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von Stefan

Zuletzt aktualisiert am: 13. Januar 2020

Sicheres Surfen: Wie ihr euch besser im Internet schützen könnt

Es existieren zahlreiche Möglichkeiten und Methoden, um einen ausreichenden Schutz zu implementieren, damit ihr frei und anonym im Internet surfen könnt:

  • Aktueller Virenschutz
  • Firewall
  • Regelmäßige Softwareaktualisierungen
  • Regelmäßige Back-ups mithilfe von externen Datenträgern oder Cloud-Anbietern
  • Bei verdächtigen E-Mails nicht auf dubiose Links klicken
  • Komplexe Passwörter ausdenken oder mit einem Passwort-Manager arbeiten
  • Nutzung eines VPN-Anbieters, um die Anonymität zu bewahren

Diese Methoden lassen sich auch auf euren mobilen Endgeräten anwenden. Die Datenschutz-Einstellungen der individuellen Apps auf Smartphones oder Tablets solltet ihr ebenfalls kontrollieren und gegebenenfalls neu einstellen. Auf diese Weise bleiben auch eure mobilen Daten dort, wo sie hingehören.

Das Internet steckt voller nützlicher Informationen und interessanter Inhalte, die es zu entdecken lohnt. Hier könnt ihr euch in der Regel frei bewegen. Diese Freiheit ist allerdings leider meistens ein zweischneidiges Schwert, denn im Internet lauern auch viele Gefahren. Neben Hackern, die es auf eure Daten abgesehen haben, verstecken sich auch verschiedenste Viren hinter den vielen virtuellen Ecken des World Wide Webs.

Gut, dass es zahlreiche Wege gibt, mit denen ihr euch vor solchen Schädlingen und Kriminellen im Netz schützen könnt. Hierzu gehören diverse „Virtual Private Networks“ (auf Deutsch: Virtuelle Private Netzwerke): In unserem großen VPN-Anbieter-Test 2020 empfiehlt euch mein Kollege Sebastian die Bestplatzierten ExpressVPN und Nord VPN.

Darüber hinaus stehen euch unter anderem auch folgende Techniken zur Verfügung:

Damit bewegt ihr euch anonym im Internet und bringt eure privaten Daten vor unbefugten Dritten in Sicherheit. Wir haben alle Methoden ausprobiert und stellen euch die besten Prozedere für eure eigene Netzsicherheit vor.

Privatsphäre sichern und IP-Adresse verschleiern

Macht euch nichts vor: Auch wenn ihr denkt, dass ihr rein gar nichts zu verbergen habt, ist eure Privatsphäre wichtig. Daten, egal welcher Art, können immer gegen euren Willen missbraucht und für Zwecke eingesetzt werden, die nicht in eurem Sinne sind.

„Anonym surfen“ mit Firefox, Chrome und Co

Mit Safari, Firefox, Chrome oder auch Opera könnt ihr Fenster öffnen, mit denen privates Surfen möglich ist. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Denn ein Inkognito-Browser zeichnet die von euch besuchten Seiten nicht auf und speichert keine Cookies ab. Im Verlauf taucht also z.B. nicht auf, welche Seiten ihr euch zuletzt angesehen habt.

Eure IP-Adresse verschleiern könnt ihr damit allerdings nicht. Eure Bewegungen und Aktivitäten im Internet können für andere Parteien also weiterhin potenziell sichtbar bleiben.

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Der Inkognito-Modus im Opera-Browser

Mit VPNs anonym im Internet surfen

VPN-Anbieter eignen sich dagegen wesentlich besser, um eure IP zu verbergen, euch vor Datensammlern und -dieben sowie anderen verdächtigen Internet-Bewohnern zu schützen. Diese „Virtual Private Networks“ (auf Deutsch: Virtuelle Private Netzwerke) stellen eine Verbindung zu einem privaten Server-Netzwerk her.

