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Cloud Speicher Vergleich 2017

Author

von Sebastian

Zuletzt aktualisiert am: 22. November 2017

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

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Die besten Cloud-Speicher: Test und Vergleich 2017

Wir werden immer mobiler und internetfähige Geräte begleiten unseren beruflichen und privaten Alltag. Dabei sorgen Cloud-Speicher dafür, dass wir von jedem Ort und Gerät aus auf unsere Daten zugreifen können.

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Seit der Gründung des Branchen-Pioniers spiegelt dessen beeindruckendes Wachstum die große Nachfrage nach praktischen Lösungen dieser Art wider. Fast alle marktbeherrschenden Großunternehmen haben inzwischen nachgezogen und bieten eigene Cloud-Speicher-Dienste an – von Apple bis Google, von Amazon bis Microsoft.

Wie immer habt ihr als potentielle Kunden die Qual der Wahl. Welcher Cloud-Service ist der beste? Worin unterscheiden sie sich? Gibt es versteckte Kosten? Wo sind meine Daten am sichersten aufgehoben? Wo ist bei kostenlosen Angeboten der Haken?

Um euch bei der Beantwortung dieser Fragen zu helfen, habe ich die größten und interessantesten Cloud-Speicher- und Online-Backup-Dienste im WWW ausgiebig getestet.

Von der Einrichtung eines Accounts über das Speichern, Synchronisieren, Teilen und Wiederherstellen von Daten bis zu diversen Nachfragen beim Support habe ich sie dabei von allen Seiten beleuchtet. Für mehrere Wochen gehörte der Cloud-Speicher-Test und -Vergleich zu meinen Hauptbeschäftigungen.


Gesamt-Testsieger Cloud Speicher
pCloud Test

3,99 € pro Monat

Testsieger: Sichere Cloud
Sync.com Test

4,08 USD pro Monat

Testsieger: Deutsche Cloud
Strato HiDrive Test

2,00 € pro Monat

Livedrive Cloud-Speicher Test

5 € pro Monat

Online Backup Testsieger
Backblaze Test

3,95 USD pro Monat

Luckycloud Test

1,00 € pro Monat

SpiderOak Test

5,00 USD pro Monat

Dropbox Test

8,25 € pro Monat

Amazon Drive Test

70,00 € pro Jahr

Google Drive Test

1,99 € pro Monat

Web.de Online-Speicher Test

1,99 € pro Monat

Mega Test

4,99 € pro Monat

OneDrive Test

2,00 € pro Monat

iDrive Test

4,35 USD pro Monat

SugarSync Test

7,49 USD pro Monat für 100 GB

Magenta Cloud Test

4,95 € pro Monat

Carbonite Test

59,99 USD pro Jahr

CrashPlan Test

10,00 USD pro Monat


Was ist ein Cloud-Speicher?

Doch fangen wir ganz vorne an. Was ist eigentlich ein Cloud-Speicher?

Der bekannteste Cloud-Speicher ist zweifellos Dropbox. 2007 gegründet, hat Dropbox das Prinzip über die Jahre bekannt gemacht und inzwischen mehr als eine halbe Milliarde Nutzer gewonnen. “Kunden” wäre das falsche Wort, denn viele nutzen die kostenlosen Accounts mit begrenztem Speicherplatz, mit denen Dropbox seinen Aufstieg befeuert hat.

Dropbox Einfuehrung

Benutzerfreundlicher Branchen-Pionier: Dropbox

Cloud-Kopie und Synchronisierung

Wie sieht das Prinzip Cloud-Speicher also aus? Ganz einfach: Ihr installiert eine Software des Anbieters auf eurem Rechner, die ab sofort alle Inhalte eines bestimmten lokalen Ordners automatisch als Kopie in der Cloud speichert, also auf einem Server des Unternehmens. Änderungen an einer Datei in diesem Ordner werden sofort nach dem Speichern ebenfalls in die Cloud übertragen. Das nennt sich Synchronisierung.

Der Nutzen erschließt sich vor allem dann, wenn ihr von mehreren Orten und Geräten aus auf bestimmte Dateien zugreifen wollt. Dann installiert ihr einfach die Software auf allen betreffenden Geräten und habt dadurch automatisch immer die aktuelle Version aller Dateien überall verfügbar.

Nehmt ihr zum Beispiel öfter ein paar Dateien aus dem Büro mit nach Hause, um am Wochenende daran weiterzuarbeiten, müsst ihr nicht mehr daran denken, die Dateien per E-Mail zu verschicken oder auf einem USB-Stick zu speichern. Wenn die Software läuft und ihr mit dem Internet verbunden seid, übertragen sie sich automatisch auf alle verbundenen Geräte.

Magentacloud Menu

Magenta Cloud: Der Upload-Status im Menü

Ergänzend bieten die meisten Cloud-Dienste auch einen Zugang per Web-Browser an. So steht euch die Cloud-Kopie auch etwa im Internet-Café oder auf einem öffentlichen Rechner in der Uni zur Verfügung, ohne dass ihr etwas installieren müsst. Dann synchronisiert sich eure Arbeit zwar nicht automatisch, aber ihr könnt die Dateien zumindest über den Browser herunter- und nach dem Bearbeiten wieder hochladen.

Einem etwas anderen Zweck dienen Online-Backup-Dienste, auch wenn die Grenze zwischen Speicher und Backup nicht immer scharf gezogen ist. Bei einem Backup geht es weniger um einen Zugriff von mehreren Geräten und von unterwegs als einfach um Absicherung gegen Datenverlust durch Hardware-Schäden oder Diebstahl.

Auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Cloud-Speicher und Online-Backup gehe ich unten noch genauer ein und empfehle die besten Anbieter aus beiden Kategorien.

Für Backups und eine kleine “Cloud” zu Hause werden außerdem NAS-Geräte immer beliebter. Die Abkürzung steht für “Network Attached Storage” und bezeichnet im Prinzip eine Festplatte mit eigener Netzwerkkarte.

Die könnt ihr in euer WLAN einbinden und dann von allen WLAN-fähigen Geräten in der Umgebung darauf zugreifen. Auch ein Zugriff aus dem Internet auf das NAS zu Hause ist prinzipiell möglich, aber nicht bei allen Modellen vorgesehen. Da dies nur indirekt mit Cloud-Speicherung im Sinn dieses Testberichts zu tun hat, gehe ich hier nicht weiter darauf ein.

Noch eine Vorbemerkung: Der Bericht konzentriert sich auf die Cloud-Speicher-Angebote für Privatkunden. Alle Anbieter haben auch Cloud-Speicher für Unternehmen im Programm, die ich nicht im Einzelnen vorstelle. Trotzdem kann euch der Test und Vergleich hoffentlich eine Hilfe sein, wenn ihr eine Cloud-Speicher-Lösung für Unternehmen sucht, indem er einen Überblick der wichtigsten Anbieter und ihrer technischen Lösungen vermittelt.

Zusammenarbeiten in der Cloud

Ein nützliches Cloud-Speicher-Feature, das ich noch erwähnen muss, ist die Möglichkeit zur Zusammenarbeit an Dateien, die in der Cloud gespeichert sind. Auch dies gibt es in verschiedenen Varianten bei den meisten Anbietern.

Bei Dropbox zum Beispiel könnt ihr bestimmte Cloud-Verzeichnisse mit anderen Dropbox-Nutzern teilen. Dann gehören sie auch zu deren Account und werden auch mit deren verbundenen Rechnern synchronisiert.

Ihr könnt also mit mehreren Leuten vom jeweils eigenen Rechner aus an denselben Dateien arbeiten, ohne dass sich jemand darum kümmern muss, diese hoch- oder herunterzuladen. Um Dateien mit Leuten ohne eigenen Account zu teilen, könnt ihr zumindest öffentliche Links auf Dateien und Ordner in der Cloud verschicken. Damit könnt ihr bequem auch größere Dateien für Freunde, Bekannte und Kollegen zugänglich machen.

Pcloud Share

Beispiel pCloud: Teilen per Einladung oder Link

Cloud-Speicher: Kosten und Preise

Im folgenden Testbericht werfe ich kontinuierlich auch einen Blick auf die Preise der vorgestellten Anbieter. Allgemein lässt sich zum Thema Kosten und Preise sagen:

  • Die meisten Cloud-Speicher-Dienste bieten kostenlose Accounts für kleinere Datenmengen und mit reduziertem Funktionsumfang. Die kostenlosen Speicher-Kontingente liegen meist zwischen 5 und 10 Gigabyte. Hierzu folgt unten ein eigener Abschnitt.
  • Kostenpflichtige Accounts beginnen bei etwa 3,00 Euro im Monat. Je nach benötigtem Speicherplatz sind die Preise nach oben offen. 1 oder 2 Terabyte, was für den Hausgebrauch schon sehr viel ist, bekommt ihr schon für rund 10,00 Euro im Monat.
  • Bei den meisten Anbietern könnt ihr euch zwischen monatlich und jährlich erneuerten Verträgen entscheiden, wobei die jährlichen etwas günstiger sind.
  • Ein Online-Backup gibt es in der Regel nicht kostenlos. Die Preise beginnen bei etwa 5,00 Euro im Monat.

Ein normaler Heimanwender, der solide und sichere Lösungen für Cloud-Speicher und Online-Backup sucht, muss mit Kosten von mindestens etwa 5,00 bis 10,00 Euro im Monat rechnen. Mehr wird es, wenn ihr viel Speicherplatz braucht oder mehrere Rechner sichern wollt.

