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CyberGhost Test

CyberGhost Test
Erstklassige VPN-Lösung mit charmanter Benutzeroberfläche.

Tarife ab:

2,45 €

pro Monat (im 3-Jahres-Abo für 88 €)
Produktkategorie
Anbieter Websitewww.cyberghostvpn.com
Aktiv seit2011
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro Account7
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, L2TP, IPSec, PPTP
Serverstandorte3.115 Server in 60 Ländern

Author

Im Zuge seiner ausführlichen Tests für Sonntagmorgen ist Sebastian schon zum Experten für Cloud-Speicher, Passwort-Manager und Video-Streaming geworden. Dazu passt nichts besser als die sichere Datenübertragung per VPN. Auch hier hat Sebastian für uns die besten und interessantesten Anbieter gründlich getestet. Sebastian

Der ungarische VPN-Anbieter CyberGhost hat im Jahr 2018 die Benutzeroberfläche seiner Software überarbeitet – und das Ergebnis ist gelungen. Jetzt sind die starken Funktionen des Dienstes auch noch attraktiv verpackt und leicht zu bedienen. Damit wird CyberGhost zu einer klaren Empfehlung.

Hier habt ihr Zugriff auf Tausende Server in 60 Ländern, darunter solche, die für gängige Streaming-Plattformen wie Netflix oder für Datenübertragungen per Torrent optimiert sind. Euer VPN-Traffic ist mit starkem AES-256 verschlüsselt und CyberGhost pflegt keine Log-Dateien, sodass sich im Nachhinein nicht ermitteln lässt, wozu ihr die VPN-Verbindung genutzt habt.

Ein kostenloses Angebot für Gelegenheitsnutzer gibt es hier nicht – aber immerhin eine 45-tägige Geld-zurück-Garantie, sodass ihr die Lösung ausgiebig testen könnt. Wenn ihr damit zufrieden seid, profitiert ihr bei Vertragslaufzeiten bis zu drei Jahren von sehr günstigen Preisen. Wer also nach einer guten langfristigen VPN-Lösung sucht, sollte sich CyberGhost genauer ansehen.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Gesamtbewertung

90%

"Erstklassige VPN-Lösung mit charmanter Benutzeroberfläche."

Benutzerfreundlichkeit
95%
Exzellent
Funktionen
95%
Exzellent
Geräteunterstützung
90%
Sehr gut
Server-Auswahl
95%
Exzellent
Geschwindigkeit
85%
Sehr gut
Sicherheit
95%
Exzellent
Support
75%
Gut
Preis/Leistung
90%
Sehr gut

CyberGhost VPN Test 2019: Sicher und benutzerfreundlich

CyberGhost ist ein VPN-Dienst mit Sitz in Ungarn, der eine ansprechende und angenehm einfache Benutzeroberfläche mit einem großen Funktionsumfang verbindet.

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2,45 € pro Monat (im 3-Jahres-Abo für 88 €)

Direkte und vergleichbare Konkurrenten sind NordVPN und ExpressVPN, wobei letzterer besonders hochwertig ist, sich dies aber auch bezahlen lässt. Einen breiten Überblick des Angebotes auf dem Markt erhaltet ihr in unserem VPN-Anbieter Test 2019.

VORTEILE

  • Leichte Bedienung
  • Viele Server, auch für Streaming
  • Starke Verschlüsselung
  • Keine Log-Dateien
  • Geld-zurück-Garantie

NACHTEILE

  • Erst bei langen Vertragslaufzeiten günstig
  • Keine kostenlose Version

Nun aber hinein ins Vergnügen. Was kann CyberGhost?

Pakete und Kosten: Je länger, desto günstiger

Wie andere VPN-Anbieter lässt auch CyberGhost an der Preisstruktur erkennen, dass vor allem solche Nutzer willkommen sind, die nach einer langfristigen Lösung suchen.

Ein Angebot zum kostenlosen Testen ist fast nicht vorhanden und der Vertrag für einen Monat kostet stattliche 12,99 Euro. Im Jahresabo für 63,00 Euro sinkt der Monatspreis auf 5,25 Euro. Hinzu kommen immer wieder zeitlich begrenzte Sonderangebote.

