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von Sebastian

Zuletzt aktualisiert am: 5. January 2018

Cloud Speicher für Fotos

Die 5 besten Cloud-Speicher für Fotos

Ein Cloud-Speicher kann die Verwaltung und das Teilen digitaler Fotos erheblich erleichtern. Viele Fotos entstehen auf Smartphones und sollen später auch auf einem Desktop-Rechner zur Verfügung stehen.

Mit der App eines Cloud-Speichers könnt ihr Fotos und Videos automatisch in die Cloud laden lassen, so dass sie durch die Synchronisation ohne weiteren Handlungsbedarf auch auf allen verbundenen Rechnern landen.

Außerdem machen Fotos bekanntlich erst dann richtig Spaß, wenn ihr sie mit Anderen teilt. Ein Cloud-Speicher ist hierfür eine ideale Lösung, denn damit könnt ihr Freunden und Bekannten einen Link schicken, der sie zu einer Online-Galerie mit den Fotos führt.

In diesem Artikel stellen wir euch die 5 besten Cloud-Speicher für Fotos vor. Weitere Alternativen und umfassende Informationen über Cloud-Speicher und Online-Backup findet ihr in unserem großen Überblick: Die besten Cloud-Speicher im Test

Den ersten Platz der besten Cloud-Speicher für Fotos belegt der hervorragende schweizer Cloud-Anbieter pCloud. Neben vielen anderen attraktiven Cloud-Features bietet dieser auch eine praktische Galerie-Ansicht mit Slideshow-Funktion für Fotos, 10 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz und im kostenpflichtigen Account einen sicher verschlüsselten Ordner.

Hier könnt ihr euch bei pCloud registrieren.

pCloud Einleitung

Die Innenansicht unseres Testsiegers pCloud im Browser

Cloud-Speicher für Fotos: Worauf kommt es an?

Bevor wir zu unseren 5 besten Cloud-Speicher für Fotos kommen, ein Wort zu den Auswahlkriterien. Was muss ein Cloud-Speicher für Fotos können und wie haben wir die Kriterien gewichtet?

Manche Aspekte eines Cloud-Speichers sind bei Fotos genauso nützlich und wichtig wie bei anderen Arten von Dateien. Dazu gehören vor allem diese:

  • Wieviel Speicherplatz bekommt ihr kostenlos?
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Funktionen zur Synchronisation über mehrere Geräte
  • Funktionen zum Teilen der Cloud-Daten mit Freunden und Bekannten
  • Datenschutz und Verschlüsselung

Daneben gibt es Funktionen, die vor allem bei einer Nutzung des Cloud-Speichers für Fotos nicht fehlen sollten oder speziell für Fotos von Vorteil sind.

Zu den Ersteren gehört eine Galerie- und Slideshow-Ansicht von Fotos, sowohl für euch selbst als auch für Leute, mit denen ihr einen Foto-Ordner teilt. Wenn ihr nur Dateinamen angezeigt bekommt, ist die Arbeit mit Fotosammlungen mühsam.

pCloud Preview

Bildvorschau mit Slideshow-Funktion bei pCloud

Die meisten Cloud-Speicher haben so eine Galerie-Ansicht, aber nicht alle. Zum Beispiel ist der kanadische Anbieter Sync für Fotos weniger zu empfehlen, weil Galerie- und Vorschau-Funktionen fehlen. Das liegt daran, dass alle Cloud-Daten bei Sync verschlüsselt sind und eine Bilder-Vorschau verlangen würde, die Bilder zunächst zu entschlüsseln.

Ein guter Cloud-Speicher für Fotos bietet also im Idealfall alles, was bei anderen Dateien sinnvoll ist, und Funktionen für ein bequemes Anschauen von Bildergalerien im Browser.

Unser Sieger ist pCloud, weil der Dienst insgesamt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und mit Galerie-Ansicht und Slideshow-Funktion auch die wichtigsten Funktionen für Bilder abdeckt.

