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pCloud Test

pCloud Test
Schneller Cloud-Speicher aus der Schweiz.

Tarife ab:

3,99 €

pro Monat

Kostenfreier Tarif verfügbar 10 GB

Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortSchweiz, USA
Deutsche Benutzeroberfläche holprig
Kostenloser Cloud Speicher10 GB
BezahloptionAb 3,99 Euro/Monat mit lokaler Verschlüsselung
BetriebssystemeLinux, Mac und Windows
Mobiler ZugriffiOS, Android, Windows Mobile
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

pCloud Test

pCloud Test
Schneller Cloud-Speicher aus der Schweiz.
Produktkategorie
Firmensitz und ServerstandortSchweiz, USA
Deutsche Benutzeroberfläche holprig
Kostenloser Cloud Speicher10 GB
BezahloptionAb 3,99 Euro/Monat mit lokaler Verschlüsselung
BetriebssystemeLinux, Mac und Windows
Mobiler ZugriffiOS, Android, Windows Mobile
Synchronisieren
Selektives Synchronisieren
Dateien & Ordner teilen

Tarife ab:

3,99 €

pro Monat

Kostenfreier Tarif verfügbar 10 GB


Author

Sebastians Motto lautet: Kein Backup, kein Mitleid. Kein Wunder, dass er mit Begeisterung Cloud-Speicher testet. Sebastian

pCloud ist ein Cloud-Speicher-Service aus der Schweiz, der einiges anders macht. pCloud legt lokal ein virtuelles Laufwerk an und speichert die darin abgelegten Dateien nur in der Cloud. Das spart lokalen Speicherplatz, bedeutet aber auch, dass Zugriff auf die Daten in der Standardeinstellung nur bei bestehender Internetverbindung möglich ist. Wem das zu wackelig ist, der kann die Daten auch lokal speichern, muss das aber manuell veranlassen.

pCloud lagert die Daten unverschlüsselt und ist dadurch sehr schnell. Das ist auch nötig, um zügig mit dem virtuellen Verzeichnis arbeiten zu können, da die Daten lokal nicht vorliegen. Wer sich eine höhere Sicherheitsstufe wünscht, bekommt die mit dem Feature “Crypto”. Dieses bietet eine passwortgeschützte Verschlüsselung und damit Zero-Knowledge-Sicherheit für geheime Daten.

Ein großzügiges Kostenlos-Paket, ein interessanter Mix von Funktionen, eine gute technische Performance und moderate Preise machen pCloud zu einer spannenden und sympathischen Option für alle, die eine Dropbox-Alternative suchen.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Overall Rating

91%

"Schneller Cloud-Speicher aus der Schweiz."

Benutzerfreundlichkeit
90%
Sehr gut
Funktionsumfang
90%
Sehr gut
Sicherheit
95%
Exzellent
Geschwindigkeit
90%
Sehr gut
Support
85%
Sehr gut
Technik
95%
Exzellent

pCloud Cloud-Speicher Test und Vergleich 2018

pCloud ist ein klassischer Cloud-Speicher wie Dropbox oder Google Drive, mit dem ihr ausgewählte Dateien und Verzeichnisse in der Cloud ablegen und mit anderen teilen könnt. Der Dienst ist also weniger für Backups kompletter Dateisysteme gedacht. Dafür gibt es spezielle Anbieter wie Backblaze oder SpiderOak.

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3,99 € pro Monat

Mehr erfahren:

pCloud Kosten

Für die Cloud-Speicherung von bis zu 10 Gigabyte Daten ist pCloud kostenlos. Indem ihr weitere Nutzer anwerbt, könnt ihr euch pro Neumitglied 1 Gigabyte zusätzlich verdienen. Außerdem gibt es jeweils 1 Gigabyte mehr, wenn ihr euer pCloud mit Dropbox, Google Drive, One Drive, Facebook oder Instagram verknüpft. So könnt ihr euren kostenlosen Speicherplatz maximal auf 20 Gigabyte verdoppeln.

Der Kostenlos-Account hat noch einige weitere Einschränkungen. Zum Beispiel könnt ihr gelöschte Dateien oder frühere Versionen damit nur für 24 Stunden wiederherstellen. Da bieten andere Services wie Sync mehr. Dort gibt es aber auch nur 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos. Irgendwo müssen die Anbieter natürlich Anreize setzen, ein Upgrade zu kaufen.

