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SpiderOak Test

SpiderOak Test
Gelungene 2-in-1-Lösung für Backup und Synchronisierung.

Tarife ab:

5,00 USD

pro Monat
Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortUSA
Deutsche Benutzeroberfläche
Kostenloser Cloud Speicher- GB
BezahloptionAb 5 US-Dollar/Monat für 100 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobiler ZugriffiOS, Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Author

Sebastians Motto lautet: Kein Backup, kein Mitleid. Kein Wunder, dass er mit Begeisterung Cloud-Speicher testet. Sebastian

SpiderOak ist eine Kombination aus Online-Backup und Cloud-Speicher mit großem Funktionsumfang und hohem Sicherheitsniveau. Ihr könnt damit eine beliebige Auswahl von Ordnern auf eurer Festplatte in der Cloud sichern, über mehrere Computer synchronisieren und mit Anderen teilen. Die vielen Funktionen machen SpiderOak auf den ersten Blick etwas kompliziert, doch mit etwas Technik-Affinität kommt ihr schnell dahinter.

Welche Nachteile gibt es? Nun, SpiderOak ist nicht der günstigste Anbieter und hat im Unterschied zu den meisten anderen Cloud-Diensten kein Kostenlos-Paket im Portfolio. Aus Sicherheitsgründen sind keine Datei-Uploads über den Browser oder über die mobile App möglich. Außerdem gibt es keine geteilten Ordner zur gemeinsamen Bearbeitung. Ihr könnt Ordner teilen, aber der Empfänger kann den Inhalt nur herunterladen. Wenn euch das nicht stört und ihr eine gute, sichere Komplettlösung für Backup und Synchronisierung sucht, könnte SpiderOak genau das Richtige für euch sein.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

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Overall Rating

89%

"Gelungene 2-in-1-Lösung für Backup und Synchronisierung."

Benutzerfreundlichkeit
85%
Sehr gut
Funktionsumfang
90%
Sehr gut
Sicherheit
95%
Exzellent
Geschwindigkeit
85%
Sehr gut
Zuverlässigkeit
90%
Sehr gut
Support
90%
Sehr gut

SpiderOak One Cloud-Speicher und Online-Backup Test und Vergleich 2018

SpiderOak One ist ein US-amerikanischer Cloud-Speicher- und Backup-Service, also eine 2-in-1-Lösung. Der Einfachheit halber spreche ich im Folgenden einfach von “SpiderOak” und lasse das “One” weg.

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5,00 USD pro Monat

Cloud-Speicher und Online-Backup sind zwei unterschiedliche Dinge:

  • Ein Cloud-Speicher ist im Wesentlichen dazu da, eine bestimmte Auswahl von Dateien auf mehreren Geräten zu synchronisieren. Das ist eine bequeme und beliebte Methode, von verschiedenen Rechnern aus dieselben Dateien zu bearbeiten oder Dateien mit Anderen zu teilen. Der Cloud-Speicher sorgt dafür, dass immer auf allen mit dem Account verbundenen Geräten die aktuelle Version aller Dateien vorliegt.
  • Die Aufgabe eines Online-Backups ist es, kontinuierlich eine Sicherheitskopie aller wichtigen Dateien eines Rechners in der Cloud zu pflegen. In der Regel läuft so eine Anwendung nur im Hintergrund und kommt erst im Fall eines Datenverlusts aktiv zum Einsatz.

Da beides damit zu tun hat, lokale Dateien online zu speichern, liegt es nahe, die beiden Funktionen zu verbinden. Das tun neben SpiderOak beispielsweise auch iDrive und Livedrive. Detaillierte Infos zu den Konkurrenten:

Was die anderen Konkurrenten noch so zu bieten haben, erfahrt ihr außerdem in unserem großen Cloud-Speicher Test und Vergleich 2018.

Mit SpiderOak könnt ihr euch ein vollständiges Backup aller wichtigen Dokumente und Nutzerdaten auf eurem Rechner zusammenstellen. Darüber hinaus legt die Software standardmäßig ein Verzeichnis namens “SpiderOak Hive” an, dessen Inhalt in die Cloud geladen und auf allen verbundenen Rechnern synchronisiert wird.

Darüber hinaus könnt ihr beliebige Verzeichnisse auf beliebigen Kombinationen von Rechnern synchronisieren. Die Voraussetzung dafür ist, dass diese Verzeichnisse Teil eurer Backup-Auswahl sind.

Die Kombination dieser drei Funktionen ist zunächst etwas verwirrend, macht aber Sinn. Solltet ihr keine selektive Synchronisierung brauchen, könnt ihr die Funktion auch ignorieren und einfach den Hive-Ordner zur Synchronisierung benutzen.

