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Dropbox Test

Dropbox Test
Schnell und einfach – eben Dropbox.

Tarife ab:

8,25 €

pro Monat

Kostenfreier Tarif verfügbar 4 GB frei nutzbar

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortUSA
Deutsche Benutzeroberfläche
Kostenloser Cloud Speicher4 GB GB
BezahloptionAb 8,25 Euro/Monat für 1 TB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobiler ZugriffiOS, Android, Windows Phone
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Author

Sebastians Motto lautet: Kein Backup, kein Mitleid. Kein Wunder, dass er mit Begeisterung Cloud-Speicher testet. Sebastian

Dropbox ist zweifellos der bekannteste Cloud-Speicher auf dem Markt und definiert in den Augen vieler Nutzer, was ein Cloud-Speicher ist. So kommt kein alternativer Anbieter daran vorbei, sich mit Dropbox zu vergleichen und zu versuchen, es besser zu machen.

Dropbox zeichnet sich noch immer durch die Qualitäten aus, mit denen es früh auf dem Markt war und erfolgreich wurde: es ist einfach, bequem und schnell. Es gibt Alternativen mit höheren Sicherheitsstandards, größerem Funktionsumfang und mehr (kostenlosem) Speicherplatz – aber viel simpler als Dropbox geht es nicht.

Dropbox ist zweifellos praktisch, wenn ihr bereit seid, Schwächen beim Support und bei der Sicherheit in Kauf zu nehmen. Außerdem sind die kostenpflichtigen Pakete bei der Konkurrenz oft billiger.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Overall Rating

83%

"Schnell und einfach – eben Dropbox."

Benutzerfreundlichkeit
95%
Exzellent
Funktionsumfang
85%
Sehr gut
Sicherheit
65%
Befriedigend
Geschwindigkeit
95%
Exzellent
Support
65%
Befriedigend
Technik
95%
Exzellent

Dropbox Cloud-Speicher Test und Vergleich 2018

Wer überhaupt weiß, dass es so etwas wie Cloud-Speicher gibt, kennt höchstwahrscheinlich Dropbox. Mit seiner Gründung im Jahr 2007 war das Unternehmen ein Pionier auf dem Cloud-Speicher-Markt. In den ersten fünf Jahren kam es auf 100 Millionen Nutzer, 2016 waren es schon eine halbe Milliarde.

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8,25 € pro Monat

Was diesen Erfolg möglich gemacht hat, ist recht klar, wenn man sich Dropbox anschaut:

  • Es ist einfach zu benutzen und verlangt weder besondere technische Kenntnisse noch Einarbeitungszeit.
  • Das kostenlose Einstiegsangebot: Für 2 Gigabyte Daten (oder auch mehr) ist Dropbox kostenlos. Die Konkurrenz bietet heute meist 5 oder sogar 10 Gigabyte, aber die gab es damals noch nicht. Außerdem waren 2 Gigabyte vor 10 Jahren mehr als sie heute sind.
  • Viralität: Wer Dropbox erfolgreich weiterempfiehlt, bekommt für gewonnene Nutzer zusätzlichen kostenlosen Speicherplatz. Wer andere zur Zusammenarbeit in einem Dropbox-Ordner einlädt, fordert sie dadurch auf, ebenfalls einen Dropbox-Account zu erstellen. Das ist Voraussetzung, um auf den geteilten Ordner Zugriff zu bekommen.

Cloud-Speicher-Dienste wie Sync, pCloud, iDrive und viele andere versuchen auf verschiedene Weise, sich von Dropbox abzusetzen und etwas Besonderes zu bieten, zum Beispiel bei der Sicherheit, beim Funktionsumfang oder bei den Preisen. Für einen umfassenden Überblick über alle von uns getesteten Cloud-Speicher, könnt ihr einfach bei unserem Cloud-Speicher Test und Vergleich 2018 vorbeischauen.

