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Gaming-Maus Test 2019

Im großen Gaming-Maus Test 2019 hat unser Gaming-Experte Nico sieben Gaming-Mäuse ausführlichst getestet. Nach vielen Runden „Battlefield“ und „Playerunknown’s Battlegrounds“ konnte die Roccat Leadr sich den ersten Platz sichern. Sonntagmorgen kauft alle Produkte aus eigener Tasche und ist nicht von einem Hersteller gesponsert.

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Stunden Testzeit gesamt

Author

von Nico

Zuletzt aktualisiert am: 31. August 2019

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.

Skill ist das eine – neben den menschlichen Fähigkeiten spielt beim Zocken aber auch die technische Seite eine nicht zu unterschätzende Rolle. Neben dem richtigen Gaming-Stuhl, einem vernünftigen Monitor und der passenden Tastatur ist es vor allem die Maus, die viel zur Ingame-Performance beiträgt. Aus diesem Grund habe ich mir aktuelle Gaming-Mäuse der verschiedenen Preisklassen näher angesehen und in zahlreichen Spielen persönlich auf die Probe gestellt.

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Vom Ergebnis war ich dabei selbst überrascht – ich hatte absolut nicht damit gerechnet, dass tatsächlich die teuerste Maus am besten und die günstigste am schlechtesten abschneidet. Insgesamt überzeugt die kabellose Roccat Leadr jedoch am meisten. Bei ihr ist es schlicht das Gesamtpaket und das fantastische Handling – bei meinen Wurstfingern verwundert es aber auch wenig, dass ich eine große Maus bevorzuge.

Roccat Leadr

VORTEILE

  • Solide Verarbeitung, gute Haptik
  • Umfassende Personalisierung via SWARM-Software
  • Lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Ladestation nur bei eingeschaltetem PC nutzbar
  • Trotz gutem Gesamtpaket recht hoher Preis
Amazon Logo

99,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 12:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeRoccat
Kabel
Sonderfunktionen / Features14 Sondertasten, 2,4-GHz-Signalübertragung
SoftwareRoccat SWARM
BeschichtungKunststoff
Jittering
MausbeschleunigungJa (deaktivierbar)
Mauskorrekturen können deaktiviert werden
OptikOptischer Sensor
Sensor-Auflösung12.000 DPI
Polling-Rate1.000 Hz
Für Linkshänder geeignet

Neben der bereits genannten Leadr habe ich mir noch die Kone AIMO, ebenfalls von Roccat, angesehen. Sie landet auf dem zweiten Platz, was sie ihrer doch recht rutschigen Oberfläche zu verdanken hat. Manche mögen darauf stehen – ich bevorzuge jedoch eine matte Beschichtung mit gutem Grip. Abgesehen von diesem kleinen Manko ist sie jedoch nahezu ebenbürtig mit der Leadr und damit auch die für mich beste Alternative zum doch recht teuren Testsieger.


Testsieger!
Roccat Leadr Test

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Preis-Leistungs-Sieger
Sharkoon Drakonia Black Test

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AUKEY GM-F1 Test

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Razer DeathAdder Elite Test

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Darauf kommt es bei einer Gaming-Maus an

Mäuse sind eine Wissenschaft für sich – nicht umsonst ist der Markt überflutet mit den unterschiedlichsten Varianten in noch unterschiedlicheren Preisklassen. Während der eine unter euch ergonomisch geformte Mäuse bevorzugt, legt der andere Wert auf ein markantes Äußeres oder viele Sonderfunktionen.

Grundsätzlich kann ich dazu sagen, dass ihr die für euch perfekte Maus nur durch Ausprobieren findet. Da ich bereits zahlreiche Gaming-Mäuse im Einsatz hatte, kenne ich die wichtigsten Faktoren, auf die es ankommt.

Sharkoon Gaming-Maus im Einsatz

Unter der „idealen“ Gaming-Maus versteht jeder etwas anderes

Größe und Ergonomie

Zum einen wäre da die Größe und Ergonomie der Maus. Wenn sie nicht richtig in der Hand liegt, fühlt ihr euch beim Zocken nicht hundertprozentig wohl mit dem Tierchen. Dabei sollte die Hand die Maus be- aber nicht überdecken. Eure Finger sollten also nicht vorne überstehen.

Alle Tasten, vor allem auch die Sondertasten, solltet ihr bequem und ohne Verbiegen der Finger erreichen können. Rechnet euch einfach kurz aus, wie viele Stunden ihr in der Woche zockt – eine schlechte Ergonomie kann sich da schnell auf die Gesundheit eurer Handgelenke auswirken. Viele Profi-Gamer leiden am sprichwörtlichen Mausarm oder einer Sehnenscheidenentzündung, die Gefahr solltet ihr demnach nicht unterschätzen.

Oberfläche / Beschichtung

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Beschichtung der Maus zu euren Vorlieben passt. Manche Gamer haben gerne eine etwas weichere, griffige Oberfläche, während andere lieber glatten Kunststoff in der Hand halten. In jedem Fall sollte die Beschichtung eine gewisse Atmungsaktivität bieten – im Sommer sind Schweißperlen auf der Handfläche sonst vorprogrammiert.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass der dadurch fehlende Grip euch gründlich die Tour vermasseln kann. Im Test haben mich in diesem Punkt nur die Mäuse von Roccat und die Razer DeathAdder wirklich überzeugen können.

Gaming Maus Test Roccat Leadr Mauspad

Der Testsieger bietet einen guten Grip

Präzision und Funktionalität

Neben dem Handling ist auch die technische Seite der Maus nicht zu unterschätzen. Hier kommt es vor allem auf die Punkte Präzision und Funktionalität an.

