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Backblaze Test

Backblaze Test
Gute Absicherung gegen Datenverlust.

Tarife ab:

3,95 USD

pro Monat
Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortUSA
Deutsche Benutzeroberfläche Fehlerhaft
Kostenloser Cloud Speicher 10 GB (Cloud-Speicher-Angebot B2)- GB
BezahloptionAb 3,95 US-Dollar/Monat für unbegrenzten Speicherplatz (Backup)
BetriebssystemeMac und Windows
Mobiler ZugriffiOS, Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Author

Sebastians Motto lautet: Kein Backup, kein Mitleid. Kein Wunder, dass er mit Begeisterung Cloud-Speicher testet. Sebastian

Das US-Unternehmen Backblaze bietet Online-Backups der Daten auf eurem Rechner zu einem günstigen Preis und mit umfassender Verschlüsselung. Nach der Installation der Software auf PC oder Mac beginnt diese sofort, die Daten auf euren lokalen Festplatten in die Cloud zu laden und laufend zu aktualisieren. Bis zu vier Wochen in die Vergangenheit könnt ihr gelöschte und geänderte Dateien wiederherstellen.

Damit eignet sich Backblaze vor allem zur Absicherung gegen katastrophale Datenverluste durch Beschädigung oder Diebstahl eures Rechners – was der Hauptzweck eines Online-Backups ist. Nur wenn ihr ein länger zurückreichendes Archiv eurer Bearbeitungsverläufe wollt, müsst ihr euch nach einer anderen Lösung umsehen.

Neben dem Backup bietet Backblaze Cloud-Computing für Unternehmen und technisch fortgeschrittene Nutzer. Für Laien hat der Cloud-Speicher namens B2 nicht viel zu bieten. Außerdem könnte die deutsche Übersetzung besser sein. Englischkenntnisse sind also von großem Vorteil.

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Overall Rating

88%

"Gute Absicherung gegen Datenverlust."

Benutzerfreundlichkeit
85%
Sehr gut
Funktionsumfang
80%
Gut
Sicherheit
95%
Exzellent
Geschwindikeit
90%
Sehr gut
Technik
90%
Sehr gut
Support
90%
Sehr gut

Backblaze Online-Backup Test und Vergleich 2018

Das Unternehmen Backblaze aus dem schönen Kalifornien bietet Online-Backups und Cloud-Speicher für Privatkunden und Unternehmen an. Für 5,00 US-Dollar im Monat bekommt ihr unbegrenzten Speicherplatz, um eine laufend aktualisierte Sicherheitskopie eurer Festplattendaten anzulegen. Im Zweijahresabo sinkt der monatliche Preis auf rund 3,95 Dollar monatlich.

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3,95 USD pro Monat

Neben dem vom Speicherplatz her unlimitierten Endkunden-Cloud-Backup Angebot, bietet Backblaze zudem eine Lösung an, die eher an Geschäftskunden gerichtet ist: B2 Cloud Storage. B2 ist im Vergleich zur Konkurrenz einfach gehalten und anders ausgerichtet. Seine Stärke liegt eher in vollautomatisiertem Cloud-Computing für Unternehmen als in seiner Eignung als Dropbox-Alternative.

Für unseren Backblaze Testbericht konzentrieren wir uns auf das Endkunden-Angebot, das mit einem einfach zu bedienenden Software-Client daherkommt.

Eine Synchronisierung mit dem Rechner über die Software ist hier nicht möglich, ebenso wenig die Zusammenarbeit an geteilten Verzeichnissen. Ihr könnt lediglich über den Browser oder die App Dateien hoch- und herunterladen. Darüber hinausgehende Funktionen erfordern fortgeschrittenes Technik-Know-how und die Nutzung von B2 und Drittanbieter-Software.

Wenn ihr einen bequemen und einfachen Cloud-Speicher à la Dropbox sucht, findet ihr in unserem Übersichtsartikel Cloud-Speicher-Tests sicher das Richtige.

Von B2 abgesehen, konzentriert sich Backblaze ganz auf Online-Backups. Wenn ihr euch für eine 2-in-1-Lösung mit Backup und Cloud-Synchronisierung interessiert, schaut euch doch mal unseren SpiderOak Test an.

