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von Florian

Zuletzt aktualisiert am: 4. October 2018

ExpressVPN vs. NordVPN: Welcher ist der richtige VPN-Anbieter für euch?

Wir haben schon einige VPNs in verschiedenen Szenarien getestet. Wie ihr vielleicht gesehen habt, haben ExpressVPN und NordVPN dabei immer wieder die Nase vorn: Während NordVPN bei den Plug-ins für Chrome und Torrents die Nase vorn hat, schneidet ExpressVPN bei Netflix-Streaming, Android und iPhone besser ab.

Vielleicht seid ihr euch aber immer noch nicht schlüssig, welcher von beiden nun der Richtige für euch ist. Dann seid ihr hier genau richtig.

In diesem Beitrag gehen wir auf Kosten, Sicherheit, Geschwindigkeit, Funktionalität beim Streaming und die Nutzerfreundlichkeit der beiden VPN-Giganten ein. Aufgrund der letzten Updates der Anbieter weichen einige Ergebnisse sogar von unseren bisherigen ab und werden euch deshalb überraschen. Dadurch könnt ihr am Ende eine informierte Entscheidung treffen und am Ende sogar ein wenig sparen, bevor ihr euch für den richtigen VPN für eure persönlichen Bedürfnisse entscheidet.

Wann lohnt sich welcher Tarif? Kosten im Vergleich

Kommen wir zunächst zum wichtigsten Punkt, den tatsächlich entstehenden Kosten. Schließlich wollt ihr ja genau wissen, was ihr für euer hart verdientes Erspartes bekommt.

Die Tarife und Konditionen machen es euch dabei nicht immer leicht, fair zu vergleichen. Schon die angebotenen Zeiträume, für die Abos angeboten werden, sind selten deckungsgleich.

Die gute Nachricht vorneweg: Beide VPN-Dienste bieten eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das heißt für euch: Ihr könnt einen Monat lang risikofrei testen, ob der Anbieter zu eurem Setup passt und wie ihr die jeweiligen Funktionen überhaupt nutzen könnt.

Hier könnt ihr NordVPN 30 Tage kostenfrei testen.

Wenn die Probephase aber erst einmal abgelaufen ist, wollt ihr natürlich wissen, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis aussieht. Deshalb habe ich zusätzlich zu der Tarifübersicht beider Anbieter die monatlichen Preise und Gesamtpreise hochgerechnet. Wenn ihr also schon wisst, dass ihr einen VPN nur für einen gewissen Zeitraum benötigt, könnt ihr so gleich sehen, welche Lösung die preisgünstigste für euch ist.

 1 Monat
(in €)
6 Monate
(in €)
1 Jahr
(in €)
2 Jahre
(in €)
3 Jahre
(in €)
ExpressVPN11,0851,3285,56
(+ 3 Monate kostenlos)
Monatlicher Preis11,088,555,70 (1. Jahr) /
6,67 (ab 2. Jahr)
NordVPN10,2359,0667,6384,75
Monatlicher Preis10,234,922,822,35

Wie ihr sehen könnt, schafft NordVPN wirklich Anreize, um in die Jahres-Tarife zu gehen. Abonnements mit mehrjähriger Laufzeit bietet ExpressVPN gar nicht an. Eure einzige Option hier wäre, den Jahrestarif zu verlängern. Und dieser fällt nach dem 15. Monat auf den Standard-Tarif zurück, der anfangs durch die drei kostenlosen Monate noch auf 5,70 Euro reduziert wird. Schon beim Jahresplan lohnt sich aber der vergleichende Blick auf NordVPN, da der Konkurrent selbst den reduzierten Preis unterbietet.

Auch hat NordVPN erst gar kein Halbjahres-Abo im Angebot. Wenn ihr also auf der Suche nach einer Lösung für ein Auslandssemester oder einen längeren Auslandsaufenthalt seid, bietet NordVPN nur das Monats-Abo. In diesem Tarif liegen die beiden Konkurrenten preislich fast gleichauf: Beim Preisunterschied von nicht mal einem Euro könnte die eine oder andere Funktion den Ausschlag für eure Entscheidung geben. Vielleicht seid ihr mit VPNs noch unerfahren und sucht einen Anbieter mit gutem Support für einen kurzen Zeitraum. Zum Support verliere ich später noch ein paar Worte.

