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SugarSync Test

Interessante 2-in-1-Lösung, aber etwas teuer

Tarife ab:

7,49 USD

pro Monat für 100 GB

Kostenfreier Tarif verfügbar

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortUSA
Deutsche Benutzeroberfläche nicht die Hilfen und FAQ
Kostenloser Cloud Speicher auf 90 Tage befristet5 GB
BezahloptionAb 7,49 US-Dollar / Monat für 100 GB
BetriebssystemeMac und Windows
Mobiler ZugriffiOS und Android
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Image

Kaffeeexperte Niclas

SugarSync ist ein US-amerikanischer Cloud-Speicher- und Backup-Dienst, der die Online-Speicherung von Daten und deren Synchronisierung über mehrere Endgeräte ermöglicht.

Die größte Stärke von SugarSync ist, dass die Synchronisierung nicht auf ein bestimmtes Verzeichnis (wie den berühmten Dropbox-Ordner) beschränkt ist. Ihr könnt beliebige und beliebig viele lokale Verzeichnisse synchronisieren. So eignet sich SugarSync auch in gewissen Grenzen als Backup-Lösung. Lobend zu erwähnen ist außerdem, dass die Desktop-Software wie auch die App sehr übersichtlich und nutzerfreundlich organisiert ist.

Leider springen auch ein paar Schwächen ins Auge. Dazu gehören nicht zuletzt die Preise. Ein kostenloses Einstiegsangebot bietet SugarSync nur für 90 Tage. Das günstigste Paket kostet bereits 7,49 Dollar im Monat und enthält nur 100 Gigabyte Speicherplatz. Das ist nicht konkurrenzfähig. SugarSync speichert außerdem nur bis zu 5 Versionen bearbeiteter Dateien. Gelöschte Dateien bleiben nur für 30 Tage erhalten.

Im Test traten technische Probleme bei der Synchronisierung auf und die Übertragungsraten schwankten stark. Ich kann SugarSync daher nur mit Einschränkungen empfehlen, obwohl die Verbindung von Cloud-Speicher und Backup intelligent und nutzerfreundlich gelöst ist.

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Overall Rating

77%

"Interessante 2-in-1-Lösung, aber etwas teuer"

Benutzerfreundlichkeit
95%
Ausgezeichnet
Funktionsumfang
80%
Sehr gut
Sicherheit
85%
Sehr gut
Geschwindigkeit
75%
Gut
Zuverlässigkeit
65%
Gut
Support
60%
Befriedigend

SugarSync Cloud Speicher Test und Vergleich 2017

Provider Logo

SugarSync fällt zuerst mit einer streitlustigen Marketing- und Verkaufsstrategie auf. Die Website wirbt offensiv mit einem direkten Vergleich mit anderen Cloud-Anbietern wie Dropbox, Google Drive und iCloud, in dem SugarSync besser abschneide.

Dieses bessere Abschneiden beruht aber teilweise auf Kosmetik. Das einzige wirkliche Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit, mit SugarSync beliebig ausgewählte Ordner zu synchronisieren. Indem dieser Vorzug einmal unter “Sichern” und einmal unter “Synchronisieren” aufgeführt ist, sieht es so aus, als wären es zwei Vorteile. Beides bezieht sich aber auf dieselbe Funktion.

Außerdem erwähnt der Vergleich nicht, dass zum Beispiel Google Drive 15 Gigabyte Speicherplatz kostenlos bietet und SugarSync nur 5 Gigabyte – und das auf 90 Tage befristet.

SugarSync präsentiert sich als 2-in-1-Lösung für Online-Backup- und Cloud-Speicherung. Die Kombination findet ihr auch bei anderen Anbietern, zum Beispiel SpiderOak, iDrive und Livedrive. Hier unsere Testberichte zu diesen Konkurrenten:

Um das kurz zu erklären: Synchronisierung und Backup sind nicht dasselbe, auch wenn die Funktionen sich überschneiden.

