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Luckycloud Test

Luckycloud Test
Durchdachte Cloud-Lösung für Technikaffine.

Tarife ab:

2,00 €

pro Monat
Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortDeutschland
Deutsche Benutzeroberfläche
Kostenloser Cloud Speicher- GB
BezahloptionAb 2,00 Euro/Monat für 10 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobiler ZugriffiOS, Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Author

Sebastians Motto lautet: Kein Backup, kein Mitleid. Kein Wunder, dass er mit Begeisterung Cloud-Speicher testet. Sebastian

Luckycloud ist ein Cloud-Speicher-Anbieter aus Deutschland, der sich eher an ein technikaffines Publikum richtet. Während die hiesigen Konkurrenten Telekom und Web.de sehr auf Einfachheit bedacht sind, setzt Luckycloud auf durchdachte Technik und einen großen Funktionsumfang. Dadurch ist die Lernkurve für Neulinge hier etwas steiler. Aber: Sie lohnt sich.

Im Zusammenspiel mit der Open-Source-Software Seafile bietet Luckycloud eine sinnvolle Organisation von Cloud-Daten und Bearbeitungsoptionen, flexible Einstellungen, eine schnelle Synchronisierung in beiden Richtungen, eine bequeme Verschlüsselungsfunktion und mehr. Wer bereit ist, sich ein bisschen reinzufuchsen, sich mit Hosting in Deutschland wohler fühlt und alle Funktionen einer zeitgemäßen Cloud-Lösung in Anspruch nehmen möchte, für den ist Luckycloud ein heißer Kandidat.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Overall Rating

89%

"Durchdachte Cloud-Lösung für Technikaffine."

Benutzerfreundlichkeit
75%
Gut
Funktionsumfang
95%
Exzellent
Sicherheit
95%
Exzellent
Geschwindigkeit
95%
Exzellent
Zuverlässigkeit
95%
Exzellent
Support
80%
Sehr gut

Luckycloud Cloud-Speicher im Test und Vergleich 2018

Der Name lässt es nicht unbedingt vermuten, aber Luckycloud ist ein weiterer Cloud-Speicher-Anbieter aus Deutschland. Im Gegensatz zu den sehr einfach gehaltenen Lösungen von Web.de und der Deutschen Telekom ist Luckycloud eher etwas für Nerds und spielt etwa in der Liga des anspruchsvolleren Strato HiDrive.

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2,00 € pro Monat

Hier erfahrt ihr alles über die Cloud-Wettbewerber aus Deutschland:

Einen umfassenden Überblick der Cloud- und Backup Anbieter auf dem internationalen Markt bekommt ihr in unserem Artikel Die besten Cloud Speicher: Test und Vergleich 2018.

Luckycloud stützt sich ganz auf Open-Source-Software und sieht auch so aus. Eher zurückhaltend, etwas verspielt und etwas öko. Bei der Anmeldung merke ich gleich, dass es hier ernst zugeht.

Luckycloud Kosten

Ein Gratis-Angebot gibt es nicht, weil das nur auf Datenhandel beruhen könne und nicht seriös sei. Ihr könnt den Service allerdings für 14 Tage kostenlos testen. Optional bekommt ihr eine E-Mail-Adresse im Format Name@luckycloud.de dazu.

Nach dem Einloggen poppt eine Einrichtungs-Anleitung auf, die den Rest der Seite verdeckt. Das heißt, ich kann nicht gleichzeitig die Anleitung geöffnet haben und meinen Account einrichten. Das finde ich etwas unpraktisch.

„Luckycloud

Die Einführung blockiert die Seite

Für die Synchronisierung eines lokalen Rechners mit der Cloud ist bei Luckycloud die Open-Source-Software Seafile zuständig. Auch als mobile App kommt Seafile zum Einsatz. Luckycloud verzichtet also auf eine eigene Synchronisierungs-Software.

Nachdem ich die Software für Windows heruntergeladen und installiert habe, erwartet mich der nächste Stolperstein:

„Luckycloud

Ich kann mich nicht in Seafile einloggen

Der Support half mir aber schnell und freundlich aus der Patsche. Es war mein Fehler – ich hatte den richtigen Servernamen in der Einführung überlesen, und in der Software war ein falscher voreingetragen, der im Anmeldefenster auch als Beispiel angegeben ist.