Dropbox Kosten

Dropbox liegt im Mittefeld was die Cloud Speicher Kosten für 1TB anbelangt. Dieser Tarif schlägt mit 9,99 Euro zu buche. Er ermöglicht euch, Dateien zu synchronisieren und auch ältere Dateiversionen wiederherzustellen. Sollten diese aber älter als 30 Tage bräuchtet ihr die Professional-Version, die euer Konto mit 19,99 Euro pro Monat belastet.

Vergleichen lohnt sich also auf jeden Fall. Was Dropbox allerdings immer noch auszeichnet, ist die einfache und komfortable Benutzung. Dies und die weite Verbreitung von Dropbox infolge des frühen Markteintritts macht es der Konkurrenz schwer, aufzuholen.

Und aus der Sicht eines Nutzers? Warum sollte man sich überhaupt mit den anderen Anbietern beschäftigen? Warum nicht einfach das vertraute Dropbox nehmen und sich die Zeit sparen?

Gute Frage. Es kommt immer auf die Anforderungen an. Um ab und zu Dateien zu teilen oder zu synchronisieren, die nicht allzu geheim sind, ist Dropbox durchaus okay. Wenn ihr aber bestmögliche Datensicherheit wollt, solltet ihr euch die Alternativen ansehen.

In der Firmengeschichte von Dropbox gab es schon mehrere schwere Lecks und Pannen bei der Sicherheit. Im Jahr 2011 zum Beispiel hat die Website des Anbieters 4 Stunden lang beliebige Passwörter beim Login akzeptiert.

In der Wikipedia könnt ihr euch über weitere Zwischenfälle und Kritikpunkte informieren. Grundsätzlich gilt, dass Dropbox die Cloud-Daten zwar verschlüsselt speichert, aber selbst den Schlüssel dazu hat und die Daten jederzeit in Klartext übersetzen kann. So sind sie auch bei einer Sicherheitslücke, wie sie schon mehrmals vorkamen, nicht unbedingt vor Angreifern geschützt.

Außerdem können US-Behörden per Gerichtsbeschluss darauf zugreifen. Auf dem deutschen Markt bietet Dropbox nur Unternehmenskunden mit mehr als 250 Mitarbeitern an, ihre Daten in Deutschland zu hosten.

Es gibt aber noch andere Gründe, aus denen eine Dropbox-Alternative attraktiver sein kann. Wenn ihr zum Beispiel mehr Speicherplatz benötigt, bekommt ihr woanders größere Kostenlos-Pakete und oft auch günstigere Bezahlpakete als bei Dropbox.

Für Backups, also Sicherheitskopien eurer Daten, ist Dropbox sowieso nicht geeignet. Zu dem Thema könnt ihr euch Backblaze oder SpiderOak ansehen. Hier erfahrt ihr mehr:

Einrichtung

Wie bei anderen Cloud-Speichern ist auch bei Dropbox egal, ob ihr zuerst einen Account erstellt oder die Software herunterladet. Spätestens wenn ihr die Software auf eurem Rechner startet, müsst ihr sowieso eure Account-Daten eingeben. Theoretisch ist es auch möglich, auf die Software zu verzichten und Dropbox nur über den Browser zu benutzen. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache.

Nach dem Start legt die Software den Dropbox-Ordner im Nutzerverzeichnis der aktuell angemeldeten Person an, fragt die Zugangsdaten ab und stellt dann die Verbindung mit der Cloud her.

Im System Tray erscheint ein kleines Dropbox-Logo und ab sofort lädt der Dropbox-Ordner alles in die Cloud, was ihr darin speichert.

Dropbox verbunden

Nach der Installation: Eine kleine Sprechblase meldet Bereitschaft

Alles weitere ist bei der Einrichtung optional. Über das Dropbox-Icon in der Systemleiste lässt sich ein Dialog zur Bearbeitung einiger Grundeinstellungen öffnen. Darunter sind die folgenden:

  • der Speicherort des Dropbox-Ordners
  • automatisches Starten von Dropbox beim Hochfahren
  • automatischer Upload neuer Bilder und Screenshots zu Dropbox
  • selektive Synchronisierung
  • Bandbreitenbegrenzungen
  • Verwendung von Proxys

Die zweistufige Überprüfung als Sicherheitsfeature lässt sich nur über das Web-Interface aktivieren. Die Einstellungen findet ihr dort hinter dem Smiley oben rechts.