Für Fortgeschrittene ist die Möglichkeit aber sicher ein Vorzug, beliebige Verzeichnisse zu synchronisieren. Das hat nur eine Minderheit unter den Cloud-Speicher-Anbietern im Programm. Dazu gehören zum Beispiel SugarSync und Luckycloud. Über diese könnt ihr euch umfassend in unserem SugarSync Test und Luckycloud Test informieren.

Vorteilhaft ist bei SpiderOak auch, dass es gelöschte Dateien und frühere Dateiversionen unbegrenzt speichert. So könnt ihr alles wiederherstellen, was sich irgendwann mal in einem synchronisierten Verzeichnis befand, sofern ihr die betreffenden Dateien nicht manuell aus dem Papierkorb gelöscht habt.

Luckycloud bewahrt gelöschte Dateien und frühere Versionen ebenfalls unbegrenzt auf, SugarSync nicht.

Noch eine Parallele zu Luckycloud: Ein Schwerpunkt des Produktversprechens von SpiderOak ist die Datensicherheit. Die Software verschlüsselt eure Daten bereits vor dem Upload lokal auf eurem Rechner. Dazu verwendet SpiderOak das AES-Verfahren mit einer Schlüssellänge von 256 Bit. Das ist einer der höchsten verfügbaren Sicherheitsstandards.

Der Schlüssel, der nötig ist, um diese Daten zu lesen, ist auf dem Server von SpiderOak selbst noch einmal verschlüsselt. Um ihn zu benutzen, braucht man euer Passwort, und das habt nur ihr. So können auch SpiderOak-Mitarbeiter, Hacker oder Geheimdienste eure Daten nicht lesen.

Der Nachteil ist, dass ihr auf keinen Fall euer Passwort verlieren dürft – dann gibt es keine Chance, die Daten wiederherzustellen.

Im Unterschied zu den meisten anderen Cloud-Diensten wie Dropbox, Google Drive, OneDrive oder Mega bietet SpiderOak keine Gratis-Accounts für kleinere Datenmengen an. Auch die kostenpflichtigen Pakete sind vergleichsweise teuer.

Einen Überblick aller Vor- und Nachteile der wichtigsten Anbieter auf dem Markt findet ihr in unserem Artikel Die besten Cloud Speicher Test und Vergleich 2018.

Wenn ihr nur einen Cloud-Speicher mit hohen Sicherheitsstandards sucht, bekommt ihr den bei

pCloud oder Sync oder günstiger:

Interessant ist darüber hinaus aber die Kombination mit einem Backup-Service und der selektiven Synchronisierung beliebiger Verzeichnisse.

Einrichtung

Die Anmeldung bei SpiderOak ist angenehm unaufdringlich. Ihr könnt den Service für 21 Tage kostenlos testen. Da ihr nur eure E-Mail-Adresse angeben müsst, besteht kein Risiko, unbeabsichtigt in ein kostenpflichtiges Abonnement zu rutschen.

Über den Button oben rechts auf der Website könnt ihr euch die SpiderOak-Software für Windows, Mac oder Linux herunterladen. Während der Installation erstellt ihr dann euren Account:

Spideroak Anmeldung

Der Dialog zum erstmaligen einloggen

Anschließend könnt ihr den Ort für euer Hive-Verzeichnis auswählen. Ich belasse es bei der Voreinstellung, die es unterhalb von “Dokumente” anlegt.

Ich werfe sofort mein Test-Datenpaket in den Hive-Ordner und SpiderOak beginnt mit dem Upload. In der Software bietet sich folgendes Bild:

Spideroak Start

SpiderOak zeigt den Fortschritt des Backups

Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist, dass die Daten im Hive-Verzeichnis in dieser Ansicht unter “Backup” aufgeführt sind. Das Hive-Verzeichnis ist das einzige, das automatisch im Backup enthalten ist, aber es ist zugleich auch das Standardverzeichnis für die Synchronisierung. Es wäre daher auch unter “Sync” gut aufgehoben.

Wie der Screenshot zeigt, hat die Software deutlich mehr Ansichten und Einstellungen als viele Konkurrenzprodukte. Das kann für Anfänger überwältigend wirken, aber die Grundfunktionen Backup und Synchronisierung sind leicht zu verstehen. Die Feinheiten erschließen sich dann durch ein bisschen Ausprobieren.