Nur bei 2-in-1-Anbietern aus Cloud-Speicher und Online-Backup bekommt ihr auch ein Online-Backup kostenlos, beispielsweise bei Google Drive oder iDrive. Dabei ist jedoch der Speicherplatz auf 15 Gigabyte beziehungsweise 5 Gigabyte beschränkt, was für ein richtiges Rechner-Backup meist nicht reicht.

Außerdem rate ich aus Datenschutzgründen von Google und den anderen großen Anbietern eher ab. Darauf gehe ich unten noch genauer ein.

Sieger im Test der besten Cloud-Speicher 2017: pCloud

Als Sieger geht der Schweizer Cloud-Anbieter pCloud aus dem Test und Vergleich hervor. Bei pCloud bekommt ihr höchste Sicherheitsstandards in Verbindung mit günstigen Preisen, einer komfortablen Benutzeroberfläche und einem sehr guten Funktionsumfang. 10 bis maximal 20 Gigabyte Cloud-Speicher gibt es bei pCloud kostenlos. Ausführlich stelle ich den Service im pCloud Test vor.

Pcloud Web

pCloud: Die Innenansicht des Cloud-Speichers im Browser

Funktionsumfang

Bei den Funktionen ist pCloud deutlich breiter aufgestellt als die meisten Konkurrenten. Das betrifft vor allem die große Flexibilität bei der Cloud-Speicherung und Synchronisierung eurer Daten.

pCloud

VORTEILE

  • 10 bis 20 GB gratis
  • Sichere Verschlüsselung mit “Crypto”
  • Preisgünstig
  • Schnell
  • Synchronisierung beliebiger Ordner
  • Backup für Facebook und Instagram
  • Frühere Zustände des ganzen Dateisystems wiederherstellen (Rewind)
  • Standort Schweiz (relativ sicher vor Geheimdiensten)

NACHTEILE

  • In Voreinstellung kein Offline-Zugriff
  • Virtuelles Laufwerk z.T. verwirrend
  • Begrenzte Speicherung früherer Dateiversionen

3,99 €

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortSchweiz
Deutsche Benutzeroberfläche holprig
Kostenloser Cloud Speicher10 GB
BezahloptionAb 3,99 Euro / Monat mit lokaler Verschlüsselung
BetriebssystemeLinux, Mac und Windows
Mobiler ZugriffiOS, Android, Windows Mobile
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Bei der Installation legt pCloud auf eurem PC oder Mac ein virtuelles Laufwerk an, in dem ihr die Daten speichert, die ihr in der Cloud haben wollt. Da dieses Laufwerk nur virtuell ist, sind die Daten in der Grundeinstellung gar nicht lokal gespeichert, sondern nur in der Cloud. Das virtuelle Laufwerk lässt sie aber in eurem Datei-Manager erscheinen, als lägen sie auf der Festplatte. Das spart lokalen Speicherplatz.

Wenn ihr manchmal offline arbeitet und eure Dateien immer verfügbar haben wollt, ist das auch kein Problem. Gebt einfach der pCloud-Software die Anweisung, die betreffenden Verzeichnisse auch offline zu speichern. Dann behandelt pCloud diese Verzeichnisse genauso wie Dropbox und die meisten anderen Konkurrenten.

Ein besonderes Extra ist hier, dass ihr beliebige Ordner an jedem Ort auf der Festplatte mit pCloud synchronisieren könnt. Ein Klick im Kontextmenü genügt. Bei nicht allen, aber den meisten anderen Cloud-Diensten ist die Synchronisierung auf ein bestimmtes Verzeichnis beschränkt.

Auch beim Teilen, Zusammenarbeiten und bei der Wiederherstellung gelöschter und geänderter Dateien sind die Funktionen sehr gut ausgebaut. Verschickte Links ermöglichen Uploads, diverse Einstellungen und Zugriffsstatistiken.

Geteilte Verzeichnisse mit anderen pCloud-Kunden sind möglich. Die Wiederherstellungsoptionen beinhalten ein “Rewind”-Feature, mit dem ihr euer gesamtes Cloud-Archiv auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen könnt. Das ist ein optimaler Schutz gegen Ransomware.

Die Synchronisations-Software von pCloud gibt es für die Betriebssysteme Windows, Mac und Linux. Letzteres ist bei vielen Konkurrenten nicht berücksichtigt.

Preise

Mit 10 Gigabyte Speicherplatz für Nutzer kostenloser Accounts ist pCloud überdurchschnittlich großzügig. Durch Freundschaftswerbungen und Verknüpfung von Social-Media-Accounts könnt ihr sogar auf 20 Gigabyte kommen.

Auch die Premium-Pakete für zahlende Nutzer sind günstig. Bei jährlicher Zahlweise kostet ein Zugang mit 500 Gigabyte 3,99 Euro im Monat, 2 Terabyte gibt es für 9,99 Euro im Monat. Originell und attraktiv sind auch die Tarife für lebenslange Nutzung: Sie kosten einmalig 125,00 Euro beziehungsweise 250,00 Euro, je nach Speichergröße.

Pcloud Offline

pCloud: Halbleer oder halbvoll?

Bei Google Drive zum Beispiel bekommt ihr für 9,99 Euro im Monat nur 1 Terabyte. Dropbox nimmt für die gleiche Menge 8,25 Euro im Monat. Je nachdem, wie viel Speicherplatz ihr braucht, liegt pCloud preislich also im Durchschnitt oder darunter.

Sicherheit

Datenschutz ist bei der Cloud-Speicherung ein wichtiges Thema. Hier sind die großen US-amerikanischen Anbieter immer mit einem Fragezeichen zu versehen, da dort der Verdacht besteht, dass Geheimdienste und Behörden legal oder durch Hintertüren auf die Daten zugreifen können.

Mit seinem Sitz in der Schweiz ist pCloud davon schon mal nicht betroffen. Darüber hinaus gibt es mit dem Feature “Crypto” das Maximum an Cloud-Sicherheit, das heute möglich ist: eine Verschlüsselung eurer Cloud-Daten mit privatem Schlüssel. Um die verschlüsselten Daten in Klartext zu verwandeln, ist ein Schlüssel nötig, der nur bei euch auf dem Rechner gespeichert ist. Selbst wenn sie wollten, könnten Mitarbeiter von pCloud diese Daten also nicht entschlüsseln und weitergeben.

Pcloud Crypto Folder

In Wirklichkeit ist 'Crypto' nicht leer, sondern verschlüsselt

Eine solche Verschlüsselungslösung bieten nur wenige Cloud-Betreiber. Darunter ist keiner von den großen wie Dropbox, Microsoft OneDrive, Amazon Drive oder Google Drive. Bei pCloud ist die Verschlüsselung bereits im günstigsten Premium-Account enthalten und trägt einiges dazu bei, diesen zum absolut empfehlenswerten Schnäppchen zu machen.

Cloud-Speicher und Online Backup im Test und Vergleich 2017: Bericht und Empfehlungen

Einen Testsieger zu küren kann und soll aber nicht alles sein, denn jeder Cloud- oder Backup-Service hat viele Facetten. Einer ist hervorragend bei der Datensicherheit, ein anderer beim Preis, der nächste bei der Benutzerfreundlichkeit.

Da kein Cloud-Anbieter bei allen Aspekten glänzt, ist die Auswahl eines Siegers immer ein Kompromiss. Welcher für euch empfehlenswert ist, hängt außerdem davon ab, wozu ihr ihn genau benutzen wollt und worauf ihr Wert legt.

Deshalb gehe ich unten im Einzelnen die Kriterien durch, nach denen ich bewertet habe. So werden meine Testsieger besser nachvollziehbar und ihr wisst, worauf ihr achten solltet, wenn ihr euch selbst umsehen wollt.

Außerdem war es sinnvoll, neben dem Gesamtsieger noch weitere Sieger-Kategorien einzuführen, um verschiedene Anforderungen abzudecken. Diese Kategorien sind:

  • Das beste kostenlose Cloud-Speicher-Angebot
  • Die besten Cloud-Speicher in Deutschland
  • Cloud-Speicher mit den höchsten Sicherheitsstandards
  • Cloud-Speicher mit der höchsten Benutzerfreundlichkeit
  • Die besten Online-Backup-Anbieter

Bevor ich zu den Kategorien und Siegern komme, erkläre ich genauer den Unterschied zwischen Cloud-Speicher und Online-Backup. Außerdem stelle ich dar, wie ich die Vertreter beider Kategorien getestet habe.

Neben den Testsiegern kommen viele weitere Anbieter zur Sprache – darunter natürlich die interessantesten und größten. So bekommt ihr einen guten Überblick des aktuellen Angebots auf dem Markt und könnt euch alle interessanten Alternativen ansehen. Im direkten Vergleich mit dem Wettbewerbsumfeld werden auch die Vorteile der Sieger besser deutlich.

Cloud-Speicher und Online Backup - wo liegt der Unterschied?

Cloud-Speicher und Online-Backup haben zunächst mal unterschiedliche Aufgaben, auch wenn die technischen Lösungen dieser Aufgaben dann wieder ähnlich sind.

Cloud-Speicher: Zugriff von jedem Ort und Gerät

Der große Vorteil eines Cloud-Speicher ist, dass er euch beim Zugriff auf eure Daten unabhängig von einem bestimmten Rechner macht. Ihr speichert sie in der Cloud, also auf einem Server des Anbieters, und könnt sie von jedem Computer mit Internetzugang aus ansehen und bearbeiten.