Dropbox Einstellungen

Zu den Einstellungen hier entlang

Die zweistufige Überprüfung verlangt beim Einloggen ins Web-Interface und beim Verbinden eines neuen Computers zusätzlich zum Passwort eine Sicherheits-PIN, die dafür generiert wird und nur einmal benutzt werden kann. Ihr erhaltet sie per SMS oder über eine Authenticator-App auf dem Smartphone.

Das ist durchaus sinnvoll, aber es hilft nur in wenigen Szenarien. Bei Sicherheitslücken auf Seiten des Anbieters bringt es nichts. Ebensowenig, wenn Unbefugte Zugriff auf euren Rechner haben.

Noch eine Besonderheit: Als ich für diesen Test Anfang Juli 2017 einen neuen Dropbox-Account eröffnete, bot mir die Webseite an, zusätzlich einen Arbeits-Account zu erstellen, so dass ich einen privaten und einen für die Arbeit hätte. Für den zweiten Account versprach mir das Angebot zusätzliche 2 Gigabyte Speicherplatz.

Ich klickte darauf und die Site bot mir an, den neuen Account mit einem schon bestehenden zu verknüpfen. Da ich tatsächlich schon einen hatte, tat ich das.

Das Resultat ist, dass ich nun zwei Dropbox-Accounts auf meinem Rechner betreiben kann. Das sieht so aus:

Dropbox Doppelaccount

Im Web-Interface: Umschalten zwischen zwei verknüpften Accounts

Für Business-Kunden gibt es die Option anscheinend schon länger, einen geschäftlichen mit einem Privat-Account zu verknüpfen. Dass man als Nutzer des kostenlosen Angebots aber zwei Accounts betreiben kann, ist mir neu, und ich habe dazu wenig im Netz gefunden. Dabei drängt es sich ja eigentlich auf, das Angebot anzunehmen – sei es auch nur, weil es den Speicherplatz verdoppelt.

Ich finde das ein schönes Feature, um private und berufliche Dropbox-Inhalte sauber zu trennen, ohne sich mit selektivem Synchronisieren herumschlagen zu müssen. Der Doppel-Account ist noch mal ein Pluspunkt für Dropbox.

Benutzeroberfläche

Auf dem lokalen Rechner gibt es praktisch keine Benutzeroberfläche. Das Dropbox-Logo in der Systemleiste zeigt an, dass die Software läuft und ob sie aktuell mit einer Synchronisierung beschäftigt ist. Ein Rechtsklick darauf öffnet dieses Fenster:

Dropbox Fenster

Die Schaltzentrale der Software auf dem Rechner

Der standardmäßig aktive Tab zeigt Benachrichtigungen von Dropbox, „Zuletzt verwendet“ zeigt die Dateien an, die im Dropbox-Ordner zuletzt bearbeitet wurden. Das Ordner- und das Globus-Icon rufen euren Dropbox-Ordner lokal oder im Internet (-Browser) auf. Über das Schräubchen gelangt ihr zu den oben erwähnten Einstellungen.

Die Online-Ansicht ist einfach organisiert. Ein Klick auf ein Verzeichnis öffnet es und zeigt euch den Inhalt, über den Verzeichnispfad ganz oben bewegt ihr euch zurück auf die höheren Ebenen in der Hierarchie.

Als ich mich zum ersten Mal in den neuen Account einloggte, fing gleich eine kleine Tour an.

Dropbox Einführung

Eine Tour erklärt die Grundfunktionen

Durch Klick auf den blauen Punkt (der im Alltagsbetrieb natürlich nicht mehr da ist) setzt ihr ein Häkchen neben das Verzeichnis oder die Datei. Gleichzeitig erscheint rechts ein Menü der Optionen, die nun zur Verfügung stehen.