5,00 Dollar oder sogar weniger pro Monat sind im Vergleich zur Konkurrenz günstig und zahlen sich aus, wenn mal der Rechner den Geist aufgibt oder abhanden kommt. Bis dahin läuft Backblaze nach der Installation dezent im Hintergrund und pflegt eine laufend aktualisierte Sicherheitskopie eurer lokalen Daten.

Backblaze bietet seine Website und Software in vielen Sprachen an, doch die deutsche Version ist zumindest teilweise maschinenübersetzt und holprig bis ungenießbar. Das ist bei US-amerikanischen Backup-Anbietern leider eher Regel als Ausnahme.

Einrichtung

Für 15 Tage könnt ihr den Backup-Service von Backblaze kostenlos testen. Zur Anmeldung auf der Website braucht ihr nur eine E-Mail-Adresse und müsst keine Zahlungsdaten angeben. Somit droht kein unbeabsichtigter Übergang in ein bezahltes Abonnement.

Nach dem ersten Login erscheint ein Link für den Download der Desktop-Software für Mac oder Windows. Im Installer ist bereits euer Account registriert.

Backblaze Test – Die Installation

Die Installation startet

Während der Installation nimmt die Software eine Inventur eurer Festplatten vor und erklärt in einem kleinen Tutorial die Backup-Funktionen:

Backblaze Test – Laufwerk Prüfen

Backblaze prüft euer Backup-Laufwerk

Anschließend zeigt sie die erfassten Daten an und beginnt nach einem Klick auf “OK” sofort mit dem Upload:

Backblaze backup Start

Die Software wählt automatisch Verzeichnisse für das Backup aus

Wie ihr seht, ist die Software nicht dazu gedacht, nur ausgewählte Daten hochzuladen. Voreingestellt ist ein umfassendes Backup eurer Anwendungsdaten sowie Dokumente, Bilder, Videos und Audio-Dateien. Ausgenommen sind Daten, die zum Betriebssystem oder anderen Installationen gehören, temporäre Dateien und Dateien mit über 4 Gigabyte Größe.

Diese Vorgaben könnt ihr in den Einstellungen an eure Bedürfnisse anpassen.

Damit ein umfassendes Backup gewährleistet ist, fragt Backblaze nicht, welche Dateien enthalten sein sollen, sondern gibt euch umgekehrt die Möglichkeit, Verzeichnisse aus dem Backup zu entfernen. Abgesehen von den genannten Ausnahmen ist anfangs alles drin.

Solltet ihr nur ein Backup einiger weniger Verzeichnisse wollen, müsst ihr also mühsam alle anderen Verzeichnisse einzeln ausschließen. In diesem Fall wäre SpiderOak eine bessere Wahl, wo ihr die Backup-Daten frei zusammenstellen könnt.

Zur Einrichtung und zum Starten des ersten Backups ist somit kaum mehr zu tun als die Software zu installieren. Das ist angenehm einfach. Im folgenden Abschnitt erfahrt ihr mehr über die optionalen Einstellungen der Software.

Benutzeroberfläche

Die Start-Ansicht der Benutzeroberfläche ist einfach gehalten und zeigt einige Eckdaten zum Backup, etwa den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung, den Umfang der gesicherten Daten oder den Fortschritt, falls das Backup gerade läuft.

Backblaze Erstbackup

Das erste Backup läuft

Mit den Buttons auf der linken Seite könnt ihr den Backup-Vorgang pausieren oder Dateien wiederherstellen. Letztere Funktion schickt euch auf die Website. Mehr zur Wiederherstellung erfahrt ihr weiter unten im entsprechenden Abschnitt.

Wenn ihr die Einstellungen öffnet, wird es etwas komplizierter:

Backblaze Einstellungen

Umfangreiche Einstellungen

Wie ihr auf dem folgenden Screenshot seht, könnt ihr alle lokalen Laufwerke ins Backup einschließen, also auch externe Festplatten und USB-Speicher. In der Vorauswahl sind alle angeschlossenen Laufwerke enthalten. Meine externe Festplatte E: habe ich hier abgewählt. Die Festplatte C:, auf der mein Windows installiert ist, konnte ich nicht abwählen.