Das anonyme Surfen ist nicht kostenlos. Allerdings lohnt sich ein gewisser Preis in den meisten Fällen: Ihr könnt auf Inhalte zugreifen, zu denen ihr wegen Geoblocking keinen Zugang habt. Datensammler, Kriminelle und Internet-Provider erkennen nicht, welche Inhalte ihr euch anseht. Schaut euch am besten unseren VPN-Anbieter-Test 2020 und den Bericht zum Testsieger ExpressVPN an, um einen geeigneten Anbieter zu finden.

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Unser großer VPN-Anbieter Test 2020

Wir haben für euch die besten VPN-Dienste getestet, die euch garantiert vor Abmahnungen schützen und anonym surfen lassen

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Das Sicherheitsfundament: Anti-Malware- bzw. Antivirus-Software und Firewalls

Grundlage und Pflicht für eure Daten-, Netzwerk- und Computersicherheit stellt immer ein effektives Antiviren- bzw. Anti-Malware-Schutzprogramm dar. Malware steht für „malicious software“ und bedeutet so viel wie „schädliches Programm“.

Diese Programme lauern gelegentlich an den unauffälligsten Stellen des Internets. Unbedarfte Internetnutzer können sie aber auch unversehens z.B. durch E-Mails weiter verbreiten. Sie kommen häufig in folgenden Formen daher:

  • Viren
  • Computerwürmer
  • Trojaner
  • Sogenannte Spy- und Scareware

Virenschutz für Scans und Säuberungen eures Computers

Bevor eines dieser Programme euren Computer oder euer Netzwerk infiziert und euch Schaden zufügt, solltet ihr einen adäquaten und aktuellen Virenschutz installieren. Insbesondere Windows-Computer sind anfälliger für Viren und andere Schädlinge.

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Sieger in unserem Antivirus-Test: Bitdefender schützt euren Windows-PC

19,99 € pro Jahr (3 Geräte)

Es existieren eine Reihe von kostenlosen oder auch zahlungspflichtigen Antiviren-Programmen, die euren Computer regelmäßig scannen, Schadprogramme identifizieren und löschen. Als besonders empfehlenswert hat sich bei unserem Antivirus-Test 2020 der Testsieger Bitdefender Antivirus Plus herausgestellt, den ihr schon für 19,99 Euro im Jahr nutzen könnt.

Anders verhält es sich, wenn ihr einen Mac nutzt: Apple stattet seine Computer von vornherein mit einem Virenschutz namens „XProtect“ aus, der euch vor den gefährlichsten Angreifern schützt. Hinzu kommt, dass Macs seltener als Windows-Computer genutzt werden.

Deswegen existieren weniger Viren, die sie angreifen könnten. Die Notwendigkeit für einen zusätzlichen Virenschutz, der zudem viel von der Leistungsfähigkeit eures Computers in Anspruch nimmt, besteht also nicht zwingend. Für die OsX-Interessierten unter euch habe ich in meinem Artikel „Die besten Virenscanner für Mac“ dennoch mal ein paar Tipps und Tricks, auch fürs iPhone, zusammengestellt.

Schädlinge herausfiltern mit der Firewall

Leider reicht das nicht immer, um euch dauerhaft vor Infizierungen zu bewahren. Firewalls filtern bestimmte Schädlingssoftware direkt heraus, sodass sich eine Infektion gar nicht erst auf eurem Computer oder in eurem Netzwerk breit machen kann.

Gelegentlich besitzen Router sogar direkt eine integrierte Firewall, die euch vor Angriffen und Infektionen schützt. Die aktuellsten Sicherheitsstandards erfüllt der Sieger unseres Router-Tests 2020, die AVM FRITZ!Box 7590. Ein Router, den ihr euch noch einmal genauer anschauen und für den nächsten Kauf in Betracht ziehen solltet.

Regelmäßige Software-Updates

Machen wir uns nichts vor, unsere Computer können uns oftmals den letzten Nerv rauben, wenn sie zu den unpassendsten Zeitpunkten nach einem Update des Betriebssystems verlangen. Diese Vorgehensweise ist allerdings äußerst wichtig. Damit einhergehen sogenannte Patches, die euch gegen die neuesten Gefahren und Angreifer gegen eben dieses Betriebssystem schützen.