CyberGhost Kostentabelle auf Webseite

Im März 2019 lockt CyberGhost mit einem 3-Jahres-Abo für 88 €, was umgerechnet 2,45 € pro Monat entspricht

Das Ein-Monats-Paket dürfte nur in Ausnahmefällen in Frage kommen – zum Beispiel, wenn ihr den Zugang nur für eine bestimmte Auslandsreise verwenden wollt. Wer regelmäßig Bedarf nach einem VPN hat, wird mindestens zum Jahresvertrag greifen.

Aber wird euch CyberGhost so gut gefallen, dass ihr dem Dienst so lange treu bleiben wollt? Um solche naheliegenden Zweifel zu zerstreuen, bietet der Service eine großzügige Geld-zurück-Garantie.

Wenn ihr mindestens ein Jahr bucht, habt ihr 45 Tage Zeit, den Service eingehend zu studieren und es euch notfalls anders zu überlegen. Beim Ein-Monats-Paket beträgt die Frist immerhin 14 Tage.

Ausgiebiges und risikofreies Testen ist also möglich: Ihr müsst allerdings zur Anmeldung Zahlungsdaten angeben, ein Paket auswählen und so finanziell in Vorleistung gehen. Kostenlose Tests gibt es nur für 24 Stunden auf Android- und für sieben Tage auf iOS-Geräten.

Erfreulich sind die vielen Zahlungsmöglichkeiten, die von PayPal über Kreditkarte, SEPA-Einzugsermächtigung und Sofortüberweisung bis zur Kryptowährung Bitcoin reichen. Wer die richtigen Vorkehrungen trifft, kann somit auch dem Anbieter gegenüber anonym bleiben.

Benutzerfreundlichkeit: Einschalten und los

CyberGhost bietet euch eine Software bzw. App zum Download an, die eure VPN-Verbindung herstellt und verwaltet. Das Verhältnis zwischen Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang ist ideal: Ihr könnt viele Einstellungen vornehmen, müsst es aber nicht.

Die Oberfläche ist so gestaltet, dass ihr im alltäglichen Einsatz der Software nur einen Ein-Aus-Schalter betätigen müsst, der nicht zu übersehen ist. So stellt sich dies bei der App auf meinem Android-Gerät dar:

CyberGhost App

Schiebeschalter betätigen und los geht’s

Angenehm ist, dass die Desktop-Software genau das gleiche Erscheinungsbild abgibt:

CyberGhost Desktop

Vertrautes Bild auf allen Geräten

Auf dem Desktop klickt ihr einfach auf den Schalter in der Mitte, auf dem Smartphone schiebt ihr ihn nach rechts, um eine VPN-Verbindung herzustellen. Wie etwas weiter unten zu sehen ist, wählt CyberGhost automatisch den aktuell schnellsten Server aus.

Während meiner Tests war das meistens ein Server in Frankfurt. Wenn ihr spezielle Wünsche habt, um beispielsweise mit einer IP-Adresse aus einem bestimmten Land unterwegs zu sein, könnt ihr hier nach einem geeigneten Server suchen.

Zunächst unterbreitet euch die Software einige naheliegende Vorschläge:

CyberGhost Serverauswahl

Bevorzugt ihr ein bestimmtes Land oder wollt ihr streamen?

Anhand der Auswahloption ganz unten könnt ihr euch darüber hinaus die gesamte Serverliste anzeigen lassen.

CyberGhost alle Server

Server aus allen Erdteilen zur Auswahl

Mit Stand März 2019 verfügt CyberGhost über 3.675 Server in 60 Ländern.

Wie ihr an dem gelben Sternchen seht, ist Deutschland als Favorit ausgewählt. Deshalb erschien das Land oben zusammen mit Frankreich und den USA im Menü. Indem ihr eigene Favoriten festlegt, habt ihr künftig also leichteren Zugriff auf die Server eurer Wahl.

