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NordVPN Test

NordVPN Test
Guter Service zum fairen Preis.

Tarife ab:

2,99 USD

pro Monat (bei 3-Jahres-Abo)
Produktkategorie
Anbieter Websitewww.nordvpn.com
Firmensitz und ServerstandortPanama
Aktiv seit2012
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro AccountMax. 6
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN (Windows, Android), IKEv2/IPsec (macOS, iOS)
ServerstandorteÜber 5.000 Server in 62 Ländern

Author

Im Zuge seiner ausführlichen Tests für Sonntagmorgen ist Sebastian schon zum Experten für Cloud-Speicher, Passwort-Manager und Video-Streaming geworden. Dazu passt nichts besser als die sichere Datenübertragung per VPN. Auch hier hat Sebastian für euch die besten und interessantesten Anbieter gründlich getestet. Sebastian

NordVPN ist ein führender VPN-Anbieter, der sich seinem Namen zum Trotz nicht etwa in Skandinavien, Grönland oder Alaska befindet, sondern in Panama. Das mag irritieren, doch die Hauptsache ist, dass es im Land des Firmensitzes keine Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung gibt. So verspricht NordVPN, keinerlei Nutzungsdaten seiner Kunden zu speichern. Der Service ist für Video-Streaming und P2P-Netzwerke geeignet.

Darüber hinaus bietet NordVPN erweiterte Sicherheitsfunktionen wie die Kombination von zwei VPN-Servern oder die Nutzung des Onion-Netzwerks für anonyme Internet-Verbindungen zusammen mit dem VPN. Der Malware-Schutz und Werbeblocker namens „CyberSec“ ist zwar noch im Beta-Test, aber eine weitere schöne Ergänzung.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis gehört NordVPN zu den besten, vor allem mit einem günstigen Zwei- oder Drei-Jahres-Vertrag. Natürlich bekommt ihr die Anwendung auch als App für iOS und Android, sodass ihr auch mit dem Smartphone unbeobachtet das Internet nutzen könnt. Ihr müsst euch hier allerdings mit einer Benutzeroberfläche und einem Hilfecenter sowie Support auf Englisch begnügen.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Gesamtbewertung

91%

"Guter Service zum fairen Preis."

Benutzerfreundlichkeit
90%
Sehr gut
Funktionen
95%
Exzellent
Geräteunterstützung
95%
Exzellent
Server-Auswahl
90%
Sehr gut
Geschwindigkeit
90%
Sehr gut
Sicherheit
95%
Exzellent
Support
85%
Sehr gut
Preis/Leistung
90%
Sehr gut

NordVPN 2019: Wie smart ist das „fortschrittlichste VPN der Welt“ wirklich?

Das Unternehmen NordVPN mit Sitz im mittelamerikanischen Panama gehört zu den führenden VPN-Anbietern auf dem Markt. 2012 gegründet, hat NordVPN inzwischen rund 8 Millionen Nutzer für sich gewonnen und diverse lobende Äußerungen der Fachmedien geerntet.

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2,99 USD pro Monat (bei 3-Jahres-Abo)

Einen großen Überblick der Services, unter denen VPN-Interessierte heute wählen können, findet ihr in unserem VPN-Anbieter Test 2019.

NordVPN sticht vor allem mit seinen zusätzlichen Sicherheitsfunktionen aus dem Feld der Konkurrenten hervor. So könnt ihr hier mit „Onion over VPN“ die Vorteile der besten zwei Mechanismen für Anonymität im Internet kombinieren. Alternativ ermöglicht die Funktion „Double VPN“, zwei VPN-Server hintereinander zu schalten.

Damit wärt ihr immer noch anonym, wenn einer der genutzten Server eine Sicherheitslücke hätte. Ebenso könnt ihr den Service für Filesharing und Video-Streaming nutzen.

Der Name NordVPN ist laut Selbstdarstellung des Anbieters „inspiriert von nordischen Idealen des Selbstbewusstseins, des Vertrauens und der Innovation“. Nur damit nicht das Missverständnis entsteht, das Unternehmen stamme aus dem Norden.

Und was kostet der Spaß? Dazu kommen wir jetzt.