Benutzeroberfläche

Die obige Start-Ansicht der Software zeigt aktuell laufende Uploads und Downloads an. Unter der zweiten Schaltfläche im Untermenü könnt ihr genauer sehen, mit welchen Dateien die Software gerade beschäftigt ist:

Spideroak Aktavitaet

Die Detailansicht aktueller Uploads

Hier ist es nicht ideal, dass SpiderOak immer den ganzen Verzeichnisbaum anzeigt. So sehe ich die Dateinamen nicht, und wo mein Hive-Ordner liegt, weiß ich ja. Das Problem ist aber leicht lösbar, indem ich das Fenster vergrößere.

Die übrigen drei Tabs sind Protokollfunktionen: Sie zeigen an, was ihr zuletzt mit der Software gemacht habt und welche Übertragungen stattgefunden haben. Das könnt ihr ignorieren, wenn kein Bedarf besteht, aber ich finde so eine Protokollierung von Vorteil. Damit könnt ihr bei eventuellen Unklarheiten das Verhalten der Software besser nachvollziehen.

Unter “Backup” bekommt ihr eine vollständige Ansicht eurer Festplatte und könnt Verzeichnisse fürs Backup auswählen. Die “Kategorien” auf der linken Seite erleichtern das, indem sie bequem Zugriff auf die aufgelisteten Standardordner bieten.

Übrigens könnt ihr nur Verzeichnisse synchronisieren, nicht einzelne Dateien.

Spideroak Software Backup

Die Verzeichnisauswahl fürs Backup

Unter “Verwalten” findet ihr eine Übersicht der Verzeichnisse in eurem Backup und könnt einzelne davon herunterladen oder aus dem Backup entfernen.

Der Menüpunkt “Sync” enthält die Funktionen zur Einrichtung von synchronisierten Verzeichnissen. Damit könnt ihr erst dann etwas anfangen, wenn ihr mehrere Rechner mit eurem Account verbunden habt. Sonst gibt es hier nichts zu tun.

Unter “Share” verwaltet ihr geteilte Ordner und Dateien. Auf “Sync” und “Share” gehe ich unten noch genauer ein.

Ein bisschen versteckt enthält die Software außerdem ein paar Menüs mit Grundeinstellungen. Die findet ihr entweder über einen Klick auf “Terminplan” in der Start-Ansicht oder über das Kontextmenü, das ihr über das SpiderOak-Logo in der Systemleiste eures Betriebssystems öffnen könnt.

Spideroak Software Menu

Zugriff auf die Software über ein Kontextmenü

Für die meisten Anwender sind die Voreinstellungen gut und erklären sich von selbst.

Spideroak Einstellungen

Die Einstellungsoptionen

Die Option “OS-Integration” gibt es nur unter Windows. Sie aktiviert oder deaktiviert den Zugriff auf SpiderOak über einen Rechtsklick im Explorer.

Ich sehe keinen Grund, den Kontextmenü-Eintrag zu deaktivieren, denn er bietet schnellen Zugriff auf nützliche Funktionen:

Spideroak Windows Explorer

Funktionen sind aus dem Windows Explorer aufrufbar

Hier könnt ihr Ordner zum Backup hinzufügen, Ordner teilen sowie frühere Versionen einer bearbeiteten Datei anzeigen und bei Bedarf wiederherstellen. Das ist eine gute Sache. Leider ist die deutsche Übersetzung nicht ganz vollständig.

Unter der Option “Überlagerte Symbole für Dateien u. Ordner anzeigen” konnte ich mir nichts vorstellen. Deshalb habe ich beim Support nachgefragt, was das bedeutet.

Die Antwort war, dass bei Aktivierung dieser Option fürs Backup ausgewählte Ordner im Windows-Explorer markiert sind. So kenne ich das auch von anderen Backup-Anwendungen.

Wenn bei mir keine Markierungen sichtbar seien (was der Fall ist), könne das daran liegen, dass ich schon zu viele Anwendungen installiert habe, die mit Overlays arbeiten. Ja, das kann sein. Ich könnte mich jetzt an die Detektivarbeit machen, aber so lebenswichtig ist die Funktion nicht.

Unter “Backup” gibt es die Möglichkeit, Dateien nach Typ, Größe und Alter vom Backup auszuschließen. Eher eine Option für Fortgeschrittene, aber durchaus praktisch. Große Videodateien zum Beispiel verstopfen bei der Synchronisierung eine Weile die Warteschlange. Das könnt ihr hier vermeiden, wenn ihr sie nicht unbedingt im Cloud-Backup braucht.

Das Tab “Terminplan” dient zur Festlegung von Synchronisierungsfrequenzen. Voreingestellt ist “Automatisch”, also in Echtzeit sofort, wenn sich etwas ändert. Minimum ist eine Synchronisierung alle 48 Stunden.