Ihr könnt nach der Installation sofort mit CyberGhost loslegen, es ist keine Konfiguration nötig. Wenn ihr euch mit Hilfe des großen Schalters verbindet, läuft euer Internetverkehr ausschließlich über den ausgewählten Server von CyberGhost.

So erhalten andere Computer, mit denen ihr kommuniziert, auch nur die IP-Adresse dieses CyberGhost-Servers. Da der Anbieter nicht protokolliert, welche Daten ihr durch das VPN sendet und empfangt, kann er dies auch keiner Behörde mitteilen. Ebensowenig können Hacker die Daten stehlen.

Die Benutzerfreundlichkeit von CyberGhost ist top und das Design ansprechend. Darüber hinaus bietet der Service eine ganze Reihe von Konfigurationsmöglichkeiten. Hierzu erfahrt ihr im folgenden Abschnitt mehr.

Funktionen: Viele Server, differenzierte Einstellungsoptionen

Im Screenshot mit der Serverliste haben wir oben schon gesehen, dass sich das schmale Fensterchen ausklappen lässt und dann zu einer vollen Benutzeroberfläche heranwächst. Sehen wir uns die Funktionen einmal genauer an, die ihr dort vorfindet.

CyberGhost Menue

Smarte Regeln und weitere Einstellungen

Die oberen vier Menüpunkte sind Listen nach verschiedenen Kriterien ausgewählter VPN-Server: eure Favoriten, die Gesamtliste und Server für Torrents sowie für Streams. Letzteres meint Video-Plattformen wie Netflix, Sky, Hulu und YouTube.

Auf dem Smartphone habt ihr ganz ähnlichen Zugriff auf die Serverliste. Hier entfällt allerdings die Kategorie „Torrents“.

CyberGhost App Serverliste

Auf der App findet sich alles schnell wieder

Einstellungen

Der Punkt „Verbindungsfunktionen” bietet einige Datenschutz-Werkzeuge für die Internet-Nutzung per Browser: darunter ein Werbeblocker, ein Warnsystem für schädliche Webseiten, einen Tracker-Blocker und eine automatische Weiterleitung auf die sicheren HTTPS-Versionen besuchter Webseiten.

Außerdem könnt ihr hier eine Datenkompression einschalten. Das hat wenig mit Datenschutz zu tun, kann aber nützlich sein, um langsame VPN-Verbindungen zu beschleunigen.

Die im Screenshot geöffneten „Smart Rules“ drehen sich um das Verhalten von CyberGhost bei der Herstellung von Verbindungen. Hier könnt ihr festlegen, dass die Software beim Systemstart sofort eine VPN-Verbindung aufbaut, sodass ihr noch nicht einmal den Power-Knopf drücken müsst.

Außerdem könnt ihr hier einstellen, wie sich die Software bei unbekannten WLAN-Netzen verhalten soll – zur Auswahl stehen:

  • Nie schützen
  • Nachfragen
  • Immer verbinden
  • VPN trennen

Darüber hinaus könnt ihr das Verhalten für jedes registrierte WLAN individuell festlegen.

Der dritte Reiter „Ausnahmen“ ist praktisch, wenn bestimmte Vorgänge nicht über VPN funktionieren oder ihr bestimmte Seiten ohne VPN aufsuchen wollt. In diesem Fall legt ihr für den betreffenden Server eine Ausnahme fest und könnt wie gewünscht weiterarbeiten, ohne die VPN-Verbindung trennen zu müssen.

Unter „Mein Konto“ könnt ihr euch aus der Software ausloggen sowie per Button eure Kontenverwaltung auf der Website von CyberGhost aufsuchen. Hier lassen sich die Einstellungen für euer Abonnement verändern, registrierte Geräte entfernen und Support-Anfragen stellen.

CyberGhost kann auf sieben Geräten gleichzeitig installiert und aktiv sein. Daher ist es nützlich, früher hinzugefügte Geräte entfernen zu können, wenn neue dazukommen.

