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Tribit StormBox (ehemals Maxboom) Test

Outdoor-Funktion ohne Outdoor-Klang.

Aktueller Preis:

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59,99 EUR

85Leser haben dieses Produkt gekauft
Produktkategorie
MarkeTribit
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Akkulaufzeit 20 h
Reichweite Bluetooth 20 m
Ladedauer 4 h
Wasserfestigkeit

Author

Wiebke ist die Audiophile in unserem Team. Sie hat nicht nur Ohren wie ein Fuchs, sondern liebt Musik. Bluetooth-Lautsprecher sind fest in ihren Alltag integriert, ob am Arbeitsplatz oder unterwegs. Diese Leidenschaft findet ihr auch in den Texten wieder! Wiebke

Der Tribit StormBox Bluetooth-Lautsprecher sieht aus wie ein idealer Outdoor-Lautsprecher und funktioniert auch so. Doch leider klingt er nicht gerade, als könnte er euer Picknick im Park beschallen.

Sein Klang ist dünn, hohl und klein – nicht nur per Bluetooth, auch per Kabel. Mit Lautstärke kommt er so gar nicht zurecht, was ihn für den Außeneinsatz fast disqualifiziert. Nur die Stimmen sind Tribit-typisch hervorragend abgebildet.

Auf der Haben-Seite überzeugt dieser Bluetooth-Lautsprecher allerdings mit einer hervorragenden Bluetooth-Stabilität und einem hochwertigen Eindruck. Doch das reicht nicht einmal ansatzweise, um etwa an den JBL Flip 4 heranzukommen.

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Gesamtbewertung

74%

"Outdoor-Funktion ohne Outdoor-Klang."

Funktionen & Bedienung
80%
Gut
Preis-Leistungs-Verhältnis
71%
Gut
Sound
65%
Befriedigend
Für unterwegs & zu Hause
80%
Gut

Meine Erfahrung mit dem Tribit StormBox BTS30 Bluetooth-Lautsprecher: „Outdoor“ heißt nicht nur „wasserfest“

Solltet ihr das Gefühl haben, dass die Marke Tribit im Zusammenhang mit Bluetooth-Audio-Technik immer öfter fällt, seid ihr damit nicht allein. Auch in meinem Bluetooth-Lautsprecher Test taucht der Name inzwischen mehrfach auf.

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59,99 €

Das chinesische Unternehmen drängt gerade mit aller Macht auf den internationalen Markt und streut Testgeräte wie Konfetti. Ich habe die aktuelle Tribit-Box-Produktpalette zugeschickt bekommen, insgesamt drei Geräte stelle ich euch vor.

In diesem Bericht geht es um den Tribit StormBox Bluetooth-Lautsprecher als preisintensivster und outdoorfreundlichster Vertreter des Trios.

Nicht wundern, falls ihr mal eine andere Bezeichnung seht: Bis vor kurzem hieß das Ding noch Maxboom. Garantiert ist Tribit aufgefallen, dass der Name ein bisschen zu nahe an der erfolgreichen Lautsprecherreihe von Ultimate Ears ist – siehe: Ultimate Ears BOOM 2 Test.

Tribit StormBox Bluetooth Lautsprecher alle Tribit Lautsprecher im Vergleich von oben

Gruppenbild mit Tribit Trio – die StormBox fällt sofort auf

Ähnlich wie das UE-Modell hat auch der Draußen-Lautsprecher von Tribit ein kategorietypisches Problem: Während die funktionalen Werte für den Außeneinsatz absolut überzeugen, wird beim Klangbild ein wenig gepennt.

Denn meine Ohren können in diesem Fall kaum einen Unterschied zwischen der StormBox und dem kleineren (und günstigeren) Tribit XSound Go feststellen. Auch beim näheren Blick auf die Datentabelle bin ich mir nicht ganz sicher, wo die tatsächliche Grenze zwischen den beiden Geräten verläuft.

Während die Komposition beim XSound Go allerdings einen runden Eindruck hinterließ, ist das beim größeren Draußen-Monster StormBox (für mich) ein Problem. Und darum dreht sich auch alles in diesem Testbericht.

