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Bluetooth Lautsprecher Test 2017

Wir haben 17 Bluetooth Lautsprecher auf Herz und Nieren geprüft und für euch die Testsieger für unterschiedliche Einsatzbereiche ermittelt. Ob Outdoor-Fans, Sparfüchse oder Sound-Nerds, in unserem Ratgeber ist für jeden etwas dabei.

17

Lautsprecher im Test

52

Sweet-Spots

3

Mal zeitweiliges Untertauchen

Author

von Wiebke

Zuletzt aktualisiert am: 21 September 2017

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können euch mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Brüllwürfel oder Soundwunder?

Warum beginnen eigentlich alle meine Audio-Tests mit einer Variante von „Wisst ihr noch, damals…“? Vielleicht, weil ich mich schon so lange mit Consumer-Equipment für den alltäglichen Klanganspruch beschäftige. Oder weil ich seit Ewigkeiten auf der Suche nach Produkten bin, die bei einem ordentlichen Preis viel leisten. Oder ich bin einfach alt.

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Wir haben die besten Bluetooth Lautsprecher für euch getestet und dabei keine Kosten und Mühen gescheut. 

Wie dem auch sei: Wisst ihr noch damals, als ordentlich Sound immer etwas mit Größe zu tun hatte? Erst mussten es Anlagen mit Boxen in Hochhaus-Größe sein, dann wollten alle Kompaktanlagen inklusive CD-Wechsler und allem Pipapo, dann ging der Trend in Richtung 5.1-Soundsysteme (was bei Stereo-Musik ein bisschen Quatsch ist).

Mit dem Aufkommen von Walkman oder Discman und ersten Versuchen Richtung mp3-Player kamen findige Entwickler bald auf die Idee, man könnte doch mobile Mini-Lautsprecher produzieren, die für geteilten Musikgenuss unterwegs sorgen sollten. Diese meist minderwertigen Plastikboxen erhielten nicht umsonst den Beinamen Brüllwürfel.

Man konnte sich die Dinger genauso gut sparen und ich wäre nie auf die Idee gekommen, meine Teufel-Anlage gegen so eine Bude auszutauschen. Das änderte sich erst, als die Sache mit Bluetooth immer interessanter wurde und die Entwickler in der Lage waren, viel Sound in eine kleine Box zu packen.

Mein „Erweckungserlebnis“ in Sachen Bluetooth Lautsprecher hatte ich nach dem x-ten Umzug in meine jetzige Wohnung, deren Grundriss schon platztechnisch für einen massiven Subwoofer nebst Satelliten nicht ausgelegt ist. Nachbarn sind auch noch einzuberechnen. Und ich hatte keine Lust mehr, mich ständig tot zu schleppen.

Als ich die Gelegenheit hatte, den Denon Envaya Probe zu hören, war ich sofort begeistert. So winzig! So kraftvoll! So mobil! Her damit!

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Seitdem steht sie bei uns als Hauptlautsprecher im Wohnzimmer und ist quasi ständig im Einsatz. Die Anker SoundCore habe ich mir irgendwann als bescheidenere (und völlig ausreichende) Variante für das Arbeitszimmer geholt.

Preis-/Leistungstip: Anker Soundcore

Anker Soundcore

Unser Preis-/Leistungstip: Anker Soundcore, ideal für's Arbeitszimmer.


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In diesem Ratgeber wollen wir klären, wann und wie ein Bluetooth Lautsprecher wirklich in der Lage ist, eure Riesenanlage zu ersetzen, welche Funktionen ihr beachten müsst, wenn ihr ein Unterwegs-Exemplar sucht und natürlich, was das Ganze kosten darf, ohne lächerlich zu werden.

Wie schon im Kopfhörer Test solltet ihr euch auch hier jedoch eine Sache hinter die Ohren schreiben:

Sound ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Jeder, der behauptet sein Testergebnis zu einem Audioprodukt sei in Stein gemeißelt, lügt. Oder verkennt vielmehr die Tatsache, dass es ein handelsübliches Ohr nicht die Bohne interessiert, was Messgeräte oder -daten sagen.

Vorteile Bluetooth Lautsprecher – Was euch dieser Test bringt


Bevor wir ein bisschen abnerden und uns um die technischen und physikalischen Bedingungen von Lautsprechern kümmern, sollten wir vielleicht kurz einmal klären, warum wir Bluetooth Lautsprecher überhaupt testen – oder warum unsere Herangehensweise für euch interessant ist:

  1. Gute Bluetooth Lautsprecher sind eine vollwertige Alternative zu Soundsystemen

    Hand aufs Herz: Wer von euch hat seine schicke 5.1-Anlage oder die riesigen Lautsprechertürme in einer normalen Mietwohnung jemals wirklich genutzt? Abgesehen vom Surround-Sound bei Filmen (um den es hier gar nicht gehen kann) sind große Lautsprechersysteme oft nur ein Ärgernis für die Nachbarn, werden eh nur zum Nebenbei-Hören, beim Putzen etc. verwandt.

    Wozu also der Platzaufwand, die Kabelverlegerei und vor allem das vorsichtige Schleppen beim Umzug, wenn doch gute und handliche Bluetooth Lautsprecher alle eure Ansprüche für zuhause perfekt erfüllen können?

  2. Bluetooth Lautsprecher können (fast) immer dabei sein

    Die Mobilität ist eine ihrer größten Stärken und sorgt dafür, dass ihr auch auf Reisen, im Park, im Garten etc. nicht auf Sound für alle verzichten müsst. Ein spontanes Tänzchen im Grünen wäre mit einer Riesenanlage nicht so einfach möglich.

  3. Gute Bluetooth Lautsprecher sind mehrere Gadgets in einem

    So mancher Bluetooth Lautsprecher kann auch Powerbank spielen, als Radioempfänger fungieren oder in fast allen Fällen als Freisprechanlage genutzt werden. Das soll ihnen erst einmal ein Lautsprecherturm nachmachen.

  4. Gute Bluetooth Lautsprecher kosten nicht die Welt

    Meine Teufel-Anlage wird zwar nicht mehr produziert, hat aber damals in etwa 300 Euro gekostet. Und für diesen Preis könnt ihr euch heutzutage bereits etwas drei gute Lautsprecher kaufen, sie koppeln und dann fast das gleiche Soundempfinden erleben – zumindest bei Musik.

Wenn wir einberechnen, dass es in den meisten Umgebungen bereits ein Bluetooth Lautsprecher tut, freut sich der Geldbeutel noch einmal so sehr.

Nachteile Bluetooth Lautsprecher – Was unser Test auch zeigt


Natürlich wäre es komplett bescheuert, Bluetooth Lautsprecher als Ultimum hinzustellen und alle anderen Lautsprecher in den Mülleimer zu werfen. Denn die Grenzen sind deutlich:

  • Bluetooth ist nicht gerade eine stabile und reichweitenstarke Verbindung. Vor allem, wenn die Hersteller beim Funkmodul gespart haben.
  • Das räumliche Soundempfinden ist nie so gut wie bei Lautsprechersystemen oder Kopfhörern.
  • Sie brauchen immer Strom – auch wenn man die meisten im Betrieb aufladen kann, führt das mit schlechten USB-Kabeln zu einem unangenehmen Brummen.
  • Man kann bei der Produktwahl ganz schön daneben greifen und sich einen teuren Brüllwürfel kaufen, der soundtechnisch keinen Spaß macht. Aber dafür ist unser Test ja da.