Zu den Extras, die manche Cloud-Speicher für Fotos bieten, gehören etwa eine Suchmaschine mit Bilderkennung, unbegrenzter Speicherplatz für Bilder oder Bild-Bearbeitungsfunktionen. Am mächtigsten präsentiert sich hier Google Fotos mit einer treffsicheren Bilder-Suchmaschine sowie Bearbeitungsfunktionen und Filtern wie bei Instagram.

Google Fotos Gewaesser

Bildersuche nach Stichwort “gewässer” in Google Fotos

Google Fotos Bearbeitung

Verfügbare Filter in Google Fotos

Eine Bildbearbeitung gibt es daneben noch bei Amazon Prime Fotos. In der Browser-Ansicht beschränken sich die Funktionen auf die Korrektur von Kontrasten, Farben, Helligkeit und dergleichen. Weitaus mehr könnt ihr mit der App von Prime Fotos anstellen. Dazu unten mehr.

Unbegrenzten Speicherplatz bieten beide genannten Großunternehmen, Google Fotos sogar kostenlos, wenn ihr eine Komprimierung der Bilder erlaubt.

Der Preis dafür sind allerdings Schwächen beim Datenschutz. Google Fotos und Amazon Prime Fotos speichern eure Fotos unverschlüsselt, und beide leben in gewissem Umfang davon, Nutzerdaten zu sammeln und auszuwerten, um gezielte Werbung ausspielen zu können.

Wenn ihr bei Amazon kauft beziehungsweise weitere Google-Dienste wie Gmail, Youtube, einen Google-Kalender oder auch nur die Google-Websuche nutzt, können dadurch umfassende Informationen über euch bei den Unternehmen anfallen. Je nachdem, welche Daten ihr zu euren Bildern speichert, lassen sich nicht nur eure Interessen und Freizeitaktivitäten, sondern auch Bewegungsprofile aus diesen Daten ableiten.

Hier müsst ihr also abwägen, was euch wichtiger ist: Ein rundum gelungener Cloud-Speicher, der sich auch für Bilder gut eignet, oder ein Cloud-Speicher mit speziellen Funktionen für Bilder mit Schwächen in anderen Punkten, zu denen auch Privatsphäre und Datenschutz gehören. Um alle Kriterien abzudecken, haben wir aus genannten Gründen nicht nur die Spezialfunktionen für Bilder in die Wertung einfließen lassen, sondern immer auch das Gesamtpaket der jeweiligen Anbieter.

Die Eckdaten unserer 5 besten im Überblick

 pCloudGoogle FotosGoogle FotosMegaDropbox
Teilen
Galerie-Ansicht
Slideshow
Bilder-Suchmaschinexxxx
Unbegrenzter Speicherplatz für Bilderxxx
Bildbearbeitung✓ (Format anpassen)xx
Bild-Upload per App
Verschlüsselungxx

Testsieger pCloud: 10 Gigabyte gratis mit Galerie und Slideshow

Obwohl weniger bekannt als viele Konkurrenten, ist pCloud eindeutig einer der besten Cloud-Speicher auf dem Markt. Der schweizer Service schneidet bei einer ganzen Reihe von Kriterien überdurchschnittlich gut ab.

Der Funktionsumfang für die Synchronisation und das Teilen von Dateien ist herausragend, 10 Gigabyte kostenloser Speicherplatz sind eine Menge und sogar eine Verschlüsselungsfunktion ist integriert. Letztere könnt ihr allerdings nur mit einem kostenpflichtigen Abo verwenden.

In der Grundeinstellung legt pCloud auf eurem Rechner ein virtuelles Laufwerk an, mit dem ihr auf eure Cloud-Dateien zugreifen könnt.

pCloud virtuelles Laufwerk

Das virtuelle pCloud-Laufwerk im Windows Explorer

Hier beschreitet pCloud einen anderen Weg als Dropbox und die meisten anderen Konkurrenten, denn standardmäßig liegt keine Kopie der Cloud-Dateien auf eurer Festplatte – es sieht nur so aus.