Aufgabe eines Backup-Dienstes ist es, im Hintergrund Sicherheitskopien aller wichtigen Dateien zu pflegen und diese so zu schützen, dass sie nicht verlorengehen oder zerstört werden können. Ein reiner Backup-Dienst hilft nicht bei der täglichen Arbeit. Er betritt erst die Bildfläche, wenn ihr verlorene Daten wiederherstellen wollt.

Bei einem Cloud-Speicher wie Dropbox geht es dagegen darum, eine bestimmte Auswahl von Daten über mehrere Rechner zu synchronisieren und/oder mit Anderen zu teilen, um sie gemeinsam bearbeiten zu können. Deswegen kopieren diese Dienste meistens nur den Inhalt eines bestimmten Verzeichnisses in die Cloud. Alles außerhalb dieses Verzeichnisses ist verloren, wenn der Rechner abschmiert.

SugarSync ermöglicht nun, alle lokalen Verzeichnisse mit der Cloud zu synchronisieren, so dass die Datenkopie in der Cloud gleichzeitig zum Synchronisieren und Teilen sowie als Backup dienen kann.

Was dagegen spricht, SugarSync als vollwertige Backup-Lösung anzusehen: Der Service bewahrt nur bis zu fünf frühere Dateiversionen auf. Wenn ihr häufig zwischenspeichert, was unbedingt zu empfehlen ist, sind fünf Speicherstände nichts. Wenn ihr heute fünfmal speichert, ist die gestrige Version der Datei schon verloren.

SugarSync Kosten

Im Vergleich zu den marktüblichen Preisen ist SugarSync außerdem teuer. Die kostenlose Version ist auf 90 Tage beschränkt und das günstigste Paket mit 100 Gigabyte Speicherplatz kostet bereits 7,49 Dollar im Monat.

Bei Google Drive kostet die gleiche Menge 1,99 Euro, bei SpiderOak 5,00 US-Dollar. Bei iDrive bekommt ihr das 20-fache, nämlich 2 Terabyte, für unter 6,00 Dollar – einschließlich echter Backup-Funktionen.

Was SugarSync den Konkurrenten voraus hat, ist die gelungene und benutzerfreundliche Integration von Cloud-Speicher- und Backup-Funktionen. Ob sie den Aufpreis wert ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab.

Einrichtung

Die Einrichtung von SugarSync ist einfach. Die Software fragt beim ersten Start, welche Ordner synchronisiert werden sollen, und fängt sofort mit dem Upload an, wenn ihr eure Ordner ausgewählt habt. Ich wollte zum Testen einen neu anzulegenden SugarSync-Ordner synchronisieren.

sugarsync-ordner

Der Standard-Ordner “Mein SugarSync” ist immer aktiviert

Bei der Ordnerauswahl bietet SugarSync mehr Flexibilität als die meisten anderen Cloud-Dienste. Dies ist die Grundlage dafür, SugarSync als Backup-Lösung anzubieten.

Ihr könnt beliebig viele Ordner zur Synchronisierung auswählen. Das ist ein Vorteil, wenn ihr innerhalb eurer gewohnten Verzeichnisstruktur weiterarbeiten und mehrere Verzeichnisse synchronisieren wollt.

Darüber hinaus gibt es nur wenig einzustellen.

sugarsync-einstellungen

Die Einstellungsoptionen von SugarSync

Die “Statussymbole” sind kleine Markierungen im Windows-Explorer oder Mac-Finder, die anzeigen, ob die betreffende Datei fertig synchronisiert oder noch in der Warteschlange ist. Solche Markierungen sind vor allem bei Backup-Lösungen üblich.

Unter “Bandbreite”, wie der Name schon sagt, könnt ihr die Upload-Geschwindigkeit begrenzen, allerdings nicht die Download-Geschwindigkeit. Die Einstellungsmöglichkeiten für den Upload sind grob: Es gibt nur “Hoch” (d.h. unbegrenzt), “Mittel” und “Niedrig” (Begrenzung auf 10 Kilobyte / Sekunde).

Das finde ich nur bedingt gelungen, denn 10 Kilobyte pro Sekunde sind mickrig und die Anzeige verrät nicht, welche Bandbreite sich hinter “Mittel” verbirgt.

