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von Sebastian

Zuletzt aktualisiert am: 15. Juni 2019

Dropbox Alternativen

5+1 Dropbox-Alternativen: Diese Anbieter solltet ihr kennen

Dropbox ist zu Recht ein beliebter Service und der meistgenutzte Cloud-Speicher-Dienst für Privatnutzer. Zu Recht zum einen deshalb, weil Dropbox als Pionier wesentlich dazu beigetragen hat, das Konzept Cloud Speicher bekannt zu machen und auf dem Markt zu etablieren.

Zum anderen ist es einfach ein guter Service: schnell, praktisch, leicht zu bedienen und bei kleineren Datenmengen völlig kostenlos.

Doch kein einzelner Anbieter kann es allen Menschen gleichermaßen Recht machen, und speziell mit Dropbox sind auch einige Fragezeichen verbunden:

Daneben hängt es von euren Bedürfnissen und Gewohnheiten ab, ob Dropbox der richtige Anbieter für euch ist. Vielleicht habt ihr ja besondere Ansprüche bei der Synchronisation oder Zusammenarbeit, wünscht euch eine voll verschlüsselte Cloud oder braucht mehr kostenlosen Speicherplatz.

Auch auf dem Markt der Cloud-Speicher zeigt sich, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Denn obwohl die Grundidee von Dropbox bei den meisten Anbietern wiederzuerkennen ist, setzen viele Konkurrenten interessante eigene Schwerpunkte und übertrumpfen Dropbox in verschiedenen Aspekten.

Daher stelle ich euch in diesem Artikel fünf Dropbox-Alternativen vor, die jeweils mit verschiedenen Vorzügen glänzen und – immer abhängig von Geschmack und Bedarf – eine Empfehlung allemal verdienen und wert sind.

Cloud-Speicher im Vergleich

Vorab ein paar Worte zu den Kriterien, nach denen ich die fünf Empfehlungen ausgewählt habe und Cloud-Speicher grundsätzlich bewerte. Wenn ihr euch genauer einlesen wollt, empfehle ich unseren umfassenden Artikel Die besten Cloud-Speicher: Test und Vergleich.

Die wichtigsten Bewertungskriterien für Cloud-Speicher sind:

Speicherplatz und Kosten

Es macht Sinn, diese beiden zusammen zu beurteilen, denn für mehr Geld bekommt ihr überall auch mehr Speicherplatz. Da die Anbieter ihre Speicherplatz-Kontingente unterschiedlich einteilen, hängt es stark von eurem Speicher-Bedarf ab, welcher Anbieter für euch am günstigsten ist. Dies solltet ihr bei der Auswahl also in Betracht ziehen.

Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit

Mehr Funktionen bei einem Online-Service können nicht schaden – oder doch? Sie können den Service auf jeden Fall unübersichtlicher machen und dem Nutzer damit eine steilere Lernkurve abverlangen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie nützlich die zusätzlichen Features sind. Dies wiederum ist individuell unterschiedlich – einer kann sie gut gebrauchen, für den anderen sind sie nur Ballast. Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang sollten daher immer in eure Bewertung eines Cloud-Speichers einfließen.

Datenschutz und Sicherheit

Die Vorstellung, persönliche Daten über das Internet en masse einem fremden Unternehmen zu überantworten, weckt bei vielen ein mulmiges Gefühl. Das ist sehr berechtigt – wir sollten uns unbedingt bewusst machen, was mit unseren Daten online passiert und welche Risiken wir mit unserem Nutzungsverhalten eingehen. Daher sind Datenschutz und Sicherheit fundamental wichtige Kriterien zur Beurteilung eines Cloud-Speichers. Dabei meine ich mit Datenschutz mehr die gesetzlichen und selbst geschaffenen Regeln, an denen sich die Anbieter beim Umgang mit Nutzerdaten orientieren. Sicherheit bezieht sich dagegen auf die genutzte technische Sicherheitsarchitektur, vor allem in Form von Verschlüsselung.

5 tolle Dropbox-Alternativen

Die oben aufgezählten Kriterien solltet ihr immer berücksichtigen, wenn ihr Cloud-Speicher vergleicht und auswählt. Trotzdem kann es natürlich sinnvoll sein, je nach Bedarf unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen.

Während Dropbox als Marktführer so etwas wie die goldene Mitte oder der beste Kompromiss zwischen den Vorzügen ist, den ein Cloud-Speicher haben kann, zeigen die Konkurrenten ganz unterschiedliche Stärken – und Schwächen. Die Grundfunktionen eines Cloud-Speichers sind mit den hier ausgewählten Empfehlungen alle abgedeckt:

  • Automatische Synchronisation
  • Daten teilen
  • Zusammenarbeit

Doch jeder Anbieter hat noch ein Extra oder auch mehrere, die darüber hinausgehen und ihn so besonders bei bestimmten Anforderungen attraktiv machen – etwa bei hohen Ansprüchen an den Datenschutz, den Service oder die Flexibilität der Synchronisierungs-Einstellungen.

Sync: Dropbox-Alternative mit umfassender Verschlüsselung

Sync ist ein Cloud-Speicher-Anbieter aus Kanada, der in Funktionen und Bedienung stark an Dropbox angelehnt ist. Das wesentliche Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmal gegenüber Dropbox ist die vollständige Verschlüsselung aller Cloud-Daten im Rahmen einer Zero-Knowledge-Architektur.