VORTEILE

  • Leicht zu bedienen
  • Zusätzliche Sicherheitsfunktionen
  • Günstige Drei-Jahres-Abonnements
  • Schneller Support per Live-Chat
  • Keine Speicherung von Nutzungsdaten

NACHTEILE

  • Größtenteils nur auf Englisch
  • Test nur mit Angabe von Zahlungsdaten

Pakete und Preise: Drei Euro im Monat im Drei-Jahres-Abo

Die Datensicherheit und Anonymität von NordVPN gibt es ab 2,62 Euro im Monat. So günstig ist es allerdings nur bei der maximalen Vertragslaufzeit von drei Jahren. Je weniger ihr euch binden wollt, desto mehr kostet es pro Monat.

Die Tabelle zeigt die Kosten der einzelnen Verträge pro Monat und pro Jahr sowie den Gesamtpreis des Zwei- und des Drei-Jahres-Abos.

(Preis in €)1 Monat1 Jahr2 Jahre3 Jahre
Preis/Monat10,506,143,502,62
Preis/Jahr126,0073,7442,0831,51
Preis gesamt84,1794,54

Das Monatsabo dürfte nur etwas für vorübergehenden Bedarf sein, zum Beispiel auf einer Reise. Wenn ihr den Service in Ruhe testen wollt, könnt ihr dazu die 30-tägige Geld-zurück-Garantie nutzen. Ihr müsst dann bei der Anmeldung das Geld für ein Abo vorschießen, könnt es euch aber zurückholen.

Darüber hinaus bietet NordVPN kostenloses Testen für 7 Tage an. Online ist diese Möglichkeit ein wenig versteckt, doch die Apps für Android und iOS weisen unübersehbar darauf hin.

Auch bei diesen Testzugängen fragt der Anbieter Zahlungsdaten ab. Wer nicht nach einer Woche in ein bezahltes Abonnement rutschen will, muss bis spätestens einen Tag vor Ablauf der Frist kündigen.

Dafür, dass NordVPN ein hochwertiger und führender VPN-Service ist, sind 2,62 Euro im Monat ausgesprochen günstig. Direkte Konkurrenten wie ExpressVPN und CyberGhost bieten derart langfristige und damit günstige Verträge gar nicht oder nur in gelegentlichen Sonderaktionen an.

Benutzerfreundlichkeit: Alles auf eine(r) Karte

Um ein Nutzerkonto zu erstellen, ist neben der Angabe eines Zahlungsmittels nur eine E-Mail-Adresse gefragt. Dementsprechend ist der Zahlungsweg die einzige Information, die NordVPN über euch hat und mit der ihr identifizierbar seid. Wer das umgehen will, kann mit Bitcoin zahlen.

NordVPN versichert, nicht zu speichern, welche Daten ihr durch das verschlüsselte Netzwerk übertragen habt. Die bloße Information, dass ihr über ein Nutzerkonto bei dem Anbieter verfügt, sagt daher nicht viel aus. Dies ist vollkommen legal und kann alle möglichen Gründe haben.

Nach der Anmeldung gelangt ihr auf die Download-Seite, wo VPN-Software für Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Android TV sowie Browser- Erweiterungen für Chrome und Firefox auf euch wartet.

Ich lade zunächst die Software für Windows herunter, die ich in Form einer 12 Megabyte großen ausführbaren Datei erhalte. Der Installationsvorgang dauert etwa eine halbe Minute und verläuft ohne Probleme. Dann offenbart sich mir die Benutzeroberfläche von NordVPN in all ihrer Pracht:

NordVPN – Software

Eine Weltkarte der VPN-Server von NordVPN

Bei Konkurrenten wie ExpressVPN, CyberGhost und einigen anderen ist die Benutzeroberfläche um einen großen Ein-Aus-Schalter herum arrangiert. Hier dagegen steht die Weltkarte der Server im Mittelpunkt. Wie bei Google Maps und anderen Kartendiensten könnt ihr den Ausschnitt verschieben sowie hinein- und herauszoomen.

Sobald ihr einen Standort anklickt, stellt NordVPN eine Verbindung zum aktuell schnellsten Server im betreffenden Land her. Der Karten-Pin präsentiert sich dann in Grün und unten erscheint die Statusmeldung „Protected“:

NordVPN – mit Taiwan verbunden

Jetzt habe ich eine IP-Adresse aus Taiwan

Als Alternative zur Auswahl eines Landes könnt ihr unten auf „Quick connect“ klicken. Dann sucht euch die Software den momentan schnellsten Server im ganzen Netzwerk heraus.

In der linken Spalte habt ihr die Möglichkeit, per Menü sowie Suchfunktion auf Länder und Server zuzugreifen. Dieser Weg ist der richtige, wenn ihr euch nicht nur mit einem bestimmten Land, sondern mit einem ausgewählten Server verbinden wollt.