„Luckycloud

Achtung: Das ist nicht der richtige Server

Das sei hier erwähnt, damit es euch nicht auch passiert.

Mit dem vom Support genannten Server klappt es. Ich erhalte außerdem den Hinweis, zum Dashboard zu navigieren, wo ich alle für die Einrichtung nötigen Informationen erhalten würde.

Von der Software aus gelange ich allerdings zu einer Ansicht meiner Cloud-Ordner, von der es keine Möglichkeit gibt, zum Dashboard zu navigieren. Ich finde heraus, dass es die Ordneransicht unter zwei verschiedenen Adressen gibt, und zwar:

„Luckycloud

Cloud-Oberfläche ohne Navigation zu Dashboard und Mail

„Luckycloud

Cloud-Oberfläche ohne Navigation zu Dashboard und Mail

Übrigens muss ich mich bei allen drei Anwendungen – Dashboard, Cloud-Speicher und Mail – gesondert ein- und ausloggen. Luckycloud legt eben viel Wert auf Sicherheit.

Es geht hier also nicht ganz so einfach und mundgerecht zu wie bei Dropbox und ähnlichen Diensten. Wer aber nichts dagegen hat, ein bisschen frickeln zu müssen, mag an Luckycloud Gefallen finden, denn der Service ist durchdacht, bietet einen größeren Funktionsumfang und entfaltet seinen Charme erst auf den zweiten Blick.

Einrichtung

Der Schritt nach dem ersten Einloggen in die lokal installierte Software ist im Prinzip derselbe wie bei allen anderen Cloud-Speicher-Diensten: die Erstellung des lokalen Ordners, der mit der Cloud synchronisiert wird. Bei Luckycloud ist dieser Ordner als virtuelles Laufwerk realisiert.

„Standardbibliothek“

Seafile nach dem ersten Login

„Luckycloud

“Meine Bibliothek”: das virtuelle Laufwerk zur Synchronisierung mit Luckycloud

Zuerst habe ich nicht verstanden, was es mit diesen Bibliotheken auf sich hat. Wie unterscheiden sich Bibliotheken von Ordnern? Was heißt „Standardbibliothek herunterladen“, wenn ich gerade erst meinen Account einrichte – was gibt es da herunterzuladen?

Letzteres ist nur in dem Fall relevant, dass ihr schon etwas per Browser oder von einem anderen Rechner aus in die Cloud geschoben habt.

Das Besondere an „Bibliotheken“ gegenüber gewöhnlichen Ordnern ist, dass jede Bibliothek ihre eigenen Synchronisierungseinstellungen hat.

Ich könnte zum Beispiel Folgendes anlegen:

  1. Eine Bibliothek „Fotos“, die ich benutze, um alle meine digitalen Fotos auf dem Smartphone und dem Desktop-Rechner zu synchronisieren und unterwegs geschossene Fotos gleich hochzuladen.
  2. Eine Bibliothek „Arbeit“, die mit meinem Heim- und meinem Büro-Rechner synchronisiert ist und die ich benutze, um gelegentlich etwas Arbeit mit nach Hause zu nehmen.
  3. Eine Bibliothek „Team“, Die mit meinem Büro-Rechner synchronisiert ist und auf die alle Mitglieder meines Teams Zugriff haben, um an unseren gemeinsamen Projekten zu arbeiten.

Die Bibliotheken erfüllen also die Funktion, die bei anderen Cloud-Diensten als „selektives Synchronisieren“ bekannt ist. Das ist die Möglichkeit, für jedes verbundene Gerät individuell auszuwählen, welche Verzeichnisse heruntergeladen und synchronisiert werden sollen.

Das Seafile-Prinzip bietet noch mehr Flexibilität. Mit der Software könnt ihr nämlich Verzeichnisse an jedem beliebigen Ort auf eurer Festplatte für die Synchronisierung auswählen. Das geht in beide Richtungen:

  • Online eine Bibliothek anlegen, die dann automatisch in der Software angezeigt wird, und anschließend der Software sagen, mit welchem lokalen Ordner diese Bibliothek synchronisiert werden soll. Das kann ein bestehender oder ein neuer Ordner sein.
  • Einen lokalen Ordner in die Software füttern, für den dann in der Cloud eine neue Bibliothek entsteht, mit dem er synchronisiert wird.