Firmensitz und ServerstandortKanada
Kostenlose Option5 GB
BezahloptionAb 8,00 Dollar / Monat für 2 TB
BetriebssystemeMac und Windows
Mobile AppiOS, Android

Das heißt: Auch ein Mitarbeiter von Sync oder ein hypothetischer Hacker, der sich Zugang zum System verschafft hat, kann eure Daten nicht entschlüsseln, denn das geht nur mit eurem Passwort.

Dementsprechend ist die Zero-Knowledge-Sicherheit nur dann in Kraft, wenn ihr die Passwort-Wiederherstellung deaktiviert. Sync lässt euch hier die Wahl. Mit aktivierter Passwort-Wiederherstellung habt ihr eine Absicherung, dass nicht alle eure Daten futsch sind, wenn ihr euer Passwort verliert, aber dafür muss eben das Passwort auf dem Sync-Server gespeichert sein und es ist theoretisch möglich, dass Unbefugte an eure Daten kommen.

Sync Web Interface

Sync: So sieht’s von innen aus

Abgesehen von der überlegenen Sicherheitstechnik hat Sync große Ähnlichkeit mit Dropbox. Eine Sync-Software zum Herunterladen gleicht automatisch die Inhalte eines dafür angelegten Sync-Verzeichnisses mit der Cloud ab, und dies geht auch auf mehreren Rechnern gleichzeitig.

Hier könnt ihr euch für Sync anmelden

Auch die Optionen zum Teilen und Zusammenarbeiten sind im Wesentlichen die gleichen wie bei Dropbox. Es gibt zum einen die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Sync-Nutzern auf geteilte Verzeichnisse zuzugreifen, was eine sehr bequeme technische Lösung für die Zusammenarbeit an bestimmten Dateien ist.

Zum zweiten könnt ihr Links auf Cloud-Dateien verschicken und dadurch den Empfängern einen Download ermöglichen. Für zahlende Kunden bieten sich für solche Links einige differenziertere Einstellungen wie die Festlegung eines Verfallsdatums, eines Download-Limits oder die Erteilung einer Upload-Erlaubnis.

Apropos zahlende Kunden: Sync bietet 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos und 2 Terabyte für 8,00 Dollar im Monat. Es gibt günstigere Monatspreise, doch die entsprechenden Pakete bieten selten so viel Speicherplatz. Bei Dropbox kostet das günstigste Paket, das über die 2 Gigabyte im Gratispaket hinausgeht, 8,25 Euro und enthält 1 Terabyte Speicherplatz.

Sync ist also eine tolle Lösung für euch, wenn ihr mit der Funktionalität von Dropbox im Wesentlichen zufrieden seid, aber ein höheres Sicherheitsniveau wollt. Diesen Wunsch erfüllen euch die Kanadier mit Bravour und zu einem günstigen Preis.

Weitere Details könnt ihr unserem ausführlichen Sync Test entnehmen.

Vorteile

  • Umfassende Verschlüsselung
  • 2 TB für günstige 8 Dollar

Nachteile

  • kein Support auf Deutsch

pCloud: vielseitiger und sicherer Cloud-Speicher aus der Schweiz

Auch pCloud bietet eine volle Verschlüsselung der Cloud-Daten an und überrundet damit Dropbox bei der Datensicherheit. Darüber hinaus zeichnet sich pCloud durch einen deutlich größeren Funktionsumfang aus und ist eine rundum sympathische Dropbox-Alternative. Wenn es euch um kleinere Datenmengen geht, kommt ihr hier günstiger weg als bei Sync: 500 Gigabyte Speicherplatz gibt es ab 3,99 Euro im Monat.

Firmensitz und ServerstandortSchweiz
Kostenlose Option5 GB
BezahloptionAb 3,99 Euro / Monat mit lokaler Verschlüsselung
BetriebssystemeLinux, Mac und Windows
Mobile AppiOS, Android, Windows Mobile

Anders als bei Sync ist bei pCloud nicht grundsätzlich der ganze Cloud-Inhalt verschlüsselt. Stattdessen gibt es im Cloud-Ordner standardmäßig einen Unterordner namens “Crypto”, dessen Inhalt verschlüsselt ist. Das macht sich im Alltag etwa dadurch bemerkbar, dass ihr euer Crypto-Passwort eingeben müsst, um den Inhalt des Ordners unverschlüsselt anzuzeigen. Solange das nicht geschehen ist, sieht es in der lokalen Dateiverwaltung so aus, als wäre Crypto leer.

pCloud Web Interface

Dateiansicht im Webinterface von pCloud

Eine eingebaute Verschlüsselungslösung ist immer ein starkes Feature für einen Cloud-Speicher. Bei vielen Konkurrenten gibt es so etwas nicht und ihr müsst euch mit einer separaten Verschlüsselungssoftware oder Boxcryptor behelfen, wenn ihr eure Daten sicher schützen wollt. Indem pCloud euch jederzeit die Wahl lässt, Dateien unverschlüsselt oder verschlüsselt (in Crypto) zu speichern, bietet der Dienst euch maximale Flexibilität bei der Abwägung zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit.

Noch eine Besonderheit: pCloud legt euer lokales Gegenstück zum Cloud-Speicher als virtuelles Laufwerk an. Die Cloud sieht in eurer Dateiverwaltung also etwa so aus wie eine externe Festplatte oder ein USB-Speicher.