NordVPN – Server-Auswahl

Im Menü findet ihr Server-Listen für alle Länder

Solche Sonderwünsche dürften aber in der Praxis nur selten aufkommen, da NordVPN automatisch den schnellsten Server für euch ermittelt.

Eine Besonderheit von NordVPN sind die Server-Kategorien, die oberhalb der Länder-Liste aufgeführt sind. Diese erkläre ich gleich im folgenden Abschnitt.

Der Aufbau der Software ist simpel genug, um ihn schnell zu verinnerlichen. Die Karte ist hübsch umgesetzt, aber auch Geschmackssache. Sie nimmt den Großteil der Benutzeroberfläche ein, hat dabei aber in der Praxis wenig Mehrwert oder Informationsgehalt.

In den allermeisten Situationen genügt jedenfalls ein Klick auf „Quick connect“, einen Länder-Pin auf der Karte oder ein Land im Menü, damit ihr VPN-geschützt ins Internet startet.

Funktionen: Server-Kategorien, Einstellungen und Streaming

Neben der Aufteilung nach Ländern präsentiert euch NordVPN eine Auswahl von Servern nach Funktionen für bestimmte Nutzungszwecke. Diese sind:

  • P2P: Server, die für Bittorrent und andere Peer-to-Peer-Systeme geeignet sind.
  • Onion over VPN: Zusätzlich zum VPN verwendet der Service hier das Tor-Netzwerk, neben VPN das bedeutendste Verfahren zur Anonymisierung von Internet-Verbindungen. Die Nutzung ist sonst nur mit dem Tor Browser möglich.
  • Double VPN: Hier läuft die Verbindung über zwei Server, sodass Anonymität auch dann gewährleistet bliebe, wenn einer dieser Server eine Sicherheitslücke hätte.
  • Dedicated IP: Gegen einen Aufpreis von 70,00 US-Dollar im Jahr bekommt ihr bei NordVPN eine feste IP-Adresse. Dies kann bei Anwendungen nützlich sein, die danach verlangen, dass ein Server euch wiedererkennt oder euren Rechner stets unter einer bestimmten Adresse findet. Für das normale anonyme Surfen, Streaming und Filesharing ist eine feste IP-Adresse nicht nötig.

Klickt einfach auf eine Kategorie und die Software beginnt nach dem besten Server für euren Standort zu suchen, wie ihr hier seht:

NordVPN – Server-Suche

Auf der Suche nach einem P2P-Server

Das Suchfeld oberhalb der Server-Kategorien ermöglicht einen alternativen Zugriff auf die Server, der unter Umständen schneller ist als der Weg über die Menüs:

NordVPN – Server-Stichwortsuche

Die Server eines Landes per Stichwort-Suche auflisten

Das war es schon, was die wesentlichen Funktionen betrifft. Ihr könnt NordVPN für Streaming und P2P-Übertragungen verwenden, während die Kombination mit dem Tor-Netzwerk sowie das Modell „Double VPN“ eine Extraschicht Sicherheit bieten. Da bleibt für die meisten Anwender nichts zu wünschen übrig.

Eine Funktion, die ich vermisse: bestimmte Länder als Favoriten markieren zu können. In den Einstellungen könnt ihr zwar ein Land auswählen, mit dem ihr euch automatisch bei Programmstart verbinden wollt – aber eben nur eines.

Wenn ich beispielsweise regelmäßig VPN-Server in den USA, Großbritannien und Schweden benutze, wäre es hilfreich, diese Länder ganz oben in der Server-Liste erscheinen zu lassen. Dies ist aber nur mit einzelnen Servern möglich, nicht mit Ländern. Schade.

Einstellungen

Neben der oben gezeigten Oberfläche hat die Software nur ein weiteres Tab, in welchem ihr eine Reihe von Einstellungen vornehmen könnt:

NordVPN – Einstellungen

Grundeinstellungen zum Verhalten der Software

Sehr gut gefällt mir hier die Erläuterung zu jeder Einstellung. Ihr solltet ein wenig Englisch beherrschen, aber wenn das der Fall ist, sind damit alle Einstellungen auf Anhieb klar.

Die Kombination von „Auto connect“, „Start NordVPN on startup“ und „Internet Kill Switch“ sorgt dafür, dass eure Anonymität online wasserdicht ist. Wenn sie aktiviert sind, startet die Software automatisch, stellt ebenso automatisch eine VPN-Verbindung her und erlaubt keinen Internetverkehr außerhalb dieser Verbindung.