VORTEILE

  • Langlebiger Akku und hohe Schutzklasse
  • Hochwertiges Bluetooth-Modul
  • Hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • Viel zu dünner Sound
  • Probleme mit Lautstärke

Der Tribit StormBox Bluetooth-Lautsprecher im Überblick: Der Wolfskin-Effekt

Der Tribit-Lautsprecher erinnert mit seinen riesigen Funktionstasten auf der Front erst einmal verdächtig an UE-Modelle wie den Ultimate Ears WonderBoom. Erst danach macht sich beim Gesamteindruck ein klarer Hauch von JBL-Outdoor-Lautsprecher breit.

Abgesehen von diesem offensichtlichen „Zitat“ zweier beliebter Marken reitet der StormBox sehr deutlich auf seiner Outdoor-Tauglichkeit rum. Ich glaube, das liegt hauptsächlich an den wellig geschnittenen Seitenabschlüssen der beiden lateral angebrachten Bassmembranen und dem insgesamt sehr klobigen Aufbau.

Tribit StormBox Bluetooth Lautsprecher Groesse Hand

Der will auf jeden Fall draußen spielen!

Damit hebt er sich sichtbar von den beiden anderen Tribit-Modellen XSound Go und MaxSound Plus ab. Doch abgesehen von der Optik gibt es kaum Unterschiede zwischen den Produkten. Das seht ihr besonders, wenn ich die Daten zum kleinen Handschmeichler Tribit XSound Go als Vergleich heranziehe:

  • Das kleinere Modell hat eine längere Akkulaufzeit
  • Beide haben die Schutzklasse IPX7
  • Beide haben eine Bluetooth-Reichweite von 20 Metern im Freien
  • Beide besitzen eine ähnliche Frequenzbreite

Ginge es nur danach, wäre der nicht so ausgesprochen outdoorsy gestaltete XSoundGo also genauso der richtige Camping-Begleiter für euch wie der StormBox.

Die längere Akkuleistung des XSound Go beruht im Wesentlichen auf der geringeren Leistung von nur 2-mal 6 Watt Leistung. Währenddessen soll die StormBox mit 2-mal 12 Watt plus zwei passive Bassmembranen brüllen.

Daher stellt sich mir die Frage, warum ich den klobigen StormBox-Lautsprecher bevorzugen sollte, wenn der kleine XSound-Handschmeichler doch viel besser in meine Tasche passt und unterwegs länger durchhält?

Ich glaube, beim StormBox hofft Tribit auf den Wolfskin-Effekt:

Ist euch schon mal aufgefallen, dass die meisten Großstadt-Trottel im Urlaub jenseits der Stadtgrenze mit ihren Funktionsjacken aussehen, als ginge es zum Überlebenstraining? Funktionsjacken sind teuer, suggerieren aber Sicherheit, Schutz und Vielseitigkeit. Und wir alle wissen, dass Touris im Zielort ihrer Wahl davon ausgehen, in die Apokalypse zu geraten.

Der StormBox suggeriert Sicherheit, Schutz und Vielseitigkeit genauso offensichtlich wie der hässlichste Wolfskin-Parka. Und damit würden Großstadt-Trottel auf der Suche nach einem Reiselautsprecher vermutlich stärker zum „vertrauenerweckenden“ Look des Tribit StormBox tendieren – obwohl der XSound Go dasselbe bietet.

Funktionen und Bedienung: Ansprechend einfach

Wenigstens lässt die klobige Outdoor-Gestalt genug Raum für die überdimensionierten Steuerungstasten auf der Front. Alle anderen Funktionen – Betriebsschalter, Bluetooth-Taste und die „XBass-Taste“ – wurden auf die Rückseite verlagert.

Tribit StormBox Bluetooth Lautsprecher Bedienpanel

Eindeutige Tastenbelegung auf dem Rücken

Zunächst war ich unsicher, wie man den StormBox-Lautsprecher am besten aufstellt. Ich habe mich gewundert, ob die Touchtasten mit dem Gesicht nach unten liegen sollen – schließlich stehen fast alle Bluetooth-Lautsprecher dieser Maße quer.

Der 360-Grad-Lautsprecher wird aber nach Tribit-Vorgaben hochkant platziert. Das ist grundsätzlich keine dumme Idee, macht es doch die Schallausbreitung einfacher und verringert die Gefahr, dass Töne von Steinflächen und Co übermäßig geschluckt werden.