Der Witz dabei ist, dass die Cloud-Daten standardmäßig gar nicht lokal gespeichert sind, sondern nur in der Cloud. Über das virtuelle Laufwerk könnt ihr sie aber jederzeit anzeigen, öffnen und bearbeiten, als wären sie auf eurer Festplatte gespeichert. Dafür sorgt die Online-Verbindung mit der Cloud sowie ein lokaler Cache.

Mit dieser Lösung könnt ihr Platz auf eurer primären Festplatte sparen beziehungsweise diesen erweitern, indem ihr das virtuelle pCloud-Laufwerk wie eine zusätzliche Festplatte benutzt. Das ist praktisch und komfortabel – hat nur eben den Haken, dass ihr ohne Internetverbindung nicht auf die Daten zugreifen könnt.

Doch auch hier bietet pCloud ein Maximum an Flexibilität: Ihr könnt eure Daten auch synchronisieren und damit pCloud wie Dropbox und jeden anderen Cloud-Speicher verwenden. Nicht nur das: pCloud ermöglicht auch eine Synchronisation von Verzeichnissen an jedem beliebigen Ort auf der Festplatte. Beim Dropbox-Prinzip bleibt die Synchronisation bekanntlich auf den zentralen Dropbox-Ordner beschränkt.

Auch beim Teilen und Zusammenarbeiten bietet pCloud alles, was man als Dropbox-Kenner erwarten würde, und teilweise mehr. Bei den Funktionen zum Wiederherstellen von Dateien geht pCloud weit über Dropbox hinaus: Mit dem Feature “Rewind” könnt ihr sämtliche Daten in eurer Cloud auf einen früheren Speicherstand zurücksetzen.

Fazit: pCloud ist ein vielseitiger und leistungsstarker Cloud-Speicher für wenig Geld und gehört in jeder Hinsicht zu den besten Anbietern auf dem Markt.10 bis maximal 20 Gigabyte bekommt ihr übrigens kostenlos, so dass ihr den Service jederzeit selbst testen könnt.

Weitere Details und Screenshots findet ihr in unserem umfassenden pCloud Test.

Vorteile

  • Optionale Verschlüsselung
  • Flexible Synchronisierung beliebiger Verzeichnisse
  • Speicherplatz sparen mit virtuellem Laufwerk

Nachteile

  • kein Support auf Deutsch

Strato HiDrive: Sichere Bank aus Deutschland

Als führender Webhoster mit 20 Jahren Erfahrung auf dem deutschen Markt ist Strato kein unbeschriebenes Blatt. Das ist natürlich etwas wert, wenn es darum geht, einem Anbieter persönliche Daten anzuvertrauen, denn behaupten kann ein Unternehmen viel. Eine 20-jährige Erfolgsgeschichte ohne Datenschutzskandale sagt mehr aus als ein bloßes Versprechen.

Firmensitz und ServerstandortDeutschland
Kostenlose Option5 GB (unter free-hidrive.com)
BezahloptionAb 2,00 Euro / Monat + 10,00 Euro Einrichtungsgebühr
BetriebssystemeMac und Windows
Mobile AppiOS, Android

Dazu kommen Vorteile der Datensicherheit, die sich mit dem Hosting in Deutschland verbinden: Kein Zugriff der US-Geheimdienste, die strengen deutschen Datenschutzvorschriften und im Fall von Strato eine jährlich erneuerte TÜV-Sicherheits-Zertifizierung.

Strato HiDrive Web Menu

Übersichtliche Cloud-Ansicht: Strato HiDrive

In unserem Strato HiDrive Test ist der Anbieter außerdem mit seinem sehr guten Support angenehm aufgefallen. Mit schnellem und persönlichem Support könnt ihr umso weniger rechnen, je größer ein Cloud-Anbieter ist, und bei Unternehmen im Ausland bekommt ihr üblicherweise keinen Support auf Deutsch. Wenn ihr also Wert darauf legt, dass auf Unternehmensseite jemand für euch ansprechbar ist, solltet ihr Strato HiDrive in die engere Auswahl nehmen.

Die Cloud-Dienstleistungen von Strato sind modular aufgebaut. Die Angebotspalette beginnt mit 100 Gigabyte Speicherplatz für 2,00 oder 3,00 Euro im Monat, je nachdem, ob ihr monatlich zahlt oder ein Jahresabo abschließt.

Natürlich gibt es teurere Pakete mit mehr Speicherplatz. Daneben könnt ihr aber auch weitere Leistungen und Features dazubuchen, zum Beispiel eine Backup-Funktion für Computer und mobile Endgeräte, ein Protokollpaket für den Zugriff über WebDAV, SMB, FTP und andere Protokolle oder eine Team-Funktion für die Zusammenarbeit (mehr zu diesen Protokollen gibt’s in unserem Cloud Speicher Glossar)

Genau: Die Zusammenarbeit ist hier anders organisiert als bei Dropbox und den meisten anderen Cloud-Anbietern. Wenn ihr gemeinsam mit anderen Personen in der Cloud Dateien bearbeiten wollt, müsst ihr bei Dropbox darauf setzen, dass diese Personen ebenfalls Dropbox-Accounts haben oder auf eure Anregung hin welche eröffnen.