Unter „Einstellungen” findet ihr schließlich noch einige Optionen zu Netzwerkprotokollen und Ähnlichem, die euch nur interessieren dürften, wenn ihr etwas von Netzwerktechnik versteht.

CyberGhost Einstellungen

VPN-Einstellungen, die sich auf Schnelligkeit und Sicherheit auswirken

Für die meisten Benutzer sind die Voreinstellungen von CyberGhost optimal. Bei dem genutzten VPN-Protokoll beispielsweise wählt die Software automatisch die sicherste Möglichkeit: OpenVPN. Andere Protokolle kommen nur dann ins Spiel, wenn es in einer bestimmten Netzwerkumgebung nicht anders geht. Bei normaler Internet-Nutzung inklusive Streaming und Torrent-Übertragungen sollte das kein Problem sein.

Streaming

Neben Datenschutz und Anonymität gehört die Überwindung von Barrieren beim Video-Streaming zu den Hauptaufgaben eines VPN. Aus rechtlichen und kommerziellen Gründen sind Videos häufig nur in bestimmten geographischen Gebieten abrufbar.

Hier sind VPNs eine elegante Lösung. Wenn ein Video-Server seine Inhalte nur an Orte innerhalb der USA ausliefert, verbindet ihr euch einfach mit einem US-Server eures VPN-Dienstes, um diese Videos abzurufen. Für die Video-Plattform erscheint es dann so, als befändet ihr euch im Land.

Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das funktioniert:

  1. Euer VPN-Anbieter muss über Server in dem Land verfügen, aus dem eure Anfrage dem Anschein nach kommen soll.
  2. Der betreffende VPN-Server muss genug Kapazität haben, um den Datenstrom durch sein Netzwerk zu leiten. Grundsätzlich ist damit zu rechnen, dass die Daten im VPN etwas langsamer fließen.
  3. Der Server des VPN-Anbieters darf nicht auf der Video-Plattform gesperrt sein.

Letzteres kann passieren, weil durch ein VPN die Geschäftsbedingungen der Video-Plattformen ausgehebelt werden, was dort nicht gut ankommt. Ist eine IP-Adresse einmal als zu einem VPN-Anbieter gehörig erkannt, kann selbst die beste Online-Videothek oder der beste Streaming-Dienst sie einfach sperren.

CyberGhost unterhält VPN-Server, die gezielt für die Nutzung bestimmter Streaming-Plattformen optimiert sind. Das Menü der Server-Auswahl, das oben auf einem Screenshot im Abschnitt zur Benutzerfreundlichkeit zu sehen war, enthält als Favoriten einen US-Server für Netflix und einen im Vereinigten Königreich für das Streaming-Angebot iPlayer der BBC.

Über den entsprechenden Punkt im Hauptmenü könnt ihr alle Server auflisten, die für bestimmte Streaming-Plattformen optimiert sind:

CyberGhost Server fuer Streams

Spezielle Server für viele Streaming-Plattformen

Mit der Suchfunktion oben links könnt ihr die Liste nach Bedarf filtern. Das funktioniert sowohl mit Ländernamen als auch mit Anbietern. Für Netflix sind beispielsweise Server in den USA, in Deutschland, im Vereinigten Königreich und in Frankreich verfügbar:

CyberGhost Server Suche

Der Suchfilter ist gut und schnell

Mit CyberGhost könnt ihr also von überall aus Netflix-Videos schauen, die regulär nur in bestimmten Ländern verfügbar sind. Die USA sind hier die interessanteste Option, da von dort die meisten Inhalte stammen. Mit VPN habt ihr daher eine größere Auswahl und bekommt neue Produktionen zum Teil früher zu sehen.

Ich habe das Streaming über VPN mit BBC iPlayer ausprobiert. Auf der Homepage war gerade der vierte Indiana-Jones-Film im Angebot. Ich klickte ihn an und musste zunächst einmal ein Nutzerkonto erstellen. Das ging problemlos – wobei ich ein wenig schummeln und eine britische Postleitzahl eingeben musste.