Wenn ihr über einen Proxy-Server auf die Cloud zugreifen wollt, könnt ihr hier im dritten Tab die Serverdaten eingeben. Hinter “Erweitert” steckt die Möglichkeit, die Größe des Caches auf einen Wert zwischen 1 und 5 Gigabyte zu begrenzen sowie den Cache zu leeren.

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche von SugarSync ist simpel und angenehm zu bedienen. Die Software enthält alle wichtigen Informationen und Funktionen, so dass es in der Regel nicht nötig ist, die Website aufzusuchen.

Der Screenshot zeigt die Software während des Dateiuploads.

sugarsync-upload

Die Benutzeroberfläche der Software

Das “Burger”-Menü mit den drei Linien oben führt im Wesentlichen nur zu den schon besprochenen Grundeinstellungen. Das Ordner-Icon daneben öffnet eine Ansicht des gesamten lokalen Verzeichnisbaumes, so dass ihr Ordner zur Synchronisierung hinzufügen oder entfernen könnt.

Das Hauptmenü links enthält folgende Optionen:

Suchen: Hier könnt ihr nach bestimmten Datei- und Ordnernamen suchen, wenn euch das lieber ist, als euch durch die Verzeichnisse zu klicken. Die Funktion ist praktisch und funktioniert gut.

Ordner: Eine Ansicht aller eigenen synchronisierten Verzeichnisse auf dem aktuellen Rechner sowie aller Verzeichnisse, für die ihr von anderen SugarSync-Nutzern eine Freigabe erhalten habt. Ihr könnt bis zur tie

fsten Ebene alle Dateien und Ordner anzeigen und bearbeiten.

Geräte: Hier findet ihr eine Übersicht aller mit dem betreffenden Account verbundenen Geräte und der auf ihnen synchronisierten Ordner. Der Screenshot zeigt ein Beispiel:

sugarsync-geraete

Oben rechts sind zwei verbundene PCs sichtbar

Hier habe ich gerade einen zweiten Rechner zum Account hinzugefügt. Auf dem ersten Rechner “Erazer” ist neben dem Standardordner “Mein SugarSync” ein Ordner namens “Formales” zur Synchronisation mit der Cloud ausgewählt.

Nachdem ich den zweiten Rechner “Acer” hinzugefügt habe, beginnt SugarSync sofort mit dem Download der Inhalte aus dem Standardordner “Mein SugarSync”. Der orangefarbene Kreis signalisiert die laufende Synchronisierung.

Der Ordner “Formales” wird auf dem zweiten Rechner zunächst nur angezeigt, nicht heruntergeladen. Um ihn auch auf dort verfügbar zu machen und zu synchronisieren, müsste ich auf das grüne Pluszeichen klicken.

Damit ist die Verwaltung mehrerer Geräte und die selektive Synchronisierung klar und übersichtlich gelöst.

Öffentliche Links: Ebenso wie bei anderen Cloud-Diensten könnt ihr bei SugarSync bequem Links auf einzelne Dateien und Ordner erstellen, so dass Andere die betreffenden Daten über solche Links herunterladen können. Hier sind alle bislang erstellten Links aufgelistet – abzüglich derer, die ihr inzwischen wieder gelöscht habt.

Von mir freigegeben: Wenn ihr einen Ordner für einen anderen SugarSync-Nutzer freigebt, könnt ihr beide auf diesen Ordner zugreifen. Das ist nützlich für die Zusammenarbeit an bestimmten Projekten. Hier sind alle aktuell geteilten Ordner aufgelistet.

Dateiübertragungen: Zeigt aktuell laufende Datei-Uploads und -Downloads in Echtzeit.

Gelöschte Objekte: Entspricht dem Papierkorb unter Windows oder Mac. Gelöschte Dateien oder Ordner bleiben hier allerdings nur für 30 Tage erhalten. Nach Ablauf dieser Zeitspanne sind sie endgültig weg.