Bei Strato HiDrive dagegen würdet ihr in diesem Fall ein Team-Paket buchen. Damit könnt ihr die Betreffenden einladen, sich einen Nutzer-Account zu erstellen, der eine Art Gastzugang unter eurem Account ist. Alle eingeladenen Team-Mitglieder haben ihr eigenes Verzeichnis und Zugriff auf ein gemeinsames. Als Besitzer des Accounts könnt ihr die Berechtigungen der einzelnen Mitglieder differenziert einstellen.

Ein Paket für 5 Nutzer kostet 10,00 Euro im Monat. Wollt ihr 10 Personen einladen, könnt ihr für 20,00 Euro zwei solche Pakete buchen und so weiter.

Das Prinzip hat den Vorteil, dass ihr nicht darauf angewiesen seid, dass die anderen ihre eigenen Accounts haben. Die Hemmschwelle ist niedriger, der Einladung zu folgen und sich anzumelden, weil dies für die Empfänger kostenlos und anonym ist. Der Nachteil ist natürlich, dass ihr für die anderen mitbezahlt.

Wie erwähnt könnt ihr bei HiDrive auch für wenig Geld eine Backup-Funktion dazubuchen. Das ist ein starker Vorteil, denn die Kombination aus Cloud-Speicher und Online-Backup bietet in Deutschland sonst niemand, und eine Backup-Lösung sollte jeder haben, um Stress und Probleme durch Datenverlust zu vermeiden.

Beide Lösungen, Cloud und Backup, beim selben Anbieter zu verwenden, empfiehlt sich nicht immer, da die Kombi-Lösungen im Detail oft weniger bieten als spezielle Dienste, die sich auf eines der beiden beschränken. Bei Strato HiDrive ist aber beides solide gelöst und die Kombination durchaus empfehlenswert.

Vorteile

  • Flexibles Preismodell
  • Online-Backup zusätzlich buchbar
  • Serverstandort in Deutschland
  • deutscher Support

Nachteile

  • keine Verschlüsselung
  • etwas steilere Lernkurve

Luckycloud: Leistungsstarke Lösung für hohe Ansprüche

Luckycloud ist ebenfalls ein Anbieter aus Deutschland, der in hohem Maß eigene Wege geht und vom Dropbox-Format abweicht. Stark ist bei Luckycloud vor allem der sehr große Funktionsumfang bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau. Im Test hat Luckycloud außerdem mit enorm hohen Übertragungsraten geglänzt und sich somit rundum als technisch ausgereifte Lösung gezeigt.

Firmensitz und ServerstandortDeutschland
Kostenlose Optionx
BezahloptionAb 2,00 Euro/Monat für 10 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobile AppiOS, Android

Der einzige wirkliche Nachteil ist, dass Luckycloud bei größeren Datenmengen sehr teuer wird. Einsteiger bekommen etwa 10 Gigabyte für 2,00 Euro im Monat oder 50 Gigabyte für 7,00 Euro im Monat.

Luckycloud Web Interface

Luckycloud organisiert eure Daten in Bibliotheken

Das ist für einen sehr guten und sicheren Service okay, wenn euch diese Mengen reichen. Bei pCloud bekommt ihr zwar 10 Gigabyte gratis, aber das ist kein fairer Vergleich, da im kostenlosen pCloud-Account der Funktionsumfang eingeschränkt und eindeutig kleiner ist als bei Luckycloud.

Doch wie gesagt bekommt ihr bei pCloud 500 Gigabyte für rund 4,00 Euro im Monat – und die gleiche Menge würde bei Luckycloud 20,00 Euro im Monat kosten. 2 Terabyte, die ihr bei Sync für 8,00 Dollar im Monat bekommt, schlagen hier mit 80 Euro im Monat zu Buche.

Das ist gemessen an den üblichen Marktpreisen absurd. Bei kleineren Datenmengen sind die Preise aber relativ normal und durch die starken Funktionen des Anbieters mehr als gerechtfertigt.

Für die Synchronisation benutzt Luckycloud keine eigene Software, sondern eine Open-Source-Lösung namens Seafile. Seafile organisiert eure Cloud-Daten in sogenannten Bibliotheken. Diese Bibliotheken könnt ihr euch ungefähr wie Ordner der obersten Verzeichnisebene vorstellen.

Ihr könnt für jede Bibliothek festlegen, ob sie verschlüsselt sein soll oder nicht. Bei verschlüsselten Bibliotheken habt ihr volle Zero-Knowledge-Sicherheit.

Außerdem kann jede Bibliothek ihre eigenen Synchronisierungs-Einstellungen haben und beispielsweise in individuell eingestellten Zeitintervallen mit einer individuell eingestellten Auswahl von verbundenen Rechnern synchronisiert werden.

Wenn ihr Seafile auf dem Rechner installiert habt, könnt ihr bequem mit wenigen Klicks aus jedem beliebigen Ordner auf eurem Rechner eine Luckycloud-Bibliothek in der Cloud erstellen. Diese Bibliothek steht dann für den Download auf andere Rechner bereit, die mit eurem Account verbunden sind. Ihr seid also nicht wie bei Dropbox an ein einziges Verzeichnis gebunden, sondern völlig frei bei der Auswahl von Verzeichnissen für die Synchronisierung.