Der kanadische Anbieter Sync gewährleistet ebenfalls ein hohes Sicherheitsniveau mit Verschlüsselung und ist insgesamt eine sehr gute Alternative. Welche Cloud-Anbieter außerdem noch beim Thema Sicherheit überzeugen konnten, erfahrt ihr in unserem großen Cloud-Speicher Test und Vergleich 2018.

Ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem pCloud gerne wirbt, ist die Option „Crypto“. Die ist im Premium-Paket für 3,99 oder 4,99 Euro im Monat enthalten, je nach Vertragslaufzeit. Crypto ist eine Anwendung, die eure Daten lokal verschlüsselt und mit einem Passwort schützt.

Das ist eine sinnvolle Sache. Wenn sich jemand in euren Rechner einhackt, hat er ohne Verschlüsselung Zugriff auf alles, was dort gespeichert ist. Wenn euer Laptop geklaut wird, sowieso. Deshalb gibt es Verschlüsselungssoftware, mit der ihr die Daten auf eurem Rechner sicher schützen könnt. Wer diese Daten ausliest, bekommt ohne Passwort nur Zeichensalat.

Das Originelle ist, dass pCloud diese Funktion mit einem Cloud-Speicher verbindet. Wer großen Wert auf Sicherheit legt, bekommt damit für rund 4,00 Euro eine Lösung, die mit dem Cloud-Speicher vor Datenverlust und mit Verschlüsselung vor unbefugtem Zugriff schützt.

Eine vollwertige lokale Verschlüsselung bietet Crypto allerdings nicht. Denn pCloud hat gegenüber anderen Cloud-Speicher-Diensten noch eine Besonderheit: Das lokale pCloud-Verzeichnis ist nur virtuell.

Die pCloud-Software legt bei der Installation ein virtuelles Laufwerk namens „pCloud Drive“ auf eurem Rechner an. Das sieht aus und verhält sich wie jedes andere Laufwerk. Aber wenn ihr Daten hineinkopiert, entsteht in Wirklichkeit nur in der Cloud eine Kopie der Daten.

Auf eurer lokalen Festplatte existieren sie weiterhin nur einmal, und zwar an ihrem ursprünglichen Ort. Der Cloud-Speicherplatz kommt zu eurem lokalen dazu, auf der Festplatte verdoppelt sich nichts und ihr könnt in eurer gewohnten Verzeichnisstruktur weiterarbeiten.

Das hat den Nachteil, dass ihr keinen lokalen Zugriff auf die Dateien habt, auch wenn das virtuelle Laufwerk es so aussehen lässt. Ohne Internetverbindung könnt ihr auf die Dateien im pCloud-Laufwerk nicht zugreifen.

Sollte euer Rechner kaputtgehen, liegen die Dateien sicher in der Cloud. Aber was ist bei Diebstahl oder Hacking? Per Voreinstellung speichert die pCloud-Software euer Passwort und baut beim Systemstart automatisch die Verbindung zur Cloud auf, so dass ihr das virtuelle Laufwerk normal benutzen könnt. Ein Dieb oder Eindringling könnte das also auch, solange ihr nicht das Passwort ändert.

Der Crypto-Ordner im pCloud-Verzeichnis ist mit einem zusätzlichen Passwort versehen. Er öffnet sich nie automatisch, sondern grundsätzlich nur durch Eingabe des Passworts. Ein Laptop-Dieb könnte also nicht an die Dateien heran; er würde sie gar nicht sehen.

Ein Hacker auf eurem System könnte in dem Fall an die Dateien heran, da ihr den Crypto-Ordner bereits durch Eingabe des Passworts geöffnet habt.

Der Vorteil von Crypto besteht also im zusätzlichen Passwortschutz des Zugriffs vom lokalen Rechner und in der sicheren Aufbewahrung der Daten in der Cloud. Bei vielen Konkurrenten liegen sie dort unverschlüsselt.

Ich hoffe, das ist soweit verständlich – die Sache mit dem virtuellen Laufwerk ist etwas kompliziert, bis man es verstanden hat. Eine vollwertige Verschlüsselung auch für lokale Daten – wie zum Beispiel Boxcryptor – wäre noch schöner gewesen, aber auch so ist Crypto ein Vorzug gegenüber den meisten Konkurrenten.

Crypto ist aber auch nicht der einzige Vorteil eines Bezahl-Pakets. Vor allem bekommen zahlende Kunden natürlich mehr Speicherplatz, und zwar 500 Gigabyte für das schon genannte Einsteiger-Paket „Premium“

Unter dem Namen „Premium Plus“ gibt es 2 Terabyte für 7,99 bzw. 9,99 Euro pro Monat, je nach jährlicher oder monatlicher Vertragslaufzeit. Power-User können sich darüber hinaus maßgeschneiderte Lösungen zusammenbauen.