Das gilt übrigens auch für jede andere Software, die sich auf eurem Computer befindet. Diese Arten von Updates könnt ihr auch einfach automatisch durchführen lassen, damit ihr euch um nichts weiter kümmern müsst.

Daten-Back-up, um wichtige Daten wiederherzustellen

Trotz aller Schutzmaßnahmen kann es dennoch vorkommen, dass Schädlingsprogramme und deren Urheber eure Hauptdatenträger kompromittieren. In einem solchen Fall ist es nicht nur vorteilhaft, sondern auch essenziell, eine Sicherheitskopie eurer wichtigsten Daten angelegt zu haben.

Daten auf einen externen Datenträger ablegen

Da ein USB-Stick in der Regel nicht die notwendigen Speicherkapazitäten aufweist, um so viele Daten aufzunehmen, solltet ihr in eine entsprechend große externe Festplatte investieren. Eine solche Investition kann sich aus vielen Gründen lohnen:

  • Sie sind weitestgehend vom Internet abgeschottet und damit sicher vor Viren
  • Sie ermöglichen eine einfache Datenübertragung an jedem Computer
  • Sie lassen sich leicht transportieren

Datenverwaltung via Cloud-Anbieter

Eine weitere Option stellt die sogenannte Cloud dar. Hierbei handelt es sich um internetbasierte Datenspeicher, die verschiedene Anbieter meist gegen Bezahlung zur Verfügung stellen. Zusätzlich schützt ihr diese Daten bzw. euer Benutzerkonto durch ein Passwort. Ferner schützen die Anbieter eure Daten mit eigenen Sicherheitsvorkehrungen.

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Cloud-Speicher-Anbieter pCloud gefiel uns im Cloud-Dienste-Test

3,99 € pro Monat

Achtet allerdings auf die Datenschutzgesetze und Sicherheitsstandards, die in dem Land des entsprechen Anbieters vorherrschen. Diese können sich von Land zu Land unterscheiden und bieten nicht immer denselben Sicherheitsstandard, den ihr z.B. in Deutschland finden könnt.

Neben Deutschland achten auch folgende Länder auf einen strengen Datenschutz:

  • Island
  • Norwegen
  • Niederlande
  • Schweiz

In unserem Cloud-Speicher-Test 2020 hat unser Experte Sebastian pCloud als den besten Cloud-Speicher-Dienst gekürt.

Vorsicht walten lassen bei E-Mails und Privatnachrichten

Bei allen Sicherheitsmaßnahmen, mit denen ihr euer Netzwerk ausstatten könnt, müsst ihr auch aktiv wachsam sein. E-Mails, deren Absender ihr nicht kennt, gilt es, vorsichtig zu behandeln. Insbesondere, wenn diese E-Mails nach euren Passwörtern und anderen Daten fragen, sollte euer Misstrauen wachsen.

Diese Art von Phishing-Mails können auch vollkommen seriös von vermeintlichen Banken oder E-Commerce-Webseiten daherkommen. Fallt nicht darauf rein! Banken oder auch Amazon fordern euch nicht mit E-Mails auf, eure Daten und Passwörter freizugeben.

Solltet ihr euch trotzdem irgendwann unsicher sein, wendet euch direkt per Telefon oder E-Mail an den jeweiligen Anbieter – wichtig!: Nutzt dafür nicht die E-Mail-Adresse, von der die dubiose E-Mail stammt.

Ähnliche verdächtige Nachrichten können euch bei Facebook, WhatsApp und anderen Chat-Programmen bzw. sozialen Netzwerken begegnen. Seid also wachsam!

Eure Kreativität bei Passwörtern spielen lassen

Auch wenn es bequemer ist, ein einfaches Passwort wie z.B. das Geburtsdatum in umgekehrter Reihenfolge oder den Mädchennamen der Mutter zu nutzen, ist das nicht besonders ratsam. Nutzt stattdessen eure Kreativität.

Spezifische Passwort-Phrasen ausdenken

Inzwischen könnt ihr sogar komplette Phrasen in Kombination mit Zahlen oder speziellen Zeichen verwenden, damit euch Hacker nicht so einfach auf die Schliche kommen. Hierbei kann es sich auch um eine Reihe von Wörtern handeln, die ihr euch (und nur ihr) persönlich leicht merken könnt. Wichtig ist allerdings, dass sich diese Phrase nicht leicht mit eurer Person in Verbindung bringen lässt.