Stellt euch vor, ihr wollt in „Battlefield“ mit einem Präzisionsgewehr schießen, könnt die Waffe aber nicht ruhig halten, weil die Maus viel zu empfindlich reagiert. Genau aus diesem Grund sind alle Mäuse im Test mit einem DPI-Schalter ausgestattet. Die Punktdichte (kurz DPI, „Dots per Inch“) gibt die Abtasttiefe an – je höher, desto kleiner müssen die Bewegungen mit der Maus sein.

Wichtig dabei ist, dass ihr die DPI eurer Maus genau auf eure Bedürfnisse einstellen könnt. Um noch einmal das Beispiel mit „Battlefield“ zu bringen: Wollt ihr schnell und aggressiv, etwa mit einem Sturmgewehr, spielen, müsst ihr euch häufig schnell umsehen oder drehen. Hier wäre eine höhere DPI-Stufe sinnvoll, weil ihr sonst die Maus immer wieder vom Mauspad anheben müsst. Wenn es einmal etwas präziser zugehen soll, stellt ihr die DPI-Stufe über den Schalter an der Maus einfach wieder herunter.

Roccat SWARM Maus-Software, Reiter mit Tasteneinstellungen

Neben der Hardware braucht es die dazugehörige Software, mit der sich viele Maus-Funktionen einstellen lassen

Beim Bewerten einer Maus lege ich viel Wert auf ihre Funktionalität. Entscheidend ist für mich dabei, dass ich frei belegbare Sondertasten habe, die ich gut erreichen kann. Mit 14 Stück davon ist die Leadr im Test ganz vorne – um ehrlich zu sein, verwende ich selbst aber nur sechs davon. Auch solltet ihr auf die richtigen Druckpunkte achten – etwa beim Scrollrad. Ist das zu leichtgängig, nervt es – dasselbe gilt auch, wenn es sich nur mit viel Kraft bewegen lässt. Aufgefallen ist mir dieses Problem aber nur bei der Holife T7, die anderen Hersteller haben an dieser Stelle gute Arbeit geleistet.

Sharkoon Gaming-Maus auf Sonntagmorgen-Mauspad

Für den Sonntagmorgen-Test muss das Roccat-Mauspad mal kurz verschwinden

Richtig zocken lässt sich darüber hinaus auch nur mit einem guten Mauspad. Wichtige Eigenschaften sind eine gute Beschichtung, die die Signale der Maus reflektiert und für eine leichte Bedienung sorgt. Ist die Oberfläche nämlich zu rau, könnt ihr das Gerät nicht vernünftig bewegen. Ich selbst nutze das Taito Control von Roccat, das mit seiner Nano-Beschichtung und verstärkten Rändern seit sage und schreibe fünf Jahren eine gute Figur macht. Allerdings sind auch die Mauspads aus der G-Serie von Logitech eine Empfehlung wert – unterwegs nutze ich ein solches, weil es schön dünn ist.

Der richtige Handgriff

Bei Mäusen wird grundsätzlich zwischen drei Handgriffen unterschieden. Falls euch die Begriffe „Claw-Grip“, „Finger-Grip“ und „Palm-Grip“ noch nichts sagen, schließe ich diese kleine Bildungslücke gerne. Während die Griffart beim Arbeiten wenig Relevanz hat, spielt sie für die Performance beim Zocken eine deutlich wichtigere Rolle.

  • „Palm-Grip“

Beim Palm-Grip liegt die Handfläche fast vollständig auf der Maus auf. Dieser Handgriff ist der bekannteste und am weitesten verbreitete von allen. Für Nutzer dieses Mausgriffs eignen sich daher große Mäuse besonders gut. Wichtig ist, dass die gesamte Handfläche auf der Maus liegt – und nicht beispielsweise am Mauspad schleift. Aus meiner Testerfahrung heraus kann ich sagen, dass für meine Hände die beiden Roccat-Mäuse und für kleinere Hände die Razer DeathAdder gut geeignet sind.

Gaming Maus Test Palm Grip

Der Palm-Grip

Gaming Maus Test Finger Grip

Der Finger-Grip

  • „Finger-Grip“

Beim Finger-Grip berühren – im Gegensatz zum Palm-Grip – nur die Fingerspitzen die Maus. Aufgrund der höheren Bewegungsfreiheit der Finger ist so eine höhere Präzision möglich – jedoch ist mir dieser Griff auf Dauer zu anstrengend. Bei den beiden Logitech-Mäusen musste ich ihn trotzdem anwenden, da meine Fingerspitzen sonst vorne überragen würden. In der Folge kam es zu einem leichten Krampf in Zeige- und Mittelfinger – für kleinere Hände sind die beiden Mäuse allerdings sehr gut geeignet.

  • „Claw-Grip“

Der Claw-Grip ist ein kleiner Exot unter den Handgriffen – er ist sozusagen die extreme Variante des Finger-Grips. Hier stehen die Finger fast senkrecht auf den Maustasten – bei der Holife T7 hatte ich, wie auch mit den Logitechs beim Finger-Grip, das Problem, dass die Maus für andere Handgriffe zu klein war. Aus meiner Sicht ist der Claw-Grip also eher etwas für sehr geübte Zocker, die höchste Präzision benötigen.

Gaming Maus Test Claw Grip

Der Claw-Grip

Welche Maus für welches Game?

Die jeweiligen Softwares der einzelnen Mäuse bieten derart viele Einstellungsmöglichkeiten, dass ihr sie praktisch für jedes Game vernünftig konfigurieren könnt. Da in diesem Punkt aber auch das Handling eine sehr wichtige Rolle spielt, haben sich in meinem Test einige Favoriten herauskristallisiert. Diese sind fürs genreübergreifende Zocken am besten geeignet.

Die Roccat Leadr und die Kone AIMO standen mir nach dem ersten Ausprobieren immer öfter in „Battlefield“ und „Call of Duty“ zur Seite. Ihre Größe und die vielen Sonderfunktionen machen die beiden ideal für Spiele, in denen schnelle und präzise Bewegungen erforderlich sind. Was mir bei beiden besonders gut gefällt, ist die Daumentaste. Mit der lassen sich andere Bedienelemente an der Maus doppelt belegen – cool für mich, weil ich besonders gerne bestimmte Sondertasten nutze.