Dropbox Web Menu

Ein Ordner ist ausgewählt

Die Häkchen-Methode ist nützlich, wenn ihr mehrere Dateien oder Verzeichnisse für dieselbe Aktion auswählen wollt. Für einzelne ist es praktischer, rechts neben dem entsprechenden Element auf die drei Punkte zu klicken. Dadurch öffnet ihr dieselben Optionen mit nur einem Klick.

Dropbox Web Menu 2

Bearbeitungsoptionen im Kontextmenü

Wie ihr seht, wird auch die Option „Freigeben“ auf beiden Wegen zugänglich. Der dazugehörige Dialog sieht dann so aus:

Dropbox Teilen

Dialog zum Teilen: E-Mail-Adresse eingeben oder Link abrufen

Hier gibt es einen feinen Unterschied zwischen der Freigabe per E-Mail-Adresse und der Erstellung eines Links: Bei der ersten Variante muss der Empfänger ein Dropbox-Konto haben oder eröffnen, um die Einladung annehmen zu können. Dazu unten mehr.

Über den Hauptmenüpunkt „Freigabe“ könnt ihr euch alle bisherigen Freigaben und Links anschauen, Berechtigungen ändern und die Einträge löschen. Die betreffenden Links funktionieren dann nicht mehr. Links lassen sich auch von vornherein mit einem Verfallsdatum ausstatten.

Für ein kostenloses Paket ist der Funktionsumfang beim Teilen gut. Etwas unschön finde ich nur, dass für denjenigen, der Inhalte teilt, nicht klar ist, dass der Empfänger ein Dropbox-Konto eröffnen muss. Wenn ich die Wahl habe, nötige ich ungern meine Freunde, irgendwo ein Konto einzurichten.

In diesem Abschnitt ist noch die Funktion „Paper“ ein paar Worte wert, da sie eine Besonderheit von Dropbox ist. Anscheinend hat man dort Angst bekommen, als mit Google Docs und Google Drive eine leistungsstarke Kombination aus Office-Anwendungen und Cloud-Speicher mit Kooperationstools zur Verfügung stand.

Microsoft hatte auch bereits nachgezogen und im Rahmen seines Cloud-Speicher-Dienstes OneDrive eine Online-Bearbeitung von Office-Dokumenten ermöglicht. Mehr dazu lest ihr in unserem Google Drive Test und OneDrive Test.

Dropbox Paper ist so etwas Ähnliches: Eine Online-Anwendung zur Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten.

Ein Google-Docs-Klon ist es aber nicht. Ich fand die Anwendung durchaus reizvoll. Die Benutzeroberfläche ist angenehm aufgeräumt und erinnert eher an die Editoren von Plattformen wie Medium oder Tumblr, die es maximal einfach machen, Hypertext zu bearbeiten.

Natürlich könnt ihr andere Dropbox-Nutzer einladen, gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten, und das Ergebnis in einem Dropbox-Ordner speichern. Außerdem lassen sich die Dokumente als Word (docx) oder Markdown-formatiert herunterladen.

Probiert Dropbox Paper ruhig mal aus, wenn ihr ein Online-Tool zur Zusammenarbeit an Dokumenten braucht. Die meisten haben ja sowieso einen Dropbox-Account – laut FAZ übrigens hat jeder dritte Internetnutzer in Deutschland einen.

Bei der Idee browserbasierter Office-Anwendungen war eindeutig Google schneller und dürfte schwer zu schlagen sein. Aber ein bisschen Konkurrenz ist immer gut, und es ist reizvoll, dass Paper auf größere Distanz zu Microsoft Office geht. Das Ausprobieren hat Spaß gemacht, und Spaß bringe ich weder mit MS Word noch mit Google Docs in Verbindung.

Daten speichern

Normalerweise speichert ihr Daten einfach im lokalen Dropbox-Ordner, um sie von der Software automatisch in die Cloud laden zu lassen.

Die zweite Möglichkeit ist ein Upload über das Web-Interface. Auch hier gibt sich Dropbox Mühe, es dem Benutzer möglichst bequem zu machen.