Gleichzeitig sorgt die Software des Cloud-Anbieters auf eurem Rechner dafür, dass die lokale und die Cloud-Version jeder Datei immer identisch und aktuell ist. Dieser Vorgang nennt sich Synchronisierung. Ändert ihr eine Datei im synchronisierten Verzeichnis eures Rechners, wird die neue Version sofort automatisch hochgeladen und ersetzt die frühere.

Greift ihr von einem anderen Rechner aus auf eure Daten zu und verändert etwas, werden die Änderungen ebenso automatisch auf euren Heimrechner übertragen, sobald der das nächste Mal mit dem Internet verbunden ist.

Sowohl bei einem Cloud-Speicher als auch einem Online-Backup gibt es für die Dateien eine Versionierung, damit die früheren Speicherstände nicht einfach weg sind. Das heißt, ihr könnt in den Bearbeitungsverlauf einer Datei schauen und eine gewünschte frühere Version wiederherstellen.

Die Versionierung ist jedoch bei fast allen Anbietern begrenzt – sie umfasst nur eine bestimmte Zahl von Speicherständen oder nur einen festgelegten Zeitraum.

Onedrive wiederherstellen

Versionierung bei Microsoft OneDrive

Wenn eure Dateien schon mal in der Cloud liegen, eröffnet sich natürlich die Möglichkeit, auch Anderen darauf Zugriff zu geben, etwa um an einem Projekt zusammenzuarbeiten, eine größere Datei an jemanden zu übertragen oder ein Fotoalbum zu teilen.

Das ist das zweite Haupt-Feature gängiger Cloud-Speicher-Dienste: gemeinsame Verzeichnisse pflegen, auf die mehrere Nutzer über ihre Accounts Zugriff haben, oder einfach Links verschicken, über die sich die Cloud-Dateien herunterladen lassen. Bei manchen Anbietern ermöglichen solche Links auch Uploads durch die Empfänger.

Online Backup: Vorsorge für die Datenkatastrophe

Auch beim Online-Backup lädt eine auf dem Rechner installierte Software ausgewählte Daten auf einen Cloud-Server hoch. Nur der Zweck ist ein anderer. Hier geht es darum, eine Sicherheitskopie zu haben, wenn der Rechner gestohlen wird oder Daten beschädigt sind. Genauso praktisch ist ein Online-Backup, wenn ihr regulär auf einen neuen Rechner umzieht. Achtung: Bedenkt für diesen Fall aber, dass die wenigstens Online-Services ein Full Image Backup erstellen.

Backblaze erst Backup

Backblaze lädt ein Backup hoch

In diesen Fällen braucht ihr nur eine Internetverbindung und eure Zugangsdaten für den Backup-Dienst, um alle verlorenen Dateien zurückzubekommen.

Technisch gesehen könnt ihr euch ein Online-Backup als modifizierten Cloud-Speicher vorstellen. Die wesentlichen Unterschiede sind diese:

  • Cloud-Speicher sind meist auf ein bestimmtes lokales Verzeichnis beschränkt, das mit der Cloud synchronisiert wird. Ihr müsst alle Dateien, auf die ihr ortsunabhängig zugreifen oder die ihr teilen wollt, in dieses Verzeichnis legen. Ein Online-Backup dagegen umfasst tendenziell alle Verzeichnisse, in denen persönliche Dateien liegen, die ihr nach einem Verlust des Rechners vermissen könntet. Dazu gehören alle Arten von Dokumenten und Mediendateien sowie Anwendungsdaten, in denen installierte Programme eure persönlichen Einstellungen speichern.
  • Ein Online-Backup “synchronisiert” nur in einer Richtung, nämlich vom Rechner in die Cloud.
  • Während beim Cloud-Speicher neue und geänderte Dateien sofort hochgeladen werden, könnt ihr beim Online-Backup meist einstellen, ob ihr kontinuierliche Backups wollt, also Speicherung in Echtzeit oder das Backup in bestimmten von euch festgelegten Intervallen aktualisiert werden soll, zum Beispiel einmal täglich.

Bei anderen Aspekten sind die Grenzen nicht so scharf gezogen. Zum Beispiel ermöglichen auch Backup-Dienste einen Zugriff von anderen Rechnern oder Mobilgeräten, manuelle Uploads und Downloads von Dateien und die Erstellung öffentlicher Links.

Das Alleinstellungsmerkmal von Cloud-Speichern ist also, dass eine Auswahl von Dateien automatisch auf mehreren Geräten verfügbar ist und mit anderen geteilt werden kann, die sie ihrerseits auf ihren Endgeräten synchronisieren können.

Online-Backups dagegen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie darauf ausgelegt sind, die auf eurem Rechner gespeicherten Daten möglichst umfassend zu sichern, so dass ihr bei Verlust, Beschädigung oder Rechner-Umzug möglichst schnell mit allem weiterarbeiten könnt.

Hierfür ist mehr Speicherplatz nötig als für einen Cloud-Ordner, den man natürlich auch schon mit 2 Gigabyte sinnvoll betreiben kann, wie sie Dropbox kostenlos bietet. Deshalb ist ein Gratis-Angebot für Einsteiger bei Cloud-Anbietern üblich, beim Online-Backup hingegen nicht.

Wie habe ich getestet?

Zuerst habe ich zusammen mit Kennern des Marktes eine Liste von 17 Cloud- und Backup-Diensten zusammengestellt, die zu den bekanntesten gehören oder die meisten Empfehlungen in Fachmedien bekommen. Zu dieser Auswahl gehören sowohl bekannte Unternehmen wie Dropbox, Microsoft (OneDrive) und Google (Google Drive) als auch kleinere Anbieter und Expertentipps wie unser Testsieger pCloud und andere.

Ich habe bei allen 17 Services einen Account eröffnet und die Software auf meinem Windows-10-PC installiert. Die meisten Services halten auch eine Software für Mac bereit.

Das Betriebssystem Linux berücksichtigen nur wenige Anbieter. Zum Glück gehören dazu einige wirklich gute, die auch sonst empfehlenswert sind. Von den Test-Kandidaten haben Dropbox, pCloud, Luckycloud, Mega und SpiderOak (Online-Backup) an alle drei meistgenutzten Betriebssysteme gedacht.

Zum Testen habe ich einen 5 Gigabyte großen Ordner zusammengestellt. Viele kleine Dateien zu verarbeiten dauert gewöhnlich länger als dieselbe Datenmenge in einer großen Datei. Deshalb ist eine Mischung von großen und kleinen Dateien für ein aussagekräftiges Testergebnis am besten.

Dementsprechend enthält mein Testordner grob Folgendes:

  • 2 Videodateien von je etwas über 1 Gigabyte größe
  • 3 Videodateien in 350 Megabyte Größe
  • mp3-Musikalben im Umfang von rund 800 Gigabyte
  • Einige Hundert Word- und PDF-Dokumente sowie Fotos

Diesen Ordner habe ich in mein Cloud-Verzeichnis gelegt beziehungsweise für die Erstellung eines Online-Backups ausgewählt. Nach dem Upload konnte ich die darin enthaltenen Unterordner und Dateien nutzen, um die Funktionen des Angebots auszuprobieren, wobei vor allem das Teilen und das Wiederherstellen interessant sind.

Webde Menus

Mein Test-Datenpaket im Web.de Online-Speicher

Letzteres, die Wiederherstellung, habe ich außerdem benutzt, um die Download-Zeit zu messen. Dazu habe ich bei den Cloud-Diensten einfach den ganzen Ordner gelöscht und dann im Browser-Zugriff aus dem Papierkorb wiederhergestellt. Da die Daten in diesem Moment nur online vorhanden sind, startet automatisch ein Download.

Bei den Backup-Diensten habe ich ebenfalls die Wiederherstellungsfunktion genutzt, um den zuvor hochgeladenen Ordner herunterzuladen und zu prüfen, wie lange es dauert. Je nach Anbieter geschieht dies ebenfalls im Browser oder direkt in der lokalen Software.

Ich habe einen VDSL-Zugang von o2 mit einer Bandbreite bis zu 50.000 kbit/s im Download und 10.000 kbit/s im Upload. Spät abends erreiche ich diese Spitzenwerte knapp, tagsüber kann die Geschwindigkeit auch mal auf 25.000 bzw. 5.000 kbit/s sinken, was aber eher selten passiert.

iDrive Speedtest

Speedtest an meinem Arbeitsplatz

Wenn mir ein Anbieter langsam vorkam, habe ich vor und nach dem Testen der Übertragungsraten immer Speedtests durchgeführt, um auszuschließen, dass es an mir liegt. Aber auch wenn meine Bandbreite auf ihrem Tiefpunkt von 25.000 kbit/s ist, müsste ein Download von 5 Gigabyte rechnerisch nur knapp 27 Minuten dauern. Dies haben nur wenige Dienste unterboten.

Neben dem Testen der technischen Funktionen habe ich mir in allen Fällen die Hilfeseiten der Anbieter angesehen und bei Fragen, Problemen und Unklarheiten den Support kontaktiert. Gute, ausführliche und verständliche Tutorials oder FAQ sind ein Kriterium, das neben dem Support in die Bewertung einfließt, und zum Teil unterscheiden sich die Anbieter in diesem Punkt stark.

In allen Fällen habe ich mir sämtliche Menü- und Einstellungsoptionen in der lokal installierten Software sowie im browser-basierten Zugang angesehen.