Unten findet ihr noch einen Abschnitt mit erweiterten Einstellungen, den ihr erst ausklappen müsst. NordVPN warnt, hier nichts zu verändern, wenn ihr nicht genau wisst, was ihr tut.

DIe Einstellungen im Einzelnen:

  • Protokolle: TCP oder UDP. Letzteres ist empfohlen und voreingestellt.
  • Custom DNS: Einen manuell festgelegten, bestimmten DNS-Server verwenden.
  • Obfuscated Servers: Eine Server-Verschleierung, mit der ihr Firewalls und andere Beschränkung eures Netzwerks umgehen könnt.
  • Diagnostics: Eine technische Diagnose durchführen und die Ergebnisse an die Entwickler übermitteln.

Auch hier ist alles überschaubar und einleuchtend. Das gefällt mir gut. Eine eventuell interessante Funktion, die fehlt, ist „Split tunneling“ – also die Möglichkeit, auszuwählen, welche Anwendungen durch das VPN laufen sollen und welche nicht.

Das kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn eine Software eure volle Bandbreite nutzen soll, oder einfach, wenn ihr nur eure Aktivitäten mit dem Webbrowser anonymisieren wollt. Allerdings bieten nur relativ wenige VPN-Dienste diese Funktion an.

Streaming

Ein weiterer wesentlicher Vorteil eines VPN neben der besseren Datensicherheit und Privatsphäre ist die uneingeschränkte Möglichkeit, Video-Plattformen im Internet zu nutzen.

Vielleicht seid ihr zum Beispiel bei YouTube schon mal auf die Meldung gestoßen, dass ein Video in eurem Land nicht verfügbar ist. Dies nennt sich Geoblocking und hat rechtliche Gründe:

Die Plattform darf das betreffende Video in eurem Land nicht verbreiten. An eurer IP-Adresse erkennt sie, wo ihr euch aufhaltet, und verweigert die Lieferung, wenn sich die Adresse in dem gesperrten Land befindet.

Das passiert nicht nur bei YouTube. Auch die Anbieter hochwertiger Filme und Serien wie Netflix und Amazon Prime Video stellen je nach dem Aufenthaltsort beziehungsweise der IP-Adresse des Nutzers unterschiedliche Inhalte bereit.

Das heißt: Das Video-Angebot für Nutzer in Deutschland ist kleiner und weniger aktuell als das, was Abonnenten aus den USA zu sehen bekommen.

Dank VPN könnt ihr aber mit IP-Adressen aus vielen Ländern auftreten und somit die geographische Sperre umgehen. Ich habe die Nutzung von Netflix zusammen mit NordVPN getestet. Es hat problemlos funktioniert.

Zuerst habe ich nach „New on Netflix“ gegoogelt und eine Liste von Filmen und Serien gefunden, die kürzlich zum Programm der Plattform hinzugekommen waren. Dazu gehörten alle vier Indiana-Jones-Filme.

Zuerst meldete ich mich nun ohne VPN bei Netflix an, also aus Deutschland, und suchte nach „Indiana Jones“. Fehlanzeige – ich erhalte nur „ähnliche“ Videos als Vorschläge:

NordVPN – Netflix Deutschland

Indiana Jones gibt’s nur in seinem Heimatland

Dann klicke ich in NordVPN auf den Karten-Pin, der die USA markiert. Die Software beginnt, nach dem besten Server zu suchen, und stellt die Verbindung her. Jetzt führe ich bei Netflix noch einmal die gleiche Suche durch und schwupp, sind die Filme da.

NordVPN – Netflix USA

Größeres Programm dank VPN

Auch das Abspielen der Filme war kein Problem:

NordVPN – Indiana Jones auf Netflix

Der erste ist am besten, oder was meint ihr?

Netflix richtet sich nur nach der IP-Adresse. Mit welcher Postanschrift ihr registriert seid, spielt keine Rolle. Deutsche Synchronfassungen und Untertitel erhaltet ihr ebenso wie mit einem Zugang aus Deutschland.

NordVPN besteht also auch den Streaming-Test. Gelegentlich kam es vor, dass Netflix das VPN bemerkte und mir die übliche Fehlermeldung zeigte. Ich überlegte schon, wie ich am besten die vermeintliche Netflix-Sperre umgehe. Doch indem ich einen anderen US-Server auswählte, bekam ich den gewünschten Film immer zügig zum Laufen.