Faktor X: Der Sound aus dem Bluetooth Lautsprecher

Grundsätzlich gelten alle technischen und teilweise philosophischen Erkenntnisse zum Thema Sound, die wir im Ratgeber zum Kopfhörer Test extrem ausführlich behandelt haben, auch für Bluetooth Lautsprecher. Wir reden also immer noch über Schall als Ergebnis von bewegter Luft.

Wie wir ein Schallereignis wahrnehmen, hängt von vielen Faktoren ab. Unser Ohr bzw. unsere Fähigkeit, einen bestimmten Frequenzbereich deutlich zu unterscheiden, ist genauso wichtig wie die Aufnahmequalität und die Leistungsfähigkeit des Ausgabegerätes.

In jedem Fall ist ein Bluetooth Lautsprecher wie ein Kopfhörer ebenfalls ein Schallwandler, der elektrische Signale in akustische übersetzt.

Das funktioniert in den meisten Consumer-Produkten mittels eines Bauteils aus Drahtspule und beweglicher Membran und wird elektrodynamische Schallumwandlung genannt.

Wer darüber mehr wissen will, kann sich dieses Handout der TU Berlin zum Thema Schallwandler in Ruhe zu Gemüte führen. Bei den wichtigen Komponenten für die Sounderzeugung sind Kopfhörer und Bluetooth Lautsprecher also identisch.

Auch an der grundsätzlichen Bauweise bzw. Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehörs ändert sich beim Wechsel zwischen Kopfhörer und Lautsprecher nichts: Der Mensch ist in der Lage, Töne zwischen 20 und 20.000 Hz direkt zu hören.

Alles was darunter oder darüber schallt, können wir zwar nicht hören, nehmen jedoch die Schwingungen (um die es sich handelt) dennoch bis zu einem gewissen Punkt wahr. Das einfachste Beispiel ist das Beben einer fetten Bassrolle. Den größten Teil der Schwingungen spüren wir nicht übers Gehör, sondern über den gesamten Körper oder durch Übertragung von in Schwingung versetzen Oberflächen.

Wie kommt es jedoch, dass trotz grundsätzlicher Übereinstimmung derselbe Track aus einem Kopfhörer anders klingt aus einem Lautsprecher? Ganz einfach: Es geht mal wieder um Luft. Beziehungsweise um die Menge und den Charakter.

Grundlagen der Schallausbreitung für Bluetooth Lautsprecher


Bevor der Schall von einer Quelle am Ohr ankommt, muss er im Normalfall Hindernisse überwinden, auch wenn sich die Schallwelle an sich allseitig ausbreitet.

Jedes Hörereignis aus einem Schallwandler ist eine bestimmte Summe von Direktschall und allen physikalischen Vorgängen, welche die ursprüngliche Schallwelle verändern.

Dazu gehören typischerweise Reflexionen an Wänden oder Hindernissen, Brechung durch den Übergang zwischen unterschiedlich warmen Luftmassen, Beugung an Öffnungen etc. pp.

Es leuchtet sofort ein, dass der Weg der Schallwelle bei einem Kopfhörer ungleich kürzer ist als bei einem Lautsprecher. Auch wenn bei einem Kopfhörer ebenfalls Veränderungen mit der Schallwelle vor sich gehen, die ja auch durch Polster und Co. muss, ist der Anteil an verändertem Schall für den Zuhörer doch wesentlich geringer als bei einem Lautsprecher, den ihr euch selten direkt ins Ohr klemmt.

Oder einfach gesagt: Die Schallwelle hat auf dem Weg vom Schallwandler zum Ohr beim Bluetooth Lautsprecher wesentlich mehr Möglichkeiten, sich zu verändern. Sehr toll erklärt wird dies in diesem Text zur Schallausbreitung.

Für uns ist erst einmal nur wichtig, dass selbst so ein Lautsprecher an sich viele Möglichkeiten mitbringt, den Sound zu versauen. Denn die Schallwelle muss erstmal durch diverse Gehäuseanteile „diffundieren“, von denen niemals alle so gebaut werden können, dass der Sound möglichst ungehindert rauskommt.

Selbst 360-Grad-Geräte wie etwa der JBL Charge 3 haben Standfüße und Verbindungsstücke, dicht schließenden Abdeckungen etc. pp. Und bei Heimgeräten in Klotzform wie etwa dem Anker SoundCore ist dieses Problem noch größer, wenn sie nur eine Lautsprecheroberfläche besitzen, ansonsten aber massiv gebaut sind.

Der „Sweet-Spot-Radius“


Aus diesen physikalischen Überlegungen ergibt sich der nächste wichtige Punkt für den Bluetooth Lautsprecher Test. Ich habe ihn „Sweet Spot-Radius“ genannt, obwohl das nicht ganz korrekt ist. Aber es klingt super.

Der Sweet Spot beschreibt einen Punkt in einem x-beliebigen Raum, an dem ihr stehen müsst, um den besten Sound zu haben. An diesem Punkt spielen die Schallquellen, die Schallwellen und die akustischen Voraussetzungen des Raumes so perfekt zusammen, dass ihr einen Ton in all seiner Brillanz wahrnehmen könnt. Dieser Ratgeber für das heimische Tonstudio (auf Englisch) geht noch einmal in die Tiefe.

Auch hier hat nicht jedes Ohr das gleiche Sweet Spot-Empfinden, doch sind diese Unterschiede in diesem Fall nicht so wichtig. Wichtiger ist vielmehr, wie Bluetooth Lautsprecher ihre starken baulichen Begrenzungen in dieser Hinsicht überwinden:

Kopfhörer Test

Wir haben auch Kopfhörer getestet.

Bei einem Kopfhörer befindet ihr euch natürlich stets in einem guten Sweet Spot-Bereich, weil ihr die beste Position vor der Soundquelle mit euch rumschleppt. Bei einem einzelnen Lautsprecher, noch dazu in so kleinen Abmaßen, kann davon kaum die Rede sein.

Das merkt ihr besonders bei günstigen Geräten, die als Würfel oder Klotz nur einen „Lautsprecherauslass“ haben. Steht ihr etwas zu weit links oder rechts vom Gerät, wird der Sound dumpfer, schlechter und leiser. Steht ihr daneben oder dahinter, kriegt ihr mitunter kaum noch etwas mit.

360-Grad-Rollen können das im Allgemeinen ganz gut überwinden, hochwertige Klötze, die vorne und hinten einen Lautsprecherauslass haben und außerdem aus einem akustisch guten Material bestehen, schaffen das ebenfalls.

JBL Charge 3

JBL Charge 3 Rolle

JBL Flip 3

Eine andere Rolle von JBL: Flip 3


Der „Kleine-Box-Effekt“


Noch so ein Begriff, den ich mir gerade ausgedacht habe, der aber ziemlich gut einen weiteren wichtigen Faktor beim Thema Sound aus dem Bluetooth Lautsprecher beschreibt.

Sicherlich werden mir viele von euch zustimmen, dass wirklich ungestörter, intensiver Musikgenuss doch um einiges besser mit einem guten Kopfhörer funktioniert. Das liegt nicht nur am perfekten Sweet Spot-Radius, sondern auch daran, dass die Nähe zwischen Ohr und Schallwandler einen wichtigen Charakterzug des menschlichen Hörens stark minimiert.