Das nur als Überblick des Vorgehens beim Testen. Unten im Bericht werden ein paar weitere Details auftauchen, auf die sich zu achten lohnt. Natürlich spielen auch Preise und Datenmengen eine Rolle bei der Bewertung.

Google, Microsoft, iCloud und Co. - Datenschutz bei den Großen

Cloud-Speicher-Anbieter werben gerne mit kostenlosen Paketen für kleinere Datenmengen. Da sich kein Unternehmen mit Luft und Liebe betreiben lässt, stellt sich insbesondere bei Gratis-Angeboten die Frage, wo der Haken ist. Bei Internetriesen wie Google und Facebook ist die Antwort klar: Wir bezahlen nicht mit Geld, sondern mit persönlichen Daten.

Die Konzerne verdienen an unseren Daten, indem sie uns gezielt Werbung zeigen, die zu unseren Interessen passt, und ihre gigantischen Datenbestände nutzen, um das Konsumverhalten ihrer Nutzer zu analysieren. Marktforschung ist teuer und aufwändig. Google, Facebook und andere Plattformen sind Maschinen, die permanent Marktforschungsdaten erzeugen, wie sie in Umfang und Differenziertheit früher gar nicht denkbar waren.

Nun kann man argumentieren, dass dies doch ein faires Geschäft sei: Ich darf eure Plattform kostenlos nutzen und ihr dürft mir dafür Werbung zeigen. Manchmal ist die sogar tatsächlich interessant für mich, und wenn nicht, kann ich sie ja ignorieren.

Allerdings setzt dieses Argument voraus, dass die gesammelten Daten wirklich nur für kommerzielle Werbung auf der jeweiligen Plattform genutzt werden. Auf lange Sicht wirken dem jedoch starke Kräfte entgegen: erstens der wirtschaftliche Wert solcher Konsumentendaten, zweitens die Begehrlichkeiten von Regierungen, Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten.

Letztlich ist es eine Frage des Vertrauens – in die Großunternehmen und Regierungen der Gegenwart und der Zukunft. Sich schnell, kostenlos und ohne Zahlungsdaten anmelden zu können ist bequem. Aber wer etwas länger darüber nachdenkt, wird sich fragen, ob ein paar Euro im Monat nicht eine vor Konzernen und Staatsapparaten geschützte Privatsphäre allemal wert sind.

Allerdings folgen Cloud-Speicher nicht unbedingt dem Google-Modell. Sie finanzieren sich nicht durch Werbung, sondern die kostenlosen Accounts sind Lockangebote, die möglichst vielen Nutzern die regulären, bezahlten Accounts nahebringen sollen.

Im Prinzip ist dieses Modell mit hohen Datenschutzstandards vereinbar. Hier kommt es auf die technische Sicherheitsarchitektur und die Datenschutzrichtlinien des Anbieters an. Bei den großen Konzernen sind beide meist nicht optimal.

Sie bieten keine umfassende Verschlüsselung und behalten sich vor, die Daten auszulesen. Wenn ihr Wert auf Privatsphäre für eure Daten legt, solltet ihr einen der kleinen Anbieter mit klarem Sicherheitsversprechen und Verschlüsselung vorziehen.

Cloud-Speicher kostenlos: Lohnen sich die Gratis-Anbieter?

Gratis-Angebote sind zumindest an der Oberfläche immer attraktiv. Das gilt umso mehr im Internet, wo viele Menschen ungern Bankverbindungen oder Kreditkartennummern preisgeben und daran gewöhnt sind, verschiedenste Dienstleistungen kostenlos nutzen zu können.

Dementsprechend bemühen sich die meisten Cloud-Speicher-Anbieter, euch mit kostenlosen Accounts die Entscheidung für einen Account möglichst leicht zu machen, und bieten zahlenden Nutzern mehr Speicherplatz sowie erweiterte Funktionen an. Auf diese Weise hat Dropbox sich seinen großen Marktanteil gesichert und die Standards definiert, denen die meisten Konkurrenten erkennbar folgen.

Gratis-Angebote können auf Datenhandel oder Werbung beruhen, müssen es aber nicht, wenn die Anbieter durch sie genug zahlende Kunden gewinnen. Wenn ihr ein kostenloses Cloud-Speicher-Angebot in Betracht zieht, solltet ihr euch also zwei Fragen beantworten:

  • Reicht euch der Speicherplatz und der Funktionsumfang des Angebots?
  • Wie geht der Service mit euren Daten um? Behält er sich vor, sie auszulesen und auszuwerten, oder verspricht er Diskretion?

Zum Teil werben die Firmen offensiv mit Datenschutz und Sicherheit. Der Idealfall ist, dass die Daten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf die Server gelangen und die Sicherheitsarchitektur dem Anbieter selbst kein Auslesen ermöglicht (“Zero Knowledge”). Grundsätzlich lohnt sich immer einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzrichtlinien.

Dort stoßt ihr im Fall von Microsofts OneDrive zum Beispiel auf diese Information:

“Wir teilen Ihre persönlichen Daten mit Ihrer Zustimmung oder nach Bedarf, um eine Transaktion abzuschließen oder ein Produkt anbieten zu können, das Sie angefordert oder autorisiert haben. Wir teilen Daten auch mit Microsoft-kontrollierten Tochtergesellschaften und Niederlassungen; mit Anbietern, die in unserem Auftrag handeln; …”

Eure Daten werden also auf jeden Fall ausgelesen und ihr müsst darauf vertrauen, dass Microsoft samt Partnerunternehmen sie hinreichend schützen und nicht zweckentfremdet verwenden. Bei einem auf Sicherheit fokussierten Anbieter wie Sync klingt das ganz anders:

“Sync’s zero-knowledge storage platform ensures only you can access your data. We can’t read your files – your privacy guaranteed.”

Auch Sync bietet ein kostenloses Einsteiger-Paket an. Wie gesagt, das ist kein Ausschlusskriterium. Doch es ist neben dem Speicherplatz und Funktionsumfang der wichtigste Punkt, den ihr dabei beachten solltet.

Die Kategorien-Sieger

Zusätzlich zum Gesamtsieger pCloud stelle ich euch nun einige weitere gute Cloud-Speicher- und Online-Backup-Dienste vor, die in bestimmten Aspekten besonders stark sind. Kosten und Preise, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit fließen dabei auch immer mit in die Bewertung ein. Ich bin sicher, es ist für jeden etwas Geeignetes dabei.

Testsieger kostenlose Cloud-Speicher: Mega

In dieser Kategorie fiel die Auswahl des Siegers leicht. Bei dem neuseeländischen Anbieter Mega bekommt ihr 50 Gigabyte Speicherplatz kostenlos. Damit liegt Mega weit über sämtlichen Konkurrenten. Zugleich kann er sich auch bei Datenschutz, Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit sehen lassen.

Mega Cloudansicht

Die Innenansicht der Mega-Cloud

Bevor ich darauf näher eingehe, hier ein Überblick der Speichermengen bei den getesteten Cloud-Anbietern im Überblick. Zusätzlich gebe ich an, ob sie eine Vollverschlüsselung bieten und wo die Anbieter ihren Sitz haben.

Anbieter Speicherplatz (GB)VerschlüsselungStandort
Mega50Neuseeland
Google Drive15xUSA
Magenta Cloud (Dt. Telekom)10xDeutschland
pCloud10Schweiz
Web.de6xDeutschland
iDrive5USA
Sync5Kanada
OneDrive (Microsoft)5xUSA
Dropbox4xUSA

Anmerkungen zur Tabelle:

  • Mit “Verschlüsselung” meine ich, dass eure Cloud-Daten verschlüsselt auf dem Server liegen, nicht nur, dass die Übertragung verschlüsselt erfolgt. Letzteres ist auch bei den meisten Webseiten der Fall und schützt die Dateien nur während der Übertragung.
  • Oft gibt es Möglichkeiten, den kostenlosen Speicherplatz noch aufzustocken, indem man zum Beispiel weitere Nutzer anwirbt. Diese sind hier nicht eingerechnet – mit zwei Ausnahmen: Bei Web.de erhaltet ihr zunächst 2 Gigabyte und weitere 4, wenn ihr die Synchronisierungs-Software installiert. Da dies zur normalen Nutzung dazugehört, habe ich diese 4 Gigabyte eingerechnet. Bei Dropbox startet ihr ebenfalls mit 2 Gigabyte und bekommt noch einmal 2, wenn ihr unter demselben Account einen weiteren Speicher anlegt. Die Idee ist, getrennte Cloud-Speicher für berufliche und private Nutzung zu erstellen. Da dies praktisch ist und nur ein paar Klicks erfordert, habe ich oben 4 statt 2 angegeben.

Mega ging im Jahr 2013 aus der Filesharing-Plattform Megaupload hervor. Das großzügige kostenlose Speicherkontingent macht zunächst misstrauisch, aber der Service weiß auch bei anderen Bewertungskriterien zu überzeugen.

Mega

VORTEILE

  • 50 Gigabyte kostenlos
  • Selektive Synchronisierung
  • Umfassende Verschlüsselung
  • Unbegrenzte Speicherung gelöschter Dateien und früherer Dateiversionen

NACHTEILE

  • Bezahlpakete relativ teuer
  • Hilfeseiten nur auf Englisch
  • Teilweise langsam im Test

4,99 €

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortNeuseeland
Deutsche Benutzeroberfläche teilweise
Kostenloser Cloud Speicher50 GB
BezahloptionAb 4,99 Euro/Monat für 200 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobiler ZugriffiOS, Android und Windows
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Da ist zuerst einmal die Sicherheit. Mega bietet eine vollständige Verschlüsselung, so dass der Anbieter selbst eure Daten nicht lesen kann. Darüber hinaus ist der Service mit Open-Source-Software verwirklicht, soweit das möglich ist. Dies ist ein zusätzlicher Sicherheits-Bonus, weil sich so jeder Kundige selbst von der Funktionsweise der Software überzeugen kann.