Die Zusammenarbeit ist hier ähnlich gelöst wie bei Strato, und zwar über Gast-Accounts im Rahmen eines Accounts, der Plätze für weitere Team-Mitglieder gebucht hat.

Ungewöhnlich mächtig sind die Möglichkeiten der Wiederherstellung von Daten: Luckycloud speichert gelöschte Dateien und frühere Versionen bearbeiteter Dateien zeitlich unbegrenzt, sofern ihr sie nicht manuell löscht. Die Archivierung läuft auf Bibliotheks-Ebene. Ihr könnt also jede Bibliothek auf einen Speicherstand zu einem beliebigen früheren Zeitpunkt zurücksetzen.

Die Möglichkeit der Verschlüsselung, die Flexibilität bei der selektiven Synchronisierung, die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und schnelle Übertragungsraten machen Luckycloud zu einer durchweg überzeugenden Cloud-Speicher-Lösung.

Dank des Firmensitzes und Serverstandorts in Deutschland profitiert ihr außerdem von den deutschen Datenschutzbestimmungen und Support in deutscher Sprache. Der einzige Haken ist, dass es bei großen Datenmengen für die meisten Nutzer unrealistisch teuer wird. In unserem ausführlichen Luckycloud Test findet ihr weitere Details und Screenshots.

Vorteile

  • Großer Funktionsumfang
  • Optionale Verschlüsselung
  • Serverstandort in Deutschland
  • deutscher Support

Nachteile

  • etwas steilere Lernkurve
  • bei größeren Datenmengen teuer

Mega: Sicherer Cloud-Speicher mit großzügigem Gratis-Paket

Das auffälligste Alleinstellungsmerkmal des neuseeländischen Anbieters Mega sind die großzügigen 50 Gigabyte Speicherplatz, die hier den Nutzern eines kostenlosen Accounts zur Verfügung stehen. Die meisten Konkurrenten bieten nur 5 bis 10 Gigabyte oder auch noch weniger.

Firmensitz und ServerstandortNeuseeland
Kostenlose Option15 GB
BezahloptionAb 4,99 Euro / Monat für 200 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobile AppiOS, Android und Windows

Das ist aber nicht alles, worauf ihr achten solltet, denn Kostenlos-Angebote und günstige Preise können mit Datenschnüffelei oder Sparsamkeit an den falschen Stellen erkauft sein. Zum Glück ist das bei Mega nicht der Fall.

Mega Cloudansicht

Die Cloud-Ansicht in Mega

Der Service stützt sich auf Open-Source-Software und bietet eine volle Verschlüsselung der Cloud-Daten im Rahmen einer Zero-Knowledge-Sicherheitsarchitektur. Mega kann eure Daten also nicht auslesen oder weitergeben.

Neben dem Sicherheitsniveau und dem kostenlosen Speicherplatz ist auch der Funktionsumfang bei Mega überdurchschnittlich. Dazu gehört beispielsweise die große Flexibilität bei der Synchronisierung, denn ihr könnt jeden beliebigen Ordner auf eurer Festplatte synchronisieren.

Das geht auch mit Luckycloud und pCloud, nicht aber mit Strato HiDrive, Sync oder Dropbox, wo die Synchronisierung auf ein einziges, dafür vorgesehenes Verzeichnis beschränkt ist.

Ich finde diese Freiheit bei der Synchronisierung immer einen großen Pluspunkt, weil sie es ermöglicht, in der gewohnten Verzeichnisstruktur weiterzuarbeiten und gleichzeitig Teile davon mit der Cloud synchronisieren zu lassen.

Bei der Arbeit mit Dropbox müsst ihr ja Dateien erst in den Dropbox-Ordner schieben, wenn ihr sie in der Cloud haben wollt, oder von vornherein im Dropbox-Ordner arbeiten.

Außerdem speichert Mega unbegrenzt gelöschte Dateien und frühere Dateiversionen in einem Papierkorb. Wen die Sorge plagt, durch versehentliches Löschen oder vorschnelles Überschreiben wichtige Daten zu verlieren, der kann hier aufatmen – es geht nichts verloren.

Die Funktionen zum Teilen von Dateien und Zusammenarbeiten an gemeinsamen Ordnern sind mit Dropbox ebenbürtig. Innerhalb eines kostenpflichtigen Accounts könnt ihr verschickte Links mit einem Passwort schützen oder mit einem Verfallsdatum ausstatten.

Die Preise von Mega liegen im Mittelfeld. Das günstigste Paket kostet 4,99 Euro im Monat und enthält 200 Gigabyte, was relativ wenig ist. In dieser Preislage bietet pCloud mehr. für 9,99 Euro im Monat bekommt ihr dann 1 Terabyte. Hier ist wiederum Sync günstiger (2 Terabyte für 8,00 Dollar), wo ihr allerdings mit der Synchronisierung auf den dafür vorgesehenen Sync-Ordner beschränkt bleibt – wie bei Dropbox.

Eine Besonderheit ist hier, dass es Begrenzungen des Transfervolumens gibt. Bei den kostenpflichtigen Abonnements ist dies in Form von Datenmengen pro Monat festgelegt. Beim “Lite”-Paket für 4,99 Euro sind es beispielsweise 1 Terabyte pro Monat.