Geräteunterstützung: NordVPN auf PC, Smartphone und Router

NordVPN bietet Software für Windows, macOS und Linux, Android, iOS und Android TV sowie Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox.

Darüber hinaus hält der Service Anleitungen zur Nutzung auf weiteren Geräten und Plattformen bereit, darunter Raspberry Pi, Synology NAS, Blackberry und diverse Router.

Die VPN-Nutzung verlangt nicht zwingend nach einer eigenen Software des Anbieters. Diese vereinfacht nur die Einrichtung und Verwaltung der Verbindungen. Im Zweifel steht immer die freie VPN-Software OpenVPN zur Verfügung.

Die wichtigsten Gerätetypen sind bei NordVPN mit eigener Software versorgt und die Anleitungen helfen, ein VPN auch darüber hinaus schnell zum Laufen zu bringen.

Server-Auswahl: Mehr als 5.000 in 62 Ländern

NordVPN verfügt während des Tests über insgesamt 5.242 Server in 62 Ländern. Diese verteilen sich wie folgt:

  • 446 Server in der Region Asien-Pazifik
  • 2.327 in Nord- und Süd-Amerika
  • 2.415 Server in Europa
  • 61 Server in Afrika, Nahost und Indien

Die Anzahl der Länder ist bei anderen zum Teil größer – so deckt etwa ExpressVPN mit seinem Server-Netzwerk ganze 94 Länder ab. Doch für die meisten Nutzer wird die Anzahl und Leistung der Server wichtiger sein als die Anzahl der Länder, da es kaum Anwendungsszenarien gibt, die nach Servern in exotischen Ländern verlangen.

Wie oben erwähnt, könnt ihr in der Software einzelne Länder, aber auch einzelne Server gezielt auswählen. Ebenso habt ihr die freie Auswahl, wenn ihr mit der Option „Double VPN“ zur zusätzlichen Absicherung zwei Server hintereinander schaltet.

NordVPN – Server-Auswahl

Viele verschiedene Server-Kombinationen sind möglich

Wichtiger als die Anzahl der Länder und Server ist, dass die richtigen Länder dabei sind – zum Beispiel die USA für Netflix oder das Vereinigte Königreich für den BBC iPlayer. Ebenso wichtig sind die Übertragungsraten. Diese sehe ich mir im nächsten Abschnitt an.

Geschwindigkeit: Mit Schwankungen ist immer zu rechnen

Ich verwende die Seite wieistmeineip.de, um meine Download- und Upload-Raten ohne und mit VPN-Verbindung zu testen. Meine Übertragungsgeschwindigkeit ohne VPN kommt momentan nicht an die 50.000 Kilobit pro Sekunde heran, die mein Provider als Maximum verspricht, ist aber okay:

NordVPN – Speedtest ohne VPN

Rund 30 Mbit/s im Download ohne VPN

Dann betätige ich in NordVPN die Funktion „Quick connect“, die automatisch den schnellsten Server finden soll. Die Wahl fällt auf einen Server in Deutschland. Im Speedtest ist die Download-Geschwindigkeit deutlich gesunken:

NordVPN – Speedtest Quick Connect Deutschland

Im Download erkennbar langsamer

Für die meisten Zwecke genügt diese Rate aber völlig. Auch der Ping-Wert bleibt relativ niedrig. Was bedeutet das?

Der Ping ist eine Messung der Zeit, die vergeht, bis der Server auf eine Anfrage antwortet. Hier sind es 43 Millisekunden, also weniger als eine Zwanzigstelsekunde. Das fällt in den meisten Situationen nicht ins Gewicht.

Nur wo es auf Sekundenbruchteile ankommt ist ein niedriger Ping wichtig. Das ist zum Beispiel beim Online-Gaming der Fall. Bei schnellen Spielen ist ein Ping unter 50 wünschenswert, besser noch unter 30.

Mein nächster Versuch führt mich in die USA. Der erste Durchgang ist ein Desaster:

NordVPN – Speedtest USA

Eine Download-Rate wie in den 1990ern

Das Problem liegt nicht bei der Speedtest-Seite. Es ist mühsam, mich im Internet zu bewegen, alles dauert ewig. Ich trenne also die Verbindung und stelle sie neu her.