Wichtige Dateioperationen wie Kopieren, Verschieben, Löschen, Link erstellen und Freigeben sind überall innerhalb des Verzeichnisbaums über ein Kontextmenü möglich.

sugarsync-kontextmenu

Bequemer Zugriff auf Bearbeitungsoptionen

Das Web-Interface bietet im Wesentlichen dieselben Funktionen. Die entsprechenden Icons und ein Aufklappmenü erscheinen, wenn ihr den Mauspfeil über ein gespeichertes Element bewegt. Hinzu kommen manuelles Hoch- und Herunterladen von Dateien oder Ordnern über den Browser.

sugarsync-web.jpg

Die Bearbeitungsoptionen im Browser

An der Benutzeroberfläche von SugarSync habe ich nichts auszusetzen. Sowohl der Zugang über den Browser als auch die lokal installierte Software sind übersichtlich und leicht zu verstehen.

Daten speichern

Bei SugarSync könnt ihr beliebige und beliebig viele Verzeichnisse synchronisieren, was ein nettes Feature ist. Gleichzeitig sind aber die Speicherplatz-Mengen in den Paketen für Privatnutzer vergleichsweise begrenzt. Wenn die Menge für euch ein Kriterium ist, bekommt ihr woanders mehr für weniger Geld.

Neben dem automatischen Upload über synchronisierte Verzeichnisse sind auch manuelle Uploads über den Webbrowser oder die App möglich. Legt ihr im Browser einen neuen Ordner in der Cloud an, wird dieser zunächst mit keinem angeschlossenen Rechner synchronisiert.

Ihr müsst diesen Ordner explizit der Synchronisierung hinzufügen, damit sein Inhalt auf den jeweiligen Rechner heruntergeladen wird. Es ist also auch möglich, Daten unabhängig von der Synchronisierung einfach in der Cloud zu parken, zum Beispiel, um lokal Speicherplatz zu sparen.

Das entspräche der Funktion, die der Konkurrent Sync unter dem Namen “Vault” anbietet. Mit seinen 2 Terabyte für 8,00 Dollar im Monat ist Sync allerdings deutlich preisgünstiger. Nachteil: Synchronisiert wird hier nur ein zentrales Sync-Standardverzeichnis. Das ist also nichts für ein umfassendes Rechner-Backup. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Sync Test.

Daten synchronisieren und teilen

Die selektive Synchronisierung beliebiger Verzeichnisse auf mehreren verbundenen Geräten bietet viel Flexibilität und ist mit der SugarSync-Software intelligent und übersichtlich gelöst.

Standardmäßig gibt es einen Ordner namens “Mein SugarSync”, dessen Inhalt grundsätzlich in die Cloud geladen und auf allen verbundenen Geräten synchronisiert wird. Alle anderen Ordner, die ihr für einen Upload in die Cloud auswählt, werden zunächst nur mit dem Rechner synchronisiert, von dem sie kommen.

Gleichzeitig zeigt SugarSync alle Cloud-Inhalte in der Software auf jedem verbundenen Rechner an, so dass ihr sie dort einfach per Klick hinzufügen und herunterladen könnt. Es sind also alle erdenklichen Kombinationen möglich: Verzeichnis A wird auf Rechnern 1 und 2 synchronisiert, Verzeichnis B auf Rechnern 3 und 4, Verzeichnis C auf 2 und 3 etc.

Die Funktionen zum Teilen von Dateien und Ordnern sind guter Standard. Wie bei Dropbox und den meisten anderen Cloud-Diensten gibt es zwei Varianten.

Die erste ist die Freigabe von Ordnern: Hiermit könnt ihr Anderen durch Hinzufügen ihrer E-Mail-Adresse Zugriff auf bestimmte Ordner oder Dateien in eurer Cloud geben. Um diesen Zugriff zu nutzen, müssen die Empfänger auch einen SugarSync-Account haben oder erstellen. Dann könnt ihr beide diesen Ordner bearbeiten und auf euren Geräten synchronisieren.

sugarsync-freigabe

Sowohl von der lokalen Software als auch vom Browser aus könnt ihr Verzeichnisse freigeben

Die zweite ist die Erstellung öffentlicher Links: Dies ist eine technisch simplere Art, Dateien zu teilen. Dabei generiert das System einen Link, über den jeder auf eine Datei oder einen Ordner zugreifen kann. Diesen Link könnt ihr an eine Person mailen oder auch öffentlich auf Webseiten posten.

