange nicht gesprochen.

Die Spitze der Entwicklungsfähigkeit ist ebenfalls noch lange nicht erreicht. Und auf diese Entwicklung bin ich gespannt wie Bolle. Denn der Weg vom Brüllwürfel der Neunziger bis zum Super-Gadget von heute ist bereits unfassbar.