Wenn auf einem dieser Wege eine neue Bibliothek entsteht, ist diese Bibliothek auch auf anderen verbundenen Rechnern in der Software sichtbar, aber wird dort vorerst nicht synchronisiert. Dafür müsst ihr bei Bedarf dort einen Ordner auswählen oder anlegen und den Vorgang starten.

„Luckycloud

Bibliotheken in der Seafile-Software

„Meine Bibliothek“ wird gerade synchronisiert, die zweite ist schon fertig (grünes Häkchen), für die dritte ist auf diesem Rechner noch keine Synchronisation eingerichtet (orangefarbene Wolke).

Darüber hinaus sind noch weitere individuelle Einstellungen für die Bibliotheken möglich. Zum Beispiel eine Synchronisierungsfrequenz (Voreinstellung: 0 Sekunden, also immer sofort) oder eine Verschlüsselung mit Passwortschutz.

„Luckycloud

Wenn ihr eine neue Bibliothek anlegt, bietet Luckycloud Verschlüsselung an

Das Bibliotheken-Prinzip macht Sinn und die bequem anwendbare Verschlüsselung ist ein schönes Extra. Die haben nur wenige im Angebot. Außerdem fällt mir gerade auf, dass der Upload meines Testordners ziemlich schnell zu gehen scheint. Auf die Geschwindigkeit komme ich unten noch zu sprechen.

Wenn ihr euch übrigens für einen Cloud-Speicher mit einer bequemen Verschlüsselungsfunktion interessiert, empfehle ich auch den schweizer Anbieter pCloud. Alle Details dazu findet ihr im pCloud Test.

Benutzeroberfläche

Wer wie ich eine Reihe von Cloud-Diensten ausprobiert, wird feststellen, dass fast alle in den Grundfunktionen Dropbox kopieren und damit auch einander ziemlich ähnlich sind.

Luckycloud tanzt hier am meisten aus der Reihe. Das fiel mir zuerst daran auf, dass ich mich nicht zurecht fand. Die Usability könnte in der Tat etwas besser sein, aber eigentlich ist es ja auch normal, wenn man eine neue Software benutzt, sich ein bisschen einarbeiten zu müssen.

Bei den anderen Cloud-Diensten war das weniger nötig, weil sie einander eben so ähnlich sind.

Die Oberfläche von Seafile haben wir oben schon gesehen. Sie beschränkt sich weitgehend darauf, eine Übersicht der vorhandenen Bibliotheken mit Synchronisierungsstatus und -einstellungen zu bieten. Zu den Daten selbst gelangt ihr über Links auf die jeweiligen lokalen Ordner oder Online-Bibliotheken bei Luckycloud.

Auch das Web-Interface ist aufgeräumt und übersichtlich.

„Luckycloud

Luckycloud im Browser

Der oberste Punkt „Meine Bibliotheken“ ist die normale Ordner- und Dateiansicht. Hier könnt ihr euch durch eure Verzeichnisse bewegen und Dateien teilen, löschen, herunterladen etc. sowie neue Ordner und Dateien anlegen und hochladen.

„Luckycloud

Die Bearbeitungsoptionen im Kontextmenü

Die Funktion „Gruppen“ entspricht den geteilten Ordnern bei Dropbox und vielen anderen. Ihr könnt Gruppen anlegen, Personen dazu einladen und für Gruppen bestimmte Dateien, Ordner oder Bibliotheken freigeben.

Um Gruppenmitglieder einzuladen, müsst ihr einen Teams-Account buchen. Pro Mitglied kostet das 2,00 Euro im Monat. Die Zusammenarbeit ist bei Luckycloud damit genauso gelöst wie bei Strato HiDrive. Die Personen, mit denen ihr Kooperiert, haben keine eigenen Accounts, sondern sozusagen Gastzugänge in eurem.

Die übrigen Menüpunkte sind selbsterklärend. Die grobe Struktur des Ganzen ist nicht schwer zu verstehen, nur im Detail wird es stellenweise kompliziert.