Unter “Netzwerk” könnt ihr eine Proxy-Verbindung herstellen und die Bandbreite für Uploads begrenzen. Letzteres ist nützlich, um einen Teil eurer Leitung für die laufende Arbeit freizuhalten. Ungewöhnlich ist, dass es nicht für Downloads geht.

Über den Browser habt ihr auf der SpiderOak-Website im Wesentlichen alle Funktionen, die ihr in der Software unter den Menüpunkten “Backup”, “Verwalten” und “Share” findet.

Spideroak Web

Die Benutzeroberfläche im Browser

Im Alltag werdet ihr meist alles über die Software erledigen und den Browser-Zugriff nicht brauchen. Er ist am ehesten dann nützlich, wenn ihr von einem fremden Rechner aus auf eure Dateien zugreifen wollt.

Ungewöhnlich und schade ist, dass über den Browser keine Uploads möglich sind. Mal eben unterwegs vom Rechner eines Freundes aus ein paar Dateien in die Cloud werfen fällt also aus.

Daten speichern

Mit Backup, Hive und Sync gibt es sozusagen drei Kategorien von Daten, die ihr in SpiderOak speichern und verwalten könnt. Hier noch einmal die Funktionen im Überblick:

  • Backup: In der Software könnt ihr aus den kompletten Verzeichnisbäumen eurer lokalen Festplatten Daten fürs Backup auswählen. Die Software lädt dann alles, was ihr ausgewählt habt, in verschlüsselter Form in die Cloud. Ab sofort aktualisiert sie dann dort die Daten, die ihr lokal verändert. Gelöschte Dateien und überschriebene ältere Versionen von bearbeiteten Dateien bleiben erhalten.
  • Hive: Das Verzeichnis “SpiderOak Hive” ist das Standardverzeichnis für die Synchronisierung von Daten über mehrere Rechner. Es ist automatisch Teil des Backups und daher auch das einzige Verzeichnis, das unter “Backup” immer ausgewählt ist und sich nicht abwählen lässt. SpiderOak synchronisiert grundsätzlich alle Inhalte des Hive-Verzeichnisses auf allen verbundenen Rechnern. Wenn ihr das Verzeichnis nicht benutzen wollt, könnt ihr es aber leer lassen oder in den Einstellungen deaktivieren.
  • Sync: Die Sync-Funktion ist dazu da, selektiv nur ausgewählte Verzeichnisse auf ausgewählten Rechnern zu synchronisieren. Es ist zum Beispiel denkbar, dass ihr SpiderOak auf zwei privaten und einem beruflichen Rechner benutzt. Eure persönlichen Fotos sollen auf beiden Privatrechnern synchronisiert werden, aber nicht auf dem Büro-Rechner. Gleichzeitig wollt ihr bestimmte Projektdateien auf dem Büro-Rechner und einem eurer Privatrechner synchronisieren, aber nicht auf dem anderen. Das könnt ihr unter “Sync” dann so einrichten. Das Ganze passiert unabhängig und außerhalb vom Hive-Verzeichnis. Voraussetzung ist aber, dass die zu synchronisierenden Ordner Teil des Backups sind.

Zunächst wirkt das etwas kompliziert. Es ist aber bei näherem Hinsehen eine clevere Verbindung von Backup und Cloud-Speicher, die ich so woanders noch nicht gesehen habe.

Wem es reicht, ein einziges Verzeichnis komplett zu synchronisieren, der kann einfach das Hive-Verzeichnis nutzen und die Funktionen unter “Sync” ignorieren.

Daten synchronisieren und teilen

Das Hive-Verzeichnis ist der einzige Eintrag, der unter “Sync” von Anfang an vorhanden ist:

Spideroak Sync

Der voreingestellte Eintrag des Hive-Verzeichnisses

Jede Synchronisierung, die außerhalb des Hive-Verzeichnisses stattfinden soll, müsst ihr dort manuell einrichten. Das ist erst dann möglich, wenn mindestens zwei Rechner mit eurem Account verbunden sind.

Außerdem müsst ihr alle Ordner, die synchronisiert werden sollen, auf dem betreffenden Rechner dem Backup hinzufügen. Wollt ihr erstmals einen gefüllten Ordner über die Cloud von Rechner A auf Rechner B übertragen, muss er im Backup von Rechner A enthalten sein, damit er überhaupt in der Cloud ist. Auf Rechner B könnt ihr einfach einen neuen, leeren Ordner anlegen und dem Backup hinzufügen.