Mit ihren einsetzbaren Gewichten sind die beiden Logitech-Mäuse interessant für Spieler unter euch, die viel Wert auf maximale Individualisierung legen. Abgesehen von diesen beiden hat im Test nur die Drakonia Black dieses Feature.

Gaming Maus Test Drakonia Black ingame

Bei der Drakonia könnt ihr extra Gewichte einsetzen

Die technische Seite

Beim Kauf einer Gaming-Maus habt im Wesentlichen die Wahl zwischen zwei Verbindungstypen: Kabelgebunden und kabellos. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, über die ihr nun etwas mehr erfahrt.

Danach geht es um das Innenleben aktueller Mäuse – hier gibt es einiges mehr zu beachten, als ihr euch auf den ersten Blick vorstellen könnt.

Mit oder ohne Kabel – das ist hier die Frage!

Der klassische Verbindungstyp ist natürlich die kabelgebundene Variante. Zwar sind außerhalb des Gaming-Bereichs auch schon lange kabellose Mäuse im Einsatz, im Gaming-Bereich war jedoch die Batterie das Hindernis. Um eine halbwegs vernünftige Akkulaufzeit hinzubekommen, ging der Sensor im kabellosen Betrieb in den Energiesparmodus.

Sondertasten und RGB-Beleuchtung sind weitere Faktoren, die sich negativ auf die Akkulaufzeit ausgewirkt haben. Die meisten Gamer hatten verständlicherweise wenig Lust, so viele Kompromisse in Kauf zu nehmen und sind bei der klassischen Variante geblieben.

Gaming Maus Test Razer Elite LED-Beleuchtung

Die Beleuchtung frisst natürlich Akku

Bei kabelgebundenen Mäusen ist es vor allem der Preis, der einiges ausmacht. Viele Hersteller schlagen für ihre Wireless-Mäuse die Hälfte des Normalpreises oder sogar mehr auf. Während es bei kabellosen Mäusen erst bei 70 Euro losgeht, erhaltet ihr eine gute Kabelmaus schon für etwa 30 Euro. Die kommt dann meistens auch schon mit einem hochwertigen, stoffummantelten Kabel, eigener Software und entsprechenden Zusatzfunktionen.

Abgesehen von den Finanzen haben viele Zocker Angst, dass eine Funkmaus im Spiel mangels Akkuladung einfach ausgeht. Das ist in der Tat ein Problem – aktuelle Wireless-Mäuse warnen euch allerdings davor, sodass ihr sie rechtzeitig anstecken könnt. Dennoch ist es natürlich ein Vorteil der kabelgebundenen Variante. Im Endeffekt müsst ihr euch nach dem Anstecken bei dieser um nichts mehr kümmern, während ihr bei der Funkmaus immer das Aufladen im Hinterkopf behalten solltet.

Roccat Leadr kabellose Maus

Gaming-Maus mit Kabel oder doch lieber ohne? Bei kabellosen Mäusen herrscht oft ...

Sharkoon Gaming-Maus Detailansicht auf Mauspad, das Sonntagmorgen-Logo trägt

... die Horrorvorstellung, dass die Maus mitten im Spiel schlappmachen könnte

Bei der kabellosen Leadr sind mir die genannten Punkte kaum aufgefallen. Wie ihr in meinem Testbericht lest, ist sie einer kabelgebundenen Maus in vielen Fällen sogar überlegen. Und für die, die es noch hören wollen: Der Hauptvorteil einer kabellosen Maus ist das nicht vorhandene Kabel. Unterwegs ist das ebenso praktisch wie zu Hause, wenn euer Schreibtisch wie in meinem Fall recht voll steht und ihr mit einem Kabel ständig hängen bleibt.

Kurz noch etwas zur technischen Seite: Aktuelle Funkmäuse senden auf der 2,4-Gigahertz-Frequenz. Ich habe mir dazu einige Tabellen und Tests angesehen – besonders um Roccats Behauptung, die Leadr sei so schneller als mit USB 3.0, zu überprüfen. Im Ergebnis finde ich, dass die Funktechnik mindestens gleich schnell ist – langsamer auf keinen Fall. Ich glaube allerdings, dass ein Mensch den Unterschied nach oben gar nicht wirklich bemerken kann.

Das High-End-Innenleben moderner Gaming-Mäuse

Neben dem eigentlichen PC oder Laptop sind moderne Gaming-Mäuse eigene kleine Computer, die im Spiel zahlreiche Berechnungen übernehmen. Dazu gehören horizontale und vertikale Bewegungen, Klicks und die Scrollrad-Bedienung. Habt ihr zusätzlich die Sondertasten belegt, werden auch diese Signale von der Maus verarbeitet und an den PC weitergegeben. Das Beste – in diesem Fall das Wichtigste – kommt jedoch zum Schluss: der optische oder lasergestützte Sensor.

Beide Technologien funktionieren grundsätzlich identisch. Die Maus strahlt ein Licht ab, das von einer Oberfläche (z.B. dem Mauspad) reflektiert wird. Der Sensor erfasst diese Bewegungen und gibt sie an den Rechner weiter. Laser-Mäuse bieten dabei einen entscheidenden Vorteil: Wenn ihr die Maus anhebt, gibt sie keine Signale mehr an den PC ab. Spielt ihr also auf niedrigen DPI und setzt das Gerät oft neu an, wird das von der Maus erkannt. Ansonsten würden auch beim Anheben noch Signale an den Rechner gesendet werden, was im Spiel zu falschen Zeigerbewegungen führt.