Die Funktionen umfassen alles, was von Dropbox bekannt ist, und mehr. Vor allem die Möglichkeit zur selektiven Synchronisierung von Verzeichnissen an jedem Ort auf der Festplatte ist ein starker Vorteil. Ein weiterer ist, dass gelöschte Dateien und frühere Dateiversionen unbegrenzt gespeichert bleiben. Dies nennt man auch file-retention. Die ist bei den meisten Anbietern begrenzt.

Bei größeren Speicherkontingenten ist Mega im Vergleich zur Konkurrenz nicht mehr so günstig. Außerdem ist dort das monatliche Transfervolumen begrenzt. Das Paket “Pro-Lite” für 4,99 Euro im Monat erlaubt zum Beispiel nur 1 Terabyte übertragene Daten – ebenfalls pro Monat.

Bei dem hervorragenden kostenlosen Angebot würde ich mich darüber aber nicht beschweren. Besonders wenn Speichermengen zwischen etwa 5 und 50 Gigabyte eurem Bedarf entsprechen, ist Mega für euch eine sehr gute Gratis-Lösung. Alle Details erfahrt ihr in unserem Mega Test.

Auf den Plätzen: Weitere Cloud-Speicher mit kostenlosen Angeboten

Mega ist bei Speicherplatz und Sicherheit unter den kostenlosen Angeboten deutlich in Führung. Als zweitplatzierter kommt nur pCloud in Frage, da unser Gesamtsieger mit 10 bis 20 Gigabyte bei den kostenlosen Accounts ebenfalls großzügig ist.

Ginge es nur nach der reinen Speichergröße, käme Google Drive auf den zweiten Platz. Der Service ist praktisch wie das meiste von Google und hat als Alleinstellungsmerkmale die Integration mit den webbasierten Office-Anwendungen namens Google Docs sowie eine Lösung für Online-Backups.

Das Problem ist die Datensammelei von Google. Ihretwegen kann ich den Dienst nur mit Vorbehalt empfehlen. Ausführliche Informationen findet ihr in unserem Google Drive Test.

Bei Magenta Cloud von der Deutschen Telekom gibt es ebenfalls 10 Gigabyte kostenlos, doch der Service ist pCloud in allen Bereichen unterlegen – außer vielleicht bei der Benutzerfreundlichkeit. Die ist aber auch kein Kunststück, wenn zugleich der Funktionsumfang viel kleiner ist.

Magentacloud Web Interface

Die Web-Ansicht von Magenta Cloud

Der Standort Deutschland ist aufgrund der hiesigen Datenschutzvorschriften ein Vorteil, und der kurze Weg zum Server begünstigt eine schnelle Übertragung. Leider ist hier aber die Wiederherstellung gelöschter Dateien recht umständlich und nicht gut gelöst. Außerdem ist keine Zusammenarbeit an gemeinsamen Ordnern vorgesehen. Alle Details findet ihr in unserem Magenta Cloud Test.

Der Cloud-Speicher von Web.de ist durchaus brauchbar und automatisch in einem Web.de-Account enthalten. Wer bereits eine E-Mail-Adresse von Web.de hat, kann ihn jederzeit nutzen. Club-Mitglieder erhalten die größeren Speicher-Kontingente vergünstigt, beginnend mit einem 100-Gigabyte-Paket für 1,99 Euro Aufschlag pro Monat auf die Mitgliedschaftsgebühr.

Doch wie Magenta Cloud ist auch der Service von Web.de sehr einfach gehalten. Vor allem bei den Möglichkeiten der Zusammenarbeit und bei der Wiederherstellung gelöschter oder geänderter Dateien bleibt der Funktionsumfang hinter spezialisierten Cloud-Anbietern wie Dropbox zurück. Ein Plus ist wiederum die Geltung der deutschen Datenschutzgesetze. Im Detail könnt ihr die Stärken und Schwächen in unserem Web.de Online-Speicher Test nachlesen.

Bei iDrive bekommt ihr Cloud-Speicher und Online-Backup in einem. Preise, Funktionsumfang und Speicherplatz sind sehr gut, doch die Software ist etwas unübersichtlich, die deutsche Übersetzung unvollständig und teilweise schlecht.

Zudem ist die Software primär aufs Online-Backup ausgelegt und der Cloud-Speicher wirkt mehr wie ein ergänzendes Extra. Die spezialisierten Cloud-Dienste sind deutlich angenehmer zu bedienen. Ausführlich stelle ich den Service in unserem iDrive Test vor.

iDrive Software

In der Anmutung bunt: iDrive

Sync ist unser Testsieger in der Kategorie Sicherheit, aber mit 5 Gigabyte für kostenlose Accounts nicht herausragend, was den kostenlosen Speicherplatz betrifft. Weitere Details folgen unten.

OneDrive hieß früher einmal SkyDrive und ist der Cloud-Speicher des Software-Riesen Microsoft. Die Lage stellt sich hier ähnlich dar wie bei Google Drive: Der Service als solcher ist ausgefeilt und beeindruckt mit Schnelligkeit und großem Funktionsumfang. Hierzu gehören die browserbasierten Office-Anwendungen, mit denen ihr Excel-, PowerPoint- und Word-Dokumente erstellen und bearbeiten könnt.

Da Microsoft Office der Standard in vielen Büros ist, sind web-basierte Varianten der entsprechenden Anwendungen im Zweifel noch nützlicher als Google-Dokumente, die sich oft mehr schlecht als recht in Microsoft-Formate konvertieren lassen.

Onedrive Web Optionen

Die Web-Ansicht von OneDrive

Finanziell lohnt sich OneDrive, wenn ihr sowieso Microsoft Office abonnieren wollt, denn dann bekommt ihr beides in günstigen Paketen mit viel Speicherplatz. Wie bei Google sind hier allerdings Zweifel anzumelden, ob eure privaten Daten dort in den besten Händen sind. Alles weitere könnt ihr unserem OneDrive Test entnehmen.

Dropbox bildet das Schlusslicht, was den kostenlosen Cloud-Speicherplatz betrifft. Das ist kein Wunder, denn die Konkurrenten kamen später auf den Markt und mussten sich etwas einfallen lassen, um den bereits etablierten und beliebten Service zu überbieten. Größere Speicherkontingente für die kostenlosen Accounts sind hier die wohl effektivste Möglichkeit, zumal Speichermedien über die Jahre immer billiger geworden sind.

Die besten Cloud-Speicher in Deutschland

Eine Kategorie für die besten Cloud-Speicher in Deutschland ist aus (mindestens) zwei Gründen sinnvoll:

  • Für sie gilt die deutsche Rechtslage insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes. Die deutschen Regeln sind strenger als beispielsweise die in den USA. Außerdem ist ein Unternehmen in Deutschland leichter juristisch greifbar, falls es mal Probleme geben sollte.
  • Der zweite Hauptgrund ist die Sprache. Viele Internetnutzer haben sich längst an englischsprachige Benutzeroberflächen gewöhnt, aber anderen bereiten sie Schwierigkeiten, insbesondere wenn es technisch und kompliziert wird.

Natürlich steht es auch einem Unternehmen aus den USA oder an jedem anderen Ort der Welt frei, seine Seiten in deutscher Sprache anzubieten. In der Praxis leisten sich das jedoch nur die größten Anbieter wie Dropbox, Microsoft, Amazon oder Google. Bei den kleineren werdet ihr oft nur teilweise und/oder schlechte Übersetzungen finden – was schade ist, weil dies oft die interessanteren Anbieter sind.

Die im Test berücksichtigten Cloud-Speicher-Dienste aus Deutschland sind Strato HiDrive, Web.de Online-Speicher, Magenta Cloud von der Telekom und Luckycloud. Der klare Testsieger aus dieser Gruppe ist Strato HiDrive.

Testsieger Cloud-Speicher in Deutschland: Strato HiDrive

Strato ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern ein bewährter und führender Webhosting-Anbieter auf dem deutschen Markt, den es schon seit 1997 gibt. Strato zählt mehr als eine Million Kunden. Der Cloud-Speicher ist seit 2010 im Angebot.

Die größte Stärke von Strato HiDrive im Vergleich zu den anderen deutschen Anbietern ist der Funktionsumfang. Die Möglichkeiten zum Speichern, Synchronisieren und Teilen von Daten sowie zur Zusammenarbeit in Teams sind breit gefächert und ausgefeilt. Neben dem Cloud-Speicher bietet HiDrive auch Backups für Desktop-Rechner und Mobilgeräte.

Strato HiDrive Web Menu

Aufgeräumte Oberfläche: Strato HiDrive

Regulär bietet Strato HiDrive keine kostenlosen Accounts an. Die Preise beginnen bei 2,00 Euro im Monat für das kleinste Paket mit 100 Gigabyte Speicherplatz zuzüglich 10,00 Euro Einrichtungsgebühr. Dies ist der Preis für einen Jahresvertrag.

Mit monatlicher Kündbarkeit kostet das Paket 3,00 Euro im Monat. Nur über einen Umweg sind dann doch Gratis-Zugänge mit 5 Gigabyte Speicherplatz zu finden, und zwar auf der englischsprachigen Seite www.free-hidrive.com.