Dropbox Upload

Der Upload-Dialog im Browser

Dropbox legt auf dem lokalen Rechner außerdem einen Eintrag im Kontextmenü an, das erscheint, wenn ihr auf Ordner oder Dateien klickt: „In Dropbox verschieben“. Das ist praktisch, aber erinnert auch an einen der Gründe, warum sich Dropbox nicht für Backups eignet.

Es spielt sich alles im Dropbox-Ordner ab, und um ein einigermaßen vollständiges Backup zu bekommen, müsstet ihr alles dorthin verlegen, was ihr sichern wollt. Das würde euer ganzes übriges Dateisystem sprengen. Das Thema Datenschutz lasse ich dabei mal außen vor.

Für die Synchronisierung von und Zusammenarbeit an einer begrenzten Menge von Dateien, die nicht allzu geheim sind, ist Dropbox gut geeignet. Wer maximale Sicherheit zu fairen Preisen will, sollte Sync oder pCloud in Betracht ziehen. Hier erfahrt ihr alle Details:

Daten synchronisieren und teilen

Wenn ihr Dropbox auf mehreren Rechnern installiert und mit demselben Account verbindet, synchronisiert die Software alle Inhalte des Dropbox-Ordners auf allen verbundenen Rechnern.

Das heißt: Jede neue oder geänderte Datei im Dropbox-Ordner eines verbundenen Rechners wird in die Cloud hochgeladen und von den anderen Rechnern bei nächster Gelegenheit heruntergeladen. Dazu läuft Dropbox im Hintergrund und merkt automatisch, wenn sich etwas geändert hat, so dass die Synchronisierung in Echtzeit passiert.

Wenn ihr Systemressourcen sparen wollt, ist es aber auch möglich, die Dropbox-Software nur bei Bedarf zu starten, statt sie ständig laufen zu lassen.

Synchronisierung bedeutet auch, dass frühere Versionen geänderter Dateien überschrieben werden. Auch wenn ihr ganze Verzeichnisse löscht, überträgt sich das auf alle beteiligten Rechner. Bei versehentlicher Löschung kann einem das schon mal einen Schrecken einjagen. Damit nicht ungewollt Daten verlorengehen, gibt es zum Glück die Wiederherstellungsfunktion. Dazu gleich mehr.

Die Funktionen zum Teilen haben wir oben schon kurz gesehen. Unter Marketing-Gesichtspunkten ist es geschickt von Dropbox, seinen Nutzern das Teilen auf einem Weg nahezulegen, der einen Dropbox-Account bei den Empfängern verlangt.

Die meisten dürften dann eher einen Account anlegen, was ja schnell geht, als den Absender aufzufordern, die Datei noch einmal auf anderem Weg zu teilen.

Meistens genügt ein einfacher Link, um eine Datei zu teilen. Zwar kann der Link von jedem aufgerufen werden, aber ihr würdet ihn ja nur an die Adressaten verschicken.

Wenn eine Mail mit einem Share-Link von Unbefugten abgefangen würde, dann könnten diese auf die geteilte Datei zugreifen – aber das könnten sie auch, wenn ihr die personengebundene Freigabe verwendet. Bei dieser Variante braucht der Empfänger zwar einen Dropbox-Account, aber es ist egal, unter welcher E-Mail-Adresse dieser Account läuft. Sie muss nicht der entsprechen, die ihr für die Freigabe benutzt habt.

Die Freigabe ist das, was bei anderen Cloud-Speicher-Diensten „Shared Folder“ oder so ähnlich heißt. Damit können mehrere Nutzer des Dienstes einen gemeinsamen Ordner anlegen, der dann zu den Dropbox-Ordnern aller beteiligten Accounts gehört. Alle diese Nutzer können dann in dem Ordner arbeiten und erhalten automatisch alle Aktualisierungen, die andere Beteiligte vorgenommen haben.