Bei den günstigeren und beim kostenlosen Paket gibt es außerdem Beschränkungen des Datenvolumens, das über pCloud-Links heruntergeladen werden darf, wenn ihr in der Cloud gespeicherte Dateien teilt. Beim Gratispaket können eure Freunde und Kollegen bis zu 50 Gigabyte monatlich über von euch verschickte Links herunterladen. Bei Premium sind es 500 Gigabyte, bei Premium Plus 2 Terabyte.

Einrichtung

Nach der Erstellung eines Accounts bietet die Webseite an, die Software herunterzuladen. Zum Abschluss der Installation ist ein Neustart des Rechners nötig. Danach öffnet sich ein kleines Tutorial, das die wichtigsten Schritte erklärt.

Pcloud Introduction

pCloud stellt sich vor

Außerdem legt pCloud euren neuen Cloud-Ordner als zusätzliches Laufwerk namens “pCloud Drive” an.

Pcloud Folders

Die Standardordner auf dem virtuellen pCloud-Laufwerk

In den Ordnern liegen ein paar Beispieldateien zum Ausprobieren. Der Unterordner „pCloud Sync“ dient als Übersicht derjenigen Dateien, die ihr anderswo auf der Festplatte zur Synchronisierung hinzugefügt habt. Hier sind sie noch einmal als virtuelle Version gesammelt. Das Prinzip erkläre ich unten im Abschnitt zur Synchronisierung genauer.

Um den Crypto-Ordner startklar zu machen, müsst ihr noch eine Passphrase dafür festlegen. Das ist ein anderes Wort für Passwort, das im Zusammenhang mit Verschlüsselung üblich ist. Die Crypto-Passphrase ist unabhängig von eurem Passwort für den Account.

Die Software verbindet sich automatisch mit der Cloud und überträgt euer Account-Passwort, um eure Dateien zugänglich zu machen. Das ist jedenfalls die Standardeinstellung. Das Crypto-Passwort müsst ihr dagegen eigenhändig eingeben, um den Ordner zu öffnen.

Ihr könnt einstellen, dass ihr nach dem Systemstart automatisch nach der Passphrase gefragt werdet, aber an der Eingabe führt kein Weg vorbei. Würde sich der Ordner automatisch entschlüsseln, wäre die zusätzliche Sicherheit ja gleich wieder ausgehebelt.

Pcloud Crypto Folder

Der Inhalt des Crypto-Ordners nach dem Systemstart. Erst nach Eingabe der Passphrase in der Software sind die Dateien sichtbar

Benutzeroberfläche

Wie bei anderen Cloud-Speichern gibt es auch bei pCloud zwei Benutzeroberflächen, und zwar die lokal installierte Software und das Web-Interface, das ihr mit dem Browser aufrufen könnt. Die gespeicherten Dateien verwaltet ihr einfach mit dem Explorer oder Finder.

Mit einem Rechtsklick auf das kleine pCloud-Icon im System-Tray öffnet sich ein Kontextmenü.

Pcloud Menu

Das pCloud-Menü

Die Optionen:

  • ein Shortcut zum lokalen pCloud-Verzeichnis („Open Drive“)
  • eine Option zum Öffnen der verschlüsselten Daten unter „Crypto“ durch Eingabe der Passphrase
  • Ein Link zu den letzten „Notifications“, also Systemnachrichten von pCloud. Während meines Testzeitraums bekam ich dort nur Eigenwerbung für pCloud, die aber nicht aufdringlich war. Allerdings, wenn es schon eine Funktion für Systemnachrichten gibt, würde ich dort gerne über abgeschlossene Synchronisierungen oder Uploads benachrichtigt werden. Auch optionale Warnungen bei bevorstehenden Löschungen von Dateien aus dem Papierkorb fände ich gut. Dafür sind die Notifications anscheinend nicht vorgesehen.
  • „Preferences“ öffnet ein eigenes Fenster für die Einstellungen der pCloud-Anwendung. Dazu gleich mehr.
  • Praktisch ist, dass gleich hier im Menü der Status aktuell laufender Synchronisierungen und die Speicherplatzbelegung angezeigt wird.
  • „Pause“ stoppt aktuelle Synchronisierungen, bis ihr sie manuell wieder aufnehmt, „Exit“ beendet die Software.