Backblaze Festplatte

Die Haupt-Festplatte bleibt immer ausgewählt

Nebenbei ein schrecklich-schönes Beispiel für die holprige Übersetzung.

Alle einzelnen Tabs durchzugehen würde hier zu kleinteilig werden. Ich beschränke mich daher auf einen schnellen Überblick der wichtigsten Funktionen.

Unter “Für das Backup vorgesehene Dateien” seht ihr eine vollständige Liste der Verzeichnisse und Dateien, die als Backup gespeichert werden.

Backblaze Dateien

Die lange Liste der Backup-Dateien

Diese Liste beinhaltet allerdings nur Dateien, die sich noch in der Warteschlange befinden. Wenn alle hochgeladen sind, ist sie leer.

Wie erwähnt geht Backblaze davon aus, dass ihr ein vollständiges Backup wollt. Ihr wählt daher nicht aus, was ins Backup soll, sondern was nicht ins Backup soll.

Dies passiert im Reiter “Kein Backup von”:

Backblaze Dateien Ausschließen

Backblaze bietet verschiedene Möglichkeiten, Dateien und Ordner auszuschließen

“Ordner hinzufügen” heißt hier zur Ausschlussliste hinzufügen, also ausschließen. “Ordner löschen” bedeutet dementsprechend, dass der Ordner wieder ins Backup aufgenommen wird. Mit dem Button “Vorgabe” könnt ihr die Auswahl auf die Voreinstellungen zurücksetzen.

Eine Mehrfachauswahl von Ordnern ist mit der Ausschlussfunktion nicht möglich. Selektive Backups sind daher mühsam, denn ihr müsst jedes unerwünschte Verzeichnis einzeln ausschließen und danach jeweils den Dialog neu öffnen.

Unter “Zeitplan” könnt ihr die Aktualisierungsfrequenz für das Backup einstellen. Die Voreinstellung ist kontinuierlich, also sobald sich etwas an den fürs Backup ausgewählten Verzeichnissen ändert. Es kann bis zu acht Stunden dauern, bis die Software reagiert und eine neue oder geänderte Datei hochlädt. Die zwei übrigen Optionen sind einmal täglich oder nur auf Kommando (“Backup jetzt starten”).

Unter “Sicherheit” könnt ihr einen privaten Schlüssel anfordern. Die in der Backblaze-Cloud gespeicherten Daten sind grundsätzlich mit AES verschlüsselt. Die Verschlüsselung passiert bereits auf eurem Rechner, bevor die Daten diesen verlassen.

Standardmäßig ist der Schlüssel zu euren Daten jedoch auf dem Server gespeichert, so dass es genügt, euch mit E-Mail-Adresse und Passwort anzumelden. Das ist theoretisch eine Schwachstelle, denn wer den Schlüssel hat, kann auch eure Daten auslesen.

Indem ihr einen privaten Schlüssel anfordert, könnt ihr sicherstellen, dass auch Backblaze-Insider keinen Zugriff auf eure Klardaten haben. Dafür steht das Stichwort “Zero-Knowledge-Sicherheit”. Damit sind eure Daten bestmöglich geschützt. Der Nachteil ist, dass es keinen Weg gibt, sie wiederherzustellen, wenn ihr euren privaten Schlüssel verlieren solltet.

Ein kleines Flammen-Logo in der Systemleiste zeigt an, dass die Backblaze-Software läuft. Durch einen Klick darauf öffnet sich ein Menü:

Backblaze Dateien Ausschließen

Einige Shortcuts zu den Funktionen von Backblaze

Die meisten Optionen sind selbsterklärend. “Übertragen einer Backup-Staat” sollte wohl “… eines Backup-Status” oder “-Zustands” heißen. Die Funktion dient dazu, ein bestehendes Backup auf einem neuen Computer oder nach einer frischen Betriebssystem-Installation weiterzuführen.