Jetzt wählt ihr im Hauptmenü “Sync”, um die beiden Ordner miteinander zu verbinden. Zuerst gebt ihr für die neue Verbindung einen Namen und bei Bedarf eine Beschreibung ein:

Spideroak Sync 1 v 4

Neue Sync-Verbindung: 1. Schritt

Dann seht ihr zwei leere Felder für die beiden zu verbindenden Ordner:

Spideroak Sync 2 v 4

Neue Sync-Verbindung: 2. Schritt

Über die Schaltfläche “Durchsuchen” könnt ihr zu den Ordnern navigieren. Dazu müssen mindestens zwei Rechner mit dem Account verknüpft und die zu synchronisierenden Ordner auf ihren jeweiligen Rechnern zum Backup gehören.

In diesem Fall habe ich zuerst meinen “Storage Testordner 3” auf meinem ersten Rechner “Desktop-HPLMU6T” dem Backup hinzugefügt. Dann habe ich auf meinem zweiten Rechner “Acer” einen neuen Ordner “Test_3_Acer” angelegt und diesen dort dem Backup hinzugefügt. Hier wähle ich gerade diesen Ordner aus:

Spideroak Sync 2 v 4 Ordner

Immer noch 2. Schritt: Ordnerauswahl

Unter Schritt 3 könnt ihr noch bestimmte Dateitypen von der Synchronisierung ausschließen.

Der vierte Schritt dient zur Überprüfung eurer Angaben. Hier seht ihr noch mal die zwei ausgewählten Ordner und ihre Pfade auf den zwei PCs.

Spideroak Sync 4 v 4 Ordner

Zur Kontrolle zeigt SpiderOak eure Einstellungen an

Ich bestätige die Auswahl und mein zweiter Rechner (“Acer”) beginnt, meinen Testordner 3 herunterzuladen. Prima.

Zum Teilen gibt es bei SpiderOak zwei Wege: Links auf einzelne Dateien verschicken oder sogenannte “Sharerooms” einrichten.

Datei-Links bekommt ihr über das Kontextmenü im Dateimanager eures Betriebssystems oder unter dem Menüpunkt “Verwalten” in der SpiderOak-Software. Wenn ihr dort zu der Datei navigiert, die ihr teilen wollt, und sie anklickt, erscheint oben rechts ein Button zur Erstellung des Links.

Spideroak Link

Link-Erstellung in der Software

Den klickt ihr an und erhaltet sofort den Link, den ihr nun kopieren und verschicken könnt. Solche Links verfallen bei SpiderOak grundsätzlich nach drei Tagen:

Spideroak Link fertig

SpiderOak gibt den generierten Link aus

Der Weg über das Kontextmenü bewirkt das gleiche. Um es bequemer zu machen, findet ihr dort zusätzlich die Optionen, den Link gleich in die Zwischenablage oder in eine E-Mail zu kopieren.

Das Teilen über Sharerooms erfordert ein paar mehr Schritte. Wenn ihr in der Software das erste Mal auf “Share” klickt, erscheint die Aufforderung, eine ShareID festzulegen. Das kann irgendeine Zeichenfolge sein, die dann Teil der Web-Adresse eures Sharerooms wird.

Wenn ihr die eingegeben habt, könnt ihr über den Button “Neu” oben links euren ersten Raum erstellen. Zuerst fragt die Software in diesem Fall nach einem Raumnamen, einem Ordnernamen und einem Passwort. Letzteres ist optional.

Spideroak Shareroom 1

Einrichtung eines Sharerooms: 1. Schritt

Der Raumname ist nur zur internen Verwendung, damit ihr den Überblick behaltet. Der Ordnername wird Teil der Webadresse und folgt auf eure ShareID. Auf der linken Seite unten seht ihr die Vorschau des Links zu eurem Shareroom.

Im zweiten Schritt könnt ihr optional eine Beschreibung des Raums eingeben.

Im dritten Schritt wählt ihr den Ordner aus, den ihr teilen wollt. Der muss natürlich Teil eures Backups sein.

Der vierte Schritt dient noch einmal zur Bestätigung eurer Angaben. Wenn alles stimmt, wird der Raum nun erstellt. Verschickt den Link aus dem Kästchen links, um die Inhalte zu teilen. Unter “Share” findet ihr eine Liste eurer erstellten Räume und könnt diese bearbeiten und löschen.

Spideroak Shareroom Uebersicht

Die Anzeige bestehender Sharerooms

Die Möglichkeiten des Empfängers sind eng begrenzt. Er kann nur einzelne Dateien herunterladen, nicht ganze Ordner. Hochladen kann er nichts. Immerhin gibt es eine Galerieansicht für Fotos.