Nach erfolgreicher Registrierung erhielt ich folgende Meldung:

CyberGhost not available

Spielverderber Geoblocking in Aktion

Wie erwartet. Anhand meiner IP-Adresse bin ich als Nutzer aus Deutschland erkennbar und die Plattform blockt meine Anfrage, weil sie nicht das Recht hat, die Inhalte in Deutschland zu verbreiten.

Ich wählte also bei CyberGhost den für iPlayer optimierten britischen Server aus, klickte den Power-Knopf, die iPlayer-Seite im Browser und siehe da:

CyberGhost BBC iPlayer

Dank VPN kann ich den Film sehen

Der Film startete schnell und problemlos. Die Bandbreite reichte ebenfalls aus, es gab keine Ruckler. Netflix habe ich ebenfalls getestet und konnte ohne Probleme Filme sehen, die sonst nur für Nutzer in den USA zur Verfügung stehen. Prima!

Das ist allerdings keine Garantie für die Zukunft. Die Video-Plattformen rüsten immer wieder nach, um VPN-Nutzer auszuschließen. Darauf müssen die VPN-Anbieter erst reagieren, um den Zugriff wieder zu ermöglichen. Manchmal führt es zu Ziel, der Reihe nach ein paar Server im gewünschten Land auszuprobieren, wenn es mit dem ersten nicht klappt.

Geräteunterstützung: Mit CyberGhost-Software oder ohne?

CyberGhost gibt es als Software bzw. App für Windows, macOS, Android, iOS und Fire TV Stick von Amazon. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich durch eine Drittsoftware mit einem VPN-Server zu verbinden. Dies ist im Grunde eine simple Netzwerk-Aufgabe, die nicht viel an Software erfordert.

Daher könnt ihr CyberGhost auch auf einem Router, einem Raspberry Pi, einem netzgebundenen Speicher (NAS) von Synology, einem Satelliten-Receiver VU+ Solo 2 und Geräten mit dem Betriebssystem Chrome OS einsetzen.

Serverauswahl: Mehr als genug

Mit CyberGhost habt ihr Zugriff auf 3.675 Server in 60 Ländern. Das ist eine Menge. Natürlich sind alle entwickelten Länder dabei, aus denen mit Abstand die meisten Internet-Inhalte stammen. Geoblocking ist damit kein Problem mehr.

Sollte es euch mehr um Anonymität als um Geoblocking gehen, ist die Server-Auswahl ebenfalls üppig. Hier ist es fast egal, in welchem Land ein Server steht, denn CyberGhost protokolliert den VPN-Datenverkehr nicht. Daher können keine Informationen über euer Nutzungsverhalten in falsche Hände geraten.

Im Zweifel wählt ihr am besten ein Land mit hohen Datenschutzstandards, beispielsweise die Schweiz.

Geschwindigkeit: Langsamer als ohne, aber ausreichend

Ich habe meine Übertragungsgeschwindigkeit in beiden Richtungen ohne VPN sowie mit VPN-Servern in verschiedenen Ländern gemessen.

Zuerst die Messung ohne VPN, um nachher sehen zu können, wie stark das VPN bremst. Zum Zeitpunkt des Testens kam ich auf gut 31 Megabit pro Sekunde Download- und 9 Megabit pro Sekunde Upload-Geschwindigkeit.

CyberGhost Speedtest ohne VPN

Meine Werte ohne VPN-Verbindung

Mit der Voreinstellung „Bester Server-Standort” kam ich meist bei einem Server in Frankfurt am Main heraus. Dieser lieferte mir ein recht ernüchterndes Ergebnis:

CyberGhost Speedtest bester Server

Viel Geschwindigkeit bleibt auf der Strecke

Ich gab CyberGhost eine zweite Chance und wiederholte den Speedtest. Jetzt waren die Werte besser:

CyberGhost Speedtest bester Server 2

Das zweite Ergebnis war recht ordentlich

Damit kann man schon gut arbeiten. Und wir sind ja heutzutage verwöhnt, aber für die meisten Zwecke genügen auch die knapp 5 Megabit pro Sekunde des ersten Durchgangs – einschließlich Video-Streaming.