Auf den zweiten Blick sind die 3,00 Euro im Monat auch im Vergleich zu den kostenlosen Angeboten der Konkurrenz günstig, denn bei diesen sind meist die Funktionen eingeschränkt. Das betrifft zum Beispiel die Möglichkeiten zum Teilen von Daten und Verschicken von Links.

Bei HiDrive könnt ihr verschickte Links mit Passwort schützen, ein Verfallsdatum bestimmen und auch Uploads erlauben, sofern der Link auf ein Verzeichnis verweist statt auf eine Datei.

Die Kooperation an geteilten Verzeichnissen läuft etwas anders als bei Dropbox und Co.: Ihr abonniert dazu ein Team-Upgrade und ladet die anderen Beteiligten sozusagen als Gäste mit eigenen Zugängen in euren Account ein. In einer gemeinsamen Arbeitsumgebung hat dann jeder sein eigenes geschütztes Verzeichnis und kann auf einen geteilten Ordner namens “Public” zugreifen. Dort findet die Zusammenarbeit statt.

Strato HiDrive Team HiDrive

Gäste bewirten unter 'Team HiDrive'

Ihr könnt auch den Public-Ordner auf euren Geräten synchronisieren, müsst es aber nicht. Für die Inhalte in eurem Cloud-Ordner könnt ihr selektive Synchronisierungs-Einstellungen festlegen, also bei Bedarf nur einen Teil der Cloud-Daten auch auf euren Endgeräten synchronisieren.

Zur Absicherung gegen versehentliches Löschen oder Überschreiben hat HiDrive eine Backup-Funktion. In von euch gewünschten Intervallen speichert HiDrive eine Sicherheitskopie eurer Cloud-Daten, aus denen ihr Dateien und Verzeichnisse früherer Zeitpunkte wiederherstellen könnt.

Natürlich gehört zu HiDrive auch eine App für den mobilen Zugriff auf eure Cloud. Diese gibt es für iOS und Android; die Desktop-Software für Mac und Windows.

Strato HiDrive App Hauptmenu

Funktionen der HiDrive-App

Das Geräte-Backup kostet einen Aufpreis, und zwar noch einmal 2,00 Euro. Für ab 4,00 Euro im Monat bekommt ihr hier also Cloud-Speicher und Online-Backup in einem, was sehr günstig ist.

Im Vergleich zu Dropbox und ähnlichen Diensten ist HiDrive technisch anspruchsvoller, aber dafür könnt ihr auch mehr damit machen und eure Daten sind sicherer aufgehoben. Im Test hat sich außerdem der Support als schnell und hilfsbereit erwiesen, obwohl ich das optionale Upgrade für kostenlosen 24-Stunden-Support nicht gebucht hatte.

Alle Details findet ihr in unserem Strato HiDrive Test.

Strato HiDrive

VORTEILE

  • Großer Funktionsumfang
  • Guter Support
  • Server und Ansprechpartner in Deutschland

NACHTEILE

  • Bedienung etwas sperrig
  • Kleinere Bugs

2,00 €

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortDeutschland
Deutsche Benutzeroberfläche
Kostenloser Cloud Speicher free-hidrive.com5 GB
BezahloptionAb 2,00 Euro / Monat + 10,00 Euro Einrichtungsgebühr
BetriebssystemeMac und Windows
Mobiler ZugriffiOS, Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Auf den Plätzen: Weitere gute Cloud-Speicher in Deutschland

Einen klaren zweiten Platz belegt Luckycloud. Dies ist ein weniger bekannter, aber leistungsstarker Cloud-Anbieter mit großem Funktionsumfang und hohem Sicherheitsniveau.

Luckycloud Versionierung

Fortgeschrittene Einstellungsoptionen: Luckycloud

Tatsächlich überbietet Luckycloud sogar Strato in beiden Bereichen, denn hier ist eine Verschlüsselungsfunktion und die Möglichkeit zur Synchronisierung beliebiger Ordner auf der Festplatte mit im Paket. Bei Strato und den meisten anderen gibt es immer nur ein bestimmtes lokales Verzeichnis für die Synchronisation.

Für den Sieg hat es nicht gereicht, weil Luckycloud bei größeren Datenmengen teuer und für Laien schwieriger zu bedienen ist, während die Hilfeseiten nur wenig ausgebaut sind. Das sind zwei erhebliche Einschränkungen. Von diesen abgesehen ist Luckycloud eine sehr überzeugende Cloud-Speicher-Lösung.

Zum detaillierten Bericht hier entlang: Luckycloud Test.

Luckycloud

VORTEILE

  • Schnell
  • Flexible Synchronisierungs-Einstellungen
  • Verschlüsselung integriert
  • Umfassende Versionsgeschichte aller Dateien
  • Passwortschutz und Befristung für Links

NACHTEILE

  • Kein Gratis-Paket
  • Etwas steilere Lernkurve
  • Bei größeren Datenmengen teuer

1,00 €

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortDeutschland
Deutsche Benutzeroberfläche
Kostenloser Cloud Speicher- GB
BezahloptionAb 1,00 Euro/Monat für 10 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobiler ZugriffiOS, Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Der Web.de Online-Speicher und Magenta Cloud von der Telekom sind durchaus vorzeigbar, aber sehr einfach gehalten. Ihr Funktionsumfang ist eher klein. Zum Beispiel gibt es keine Möglichkeit, gemeinsam mit Anderen auf geteilte Ordner zuzugreifen, wie sie bei spezialisierten Cloud-Diensten Standard ist.

Grundfunktionen wie Synchronisierung, Teilen von Links und App-Zugriff sind aber vorhanden. Ein weiterer Vorzug ist, dass es kostenlose Starter-Pakete gibt. Für einfache Anforderungen sind beide somit ausreichend. Mehr erfahren:

Cloud-Sicherheit: Wer schützt eure Daten am besten?

Durch die Enthüllungen von Edward Snowden wurde bekannt, wie intensiv Geheimdienste den Datenverkehr im Internet überwachen und dabei auf die Unterstützung von Konzernen setzen können. Außerdem kommt es immer wieder zu Datenlecks, die je nach Inhalt auf viele Arten schädlich für die Besitzer der Daten werden können.

Vor diesem Hintergrund sehen viele die Idee skeptisch, persönliche Daten in der Cloud zu parken. Und das zu Recht. Einige Anbieter setzen daher auf besonders hohe Sicherheitsstandards, um sich von Dropbox und anderen Konkurrenten abzuheben.

Wir haben die Datensicherheit als wichtigen Punkt in die Bewertung einfließen lassen und unter anderem deshalb pCloud zum Testsieger gekürt. Noch konsequenter ist hier der kanadische Anbieter Sync. Denn während pCloud nur als Option ermöglicht, Daten im Verzeichnis “Crypto” abzulegen und damit zu verschlüsseln, ist bei Sync grundsätzlich alles verschlüsselt.

  • Testsieger Cloud-Sicherheit: Sync

Sync ist in Erscheinungsbild und Funktionsweise eng an Dropbox angelehnt – bis hin zur blauen Farbe. Beim Datenschutz aber bietet Sync deutlich mehr. Eure Daten sind vollständig verschlüsselt auf dem Server geparkt und nur ihr habt den Schlüssel dazu. Selbst wenn Sync eure Daten an andere herausgeben wollte, wäre das nur Zeichensalat.

Sync Web Interface

Nüchtern, sicher und praktisch: Sync

Im Wesentlichen kann Sync alles, was Dropbox kann: Daten mit der Cloud und auf mehreren Rechnern synchronisieren, mit weiteren Nutzern Verzeichnisse teilen und Links verschicken. Für die Nutzung unterwegs gibt es eine App.

Sync bietet 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos und 2 Terabyte mit erweiterten Funktionen für günstige 8 Dollar. Wenn ihr ausreichend Englisch beherrscht, eine ausgezeichnete Adresse. Hier findet ihr unseren ausführlichen Sync Test.

  • Auf den Plätzen: Weitere Cloud-Anbieter mit hoher Datensicherheit

Die großen Anbieter scheiden unter dem Sicherheitsaspekt eher aus. Hier noch einmal die Alternativen mit guten Sicherheitsstandards im Überblick:

  • pCloud: Hosting in der Schweiz und Zero-Knowledge-Verschlüsselung mit “Crypto”
  • Mega: Der Service aus Neuseeland bietet ebenfalls Zero-Knowledge-Sicherheit, arbeitet mit Open-Source-Software und überzeugt mit großem Funktionsumfang und unschlagbaren 50 Gigabyte für kostenlose Accounts.
  • Luckycloud: Dieser Service aus Deutschland hat eine Verschlüsselungsfunktion integriert und bietet einen besonders großen Funktionsumfang, ist allerdings bei größeren Speicherkontingenten recht teuer.
  • Strato, Magenta Cloud und Web.de verzichten auf Zero-Knowledge-Architektur, profitieren aber von den strengen Datenschutzgesetzen in Deutschland. Strato genügt auch fortgeschrittenen Ansprüchen, Magenta Cloud und Web.de sind eher einfach gehalten.

Ein guter Tipp für hohe Sicherheitsansprüche ist auch SpiderOak. Dort gibt es keine kostenlosen Accounts, dafür aber ist der Cloud-Speicher intelligent mit einer Backup-Lösung verknüpft. Mehr dazu unten im Abschnitt zu den Online-Backup-Testsiegern.

  • Benutzerfreundlichkeit: Wo geht's am schnellsten zur Sache?