Wenn ihr die „Preferences“ öffnet, erhaltet ihr einige Infos zu eurem Account und Konfigurationsmöglichkeiten der Software.

Pcloud Preferences

Einstellungsoptionen der Software

Die Optionen im Screenshot sind soweit selbsterklärend. Mit „Unlink“ könnt ihr pCloud vom aktuell benutzten Rechner entfernen, wenn ihr damit nicht mehr darauf zugreifen wollt.

Unter „Sync“ könnt ihr Ordner zur Synchronisierung hinzufügen oder entfernen und seht eine Übersicht aller aktuell synchronisierten Ordner. Ihr könnt nämlich auch Ordner außerhalb des virtuellen pCloud-Laufwerks irgendwo auf eurer Festplatte auswählen. Die funktionieren dann wie ein Dropbox-Ordner. Alle Inhalte werden in die Cloud kopiert und mit der lokalen Version synchronisiert.

Unter „Shares“ sind eure mit anderen Personen geteilten Verzeichnisse aufgeführt. Außerdem könnt ihr von dort aus Einladungen verschicken, indem ihr ein Verzeichnis auswählt und eine oder mehrere Mailadressen sowie optional eine Nachricht eingebt.

Unter „Crypto“ könnt ihr den verschlüsselten Ordner durch Eingabe der Passphrase öffnen und wieder schließen.

Das Tab „Settings“ erlaubt einige Grundeinstellungen für das Verhalten der Software. Ihr könnt zum Beispiel maximale Bandbreiten für Up- und Downloads festlegen und einstellen, ob pCloud automatisch beim Einschalten des Rechners startet und ob es euch nach dem Crypto-Passwort fragt.

Unter „Help“ findet ihr Links zum Support-System, zu den FAQ und zum Blog, unter „About“ Informationen zur installierten Version der Software.

Das ist soweit alles übersichtlich und leicht verständlich.

Wie bei Cloud-Speichern üblich, bietet pCloud auch über die Website Zugriff auf eure gespeicherten Verzeichnisse.

Pcloud Web Interface

pCloud im Webbrowser

Die Arbeit mit dem Dateisystem ist im Wesentlichen selbsterklärend. Der hier ausgewählte Menüpunkt „Browse“ ist der wichtigste, denn dort findet ihr eure gesamten Dateien außer dem Crypto-Ordner. Der hat einen eigenen Menüpunkt und ist nur durch Eingabe der Passphrase zugänglich.

Das oben sichtbare Kontextmenü erlaubt übliche Dateioperationen wie Kopieren, Verschieben und Umbenennen, Download über den Browser, Erstellung eines Zip-Archivs und das Teilen der Inhalte.

Besonderheiten sind hier die Funktionen „Rewind“ und „Backup“. Mit „Rewind“ könnt ihr Speicherstände eurer pCloud-Verzeichnisse von früheren Zeitpunkten wiederherstellen. „Backup“ ermöglicht Verknüpfungen mit Dropbox, Google Drive, OneDrive, Facebook und Instagram. Dazu unten mehr.

Zu guter Letzt sind einige pCloud-Funktionen auch über Kontextmenüs im lokalen Dateisystem zugänglich. Die unterscheiden sich je nachdem, ob sich die angeklickten Elemente innerhalb oder außerhalb des pCloud Drive befinden:

Außerhalb des pCloud Drive erhaltet ihr die Optionen „Copy to pCloud Sync“ und „Sync to pCloud“.

Pcloud Copy Sync

pCloud-Optionen im Kontextmenü

Der Unterschied: Die erste Option erstellt eine virtuelle Kopie des ausgewählten Elements in einem Ordner, der bereits mit pCloud synchronisiert wird. Im Untermenü könnt ihr noch auswählen, welcher das sein soll.

Die zweite erstellt keine Kopie, sondern fügt direkt den angeklickten Ordner zu euren pCloud-Dateien hinzu.

Das heißt, diese Dateien werden dann hochgeladen und mit pCloud synchronisiert wie bei anderen Cloud-Speichern. Die lokale Version ist in diesem Fall nicht nur virtuell.

Ihr könnt also pCloud auch verwenden, wenn euch wichtig ist, dass eure Dateien auch offline verfügbar sind. Ihr müsst es nur entsprechend einstellen.

Dazu dient auch ein Kontextmenü-Punkt, der innerhalb des pCloud Drive verfügbar ist: “Offline Access (sync)“.