Nun verband ich mich mit einem Server in den USA und führte wiederum einen Speedtest durch. Das Ergebnis war respektabel:

CyberGhost Speedtest USA

Die Geschwindigkeit durch einen VPN-Tunnel in die USA

Als letztes probierte ich es noch mit Malaysia. Hier gibt es nur einen Server und die Verbindung ist recht langsam. Beim ersten Versuch fühlte ich mich mit 24 Kilobit pro Sekunde Download-Geschwindigkeit in die 90er Jahre zurückversetzt, beim zweiten kam ich auf 696 Kilobit pro Sekunde. Außerdem dauerte es recht lange, die Verbindung herzustellen.

Das würde mich jetzt aber nicht stören, da es wohl wenige Situationen gibt, in denen es unbedingt Malaysia sein muss. Wenn ihr spezielle Anforderungen dieser Art habt, empfehle ich euch, es einfach zu testen und von der Geld-zurück-Garantie Gebrauch zu machen. Das Gleiche gilt, wenn ihr das VPN für Online-Gaming nutzen wollt, denn wie ihr oben seht, ist die Latenz teilweise recht hoch.

Mobil: Ähnliches Erscheinungsbild, gute Geschwindigkeiten

Anschließend habe ich noch einige Speedtests mit CyberGhost auf dem Smartphone durchgeführt, um genau zu sein: auf meinem Samsung Galaxy S8 mit Android 8. Die Daten kommen durchs WLAN. Zunächst hier das Ergebnis ohne VPN:

CyberGhost App ohne VPN

Die Geschwindigkeit mit dem Smartphone ist ähnlich wie auf dem Desktop

Nun schalte ich das VPN ein, wobei ich die Voreinstellung übernehme, automatisch eine Verbindung mit dem aktuell schnellsten Server herzustellen. Wieder steht dieser in Frankfurt. Hier das Ergebnis:

CyberGhost App bester Server

Deutlich weniger, aber ausreichend: die Übertragungsgeschwindigkeit mit VPN

Als Drittes wähle ich nach dem Zufallsprinzip einen Server in Buenos Aires, Argentinien. Hier fällt die Download-Geschwindigkeit noch einmal ein Stück ab.

CyberGhost App Argentinien

Meine Bandbreite mit argentinischem VPN-Server

Es ist auffällig, dass häufig die Geschwindigkeit im Upload höher ist als im Download. Doch nicht nur das, ich erreiche sogar Upload-Raten, die mein Anschluss normalerweise gar nicht hat. Auf einer Hilfeseite zur Verbindungsgeschwindigkeit gibt CyberGhost an, dass dies an einer Datenkomprimierung liegt, die der Dienst verwendet.

Ich habe beim Support angefragt, ob denn nicht dieselbe Komprimierung beim Download wirksam ist bzw. warum nicht. Leider kam die Antwort darauf erst nach zehn Tagen und verfehlte das Thema. Dazu mehr im Abschnitt „Support“.

Davon abgesehen habe ich mich vergewissert, dass die Tarnung funktioniert:

CyberGhost App IP Argentinien

Für den Server kommt meine Anfrage aus Argentinien

So fühlt man sich online doch gleich sicherer.

Sicherheit: AES-256-Verschlüsselung und keine Log-Dateien

Bei der Sicherheit steht CyberGhost sehr gut da. Alle VPN-Verbindungen sind mit 256-Bit-AES verschlüsselt, was der höchste gängige Standard ist. In den Einstellungen der Software könnt ihr festlegen, dass sich euer Rechner oder mobiles Endgerät automatisch verbindet und überhaupt nicht mehr ohne VPN ins Netz geht.

Ein automatischer Notschalter kappt sofort die Netzverbindung, wenn das VPN gestört sein sollte, sodass eure IP-Adresse und Identität geschützt bleibt. CyberGhost garantiert, keine Log-Dateien zu führen.