Wir sind nämlich in der Lage, die Richtung und Entfernung einer Schallquelle ziemlich gut zu bestimmen. Diese Lokalisation genannte Fähigkeit ist ein großer evolutionärer Vorteil (Mammut von links!), nervt aber beim Musikhören ungemein.

Denn solange wir ein Gefühl für die Schallquelle haben, ist es ziemlich schwierig, in das Schallereignis einzutauchen und beide Faktoren voneinander zu trennen. Oder anders gesagt: Bei einem guten Kopfhörer habt ihr das Gefühl, dass ihr mitten in der Musik steht, sie breitet sich komplett körperlos aus und schwebt wie eine runde Kugel, in deren Mittelpunkt ihr vor euch hin genießt.

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Wir haben die Schallausbreitung ausgiebig getestet und Hörbeispiele in den jeweligen Boxentests eingefügt.

Ein Lautsprecher, der weiter weg steht, kleiner ist und auch noch diverse Schallausbreitungs-Probleme überwinden muss, wird von eurem Ohr grundsätzlich immer lokalisiert. Das führt zum „Kleine Box-Effekt“:

Die Musik bleibt körperlich, es wirkt, als hätte jemand die Band oder das Orchester geschrumpft und diese plärren nun in einer kleinen Box vor sich hin, von der ihr immer wisst, wo sie gerade steht. Es fehlt dem Klang sowohl an Räumlichkeit als auch an Präsenz, weil er die Störfaktoren nicht überwinden kann.

Obwohl man annehmen könnte, dass 360-Grad-Boxen dieses Problem spielend überwinden, ist dies nicht zwangsläufig der Fall. Denn wenn mieser Sound aus allen Ecken und Enden wabert, ändert dies nichts daran, dass der Schallwandler nicht in der Lage ist, Präsenz und Räumlichkeit zu erzeugen und mit „sattem Sound“ die Lokalisation durch unser Ohr zu betäuben.

Wir könnten an dieser Stelle noch stundenlang in die technische Tiefe gehen. Und wenn ihr das wollt, machen wir das noch einmal extra. Für unseren Test ist jedoch erst einmal nur eine Erkenntnis wichtig:

Gute Bluetooth Lautsprecher schaffen es, die physikalischen Voraussetzungen von Schall bzw. deren Nachteile bei dieser Bauweise zu überwinden.

Dabei müssen sie in den meisten Fällen gegenüber Kopfhörern passen. Aber gegen diese Schallwandler treten die Bluetooth-Boxen auch gar nicht an. Gegen so manchen herkömmlichen Lautsprecher allerdings schon.

Wichtige Faktoren für gute Bluetooth Lautsprecher

Es dürfte euch aufgefallen sein, dass wir noch nicht einmal wirklich auf die Funkverbindung Bluetooth eingegangen sind. Das hat auch einen guten Grund: Für unseren Test ist das eigentlich irrelevant.

Denn wenn es euch nur darum geht, eine Box zu finden, die sich problemlos mit euren mobilen Geräten pairen lässt und anschließend eine halbwegs vernünftige Verbindung im Nahbereich aufrechterhält, dann könnt ihr quasi blind zugreifen. Denn das ist schließlich die technische Grundbedingung, die alle Geräte dieser Kategorie erfüllen müssen.

 

In unserem Test interessiert uns vielmehr, welche Funktionen und Voraussetzungen vorhanden bzw. erfüllt sein müssen, damit sich das Ganze gut anhört, damit ihr möglichst lange am Stück hören und den Lautsprecher in mehr als einer Situation einsetzen könnt.

Denn auch das ist eine Grunderkenntnis im Bluetooth Lautsprecher Test 2017: Ein wirklich guter Testkandidat ist zuallererst in der Lage, euch mit einem Sound zu überzeugen, der problemlos mit größeren Boxen mithalten könnte. Wozu sonst der Aufwand und die Investition?

JBL Charge 3
JBL Go Ultra

In zweiter Instanz schafft er es außerdem, die Vorteile der Mobilität nicht nur zu nutzen, sondern auch noch auszubauen und mit Zusatzfunktionen zu erweitern. Oder anders gesagt: Er ist nicht nur Stubenhocker, sondern auch Outdoor-Fan.

In dritter Instanz muss das Gerät einfach zu euch passen. Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, keinen objektiv besten Lautsprecher von Welt. Denn nur, weil ich einen bestimmten Lautsprecher total super finde, heißt das noch lange nicht, dass ihr in

  • a) eurer Wohnung,
  • b) mit eurem Gehör und
  • c) mit eurem Musikgeschmack und Hörempfinden auf das gleiche Ergebnis kommt.

Es gibt allerdings Eckpunkte (und Testfaktoren), an denen sich die grundlegende Qualität und Eignung eines Lautsprechers ziemlich gut festmachen lässt. Und zu diesen kommen wir jetzt.

Maße und Gewicht

Fangen wir mit zwei Faktoren an, die von den meisten von uns beim Scannen eines Datenblattes vermutlich oft überlesen werden.

Zwar geht es in diesem Bereich meist nur um wenige Zentimeter, aber die Maße eines Lautsprechers werden spätestens dann interessant, wenn ihr das Ding an einem bestimmten Ort in eurer Wohnung standardmäßig installieren wollt. Vom Platzangebot im Koffer oder Rucksack ganz zu schweigen.

Neuralgische Frage für mich ist stets, ob ein Lautsprecher problemlos unter den Bildschirm bzw. Fernseher passt. Da nimmt er keinen Platz weg, hält sich ordentlich im Hintergrund und minimiert Irritationen durch das Lokalisationsphänomen zumindest beim Seriengucken, weil eure Augen ebenfalls in die Richtung starren.

Bose Soundtouch

Der Bose Soundtouch ist beispielsweise relativ groß und kann nur mit externer Stromzufuhr bedient werden.

Das Gewicht ist aus Platzgründen zwar nebensächlich, spielt aber bei Fragen zum zulässigen Handgepäck wiederum eine starke Rolle. Und das Gewicht ist meist ein gutes Maß dafür, was ihr am Ende vom Sound zumindest theoretisch erwarten könnt. Eine federleichte Plastikbude kann ja gar keine anständigen Komponenten unter der Haube haben, bei 600 Gramm und höher sieht die Sache schon anders aus.

EasyAcc Mini

Der EasyAcc ist wohl der kleine Bluetooth Lautsprecher im Test, hat aber trotzdem ordentlichen Sound.

Reichweite Bluetooth

So ganz stimmt die Sache mit „Bluetooth is wurscht“ natürlich nicht, zumindest wenn es darum geht, wie weit Master (also Hauptgerät) und Slave (also Lautsprecher) voneinander entfernt sein dürfen, ohne dass die Verbindung ruckelt, stockt oder ganz abbricht.

Bluetooth ist eine Funkverbindung, die in den selben Gefilden wie handelsübliches Wi-Fi arbeitet. Und wir alle kennen die Probleme mit der Wi-Fi-Verbindung, wenn wir uns zu weit vom Router entfernen.

Dabei gibt es unterschiedliche Bluetooth-Klassen, die jeweils aus Strombedarfsgründen unterschiedliche Reichweiten möglich machen. Bei vielen Lautsprechern sind 9 oder 10 Meter gewöhnlich das höchste der Gefühle und das auch nur in freier Wildbahn.