Während SpiderOak sonst einen sehr guten Funktionsumfang hat, ist das beim Teilen weniger der Fall. Mit Anderen etwas zur gemeinsamen Bearbeitung teilen ist nicht möglich. Hier bleibt SpiderOak hinter Dropbox und vielen anderen zurück.

Wahrscheinlich liegt das daran, dass der Anbieter keine zu großen Kompromisse bei der Sicherheit machen will. Schon beim Teilen über Links, wie SpiderOak es anbietet, entsteht eine kleine Lücke in der “Zero-Knowledge”-Sicherheit, denn SpiderOak muss die geteilten Dateien ja für den Empfänger entschlüsseln. Ein gemeinsamer Zugriff mehrerer Nutzer auf dieselben Ordner stünde quer zu dem Wunsch, die Daten für jeden Nutzer individuell zu verschlüsseln.

Daten wiederherstellen

Mit SpiderOak könnt ihr folgende Daten wiederherstellen:

  • Frühere Versionen geänderter Dateien ab dem Zeitpunkt, zu dem ihr diese Dateien dem Backup hinzugefügt habt. Dazu gehört auch der Hive-Ordner, der standardmäßig immer Teil des Backups ist.
  • Gelöschte Dateien, die sich früher einmal im Backup befanden. Dies beinhaltet ebenfalls den Hive-Ordner.
  • Bei Bedarf könnt ihr komplette Ordner oder auch das gesamte Backup auf einen früheren Speicherstand zurücksetzen. Das kann die Rettung sein, wenn Dateisysteme mit Ransomware infiziert oder aus anderen Gründen beschädigt sind.

Die Wiederherstellung gelöschter und geänderter Dateien findet ihr in der Software unter “Verwalten”. In diesem Screenshot habe ich mich zu einem Word-Dokument vorgeklickt, das ich seit seiner Speicherung sechs mal geändert hatte:

Spideroak Wiederherstellung Versionen

Zu dieser Datei gibt es 6 Speicherstände

Auf der linken Seite sind eure verbundenen Rechner aufgelistet, jeweils mit einem Eintrag “Gelöschte Objekte” darunter. Wenn ihr die Rechnernamen anklickt, erscheinen im mittleren Fenster die aktuell im Backup vorhandenen Dateien. Unter “Gelöschte Objekte” findet ihr eine genauso gestaltete Verzeichnishierarchie mit allen Daten, die ihr irgendwann dem Backup hinzugefügt und später wieder gelöscht habt.

Obiger Screenshot zeigt die Ansicht der aktuellen Dateien. Die Ziffer (6) bei der Datei “allport-history.doc” gibt die Anzahl der gespeicherten Versionen an. Deren Daten und Dateigrößen sind im rechten Fenster aufgelistet.

Mit den Buttons darüber könnt ihr die ausgewählte Version herunterladen, entfernen oder teilen. Beim Herunterladen bietet die Software eine Wiederherstellung am ursprünglichen Speicherort oder einem beliebigen anderen Ort auf eurer Festplatte an.

Die Wiederherstellung gelöschter Dateien funktioniert genauso, nur dass ihr anfangs den jeweiligen Papierkorb (“Gelöschte Objekte”) anstelle des Computernamens auswählt und einen Verzeichnisbaum der gelöschten anstelle der aktuellen Dateien angezeigt bekommt.

Dass nichts automatisch gelöscht wird und ihr Dateien unbegrenzt wiederherstellen könnt, ist ein starkes Feature. Allerdings nehmen gelöschte Dateien bezahlten Speicherplatz ein. Insofern kostet dieses Feature den Anbieter nichts.

Mit Blick auf die Kosten ist es daher sinnvoll, die Möglichkeiten zum Ausschluss von Dateien nach Typ oder Größe zu nutzen, wenn ihr deren Verlust im Ernstfall verschmerzen könnt oder euch ein Backup auf einer externen Festplatte zu Hause für sie reicht.

Das Zurücksetzen ganzer Verzeichnisse auf einen früheren Stand geht leider nur über eine Kommandozeilen-Anwendung. Das ist für Laien sicher abschreckend, aber kein unüberwindliches Hindernis. Trotzdem sollte SpiderOak hier dringend nachbessern und die Funktion in die grafische Benutzeroberfläche einarbeiten.

Mobil

SpiderOak bietet eine App für iOS und Android an, mit der ihr mobil auf eure Backup-Daten zugreifen und Links auf sie generieren könnt.