Ein guter Cloud-Speicher erfordert nicht viel Aufmerksamkeit. Er läuft im Hintergrund, alle Dateien sind automatisch da, wo sie sein sollen, und mit nur wenigen Handgriffen lassen sich Daten teilen und für eine Zusammenarbeit bereitstellen. Unnötige Komplikationen kosten Zeit und sind potentielle Fehlerquellen.

Konkurrenten des Vorreiters Dropbox müssen sich daher bemühen, die richtige Balance zu finden. Sie können versuchen, Dropbox beim Funktionsumfang zu überbieten. Das bringt aber das Risiko mit sich, dass nur Wenige die zusätzlichen Funktionen wirklich brauchen, während diese den Service komplizierter machen und dadurch abschreckend wirken.

Anbieter wie pCloud und Luckycloud sind gute Beispiele dafür. Ihr könnt damit deutlich mehr anstellen als mit Dropbox, aber werdet auch bin bisschen länger brauchen, um alles zu verstehen.

Die ganz einfachen Dienste wie Web.de und Magenta Cloud wiederum fallen in mancher Hinsicht allzu einfach aus. Die Übersichtlichkeit und leichte Bedienung ist angenehm, aber bei der Zusammenarbeit und Wiederherstellung fehlen nützliche Funktionen.

  • Testsieger benutzerfreundliche Cloud-Speicher: Dropbox

Als bewährte goldene Mitte geht deshalb Dropbox als Testsieger aus dem Vergleich hervor. Dropbox hat bei der Cloud-Synchronisation von Daten über mehrere Geräte und bei der Zusammenarbeit an gemeinsamen Ordnern Maßstäbe gesetzt, die noch immer bestimmend für den Markt sind. Es bietet alle wichtigen Funktionen eines Cloud-Speichers und ist dabei schnell und einfach zu bedienen.

Dropbox Web Menu

Der Klassiker: Dropbox

Ein weiterer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten ist, dass die Hilfeseiten sehr gut ausgebaut und in deutscher Sprache verfügbar sind. In diesem Punkt liegt Dropbox weit vorn. Abstriche gibt es bei der Sicherheit und beim persönlichen Support. Zudem sind andere Anbieter – je nach benötigtem Speicherplatz – günstiger.

In unserem Dropbox Test stellen wir die Funktionen des Cloud-Pioniers ausführlich vor.

  • Auf den Plätzen: weitere benutzerfreundliche Cloud-Speicher

Obwohl die Testsieger der einzelnen Kategorien jeweils nach einem anderen Kriterium ausgewählt sind, lasse ich andere wichtige Aspekte auch in die Bewertung einfließen. Ich würde also keinen Anbieter als benutzerfreundlichsten empfehlen, der bei der Sicherheit katastrophal oder zu teuer ist.

Sonst wären die schon genannten Anbieter Web.de und Magenta Cloud hier heiße Kandidaten, da sie sehr einfach gehalten, leicht zu verstehen und bequem zu bedienen sind.

Auf der anderen Seite gibt es die Großen wie Google Drive, Amazon Drive und OneDrive, die ebenfalls benutzerfreundlich sind, aber Zweifel beim Datenschutz aufwerfen.

Interessant sind also eher diejenigen unter den kleineren, die bei Sicherheits- und Funktionsumfang mithalten können und bequem in der Benutzung sind.

Einen guten zweiten Platz belegt hier der schon erwähnte kanadische Anbieter Sync. Dieser ist in seinen Funktionen und in der Handhabung eng an Dropbox angelehnt, bietet dabei aber vollständige Zero-Knowledge-Sicherheit, das heißt Verschlüsselung mit geheimem Schlüssel.

Sync.com

VORTEILE

  • Einfache Bedienung, übersichtliche Oberfläche
  • Bequem Festplattenplatz sparen mit “Vault”-Funktion
  • Bis 5 Gigabyte kostenlos
  • Maximale Sicherheit

NACHTEILE

  • Alles auf Englisch
  • Durch Verschlüsselung langsames Laden von Dateivorschau-Bildern
  • Support nur per E-Mail und auf Englisch
  • Kleinere technische Probleme mit der App
  • Niedrige Übertragungsraten (langsam)

4,08 $

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortKanada
Deutsche Benutzeroberfläche
Kostenloser Cloud Speicher5 GB
BezahloptionAb 4,08 $ / Monat für 500 GB
BetriebssystemeMac und Windows
Mobiler ZugriffiOS, Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Weitere starke Pluspunkte sind, dass es bei Sync 5 Gigabyte kostenlos gibt und das Einsteiger-Paket für Privatnutzer sehr günstig ist: Ihr bekommt hier 2 Terabyte Speicherplatz für 8 Dollar im Monat. Weitere Details könnt ihr unserem Sync Test entnehmen.

Auf dem dritten Platz empfehle ich den US-Anbieter SugarSync. Das Besondere ist hier eine Kombination aus Cloud-Speicher und Online-Backup mit einer sehr schön klaren und übersichtlichen Benutzeroberfläche.

Sugarsync Kontextmenu

Gelungenes Interface: SugarSync

Wie beim Dropbox-Prinzip gibt es hier einen zentralen Ordner, der automatisch mit der Cloud und anderen verbundenen Geräten synchronisiert wird. Darüber hinaus könnt ihr mit SugarSync beliebige andere Ordner auf der Festplatte zur Synchronisierung auswählen.

Das bietet weit mehr Flexibilität und eröffnet die Möglichkeit, den Service gleichzeitig als Backup zu benutzen. Einfach in der Software neben alle Verzeichnisse ein Häkchen setzen, die ihr sichern wollt, fertig. Sie liegen dann in der Cloud und aktualisieren sich, sobald ihr an den enthaltenen Dateien etwas ändert. Natürlich könnt ihr auch von anderen Rechnern oder einer mobilen App aus auf die gesicherten Dateien zugreifen.

Leider droht bei SugarSync eine Vertragsfalle: Der kostenlose Test-Account geht automatisch in einen kostenpflichtigen über, wenn ihr nicht rechtzeitig kündigt. Eine Kündigung wiederum ist nur über den Live-Chat möglich, der nicht immer erreichbar ist und euch gerne auch mal eine Weile in der Warteschleife hängen lässt.

Die Preise liegen bei SugarSync über dem Durchschnitt. Ihr bezahlt im günstigsten Paket 7,49 Dollar im Monat für nur 100 Gigabyte Speicherplatz. Die gleiche Menge gibt es bei SpiderOak, einer technisch deutlich überlegenen Lösung, für 5,00 Dollar im Monat. SpiderOak ist jedoch technisch etwas anspruchsvoller. Dazu kommen wir gleich.

Eine genaue Beschreibung mit Screenshots findet ihr in unserem SugarSync Test.

  • Online-Backup: Die besten Anbieter

Funktionen für ein Online-Backup sind uns oben bei diversen 2-in-1-Lösungen schon begegnet. Abschließend will ich aber auch noch einen Anbieter für diejenigen empfehlen, die in erster Linie oder ausschließlich nach einem Backup-Service suchen. Genauer gesagt zwei Anbieter: einen mit begrenztem und einen mit unbegrenztem Speicherplatz.

Hier ist der Markt dünner besiedelt als bei den Cloud-Speichern. Die Auswahl wurde noch einmal kleiner, als der beliebte Dienst Crashplan sich im Sommer 2017 entschied, seine Backup-Lösungen nur noch für Unternehmenskunden anzubieten.

Deshalb fällt die Auswahl nicht schwer.

Testsieger Online-Backup mit unbegrenztem Speicherplatz: Backblaze

Das Unternehmen Backblaze aus den USA bietet eine gelungene Online-Backup-Lösung mit unbegrenztem Speicherplatz zu günstigen Preisen an. Diese beginnen bei 3,95 Dollar im Monat. Die Software ist einfach gehalten und leicht zu verstehen. Auf Wunsch speichert Backblaze eure Daten verschlüsselt, so dass nur ihr Zugang habt (“Zero Knowledge”).

Backblaze ist darauf ausgelegt, ein komplettes Backup eurer Festplatteninhalte anzulegen. So könnt ihr im Notfall oder bei Neuanschaffung zügig einen neuen Rechner aufsetzen und mit euren Daten weiterarbeiten. Wie die meisten Backup-Dienste beginnt Backblaze daher nach der Installation sofort damit, alle Nutzerdaten in die Cloud zu laden.

Backblaze Start

Backblaze macht Inventur

Wenn ihr nur ein teilweises Backup wünscht, ist das auch möglich, kann aber etwas umständlich werden. Dafür müsst ihr alle Verzeichnisse manuell ausschließen, die nicht zum Backup gehören sollen.

Wie es sich gehört, bietet Backblaze auch die Möglichkeit zur Wiederherstellung gelöschter Dateien sowie früherer Versionen geänderter Dateien. Deren Speicherung reicht allerdings nur vier Wochen in die Vergangenheit.

Unter dem Namen B2 unterhält Backblaze auch einen Cloud-Speicher, der jedoch mehr auf die automatisierte Nutzung über eine API-Schnittstelle ausgelegt ist. Als Dropbox-Alternative ist B2 kaum geeignet, da es bei manueller Nutzung wenig benutzerfreundlich ist.

Aber hier geht es ja auch ums Backup, und da ist Backblaze mit seiner leichten Bedienbarkeit, dem günstigen Preis, den hohen Sicherheitsstandards und dem unbegrenzten Speicherplatz eine rundum attraktive Lösung für Privatnutzer. Alle Details könnt ihr unserem Backblaze Test entnehmen.