Bei den Eigenschaften eines guten Sensors spielen drei Stichworte eine wichtige Rolle: DPI, Jittering und Mausbeschleunigung. Auf den ersten Punkt bin ich oben schon etwas eingegangen, wichtig ist jedoch auch noch, zu sagen, dass eine hohe DPI-Zahl nicht besser ist als eine niedrige. Es kommt auf den Spielertyp und vor allem die Qualität des verbauten Sensors an, 5.000 Dots per Inch sind in der Regel jedoch vollkommen ausreichend.

Der größte Hersteller ist Pixart, auf Sensoren dieser Marke oder einer der Tochterfirmen setzen alle Mäuse im Test. Einzig bei der Holife konnte ich das nicht herausfinden, wahrscheinlich kommt hier aber auch ein günstigeres No-Name-Pendant zum Einsatz.

Oft werden die DPI mit der Polling-Rate verwechselt. Jedoch gibt es zwischen den beiden einen grundlegenden Unterschied. Während die DPI die reine Abtasttiefe der Maus angeben, sagt die Polling-Rate aus, wie schnell diese Signale an den PC weitergegeben werden. Sie ist damit ein Indikator für die Übertragungsgeschwindigkeit eurer Eingaben – die meisten Hersteller geben Sie in Gigahertz an.

Beispiel: Die Polling-Rate der Roccat Leadr beträgt 2,4 Gigahertz, unabhängig davon liegt der DPI-Wert dieser Maus bei 12.000.

Jittering bedeutet „Zittern“, was sich bei einer Gaming-Maus grundsätzlich negativ auf den Spielfluss auswirkt. Bemerken lässt sich dieses Manko daran, dass der Zeiger bei geraden Mausbewegungen kleine unkontrollierbare Ausschläge nach links und rechts macht.

Mausbeschleunigung und -korrektur sind ebenfalls zwei Funktionen, die ihr im Gaming-Betrieb besser ausschaltet. Bei langen Strecken auf dem Mauspad zieht die Mausbeschleunigung noch etwas nach, während die Mauskorrektur unsaubere Handbewegungen ausgleicht. Allerdings sollte eine gute Gaming-Maus genau das widerspiegeln, was ihr mit eurer Hand macht – deaktiviert deshalb diese Funktionen immer.

Funktionelles Design dank RGB

Alle Mäuse im Test sind mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Abgesehen von der Holife – das solltet ihr bei dieser aber auch nicht erwarten – lässt sich diese in der Software individuell einstellen. Roccat, Razer und Logitech bieten dabei sogar die Möglichkeit, die Lichtfrequenz der Maus an den Ton anzupassen. Je nachdem, ob ihr fette Beats anschmeißt oder entspannt zockt, gibt es so eine Extraportion Disco für die Hände.

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Im Configurator der Sharkoon Drakonia findet ihr jede Menge Einstellungsmöglichkeiten

Bei der Sharkoon Drakonia könnt ihr immerhin die Farbe wechseln – alle Hersteller lassen euch dabei die Wahl zwischen 16,8 Millionen RGB-Farbkombinationen.

Die wichtigsten Gaming-Maus-Hersteller

Der Markt ist überschwemmt mit Herstellern von Gaming-Peripherie. Gebt einfach mal „Gaming Maus“ bei Amazon ein – im Selbstversuch hatte ich über 100.000 Ergebnisse. Wichtig ist daher, die schwarzen Schafe von echten Geheimtipps zu unterscheiden. Kundenrezensionen geben dabei immer eine gewisse Richtung vor, zum besseren Überblick stelle ich euch die wichtigen Hersteller und ihre Platzhirsche hier aber nochmal kurz vor.

Gaming Maus Test Verpackungen

Die Verpackungen ohne Sharkoon und Razer

Wahrscheinlich sind auch einige unter euch, die nicht wissen, dass Roccat ein deutsches – genauer gesagt ein Hamburger – Unternehmen ist. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind sie auf dem Peripheriemarkt vertreten und haben sich mit guter Qualität, immer neuen Designs und zahlreichen Innovationen einen Namen gemacht. Heute ist Roccat auf der ganzen Welt genau für diese Eigenschaften bekannt.

Die bekannteste Maus ist die Kone, die mittlerweile in mehreren Versionen (Pure, EMP Max, AIMO) verfügbar ist. Ich hatte die AIMO-Variante – dieses Kürzel steht für Roccats umfassende RGB-Beleuchtung.

Logitech ist ein Peripheriehersteller aus der Schweiz, der 2004 mit der ersten Laser-Maus eine echte Innovation auf den Markt brachte. Was würde da näher liegen, als unter der Bezeichnung „G“ ein breites Angebot für Gamer aufzustellen?

Heute ist Logitech daher in allen Bereichen rund um den PC anzutreffen. Seien es Headsets, Tastaturen, Boxensysteme – oder eben Gaming-Mäuse. Platzhirsch unter diesen ist die getestete G502 in der Hero- und Protheus-Variante.

Die beiden Logitech-Brüder G502 Protheus Spectrum und G502 Hero landen auf dem vierten und fünften Platz im Test. Sie sind die einzigen Mäuse im Test, die sich mit einsetzbaren Gewichten und verstellbaren Handauflagen sehr individuell einstellen lassen. Allerdings bieten sie beim Handling nicht das, was ich mir von einer Gaming-Maus erwarte.

Zum einen ist der Druckpunkt der meisten Tasten, auch der der Sondertasten, viel zu „lasch“. Beim Zocken kam ich oft versehentlich daran, was nicht nur zu einer schlechteren Performance im Spiel geführt hat, sondern auch meiner Laune nicht gerade zuträglich war. Zum anderen ist sie einfach zu klein für meine bereits genannten Wurstfinger.