Jetzt ist das Ergebnis besser, aber nicht viel:

NordVPN – Speedtest USA 2

Immer noch bescheiden

Das genügt nicht für hochauflösendes Video-Streaming. Ich werfe einen Blick in die Server-Liste und sehe, dass einige US-Server voll ausgelastet sind:

NordVPN – US-Server-Auslastung

Viele US-Server sind bei 100 % Auslastung

Aber das ist keine gute Erklärung, denn viele andere Server sind nur wenig ausgelastet. Ich verbinde mich gezielt mit einem davon:

NordVPN – US-Server, 5 Prozent

Die meisten Server haben noch freie Kapazitäten

Hier fällt die Download-Rate wieder ab, und zwar auf 1.222 Kilobit pro Sekunde. Die US-Server sind momentan nicht zufriedenstellend.

Ich hatte offenbar einen schlechten Zeitpunkt erwischt, was die USA betrifft. Die niedrigen Übertragungsraten hielten sich für eine ganze Reihe von Tests in Folge, aber eine halbe Stunde später kam ich immerhin auf rund 13.000 Kilobit pro Sekunde im Download. An einem anderen Tag waren es dann 34.000 Kilobit.

Damit hätte dann locker auch ein Netflix-Nachmittag stattfinden können. Schwankungen sind normal.

Schließlich wollte ich noch ein entfernteres und nichtwestliches Land ausprobieren. Auf gut Glück wählte ich Thailand aus. Die Verbindung stand schnell, aber die Übertragungsraten waren bescheiden:

NordVPN – Speedtest Thailand

VPN über Thailand: Hier läuft’s eher langsam

Bei einem weiteren Test an einem anderen Tag waren die Werte noch schlechter. Ihr könnt also nicht bei jedem Land mit erstklassigen Übertragungsraten rechnen – aber wie gesagt, danach besteht in der Regel auch kein Bedarf.

Mobil: Auch hier läuft's rund

Mit der App von NordVPN könnt ihr auch auf mobilen Endgeräten unter Android und iOS VPN-geschützt das Internet nutzen. Ich teste sie unter Android. Nach dem Download bietet euch die App prominent einen 7-tägigen kostenlosen Test an.

Allerdings müsst ihr auch bei Nutzung dieser Option sofort Zahlungsdaten angeben und vor Ablauf der Woche kündigen, wenn ihr nicht wollt, dass NordVPN Geld von euch einzieht.

Die App stellt ebenso wie die Desktop-Software die Weltkarte in den Mittelpunkt und ist auch in der Bedienung sehr ähnlich. So sieht sie aus:

NordVPN – mit der App verbunden

Die App-Startseite zeigt die aktive Verbindung an

Ihr könnt sowohl auf einen Karten-Pin als auch auf einen Server unten in der Liste tippen, um die Verbindung herzustellen. Zum Trennen dient die grüne Schaltfläche mit dem Aus-Symbol neben dem Ländernamen.

Das Einstellungsmenü ist hier etwas sparsamer, doch alles Nötige ist vorhanden. Wenn ihr rundum geschützt sein wollt, empfiehlt es sich, die automatische Verbindung zu aktivieren.

NordVPN – App-Einstellungen

In der Voreinstellung verbindet sich die App nicht automatisch

Wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus? Zuerst wieder die Messung meiner Ausgangssituation ohne VPN:

NordVPN – Speedtest ohne VPN

High-Speed-Internet über WLAN

Dann tippe ich auf „Quick connect“ und die App entscheidet sich für einen Server in Deutschland. Die Übertragungsrate ist sehr gut:

NordVPN – Quick Connect nach Deutschland mit der App

Immer noch schnell unterwegs mit VPN

Zu guter Letzt will ich noch einmal wissen, was die US-Server zu bieten haben, mit denen ich ja schon mal Probleme hatte. Das Ergebnis ist nicht berauschend, aber okay:

NordVPN – App-Speedtest USA

Die Bandbreite mit Smartphone und US-VPN

Die App läuft rund und ist einfach zu bedienen. So könnt ihr bequem euren mobilen Internetverkehr vor Lauschern aller Art schützen.

Ein Detail der Bedienung ist zu beachten: Wenn ein Land ausgewählt ist, bewirkt ein Antippen von „Quick connect“ immer, dass die App den schnellsten Server in diesem Land auswählt.

Wenn euch das Land egal ist und ihr den schnellsten Server weltweit verwenden wollt, müsst ihr erst auf der Karte irgendwo ins Leere tippen, sodass vor dem „Quick connect“ kein Server mehr ausgewählt ist.