Bei kostenlosen Accounts richten sich die Transfervolumen nach der aktuellen Auslastung des Systems. Es kann also passieren, dass eure Daten sich nicht sofort synchronisieren. In der Regel werden die Kontingente jedoch spätestens nach 24 Stunden erneuert. Bevor ihr euch mit wichtigen Arbeiten von Mega abhängig macht, solltet ihr den Service also testen – oder gleich ein kostenpflichtiges Paket buchen.

Vorteile

  • Volle Verschlüsselung
  • Großer Funktionsumfang
  • Flexible Synchronisierung beliebiger Verzeichnisse
  • 50 GB kostenlos

Nachteile

  • Begrenzung des Transfervolumens
  • kein Support auf Deutsch

Die +1, Tresorit: Allrounder auf hohem Sicherheitsniveau

Der IT-Markt ist ständigen Updates unterworfen. Damit ihr diese nicht verpasst, müssen auch wir jegliche Neuerungen auf dem Radar haben und unsere Artikel up to date halten. So kommt es, dass wir auch mal einen neuen Anbieter in unsere Bewertungen integrieren, wenn er mit seinen Leistungen hervorsticht. Dieses Mal: Tresorit.

Der Cloud-Dienst aus der Schweiz konnte sich zwar in keiner Kategorie den Testsieg sichern, trotzdem ergattert Tresorit mit der +1 den Zusatzplatz in unserer Bestenliste. Dies liegt an seinem großartigen Allround-Paket. Kaum ein anderer Online-Speicher performt in allen Bereichen so konstant sehr gut wie dieser.

Allerdings nirgends derart erstklassig, dass es punktemäßig für einen Gesamtsieg gereicht hätte. Dennoch, das Interface ist übersichtlich, der Funktionsumfang vielfältig – und vor allem das Sicherheitsniveau befindet sich für Cloud-Anbieter im europäischen Raum auf einem besonders hohen Level.

Firmensitz und ServerstandortSchweiz, EU
Kostenlose Option3 GB
BezahloptionAb 8,33 €/Mo. für 200 GB
BetriebssystemeWindows, macOS, Linux
Mobile AppiOS, Android, Windows Phone, Blackberry

Mit Sitz in der Schweiz agiert Tresorit nach den sehr strengen Datenschutzlinien des Landes. Das klingt schon mal klasse! Wenn ihr also großen Wert auf die Sicherheit eurer Daten legt, seid ihr hier mit der Zero-Knowledge-Architektur und dem TLS Sicherheitsprotokoll beim Upload bestens beraten.

Zuerst war ich bei meiner Recherche zum Test etwas verwundert, dass Tresorit auch eine Zweigstelle in Ungarn besitzt – wo liegen denn nun meine Daten? Diese Intransparenz schreckte mich erstmal ab, doch nach meiner Supportanfrage und einer sehr ausführlichen bzw. transparenten Antwort des Anbieters war ich schlauer und fühlte mich wieder sicher:

Die zwei Standorte des Unternehmens sowie die derzeitige Verteilung der Rechenzentren auf Irland und Niederlande spielen für eure Datensicherheit keine Rolle, da ihr bei Tresorit eure Daten immer direkt auf eurem Endgerät verschlüsselt, bevor ihr sie in die Datenwolke schickt. Außerdem geht ihr einen Vertrag mit der Tresorit AG ein, das vorrangig Gegenstand der Schweizer Rechtsprechung in Sachen Datenschutz ist.
Hier die Antwort des Supports:

Tresorit Support

Der Support ist schnell und kompetent. Tresorit zeigt volle Transparenz beim Umgang mit euren Daten. Aber nur euch gegenüber – so soll es sein

Außerdem hat niemand Einsicht in euren Cloud-Speicher. Wenn ihr eure Schätze dorthin schiebt, verschlüsselt Tresorit eure Daten bereits lokal auf eurem Rechner per sicherem AES-256. Weder die Regierung noch Geheimdienste, nicht mal der Anbieter selbst weiß, was ihr bei ihm lagert – das nenne ich Privatsphäre. Damit liegt hier die beste Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Europas vor.

Tresorit legt seine gesamte Sicherheitsarchitektur sogar in diesem umfangreichen englischsprachigen White Paper offen dar. Das ist immer ein gutes Zeichen: Zwar versteckt der Cloud-Dienst hervorragend eure Daten, sich selbst jedoch nicht hinter leeren Versprechungen.

Tresorit Tresor

So sicher behütet wie das Schweizer Bankgeheimnis: mein erster Tresor und sein professioneller Look

Diese durchweg starken Leistungen lässt sich Tresorit allerdings auch ordentlich vergüten. Mit einem Startpreis von 8,33 Euro monatlich gehört er zwar zu den kostenintensiveren Anbietern, bietet euch dafür aber auch viele gute Funktionen. Ihr schmeißt euer Geld also sicher nicht zum Fenster raus. Wer schweizer Qualität und Diskretion möchte, muss dafür eben bezahlen – das Codewort „bitte“ reicht bei Tresorit leider nicht aus.

Um euch zum Abschluss noch mal einen schnellen Überblick über die Merkmale zu verschaffen, haben wir das Wichtigste in einer Tabelle zusammengefasst:

Vorteile

  • Zero-Knowledge-Sicherheit
  • Schnelle Übertragungsraten
  • Sehr benutzerfreundlich und intuitiv
  • Selektive Synchronisierung
  • Zuverlässige Technik

Nachteile

  • Etwas hochpreisiger
  • Basisfunktionen auch bei bezahltem Zugang eingeschränkt

Wenn ihr es lieber ganz genau wissen möchtet, könnt ihr in unseren detaillierten Tresorit Test schauen.

