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von Alex

Zuletzt aktualisiert am: 3. October 2018

Das große VPN-Glossar: Technische Grundlagen einfach erklärt

VPN-Dienste könnten so simpel zu bedienen sein, wenn da nicht immer diese Fachbegriffe wären: IPSec, L2TP, Kill-Switch, OpenVPN und Co können euch das Leben schon mal schwer machen. Zumindest dann, wenn ihr nicht gerade voll in der Thematik steckt oder aus dem IT-Sektor kommt.

Damit euch dieses Fachchinesisch nicht davon abschreckt, eine VPN-Verbindung herzustellen, erkläre ich euch in diesem Verzeichnis Schritt für Schritt die wichtigsten Begriffe. Anschließend könnt ihr eure Entscheidung für oder gegen einen bestimmten VPN-Dienst auf einer guten Basis treffen.

Tauchen wir also ein in die Welt des kleinen Einmaleins der VPN-Anbieter:

256-Bit-Verschlüsselung

Diese Verschlüsselungstechnologie ist die aktuell sicherste, die ihr von einem VPN-Dienst erwarten könnt. Hier werden eure Daten bestmöglich gesichert und für Dritte unzugänglich gemacht. Die 256 Bit beschreiben dabei die Länge des Schlüssels, mit dem die Verbindung zwischen Browser und Server verschlüsselt wird.

Chameleon-Technologie

VPN-Dienste sind dafür bekannt, eure Daten zu sichern, eure Identität zu anonymisieren und euch zu jeglichen Inhalten weltweit Zugriff zu verschaffen. Damit diese Möglichkeiten auch in Ländern wie China oder beispielsweise der Türkei bestehen bleiben, hat der Anbieter GoldenFrog in seinen VPN-Dienst VyprVPN das Protokoll “Chameleon” eingebaut. Diese Technologie sorgt dafür, dass ihr während der VPN-Nutzung auch in hochentwickelten überwachten Netzwerken unentdeckt bleibt und den VPN-Dienst nutzen könnt. Die Metadaten werden hier entsprechend verschlüsselt, um von der Firewall nicht als VPN erkannt zu werden.

vypr website

Vypr bietet das Protokoll 'Chameleon'

DNS-Server

Die Abkürzung DNS bedeutet “Domain Name System”. Dieses DNS funktioniert quasi wie eine Auskunft, die für jeden Domainnamen die passende IP-Adresse kennt. Ein DNS-Server ist somit für die Namensauflösung verantwortlich. Gebt ihr also eine Domain ein, empfängt ein DNS-Server eure Anfrage, wandelt die Domainadresse in eine für euren Browser empfängliche IP-Adresse um und ihr könnt die entsprechende Website aufrufen.

Double-VPN

Die Double-VPN Technologie könnt ihr beim VPN-Anbieter NordVPN nutzen. Hier verbindet ihr euch nicht nur mit einem VPN-Server, der eure Daten wie eure Identität verschlüsselt, sondern gleich mit zwei VPN-Servern, die hintereinander geschaltet werden. Somit wird eure IP-Adresse verändert und euer Datenverkehr zweimal verschlüsselt. Möchtet ihr daher eine besonders sichere VPN-Verbindung herstellen, ist Double-VPN sicher eine Alternative für euch. Allerdings solltet ihr euch im Klaren darüber sein, dass ihr durch das Double-VPN Verfahren eventuelle Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen müsst.

Fake-News-Filter

Der Fake-News-Filter ist ein Feature vom VPN-Dienst Perfect Privacy. Durch diesen Filter soll sichergestellt werden, dass ihr vor falschen Meldungen geschützt werdet. Perfect Privacy blockiert automatisch alle bei „Github“ eingetragenen Fake-News Domains und möchte euch somit größtenteils vor Fake-News bewahren. Ob ihr diese Funktion einsetzen möchtet, könnt ihr manuell an- oder abwählen.

iKEv2

Um eine schnelle wie sichere Verbindung zu einem VPN-Server herzustellen, könnt ihr unter verschiedenen Protokollen wählen. Das iKEv2-Protokoll wurde von Microsoft und Cisco entwickelt und sticht aufgrund seiner hohen Sicherheitsstandards heraus. Außerdem ist diese Technologie noch etwas schneller als L2TP, SSTP und PPTP.

Kill-Switch

Kill-Switch ist eine Funktion, die euch bei einigen VPN-Anbietern wie beispielsweise NordVPN angeboten wird. Mit diesem Tool könnt ihr einstellen, dass die von euch ausgewählten Apps sofort geschlossen werden, sobald die VPN-Verbindung abbricht. Das hat den Vorteil, dass keinesfalls eine unverschlüsselte Datenübertragung stattfinden kann.

Kryptowährungen

Kryptowährungen sind dezentrale virtuelle Währungen, hinter denen ein kryptografisch abgesichertes Zahlungssystem steht. Die bekanntesten Kryptowährungen sind Bitcoin, Ethereum und Litecoin. Der weitgehende Sinn von Kryptowährungen besteht in der Unabhängigkeit von Banken beim Zahlungsverkehr.

L2TP/IPSec

L2TP/IPSec ist wie iKEv2 ein Protokoll und gilt in der Regel als sicher und vertrauenswürdig. Dennoch leidet eure Internetgeschwindigkeit bei dieser Verbindung mehr, als wenn ihr den Protokollen PPTP oder OpenVPN treu bleibt.