Pcloud Offline

Dateien offline verfügbar machen

Durch Anklicken legt ihr fest, dass der Ordner regulär lokal gespeichert wird. Die Anwendung fragt euch dann, wo er gespeichert werden soll, denn das Drive ist ja nur virtuell.

Verwirrend? Finde ich auch. Aber durchaus praktisch, wenn man es verstanden hat. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Daten speichern

Die Funktionen „Offline Access“ und „Sync to pCloud“ erledigen die gleiche Aufgabe aus verschiedenen Richtungen. Sie verknüpfen einen Ordner irgendwo auf der Festplatte mit einem identisch aussehenden Ordner im pCloud Drive, kopieren die Inhalte in die Cloud und synchronisieren sie mit der Cloud-Version, wenn sich etwas ändert.

Verwirrend ist dabei, dass diese Dateien jetzt zweimal in eurem Dateisystem auftauchen.

Vielleicht stellt man es sich am besten so vor, dass das pCloud Drive nur zur Übersicht dient, welche Verzeichnisse ihr synchronisiert habt. Ihr könnt also eure regulären Verzeichnisse mit pCloud synchronisieren, normal in diesen regulären Verzeichnissen weiterarbeiten und den pCloud Drive dabei ignorieren. Ihr braucht ihn bei dieser Nutzungsweise nur, wenn ihr irgendwo gebündelt sehen wollt, welche Verzeichnisse ihr synchronisiert habt.

So würde ich pCloud benutzen, wenn ich damit Dateien in der Cloud sichern wollte, die ich regelmäßig bearbeite. Gleichzeitig könnt ihr das virtuelle pCloud Drive zur Aufbewahrung von Dateien verwenden, die ihr nicht regelmäßig braucht und aus dem Weg haben wollt. Auf die habt ihr dann eben keinen Offline-Zugriff.

Das bekannte Dropbox-Prinzip hat den Nachteil, dass immer nur der Dropbox-Ordner synchronisiert wird. Das sprengt euer sonst benutztes Dateisystem, außer wenn ihr komplett alle Verzeichnisse und Dateien in den Dropbox-Ordner verschiebt, mit denen ihr arbeitet.

Mit pCloud dagegen könnt ihr beliebig viele Verzeichnisse an verschiedenen Orten auf eurer Festplatte synchronisieren lassen und normal damit weiterarbeiten. Solange ihr online seid, habt ihr dann immer eine aktuelle Cloud-Kopie eurer laufenden Arbeit und könnt das virtuelle pCloud Drive dabei weitgehend ignorieren.

Beim Testen von pCloud fiel mir auf, dass die Dateien im pCloud Drive sich immer sofort öffnen ließen, obwohl sie doch gar nicht lokal gespeichert sein sollen. Auch große Videodateien starteten sofort. Ich habe gerätselt, wie pCloud das macht, und so ganz habe ich es nicht verstanden.

Unter „Settings“ in der pCloud-Software fand ich einen Hinweis: pCloud empfiehlt, mindestens 5120 Megabyte Speicherplatz für den Cache zu reservieren.

Pcloud Disk Usage Settings

pCloud reserviert rund 5 Gigabyte Speicherplatz

Ich habe mir den Cache-Ordner daraufhin mal angesehen. Er war tatsächlich ungefähr 5 GB groß. Das entsprach dem Paket meiner Test-Daten, die ich im pCloud Drive gespeichert hatte.

Pcloud Cache

Erwischt: rund 5 Gigabyte im Cache

Jetzt wollte ich wissen, um wieviel der Cache anwächst, wenn ich meine 10 GB ausnutze. Also habe ich noch ein paar große Videodateien ins pCloud Drive geschaufelt.

Die Cache-Größe ging sofort auf 8,66 GB nach oben. Während des Uploads der neuen Dateien sank sie aber wieder auf gut 5 GB.

Probehalber habe ich als nächstes die große Cache-Datei gelöscht.

Jetzt ließen sich die Dateien teilweise nicht mehr öffnen. Das passierte mit der Meldung, das Format sei nicht erkannt worden. Andere liefen aber einwandfrei, auch große Videos. Als nächstes habe ich meine WLAN-Verbindung getrennt und es wieder versucht. Selbes Ergebnis. Manche Dateien liefen, andere nicht.

Ich habe beim Support nachgefragt, wie das technisch funktioniert. Die Mitarbeiterin wollte anscheinend keine Details nennen. Sie schrieb erst, das sei halt Magie, und fügte dann hinzu, pCloud installiere ein Dateiensystem auf meinem Computer. Liegt also woanders noch etwas versteckt, nicht nur im Cache?