Dies ersetzt nicht die Wiederherstellung des Inhalts, die zuerst passieren sollte. Durch die Übertragung des Backup-Status teilt ihr Backblaze nur mit, dass die wiederhergestellten Backup-Daten auf einem neuen Computer liegen und das Backup von diesem aus weitergeführt wird.

Das Web-Interface ist einfach gehalten. Nach dem Einloggen seht ihr eine Übersicht eurer mit dem Account verbundenen Rechner mit einer Schaltfläche für die Wiederherstellung:

Backblaze Web Zugriff

Die Anzeige der Backups im Browser

Mir erschließt sich nicht, warum mein Computer mit identischer Kennung zweimal aufgeführt ist. Auch der Button zur Wiederherstellung führt bei beiden Einträgen auf dieselbe Seite. Die ist auch über den zweiten Menüpunkt “View / Wiederherstellen von Dateien” abrufbar.

Die Seite generiert ein Zip-Archiv mit den Dateien, die ihr für die Wiederherstellung ausgewählt habt. Bei größeren Datenmengen dauert es einen Moment, bis die Archivdatei fertig ist. Ihr bekommt eine E-Mail, wenn es soweit ist. Dann ist das Download-Paket sieben Tage lang unter dem Menüpunkt “Wiederherstellung” abrufbar.

“Suchen Sie Arbeitsplatz” ist ein Feature zur Ortung eures Rechners, wenn er gestohlen wurde und der Dieb damit ins Internet gegangen ist, ohne Backblaze zu deaktivieren. Ich weiß nicht, wie da die Chancen stehen, aber der Polizei mit der Anzeige gleich eine IP-Adresse mitliefern zu können klingt gut.

Außerdem findet ihr hier diverse Einstellungen zum gebuchten Paket, zur Frequenz der Backup-Zusammenfassung per E-Mail und zu euren Kundendaten.

Die Website ist also vor allem für Wiederherstellungen interessant. Näheres dazu folgt unten im entsprechenden Abschnitt.

Daten speichern

Backblaze nimmt gleich bei der Installation eine Inventur eurer lokalen Daten vor und speichert im Wesentlichen alles im Backup, was dort zu speichern sinnvoll ist.

Die Daten, aus denen euer Betriebssystem und andere installierte Anwendungen bestehen, gehören nicht dazu, da sich aus ihnen keine neue Installation wiederherstellen ließe. Das ist ja auch unnötig, denn ihr würdet die Software auf einem neuen Rechner einfach blanko neu installieren.

Interessant sind dagegen die Dateien, die ihr selbst erstellt habt oder die von den Anwendungen im Hintergrund erstellt wurden. Solche Dateien sind im Backup enthalten. Mit einer Blanko-Installation sämtlicher Software und den Daten aus dem Backup könnt ihr also auf einem neuen Rechner weitgehend da weiterarbeiten, wo ihr aufgehört habt.

Eine Möglichkeit zum Dateiupload über den Browser gibt es nicht.

Daten synchronisieren und teilen

Das Synchronisieren von Dateien – wie von Dropbox, OneDrive, Sync und vielen anderen bekannt – ist mit Backblaze nicht möglich. Es gibt keine Software dafür. Ihr könnt den Cloud-Speicher unter B2 lediglich über den Browser oder über eine API-Schnittstelle und eine Kommandozeilen-Anwendung nutzen.

Die letzteren beiden sind eher für technisch Fortgeschrittene und Geschäftskunden interessant und bleiben hier außen vor.

Über den Browser könnt ihr Dateien hoch- und herunterladen. Außerdem verwaltet ihr im B2-Abschnitt der Web-Ansicht öffentliche Links, die ihr auf einzelne Dateien innerhalb eures Backups generiert habt, um sie Anderen zum Download anzubieten.

Die in der Cloud gespeicherten Dateien sind in sogenannten “Buckets” oder auf Deutsch “Eimern” organisiert. Das sind sozusagen die Verzeichnisse der obersten Ebene. Hier seht ihr meine B2-Oberfläche im Browser mit zwei Buckets:

Backblaze Buckets

Ein automatisch und ein manuell von mir erstellter Eimer

Im englischen Original steht oben “B2 Cloud Storage Buckets”. Die Übersetzung hat daraus irgendwie “Schaufeln” gemacht.