Mit Sitz in San Diego, Kalifornien, ist Razer im Test der einzige Hersteller aus den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen brachte 1998 mit der „Boomslang“ die erste Maus mit 1.000 Dots per Inch auf den Markt – vorher waren maximal 400 Dots per Inch üblich. Besonderheit der Marke ist die Bezeichnung „Chroma“ – diese steht für insgesamt 16,8 Millionen einstellbare Farbkombinationen bei der RGB-Beleuchtung.

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Die DeathAdder Elite ist ein Klassiker unter Gamern und verbindet ein schlichtes Design mit vielen Funktionen – für mich war sie aber nur den dritten Platz wert. Die Platzierung der Sondertasten konnte mich ebenso wenig überzeugen wie die Größe der Maus. Darüber hinaus gibt es auch nur sehr wenig Knöpfe, dafür liefert Razer bei der Software aber ein echtes Meisterwerk ab. Übersichtlich, stylisch und leicht zu bedienen – hier finden sich auch Einsteiger schnell zurecht.

Sharkoon ist ein deutscher Hersteller aus Pohlheim, der in über 13 Kategorien rund ums Thema Gaming aktiv ist. Neben Gehäusen findet ihr Tastaturen, Mauspads, Headsets und vieles mehr im Portfolio der Firma. Für mich ist Sharkoon ein Preis-Leistungs-Tipp, im Test hat sich diese Ansicht nur noch einmal bestätigt.

Mittlerweile schwören viele Gamer auf die Marke und auch ich hatte vor meinem Umstieg auf Roccat viele Produkte des Herstellers im Gaming-Einsatz. Neben den „Skiller“-Tastaturen machen die Mäuse, allen voran die Drakonia, den Großteil des Absatzes aus.

Bei der Drakonia Black handelt es sich um die beliebteste Gaming-Maus auf Amazon, deswegen durfte auch diese im Test nicht fehlen. Sie ist deshalb mein Preis-Leistungs-Sieger, weil sie für knappe 30 Euro ein ähnliches Handling wie die Kone bietet. Darüber hinaus lässt sie sich mit Gewichten schwerer machen und leistet bis zu 8.200 Dots per Inch – mit all diesen Eigenschaften ist sie ebenfalls fantastisch für Einsteiger oder Gelegenheitszocker geeignet.

Wie ich anfangs schon geschrieben habe, gibt es darüber hinaus noch viele weitere Hersteller. Die hier alle vorzustellen, sprengt jedoch den Rahmen. Besonders auf Amazon finden sich darüber hinaus viele No-Name-Produkte, die schlicht keine Erwähnung wert sind.

Wie habe ich getestet?

In meinem ausführlichen Test von Gaming-Mäusen habe ich mir vor allem die meistverkauften Mäuse der genannten Hersteller angesehen. Dabei waren diese Modelle:

  • Roccat Leadr
  • Kone AIMO
  • Razer DeathAdder Elite
  • Logitech G502 Protheus und G502 Hero
  • Holife T7 (günstigstes Einsteigermodell)

Spontan kam auch noch die Sharkoon Drakonia Black dazu, da ich diese vor einigen Jahren im Einsatz hatte und damals schon recht beeindruckt von der günstigen Allrounder-Maus war.

Computer-Set-up mit Razer Gaming-Maus im Vordergrund

Der Gaming-PC, mit dem ich die Mäuse getestet habe

Die Testumgebung

Getestet habe ich alle Mäuse sowohl mit meinem Gaming-PC zu Hause als auch unterwegs mit einem Laptop. Mein fester PC ist dabei mit einer GTX 970 von MSI, einem übertakteten Core i5 8600k und 16 Gigabyte RAM ausgestattet. Der Laptop ist ein handelsüblicher Office-Rechner ohne besondere Specs – er diente schließlich auch nur zum Checken der Mobilität der Mäuse. Als Mauspad nutze ich das Roccat Taito Control, das besonders wegen seiner Beschichtung zu den besten Unterlagen auf dem Markt gehört.

Die Spiele

Zu Hause habe ich mich einmal durch die Steam-Bibliothek gezockt – „PUBG“ und „DayZ Standalone“ waren ebenso dabei wie die Klassiker aus der „Battlefield“-Reihe. Da „Battlefield 1“ jedoch mein Lieblingstitel der Serie ist, habe ich in diesem Spiel die meisten Stunden verbracht. Bei allen Mäusen habe ich die Sondertasten mit unterschiedlichen Spielfunktionen, zum Beispiel Nachladen oder Hinlegen, belegt und so auf ihre Praxistauglichkeit überprüft.

Die Gaming-Mäuse im Alltag

Unterwegs habe ich die Mäuse auf meine Lehrgänge, die ich als dualer Student wöchentlich besuchen muss, mitgenommen. Dort bin ich meiner Schreibarbeit und den üblichen Tätigkeiten im Studium nachgegangen und habe die Sondertasten in Word mit einigen Funktionen belegt – beispielsweise „Speichern“ oder „Neues Dokument“. In diesen Punkten haben, nebenbei bemerkt, alle Mäuse eine gute Figur gemacht.

Handling und Funktionalität

Besonders geachtet habe ich auf die Vielseitigkeit der Mäuse. Ich habe mir angeschaut, ob sie sich für alle Spiele ähnlich gut konfigurieren lassen. Im gleichen Maße habe ich auf Anwendungen außerhalb von Spielen geachtet – selbst der klischeehafteste Gamer ist schließlich irgendwann mal am Surfen oder Youtube schauen. Wichtig war mir auch, dass die Software der Hersteller überhaupt die Möglichkeit bietet, die Sondertasten mit anderen als Zocker-Funktionen zu belegen. Erfreut habe ich festgestellt, dass das bei allen Mäusen der Fall ist.