Jedenfalls stimmt das Werbeversprechen nicht ganz, pCloud brauche keinen lokalen Speicherplatz. Wenn eure Festplatte randvoll ist, machen sich die 5 GB im Cache durchaus bemerkbar.

Mir persönlich ist sowieso nicht ganz wohl bei dem Gedanken, wichtige Dateien nur noch in der Cloud und gar nicht mehr lokal gespeichert zu haben. Ich würde deshalb immer alles Wichtige offline verfügbar machen wie oben beschrieben.

Mit der Funktion namens „Backup“ könnt ihr euer pCloud mit Accounts auf Dropbox, Google Drive, OneDrive, Facebook und Instagram verknüpfen und die Daten von dort in pCloud speichern lassen. Bei Facebook und Instagram betrifft das die dort gespeicherten Fotos. Die Verknüpfungen müsst ihr im Web-Interface anlegen, aber die Inhalte der Accounts erscheinen dann sofort auch im virtuellen pCloud Drive auf dem lokalen Rechner.

Das finde ich praktisch. Fotos von Facebook und Instagram herunterzuladen ist ja recht mühsam. Durch die Verknüpfung entsteht automatisch ein laufend aktualisiertes Archiv eurer Bilder in diesen Netzwerken, auf das ihr in eurer normalen lokalen Arbeitsumgebung direkt zugreifen könnt.

Daten synchronisieren und teilen

Wie bei anderen Cloud-Diensten gibt es zwei Arten, Dateien zu teilen. Mit anderen pCloud-Nutzern könnt ihr gemeinsame Verzeichnisse pflegen. Die gehören dann in beiden Accounts zum Inventar und werden bei beiden Beteiligten lokal synchronisiert. Das heißt in diesem Fall „Invite to Folder“.

Pcloud Share

Funktionen zum Teilen von Daten im Kontextmenü

An andere, die keine pCloud-Nutzer sind, könnt ihr Links verschicken, mit denen sie auf die verlinkten Dateien und Ordner zugreifen können. Mit Upload-Link können sie selbst Dateien in die verlinkten Verzeichnisse hochladen, mit Download-Link nur herunterladen.

Wie eingangs erwähnt, ist beim kostenlosen Service das Download-Volumen für verschickte Links enger begrenzt als bei zahlenden Kunden: 50 Gigabyte gegenüber 500 Gigabyte unter „Premium“. Außerdem können nur Premium-Nutzer verschickte Links mit einem Passwort schützen oder ein Verfallsdatum festlegen.

Im Web-Interface könnt ihr die Links und geteilten Verzeichnisse sehen, bearbeiten und löschen, die ihr bisher erstellt habt. Außerdem seht ihr dort die Zugriffe auf eure Links und das Volumen bisheriger Downloads.

Das ist ein sehr guter Funktionsumfang für geteilte Links und mehr als bei vielen Konkurrenten.

Daten wiederherstellen

In einem kostenlosen Account könnt ihr frühere Versionen geänderter Dateien 30 Tage lang wiederherstellen. Bei Premium-Nutzern verlängert sich die Frist auf 90 Tage, bei Premium Plus auf 180.

Das Wiederherstellen geht nur über die Website. Dort enthält das Kontextmenü den Punkt „Revisions“, über den ihr eine Liste der bisherigen Speicherstände mit Datum sehen und jeden Speicherstand öffnen könnt.

Gelöschte Dateien finden sich im Papierkorb. Den gibt es ebenfalls nur online. Wie üblich könnt ihr die Dateien dort wiederherstellen oder endgültig löschen.

Pcloud Revisions

Frühere Dateiversionen aufrufen

Pcloud Restore

Funktionen zum Teilen von Daten im Kontextmenü

Wurde eine gelöschte Datei zuvor geändert, ist nach der Wiederherstellung auch die Revisionsgeschichte wieder verfügbar. Im Gratis-Account könnt ihr gelöschte Dateien aber nur für 24 Stunden wiederherstellen. Das ist im Vergleich zu anderen Anbietern die größte Einschränkung der kostenlosen Nutzung von pCloud. Meist bleiben Dateien im Papierkorb für mindestens einen Monat erhalten.

Interessant ist hier noch das „Rewind“-Feature. Damit könnt ihr durch Eingabe von Datum und Uhrzeit eine Ansicht eures kompletten Archivs zu einem früheren Zeitpunkt aufrufen und diese „historischen“ Versionen eurer Dateien wiederherstellen.