Tribit StormBox Bluetooth Lautsprecher Front

Tribit-Serviervorschlag für die korrekte Aufstellung

Die Tasten sprechen gut an, bei den riesigen Frontpanelen droht keine Gefahr, dass ihr danebenhaut. Selbst sturzbetrunken im dunklen Park.

Wenn ihr wollt, könnt ihr zwei StormBox-Lautsprecher mit einer Soundquelle koppeln und so mehr Wumms und „Stereo“ rausholen. Das muss ich in Anführungszeichen setzen, weil beide Boxen das gleiche Tonsignal erhalten. Der Stereo-Effekt ist also eher eine psychologische Sache.

Doch selbst, wenn ich die Bedienung und das umfassende Funktions- und Feature-Angebot betrachte, gibt es für mich keinen Grund, zum Tribit StormBox zu greifen. Immerhin ist der XSound Go ganze 20 bis 30 Euro (Stand: November 2019) günstiger.

Der Sound wäre natürlich ein klares Argument. Doch an meinem Konjunktiv hört ihr schon den Einwand …

Die Bluetooth-Verbindung herstellen: Da steckt die Power

In einem Gesichtspunkt geht der Rundensieg ganz klar an den Tribit StormBox: Obwohl er theoretisch das gleiche Bluetooth-Modul wie der XSound Go besitzt, ist die Qualität der Verbindung hier wesentlich besser.

Hatte der XSound Go nicht nur beim Pairen, sondern auch bei der Verbindungsstabilität Probleme, ist der StormBox nach zwei Sekunden gekoppelt und ausnehmend funkstabil.

Ich bin mit meinem Testgerät durch die ganze Wohnung und einen kleinen Teil des Treppenhauses geturnt und habe keine Ruckler oder Aussetzer feststellen müssen. Zumindest in dieser Hinsicht ist der Tribit StormBox Bluetooth-Lautsprecher auf jeden Fall ein Gewinn für große Räume, mehrstöckige Einfamilienhäuser, verwinkelte Wohnungen oder oder oder.

Der Soundcheck: Kommt da noch was?

Schon im Aukey Eclipse Test habe ich darauf hingewiesen, dass ich mein Testsetting für Bluetooth-Lautsprecher angepasst habe, um stärker euren Hörgewohnheiten zu entsprechen. In der aktuellen Tribit-Runde habe ich erneut darüber nachgedacht.

Und mich – analog zum Kopfhörer-Test – dazu entschieden, die Sache für euch noch greifbarer und alltagstauglicher zu gestalten. Komplizierte Equalizer-Tests lasse ich nun außen vor.

Stattdessen hänge ich jeden Bluetooth-Lautsprecher an mein Handy, wähle Spotify an und untersuche die unterschiedlichsten Hör- und Klangstile, die meine Playlist per Zufallsgenerator ausspuckt.

Um einen breiteren Eindruck zu erhalten, mache ich den Spotify-Check auch noch einmal am Notebook und verbinde den Lautsprecher dabei mit einem hochwertigen Audiokabel statt per Bluetooth. Denn ohne aktive Funkverbindung erzeugen viele Lautsprecher einen fetteren Sound.

Tribit StormBox Bluetooth Lautsprecher Schlaufe

Sound, bitte am Empfang melden!

Außerdem schaue ich, was euch die klanglichen Sonderfunktionen bringen. Im Falle des Tribit StormBox heißt diese Sonderfunktion „XBass“ – und bringt herzlich wenig. Zumindest nicht so, dass es Sinn ergäbe.

Der Zufallsgenerator meiner Playlist hat dieses Mal „Fascination Street“ von The Cure ausgespuckt. Als idealtypischer Cure-Track liefert er einen schrammeligen Bass, einen Dark-Wave-Synth-Teppich, die leicht kreissägige Gitarre, den unverwechselbaren Cure-Keyboard-Ton und natürlich die Stimme von Robert Smith.