SugarSync bietet nur eine minimale Link-Funktion. Bei anderen Anbietern könnt ihr teilweise Ordner-Links verschicken, mit denen auch Uploads möglich sind, Links mit Passwörtern schützen oder Verfallsdaten und maximale Download-Volumen festlegen. Bei SugarSync gibt es das alles nicht.

Daten wiederherstellen

Die Wiederherstellung von gelöschten Dateien und früheren Versionen geänderter Dateien gehört zu den Standardfunktionen von Cloud- und Backup-Diensten. Die einzelnen Anbieter unterscheiden sich darin, in welchem Umfang sie das ermöglichen.

In kostenpflichtigen Accounts bleiben solche Daten oft länger aufbewahrt als in kostenlosen. Dropbox zum Beispiel speichert sowohl gelöschte Dateien als auch frühere Dateiversionen in seinen kostenlosen Accounts für 30 Tage. Zahlende Kunden können den Zeitraum je nach Paket auf bis zu ein Jahr erweitern.

Bei den meisten Anbietern stellt es sich ähnlich dar – was bedeutet, dass SugarSync hier ein relativ schwaches Bild abgibt. SugarSync bewahrt gelöschte Dateien für 30 Tage auf und speichert bis zu 5 frühere Versionen einer Datei.

Für einen Service, der praktisch überhaupt keine kostenlosen Accounts anbietet und mit den kostenpflichtigen weit über dem Preisdurchschnitt liegt, ist das mager. Umso mehr, da sich dieser Service als Backup-Lösung vermarktet.

Die Wiederherstellungsfunktionen anzuwenden ist simpel. Der Papierkorb befindet sich in der lokalen Software ganz unten im Hauptmenü. Per Rechtsklick auf ein gelöschtes Element könnt ihr es wiederherstellen, endgültig löschen, verschieben und herunterladen.

sugarsync-wiederherstellen

Wiederherstellung aus dem Papierkorb

Online funktioniert das ähnlich. Nur findet sich dort der Papierkorb etwas versteckt im Administrationsmenü unter eurem Nutzernamen.

sugarsync-papierkorb

Die Online-Version des Papierkorbs

Auch die früheren Versionen geänderter Dateien sind sowohl über den Browser als auch über die lokale Software zugänglich. Im Web-Interface gehört ein Link zur Versionsansicht zu den Optionen, die erscheinen, wenn der Mauszeiger auf ein Element zeigt.

Auf dem Screenshot seht ihr das Versionsfenster, das sich darüber öffnet.

sugarsync-versionen

Blick in die Speicherstände einer Datei

In diesem Beispiel habe ich schon neben einer der älteren Versionen auf “Speichern” geklickt. Dadurch erstellt die Anwendung die hier sichtbare Option, die Dateiversion mit einem modifizierten Namen im selben Verzeichnis zu speichern.

In der Software ist es noch etwas komfortabler, denn dort zeigt ständig ein kleines Stapel-Symbol neben dem betreffenden Objekt an, dass es frühere Versionen gibt.

sugarsync-versionen-lokal

Diese Datei hat einen Verlauf

Ein Klick darauf öffnet die Übersicht der letzten bis zu 5 Versionen. Hier ist “Herunterladen” die einzige Option.

sugarsync-versionen-lokal-2

Auswahl mit 3 früheren Versionen zum Download

Warum keine Wiederherstellung am gleichen Ort mit anderem Dateinamen möglich ist, leuchtet mir nicht ein. Aber im Vergleich zur Beschränkung auf 5 Versionen ist das nebensächlich. Wenn ihr regelmäßig zwischenspeichert, decken 5 Versionen noch nicht mal einen Vormittag Arbeit ab.