Im Alltag braucht man das wohl nicht so oft, aber bei mittleren Katastrophen auf der Festplatte oder einem Angriff mit Ransomware, die eure Daten verschlüsselt hat, kann es extrem hilfreich sein.

Wenn ihr Dateien im Papierkorb endgültig gelöscht habt, erscheinen diese zwar unter früheren Daten im „Rewind“-Feature, lassen sich aber nicht wiederherstellen. Gelöscht ist gelöscht.

Im Kostenlos-Account könnt ihr mit Rewind bis zu 30 Tage in die Vergangenheit schauen, aber nicht auf die Dateien zugreifen. Unter Premium deckt Rewind 90 Tage ab, unter Premium Plus 180 Tage.

Mobil

Mit der mobilen App von pCloud könnt ihr auch unterwegs auf eure Dateien zugreifen. Außerdem lädt sie auf Wunsch mit dem Smartphone oder Tablet aufgenommene Fotos automatisch in die Cloud.

Das ist hilfreich, wenn ihr Fotos öfter mal am Rechner anschauen oder weiterverarbeiten wollt. Deswegen bieten die meisten mobilen Apps von Cloud-Speicher-Diensten diese Funktion an. Die pCloud-App gibt es für iOS, Android und Windows.

Wenn ihr entsprechende Apps installiert habt, könnt ihr zum Beispiel Word- oder PDF-Dateien auch mobil öffnen. Für Videos und mp3 hat die App selbst einen Player an Bord. Etwas blöd fand ich, dass ich den Vorgang nicht abbrechen konnte, als ich aus Spaß ein Video angetippt hatte.

Ich finde, da sollte die App noch mal nachfragen, ob ich wirklich 350 Megabyte aufs Handy laden will, und sollte ermöglichen, dass das im Hintergrund passiert, statt für Stunden zu blockieren. Aber okay, wenn man das weiß, kann man ja darauf achten.

Sicherheit

Die Datensicherheit ist ein wesentliches Verkaufsargument von pCloud. Die Daten werden beim Upload mit TLS/SSL verschlüsselt, liegen dann aber für schnelleren Zugriff unverschlüsselt auf dem pCloud-Server. Laut Anbieter sind sie an mindestens drei separaten Server-Standorten gespeichert.

Die Inhalte des Crypto-Ordners werden nur in verschlüsselter Fassung auf die Server hochgeladen und sind nur mit der Crypto-Passphrase zugänglich, die außer dem Kunden niemand hat. Crypto bietet somit eine Zero-Knowledge-Sicherheitsarchitektur. Das heißt, auch der Anbieter kann die Daten nicht entschlüsseln. Solltet ihr die Passphrase verlieren, hat niemand mehr darauf Zugriff.

In einem Hacking-Wettbewerb hat pCloud 100.000 Dollar für einen Hacker ausgelobt, dem es gelingt, einen Crypto-Ordner zu knacken. Innerhalb von 6 Monaten hat das keiner von 2860 Teilnehmern geschafft.

Geschwindigkeit

Der Upload eines 5-Gigabyte-Testordners mit einigen Hundert Dokumenten und mp3-Dateien sowie ein paar großen Videos dauerte im Test weniger als zwei Stunden, im zweiten Durchgang sogar knapp unter anderthalb Stunden. Das ist im Vergleich zu anderen Cloud-Anbietern sehr gut.

Anschließend habe ich einen Download desselben Ordners gestartet, indem ich die Funktion „Offline Access“ aktiviert habe. Das dauerte rund 20 und beim zweiten Mal 29 Minuten, was ebenfalls schnell ist.

5-Gigabyte-Testordner1. Versuch2. VersuchDurchschnitt
Upload
(Stunden:Minuten)
01:5201:2901:41
Download
(Stunden:Minuten)
00:2100:2900:25

Bei der Geschwindigkeit Daumen hoch!

Zuverlässigkeit

pCloud war einer von wenigen Cloud-Speicher-Diensten, bei denen im Zuge meiner Tests überhaupt kein technisches Problem aufgetreten ist. Es kommt häufiger vor, dass irgendwo etwas hakt und nicht richtig funktioniert oder die Datenübertragung zu lange dauert.

Bei pCloud lief alles rund und die Synchronisierung ging fast konkurrenzlos schnell. Ich bin sehr zufrieden.