Um die Linkshänder-Tauglichkeit zu überprüfen, habe ich mir einen weiteren Experten zurate gezogen – meinen besten Freund, seines Zeichens selbst leidenschaftlicher Gamer. Ergebnis nach einigen Stunden in verschiedenen Games: Durch ihren symmetrischen Aufbau sind alle Mäuse gleichermaßen gut für Links- und Rechtshänder geeignet, Roccat und Logitech haben hier jedoch einen kleinen Vorteil. Der rührt daher, dass sie auf beiden Seiten einige Sondertasten haben und diese somit für jeden gut erreichbar sind.

Die Testsieger der einzelnen Kategorien

Gaming Maus Test alle Mauese

Die getesteten Mäuse im Überblick

Beginnen wir mit einem der am meisten gefragten Punkte: Preis/Leistung. Im Test konnte sich die Sharkoon Drakonia Black hier von ihren Mitstreitern am ehesten abheben. Für rund 30 Euro bietet sie ein wirklich rundes Gesamtpaket, das die meisten Gamer zufrieden stellen dürfte. Zum einen wäre da das verstellbare Gewicht der Maus und ihre Größe. Zum Anderen verfügt sie über insgesamt elf Tasten, von denen viele frei belegt werden können.

Sharkoon Drakonia Black

VORTEILE

  • Stabil und erstklassiges Handling
  • 11 frei belegbare Tasten
  • Hochwertiger Laser-Sensor mit 8.200 DPI
  • Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Stoffummanteltes Kabel und vergoldeter USB-Stecker

NACHTEILE

  • Gummierte Seiten führen im Sommer zu schwitzigen Fingern
  • Keine frei einstellbaren DPI, nur vorgefertigte Stufen
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28,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 12:49
Jetzt bei Amazon kaufen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeSharkoon
Kabel
Sonderfunktionen / FeaturesRGB-Beleuchtung, 11 frei belegbare Tasten, DPI-Anzeige und -schalter auf der Maus
SoftwareDrakonia Configurator
BeschichtungMatter Kunststoff
Jittering
MausbeschleunigungJa (deaktivierbar)
Mauskorrekturen können deaktiviert werden
OptikLaser
Sensor-Auflösung8.200 DPI
Polling-Rate1.000 Hz
Für Linkshänder geeignet

Die dazugehörige Software ist mehr als übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert. Durch den DPI-Schalter und die vier verfügbaren Stufen, die ihr in unterschiedlichen Profilen abspeichern könnt, lässt sich die Empfindlichkeit der Maus auch im Spiel binnen weniger Millisekunden verstellen.

Der wichtigste Punkt beim Zocken sind Präzision und Reaktionsgeschwindigkeit der Maus. Diesen Platz konnte sich der Testsieger, die Roccat Leadr, sichern. Obwohl sie kabellos ist, liefert sie im Spiel die Performance, die Roccat auch auf dem Papier verspricht. Das ist nicht nur eine echte Seltenheit, sondern macht auch wahnsinnig viel Spaß.

Nach einigen Minuten Inaktivität geht die Leadr in den Standby-Modus. Ein Klick genügt und sie ist sofort wieder mit voller Power da. Bei der Präzision sorgt der OwlEye-Sensor (Hersteller: Pixart) für große Augen – im Spiel auch bei den Gegnern. Kleiner Spaß am Rande, die Leadr macht in diesem Punkt einfach alles richtig und ist daher auf dem ersten Platz. Wie bei der Drakonia könnt ihr auch hier mehrere DPI-Profile abspeichern.

Roccat Leadr

VORTEILE

  • Solide Verarbeitung, gute Haptik
  • Umfassende Personalisierung via SWARM-Software
  • Lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Ladestation nur bei eingeschaltetem PC nutzbar
  • Trotz gutem Gesamtpaket recht hoher Preis
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99,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 12:49
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeRoccat
Kabel
Sonderfunktionen / Features14 Sondertasten, 2,4-GHz-Signalübertragung
SoftwareRoccat SWARM
BeschichtungKunststoff
Jittering
MausbeschleunigungJa (deaktivierbar)
Mauskorrekturen können deaktiviert werden
OptikOptischer Sensor
Sensor-Auflösung12.000 DPI
Polling-Rate1.000 Hz
Für Linkshänder geeignet

Beim Handling teilen Leadr und Kone AIMO sich den ersten Platz. Das ähnliche Design und die Größe haben mir die Entscheidung hier nicht leicht gemacht, daher messe ich beiden diese wichtige Eigenschaft zu. Bei ihnen überzeugt mich außerdem die Platzierung der Bedienelemente – ich erlebe es selten, dass ich an wirklich jeden Knopf gleich gut herankomme.

Auch die Druckpunkte und das kaum vorhanden Spiel am Mausrad gefallen mir sehr gut. Wer darauf steht – so wie ich – hat durch das nicht vorhandene Kabel bei der Leadr nochmal einen kleinen Vorteil im Hinblick aufs Handling.

Zum Schluss habe ich mir noch angesehen, ob und wie die Mäuse unterwegs eine gute Figur machen. Konkret habe ich dabei auf die schnelle Einrichtung am Laptop und eventuelles Zubehör, das unterwegs im Weg stehen könnte, geachtet. Bei der Leadr ist das zum Beispiel die Ladestation, die doch sehr groß und nicht für unterwegs geeignet ist.

Letzten Endes kam ich auf die Razer DeathAdder Elite. Diese konnte mich beim Gaming zwar nicht zu 100 Prozent überzeugen, ist jedoch recht handlich und unkompliziert einzurichten. Außerdem funktionieren einige Sondertasten an der Maus auch ohne die Software – einfach anstecken und loslegen.