Mobil

SugarSync bietet eine App für Android und iOS, die im Aufbau stark der Desktop-Software ähnelt. Wie bei den Apps der meisten anderen Cloud-Dienste besteht der Hauptunterschied darin, dass die Cloud-Daten in der App angezeigt, aber zunächst nicht aufs Handy oder Tablet heruntergeladen werden. Das passiert nur, wenn ihr es für einzelne Elemente ausdrücklich veranlasst.

Beim ersten Start bietet die App an, neue mobile Fotos und Videos automatisch in der Cloud zu speichern. Das ist eine praktische Funktion, die es erübrigt, Fotos und Videos per USB-Kabel oder Bluetooth auf den Rechner zu übertragen.

sugarsync-app

Die wichtigsten Fragen zuerst

sugarsync-app-menu

Menü-Optionen (fast) wie in der Desktop-Software

sugarsync-app-synchronisierung

Differenzierte Optionen für die Synchronisation

Wenn ihr die Funktion aktiviert und die Cloud mit eurem PC oder Mac synchronisiert, habt ihr neue Fotos und Videos automatisch auf dem Desktop. Diese Option ist auch bei anderen Cloud-Apps Standard und neben dem mobilen Zugriff auf eure Cloud-Daten das stärkste Argument für so eine App.

Im laufenden Betrieb begegnet euch in der App ein Hauptmenü, das stark an die Desktop-Software von SugarSync erinnert.

Der Menüpunkt “Offline” erklärt sich aus der oben erwähnten Tatsache, dass die App eure Cloud-Daten zunächst nicht synchronisiert. Er bietet Zugriff auf diejenigen Dateien, die ihr bereits manuell auf euer Mobilgerät heruntergeladen habt.

In diesem Punkt geht SugarSync die Dinge etwas anders an als andere Cloud-Apps. Für die heruntergeladenen Dateien ist eine bestimmte Synchronisierungsfrequenz eingestellt. Bei den Apps anderer Anbieter ladet ihr Dateien einfach herunter und dann passiert nichts weiter.

SugarSync dagegen aktualisiert diese Dateien aus der Cloud – nur eben nicht in Echtzeit, sondern in Intervallen, die ihr in den Einstellungen bestimmt. Dafür stehen Optionen zwischen 15 Minuten und 24 Stunden zur Auswahl. Damit euch die Synchronisierung nicht den Akku killt oder euer mobiles Datenvolumen verbraucht, könnt ihr einstellen, dass sie nur über WLAN oder nur am Netzteil stattfindet.

Im Allgemeinen sind die Apps der Cloud-Anbieter sehr ähnlich, aber Synchronisierungsoptionen dieser Art habe ich noch nicht gesehen. Für Leute, die öfter mal von unterwegs in Arbeitsdokumente hineinschauen, ist das sicher praktisch.

Sicherheit

Uploads und Downloads sind bei SugarSync mit TLS verschlüsselt, was dem aktuellen Standard für sichere Internetkommunikation entspricht. In der Cloud sind die Daten dann mit AES-256 verschlüsselt. Das ist die sicherste gängige Verschlüsselungsmethode.

Allerdings sind verschlüsselte Daten immer nur so sicher wie der Schlüssel, der nötig ist, um sie auszulesen. Da der Schlüssel bei SugarSync serverseitig gespeichert ist, ist es abhängig von der gesamten Sicherheitsarchitektur prinzipiell möglich, dass ein SugarSync-Mitarbeiter oder auch ein Eindringling Zugriff auf die Daten bekommt, wenn er eben Zugriff auf den Schlüssel hat.

Das lässt sich grundsätzlich nur ausschließen, wenn der jeweilige Nutzer der einzige ist, der den Schlüssel hat. Manche Cloud-Dienste wie Sync bieten optional so eine Lösung an. Diesen höchsten Sicherheitsstandard bezahlt ihr dann allerdings mit dem Risiko, alle Daten zu verlieren, wenn ihr mal den Schlüssel verlieren solltet.