NordVPN

VORTEILE

  • Sehr günstig
  • Hohe Geschwindigkeit & genügend Serverstandorte
  • Beachtliche Benutzerfreundlichkeit
  • Eigene Features wie DoubleVPN oder Smartplay-Service
  • Maximal 6 Geräte pro Account

NACHTEILE

  • Support nur auf Englisch verfügbar, teils sprachlich falsche Übersetzungen
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.nordvpn.com
ServerstandorteÜber 1.400 Server in 61 Staaten
Aktiv seit2008
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro AccountMax. 6
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, L2TP, PPTP, IPSec Protokolle

Wisst ihr dagegen, dass ihr für mehrere Jahre oder lebenslang einen VPN nutzen wollt, ist NordVPN rein preislich die beste Wahl. Im günstigsten Tarif zahlt ihr immerhin knapp ein Drittel vom Preis für das Jahres-Abo bei ExpressVPN. Falls also nur der Preis eine Rolle spielt, lässt sich nicht lange streiten. Monatlich kostet euch das Angebot nicht mehr als ein Cappuccino. Diese Runde geht also klar an NordVPN.

Sicherheit und Protokolle

Auf den ersten Blick unterscheiden sich NordVPN und ExpressVPN gar nicht. Beide bieten eine 256-Bit AES-Verschlüsselung, keine Logs und die Kill-Switch-Funktion. Vieles deckt sich also und ihr könnt in beiden Fällen davon ausgehen, dass ihr sicher und anonym surft. Die Unterschiede liegen im versteckten Detail, das von den Anbietern auch nicht immer lauthals beworben wird. Schauen wir uns diese also im Überblick an:

 NordVPNExpressVPN
GerichtsbarkeitPanamaBritische Jungferninseln
ProtokolleOpenVPN, L2TP/IPSec, PPTP, IKEv2/IPsecOpenVPN, L2TP/IPSec, PPTP, IKEv2/IPsec
Server4.415 in 62 Ländern> 2.000 in 94 Ländern
Gleichzeitige Verbindungen63
Weitere FunktionenDouble-VPNSplit-Tunneling

Der erste und oft vernachlässigte Punkt im Vergleich ist die Gerichtsbarkeit, welcher die jeweiligen VPN-Anbieter unterstehen. ExpressVPN hat seinen Sitz auf den Britischen Jungferninseln. Diese gehören zwar pro forma zu Großbritannien, sind jedoch weitgehend unabhängig, was die Gesetzgebung angeht.

Es gibt keine Vorratsdatenspeicherung, das Vereinigte Königreich und vor allem die USA haben keine rechtliche Handhabe, um Daten zu fordern. Auch sind die Jungferninseln nicht Teil des UKUSA-Abkommens, das Geheimdienste zur Kooperation und damit zum Datenaustausch verpflichtet.

NordVPN hat seinen Sitz in Panama. Auch hier gibt es keine Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung oder Kooperationen mit den „Fourteen Eyes“ aus dem UKUSA-Abkommen. Anderer Firmensitz, gleiche Regeln. Wenn ihr also einen VPN-Dienst nutzt, um die NSA auf Abstand zu halten, liefern beide Anbieter fundierte Angebote.

Wie ihr in der Tabelle sehen könnt, ist auch die Protokollauswahl kein Grund mehr, einen Anbieter dem anderen vorzuziehen. Natürlich sind nicht alle Protokolle für jedes Betriebssystem verfügbar. Das liegt aber am jeweiligen Betriebssystem und nicht am VPN-Dienst. Auch bieten beide Anbieter die Option, euch diese Entscheidung abzunehmen. Wenn ihr euch also um das Technische nicht kümmern und nur sicher surfen wollt, geht das sowohl bei NordVPN als auch bei ExpressVPN.

Einzige Ausnahme bei der Verfügbarkeit bieten die Nischen wie Chromebooks, Router und NAS-Systeme. In diesen Fällen solltet ihr gerätespezifisch auf den Übersichtsseiten der Anbieter prüfen, ob sie kompatibel sind. NordVPN kommt euch mit dieser Übersichtsseite dabei entgegen. Auch ExpressVPN listet seine verfügbaren Apps.