Öffentliche Links auf bestimmte Verzeichnisse oder Dateien zu verschicken ist dagegen eher für einmalige Transfers als für eine dauerhafte Zusammenarbeit geeignet. Über den Link kann der Empfänger auf das verlinkte Element zugreifen. Dabei findet aber keine automatische Synchronisation statt.

Manche Anbieter ermöglichen Ordner-Links zu verschicken, mit denen die Empfänger auch etwas hochladen können, zum Beispiel Sync und iDrive. Bei Dropbox gibt es das so nicht. Dafür gibt es hier die Funktion „Dateianfragen“. Diese erstellt einen Link, über den der Empfänger Dateien in die Dropbox des Absenders hochladen kann.

Der Unterschied zum upload-fähigen Link bei den anderen Anbietern ist, dass der Empfänger einer Dateianfrage über Dropbox kein Verzeichnis sehen und nichts herunterladen kann.

Ebenfalls gängige Optionen sind ein Passwortschutz und ein Verfallsdatum für erstellte Links. Diese bietet auch Dropbox, allerdings nur im kostenpflichtigen Paket.

Daten wiederherstellen

Sowohl frühere Dateiversionen als auch gelöschte Dateien lassen sich bei Dropbox wiederherstellen. Im Gratis- und im Plus-Paket für 8,25 Euro im Monat bleiben sie für 30 Tage gespeichert, bei den höherwertigen Paketen für Teams und Unternehmen für 120 Tage. Bei Dropbox Plus gibt es für zusätzliche 39,00 Euro im Jahr ein Upgrade auf ein Jahr Speicherung von Versionen und gelöschten Dateien.

Das ist nicht überwältigend, vor allem die 30 Tage im kostenpflichtigen Abo für 8,25 Euro sind vergleichsweise wenig. Sync zum Beispiel speichert gelöschte Dateien und frühere Versionen im Personal-Paket für 8,00 Dollar im Monat zeitlich unbegrenzt.

Der schnellste Weg zur Versionsgeschichte einer Datei führt über das Kontextmenü.

Dropbox Kontextmenu

Das Kontextmenü im lokalen Dropbox-Ordner

Aber auch im Web-Interface findet ihr den Punkt „Versionsverlauf“ im Menü zu jeder Datei, die schon mal geändert wurde. Sonst fehlt dort dieser Punkt. Allerdings zählt auch das Teilen einer Datei als Änderung, so dass alle Dateien in einem geteilten Ordner automatisch einen Versionsverlauf haben.

Die Ansicht der Versionen und die Wiederherstellung spielt sich dann im Web-Interface ab. Ein Versionsverlauf sieht etwa so aus:

Dropbox Dateiversionen

Mehrere Versionen meiner Einkaufsliste

Wie ihr hier seht, liegen nur wenige Minuten zwischen den Versionen. Dropbox registriert jeden Speichervorgang und lädt die geänderte Datei sofort hoch. Wenn ihr eine Datei häufig bearbeitet und zwischenspeichert, kommt so schnell eine umfangreiche Versionshistorie zustande.

Für Dateien gängiger Formate wie Microsoft Word oder PDF könnt ihr durch Anklicken des Dateinamens schnell eine Vorschau aufrufen und die betreffende Version auch gleich zur aktuellen erklären, also wiederherstellen. Die bis dahin aktuelle Version rutscht dadurch einen Platz auf und wird zur zweitneuesten.

Das ist einfach und deckt alles Wichtige ab. Um sich wirklich abzusichern sind aus meiner Sicht mehr als 30 Tage Archivierung nötig, aber dazu sollte man sowieso einen Backup-Dienst verwenden.

Gelöschte Dateien könnt ihr innerhalb der normalen Dateiansicht im Web-Interface ein- und ausblenden. Der Screenshot zeigt, wie das aussieht.

Dropbox geloeschte

Die Cloud mit eingeblendeten gelöschten Verzeichnissen

Durch Klick auf den unteren Link am rechten Rand habe ich die gelöschten Elemente auf der oberen Ebene meines Dropbox-Ordners eingeblendet. Sie sind durch die graue Farbe und die Markierung „Gelöscht“ in der Spalte „Nutzer“ unterscheidbar. Das Kontextmenü enthält die Optionen „Wiederherstellen“ und „Endgültig löschen“.