Darüber hinaus verrät SugarSync keine Details über die Sicherheitsarchitektur des Dienstes – nur dass irgendwo in der Cloud eine zusätzliche Sicherheitskopie aller Daten existiert.

In der App gibt es die Möglichkeit, den Zugriff auf die Cloud-Daten mit einer vierstelligen PIN zu schützen, falls das Smartphone in falsche Hände geraten sollte.

Bei der Sicherheit ist SugarSync somit gehobener Durchschnitt. Verschlüsselung per AES-256 ist gut und nicht selbstverständlich.

Geschwindigkeit

Ich habe in zwei Durchgängen die Upload- und Download-Geschwindigkeit von SugarSync getestet. Dazu habe ich einen 5 Gigabyte großen Ordner mit bunt gemischtem Inhalt verwendet: Rund die Hälfte füllten fünf große Videodateien, der Rest bestand aus einigen Hundert Word- und PDF-Dokumenten, mp3-Musikalben und Fotos.

Ich habe eine VDSL-Verbindung mit 50.000 kbit/s im Downstream und 10.000 kbit/s im Upstream. Auch wenn die tatsächliche Geschwindigkeit zu Hauptgeschäftszeiten mal nur halb so hoch ist, können nur die schnellsten Cloud-Dienste meine Bandbreite ausnutzen.

Bei 25.000 kbit/s würde der 5-Gigabyte-Download knapp eine halbe Stunde dauern. Der Upload wäre bei 10.000 kbit/s in etwas mehr als einer Stunde zu schaffen, bei halber Geschwindigkeit entsprechend in gut zwei Stunden. Das wäre das absolute Minimum, das meine Verbindung immer schafft. In der Regel ist sie deutlich schneller.

Wie die Tabelle zeigt, schwankten die Geschwindigkeiten der Synchronisierung mit SugarSync stark:

5-GB-Testordner 1. Versuch 2. Versuch Durchschnitt
Upload

(Stunden:Minuten)

02:23 01:10 01:46
Download

(Stunden:Minuten)

03:29 06:44 05:06

 

Es ergibt sich kein einheitliches Bild. Die Upload-Zeit war im zweiten Durchgang sehr gut und im ersten okay, die Download-Zeiten waren in beiden Durchgängen viel zu lang.

Merkwürdig ist, dass die Downloads länger dauerten als die Uploads. Das ist normalerweise umgekehrt. Bei der Geschwindigkeit schneidet SugarSync also bestenfalls befriedigend ab.

Zuverlässigkeit

Als ich meinen Testordner für den zweiten Durchgang hochladen wollte, tauchte ein Problem auf, das für mehrere Wochen nicht mehr wegging. Die Software blieb an zwei Videodateien hängen, die über 1 Gigabyte groß sind. Die Prozentzahl, die normalerweise den Fortschritt anzeigt, vollführte chaotische Sprünge aufwärts und abwärts, wobei es unterm Strich nicht voran ging.

Gleichzeitig konnte sich die Software nicht entscheiden, welche der beiden Dateien sie zuerst hochladen wollte. Sie wechselten sich an der ersten Stelle ab, mit ständig schwankenden Prozentzahlen. Schließlich fror die Anzeige ganz ein. Der Fortschritt blieb bei 32 Prozent stehen und nichts passierte mehr.

Ich kontaktierte dazu den Support per Online-Formular. Der fragte zurück, um was für Dateien es sich handelte. Nachdem ich das beantwortet hatte, erhielt ich den Rat und eine Anleitung, die SugarSync-Software zurückzusetzen, was einer frischen Installation entspricht.

Das half leider nicht. Die Software lud alles andere hoch, blieb aber wieder an den Videodateien hängen. Ich versuchte es nun zuerst mit einem alternativen Testordner, in dem die Videodateien als Zip-Archiv verpackt waren. Das klappte auch nicht.

Ich teilte also dem Support mit, dass mein Problem weiterhin bestand. Darauf erhielt ich die Rückmeldung, dass die Techniker daran arbeiten. Dann rührte sich für mehrere Wochen nichts mehr.