Das heißt, es existieren keinerlei Aufzeichnungen darüber, welche Daten durch eure VPN-Verbindung gelaufen sind. Die Gegenseite weiß dies natürlich, also der Server, von dem ihr Daten übertragen habt. Doch diese Gegenseite hat von euch nur eine IP-Adresse, die zu CyberGhost gehört.

CyberGhost beherrscht die gängigen Protokolle OpenVPN, L2TP, IPSec und PPTP. Da OpenVPN hiervon das sicherste ist, greift die Software nur auf die anderen zurück, wenn dies unausweichlich ist.

Wer das Maximum an Sicherheit herausholen will, kann sich für einen Aufpreis Zugriff auf spezielle „NoSpy-Server“ verschaffen. Diese verfügen über zusätzliche Absicherung und stehen außerhalb der „14-Eyes“-Länder.

Dieser Ausdruck steht für eine Gruppe von Ländern, die auf geheimdienstlicher Ebene zusammenarbeiten und im Rahmen dieser Zusammenarbeit auch den Datenverkehr im Internet überwachen. Es handelt sich dabei um:

  • Australien
  • Kanada
  • Neuseeland
  • Vereinigtes Königreich
  • Vereinigte Staaten
  • Dänemark
  • Frankreich

  • Niederlande
  • Norwegen
  • Deutschland
  • Belgien
  • Italien
  • Schweden
  • Spanien

Support: Hilfecenter, E-Mail-Formular und Chat

CyberGhost verfügt über ein recht umfangreiches Hilfecenter. Die einzelnen Themen und Antworten sind sowohl anhand von Kategorien als auch mittels einer Stichwortsuche zugänglich. Die Inhalte sind auch in deutscher Sprache gut und verständlich aufbereitet.

Technische Probleme hatte ich beim Testen keine, aber ein paar Details der Software und der Preisgestaltung blieben mir unklar. Daher habe ich per E-Mail-Formular an einem Tag mehrere Support-Anfragen gestellt. Die Antworten kamen erst nach zehn Tagen bis zwei Wochen.

Sie enthielten einen Hinweis, dass der Support zur Beantwortung eine Übersetzungssoftware verwendet hat. Das erklärt das holprige Deutsch dieser Antworten, und ebenso, warum eine meiner Fragen offenbar nicht richtig angekommen war.

Ich wollte wissen, warum CyberGhost laut Hilfe nur den Upload-, nicht den Download-Traffic komprimiert (siehe Abschnitt „Geschwindigkeit“ oben). Das war mir aufgefallen, weil die Upload-Raten so auffällig schnell waren.

Die Antwort enthielt zunächst allgemeine Ausführungen darüber, dass die Geschwindigkeit von vielen Faktoren abhängt. Darauf folgten Screenshots von Einstellungen, die ich in der CyberGhost-Software vornehmen sollte, und eine Anleitung für einen Speedtest. Dessen Ergebnisse bat mich der Mitarbeiter meiner Antwort beizufügen.

Das geht auf der einen Seite ein wenig an meiner Frage vorbei. Andererseits war die Antwort freundlich, ausführlich und zuvorkommend. Darin steckte sogar mehr Mühe, als notwendig gewesen wäre, da meine Frage nur auf eine allgemeine Auskunft zielte.

Nicht zu vergessen, dass die Antwort mit einer Entschuldigung für die Verzögerung begann, was darauf hindeutet, dass diese langsame Bearbeitung nicht die Regel ist.

CyberGhost Hilfecenter Website - Anfrage-Formular

Über die Website kann man ein Online-Formular an den CyberGhost-Support schicken

Dies bestätigte sich in späteren Versuchen. Zwei Wochen nach dem ersten Support-Testballon schickte ich noch einmal eine Anfrage, die binnen 24 Stunden beantwortet wurde. Noch einmal einige Wochen später fragte ich direkt, wie lang die durchschnittliche Bearbeitungszeit ist und welche Sprachen die Support-Mitarbeiter beherrschen.