Daten speichern

Ihr könnt Dateien in der Cloud speichern, indem ihr sie in ein synchronisiertes Verzeichnis legt oder über den Browser hochladet. Das ist bei allen Cloud-Diensten so. Bibliotheken bieten eine übersichtliche Lösung, um verschiedene Daten und Synchronisierungseinstellungen auf verschiedenen verbundenen Geräten zu wählen.

Außerdem ist es ein Vorteil, dass beliebige Ordner auf der Festplatte zur Synchronisierung ausgewählt werden können. Beim klassischen Dropbox-Prinzip geht das nicht – wenn etwas synchronisiert werden soll, muss es in den Dropbox-Ordner.

Wenn ich nun zeitweise einen Teil meiner Dokumente in der Cloud haben will, um von verschiedenen Geräten aus daran arbeiten zu können, müsste ich bei Dropbox & Co. diese Dokumente ins entsprechende Verzeichnis kopieren. Dann hätte ich sie doppelt auf meinem Rechner, während die Version am ursprünglichen Speicherort langsam veraltet.

Natürlich kann ich sie dort löschen und nur noch in der Dropbox haben. Das sprengt aber eben meine übliche Verzeichnisstruktur, die ja ihren Sinn hat.

Deswegen ist es ein Pluspunkt, wenn Cloud-Dienste mir die volle Freiheit bei der Auswahl zu synchronisierender Verzeichnisse erlauben. Dieses Feature bietet zum Beispiel auch pCloud, wo mit „Crypto“ ebenfalls eine Verschlüsselungslösung integriert ist.

Ein kostenloses Angebot gibt es nicht, aber 2,00 Euro pro Monat für 10 Gigabyte ist ja so gut wie kostenlos. Für 5,00 Euro gibt es 50 Gigabyte, für 7,50 Euro 100 Gigabyte. In jedem Paket ist ein E-Mail-Account mit PGP-Verschlüsselung enthalten.

Trotzdem ist das vergleichsweise teuer. 100 Gigabyte gibt es bei Strato HiDrive für 2,00 Euro – wenn auch mit geringerem Funktionsumfang. Größere Datenmengen gehen bei Luckycloud ins Geld. 40,00 Euro im Monat für 1 Terabyte sind happig!

Bei dem kanadischen Anbieter Sync gibt es doppelt so viel für 8,00 Dollar, einschließlich Verschlüsselung. Zugegebenermaßen ist auch dort der Funktionsumfang kleiner. Vor allem fehlen die flexiblen Einstellungen zur selektiven Synchronisierung, die Luckycloud mit Seafile bietet.

Daten synchronisieren und teilen

Das selektive Synchronisieren mittels Bibliotheken ist eine übersichtliche und flexible Lösung. Besonders auch die Möglichkeit, synchronisierte Verzeichnisse bzw. Bibliotheken von beiden Seiten her anzulegen, indem ihr entweder eine Cloud-Bibliothek mit einem lokalen Ordner verknüpft oder umgekehrt aus einem bestehenden lokalen Ordner eine Cloud-Bibliothek zu machen.

Die Freigabe-Optionen sind dann wieder relativ nah an Dropbox und anderen Cloud-Diensten.

„Luckycloud

Freigabe-Optionen für einen Ordner

Hier könnt ihr Links auf Verzeichnisse generieren, den Zugriff mit einem Passwort schützen, eine Befristung (in Tagen) festlegen und die Berechtigung auf eine Online-Vorschau beschränken.

Wie der zweite Punkt zeigt, sind auch upload-fähige Links möglich. Die Option ist natürlich nur auf Verzeichnisse anwendbar, nicht auf einzelne Dateien. Auch für den Upload-Zugriff lässt sich ein Passwort festlegen.

Die Freigaben für Benutzer und Gruppen setzen wie gesagt eine Buchung von Team-Zugängen voraus. Die Standardlösung bei anderen Anbietern ist, dass mehrere Nutzer gemeinsam auf ausgewählte Verzeichnisse zugreifen können. Es muss also jeder Beteiligte einen eigenen Account eröffnen.

Nur die beiden großen deutschen Konkurrenten Magenta Cloud (Telekom) und Web.de verzichten auf eine Funktion für die Zusammenarbeit. Wie gesagt: Die beiden sind eher einfach gehalten.

Daten wiederherstellen

Luckycloud bietet umfassende Funktionen zur Wiederherstellung gelöschter Dateien und früherer Dateiversionen.