Den Eimer “Word-Dokumente” habe ich manuell über die oben sichtbare Schaltfläche erstellt. Der untere ist automatisch dadurch entstanden, dass ich einen Link zum Teilen einer Datei in meinem Backup abgerufen habe.

Über den Menüpunkt “Dateien durchsuchen” könnt ihr den Inhalt eurer Buckets anzeigen. Das sieht etwa so aus:

Backblaze Buckets Ansicht

Dateiansicht im Bucket

Hier könnt ihr Dateien hoch- und herunterladen, neue Unterordner erstellen und Dateien löschen.

Die Funktion “Snapshots” dient dazu, eine komplette Kopie des Bucket-Inhalts zu erzeugen und herunterzuladen. Das wird wiederum erst dann interessant, wenn man es sich im Zusammenhang automatisierten Cloud-Computings vorstellt. Manuell ergibt es nicht viel Sinn.

Teilen könnt ihr Dateien nur aus eurem Backup heraus. Dazu müsst ihr zuerst das B2-Feature aktivieren. Wenn ihr im Backup auf eine Datei klickt, erscheint dieses Dialogfenster:

Backblaze Buckets Teilen

Die Funktion zur Link-Erstellung

Damit könnt ihr die Datei gezippt herunterladen oder einen Link erzeugen. Über diesen Link kann dann jeder auf die Datei zugreifen. Es gibt keine weiteren Einstellungen für den Link. Andere Cloud-Dienste bieten zum Beispiel einen optionalen Passwortschutz oder ein Verfallsdatum.

Man merkt deutlich, dass B2 eher für die Nutzung durch Geschäftskunden mit selbst gestalteten Anwendungen gedacht ist und nicht als Dropbox-Alternative. Für normale Privatnutzer ist es kaum interessant.

Es gibt aber noch viele andere Anbieter, die Cloud-Speicher und Online-Backup verbinden, zum Beispiel Google Drive, SpiderOak, iDrive und Livedrive. Wenn ihr die Details erfahren wollt, hier entlang:

Daten wiederherstellen

Die Datenwiederherstellung läuft grundsätzlich über die Website von Backblaze. Entsprechende Schaltflächen in der Desktop-Software verlinken nur dorthin. Merkwürdig: Es gibt eine gesonderte Software, den Backblaze Downloader, der stabilere und schnellere Downloads ermöglicht als ein Webbrowser.

Das ist gut, denn ein etliche Gigabyte großes Zip-Archiv über den Browser herunterzuladen macht keinen Spaß. Aber warum ist die Funktion nicht in die reguläre Software integriert?

Doch der Reihe nach.

Wenn ihr euch auf der Website einloggt und den Menüpunkt “View / Wiederherstellen von Dateien” anklickt, könnt ihr zunächst die Art der Wiederherstellung auswählen:

  • ein Zip-Archiv zum Download
  • ein USB-Flash-Laufwerk mit bis zu 128 Gigabyte per Post
  • eine USB-Festplatte mit einem umfangreicheren Backup ebenfalls per Post.
Backblaze Wiederherstellung

In der Regel reicht wohl ein Download

Die Post-Optionen kosten 99,00 US-Dollar bzw. 189,00 US-Dollar zusätzlich. Sie sind auch international verfügbar.

Im unteren Teil der Seite könnt ihr dann die Verzeichnisse und Dateien auswählen, die im Wiederherstellungspaket enthalten sein sollen. Die Daten sind genauso geordnet wie in eurem lokalen Verzeichnisbaum, nur dass eben Ordner und Dateien fehlen, die ihr vom Backup ausgeschlossen habt.

Die Navigation im Verzeichnisbaum funktioniert wie im Windows-Explorer oder Mac-Finder.

Backblaze Wiederherstellung Dateien

Die Dateiauswahl für die Wiederherstellung

Der Button “Fahren Sie mit der Wiederherstellung fort” führt euch dann zu einer Meldung, dass nun euer Zip-Archiv erstellt wird. Wenn es fertig ist, bekommt ihr eine E-Mail mit Download-Link. Das Archiv steht für sieben Tage zum Download bereit.