Zusätzlich bietet Dropbox eine Ansicht, die alle gelöschten Elemente gebündelt zeigt, also einen Papierkorb. Das ist im Wesentlichen bei den gängigen Cloud-Speicher-Diensten gleich.

Mobil

Dropbox gibt es auch als mobile App für Android, iPhone/iPad und Windows Phone. Auf meinem Android fiel mir wie schon auf dem Desktop das ziemlich große Download-Paket auf, das knapp 48 Megabyte umfasst.

Die App ist sehr ähnlich aufgebaut wie die browserbasierte Anwendung im Netz.

Dropbox app menu

Weitgehend selbsterklärend: Das Hauptmenü der Dropbox-App für Android

Dropbox App Dateimenu

Optionen im Kontextmenü einer Datei in der App

Dropbox App Ordnermenu

Die Bearbeitungsoptionen für Ordner

Standardmäßig lädt die App die Dropbox-Daten nicht herunter, sondern zeigt sie nur an. Um Dateien auf das Mobilgerät herunterzuladen, findet ihr im Menü zu jeder Datei unter anderem die Option „Offline verfügbar“.

Unter dem Hauptmenüpunkt „Offline“ (siehe oben) findet ihr dann alle Dateien, die ihr über diesen Weg heruntergeladen habt.

Auffällig ist, dass kein Download ganzer Ordner möglich ist. Da sind die Bearbeitungsoptionen enger begrenzt.

Natürlich könnt ihr über die App auch Dateien in eure Dropbox hochladen. In den Einstellungen könnt ihr festlegen, dass die App automatisch mobil aufgenommene Fotos in der Dropbox speichert. Das bieten die meisten anderen Cloud-Speicher-Apps ebenfalls an.

Sicherheit

Auf dem Papier klingt die Sicherheitsarchitektur von Dropbox sehr gut. Bei der Übertragung sind Daten mit SSL/TLS verschlüsselt, auf den Dropbox-Servern mit 256-Bit-AES. Letzteres ist in den USA zur Verschlüsselung von Dokumenten der höchsten Geheimhaltungsstufe zugelassen. Wohl deshalb werben Cloud-Speicher-Anbieter gerne mit „military-grade security“.

Aber es gab eben bereits diverse Sicherheitspannen, die im Zweifel lauter sprechen als die Eigenauskünfte des Anbieters. Auch die anspruchsvollste Verschlüsselung bringt wenig, wenn Angreifer Zugriff auf den Schlüssel haben. Insofern sind eindrucksvolle Schlagworte wie AES-256 allein nicht sehr aussagekräftig.

Für maximale Sicherheit empfiehlt sich ein Dienst, der zusätzlich zur Verschlüsselung eine Zero-Knowledge-Architektur anbietet und bisher keine Sicherheitspannen hatte. Auf die oben erwähnten Anbieter Sync, pCloud und SpiderOak (für Backup) trifft das zu. Alternativ könnt ihr geheime Daten mit einer Software wie Boxcryptor selbst verschlüsseln, bevor ihr sie in die Dropbox ladet.

Geschwindigkeit

Normalerweise verwende ich einen Ordner mit 5 Gigabyte gemischten Dateien zum Testen der Geschwindigkeit. Da nun aber nur 2 Gigabyte in meine Dropbox passen, habe ich einen Ordner diesen Umfangs angelegt. Er enthält zwei Videos, die zusammen etwa 700 MB groß sind, und einige Hundert Fotos, mp3s, PDFs und Word-Dokumente.

Hier ist meine Bandbreite direkt vor dem Testen:

Dropbox Speedtest

Speedtest: läuft!