Wenn ihr eine Datei aus einem synchronisierten Verzeichnis löscht, landet sie im Papierkorb. Besser gesagt: in einem Papierkorb, denn jede Bibliothek hat ihren eigenen.

Im Papierkorb einer Bibliothek findet sich alles, was aus dieser Bibliothek zuvor einmal gelöscht wurde. In den einzelnen Ordnern unterhalb der Bibliotheken-Ebene sind gelöschte Dateien ebenfalls über ein Papierkorb-Symbol zugänglich – hier aber nur diejenigen, die vor dem Löschen im betreffenden Verzeichnis lagen.

Wie von anderen Diensten bekannt, gibt es hier für jede einzelne Datei die Option „Wiederherstellen“.

Standardmäßig löscht Luckycloud nichts. Der Inhalt der Papierkörbe bleibt unbegrenzt erhalten, wenn ihr nicht manuell ausmistet.

Außerdem führt Luckycloud eine komplette Versionsgeschichte aller Dateien in der Cloud. Die früheren Dateiversionen sowie gelöschte Dateien sind auf zwei Wegen zugänglich.

Erstens: Im Kontextmenü jeder Datei gibt es den Punkt „Versionen“. Ein Klick auf diesen Punkt führt zu einer Versionsgeschichte, die zu jedem Speicherstand die Optionen Wiederherstellen, Herunterladen und Anzeigen anbietet.

„Luckycloud

Die Optionen sind nur in der zweiten Zeile sichtbar, weil sich mein Mauszeiger dort befand

Zweitens gibt es auf der obersten Ebene jeder Bibliothek neben dem Papierkorb ein kleines Uhr-Symbol. Dahinter verbirgt sich eine Versionsgeschichte der ganzen Bibliothek. Bei jeder Änderung wird nämlich ein „Schnappschuss“ angelegt, der es ermöglicht, die gesamte Bibliothek so wiederherzustellen, wie sie vor der Änderung war.

„Luckycloud

Die Option “Schnappschuss ansehen” ermöglicht ein Browsen in der Bibliothek zu einem früheren Zeitpunkt

Das sind mächtige Funktionen, die alles umfassen, was man braucht. Luckycloud bietet hier mehr als viele andere Cloud-Dienste. Bei der Telekom und Web.de sind Wiederherstellungsfunktionen nur rudimentär vorhanden, und bei Strato HiDrive sowie den meisten internationalen Anbietern ist die Aufbewahrungszeit für frühere Dateiversionen und Papierkorb-Dateien begrenzt.

Darüber hinaus ermöglicht Luckycloud, für jede Bibliothek selbst festzulegen, ob eine lückenlose und unbegrenzte Historie der Inhalte geführt werden soll. Das ist die Voreinstellung. Alternativ dazu ist eine Begrenzung auf eine frei gewählte Anzahl von Tagen und der Verzicht auf Speicherung möglich.

„Luckycloud

Im Web-Interface könnt ihr festlegen, ob eure komplette Datenspur gespeichert werden soll

Achtung, wenn ihr Dateien endgültig löschen wollt, droht eine Falle. Es gibt keine Option, einzelne Dateien im Papierkorb endgültig zu löschen. Ihr könnt nur den Papierkorb komplett leeren oder alles löschen, was dort älter als drei Tage, eine Woche oder einen Monat ist.

Nach einer solchen Löschaktion ist auch die ganze Versionsgeschichte dieser Bibliothek weg. Deswegen könnt ihr auch die Papierkorb-Inhalte in Unterordnern nicht löschen. Löschen bezieht sich immer auf die Datenspur der ganzen Bibliothek.

Mobil

Die Seafile-App bietet im Wesentlichen dieselben Funktionen wie die Desktop-Software. Der große Unterschied ist, dass die App eure Cloud-Dateien nicht automatisch herunterlädt, sondern nur anzeigt. Ihr könnt aber jederzeit manuell einen Download einzelner Dateien oder Verzeichnisse starten, um sie auch ohne Netzverbindung verfügbar zu machen.