Es gibt aber auch Produkte, die mit 20 Metern Boden gutmachen wollen. Das ist jedoch weder gut noch schlecht. Ich finde vielmehr, dass die Reichweite ein Hinweis darauf sein kann, wofür bzw. in welcher Situation ihr den Lautsprecher am besten nutzen könnt.

Lautsprecher, die Ihr zuhause bzw. in Gebäuden vielseitig einsetzen wollt, brauchen schon anständig Reichweite, damit sie zwischen mehreren Räumen und über vielleicht mehr als eine Etage mitgeschleppt werden können. Geräte fürs Chillen im Park, das Hotelzimmer oder die Gartenparty sind mit 9 m vollkommen ausreichend bestückt.

Aber nochmal: Die Reichweite allein sagt noch überhaupt nichts darüber aus, wie stabil die Verbindung ist. In unserem Test fordern wir die Geräte insofern heraus, weil in meiner Wohnung eigentlich die schlechtesten Bedingungen für störungsfreien Funk herrschen – Altbau, was willste machen. Wer sich aber hier beweist, hat im Park oder in Neubauten sicher gar keine Probleme.

Akkuleistung und Ladedauer

Da Bluetooth immer Strom braucht und sich die Lautsprecher nicht passiv einsetzen lassen, ist eine anständige Akkulaufzeit natürlich essentiell. Und auch hier könnt ihr vom Preis keineswegs auf diesen Faktor schließen.

Bester Vergleich aus dem Test und meinem Alltag: Der Anker SoundCore für 39,99 € muss erst nach rund 24 Stunden Betrieb ans Netz, während der Bose SoundLink Mini II für 189,95 € nur maximal zehn Stunden am Stück durchhält.

Jedoch ist so eine Akkulaufzeit zumindest ein Nebenhinweis darauf, wie viel Sound in so einer Box steckt. Denn wo die Sound-Bauteile mehr leisten (und evtl. größer sind), und das auch noch in einem kleinen Gehäuse, verbrauchen sie mehr Strom als in einer Box, bei der das Gegenteil der Fall ist.

Die Ladedauer richtet sich natürlich stets nach der Akkuleistung, hier sind meist 2 bis 4 Stunden angesetzt. Bei diesem Faktor gibt es weder gut noch schlecht, nur Tatsachen.

Zusätzliche Konnektivität

Wie ich schon sagte, könnt ihr die Lautsprecher nicht passiv verwenden. Allerdings in praktisch allen Fällen auch ohne Bluetooth. Eine Verbindungsmöglichkeit über AUX macht sich erstens beim Sound ganz gut, weil die Box nicht über eventuelle Funksignale plärren muss.

Zweitens sind viele Boxen oft ganz scharf darauf, sich mit irgendwelchen Mastern in der Nähe zu verbinden, obwohl sie niemand darum geben hat. Drittens hat nicht jedes Ausgabegerät Bluetooth. Und viertens verbraucht diese Verbindung eben auch unnötig Strom.

In meinem Fall hängt die Anker per (zusätzlich nötigem) Kabel am jetzt neuen Notebook, das zwar Bluetooth kann, aber meistens eben nicht soll. Denn die Anker nuddelt ständig und ich habe erstens keine Lust, sie öfter zu laden und zweitens keine Lust, ständig Verbindungen mit anderen Geräten killen zu müssen. Ausführlich erzählt davon der Anker Soundcore Test.

Anker Soundcore Anschlüsse

Verschiedene Anschlüsse im Anker Soundcore.

Einige Boxen, wie in unserem Test die Bose SoundTouch 10, können zusätzlich über WLAN betrieben werden, bzw. nutzen Bluetooth nur als Zusatzverbindung. Das ist zwar ganz nett, hat aber den Nachteil, dass WLAN-Lautsprecher eigentlich nur für zuhause gedacht sind, was weniger mit dem WLAN, als mit der gesamten Bauweise zu tun hat.

Außerdem benötigen sie immer Strom, der nicht aus dem Akku kommt.

Darum fällt das Bose SoundTouch-System so ein bisschen aus der Rolle im Kandidatenpool, ist aber ein schönes Beispiel dafür, warum Bluetooth Lautsprecher in vielen Fällen so einer kabellosen Box ziemlich voraus haben.

Bose Soundtouch 10

Die Bose SoundTouch kann zwar per WLAN funken, muss aber an einen festen Stromanschluss.

Bose Soundtouch Bedienung

Wasserfestigkeit

Mir persönlich ist es vollkommen schnuppe, ob ein Bluetooth Lautsprecher wasserfest ist oder nicht. Bei mir zuhause (oder in gelegentlichen Urlaubszuhausen) herrscht meist recht stabiles Wetter. Für viele von euch ist dieser Aspekt jedoch sehr wichtig, schließlich nehmt ihr die Boxen überall hin mit.

JBL Charge 3

JBL Charge 3 im Wassertest (bestanden)

Ultimate Ears 2 Wassertest

UE 2 im Wassertest (bestanden).

„Wasserfestigkeit“ ist dabei so eine Sache und wird über die sogenannten Schutzklassen (hier ein guter Giga-Ratgeber) definiert. Maßgeblich für die Wasserfestigkeit eurer Lautsprecher ist die IPX-Zahl.

IPX7 bedeutet „Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen“, was detailliert heißt, dass ein Lautsprecher bis zu einer halben Stunde in 1 Meter tiefem Wasser liegen darf. Ein Lautsprecher mit IPX4 hingegen sollte nicht baden gehen, kann aber mit Regentropfen um.

Und auch der Dusche: Denn solche Lautsprecher sind auch ziemlich toll, um im Bad an seinen Sangeskünsten zu arbeiten oder vor dem Test schnell noch die Vorlesung von vergangener Woche anzuhören.

Letztendlich müsst ihr selbst entscheiden, wie nass der Einsatzort für euren Lautsprecher im Allgemeinen wird, auch wenn so eine IPX7-Wertung den geneigten Outdoor-Hörer natürlich grundsätzlich beruhigt.

Zusätzliche Funktionen

In Vorbereitung auf den Lautsprecher Test habe ich gelernt, dass nahezu alle Bluetooth Boxen auch eine Freisprecheinrichtung zum Telefonieren sind. Das ergibt auch Sinn, wenn euer Telefon als Master dranhängt.

Ob ihr nun in eure Box reinsabbeln wollt und vor allem darauf steht, dass euer Gespräch gut hörbar durch den Raum oder Park schallt, müsst ihr selbst entscheiden. Meine Baustelle ist das nicht.

Richtiggehend clever finde ich hingegen die Möglichkeit, so manche Bluetooth Box wie die JBL Charge 3 als Powerbank zu nutzen.

JBL Charge 3 Anschlüsse

JBL Charge 3 Anschlüsse

Charge 3 als Powerbank

Clever: die Charge 3 kann auch als Powerbank genutzt werden zum Handyladen.

Und ich habe nichts dagegen, wenn die ein oder andere Box außerdem mit anderen gleichartigen Geräten zusammengekoppelt werden kann, um zum Beispiel „Surround-Sound“ zu kreieren oder alle Räume gleichzeitig zu beschallen. Von der spontanen Riesenparty im Park ganz zu schweigen.

Nichts davon ist wirklich nötig (oder entscheidend), aber alle Funktionen sind auf ihre Weise praktisch.