Das ist im Vergleich zu anderen Backup- und Cloud-Apps eher bescheiden. Was fehlt, ist vor allem eine Backup-Funktion für das Mobilgerät und ein automatischer Upload von Fotos und Videos. So wie beim Zugriff per Web-Browser sind mit der App überhaupt keine Uploads möglich.

Ich entschuldige mich für die Qualität der Screenshots. Irgendwie hat die App meinen Arbeitsspeicher blockiert, so dass ich keine Screenshots aufnehmen konnte. Deshalb habe ich diese Ansichten mit einer Kamera abfotografiert.

Das Hauptmenü der App sieht auf meinem Android-Smartphone so aus.

Ganz oben sind meine zwei verbundenen PCs aufgeführt. Dort könnt ihr euch in deren Backup-Daten vorklicken, geordnet nach der Verzeichnishierarchie, in der sie gespeichert sind.

Durch längeres Antippen einer Datei öffnet sich ein Kontextmenü, das zeigt, welche Dateioperationen es gibt.

Spideroak App Hauptmenu

Die Android-App von SpiderOak

Spideroak App Kontextmenu

Die Dateioptionen in der App

Die Option “Link senden” generiert einen Link auf die Datei und fragt euch im nächsten Schritt, mit welcher App ihr ihn verschicken wollt. Mit “Datei teilen” verschickt ihr die Datei direkt. Dazu muss sie die App natürlich erst auf das Smartphone oder Tablet herunterladen. Das gleiche erreicht ihr auch unabhängig vom Verschicken durch “Datei speichern”. Als Favorit markierte Dateien sind über den entsprechenden Punkt im Hauptmenü schneller verfügbar.

Ganze Ordner könnt ihr nicht herunterladen oder teilen, nur einzelne Dateien.

Das war es auch schon. In den Einstellungen gibt es entsprechend wenig zu tun:

Spideroak App Einstellungen

Überschaubare Einstellungsoptionen

Mit dem optionalen Passcode könnt ihr die App vor unbefugtem Zugriff schützen, falls euch das Gerät abhanden kommt.

Die App ist besser als nichts, hat bei mir zuverlässig funktioniert und macht eure Backup-Daten mobil verfügbar. Gleichzeitig muss man sagen, dass die Konkurrenz mehr bietet. Zumindest ein automatischer Foto-Upload wäre schön gewesen.

Sicherheit

Bei der Sicherheit spielt SpiderOak in der ersten Liga. Alle Cloud-Daten werden schon vor dem Hochladen lokal verschlüsselt und nur ihr habt den Schlüssel dafür. Auf der SpiderOak-Website ist die Sicherheitsarchitektur im Detail erläutert.

Wie wichtig SpiderOak das Thema nimmt, zeigt sich auch im Detail. So erscheint zum Beispiel beim Einloggen auf der Website ein Warnhinweis, dass durch die Benutzung des browserbasierten Zugangs eine Sicherheitslücke entsteht. Der Grund dafür ist, dass SpiderOak eure Dateien entschlüsseln muss, um sie euch anzeigen zu können.

Hier stolpert ihr vielleicht darüber, dass SpiderOak doch gar nicht in der Lage sein sollte, die Dateien zu entschlüsseln. Deswegen heißt es ja “Zero-Knowledge”-Sicherheit: weil selbst der Dienstbetreiber keinen Zugriff auf die Klardaten hat.

Beim Einloggen gebt ihr aber euer Passwort ein, und das Passwort ist sozusagen der Schlüssel zum Schlüssel. Der Schlüssel, mit dem eure Daten lesbar sind, ist selbst verschlüsselt und nur mit eurem Passwort benutzbar.

SpiderOak speichert keine Kopie eures Passworts in der Cloud. Wenn ihr es verliert, bekommt ihr eure Daten nicht zurück.

Geschwindigkeit

Die Übertragungsgeschwindigkeiten waren im Test befriedigend. Die großen Konkurrenten wie OneDrive, Dropbox oder Amazon Drive sind deutlich schneller, aber die bieten keine ausgefeilte Verschlüsselungsarchitektur. Mit Verschlüsselung dauert es immer etwas länger.

Ich habe zwei verschiedene Testordner verwendet, die jeweils 5 Gigabyte groß sind. Sie enthalten eine Mischung aus ein paar großen Videodateien und einigen Hundert PDF- und Word-Dokumenten, Fotos und mp3-Dateien.