Razer DeathAdder Elite

VORTEILE

  • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten in der Software
  • Solider Begleiter für unterwegs
  • Schneller Sensor
  • Einfache Einrichtung

NACHTEILE

  • Nicht mehr als eine klassische Gaming-Maus
  • Wenig Sondertasten
  • Preis/Leistung nicht ausgewogen
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59,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 12:49
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Produkteigenschaften

Produktkategorie
MarkeRazer
Kabel
Sonderfunktionen / FeaturesSchlichtes, funktionales Design, gute Platzierung der Sondertasten
SoftwareRazer Synapse
BeschichtungMatter Kunststoff
Jittering
MausbeschleunigungJa (deaktivierbar)
Mauskorrekturen können deaktiviert werden
OptikOptischer Sensor
Sensor-Auflösung16.000 DPI
Polling-Rate1.000 Hz
Für Linkshänder geeignet

Meine Erfahrungen nach Spielen

Um die Mäuse vernünftig testen zu können, habe ich ein sehr bekanntes und ein aufstrebendes Game-Genre ausgesucht: Ego-Shooter und Battle Royale. Wie bereits erwähnt, waren es bei den Ego-Shootern „Call of Duty: Black Ops 4“, „Battlefield 1“ und „Battlefield 4“. Beim Battle Royale habe ich mich in „PUBG“ durch die Büsche geschlagen.

Damit ihr euch einen besseren Einblick in meinen Gaming-Alltag verschaffen könnt und eine gute Vergleichbarkeit gegeben ist, stelle ich euch kurz meine Einstellungen vor. Ich habe versucht, diese bei jeder Maus so ähnlich wie möglich zu halten.

Beginnen wir mit einigen grundlegenden Dingen. Da ich auf „High Sense“ (so nennt man eine hohe DPI-Einstellung) spiele, habe ich jede Maus auf 4.000 Dots per Inch eingestellt. Die Daumentasten habe ich im Infanterie-Gameplay mit den Funktionen „Nachladen“ und „Hinlegen/Aufstehen“ belegt.

Bei der Leadr und der Kone AIMO nutze ich die zusätzliche Daumentaste in Verbindung mit der Doppelbelegungsfunktion außerdem für die Stummschaltung meines Headsets. Darüber hinaus habe ich versucht, keine Maus länger als zwei Stunden zu verwenden, um einen möglichst objektiven Eindruck von jeder Maus zu erhalten.

In „Battlefield“ kam ich mit der Roccat Leadr am besten zurecht. Da hier Ego-Shooter-typisch oft schnelle Bewegungen erforderlich sind, etwa, um sich um die eigene Achse zu drehen, hat mir das fehlende Kabel hier mehr Spielraum eingebracht. Die lange Akkulaufzeit von über 25 Stunden (Roccat gibt nur 20 an!) hat mich dabei sehr angenehm überrascht.

Die Sondertasten, die ich mit den genannten Funktionen belegt habe, konnte ich während des Spielens problemlos erreichen. Zu Beginn brauchte ich zwar kurz, um mich an die Positionierung der Knöpfe zu gewöhnen, das wurde aber schnell zum Automatismus. Durch die ähnliche Anordnung der Bedienelemente und den an sich nahezu identischen Aufbau zur Leadr verhielt es sich mit der Kone AIMO ganz ähnlich. Allerdings habe ich direkt die Kabelfreiheit vermisst – an dieses Feature der Leadr gewöhnt ihr euch wahrscheinlich auch sehr schnell.

Bei „Call of Duty: Black Ops 4“ habe ich die G502 Hero zu schätzen gelernt. Zwar ist sie mir nach wie vor zu klein, ihre Tasten sind aber sehr gut zu erreichen. Wer CoD kennt, weiß, dass das Herumspringen und an der Wand laufen eine gewisse Koordination erfordert.

Diese habe ich bei der G502 durchaus gefunden, da ich das Gerät mithilfe der beigelegten Gewichte zuvor an meine Vorstellungen von einer guten Maus angepasst habe. An die etwas lockeren Druckpunkte der Tasten habe ich mich ziemlich schnell gewöhnt und beim Zocken darauf geachtet.

In „Playerunknown’s Battlegrounds“ ist mir die Entscheidung ziemlich leicht gefallen – der Name des Gewinners ist … Roccat Leadr! Wie bereits in vielen anderen Punkten hat sie mich auch in diesem Spiel wieder vom Hocker (oder besser vom Gaming-Stuhl) gehauen. Die gute Erreichbarkeit der Tasten und die schnelle Signalübertragung ohne die Spur einer Verzögerung sorgen für einen fantastischen Spielfluss. Da in PUBG oft langsame und präzise Mausbewegungen erforderlich sind, kam auch der DPI-Schalter häufig zum Einsatz. Als Fan der AWM (Sniper) hat mir das einige Runden versüßt.

Neben den genannten Spielen habe ich noch ein paar Browsergames und „DayZ Standalone“ gezockt. Jedoch sind es auch in diesen Spielen die genannten Punkte, die mich überzeugen – an den Favoriten ändert sich also nichts.

Die anderen getesteten Mäuse (G502 Protheus Spectrum, Razer DeathAdder Elite und Holife T7) konnten mich zwar in Teilen überzeugen, beim Zocken haben sich die Mäuse von Roccat jedoch am schnellsten an die Spitze der Rangliste gekämpft – und das nicht nur ingame! Das soll jedoch nicht heißen, dass die anderen Tiere nichts taugen. Alle haben definitiv ihre Daseinsberechtigung, sind beim Zocken nur schlichtweg nicht mein Fall. Hier gilt die etwas abgelatschte, aber durchaus wahre Floskel: Probieren geht über Studieren.

Gaming-Mäuse zum Surfen und Arbeiten?

Was sich zunächst nach einer recht überflüssigen Frage anhört – wer kauft sich schon eine Gaming-Maus, um Youtube zu schauen – ist nach kurzem Nachdenken gar nicht so abwegig. Schließlich sind auch Leute, die gerne zocken – ich bin als Gamer/ Texter/ Student das perfekte Beispiel – auch mal außerhalb der virtuellen Welten unterwegs. Daher muss eine gute Gaming-Maus auch den grundlegenden Ansprüchen an eine normale Maus genügen. Im Test ist dies glücklicherweise bei allen Produkten der Fall, denn Klicken und Scrollen kann jede von ihnen. Okay, Spaß beiseite.