Weitere Funktionen, die wir oft nur erwähnen, sind:

  • Sprachausgabe
  • SD-Karten Slot zum direkten Abspielen von Musikdateien
  • FM-Radio

Viele von euch suchen tatsächlich oft einen Bluetooth Lautsprecher mit Radio. Das ist besonders dann eine gute Idee, wenn ihr euch von der Konnektivität bzw. der grundsätzlichen Funktion der Lautsprecher loslösen wollt und das Gerät zum Beispiel unabhängig in der Küche stehen haben möchtet.

Nun ist das Medium Radio, obwohl eigentlich noch stärker genutzt als das Fernsehen, in dem Sinne ein „altes“ Medium, das viele Hersteller gar nicht mehr auf dem Schirm haben – schon gar nicht in einer gewissen Preisklasse.

Hier lohnt es sich tatsächlich, bei günstigeren No-Name-Produkten zu stöbern, die keineswegs schlecht sein müssen. Ein guter Beweis ist der EasyAcc Mini Bluetooth Lautsprecher in unserem Test, der praktisch nichts kostet, aber eine sehr durchdachte Radiofunktion mitbringt.

EasyAcc mini im Soundcheck

Der EasyAcc Mini ist ultragünstig und hat eine Radio-Funktion.

Extras und Zubehör

Das Credo „schön, wenn es da ist“ gilt im Grunde auch für physische Extras und das Zubehör. Das passende Micro-USB-Ladekabel wird natürlich vorausgesetzt, wenn Stromstecker und vielleicht noch diverse Länderstecker dabei sind, ist auch das eine feine Sache. Obwohl ich mit all den Kabeln, die nutzlos in der Wohnung rumliegen, bald einen eigenen Versandhandel aufmachen kann. Jemand Interesse?

Ansonsten gibt es bei Boxen meist die üblichen Spielereien wie Dockingstations als „bequemer“ Ladestandort sowie Trageeinrichtungen oder Etuis.

Bose Soundlink Mini

Der Soundlink hat eine kleine Dockingstation.

Mehr freuen würde ich mich übrigens immer darüber, wenn eine Box ein eigenes AUX-Kabel am Start hat. Aber auch das ist eher in den No-Name-Kategorien Usus. Die Hersteller wollen wohl einfach nicht, dass man die Bluetooth Box anders als mit Bluetooth benutzt.

Schallausbreitung

Kommen wir jetzt aber endlich mal zum Klang. Und hier beginnen wir mit einem ganz einfachen Aspekt: Wie ist die Box gebaut und wie kann sich der Schall dabei ausbreiten?

Wir haben gelernt, dass ein Klotz tendenziell eher für gerichteten Sound und geringen Sweet Spot-Radius sorgt, während ein 360 Grad-Lautsprecher das oft besser löst.

Ob das wirklich so ist, lässt sich aber nicht einmal im Ansatz pauschal beantworten und der Test hat dafür viele Beispiele parat. Darum testen wir diese Grundannahme für jedes Gerät sehr ausführlich.

Sound

Haben wir uns im Kopfhörertest schon bei den Zahlwerten wesentlich kleinteiliger mit den Aspekten für Sound befasst, gehen wir hier einen etwas anderen Weg. Und dafür gibt es gute Gründe:

In Sachen Frequenzbereich und Schalldruckpegel halten sich viele Hersteller mit Angaben stark zurück. Der Frequenzbereich stellt dar, in welcher Range ein Lautsprecher (oder eben Kopfhörer) Töne abbilden kann – von ganz tief bis ganz hoch.

Wenn das menschliche Ohr Töne zwischen 20 und 20.000 Hz wahrnimmt, möchte ein Lautsprecher zumindest diesen Bereich abdecken können, alles darüber hinaus ist aber wichtig, für ein wirklich sattes Soundempfinden (siehe Schwingungen bei Bass etc.).

Nun heißt das aber nicht, dass ein Lautsprecher mit engerer Frequenzbereichsangabe schlechter sein muss. Schließlich kann er durch eine clevere Bauweise und gute Materialien selbst zum Resonanzkörper werden und so den Sound verstärken. Er addiert also mitunter die notwendigen (tiefen) Frequenzen physikalisch, nicht technisch dazu.

Der Schalldruckpegel ist die Angabe zur maximal möglichen Lautstärke in Dezibel (dB), die ein Lautsprecher ausgeben kann. Lauter ist dabei nicht immer besser, weil solch eine Box schnell klirren, scheppern und verzerrt klingen kann – also Brüllwürfel-Qualität annimmt.

Auch hier reden wir aber bei grundsätzlich gleichen Werten wie bei Kopfhörern von einem ganz anderen Lautstärkeempfinden, weil die Box größer ist, ihr weiter weg steht, der Schall durch evtl. gute Materialien diffudiert und diese in Schwingungen versetzt etc.

Oder einfacher gesagt: Ein Kopfhörer kommt euch viel schneller viel lauter als ein Lautsprecher vor. Dafür hat der Lautsprecher mehr Möglichkeiten, RICHTIG laut zu werden.

Die Zahlen, so vorhanden, geben wir also im jeweiligen Datenblatt wieder, testen aber sehr genau, was die Lautsprecher im Praxiseinsatz wirklich leisten. Denn ein großer Frequenzbereich bringt nur dann wirklich etwas, wenn der Lautsprecher in allen Abschnitten sehr differenziert, klar und vor allem nicht verzerrt klingt. Eine hohe Maximallautstärke bringt nur etwas, wenn dabei nicht alles klirrt und scheppert.

Bose Soundtouch

Im Praxis-Soundcheck müssen die Boxen beweisen, was sie können.

Insgesamt legt der Test beim Soundcheck auch enormen Wert darauf, ob und wie weit der jeweilige Testkandidat den „Kleine Box-Effekt“ vermeidet und euch so ermöglicht, Musik fast ohne Umwege zu genießen.

Und dieser Effekt wiederum ist durchaus das Ergebnis eines gekonnten Zusammenspiels aller Soundkomponenten. Ob die Hersteller dazu nun etwas sagen oder nicht.

Der Bluetooth Lautsprecher Test 2017 im Überblick


Nach all diesem Vorgeplänkel wird es Zeit, dass wir konkret werden und uns unser Testdesign, die Kandidaten und natürlich die Ergebnisse genauer angucken. Wie auch bei den Kopfhörern in unserenm Kopfhörer Test gilt: Wir sparen uns (für Otto Normalhörer) sinnlose Messreihen und beschreiben lieber im Praxischeck, was der Lautsprecher kann oder nicht.

Der Testaufbau


Zu jedem Bluetooth Lautsprecher gibt es zunächst ein Datenblatt, aus dem ihr (wenn ihr bis jetzt aufmerksam gelesen habt) schon viel darüber erfahrt, ob das Gerät zu euch passt. Hier einmal der Überblick sowie einige Erklärungen:

Die Produktmerkmale im Überblick.

Eintrag Mögliche Werte Erklärung
Name
Schallausbreitung Allseitig
gerichtet
Je nach Bauweise und Testbefund
Reichweite Bluetooth In m Herstellerangabe
Akkulaufzeit In h Herstellerangabe
Ladedauer In h Herstellerangabe
zusätzliche Konnektivität AUX, WLAN etc
Frequenzbereich In Hz Herstellerangabe
Schalldruckpegel In dB Herstellerangabe
Wasserfestigkeit IPX-Zahl oder X Herstellerangabe
Freisprech-/Telefonfunktion ✓ oder X
Audio-Kabel X oder ✓
Mehrere Lautsprecher koppelbar X oder ✓
Extras Aufzählung Extras
Einschätzung Sound Nach Testbefund
Verzerrungsfreiheit ✓ oder X Klingt der Sound bei allen Lautstärken stabil?
Maße In cm Herstellerangabe
Gewicht in g Herstellerangabe
Preis In Euro (in Euro) Tagesaktueller Preis (Preis zum Kaufzeitpunkt bzw. Abrufdatum)

Ihr könnt jedes Produkt miteinander vergleichen und in die Kriterien nebeneinander beurteilen.