Sicherheit: Sehr gut dank diversen Extras

Bei der Sicherheit spielt NordVPN in der ersten Liga. Wer mit wasserdichter Anonymität im Internet unterwegs sein will, hat hier mit Double VPN und Onion over VPN eine zusätzliche Sicherheitsschicht, die bei anderen Anbietern fehlt.

Wie es sich gehört, sind die VPN-Verbindungen stets mit dem sicheren Standard AES-256 verschlüsselt. In den Einstellungen findet ihr einen „Internet Kill Switch“, der auf Wunsch jegliche Internetverbindung außerhalb des VPN verhindert.

Ein weiteres Extra ist die Funktion „CyberSec“, die noch als Beta-Version ausgezeichnet ist. Sie soll gefährliche Websites blockieren, aber auch lästige Werbung unterdrücken.

Letzteres habe ich auf der Website einer großen Zeitung getestet und es hat funktioniert. Mit CyberSec waren die Werbebanner weg, ohne dass eine Aufforderung erschienen wäre, meinen Werbeblocker zu deaktivieren.

Zwei speziellere, potenziell heikle Fragen zur Sicherheit habe ich an den Support gerichtet:

  1. Wie verträgt sich die Begrenzung der gleichzeitig mit dem VPN genutzten Geräte mit dem Versprechen, Verbindungen nicht zu protokollieren?
  2. Verwendet NordVPN eigene Server oder angemietete?

Die Antwort kam innerhalb eines Tages. Zu 1.: Ihr könnt NordVPN auf bis zu sechs Geräten gleichzeitig nutzen, aber auf beliebig vielen Geräten nacheinander. NordVPN muss also keine Informationen über eure Geräte speichern.

Stattdessen zählt die Plattform, wie viele Geräte zu jeder Zeit unter einem bestimmten Nutzernamen angemeldet sind. Das sei alles. Nach Beendigung jeder Verbindung blieben von ihr keine Datenspuren zurück.

Zu 2.: Sowohl als auch. Die gemieteten Server würden allerdings von NordVPN konfiguriert und verwaltet.

Das überrascht nicht, denn es ist unrealistisch, dass es sich für einen VPN-Anbieter rechnen würde, überall auf der Welt eigene Serverfarmen in eigenen Räumen mit eigenem Personal zu betreiben.

Außerdem ist nicht eindeutig, dass eigene Server unbedingt das bessere Szenario wären. Beim Anmieten vollständiger Server kann der Mieter exklusive Zugriffsrechte haben. Zugleich ist er als Mieter aus dem Ausland für Behörden weniger greifbar, als wenn er eigene Räume und Technik im Inland unterhielte.

Support: Leider nur auf English

Leider ist NordVPN nur unvollständig eingedeutscht. Die Software ist auf Englisch und das Hilfecenter auch. Davon abgesehen sind die Hilfetexte gut. Ihr könnt in verschiedenen Kategorien stöbern oder die Stichwortsuche verwenden, die schnell und treffsicher funktioniert.

Die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme findet ihr etwas versteckt nicht unter „Help center“, „Häufige Fragen“ oder „Anleitungen“, sondern unter „Contact us“. Dort könnt ihr eine E-Mail an das Team von NordVPN schreiben oder den Live-Chat nutzen.

NordVPN – Support kontaktieren

Die Kontaktmöglichkeiten von NordVPN

Mit dem Chat habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Ich war auf das Problem gestoßen, dass ich keine Links mehr öffnen konnte, die den URL-Shortener j.mp verwenden. Der Support-Mitarbeiter vermutete sofort, dass dies an „CyberSec“ liegen könnte, da die Funktion noch in der Beta-Phase sei und manchmal Seiten irrtümlich als schädlich einstuft.

NordVPN – Live-Chat

Kompetente und freundliche Beantwortung meiner Fragen im Live-Chat

Das hat das Problem gelöst. Ein weiteres Mal habe ich den Chat geöffnet, als ich wissen wollte, wofür die Prozentzahlen in den Server-Listen stehen. Auch hier kam die Antwort schnell: für die Auslastung. Kompetent und freundlich.

Meine E-Mail-Anfrage zu Nutzerkonten, Logging und angemieteten Servern habe ich oben schon erwähnt. Die Antwort war zufriedenstellend und kam innerhalb eines Tages.

Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis: Guter Service, fairer Preis

NordVPN gehört zu den meistgenutzten und auch am häufigsten empfohlenen VPN-Diensten auf dem Markt. Dementsprechend könnt ihr hier neben hohen Sicherheitsstandards auch eine angenehme, leicht zu bedienende Benutzeroberfläche erwarten.