Zum Schluss noch ein Fun-Fact: Tresorit veranstaltete im Jahr 2014 einen Hacker-Wettbewerb. Wer die Verschlüsselungsmethode knackt und auf Tresorits Server zugreifen kann, sollte anfänglich 10.000, später sogar 50.000 Dollar, Preisgeld erhalten.

Doch selbst nach 468 Tagen ist es niemandem gelungen – auch nicht den Teilnehmern aus Harvard oder dem MIT. Tresorit war also nicht ohne Grund unter den Finalisten des Cybersecurity Excellence Awards 2017 in der Kategorie „Verschlüsselung“.

Fazit: Der Markt hat viel zu bieten

In unseren mobilen Zeiten ist ein Cloud-Speicher eine sehr praktische Sache, ermöglicht er doch, von jedem internetfähigen Gerät aus auf eure Daten zuzugreifen, ohne ständig daran denken zu müssen, die Daten nach der Arbeit auf einem USB-Stick zu speichern und diesen immer dabei zu haben.

Dropbox war hier klar der Vorreiter und ist nach wie vor ein guter Service, der alle wichtigen Aufgaben eines Cloud-Speichers gut erledigt. Doch gelingt es vielen Konkurrenten inzwischen, Dropbox in einzelnen Aspekten zu übertreffen – sei es bei der Sicherheit, beim Kundenservice, beim Funktionsumfang oder einfach beim Preis. Je nachdem, wie ihr euren Cloud-Speicher im Einzelnen nutzen wollt, kann euch einer der Konkurrenten also deutlich mehr bieten als Dropbox.

Die großen Anbieter wie Google Drive, Microsoft OneDrive oder Amazon Drive habe ich hier außen vor gelassen. Diese sind zwar technisch solide, werfen aber Fragen beim Datenschutz auf. Eine volle Verschlüsselung mit Zero-Knowledge-Sicherheit bietet keiner davon.

Wir empfehlen euch daher entweder den kanadischen Anbieter Sync.com oder den pCloud (mit Crypto, wenn euch zero-knowledge Sicherheit wichtig ist).

Vom Prinzip Cloud-Speicher zu unterscheiden ist übrigens ein Online-Backup. Hier geht es weniger um den bequemen Zugriff von unterwegs oder die Zusammenarbeit als um eine umfassende Sicherung eurer Daten für den Fall eines Defekts oder Diebstahls eures Rechners. Mehr darüber erfahrt ihr in unserem schon genannten Überblicksartikel Cloud-Speicher Test.

Author

von Sebastian


12 Kommentare


ilkeali 27. Oktober 2018 um 18:17

lieben Dank

Antworten

Jewgenij 2. April 2019 um 15:07

Danke für die ausführlich Info!

Antworten

Friedrich 23. Juni 2019 um 06:48

Mega guter Artikel. Allein, dass Google drive und one drive fehlen, zeigt die hohe Qualität des Beitrags. Auch die ganzen Einschätzungen und Erklärungen sind super hilfreich. So eine Qualität der Informationen sucht man bei Chip, giga und Co. vergeblich

Antworten

Janine 28. Juni 2019 um 08:29

Sehr guter Artikel, der endlich mal die anderen amerikanischen Anbieter wie Google Drive usw. außen vor lässt.
Gerade für Unternehmen, die in Sachen Datenschutz und DSGVO besondere Anforderungen haben, sind diese ja wirklich keine Alternative.
Ich habe für mein Unternehmen letztes Jahr auch eine neue Cloudlösung gesucht (Onedrive wollte ich aus oben genannten Gründen nicht mehr verwenden) und mir mehrere deutsche Anbieter angeschaut.
Habe hier auch Luckycloud getestet, mich aber dagegen entschieden, weil es mir von Anfang an zu kompliziert war. Inzwischen arbeite ich mit Leitz Cloud und bin bis jetzt sehr zufrieden. Alle meine Geschäftsdaten sind nur in Deutschland gespeichert und im Ernstfall kann man den Kundenservice anrufen, was bei vielen Anbietern leider nicht vorgesehen ist. Klar ist das Angebot für 10€ im Monat etwas teurer, aber dafür hat man auch keine unübersichtlichen Pakete, bei denen dann vielleicht Funktionen eingeschränkt sind.

Antworten

Stephan Raif 25. Juni 2019 um 07:40

Danke! So kann ich den ausufernden Bezahl- und Begrenztmodellen von Dropbox & Co. ein Schnippchen schlagen.

Antworten

Janine 28. Juni 2019 um 08:13

Super Artikel, der andere amerikanische Anbieter wie Google Drive usw. endlich mal außen vor lässt.
Vor allem als Unternehmen muss man in Sachen Datenschutz und Einhaltung der DSGVO besonders aufpassen.
Ich bin deswegen letztes Jahr mit der Leitz Cloud auf einen deutschen Anbieter umgestiegen und bis jetzt sehr zufrieden. Auch wenn die Preise hier (ab 10€ im Monat) teuerer sind, werden viele Funktionen angeboten, die ich bei meiner Arbeit mit Kunden usw. gut einsetzen kann und verschlüsselt werden alle Daten auch. Ich möchte auch ungern geschäftlich mit einer Cloud arbeiten, bei der ich im Ernstfall keinen persönlichen Support bekomme!
Von Luckycloud habe ich davor auch schon gehört, das war mir im Test aber leider zu unübersichtlich.