„Luckycloud

Meine Bibliotheken in der App

„Luckycloud

Alle Grundfunktionen sind auch in der App vorhanden

„Luckycloud

Mobiles Datenvolumen schonen: Uploads nur im WLAN

Auf der obersten Ebene befinden sich die Bibliotheken, darin die Dateien in der von euch angelegten Verzeichnisstruktur.

Ihr könnt euch natürlich kreativere Namen für die Bibliotheken ausdenken.

Das sollte alles selbsterklärend sein. Die Möglichkeit, ganze Ordner herunterzuladen, bieten nicht alle Cloud-Apps. Bei manchen Anbietern geht das nur mit einzelnen Dateien.

In den Einstellungen könnt ihr festlegen, dass die App automatisch mobil aufgenommene Fotos und Videos in den Cloud-Speicher lädt. Das können die meisten anderen Cloud-Apps auch. Die Funktion ist praktisch, wenn ihr unterwegs viel fotografiert, weil ihr euch dann nicht mehr um die Übertragung der Fotos auf den Rechner kümmern müsst. Das gilt natürlich nur, wenn dieser auch mit Luckycloud verbunden ist.

Zur Einrichtung des Bild-Uploads gibt es einen Dialog, der alle wichtigen Einstellungsoptionen abfragt.

Das ist sehr benutzerfreundlich gelöst. Überhaupt gefällt mir die Seafile-App gut. Klar, übersichtlich und mit allen wichtigen Funktionen ausgestattet.

Sicherheit

Luckycloud macht es seinen Nutzern einfach, ihre Cloud-Daten oder einen Teil davon zu verschlüsseln. Einfach beim Anlegen einer neuen Bibliothek ein Passwort festlegen, fertig. Das ist bei der Konkurrenz meist komplizierter oder nur mit einer zusätzlichen Verschlüsselungssoftware möglich.

Zwei weitere Pluspunkte sind der Serverstandort Deutschland mit seinen relativ strengen Datenschutzgesetzen und die konsequente Verwendung von Open-Source-Software bei Luckycloud.

Die Stärke der Letzteren ist Transparenz. Bei kommerzieller Software mit verschlossenem Code weiß niemand, ob sie Sicherheitslücken enthält, sei es beabsichtigt oder unbeabsichtigt. Bei Open Source kann das jeder überprüfen, der sich auskennt.

Geschwindigkeit

Die Upload-Geschwindigkeit ist mir sofort positiv aufgefallen. Die Software zeigt die aktuelle Geschwindigkeit ständig an und diese befand sich fast durchgehend bei mehr als 1 Megabyte pro Sekunde.

So schaffte sie meinen ganzen 5-Gigabyte-Testordner in 70 Minuten. Das habe ich nur bei wenigen Cloud-Anbietern gesehen, vor allem nicht bei einem kleinen. Von Luckycloud aus wäre es vielleicht sogar schneller gegangen, denn mit gut 1 MB/s im Upstream ist auch das Limit meiner Bandbreite erreicht.

Beim zweiten Durchgang brauchte Luckycloud nur 4 Minuten länger.

Auch die Downloadzeiten waren hervorragend. Dass beide Durchgänge genau 16 Minuten gebraucht haben, macht es noch beeindruckender. Der Normalfall bei Cloud-Diensten ist meiner Erfahrung nach, dass die Geschwindigkeiten aus undurchsichtigen Gründen schwanken, und das manchmal sehr stark.

5-GB-Testordner1. Versuch2. VersuchDurchschnitt
Upload (Stunden:Minuten)01:1001:1401:12
Download
(Stunden:Minuten)
00:1600:1600:16

Kurz: Bei der Geschwindigkeit ist Luckycloud 1A und liegt im Feld der Konkurrenten deutlich vorn. Ich bin begeistert!

Zuverlässigkeit

Mir sind keine Fehler oder Bugs begegnet und die Übertragungsraten waren hervorragend.

Support

Ich habe den Support kontaktiert, als ich mich anfangs wegen der falschen Server-Adresse Probleme beim Einloggen hatte. Es kam schnell eine Antwort, die mein Problem gelöst hat.

Ganz allgemein würde ich mir aber mehr Informationen auf der Webseite wünschen, zum Beispiel in Form einer umfassenden Knowledgebase, richtigen FAQ für Nutzer und kleinen Fragezeichen-Icons im Web-Interface, die man anklicken könnte, um eine Kontexthilfe zur betreffenden Funktion zu erhalten.