Im letzten Jahr hat NordVPN vor allem bei der Serveranzahl nachgelegt. Diese wird sich hauptsächlich bei Geschwindigkeiten und Verbindungsabbrüchen bemerkbar machen. Beide waren in der Vergangenheit größere Schwachstellen von NordVPN.

Ihr solltet jedoch nicht davon ausgehen, dass ExpressVPN aufgrund der geringeren Anzahl niedrigere Geschwindigkeiten oder schlechtere Verbindungen liefert. Im Gegenteil: Verbindungsabbrüche habe ich, wenn überhaupt, nur bei NordVPN erlebt. Und selbst dort waren sie die Ausnahme. Im Schnitt habe ich beide Apps auf dem Mac und unter Chrome als robust und schnell erlebt, wenn auch ExpressVPN manchmal die Nase beim Tempo vorn hatte.

Image

ExpressVPN informiert über die Server-Standorte auf der Website (Stand: Oktober 2018)

Sofern also kein konkretes Land unter den Serverstandorten ist, das ihr vermisst, wird die Auswahl hier keinen Unterschied machen. Was aber für einige unter euch die Entscheidung beeinflussen wird, sind die gleichzeitig erlaubten Verbindungen.

Unter ExpressVPN könnt ihr gleichzeitig drei Geräte schützen, bei NordVPN sind es doppelt so viele. Wenn ihr den Account nur für euch nutzt, kommt ihr also mit ExpressVPN meist gut aus. Solltet ihr aber in Erwägung ziehen, über einen Account die Geräte der Familie im Urlaub zu schützen, kann es mit drei Verbindungen eng werden. Hier zeigt sich NordVPN wie schon bei der Preisgestaltung wesentlich großzügiger.

Wenn sich die Protokolle, der Support und die Apps auch nur geringfügig unterscheiden, ein oder zwei Alleinstellungsmerkmale gibt es unter den Funktionen doch.

NordVPN bietet euch seit kurzem Double-VPN. Und es ist ziemlich genau das, wonach es klingt: Euer Traffic wird über zwei anstatt nur einen VPN-Server übermittelt, um euch zusätzlichen Schutz zu bieten. Dabei weist NordVPN selbst darauf hin, dass diese Funktion nur in Ausnahmefällen notwendig sein wird.

Nützlich ist diese Funktion beispielsweise für Journalisten oder politische Blogger, die in Staaten mit autoritären Regierungen Recherche betreiben. Insgesamt stehen hierfür 19 Server-Kombinationen zur Verfügung, darunter Kanada/USA, Niederlande/Russland und Schweden/Niederlande.

Laut einigen Berichten und meiner persönlichen Erfahrung müsst ihr allerdings die App von der Website des Anbieters herunterladen, nicht aus dem App Store. Andernfalls seht ihr die Server zur doppelten Absicherung nicht. Wie der vergleichsweise umständliche Zugang zum Support spricht das dafür, dass NordVPN häufig die Sicherheit wichtiger ist als die Benutzerfreundlichkeit.

Image

Seit kurzem bietet NordVPN eine sogenannte „Double-VPN“-Funktion als zusätzlichen Schutz an

ExpressVPN bietet keine vergleichbare Funktion. Dafür glänzt der Konkurrent durch Split-Tunneling. Das bedeutet im Klartext, dass ihr der App mitteilen könnt, welche eurer Programme über die VPN-Verbindung laufen sollen und welche unverschlüsselt bleiben. Der Vorteil: Ihr benötigt weniger Bandbreite und könnt gleichzeitig lokale und durch Geo-Blocking gesperrte ausländische Angebote nutzen. Auch bleibt der Zugang zu euren Netzwerk-Geräten wie dem Drahtlosdrucker daheim aufrechterhalten, während ihr in fernen Landen surft.

Ein potentieller Nachteil von Split-Tunneling können DNS-Leaks sein. Allerdings finden sich dazu keine Klagen in den Foren. Das Problem scheint also bei ExpressVPN selten zu sein und ist auch in unseren Tests noch nicht vorgekommen.