Auf gut Glück versuchte ich es schließlich noch einmal mit dem ursprünglichen Testordner, also mit ungezippten Videodateien, und nun ging es.

Vielleicht hat der Support das Problem erkannt und gelöst, nur vergessen, es mir mitzuteilen? Ich weiß es nicht. Wäre es mir nicht um diesen Testbericht gegangen, hätte ich jedenfalls schon früher aufgegeben. Es gibt ja genug andere Anbieter.

Abgesehen von den stark schwankenden Übertragungsraten sind sonst keine Fehler oder Probleme aufgetaucht.

Support

Der E-Mail-Support reagierte schnell und war freundlich. Ich bin allerdings nicht sicher, ob er mein oben beschriebenes Problem behoben hat oder es zufällig aus einem anderen Grund verschwand.

Die Online-Hilfen sind für die meisten Fragen ausreichend, aber nur auf Englisch vorhanden. Am besten funktioniert es mit der Stichwortsuche.

Wenn ihr ein Paket gebucht habt oder das Angebot eines kostenlosen 30-tägigen Testzeitraums kündigen wollt, müsst ihr das per Live-Chat oder Telefonanruf innerhalb US-amerikanischer Bürozeiten tun. In Deutschland liegt dieser Zeitraum werktags zwischen 16 Uhr und 3 Uhr nachts.

Da ihr schon für den Test-Account Zahlungsdaten angeben müsst, rutscht ihr automatisch ins kostenpflichtige Abo, wenn ihr vergesst, zu kündigen. Hier also aufpassen.

Fazit

Ob ein Cloud-Speicher empfehlenswert ist, hängt immer auch davon ab, welche individuellen Anforderungen ihr mitbringt. Im Vergleich zu anderen Anbietern sind zum Beispiel die 100 Gigabyte Speicherplatz von SugarSync für 7,49 Dollar im Monat sehr teuer.

VORTEILE

  • Benutzerfreundliche Software
  • Beliebige Ordner synchronisieren
  • Synchronisierung auf Mobilgerät möglich
  • Kombination aus Synchronisation und Backup

NACHTEILE

  • Vergleichsweise teuer
  • Begrenzte Wiederherstellungsoptionen
  • Schwankende Übertragungsraten

Dabei ist aber auch zu fragen, ob ihr ein Speicherkontingent von 1 oder 2 Terabyte überhaupt jemals ausnutzen würdet. Wenn ihr sowieso nur kleinere Datenmengen speichern und synchronisieren wollt, ist dieser Unterschied in eurem Fall egal.

Insofern kann ich mir vorstellen, dass SugarSync ein guter Deal sein kann, wenn ihr eure Sync-Verzeichnisse frei und auf mehreren Rechnern unterschiedlich zusammenstellen wollt. Hier bietet SugarSync mehr Flexibilität als die meisten anderen Dienste, bei denen die Synchronisierung auf ein einziges Verzeichnis beschränkt ist.

So könnt ihr SugarSync mit Einschränkungen gleichzeitig für Backups benutzen. Das ist der Hauptvorteil dieses Anbieters.

Wenn es euch vor allem um flexible Möglichkeiten bei der selektiven Synchronisierung geht, ist Luckycloud eine gute Alternative. Der Service baut auf Open-Source-Lösungen und eine ausgefeilte Sicherheitsarchitektur. Dort ist allerdings die Bedienung ein bisschen anspruchsvoller. Mehr Details und Screenshots findet ihr in unserem Luckycloud Test.

Kombi-Lösungen aus Synchronisierung und Backup bekommt ihr außerdem bei SpiderOak, iDrive, Livedrive und Google Drive, jeweils mit verschiedenen Vor- und Nachteilen. Hier ist unser Google Drive Test, die anderen sind ganz oben verlinkt.

Die Stärke von SugarSync ist im Vergleich eindeutig die einfache und angenehme Bedienung. Die technisch ausgereifteste Alternative mit hohem Sicherheitsniveau ist SpiderOak.

 

Provider Screenshot

SugarSync Alternativen


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