Bei meinem 5-Gigabyte-Ordner hat es 14 Minuten gedauert, bis das Zip-Archiv fertig war und ich die E-Mail erhielt.

Auf der Seite mit der eben genannten Ok-Meldung erscheint außerdem ein Hinweis und Link auf den Backblaze Downloader, mit dem die Übertragung schneller und stabiler läuft. Ihr könnt den Downloader an dieser Stelle dann herunterladen.

Er kommt als kleines Zip-Archiv mit nur drei Dateien. Eine davon ist eine .exe oder .app, die gleich ohne Installation die Anwendung startet. Nach der Eingabe eure Passworts könnt ihr aus einem Aufklappmenü das gewünschte Backup für den Download auswählen, falls mehrere auf dem Server liegen:

Backblaze Download

Die kleine Extra-Software Backblaze Downloader

Der Download mit dieser Anwendung hat in zwei Testdurchgängen gut geklappt und ging recht schnell.

Es ist nur seltsam, dass die Downloadfunktion nicht Teil der regulären Software ist. Diese scheint gar nichts davon zu ahnen, dass es den Downloader gibt. Stattdessen müsst ihr ihn immer separat starten.

Auch davon abgesehen ist es nicht sehr komfortabel, Wiederherstellungen grundsätzlich über die Website anfordern zu müssen und nur als Zip-Archive zu bekommen. Andere Backup-Anbieter ermöglichen in der Regel eine direkte Wiederherstellung der ausgewählten Dateien an ihrem ursprünglichen Speicherort.

Wie ihr oben im Screenshot mit der Dateiauswahl seht, könnt ihr über die zwei Ausklapp-Menüs einen Zeitraum des gewünschten Backups einstellen. Statt “Daten gesichert aus … auf” sollte es “von … bis” oder “zwischen … und” heißen.

In der Regel könnt ihr den Start des Zeitraums beim Beginn der Backup-Erstellung lassen, wie es in der Voreinstellung ist. Die Abfrage liefert euch immer die neueste Version aller Dateien innerhalb des ausgewählten Zeitraums.

Den Beginn des Zeitraums zu verstellen bewirkt, dass die Dateiabfrage nur Dateien anzeigt, die ihr nach dem eingestellten Zeitpunkt hinzugefügt oder geändert habt. Wenn ihr also zum Beispiel als Zeitraum die letzten 24 Stunden einstellt, seht ihr nur die in diesem Zeitraum geänderten oder neu hinzugekommenen Dateien.

Sofern ihr nicht das Enddatum ebenfalls in die Vergangenheit setzt, bekommt ihr auf diese Weise jeweils die neueste Version aller angeforderten Dateien. Die Verstellung des Anfangsdatums ist also nur sinnvoll, wenn euch speziell interessiert, welche Dateien in jüngerer Vergangenheit dazugekommen sind oder sich verändert haben.

Mit der Auswahl eines Zeitraums könnt ihr also alle gesicherten Dateien auf einen früheren Zustand zurücksetzen. Diese Funktion ist bei einem Befall mit Ransomware die Rettung. Sie kann aber auch beim Rückgängigmachen übereifriger Bearbeitung von Dateien nützlich sein.

Suboptimal ist dieses Prinzip aber bei der Wiederherstellung früherer Versionen einzelner Dateien. Es gibt keine Möglichkeit, auf eine Datei zu klicken und alle von ihr gespeicherten Versionen anzuzeigen. Ihr kommt nur über die eben beschriebene Auswahl eines Zeitraums an frühere Dateiversionen heran.

Das macht die Suche mühsam, wenn ihr nicht genau wisst, wann die euch interessierende Version gespeichert wurde. Für jeden Abruf einer weiteren Version müsst ihr das komplette Backup für einen anderen Zeitraum abfragen, euch zur gewünschten Datei vorklicken und diese als Zip-Archiv herunterladen.