Grundsätzlich habe ich mich wiederum an den Versuchsaufbau aus dem Kopfhörer Test gehalten, habe ihn jedoch an diese spezielle Kategorie angepasst:

  • Alle Soundchecks mit bestehender Bluetooth Verbindung
  • Beschreibung aller relevanten Features und Funktionen sowie der Verbindungsherstellung
  • Testumgebung: zuhause

Natürlich sind die Soundeindrücke im Park oder Garten vollkommen andere, doch herrschen in meiner Wohnung genug „erschwerende Bedingungen“, um den Geräten alles abzuverlangen. Das fängt bereits bei den Rohren in den Wänden an, die dafür sorgen, dass eine schwache Bluetooth Verbindung schnell ihre Grenzen zeigt.

Und ich kann euch im Zuhause-Test viel mehr über den Sound an sich sagen. Oder anders gesagt: Wenn eine Box schon in einer „soundstabilen“ Umgebung Mist ist, wird es im Freien mit all den Vögeln, anderen Menschen und Verkehrsgeräuschen auch nicht besser.

In den jeweiligen Soundbeispielen hört ihr die Boxen draußen, daher ist auch ab und an Vogelgezwitscher zu hören.

Ansonsten sind die Grundbedingungen jedoch identisch:

  • Allgemeiner Soundcheck mit Player auf dem Smartphone
  • Spezieller Soundcheck mit iTunes am Rechner
  • Beschreibung der diversen Soundeindrücke
  • Antesten bestimmter Sonderfunktionen

Weil es das letzte Mal so unglaublich interessante Befunde geliefert hat, habe ich den speziellen Soundcheck erneut mit der iTunes-Einstellung namens Eargasm Explosion des Tumblr-Users thesecretsauce durchgeführt. Diese sorgt bei guten Audiogeräten dafür, dass die Aufnahme insgesamt voller, klingender und schlicht besser ist. Und auch bei eher schlechten Boxen kann sie manchmal kleine Wunder bewirken.

Auch die drei Versuchstracks entsprechen dem Kopfhörer-Setting. Das ist keine Faulheit, vielmehr finde ich es äußerst interessant, hiermit auch das Ohr für unterschiedliche Schallquellen und Geräte zu trainieren. Die Tracks sind:

  • James Blake „Limit To Your Love“. Der Basslauf zwingt viele (Mini) Lautsprecher in die Knie und tänzelt sowieso schon hauchdünn zwischen spannender Körperlichkeit und äußerst unangenehmem Gefühl wie bei einem Sunn O)))-Konzert. Der Rest ist durchaus angenehm, auch wenn Stimme und Piano bei vielen Ausgabegeräten schnell ins Plärren kommen.
  • Vivaldi „Der Frühling“. Das Gegenprogramm zu James Blake. So ein Streichorchester kann sehr voll und rund klingen, aber nur, wenn es der Lautsprecher schafft, die verhaltenen Kontrabässe, Celli und Co. gegenüber den extrem dominanten Violinen nach vorne zu bringen. Hier lausche ich vor allem auf die Differenzierung, also ob der Lautsprecher in der Lage ist, einzelne Instrumentengruppen trennscharf abzubilden und trotzdem für einen Orchestereindruck zu sorgen.
  • The Bates “Billie Jean”. Auch wenn The Bates in den Neunzigern eindeutig Richtung Massenmarkt tendierten (ein Michael Jackson-Cover, also bitte!), wollten sie unbedingt als Punk wahrgenommen werden. Darum musste eine Aufnahme auch anständig scheppern, ein wenig billig und nach Proberaum klingen, um die Credibility zu erhöhen. Das hat bei diesem Track auch ganz gut funktioniert. Hier können wir gucken, ob Bluetooth Lautsprecher dazu fähig sein, eine Schippe draufzupacken und schlechte Aufnahmen (ob nun gewollt oder nicht) ein bisschen besser klingen zu lassen.

Mit Hipster-Electro, Anfänger-Klassik und Pseudo-Punk sind wir natürlich meilenweit von einer repräsentativen Genreauswahl entfernt. Jazzer werden das bestätigen. Oder die gesamte Metalfraktion. Von Hörbuch- und Serienfans ganz zu schweigen.

Die drei Tracks sind jedoch ziemlich gut darin, einen bestimmten Nach- oder Vorteil nach vorne zu spielen und ein guter Bluetooth Lautsprecher trägt dem Rechnung.

Die Kandidaten und Testergebnisse

Wir bei Sonntagmorgen machen uns die Auswahl insofern leicht, als dass wir uns stets an der Amazon-Bestsellerliste für die jeweilige Kategorie orientieren. Im Falle der Bluetooth Lautsprecher haben wir dabei folgende Geräte in diese Runde aufgenommen:

Die Testergebnisse im Überblick


Solltet ihr es kaum noch erwarten können, mit der Lautsprecherei loszulegen, findet ihr hier die Testergebnisse im übersichtlichen Schnelldurchlauf. Für eine ausführliche Besprechung lohnt natürlich der Blick in den jeweiligen Testbericht:

Was sind die besten Bluetooth Lautsprecher?

Gerät Preis in Euro Besonderheit Sound Urteil
Anker SoundCore 39,99 € Ein bisschen scheppernd,

Sehr gerichtet

Preis-Leistungstipp mit guter Querschnittsleistung
Bose SoundLink Mini II 189,95 € Dockingstation Bose-typisch voll, sehr räumlich Maßstab in Sachen Sound bei eingeschränkter Funktionalität
JBL Charge 3 125,00 € Powerbank koppelbar
wasserdicht
“Kleine-Box-Empfinden” jedoch angenehm für viele Ohren Outdoor-Experte mit tollen Funktionen und ausreichendem Sound
JBL Flip 3 83,29 € Wasserdicht

Koppelbar

Dichter als Charge 3, sehr angenehm. Günstigere und besser klingende Alternative zum Charge 3
EasyAcc Mini 19,98 € Radiofunktion

Karten-Slot

Für die Mini-Maße und den Preis wirklich super Absoluter Preistipp mit toller Ausstattung und gutem Klang
Wirezoll Wasserdicht 39,99 € Karten-Slot

Wasser- und staubdicht

Dickes Zubehör-Paket

Plärr, plärr, Blecheimer Funktionsbreite wie ein Schweizer Taschenmesser, aber für einen Lautsprecher zu dünn
Ultimate Ears BOOM 2 129,93 € Wasserfest

Koppelbar

Toll in Mitten und Höhen, schwach im Bass Eher was für Klassik- und Jazzfans
Bose SoundTouch 10 179,99 € WLAN