Die FAQ sind eher eine Angebotsbeschreibung für Interessenten als eine Hilfe für Nutzer. Daneben gibt es nur die schon erwähnte Einführung für die ersten Schritte. Das ist etwas wenig.

Wer ein bisschen technikaffin ist, wird keine großen Probleme haben, sich reinzufuchsen – aber wer etwas mehr Hilfe und Erläuterungen braucht, bekommt die hier nicht so leicht, wie zu wünschen wäre.

Fazit

Bei Luckycloud und der Open-Source-Software Seafile müsst ihr euch etwas eingewöhnen. Es ist nicht alles so mundgerecht aufbereitet wie bei den mehr an die Masse gerichteten Anbietern Dropbox, Amazon Drive oder Web.de. Ein gewisser Purismus äußert sich auch darin, dass Luckycloud keine kostenlosen Accounts anbietet.

VORTEILE

  • Schnell
  • Flexible Synchronisierungs-Einstellungen
  • Verschlüsselung integriert
  • Umfassende Versionsgeschichte aller Dateien
  • Passwortschutz und Befristung für Links

NACHTEILE

  • Kein Gratis-Paket
  • Etwas steilere Lernkurve
  • Bei größeren Datenmengen teuer

Aber 2,00 Euro im Monat für das kleinste Speicherkontingent von 10 Gigabyte ist nicht viel, wenn euch die reichen. Nachdem man die Funktionsweise von Luckycloud und Seafile verstanden hat, überzeugt der Dienst mit großem Funktionsumfang und beeindruckender Performance. Dazu zählt auch die Upload- und Downloadgeschwindigkeit.

Wenn ihr auf der Suche nach einer sicheren und leistungsstarken Cloud-Lösung seid und die Bedienung ein klein wenig anspruchsvoller sein darf als bei Dropbox, ist Luckycloud eine hervorragende Option. Bei größeren Datenmengen müsst ihr jedoch mit Preisen rechnen, die weit über dem Schnitt liegen.

Provider Screenshot

Luckycloud Alternativen


7 Kommentare


Wolfgang 19. February 2018 at 12:50

Zuverlässigkeit und Datensicherheit ist nicht gegeben. Am 12. Jan. 2018 gab es einen Crash und alle Daten wurde zerstört. Heute am 19.2. wurde bekannt gegeben, dass die Daten nicht mehr wiederhergestellt werden können und verloren sind.
Luckycloud beruft sich auf seine AGBs und sagt, dass man “LOKAL” eine Sicherung seiner eigenen Daten haben muss (sic!).

Reply

Andreas 20. February 2018 at 14:28

Stimmt… aber der Vorgang war tragisch: Weil Luckycloud sicher gehen wollte, haben sie so früh wie möglich eine Update gegen die Meltdown und Spectre Bedrohung eingespielt – ein Update, dass Intel danach zurückgezogen hat. Bei Luckycloud hat es wohl die gesamten Server geschrottet. Der Service war aber erstklassig! Man wurde zurückgerufen und es wurde händisch und persönlich das Menschenmögliche getan. Nachdem alles (halbwegs) gerettet war ist man für die Zukunft in eine bessere Serverlandschaft umgezogen.
Für mich war das auch doof… aber mit einer Sicherheitskopie (sollte man wohl immer haben) nur etwas Arbeit. Das man bei einem Cloudanbieter persönlichen Telefonsupport hat (bei eine 1€/Monat-Paket) muss man wohl suchen… ich bin trotzdem (besonders wegen der guten Performance) hoch zufrieden!

Reply

jens 1. March 2018 at 11:48

Habt Ihr das überhaupt getestet? Seit Januar sind alle Daten dort kaputt und immer sind neue technische Fehler.

Derzeit (01.03.2018) funktioniert gar nix mehr. Seite nicht mal mehr zu erreichen.

Reply

Mauricio 1. March 2018 at 14:31

Hallo Jens,
ja, wir haben Luckycloud (sowie alle anderen Produkte auf Sonntagmorgen.com) selbst getestet. Natürlich testen wir nicht jeden Monat neu. Wir haben bereits eine Anfrage an Luckcloud gestellt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Von mir aus ist luckycloud.de aber erreichbar.