Wieder kam eine Antwort innerhalb von 24 Stunden. Es war eine Maschinenübersetzung, die aber freundlich und zufriedenstellend beide Fragen beantwortete. Die durchschnittliche Antwortzeit bezifferte sie auf zwei bis drei Tage. Was die Sprachen betrifft: Alle Support-Mitarbeiter sprechen Englisch, aber nur manche Deutsch.

Für die Verzögerung bei meinen ersten Anfragen gibt es Punktabzug. Doch die Nachrichten, die ich bekam, waren freundlich und kompetent. Meinem Eindruck nach steht dahinter ein aufrichtiges Bemühen, zu helfen und einen guten Service zu bieten. Das macht einen Teil des Abzugs wieder wett.

Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis: Laufzeitverträge lohnen sich

CyberGhost ist ein VPN-Service, der sich sehen lassen kann – im Wortsinn wie im übertragenen Sinn. Seit der Überarbeitung der Benutzeroberfläche im Jahr 2018 ist diese ebenso elegant wie einfach. Ihr müsst nur einen Button anklicken oder -tippen und könnt sofort geschützt ins Netz starten. Feineinstellungen sind möglich, aber nicht verpflichtend.

VORTEILE

  • Leichte Bedienung
  • Viele Server, auch für Streaming
  • Starke Verschlüsselung
  • Keine Log-Dateien
  • Geld-zurück-Garantie

NACHTEILE

  • Erst bei langen Vertragslaufzeiten günstig
  • Keine kostenlose Version

CyberGhost

2,45 € pro Monat (im 3-Jahres-Abo für 88 €)

Auch unter dem Sicherheitsaspekt spielt CyberGhost in der ersten Liga. AES-256-Verschlüsselung, keine Log-Dateien und eigene Server sind hier die wichtigsten Stichworte.

Mit dem Support habe ich gemischte Erfahrungen gemacht. Das Hilfecenter ist in Ordnung, aber leider erhielt ich auf mehrere Anfragen erst nach zehn Tagen bis zwei Wochen eine Antwort. Zu zwei verschiedenen späteren Zeitpunkten kamen die Antworten allerdings binnen 24 Stunden, und alle waren freundlich, engagiert und kompetent.

Wie sind die Preise einzuordnen? Wie bei den anderen Anbietern ist der einzelne Monat preislich wenig attraktiv und nur als vorübergehende Lösung sinnvoll. Der Jahrespreis ist relativ günstig. Hinzu kommen gelegentlich Sonderangebote wie ein Drei-Jahres-Abo für 2,45 Euro im Monat. Das ist preislich unschlagbar.

Wenn es auf den Euro nicht ankommt, seht euch auch ExpressVPN und NordVPN an. Diese sind bei Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Schnelligkeit die besten Anbieter auf dem Markt, wobei ExpressVPN unter diesen beiden vorne liegt.

Mit diesem rundum gelungenen Produkt habt ihr erfahrungsgemäß auch die besten Chancen, jederzeit US-Netflix schauen zu können.

Provider Screenshot

Produktdaten

Anbieter Websitewww.cyberghostvpn.com
Aktiv seit2011
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, L2TP, IPSec, PPTP
Unterstützte BetriebssystemeWindows, macOS, Linux, Amazon Fire Stick, Router, Raspberry Pi, Synology NAS, VU+ Solo 2, Chrome OS
Handy Apps (Android, iOS)
Geräteanzahl pro Account7
Serverstandorte3.115 Server in 60 Ländern
Eigene Server
Logfiles
ZahlungsmethodenPayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, SEPA-Überweisung/-Lastschrift, Bitcoin
SupportHilfecenter, Chat, E-Mail
BesonderheitenUnterstützung diverser Router und NAS-Systeme

CyberGhost Alternativen


2 Kommentare


Mangerich 18. Februar 2018 um 13:28

Guten Tag,
läuft ein 2 Jahres-Vertrag bei CyberGhost automatisch, d.h. ohne automatische Abo- bzw. Vertragsverlängerung nach 2 Jahren aus? Automatisch verlängerte Abos sind mir ein Greul!
MfG

Antworten

Oliver 30. Oktober 2018 um 08:38

Funktionert CyberGhost auch in China?

Antworten

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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