Roccat SWARM Software Mauseinstellungen

Je nach Software (hier Roccat SWARM) lässt sich eine Gaming-Maus auch für Multimedia-Einstellungen konfigurieren

Die wichtigste Eigenschaft ist für diesen Zweck die Ergonomie der Maus. Die richtige Maus zum Zocken ist damit auch die richtige Maus für alles andere, bei mir ist es wenig überraschend die Roccat Leadr. Praktisch bei der Software von Roccat ist, dass es vorgefertigte Profile für Multimedia-Anwendungen gibt. Dazu gehört etwa, dass ihr den oberen Zeigefinger-Kippschalter zum Vor- und Zurückspulen nutzen könnt. Durch Drücken des Mausrads pausiert ihr die Wiedergabe eurer Lieblingsmusik – nochmal drücken und es geht weiter.

Software, Software und noch mehr Software …

Was wäre eine Gaming-Maus ohne das entsprechende Tool auf dem Rechner? Um dieses geht es jetzt. Damit ihr die ganzen beschriebenen Zusatzfunktionen überhaupt nutzen könnt, müsst ihr euch die entsprechenden Programme zunächst von der Herstellerseite ziehen und auf eurem Rechner installieren. Wie das genau funktioniert, steht in der Bedienungsanleitung oder auf der Webseite der entsprechenden Marke.

Klar funktionieren alle Mäuse auch ohne Software – ihre Installation ist also mehr ein nettes Extra als eine Notwendigkeit.

Das heißt, dass ihr die Grundfunktionen einer Maus (Klicken, Scrollen und den Cursor bewegen) auch ohne das Zusatzprogramm verwenden könnt. Die Sonderfunktionen fürs Gaming bleiben euch jedoch dann verwehrt.

Roccat SWARM: Kommandozentrale für passionierte Gamer

Die SWARM-Software von Roccat bietet euch die mit Abstand umfangreichsten Einstellungsmöglichkeiten – deshalb bekommt sie auch ihren eigenen Absatz. Neben der Belegung der Sondertasten könnt ihr zahlreiche Profile anlegen und die DPI in 100er-Schritten anpassen. Darüber hinaus stehen euch zahlreiche Sonderfunktionen zur Verfügung, zu denen beispielsweise die Doppelklick-Geschwindigkeit gehört. Ihr könnt also konfigurieren, wie oft ihr bei einem Doppelklick virtuell klicken wollt.

Außerdem kann der Rechner euch audiovisuelles Feedback geben, wenn ihr an der Maus etwas einstellt, z.B. wenn ihr die DPI erhöht. Die Software ist kostenlos und mit allen aktuellen Produkten von Roccat kompatibel.

Gaming Maus Test Software Testsieger

Die Bedienoberfläche der SWARM-Software, meinem Favoriten im Test

LGS, Razer Synapse und andere

Die Logitech Gaming Software – kurz LGS – bietet ähnliche Funktionen wie die Software von Roccat, ist jedoch etwas übersichtlicher. Einsteiger finden sich hier auf jeden Fall schneller zurecht. Dasselbe gilt auch für die Razer Synapse Software. In beiden Programmen könnt ihr, wenn eure Maus dieses Feature hat, auch die LED-Einstellungen vornehmen.

Razer Synapse Maus-Software Einstellungen

Razer Synapse bietet diverse Mauseinstellungen für die DeathAdder Elite an

Die Holife T7 und die Sharkoon Drakonia Black haben ebenfalls einen eigenen Treiber, über den ihr die Maus personalisieren könnt. Abgesehen von der Belegung der Sondertasten und DPI-Einstellmöglichkeiten bieten diese Programme jedoch keine besonderen Funktionen.

Mein Fazit zum Test

Im Ergebnis hat sich die Roccat Leadr den ersten Platz mehr als verdient. Der Hamburger Hersteller hat mit ihr ein fantastisches Gerät auf den Markt gebracht, das die Anforderungen der meisten Zocker mehr als erfüllt. Bezogen auf ihre Funktionalität ist das fehlende Kabel in keiner Hinsicht ein Problem. Mehr über die Leadr und warum ich mich gewissermaßen in sie verliebt habe, erfahrt ihr in meinem ausführlichen Roccat Leadr Testbericht.

Roccat Leadr Gaming-Maus

Mein absoluter Favorit im Gaming-Maus Test: die kabellose Roccat Leadr

99,99 €

Dicht hinter ihr ist die Roccat Kone AIMO. Nicht nur, dass sie einfach geil aussieht – sie hat fast die gleichen Funktionen wie die Leadr. Dass sie dabei „nur“ 8.200 Dots per Inch hat, ist im Alltag völlig irrelevant. Um ehrlich zu sein, braucht kein Mensch mehr als 5.000 Dots per Inch. Für mich ist jedoch ihre Beschichtung nicht ganz so gelungen wie die der Leadr – und ich stehe auch einfach mehr auf die Freiheit einer kabellosen Maus.

Die Razer DeathAdder und die Sharkoon konnten sich den dritten und vierten Platz sichern. Neben dem universellen, bei der Razer auch recht schlichten Design ist es auch die Alltagstauglichkeit der Mäuse, die mich überzeugt hat. Hinsichtlich ihrer DPI sind sie auch alles andere als schlecht ausgestattet, Druckpunkte und Platzierung der Tasten passen. Bei der Sharkoon kommt dazu noch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Insgesamt war im Test damit alles von unterdurchschnittlich bis erstklassig vertreten. Die für euch richtige Maus findet ihr jedoch nur durch Ausprobieren – der Artikel gibt euch dazu die wichtigsten Faktoren an die Hand, auf die ihr beim Kauf achten solltet.