Einen der Ordner habe ich über den Hive-Ordner hoch- und auf meinem Zweitrechner heruntergeladen, den zweiten über das Sync-Feature. Die Geschwindigkeiten waren in beiden Fällen ungefähr gleich:

5-Gigabyte-Testordner1. Versuch2. VersuchDurchschnitt
Upload
(Stunden:Minuten)
05:1604:0904:42
Download
(Stunden:Minuten)
00:3400:3000:32

Wie gesagt, ich habe schon schnellere Anbieter gesehen. OneDrive hat den Upload in weniger als 1,5 Stunden und den Download in 20 Minuten geschafft. Mehr dazu lest ihr im OneDrive Test.

Im Alltag kommt es darauf aber meist nicht an. Ein Backup größerer Datenmengen darf ruhig ein paar Stunden dauern, denn das findet nur einmal statt, da sich die meisten Dateien nicht von heute auf morgen verändern. Bei der Synchronisierung normaler Arbeitsdokumente fällt der Unterschied kaum ins Gewicht. Nur wenn ihr zum Beispiel mit großen Videodateien arbeitet, die nicht allzu streng geheim sind, ist euch mit einem schnelleren Anbieter vielleicht besser gedient.

Zuverlässigkeit

Im Wesentlichen funktionierte alles, wie es soll. Nur an einer Stelle gab es einen kleinen Hänger.

Kurz bevor eine Videodatei von mehr als 1 Gigabyte Größe fertig hochgeladen war, ging es nicht weiter. Im Task-Manager sah ich, dass SpiderOak keine Daten mehr übertrug:

Spideroak Bug

Der Upload ist eingeschlafen

Nachdem zehn Minuten nichts passiert war, startete ich die Software neu. Damit war das Problem gelöst.

Ich habe ähnliche Bugs bei Cloud-Diensten schon öfter gesehen und es wäre übertrieben, einen Anbieter deswegen gleich auszuschließen. Trotzdem ist es ein kleines Minus, wenn so etwas beim ersten Test passiert.

Support

Die Online-Hilfen von SpiderOak sind nur auf Englisch vorhanden. Über die Stichwortsuche habe ich immer schnell die benötigte Antwort gefunden. Die Erklärungen könnten zum Teil ausführlicher sein.

Mitunter wirkt SpiderOak in diesem Punkt etwas halbherzig. Das Dokument mit ersten Schritten, das standardmäßig im Hive-Ordner liegt, enthält nur ein paar Links auf die Website. An verschiedenen Stellen bin ich auch in der Software auf Links gestoßen, die Hilfe zu einer bestimmten Funktion versprachen, aber nur zur Startseite der Online-Hilfe führten.

Das Zusammenspiel von Backup und Synchronisierungsfunktionen bei SpiderOak ist recht einzigartig. Erfahrungen mit anderen Backup- oder Cloud-Diensten helfen, aber vieles ist anders. Hier könnte SpiderOak dem Benutzer mehr entgegenkommen.

Im Abschnitt zur Benutzeroberfläche habe ich erwähnt, dass ich per Formular eine Support-Anfrage wegen einer Einstellungsoption gestellt habe, die mir nicht klar war. Es kam schon nach 20 Minuten eine informative und freundliche Antwort.

Das war allerdings auch abends. Wenn in Deutschland Vormittag ist, geht es vermutlich nicht so schnell, weil da die Amerikaner noch schlafen. Trotzdem sehr erfreulich.

Fazit

SpiderOak beeindruckt mit fast konkurrenzlos hohen Sicherheitsstandards und einem cleveren Zusammenspiel von Backup, Synchronisierung und Share-Funktionen. Soweit dem Anbieter zu trauen ist, sind hier auch die US-Geheimdienste kein Problem, da die Daten voll verschlüsselt sind.

VORTEILE

  • Sehr hohe Datensicherheit
  • Clevere Kombination aus Backup und Synchronisierung
  • Mehrere Rechner möglich
  • Selektive Synchronisierung möglich

NACHTEILE

  • Etwas komplizierter
  • Etwas teurer
  • Kein Gratis-Angebot
  • Keine Uploads über Browser und App

Eventuell braucht ihr wie ich etwas länger als bei anderen Anbietern, alles zu verstehen. Das bringt der größere Funktionsumfang eben mit sich.

Damit ist schon angedeutet, für wen sich SpiderOak eignet. Die Stärke des Dienstes ist die Datensicherheit in Verbindung mit dem großen Funktionsumfang. Wenn es euch nur um die Synchronisierung und die Sicherheit geht, sind Sync und Luckycloud gute Alternativen.

Wenn ihr aber eine umfassende Backup-Lösung mit sehr guter Sicherheit sucht, ist SpiderOak ein heißer Kandidat. Anbieter wie iDrive sind günstiger, doch nach meinem iDrive Test war ich weit weniger überzeugt.

Provider Screenshot

SpiderOak Alternativen


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