Musikstreaming

Presets

App

Fernbedienung

Erstaunlich pappig, auch wenn das Bose-Grundgerüst stimmt. Soundtechnisch eine kleine Enttäuschung, Funktionalität sehr gut.
JBL Go Ultra 26,99 € Die kleine Box macht “Kleine Box-Effekte” Kann man machen, aber es gibt in dieser Preiskategorie bessere Alternativen
Anker A3143 Premium Alles über Bluetooth ist Mist, alles über Kabel hat fast Bose-Wucht Für alle, die Lautsprecher für Zuhause suchen (und Bluetooth nicht unbedingt brauchen)
Wirezoll Kabellos Music Box FM-Radio

Karten-Slot

Weckerfunktion

Callback

Display

“Kleine Box-Effekte”, die man jedoch abkann Ein Tipp für Nebenbeihörer auf der Suche nach einem modernen Radiowecker
Anker A7908 Tasche Die Definition eines Brüllwürfels – aber schöne Stimmen Die Leistung rechtfertigt in keiner Weise den Preis
OMEGA “OG48B – Dream Speaker” LED-Lichtmodul

Kartenslot

Dünn und scheppernd, in Bluetooth unerträglich Taugt nur als moderne Lavalampe
Denon DSB100BKEM Envaya Mini Tasche

NFC

Hammer, extrem räumlich, fast so gut wie SoundLink Absoluter Tipp als Hauptlautsprecher und SoundLink-Alternative
DKnight Big MagicBox Gute Differenzierung, schwache Lautstärke und Bass Unser Geheimtipp für Kids – für Erwachsene wohl eher enttäuschend
DOSS SoundBox Tasche (wasserfest)

Kartenslot

Ähnlich wie Anker SoundCore, aber angenehm Für den Preis empfehlenswert, vor allem wegen der Funktionalität
Marshall Kilburn Equalizer

Netzstecker

Hinter ausgesprochen tollem Wumms versteckt sich mangelnde Differenzierung Für Rock-Fans sicher top, ansonsten ein wenig enttäuschend

Für ausführliche Testberichte schaut einfach in unsere Einzeltests.

Das amerikanische Unternehmen JBL ist deswegen so überrepräsentiert, weil es zu den absoluten Gewinnern des Bluetooth-Booms gehört und die vorderen Plätze quasi überschwemmt. Ähnliches gilt für Anker, wobei es hier zu einem großen Teil auch daran liegt, dass diese Marke von Amazon in Aktionen etc. ziemlich gepusht wird – und das nicht, weil es die Produkte unbedingt nötig hätten.

Wichtig ist in jedem Fall nur: Wir kaufen alle Geräte selber und lassen uns bei der Auswahl nicht von Unternehmensinteressen leiten.

Bose SoundLink mini II, Anker SoundCore und JBL Charge 3 stehen außerdem bereits seit langer Zeit in den diversen Wohnungen unserer Teammitglieder und wir können euch deswegen heiße Tipps aus dem Alltag geben und den Test mit einer Langzeit-Einschätzung versehen.

Noch ein Tipp: Der erste Preis ist jeweils tagesaktuell, der Preis in Klammern entspricht dem Kauf- bzw. Abrufdatum 15.07.2017. So erhaltet ihr einen Überblick über die Preisentwicklung und seht, ob es sich lohnt, bei einem Gerät noch ein wenig zu warten.

Wenn euch ein Gerät fehlt oder ihr der Meinung seid, dass mickrige 17 Kandidaten ja wohl kaum repräsentativ sind, dann legen wir gern noch eine zweite Runde für euch ein. Hinterlasst uns dazu einfach einen Kommentar.

Testsieger günstige Bluetooth Lautsprecher


Wie immer gehen die Meinungen sicherlich weit auseinander, wenn es um die Definition von „günstig“ geht. Deshalb gibt es in diesem Bereich auch mehrere Empfehlungen:

EasyAcc Mini

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • extrem handlich und gutes Design
  • Sehr einfach und eindeutig zu bedienen
  • Telefonfunktion
  • microSD-Kartenschlitz
  • Inklusive AUX-Kabel (YEAH!)
  • Radio-Funktion
  • HAMMER-Preis

NACHTEILE

  • Lange Ladezeit bei geringer Akkuleistung

19,98 €

Zuletzt aktualisiert am: 17. December 2017 14:28
Buy now on Amazon

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeEasyAcc
Einschätzung Soundrund und angenehm. Trotzdem „kleine Box“.
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit5 h
Reichweite Bluetooth10 m
Ladedauer3 h
Wasserfestigkeit
  • Der EasyAcc Mini mit seinem lächerlichen Preisschild von 19,98 € ist eine echte Überraschung. Dafür, dass er wirklich MINI ist, kann er guten Sound produzieren. Fast noch wichtiger ist aber die enorme Funktionsbreite inklusive Radio und SD-Karten-Slot.
  • Der Anker SoundCore kostet mit 39,99 € zwar ungefähr das Doppelte, ist aber ein prima Lautsprecher für kleine Räume. Vor allem die enorme Akkuleistung, die er tatsächlich auch einhält, sowie ein sehr brauchbarer Klang machen ihn zu einer guten Investition. Allerdings wirklich eher zuhause.
  • Die DOSS SoundBox kostet ähnlich viel wie die Anker-Box, hat einen ähnlichen Klang und trumpft mit hoher Funktionalität gut auf.

Bei der Wirezoll Kabellos Music Box erhaltet ihr ebenso eine hohe Funktionalität zum extrem guten Preis, allerdings finde ich diesen modernen Radiowecker doch ein wenig schwach auf der Brust.

Der günstige JBL Go Ultra bringt zwar nicht vollkommen schlechten Sound hervor, ist aber ganz eindeutig eine „Kleine Box“, nicht nur optisch. Und der Wirezoll Wasserdicht Lautsprecher ist zwar ähnlich günstig wie der Anker, klingt aber einfach nach Blech.

Komplett vergessen könnt ihr in meinen Augen den Anker A7908, für den es überhaupt keine Rechtfertigung gibt.

Testsieger Outdoor-Funktionalität

Wer seinen Bluetooth Lautsprecher überall und in jeder Situation einsetzen will, möchte sich um Regen und Wetter usw. nicht scheren müssen. Und da kann der JBL Charge 3 mit Powerbank Funktion und IPX7-Schutzklasse wirklich überzeugen – auch wenn ich persönlich den Klang nicht wirklich mag und hier ziemlich viele „Kleine Box-Effekte“ beobachte.

JBL Charge 3

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Steuerelemente und Anschlüsse selbsterklärend und ausreichend
  • Telefonfunktion
  • Powerbank-Funktion
  • Wasserfest
  • Mehrere Lautsprecher koppelbar
  • Beste Soundvoraussetzungen
  • Hohe Akkuleistung
  • 360-Grad-Sound

NACHTEILE

  • Der Look ist Ansichtssache

125,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 17. December 2017 14:29
Buy now on Amazon

149,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 17. December 2017 14:29
Buy now at Media Markt

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeJBL
Einschätzung Sound„Kleine-Box-Effekt“, insgesamt rund, aber nicht wirklich brillant
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit20 h
Reichweite Bluetooth9 m
Ladedauer4.5 h
Wasserfestigkeit

Aber auch der Ultimate Ears BOOM 2 sowie der JBL Flip 3 sind gute Outdoorkandidaten, auch wenn sie nicht ganz so viele tolle Funktionen mitbringen. Draußenspielen kriegen sie jedoch problemlos und mit noch ein bisschen mehr schniekem Klang hin.