Innerhalb der letzten 48 Stunden lassen sich die Zeiträume auf eine Stunde genau einstellen. Bis zu eine Woche zurück geht es darüber hinaus nur noch im Tagesrhythmus. Wollt ihr weiter als eine Woche zurück, erfolgt die Einstellung im Wochenrythmus.

Das heißt, aus einem Zeitraum vor drei oder vier Wochen ist nur noch eine Version pro Woche gespeichert und abrufbar. Nach vier Wochen werden aus dem Backup gelöschte Dateien und ältere Dateiversionen automatisch und endgültig gelöscht.

Backblaze eignet sich somit vor allem für Notfälle und weniger für die Pflege eines Archivs mit einer Versionshistorie eurer Festplattendaten, denn das Backup reicht immer nur vier Wochen in die Vergangenheit.

Mobil

Backblaze bietet eine App für Android und iOS an. Auf meinem Android-Gerät hat sie leider nicht funktioniert. Bei dem Versuch, mich einzuloggen, erschien an mehreren Tagen nur diese Meldung:

Backblaze App

Leider läuft die App bei mir nicht

Laut FAQ müsste sie mit meiner Android-Version normalerweise laufen. Die kann auch kaum zu alt sein, denn im Google Play Store ist zu erfahren, dass die App zuletzt im August 2014 aktualisiert wurde. Die aktuelle iOS-Version ist von März 2016.

Wie den Beschreibungen zu entnehmen ist, bietet die App den Funktionsumfang, der bei anderen Backup-Anbietern ebenfalls üblich ist. Ihre Aufgabe ist nicht, ein Backup des Mobilgeräts zu erstellen, sondern mobilen Zugriff auf die im Backup gespeicherten Daten zu bieten. Ihr könnt sie damit einsehen, auf das Gerät herunterladen und teilen – wenn die App bei euch läuft.

Wenn Backblaze für euch interessant ist und ihr die App verwenden wollt, empfehle ich also, sie zu testen, bevor ihr ein Abo abschließt.

Sicherheit

Backblaze bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit AES und auf Wunsch Zero-Knowledge-Sicherheit für eure Backup-Daten.

Ersteres heißt auf Deutsch, dass Backblaze die Daten schon vor dem Upload verschlüsselt und auch auf dem Server in verschlüsseltem Zustand belässt.

Zero-Knowledge-Sicherheit habt ihr, wenn ihr über die Einstellungen der Software einen privaten Schlüssel anfordert. Dann ist kein Schlüssel mehr bei Backblaze gespeichert und niemand kann ohne Zugriff auf euren lokal gespeicherten Schlüssel die Daten auslesen.

Das sind hohe Sicherheitsstandards, die nichts zu wünschen übrig lassen. Aufgrund eventueller Schnüffeleien US-amerikanischer Geheimdienste ist ein Firmensitz in den USA aus Sicht des Datenschutzes nicht ideal.

Nur in der Zero-Knowledge-Variante sollte das kein Problem sein. Allerdings ist auch dann ein Minimum an Vertrauen nötig, dass die Sicherheitstechnik wirklich so implementiert ist, wie der Anbieter behauptet.

Geschwindigkeit

Zum Testen der Upload- und Download-Geschwindigkeit habe ich zwei Testordner im Umfang von je 5 Gigabyte verwendet. Sie enthalten eine bunte Mischung aus wenigen großen Videodateien und einigen Hundert Dokumenten, Bildern und Musik-Alben im mp3-Format.

Für die Upload-Zeiten musste ich nach der Installation von Backblaze etliche Ordner manuell aus dem Backup werfen, um dann meine Testordner hinzuzufügen und beobachten zu können, wie lange es dauert, bis sie vollständig im Cloud-Backup sind. Das war etwas umständlich, aber es ging. Dies nur falls ihr euch wundert, was ich mit Upload meine.

Wie die Tabelle zeigt, ging es recht schnell, vor allem wenn man bedenkt, dass Backblaze die Daten lokal verschlüsselt. Das braucht ja auch etwas Zeit.