Reply

Udo 15. May 2018 at 11:33

Ich stimme Andreas zu! luckycloud hat einen kompetenten und vorallem ehrlichen Kundensupport, der mir bisher all meine Fragen beantworten konnte. Ich habe den Serverausfall miterlebt und muss sagen, dass man nicht besser umgehen konnte mit der Situation. Und seit März hatte ich KEINE Probleme mehr. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass das Hochladen sogar schneller geworden ist. Man merkt, dass die Jungs und Mädels ihre Sachen weiter verbessern und anpassen ( z.B. sie gehen die Dinge hinsichtlich der DSGVO ernsthaft an) .

Tipp an die Redaktion: Ihr solltet die aktuellen Preise eventuell anpassen.

Reply

Tintenteufel 17. May 2018 at 21:09

Hier die Nachricht von Lucky Cloud vom 19.02.2018:

Guten Morgen liebe luckycloud KundInnen,

Wir haben Ihnen in den letzten Wochen sehr viel Geduld abverlangt. Sie haben mich und das gesamte Team dabei sehr geduldig unterstützt und viel Verständnis aufgebracht. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken.

Die Wartungsarbeiten und die Migration in eine neue Infrastruktur sind nun beendet. Die neue Infrastruktur ist deutlich performanter und praktisch ausfallsicher aufgebaut.

Leider haben diese deutlich länger gedauert als geplant. Der Grund hierfür ist ein Schaden am Festplattensystem, welcher am 12.01.2018 durch den fehlerhaften Sicherheits-Patch (Meltdown/Spectre) entstanden ist. Dieser Schaden hat dafür gesorgt, dass ein Teil der gespeicherten Daten bei der Migration in das neue Rechenzentrum auf dem Server verloren gegangen sind.

Es ist es uns nicht gelungen, die Daten vollständig zu rekonstruieren. Trotz RAID-Verbund und Backup, ist es zu einem Datenverlust gekommen. Das so etwas passiert, ist sehr unwahrscheinlich, aber technisch nicht ganz auszuschließen. Wir bedauern den Vorfall sehr und hoffen, dass Sie eine lokale Synchronisation bzw. Sicherungen Ihrer Bibliotheken vorgenommen haben.

Wenn Sie den Seafile-Sync-Client verwendet haben, können Sie Ihre lokal vorhandenen Daten sehr einfach zurückspielen, in dem Sie die entsprechenden Ordner wieder in den Sync-Client hineinziehen. Damit werden die fehlenden Daten wieder online verfügbar gemacht.

Seit knapp einem Monat haben wir versucht die Daten vollständig wiederherzustellen. Drei Techniker waren hierfür im Dauereinsatz. Selbst mit Hilfe von erfahrenden, externen IT-Experten mussten wir feststellen, dass die Daten des Speicherpools nicht mehr vollständig zu reparieren waren. Daher haben wir uns nun für die Entfernung der korrupten Hardware aus der Infrastruktur entschieden um die Systemstabilität nicht weiter zu gefährden. Wir haben viel Zeit und Geld investiert und eine komplett neue und ausfallsichere Umgebung bereitgestellt, um zukünftig solche Probleme zu vermeiden. Sollten sie einen Datenverlust erlitten haben, bitten wir Sie heute schon vielmals um Entschuldigung.

Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, stehen wir Ihnen gerne für ein offenes, lösungsorientiertes Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen GrüßenLuc Mader

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

luckycloud | management

luckycloud GmbH
Solmsstraße 18 | DE-10961 Berlin
Telefon +49 (0)30 55281121
E-Mail hello@luckycloud.de

Internet http://www.luckycloud.de

HR-Eintrag | Commercial register entry
luckycloud GmbH
Registergericht | Court of Registry
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) | HRB 169276
Geschäftsführer | Managing director
Luc Mader

Für mich ein absoluter Vertrauensverlust, zumal einfach davon ausgegangen wird, dass man die Daten halt wieder synchronisieren kann. Was bringt mir eine Cloud wenn dort meine Daten nicht sicher sind???

Reply

Erik 24. June 2018 at 13:44

Hallo,

ich finde die Option der befristeten links sehr interessant.
Gibt es ähnliche Angebote auch bei anderen Anbietern?

Reply

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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