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Passwort-Manager mit beeindruckenden Features: Dashlane

39,99 USD pro Jahr

Passwort kreieren lassen und abspeichern

Ein weitere Möglichkeit, kaum oder gar nicht zu knackende Passwörter zu generieren, stellen Passwort-Manager dar. Diese erzeugen nach einer Art Zufallsprinzip Passwörter, die aus verschiedenen Klein- und Großbuchstaben bestehen und sowohl Zahlen als auch Sonderzeichen enthalten können.

Daraus entsteht im Grunde genommen kein sinnvolles Wort, das ihr euch leicht merken könnt. Umso schwerer fällt es allerdings einem Datendieb, dieses Passwort zu erraten. Das Praktischste ist: Diese Datenmanager generieren verschiedene Passwörter für unterschiedliche Accounts und speichern diese in einer Art virtuellen Tresor ab.

Damit ihr euch diese Passwörter zudem nicht alle merken oder separat aufschreiben müsst, füllt ein solcher Manager die entsprechenden Felder automatisch aus, sobald ihr euch in einen bestimmten Account einloggen möchtet. Überzeugt euch am besten selbst. In unserem Passwort-Manager-Test 2020 hat unser Experte Sebastian zahlreiche Anbieter begutachtet, dabei hat Dashlane als Testsieger das Rennen gemacht.

Sicherheitstipps für mobile Endgeräte

Viele der bereits beschriebenen Methoden und Werkzeuge wie VPNs, Anti-Malware- und Antiviren-Software, Daten-Back-ups usw. könnt ihr auch für eure mobilen Endgeräte einsetzen.

Zahlreiche Menschen nutzen inzwischen hauptsächlich Smartphones und Tablets, um das Internet zu erkunden. Mit den folgenden Vorgehensweisen könnt ihr eure Anonymität und Sicherheit auch bewahren:

  • Datenschutz-Einstellungen / Privatsphären-Einstellungen

Schaut euch genau die Datenschutz-Einstellungen eures Smartphones und jeder einzelnen App an. Sucht dabei die Optionen heraus, die so wenig eurer Daten wie möglich preisgeben.

  • Automatische Back-ups ausstellen

Daten-Back-ups sind sicherlich auch bei euren smarten Endgeräten wichtig. Damit die verschiedenen Apps allerdings eure privaten Fotos und Informationen nicht automatisch an die verschiedensten Server dieser Welt verteilen, solltet ihr noch einmal gesondert entsprechende Einstellungen vornehmen. Auf diese Weise besitzt ihr (und nur ihr) die Kontrolle über eure Datenverwaltung.

  • Bluetooth ausstellen, wenn ihr es nicht nutzt

Bluetooth kann ein praktisches Hilfsmittel im täglichen Datenverkehr darstellen. Es kann euch aber auch verwundbar für Angriffe von außerhalb machen. Auch wenn es mittlerweile zahlreiche Sicherheitsfeatures gibt, um solchen Attacken vorzubeugen, solltet ihr das Bluetooth ausstellen, wenn ihr es nicht nutzt.

Fazit: Etwas Privatsphäre kann so einfach sein

Das alles sieht zwar auf den ersten Blick nach einer Menge Arbeit aus, aber lasst euch nicht verunsichern. Ihr müsst nicht vollkommen paranoid durch das Internet stolpern, weil ihr Angst habt, dass an der nächsten virtuellen Ecke Gefahr lauert.

Die meisten dieser Methoden lassen sich einfach implementieren und gehen euch nach einer gewissen Zeit in Fleisch und Blut über. Auch wenn nicht alle Tools kostenlos sind, sollte euch die Sicherheit eurer Daten und eure Privatsphäre beziehungsweise Anonymität einen gewissen Preis wert sein.

Schaut euch unsere zahlreichen Tests und Artikel an, um euch über die vielen Produkte und Dienstleistungen zu informieren, die eure Sicherheit im Internet garantieren.

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von Stefan

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