Es handelt sich also insgesamt um ein saufettes Stück mit reichlich Höreindrücken, an dem sich jeder Lautsprecher gut beweisen könnte. Der StormBox-Lautsprecher ist allerdings in jeder Hinsicht und in jeder Konnektivität höchstens Mittelklasse:

  • Die Stimmen sind hervorragend, der Rest ist ein löchriger, hohler Brei
  • Die Bass-Funktion macht kaum einen Unterschied. Zwar wird der Grundton dicker, aber dann hört ihr nur noch stärker, welche Probleme die Box insgesamt hat
  • Sobald ihr lauter stellt, fängt das Klirren an. Der Sound zerfasert sehr schnell
  • Es entsteht kein räumlicher Eindruck. „Kleine-Box“-Effekte sind unüberhörbar

Ich habe das Ganze auch noch einmal mit einem sehr ruhigen Stück aus nur drei Höreindrücken verglichen („You“, Keaton Henderson) und bin exakt zum gleichen Ergebnis gekommen.

Tribit StormBox Bluetooth Lautsprecher LEDs

Das „X“ steht für „Das war wohl nix“

Einsatzfreude unterwegs und zu Hause?

Wenn der Bass und der gesamte Höreindruck schon in der ruhigen Testumgebung meiner Wohnung so mies sind, könnt ihr euch sicher vorstellen, was davon in einem belebten Park oder auf dem Campingplatz übrig bleibt. Nämlich nichts.

Darum musste ich bei den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten definitiv Punkte abziehen: Der Tribit StormBox ist zwar funktionell für den Außeneinsatz auf Reisen geeignet. Klangtechnisch könnt ihr ihn dafür aber vergessen.

In euren vier Wänden ist das Problem kleiner – und er kann durchs gesamte Haus mitgeschleppt werden. Vielleicht macht das für manchen den mittelmäßigen Klang wieder wett.

VORTEILE

  • Langlebiger Akku und hohe Schutzklasse
  • Hochwertiges Bluetooth-Modul
  • Hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • Viel zu dünner Sound
  • Probleme mit Lautstärke

Fazit zum Tribit StormBox: Jetzt mal ehrlich!

Auf dem Papier klingt der Tribit StormBox Bluetooth-Lautsprecher richtig gut: ein outdoor-freundlicher Bluetooth Lautsprecher mit ordentlichen Soundkomponenten für deutlich unter 100 Euro? Nehm ich!

Tribit StormBox Fazit

Outdoor geht anders. Ich frage mich wirklich, woher die Namensgebung der StormBox rührt. Andere Modelle, auch von Tribit, schneiden da in unserem Test besser ab

59,99 €

Umso enttäuschender ist die praktische Umsetzung. Die Outdoor-Funktionen erfüllen ihren Zweck, aber der Klang ist für den Draußen-Einsatz viel zu dünn und klein. Für den Drinnen-Einsatz übrigens auch. So platzieren sich andere Modelle in unserem Bluetooth-Lautsprecher-Test mühelos weiter oben im Ranking.

Am abenteuerlichsten ist die geringe Lautstärke, die sich bei zunehmender Dezibelzahl auch noch mit Zittern, Klirren und Zerfasern paart. Jetzt mal ehrlich, Tribit: War das so gedacht? Ergibt das beim offensichtlich geplanten Einsatzzweck der Box ansatzweise Sinn?

Für fast dasselbe Preisschild erhaltet ihr mit dem JBL Flip 4 eine wesentlich durchsetzungsstärkere Outdoor-Lösung. Oder ihr lasst euch vom Anker SoundCore 2 inspirieren.

Allerdings ist Tribit nicht komplett abzuschreiben: Wollt ihr der Marke selbst eine Chance geben, finde ich den Tribit XSound Go um Meilen besser, gerade weil er nicht vorgaukelt, er wäre ein Klangmonster, das einen dickeren Preis verdient.

Habt ihr schon Tribit-Erfahrungen? Lasst es mich wissen!

Produktdaten

Schallausbreitung 360°
Reichweite Bluetooth 20 m
Akkulaufzeit 20 h
Ladedauer 4 h
Zusätzliche Konnektivität AUX
Frequenzbereich 70‒20.000 Hz
Wasserfestigkeit
Freisprech-/Telefonfunktion
Audio-Kabel
Mehrere Lautsprecher koppelbar
Extras XBass-Funktion, Trageschlaufe
Verzerrungsfreiheit
Maße 18 x 6,8 x 6,8 cm
Gewicht 570 g

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