Testsieger Preis/Leistung

Hier sind wir wieder in einer Kategorie, die so subjektiv wie nur irgendwas ist. Und eigentlich nichts mit dem Preis zu tun hat. Am unteren Ende der Skala rockt der EasyAcc Mini jedenfalls locker die Hütte und entpuppte sich in unserem Test tatsächlich als kleiner Überraschungssieger.

Den Anker SoundCore finde ich für seinen Preis im unteren Mittelfeld ebenfalls hervorragend, wobei ihr zwar Abstriche im Sound hinnehmen müsst, doch in Sachen Akkuleistung begeistert sein dürftet. Als Gegenstück muss auch hier wieder die DOSS SoundBox erwähnt werden.

Anker SoundCore

VORTEILE

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Schlichtes, kompaktes Design
  • Steuerelemente und Anschlüsse selbsterklärend und ausreichend
  • Exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Riesige Akkulaufzeit
  • Telefonfunktion

NACHTEILE

  • Kein Audiokabel
  • Nicht wasserdicht

39,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 17. December 2017 14:28
Buy now on Amazon

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeAnker
Einschätzung SoundEtwas schwachbrüstig, aber klar und laut
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit24 h
Reichweite Bluetooth20 m
Ladedauer6 h
Wasserfestigkeit

Im Bereich Bluetooth Lautsprecher um 100 Euro, in dem es soundtechnisch erst wirklich interessant wird, stehen sich der Denon DSB100BKEM Envaya Mini und der Bose SoundLink Mini Bluetooth Lautsprecher II gegenüber.

Beide sind ihr Geld absolut wert, ihr müsst nur entscheiden, ob ihr beim Denon lieber etwas weniger für etwas weniger Soundqualität bezahlt. Eine sehr solide Performance liefert außerdem in dieser Kategorie wiederum der JBL Flip 3 ab.

Testsieger Sound


Tja. So gern ich mich auch von neuen Geräten bzw. Marken überzeugen lasse, scheine ich bei Audioprodukten tatsächlich bei meiner persönlichen Auswahl den richtigen Riecher zu haben – zumindest für meine Ohren und meine Höransprüche. Bei den Kopfhörern war ich bereits vorher ein überzeugter Sony MDR-Fan und fiel mit dem Klang der Sony MDR 1000x akut in Liebe.

Bei den Bluetooth Lautsprechern habe ich in unserer Auswahl kein Gerät getestet, dessen Sound mich so uneingeschränkt angemacht hat wie jener der Bose SoundLink Mini II. Der Bose SoundTouch 10 ist zwar noch ein wenig subtiler und fein ziselierter, bringt aber überraschend deutliche „Kleine Box-Effekte“ mit, die ich dem Klotz gar nicht zugetraut hätte.

Bose SoundLink Mini 2

VORTEILE

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr elegantes Design
  • Steuerelemente und Anschlüsse selbsterklärend und ausreichend
  • Sprachunterstützung
  • Viele Lademöglichkeiten mit viel Ladezubehör
  • Telefonfunktion
  • Beste Soundvoraussetzungen

NACHTEILE

  • Kein Audiokabel
  • Nicht wasserdicht
  • Relativ geringe Akkuleistung/Bluetooth-Reichweite

189,95 €

Zuletzt aktualisiert am: 17. December 2017 14:28
Buy now on Amazon

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeBose
Einschätzung SoundBosetypisch voller Bass, angenehmer Raumeffekt
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit10 h
Reichweite Bluetooth9 m
Ladedauer4 h
Wasserfestigkeit

Der Denon Envaya Mini reicht für mich fast an die Bose-Qualität heran und ist mit seinem unwahrscheinlichen Raumklang hauchdünn zweiter Sieger in Sachen Sound. Für viele eurer Ohren mag sich diese Einordnung vielleicht sogar umdrehen.

Der Marshall Kilburn bringt auf jeden Fall alle Laut-Hörer und Rock-Fans zum Jubeln, während er andere vermutlich eher kalt lässt. Denn man hört diesem beliebten Stück unzweifelhaft seine Herkunft bzw. sein Image an.

Lobend erwähnen muss ich ebenfalls wieder den JBL Flip 3, ansonsten haben alle anderen Testgeräte stets ein Klangbild, an dem ich irgendetwas zu meckern habe. Das muss bei euch nicht so sein, darum empfehle ich immer einen genauen Blick auf den jeweiligen Soundcheck.

Gesamtsieger im Bluetooth Lautsprecher Test 2017


Ich bin jetzt mal so frech und küre den Bose SoundLink Mini II zum Testsieger Bluetooth Lautsprecher – in unserer Testauswahl. Der SoundLink macht einfach vor, was in einer ultrakleinen und ultramobilen Verpackung an Klang möglich ist, auch wenn das auf Kosten jeglicher Outdoorfähigkeit und natürlich ein wenig ins Geld geht.

Testsieger Bose Soundlink Mini

Der Soundlink Mini von Bose ist unser Testsieger, mit klasse Sound.

Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass der Preis immer mal wieder gesenkt wird und falls ihr einen Top-Lautsprecher mit Klasse Klang für zuhause (und einen sonnigen Tag draußen) sucht, solltet ihr sofort zuschlagen.

Wiederum hauchdünn auf Platz zwei steht für mich der absolut geniale Denon Envaya Mini.

Braucht ihr jedoch „nur“ ein vielseitiges Gerät für drinnen, draußen, bisschen Party, bisschen Chillen, dann fahrt ihr allerdings mit fast keinem Gerät aus unserem Test falsch.

Lediglich den Wirezoll Wasserfest, den JBL GO Ultra sowie den Anker A7908 könnt ihr euch eigentlich sparen, denn da gibt es schon in unserer begrenzten Auswahl genug Alternativen. Und über den Omega „Dream Speaker“ mit seiner bescheuerten LED-Disko könnte ich mich noch stundenlang aufregen.

Fazit: Brüllwürfel ist so Neunziger


Haben große Lautsprecher und ganze Anlagen eigentlich noch eine Daseinsberechtigung im Consumerbereich? Schaut man sich die Ergebnisse im Bluetooth Lautsprecher Test 2017 an, ist diese Frage durchaus berechtigt.

Für eine normale Wohnung reichen gute Bluetooth Lautsprecher inzwischen vollkommen aus und sind nicht nur Zusatz-Gadgets, sondern kompakte und leistungsstarke Hauptlautsprecher. Das freut alle, die häufig umziehen und keinen Bock auf Platzverschwendung durch Monstertechnik haben.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass hier die Entwicklung noch weiter gehen wird und wir uns langsam in Soundgefilde vorarbeiten, die in Sachen Perfektion mit Hi-Fi-Kopfhörern oder Super-Lautsprechern mithalten können.

Auch stelle ich die Behauptung auf, dass der nächste Schritt in der Bluetooth Technik (bzw. der Verbindungstechnik überhaupt) dahin geht, mobile Lautsprecher und Co. auch über solche kabellosen Verbindungen zu laden. Denn dann hätten wir wirklich Mobilität erreicht. Die Qi-Ladetechnik ist ja bereits Standard, doch da geht noch mehr.

Was ich damit sagen will: Das letzte Wort in Sachen Bluetooth Lautsprecher ist noch lange nicht gesprochen und die Spitze der Entwicklungsfähigkeit ist ebenfalls noch lange nicht erreicht. Und auf diese Entwicklung bin ich gespannt wie Bolle. Denn der Weg vom Brüllwürfel der Neunziger bis zum Super-Gadget von heute ist bereits unfassbar.