Fürs Hochladen des Ordners brauchte Dropbox 33 Minuten. Bei 5 Gigabyte wären es also ungefähr 1,5 Stunden gewesen. Für meinen üblichen Testordner brauchten die anderen Dienste meist knapp 2 Stunden oder sogar mehr. Im zweiten Durchgang waren es dann 48 Minuten.

Anschließend löschte ich den Ordner auf meiner lokalen Festplatte, wodurch Dropbox ihn auch in der Cloud in den Papierkorb beförderte. Dort stellte ich ihn wieder her, um die Downloadzeit zu testen.

Der Download des 2-Gigabyte-Ordners dauerte 14 und im zweiten Versuch 23 Minuten.

Dropbox zeigt sich also wie erwartet recht schnell, aber nicht atemberaubend schnell. Die Geschwindigkeiten liegen bei mir in einer ähnlichen Größenordnung wie bei pCloud, das beim Download sogar schneller war. Das könnte aber auch daran liegen, dass pCloud in der Schweiz hostet und Dropbox in den USA.

Geschwindigkeits-Test: Ergebnisse

2-GB-Testordner1. Versuch2. VersuchDurchschnitt
Upload
(Stunden:Minuten)
00:3300:4800:40
Download
(Stunden:Minuten)
00:1400:2300:18

Zuverlässigkeit

Dieser Abschnitt ist für technische Probleme, Ausfälle, langsame Übertragungsraten und Ähnliches reserviert. Bei Dropbox lief alles rund. Grünes Häkchen.

Support

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die gute: Dropbox hat gut ausgebaute, ausführliche deutschsprachige Hilfeseiten, die den Dienst erklären und Lösungen auf viele mögliche Probleme beschreiben. Hier ist Dropbox vorbildlich. Das bieten so die Wenigsten, vor allem nicht in deutscher Sprache.

Aber bei einer halben Milliarde Nutzer kann man leicht erraten, warum das so ist: weil kein Mensch so viele individuelle Supportanfragen beantworten kann. Dropbox bemüht sich also, möglichst viele Anfragen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Und das ist die schlechte Nachricht: Wenn euer Problem durch die Hilfeseiten nicht gelöst wird, habt ihr kaum eine Chance, individuelle Hilfe zu bekommen, wenn ihr kein Geschäftskunde seid.

Ein Menü im Account unten rechts enthält einen Punkt „Kontakt“. Als nächstes müsst ihr angeben, ob ihr einen Basic- oder Plus-Account (privat) oder einen Business-Account habt. Bei den Privat-Accounts könnt ihr dann über eine Abfolge von Auswahlmenüs euer Problem eingrenzen und stoßt am Ende mit etwas Glück auf die Lösung.

Dropbox Support

Das Auswahlmenü für Support-Themen

Das ist wie gesagt schön, aber mit „Kontakt“ eigentlich nicht ganz richtig benannt. Es ist ähnlich wie bei Firmen wie Google und den großen Telekommunikationsanbietern. Als Privatkunde individuelle Hilfe zu bekommen ist schwer bis unmöglich.

Fazit

Ich persönlich probiere ja gerne mal was Neues aus, und es gibt viele Dropbox-Konkurrenten, die mindestens eine Sache oder auch mehrere besser machen als Dropbox.

Aber man kann nicht wirklich bestreiten, dass Dropbox auf technischer Ebene ein gelungener Service ist. Sein großer Erfolg ist kein Zufall. Natürlich richtet sich Dropbox eher an Durchschnitts-User als an Technikprofis, und letztere mögen etwas Ausgefeilteres mit mehr Features bevorzugen.

Aber das bloße Ablegen, Synchronisieren und Teilen von Daten über die Cloud ist für die meisten normalerweise eine simple Angelegenheit, für die ein simpler Service genau das Richtige ist.

Also: Wenn es einfach gehen soll und eure Dateien nicht top secret sind, könnt ihr Dropbox in die engere Auswahl nehmen. Bei Datenmengen, die über eine Handvoll Gigabyte hinausgehen, sind aber Konkurrenten wie Sync nicht nur sicherer, sondern auch billiger.

Provider Screenshot

Dropbox Alternativen


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