Bei manchen Servern hatte ich zwar meine liebe Not mit der Geschwindigkeit, trotzdem geht der Punkt für Sicherheit und Protokolle für mich klar an NordVPN. Gerade Double-VPN und die gleichzeitige Verbindung mehrerer Geräte sind Funktionen, die nur wenige unter euch brauchen werden. Die Szenarien, die sie aber erfordern, finden in NordVPN sogar ein preisgünstiges Gegenstück.

Geschwindigkeit

Als Anwendungsbeispiel nutze ich gerade bei den Geschwindigkeitstests gerne die USA. Schließlich bleibt das Informationsangebot in den Staaten einer der Hauptgründe für die Verwendung eines VPN-Clients. Die DSGVO wird diese Tendenz wohl noch einmal verstärken, weil jetzt sogar Zeitungen von europäischen Kunden mehr Geld für ihre Abos verlangen.

ExpressVPN Speedtest vorher

ExpressVPN im Speedtest vorher

ExpressVPN Speedtest USA

ExpressVPN Speedtest USA

Speedtest NordVPN USA

Speedtest NordVPN USA

In meinem Test war ExpressVPN in den USA einen Tick schneller. Auch hat NordVPN ein wenig holprig verbunden. Ganz anders war es beim schwedischen Server: Hier hatte NordVPN die Nase ganz klar vorne. Offenbar hat sich der Serverausbau im letzten Jahr schon gelohnt. Den Geschwindigkeiten merkt man nur noch selten einen Unterschied an. Wenn euch ein bestimmter Standort am Herzen liegt, solltet ihr am besten ausprobieren, wie die Verbindung auch abhängig von eurer eigenen Leitung abliefert.

Ganz gleich, ob ihr euren VPN zum Streamen oder bloß zum Surfen nutzt, in dem Fall liegt für mich ExpressVPN knapp vorne. Im Schnitt verbindet sich der Client einfach schneller, wenn auch die Übertragungsrate bei NordVPN manchmal höher ist. In anderen Tests auf dem iPhone und unter Android haben wir schon bemerkt, dass ExpressVPN immer ein wenig flotter unterwegs ist. Dieser Punkt geht also gerade noch an ExpressVPN.

ExpressVPN

VORTEILE

  • Bitcoin als Zahlungsmethode
  • Flexible Bedienbarkeit
  • Sehr guter und umfassender Support
  • Enorme Breite der Serverstandorte

NACHTEILE

  • Teure Tarifstufen im Vergleich zur Konkurrenz
  • Etwas unübersichtliche Auflistung der Verbindungsmöglichkeiten
Tarife prüfen

Produkteigenschaften

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.expressvpn.com
Serverstandorte145 Standorte in 94 Ländern weltweit
Aktiv seit2009
Netflix kompatibel
Torrenting und Filesharing erlaubt
Geräteanzahl pro AccountMaximal drei Geräte
Deutsche Benutzeroberfläche
ProtokolleOpenVPN, L2TP/IPSec, PPTP und IKEv2

Streaming

Einer der großen Anwendungsfälle für VPN-Clients ist und bleibt das Streamen. Der größte Anbieter auf diesem Gebiet bleibt wahrscheinlich Netflix, allerdings ziehen auch Amazon und YouTube mit unbegrenzten Aufnahmen, Sportkanälen, eigenen Serien und Inhalten aus dem amerikanischen Kabelfernsehen nach. Nur sind diese selten für den internationalen Markt bestimmt. Ein Grund mehr, die VPNs hier noch einmal gegeneinander antreten zu lassen.

Beim Streaming bin ich ganz ehrlich überrascht worden. Aufgrund früherer Tests hätte ich erwartet, dass NordVPN auch hier Staub schlucken muss. Nichts dergleichen, eher im Gegenteil. Ich habe beide Anbieter auf zwei Plattformen und mit zwei verschiedenen Servern ausprobiert und NordVPN hat voll abgeliefert.

Hier könnt ihr NordVPN 30 Tage kostenfrei testen.