Multi-Hop-VPN

Eine Multi-Hop-Verbindung ähnelt der oben beschriebenen Double-VPN-Funktion von NordVPN. Multi-Hop geht allerdings noch einen Schritt weiter und verbindet euch nicht über zwei, sondern über drei Server. So werden eure Daten bestmöglich abgesichert. Die Server für dieses Verfahren wählt ihr selbst aus. Dieses Multi-Hop-VPN könnt ihr beim Anbieter Perfect Privacy nutzen.

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Perfect Privacy mit Multi-Hop-VPN

Neuro-Routing

Neuro-Routing baut auf dem System von Multi-Hop VPN auf. Während ihr bei Multi-Hop VPN eure Server selbst manuell auswählen könnt, verbindet euch Neuro-Routing automatisch mit den passendsten Servern. Das passiert vollkommen unvorhersehbar, sodass für niemanden durchschaubar ist, welcher Server als nächstes Daten sendet oder empfängt.

OpenSSH

OpenSSH beinhaltet mehrere kleine Programme und sorgt für eine sichere Verschlüsselung eurer Datenpakete, sodass jegliche Angriffe auf Netzwerkebene eliminiert werden können.

OpenVPN

Dieses Protokoll bietet euch die aktuell stärkste und beste Verbindung an, die ihr nutzen könnt. Mit seiner 256-Bit-Verschlüsselung ist OpenVPN außerdem das sicherste Protokoll auf dem Markt.

PayPal

PayPal ist ein Online-Bezahldienst, über den ihr eure Online-Einkäufe bei Shops wie Amazon und kleineren Anbietern abwickeln könnt. Auch bei VPN-Diensten ist PayPal äußerst beliebt und meist als Zahlungsdienstleister anwählbar. Ihr solltet euch allerdings bewusst darüber sein, dass die Zahlung bei PayPal nicht anonym erfolgt, sondern eure Daten dem Anbieter bekannt sind. Möchtet ihr eine anonyme Zahlung vornehmen, solltet ihr entweder mit Kryptowährungen oder Gutscheinen von Starbucks und Co zahlen. Letzteres ist beispielsweise bei Private Internet Access möglich.

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Hier könnt ihr mit Kryptowährungen zahlen

PPTP

Das PPTP-Protokoll wurde vor längerer Zeit von der Microsoft Corporation entwickelt und gilt nach wie vor als standardmäßiges Protokoll in jedem VPN-Tool. Trotz der 128-Bit-Verschlüsselung lässt sich dieses Protokoll allerdings leichter knacken als OpenVPN, weshalb PPTP als unsicherer gilt.

Raspberry Pi

Der Raspberry Pi ist ein kleiner Einplatinencomputer in Größe einer EC-Karte, der grundlegend dazu gedacht ist, jüngeren Menschen den Zugang zu Programmierkenntnissen zu ermöglichen. Als Betriebssystem wird hauptsächlich mit Linux gearbeitet. Bei neueren Versionen ist auch Windows 10 vertreten.

Smart-DNS-Modus / -Service

Der Smart-DNS-Service bietet euch beispielsweise PureVPN. Durch diesen Modus umgeht ihr die möglicherweise auftretenden Geschwindigkeitsprobleme durch eine VPN-Verbindung und könnt Serien und Co in gewohnter Geschwindigkeit streamen. Doch seid euch bewusst, dass dieser Modus nur eine andere geografische Position simuliert, um einen Streamingdienst wie Netflix aufzurufen. Eure Daten sind währenddessen nicht VPN-gesichert.

Smartplay-Modus

Mit NordVPNs Smartplay-Modus könnt ihr automatisiert auf Netflix und andere Streamingdienste zugreifen. Dabei ist es irrelevant, mit welchem Server ihr primär verbunden seid. Ruft ihr beispielsweise die Netflix-Website auf, wechselt NordVPN automatisch zu einem kompatiblen US-amerikanischen Server und ermöglicht euch den Zugriff auf den Streamingdienst.

SSL

Hinter der Abkürzung SSL steckt der Begriff “Secure Sockets Layer”. Dieses Protokoll stellt sicher, dass im Internet auf gesicherte Art und Weise Daten übertragen werden können.

SSTP

Das SSTP-Protokoll besitzt die Fähigkeit, die meisten Firewalls zu umgehen und gewährleistet für gewöhnlich einen hohen Sicherheitsstandard. Das Protokoll wurde von Microsoft entwickelt und ist daher vollständig im Windows-Betriebssystem integriert.

Stealth VPN

Stealth VPN ähnelt zweckmäßig VyprVPNs Chameleon-Technologie. Mit dieser Perfect Privacy-Funktion könnt ihr eure VPN-Verbindung als solche verschleiern, damit ihr auch in Ländern, in denen eine VPN-Verbindung unter Strafe steht, einen solchen Dienst nutzen könnt.

Synology NAS

Die Synology NAS ist ein privater Cloudspeicher. Genau genommen handelt es sich um eine externe Festplatte, die ihr aber nicht mehr mitschleppen, sondern in euer Netzwerk einbinden könnt. Somit ist eure Festplatte von überall erreichbar und bildet eure eigene Cloud.

Track-Stop-Filter

Der Track-Stop-Filter von Perfect Privacy ist Werbeblocker, Anti-Tracking-System und Malware-Filter zugleich. Schaltet ihr diese Funktion ein, seid ihr automatisch vor diesen Fallen der Online-Welt gewahrt.

VU+ Solo 2

Der VU+ Solo 2 ist ein digitaler HDTV-Satelliten-Receiver, der TV-Sendungen nicht nur aufzeichnen, sondern über eine Wifi-Verbindung auch auf euer Smartphone übertragen kann.

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