Testsieger Online-Backup mit begrenztem Speicherplatz: SpiderOak One

SpiderOak One ist eine clevere Kombi-Lösung für Cloud-Speicher und Backup, die ebenfalls aus den USA kommt. Hier ist der Speicherplatz nicht unbegrenzt, sondern variiert mit gebuchtem Paket und Preis. Los geht es mit 100 Gigabyte für 5,00 US-Dollar.

SpiderOak One ist also teurer als Backblaze. Dem steht der Vorteil gegenüber, dass hier auf wirklich intelligente Weise ein Cloud-Speicher integriert ist, so dass ihr diesen bei Bedarf nicht zusätzlich buchen und bezahlen müsst.

Spideroak Start

Alles beisammen: Backup, Synchronisation und Teilen

Wie andere Online-Backup-Lösungen auch, ermöglicht SpiderOak One ein Backup der Nutzerdaten auf eurem Rechner in der Cloud zu pflegen. Alle Verzeichnisse, die zum Backup gehören, könnt ihr gleichzeitig wie bei einem Cloud-Speicher auf andere Rechner herunterladen und synchronisieren.

Damit geht SpiderOak One nicht nur über das bloße Online-Backup hinaus, sondern bietet auch beim Cloud-Speicher eine Funktion, die ihr bei Dropbox und den anderen großen Cloud-Services nicht findet: Die selektive Synchronisation jedes beliebigen Verzeichnisses auf der Festplatte.

Wie Backblaze bietet auch SpiderOak One volle Verschlüsselung mit Zero-Knowledge-Sicherheit. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Funktionsweise und Benutzeroberfläche etwas mehr Einarbeitung erfordert als Backblaze und die meisten Cloud-Speicher.

Wenn euch das nicht abschreckt und ihr eine gute, sichere 2-in-1-Lösung für Cloud-Speicher und Online-Backup sucht, ist SpiderOak One meine Empfehlung Nummer 1. Wenn ihr mehr erfahren wollt, schaut euch doch unseren ausführlichen SpiderOak Test an.

Weitere Online-Backup Dienste

Nachdem das einstmals beliebte Crashplan sein Angebot für Privatnutzer eingestellt hat, gibt es beim Online-Backup nicht mehr viel Auswahl. Über die zwei Sieger kann ich nur noch Strato HiDrive und Carbonite wirklich empfehlen.

Den Backup-Service gibt es bei Strato HiDrive als optionale Erweiterung zum Cloud-Speicher. Beide zusammen kosten mit 100 Gigabyte Speicherplatz 4,00 Euro oder 5,00 Euro im Monat, je nach Zahlweise. 1 Terabyte kostet 9,50 oder 10,50 Euro.

Ihr werdet hier merken, dass Strato HiDrive primär als Cloud-Speicher konzipiert ist. Die Backup-Funktion könnte komfortabler sein, vor allem bei der Wiederherstellung. Diese passiert grundsätzlich über den Browser-Zugang und ihr könnt nur ganze Verzeichnisse wiederherstellen, nicht einzelne Dateien. Wenn es darum geht, sich den Bearbeitungsverlauf einer Datei anzusehen, ist das etwas umständlich.

Um sich gegen Datenverlust abzusichern, reicht es aber allemal aus. Ihr profitiert bei Strato von der Erfahrung eines bewährten Webhosters, den Vorteilen des deutschen Datenschutzrechts und sehr gutem Support. Hier noch einmal der Link zu unserem ausführlichen HiDrive Test.

Carbonite ähnelt in groben Zügen Backblaze. Der Zweck ist der gleiche und das Interface ebenfalls angenehm übersichtlich. Carbonite ist jedoch mit Preisen ab 5,00 Dollar im Monat etwas teurer, zumal das Basis-Paket einen Haken hat: Audio- und Videodateien gehören nicht automatisch zum Backup. Ihr müsst sie manuell hinzufügen. Wenn ihr häufig Mediendateien benutzt und sichern wollt, wird das schnell mühsam.

Hier findet ihr unseren Carbonite Test.

Außerdem gehörten noch LiveDrive und iDrive zu unseren Testkandidaten. Die beiden Dienste ähneln einander. Sie bieten umfassende Backup-Funktionen und auch einen Cloud-Speicher, aber das Backup steht im Vordergrund.

Mit Preisen ab 4,35 US-Dollar im Monat für 1 Terabyte Speicherplatz und vielen Sonderaktionen ist iDrive sehr günstig. Dafür könnt ihr sogar mehrere Rechner und Mobilgeräte sichern. Die Wiederherstellung von gelöschten Daten und früheren Dateiversionen läuft bequem über die Software. Schön finde ich auch, dass iDrive nichts automatisch löscht, was jemals Teil eures Backups war.

Leider hat bei mir die Erstellung des Backups auch nach vielen Versuchen und mit Hilfe des Supports nicht geklappt. Etwas klemmte, das Hochladen der Daten brach immer ab. Wenn ihr es selbst ausprobieren wollt, bekommt ihr bei iDrive kostenlos einen Account mit 5 Gigabyte Speicherplatz. Vielleicht habt ihr mehr Glück.

Aufgrund meiner Erfahrungen kann ich den Service leider nur unter Vorbehalt empfehlen, obwohl er im Großen und Ganzen – theoretisch – eine sehr leistungsstarke und preisgünstige Lösung ist. Die Details könnt ihr meinem iDrive Test entnehmen.

Bei Livedrive liegt der Fall ähnlich. Auch hier eine im Prinzip starke Lösung, die in der Praxis nicht so recht funktionieren wollte.

Livedrive Restore

Livedrive während einer Wiederherstellung

Ihr bekommt hier unbegrenzten Speicherplatz für ein Online-Backup zum Preis von 5,00 Euro im Monat. Einen Cloud-Speicher gibt es ebenfalls, doch der kostet extra. Beides in Kombination mit 5 Terabyte Speicherplatz kostet 17,00 Euro im Monat.

Meine Hauptprobleme waren hier, dass die Preispolitik und Vertragsbedingungen nicht ganz transparent sind und dass ich beim Testen mit schlechten Übertragungsraten zu kämpfen hatte.

Ähnlich wie bei SugarSync müsst ihr auch für einen kostenlosen Test-Account eure Zahlungsdaten angeben und rechtzeitig kündigen, damit daraus nicht automatisch ein bezahltes Abo wird. Für die Kündigung besteht Livedrive auf einem Telefonanruf, wobei es keine deutschsprachige Kundenbetreuung gibt. Mehr dazu erfahrt ihr im Livedrive Test.

Fazit

Sowohl Cloud-Speicher als auch Online-Backups sind nützliche Helfer im vernetzten Alltag. Ein Cloud-Speicher ermöglicht Zugriff auf eure Dateien von jedem Ort, wo es Internet gibt, ein Online-Backup schützt vor den ernsten Problemen, die aus einem Datenverlust entstehen können.

Was Cloud-Speicher betrifft, gibt es inzwischen ein breites Spektrum von Anbietern, die bei ihren Lösungen unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Manche sind einfacher, andere schneller, sicherer, günstiger oder leistungsstärker beim Funktionsumfang. Welcher die beste Empfehlung ist, kommt daher stark auf die individuellen Bedürfnisse an.

Mit pCloud haben wir einen Sieger ausgewählt, der bei den meisten wichtigen Kriterien gut bis sehr gut abschneidet und so unterm Strich der überzeugendste Anbieter ist. Ein großzügiges kostenloses Starter-Paket, günstige Preise, eine eingebaute Verschlüsselungslösung und flexible Synchronisierungs-Einstellungen ergeben ein rundes und sympathisches Bild.

Die Angebote der Großunternehmen wie Google, Microsoft und Amazon sind technisch eindrucksvoll, doch hier wirft deren Datensammelwut und fehlende Verschlüsselung ein paar Fragen auf. Wenn ihr sie sicher nutzen wollt, könnt ihr euch mit einer separaten Verschlüsselungssoftware wie Boxcryptor behelfen und eure Daten selbst vor dem Upload verschlüsseln.

Optimal ist das aber nicht. Eure Daten sind dann zwar sicher in der Cloud geparkt, aber ohne die Boxcryptor-Software könnt ihr nicht von unterwegs darauf zugreifen und die Nutzung der Dokumentenbearbeitung von Google Docs oder Microsoft Office Online fällt aus.

Eine Backup-Lösung muss jeder haben, der mit Computern arbeitet. Der Verlust von halbfertigen Hausarbeiten oder einer Projektpräsentation bei nahender Deadline bedeutet extremen Stress, der umso ärgerlicher ist, weil er nicht nötig gewesen wäre.

Das Minimum ist eine regelmäßige Pflege von Sicherheitskopien der wichtigsten Dateien auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte. Dabei ist jedoch mehr Handarbeit nötig und es fehlt der Internetzugriff von unterwegs, sofern ihr nicht eine Lösung mit einem internetfähigen NAS-System verwendet.

Für die meisten Nutzer bietet ein Online-Backup die sicherste Lösung mit dem geringsten Aufwand. Allzu viele Anbieter für Privatnutzer gibt es nicht, doch unsere Testsieger SpiderOak One und Backblaze sind beide eine gute Wahl.

Habt ihr eigene Erfahrungen mit Cloud- und Backup-Diensten, die ihr teilen wollt? Kennt ihr empfehlenswerte Anbieter, die hier fehlen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!