Zuerst habe ich YouTube aufgerufen. Die wenigsten denken zwar bei VPN-Anwendungen an YouTube, allerdings stehen viele der Funktionen wie Live-Fernsehen und Aufnahme-Funktionen nur US-Bürgern zur Verfügung. Zu meiner Begeisterung habe ich dank NordVPN auch das Live-Werbebanner für diese Funktionen gesehen.

Nordvpn Youtube TV

YouTubeTV unter NordVPN

ExpressVPN hat hier gemischte Ergebnisse geliefert. Beim ersten amerikanischen Server gab es ruckelnde Vorschaubilder, beim zweiten Anlauf lief dann alles fehlerfrei wie auch bei NordVPN.

Netflix hat dagegen ein klareres Bild geliefert. Während NordVPN mir hier erlaubt hat, sowohl das schwedische als auch das amerikanische Programm ohne Probleme und Proxy-Sperre abzurufen, lief unter ExpressVPN in beiden Fällen nichts.

Netflix Test ExpressVPN

Proxy-Sperre unter ExpressVPN

Der Punkt für’s Streaming geht also ganz klar an NordVPN. Sowohl bei der Geschwindigkeit als auch in Sachen der bloßen Funktion. Auch wenn ExpressVPN hier früher gute Ergebnisse geliefert hat, muss ich zugeben, dass die Konkurrenz mittlerweile nachlegt.

Benutzerfreundlichkeit

Kommen wir zur Benutzerfreundlichkeit, für mich gerade bei technisch komplexen Apps wie VPNs einer der wichtigsten Punkte. Nicht jeder wirft im Alltag mit PPTP, Logs und dem Kill Switch um sich. Umso wichtiger ist daher, wie deutlich die Apps mit euch kommunizieren. Schließlich sollt ihr unabhängig von euren Vorkenntnissen möglichst nachvollziehen können, was passiert.

Zugang zum Support

Beide Apps geben euch die Möglichkeit, aus den Einstellungen heraus den Support zu kontaktieren. So müsst ihr nicht erst googeln und die E-Mail-Adresse des Providers herausfinden. Trotzdem gibt es hier Unterschiede.

Unter „Help“ – nicht vergessen, NordVPN gibt es nur in englischer Sprache – listet die App alle Optionen. Zwei von dreien sind jedoch zunächst für eure Information gedacht, nicht zum Kontakt.

In der „Knowledge Base“ ist NordVPNs Webseite für den Start und die wichtigsten Informationen verlinkt. Der „Activity Log“ kann dem Support-Mitarbeiter unter Umständen helfen, nachzuvollziehen, was passiert ist, wenn Probleme auftreten. Und über den dritten Link „E-Mail-Support“ könnt ihr logischerweise den Support via E-Mail kontaktieren. Damit hat NordVPN die wichtigsten Funktionen abgedeckt.

ExpressVPN liefert hier aber noch mehr. Im Hilfe-Menü ist zunächst die Support-Website verlinkt. Diese liefert aber schon mehr Optionen als die von NordVPN. Neben den üblichen Bedienungsanleitungen wie bei NordVPN könnt ihr einen Live-Chat mit einem Mitarbeiter beginnen, eine E-Mail an den Support schicken oder ein Feedback-Formular eröffnen.

Weiter geht es mit der programm-internen Kontakt-Option. Diese öffnet ein Textfenster, in dem ihr eure Nachricht verfassen könnt. Zusätzlich steht euch nur noch die Möglichkeit offen, eure Logs über die letzten Verbindungsfehler automatisch mitzusenden. Dadurch weicht die Oberfläche nur minimal von derjenigen NordVPNs ab, allerdings ist der Ablauf hier um Welten benutzerfreundlicher.

Schließlich stehen euch unter dem Hilfe-Menü ein IP-Adressen-Prüfer, ein DNS-Leak-Test und allgemeine Informationen zu ExpressVPN zur Verfügung. Der Punkt für den Weg zum Support geht also klar an ExpressVPN.

Navigation und Anwendungsoberfläche

Neben dem Zugang zum Support treffen die Hersteller der VPNs zahlreiche weitere Entscheidungen, die sich auf die Anwendungsoberfläche auswirken. Hier beschreiten die Anbieter verschiedene Wege. Während NordVPN versucht, alles in einem Fenster unterzubringen, teilt ExpressVPN die Informationen auf je einzelne Fenster auf.