Antworten

Stephan Raif 28. Juni 2019 um 15:05

Hallo Sebastian,

vielen Dank – super Artikel, danke! Ich habe nun jahrelang mit der Dropbox gearbeitet und finde sie super. Aber die Sicherheit ist halt nur eine Glaubesfrage bei denen, deshalb möchte ich wechseln.

Was ich sehr gut finde und gerne wieder hätte ist das Arbeiten von einem (Dropbox-) Ordner aus, der sowohl in der Cloud als auf der Festplatte gespiegelt wird und von mehreren Rechnern aus genutzt werden kann. Die Rechner aktuallisieren jeweils nach dem Einschalten den (Dropbox-) Ordner und sind immer aktuell. Das hat den großen Vorteil, dass ich (egal mit welchem meiner drei Laptops) auch im Zug offline an meinen Dateien arbeiten kann ohne sie vorher runterzuladen.

Welcher Cloud-Dienst funktioniert denn ähnlich? Vielleicht kannst Du oder einer Deiner Leser mit einen Tipp geben, bevor ich mich durchprobieren muss.

Herzliche Grüße
Stephan

Antworten

Sebastian 1. Juli 2019 um 17:06

Hallo Stephan,

vielen Dank für das Lob! Die Funktion, die du beschreibst, ist eigentlich Standard und bei allen gängigen Cloud-Speichern vorhanden. In den Cloud-Speicher-Tests hier auf Sonntagmorgen handelt davon immer der Abschnitt „Daten synchronisieren und teilen“ (wobei hier das Synchronisieren interessant ist).

Viele Grüße
Sebastian

Antworten

Katharina Bethmann 8. Juli 2019 um 08:46

Hallo Stephan,

mir ging es letztes Jahr ganz ähnlich. Habe Dropbox für mein Unternehmen genutzt, wollte wegen der DSGVO dann aber eine Alternative. Ich arbeite seit einem Jahr mit der Leitz Cloud. Man kann hier seine Daten mit allen Computern, Laptops und dem Handy synchronisieren und arbeitet auch immer in einem Synchronisationsordner. Ich arbeite auch öfter offline und sobald ich wieder Internet habe, werden meine Änderungen gespeichert (Wenn man online arbeitet läuft das sofort).

Ich hoffe das hilft dir weiter!

Schöne Grüße
Katharina

Antworten

Manu 29. Juli 2019 um 15:42

Vielen Dank für diesen toll recherchierten Artikel. Etwas vermisse ich noch. Vielleicht ist das heutzutage kein Thema mehr, aber ich erinnere mich, dass in Vergangenheit bei Cloud-Dienste die Datei-Grösse Beschränkt war. Da ich gerne persönliches Filmmaterial „sichern“ möchte, ist es sehr ungünstig, wenn die Dateigrösse bei z.B. 2GB endet. Könnt ihr dazu etwas sagen?
Vielen Dank. Manu

Antworten

Sebastian 30. Juli 2019 um 10:33

Hallo und vielen Dank! Gute Frage. Die Antwort: Bei Tresorit ist das Maximum 5 (Premium) bis 10 (Solo) GB, alle anderen hier genannten haben kein Limit.

Antworten

Arnd 8. September 2019 um 16:59

Ein toller Artikel mit vielen wertvollen Informationen. Bei luckycloud bin ich über einen Punkt gestolpert, der mir sehr wichtig erscheint: 1GB gibt es dort aktuell für 1€ im Monat inklusive eines Administrator(zugang)s. Wenn man 10 zusätzlichen Personen nur Downloadlinks übermitteln bzw. den Download per Weboberfläche ermöglichen will, ist das für die gebotenen Faktoren wie Datenschutz, Verschlüsselung, Versionierung etc. meiner Meinung nach durchaus günstig.

Jedoch kostet jeder in der Oberfläche zusätzlich angelegte „Benutzer“ monatlich 2,40€ ohne zusätzliches eigenes Volumen zu erhalten oder für den Gesamtaccount hinzuzufügen. Denn nur angelegte „Benutzer“ können über eine der Apps (iOS oder Android) zugreifen oder die Synchronisation für Windows einsetzen. In meinem Anwendungsszenario benötige ich weniger als 1GB Speicherplatz aber 11 Benutzer. Das kostet daher 25€ monatlich: 1€ für noch immer 1GB Speicher und zusätzlich 24€ für weitere 10 Benutzer.

Übrigens: Laut der Online Dokumentation ist es „In der Regel ist es nicht empfehlenswert, den Benutzern privaten Speicherplatz zu geben, da die Benutzer so eigene Bibliotheken erstellen können, zu denen Sie als Administrator ggf. keinen Zugriff erhalten.“ (https://docs.luckycloud.de/de/accountverwaltung/benutzer-erstellen). Das widerspricht meiner Ansicht nach irgendwie dem klaren Fokus von luckycloud auf Kollaboration von „Benutzern“, „Gruppen“ und „Teams“ – allesamt Begriffe aus der Webseite von luckycloud.

Antworten

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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