5-GB-Testordner1. Versuch2. VersuchDurchschnitt
Upload
(Stunden:Minuten)
01:220:5701:09
Download
(Stunden:Minuten)
02:0000:3401:17

Einen ersten Download-Versuch eines 5-Gigabyte-Pakets habe ich abgebrochen. Als dieser nach zwei Stunden zu 80 Prozent fertiggestellt war, fing die geschätzte Restzeit plötzlich an, langsam zu steigen statt zu fallen. Als nach knapp 6 Stunden kein weiterer Fortschritt zu erkennen war, brach ich ab.

Für die nächsten zwei Versuche benutzte ich den Downloader. Damit ging es. Die Zeiten sind nicht rekordverdächtig, aber für einen Backup-Service mit Verschlüsselung auf jeden Fall okay.

Zuverlässigkeit

Bei der Android-App stand ich leider vor verschlossenen Türen. Fehler können immer passieren und ich kann nicht ausschließen, dass hier das Problem auf meiner Seite liegt. Allerdings ist wie gesagt nach den Angaben von Backblaze meine Android-Version aktuell genug, und ich habe schon viele Cloud- und Backup-Apps auf diesem Gerät erfolgreich getestet.

Davon abgesehen traten beim Testen keine Probleme auf.

Support

Die deutschsprachigen Support-Seiten sind eher mager bestückt. Wer Schwierigkeiten mit der englischen Sprache hat, muss zumindest mehr Geduld mitbringen, weil weniger Hilfen zur Verfügung stehen und die deutsche Übersetzung teilweise schlecht ist.

Der englischsprachige Hilfebereich ist deutlich belebter und okay.

Persönlichen Support gibt es dort per E-Mail beziehungsweise Online-Formular und Live-Chat. Ich habe probehalber eine Frage zur Funktionsweise der Datumsauswahl bei der Wiederherstellung an den Support geschickt, bevor ich das Prinzip ganz verstanden hatte.

Die Antwort kam nach wenigen Stunden, war freundlich und beseitigte meine Unklarheiten.

Für den Support also Daumen hoch – wenn ihr mit Englisch zurechtkommt. Auf Deutsch sind die Möglichkeiten eng begrenzt, Hilfe zu erhalten.

Außerdem gilt wie immer bei Anbietern aus den USA, dass deren Bürozeiten beginnen, wenn in Deutschland schon Nachmittag ist. Schnelle Hilfe ist also hierzulande nachmittags und abends zu erwarten, vormittags eher nicht.

Fazit

Backblaze überzeugt als preisgünstiger Backup-Service mit allen nötigen Funktionen und hohen Sicherheitsstandards. Da die Speicherung eurer Daten auf einen Monat begrenzt ist, eignet sich Backblaze vor allem für Notfälle wie plötzliche Schäden am Rechner oder Diebstähle. Wenn so etwas passiert, würdet ihr vermutlich sowieso nicht vier Wochen warten, bis ihr eure Daten wiederherstellt.

Hier könnt ihr Backblaze für 15 Tage kostenfrei testen.

VORTEILE

  • Preisgünstig
  • Einfache Backup-Erstellung
  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Unbegrenzter Speicherplatz

NACHTEILE

  • Selektive Backups umständlich
  • Wiederherstellung nur als Zip-Archiv über den Browser
  • Zugriff auf frühere Dateiversionen umständlich
  • Löschung älterer Backup-Daten nach 4 Wochen

Damit ist der wesentliche Zweck eines Online-Backups abgedeckt. Was Backblaze euch nicht bietet, ist eine umfassende und langfristige Historie der gesicherten Dateien. Die Wiederherstellung früherer Dateiversionen ist auch bei kurz zurückliegenden Änderungen relativ mühsam. Da bieten andere mehr. iDrive zum Beispiel sichert frühere Dateiversionen unbegrenzt und bietet eine deutlich bequemere Wiederherstellung direkt über die Software. Details erfahrt ihr in unserem iDrive Test.

Zur grundlegenden Absicherung gegen Datenverlust durch Rechner-Katastrophen ist Backblaze mit seinem günstigen Preis, der einfachen Bedienung und der umfassenden Verschlüsselung eine durchaus empfehlenswerte Lösung.

Provider Screenshot

Backblaze Alternativen


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