Euer Log, Protokolleinstellungen, Kontakt zum Support – alles öffnet in ExpressVPN ein separates Fenster. Auch die Browser-Plug-ins unterstützen diese Design-Entscheidung. Der Plug-in für ExpressVPN ist letztlich nicht viel mehr als ein An-Aus-Schalter, während NordVPN eine Sparversion des Programms liefert, die sogar eigenständig ohne die App laufen kann.

Viele der erwähnten Punkte sind eine Geschmacksfrage. Allerdings empfinde ich persönlich die Lösung von ExpressVPN als intuitiver. Auch sind viele Zusatzfunktionen, die bei NordVPN und anderen VPNs über externe Web-Apps und Zusatzprogramme getestet werden müssen, in ExpressVPN integriert. Zudem sind die Support-Angebote bei ExpressVPN auch auf Deutsch zu haben. Für viele irrelevant, für manche unter euch aber das wichtigste Argument überhaupt.

Kurz und gut, der Punkt für die intuitive Bedienoberfläche und leichten Zugang zum Support geht ohne jede Frage an ExpressVPN. Hier hat NordVPN noch ganz klar Nachholbedarf.

 ExpressVPNNordVPN
Tarife und KostenLohnt sich vor allem bei kleineren Zeitfenstern (6 Monate)Wird mit längerer Laufzeit im Vergleich nur günstiger (ab 1 Jahr)
Serverauswahl und FunktionalitätSplit-TunnelingGrößere Serverauswahl, 6 gleichzeitige Verbindungen, Double-VPN
StreamingGute Basis bei kleinen RucklernMittlerweile zuverlässiger & schneller
Support und Bedienoberfläche

  • Hilfe-Menü

  • Live-Chat

  • E-Mail-Support

  • Automatischer Log-Versand

  • Deutschsprachig

  • Intuitive Oberfläche

  • Zusatzfunktionen bereits integriert


  • Knowledge-Base

  • Aktivitätslog

  • E-Mail-Support

  • Englischsprachig

  • Vergleichsweise umständliche Oberfläche

Gesamtfazit

Also welcher von beiden soll es werden? Nun, wer mitgezählt hat, sieht NordVPN in diesem Rennen ganz klar vorne. Bei Preis, Sicherheit und Streaming war es ein ganz klares Rennen. Die erhöhte Sicherheit durch Double-VPN, vergünstigte Jahres-Abos und überzeugende Ergebnisse bei YouTubeTV und Netflix sprechen für sich.

VORTEILE

  • Sehr günstig
  • Hohe Geschwindigkeit & genügend Serverstandorte
  • Beachtliche Benutzerfreundlichkeit
  • Eigene Features wie DoubleVPN oder Smartplay-Service
  • Maximal 6 Geräte pro Account

NACHTEILE

  • Support nur auf Englisch verfügbar, teils sprachlich falsche Übersetzungen

NordVPN

2,75 USD pro Monat (bei Zahlung von 99,00 USD für 36 Monate)

Bei der Geschwindigkeit dagegen mögen eure Ergebnisse von meinen abweichen. Und wie wir ja gesehen haben, lag bis vor kurzem gerade bei der Geschwindigkeit ExpressVPN in vielen Vergleichen noch vorne. Wenn also die Geschwindigkeit für euch besonders entscheidend ist, empfehle ich euch, beiden VPN-Diensten einen 30-tägigen Probelauf zu geben. Anschließend könnt ihr entscheiden, wer bei eurem Setup besser abschneidet.

Wenn also der Support oder die Anwendungsoberfläche für euch besonders wichtig sind, solltet ihr auf jeden Fall trotzdem einen Blick auf ExpressVPN werfen. Je nach Gerät und Einsatz-Szenario werdet ihr vielleicht positiv überrascht. Und der Support ist ganz klar umfassender als bei NordVPN.

Trotzdem haben wir mit NordVPN einen klaren – wenn auch in manchen Punkten überraschenden – Gewinner. Um jetzt gleich NordVPN selbst zu testen, klickt auf den Link und probiert es selbst aus!

Author

von Florian

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