Support

Der E-Mail-Support war freundlich und hat mir innerhalb weniger Stunden geantwortet. Auch das FAQ-System ist umfassend und beantwortet im Wesentlichen alle Fragen auf den Punkt und zufriedenstellend. Nett ist dabei die „Find as you type“-Funktion, die schon während des Tippens im Suchfeld die ersten passenden Antworten auflistet. Schneller geht’s nicht.

Ein kleines Minus muss ich hier für die Sprache geltend machen. Die deutschen Versionen der Texte sind anscheinend teilweise aus dem Englischen maschinenübersetzt. Das bietet häufig eine unterhaltsame unfreiwillige Komik („unzerbrechliche Sicherheit“), passt aber nicht zu einem professionellen Anbieter und macht es manchmal schwer, den Inhalt zu verstehen. Ich bin daher bald zur englischen Website zurückgekehrt. Die Software und der Support sind so oder so nur auf Englisch verfügbar.

Wenn ihr also im Englischen nicht sicher seid und einen deutschsprachigen Anbieter sucht, ist pCloud nicht die erste Wahl. In unserem Überblicksartikel stellen wir mehrere Anbieter aus Deutschland vor. Geht es euch vor allem um die Sprache und Benutzerfreundlichkeit, ist Dropbox eine gute Adresse, denn dort ist die Benutzerführung einfach und die Hilfeseiten sind sehr gut ausgebaut.

Hier entlang:

Fazit

Mit dem virtuellen Laufwerk tanzt pCloud aus der Reihe, was zunächst verwirren kann. Im Wesentlichen sieht pCloud aus wie Dropbox und dann ist doch alles ganz anders.

Jetzt für pCloud anmelden - 10GB Gratis sichern.

VORTEILE

  • 10 bis 20 GB gratis
  • Sichere Verschlüsselung mit “Crypto”
  • Preisgünstig
  • Schnell
  • Synchronisierung beliebiger Ordner
  • Backup für Facebook und Instagram
  • Frühere Zustände des ganzen Dateisystems wiederherstellen (Rewind)

NACHTEILE

  • In Voreinstellung kein Offline-Zugriff
  • Virtuelles Laufwerk z.T. verwirrend
  • Begrenzte Speicherung früherer Dateiversionen

Daran braucht ihr euch aber nicht zu stören, denn auf Wunsch werden die Dateien ja auch offline verfügbar. Mit der Option, auch Ordner außerhalb des pCloud-Verzeichnisses zu synchronisieren, bietet pCloud mehr Flexibilität als der Großteil der Konkurrenz.

Ab 3,99 Euro im Monat bekommt ihr einen recht umfangreichen Cloud-Speicher, der alle wichtigen Funktionen abdeckt und leicht zu bedienen ist. Darin enthalten ist mit Crypto eine Lösung für zusätzliche Datensicherheit, die so nicht jeder Anbieter im Portfolio hat.

Schade finde ich, dass kein Offline-Zugriff auf Crypto möglich ist. Gerade bei den wichtigsten Dateien ist mir nicht wohl dabei, sie nur in der Cloud zu speichern und nicht lokal verfügbar zu haben.

Davon abgesehen ist pCloud für den Preis sehr gut durchdacht und sympathisch. Als Dropbox-Alternative würde ich den Dienst auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen. Wenn ihr einen Cloud-Speicher dieser Art sucht und großen Wert auf Sicherheit legt, ist Sync.com eine weitere attraktive Option.

Provider Screenshot

pCloud Alternativen


4 Kommentare


Peter 4. March 2018 at 20:02

Serverstandort von pCloud ist nicht die Schweiz, sondern USA:

“Data Centers
pCloud hosts user data through a leading certified data center via collocation. When using the pCloud service user’s data is transferred to our outsourced servers via TLS/SSL protocol and is copied on at least three server locations in a highly secure certified data center in Dallas, Texas, USA. “

Reply

Bodo 3. July 2018 at 07:49

Wieso kann ich in der pCloud-App auf dem iPad Bilder anschauen, obwohl ich nicht über WLAN mit dem Internet verbunden bin?

Reply

Mauricio 4. July 2018 at 14:00

Hi Bodo, es kann sein, dass im Cache noch Bilder gespeichert sind und daher angezeigt werden können. Oder aber du hast die Bilder fürs Offline Ansehen gespeichert.

Reply

Bodo 5. July 2018 at 06:33

Hallo Mauricio, Du hast Recht. Wenn man das Gerät zwischenzeitlich ausschaltet, funktioniert es nur mit WLAN.

Reply

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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