VORTEILE

  • Leicht zu bedienen
  • Zusätzliche Sicherheitsfunktionen
  • Günstige Drei-Jahres-Abonnements
  • Schneller Support per Live-Chat
  • Keine Speicherung von Nutzungsdaten

NACHTEILE

  • Größtenteils nur auf Englisch
  • Test nur mit Angabe von Zahlungsdaten

NordVPN

2,99 USD pro Monat (bei 3-Jahres-Abo)

Mit einem Drei-Jahres-Abonnement kostet NordVPN nur 2,62 Euro im Monat, was so gut wie nichts ist und die meisten Konkurrenten unterbietet. Auch die 3,50 Euro, die das zweijährige Abonnement im Monat kostet, sind ausgesprochen günstig. Eine Festlegung für diesen Zeitraum ist daher zu empfehlen. Die 30-tägige Geld-Zurück-Garantie genügt für ausgiebiges Testen.

Von Vorteil ist, der englischen Sprache mächtig zu sein, denn die Software und das Hilfecenter sind ganz auf Englisch gehalten. Die fehlende Übersetzung ist ein kleines Minus bei der Benutzerfreundlichkeit.

Außerdem ist das Design der Software um die Weltkarte herum Geschmackssache. Mich überzeugt es nicht. Auf die Karte zu klicken ist nicht bequemer, als das Land aus einer Liste zu wählen, zumal es in Europa sehr eng wird. Hier müsst ihr erst hineinzoomen, um unterscheiden zu können, zu welchem Land die einzelnen Pins gehören.

Da gefallen mir die Konkurrenten mit den kleineren, minimalistischen Benutzeroberflächen besser. In erster Linie denke ich an ExpressVPN. Dort geht es nicht nur aufgeräumter zu, sondern auch die Herstellung der Verbindung und Datenübertragung sind deutlich flotter.

Technisch ist der Konkurrent ebenfalls auf hohem Niveau – und einer von wenigen, mit denen noch Netflix-Streaming möglich ist. Doch auch NordVPN ist unbedingt eine Empfehlung wert – und im Zwei- oder Drei-Jahres-Abo vor allem preislich attraktiv.

Provider Screenshot

Produktdaten

Anbieter Websitewww.nordvpn.com
Firmensitz und ServerstandortPanama
Aktiv seit2012
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN (Windows, Android), IKEv2/IPsec (macOS, iOS)
Unterstützte BetriebssystememacOS, Windows, Linux, Android TV, Raspberry Pi, Synology NAS, diverse Router
Handy Apps (Android, iOS)
Geräteanzahl pro AccountMax. 6
ServerstandorteÜber 5.000 Server in 62 Ländern
Eigene Server
Logfiles
ZahlungsmethodenKreditkarte, Sofortüberweisung, Bitcoin
SupportLive-Chat, E-Mail
Besonderheiten„Double VPN“, Onion over VPN, „CyberSec“ gegen Malware, Phishing & Werbung

NordVPN Alternativen


4 Kommentare


R.F. 9. September 2018 um 20:04

Muß man beim kauf Deutschland als Herkunftsland angeben oder geht auch ein anderes Land um die Mehrwertstuer zu sparen ?

Antworten

Sven Oliver 21. Januar 2019 um 23:44

Realistisch bekomme ich mit NORD VPN via Software am PC noch ca. 20% Speed (50Mb/s statt 250Mb/S).
Direkt im ASUS Router installiert sind es dann gerade mal nur noch 10Mb/s statt 250Mb/s.

Amazon Prime Video und Netflix sind inzwischen gesperrt.
Schade, denn nur dafür hatte ich es gebucht 🙁

Antworten

Birgitta 2. März 2019 um 07:58

Ich habe Nordvpn auf iPhone und iPad installiert, aber auf dem Macbook lässt sich das Programm nicht installieren. Das sollte man bei einer Bewertung berücksichtigen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Programm vielleicht nicht gekauft.

Antworten

Sebastian 10. März 2019 um 18:23

Hm, eigentlich gehört eine Version für macOS ja durchaus zum Angebot: Download. Klappt das nicht? Im Zweifel mal den Support kontaktieren, und im Notfall kann man innerhalb von 30 Tagen nach Kauf das Geld zurückfordern.

Beste Grüße
Sebastian

Antworten

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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