Öffnet ihr eine Datei im virtuellen Verzeichnis, überträgt die pCloud-Software sie sofort auf euren Rechner. So könnt ihr eure Dateien jederzeit anschauen und öffnen, als hättet ihr eine lokale Kopie davon. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Speicherplatz in der Cloud zu eurem lokalen Festplattenspeicher hinzukommt.

Wenn ihr auch offline Zugriff auf eure Cloud-Daten haben wollt, könnt ihr das der pCloud-Software einfach mitteilen. Diese legt dann eine lokale Kopie an, so dass pCloud ähnlich wie Dropbox und andere funktioniert.

Eure Fotos könnt ihr mit pCloud jederzeit als Galerie anzeigen, sowohl in der lokalen Dateiverwaltung als auch im Browser. Das funktioniert unabhängig davon, ob ihr vorher eine Offline-Verfügbarkeit für die Bilddateien eingestellt habt.

pCloud Galerie Browser

Kachel-Ansicht für Bilder in der Cloud

Für den Screenshot habe ich die standardmäßige Listenansicht auf Kacheln umgestellt und das Menü mit den Bearbeitungsoptionen ausgeklappt. Die sind weitgehend selbsterklärend und nicht spezifisch für Fotos.

Eine Ausnahme bildet die Option “Download resized”. Damit könnt ihr das Bild in einer anderen Größe herunterladen. Dazu gibt es ein Menü mit vielen möglichen Bildformaten, die gängigen Display- und Banner-Größen entsprechen. Bei der Auswahl könnt ihr einstellen, dass pCloud das Bild beschneidet, um auf das gewünschte Seitenverhältnis zu kommen.

Das bringt nicht immer optimale Ergebnisse, da pCloud nicht weiß, welchen Ausschnitt ihr haben wollt, und immer von der Bildmitte ausgeht. Wenn ihr euch darauf einstellt, könnt ihr die Funktion aber durchaus sinnvoll einsetzen.

Die Menüoption “Preview” bewirkt dasselbe wie ein einfacher Klick auf das Bild: Es öffnet sich eine Großansicht des Bildes, mit der ihr bequem die Bilder im Ordner durchblättern oder als Slideshow ablaufen lassen könnt. Für die Slideshow könnt ihr selbst in Sekunden festlegen, wie lange pCloud jedes Bild anzeigt.

Diese Galerie- und Großansicht steht auch für Leute zur Verfügung, denen ihr einen öffentlichen Link auf das Verzeichnis schickt. Diese müssen dafür keinen Account bei pCloud haben. So könnt ihr bequem die Fotos vom letzten Urlaub oder Betriebsausflug mit Anderen teilen.

Im Unterschied zu vielen Konkurrenten ermöglicht pCloud auch öffentliche Links mit Upload-Funktion. Das ist praktisch, um Fotos mehrerer Person von einem Event an einem Ort zu sammeln.

Firmensitz und ServerstandortSchweiz
Kostenlose Option5 GB
BezahloptionAb 3,99 Euro / Monat mit lokaler Verschlüsselung
BetriebssystemeLinux, Mac und Windows
Mobile AppiOS, Android, Windows Mobile
Automatischer Bild-Upload mit mobiler App
Galerie-Ansicht für Bilder
Unbegrenzter Speicherplatz für Bilderx
Bildbearbeitungx

Viele weitere Details zu pCloud erfahrt ihr in unserem ausführlichen pCloud Test. Hier könnt ihr euch und kostenlos bis zu 10 Gigabyte Fotos hochladen.

Vorteile

  • 10 Gigabyte kostenlos
  • Galerie, Vorschau und Slideshow
  • Spart Platz auf der Festplatte
  • Upload-fähige Links verschicken
  • Automatischer Bild-Upload per App

Nachteile

  • Verschlüsselung nur für zahlende Nutzer
  • Benutzeroberfläche überwiegend auf Englisch

Google Fotos: Unbegrenzter Speicherplatz und Bildsuchmaschine

Google Fotos ist ein Service zum Speichern, Verwalten, Bearbeiten und Teilen von Bildern, der sich vor allem durch den unbegrenzten Speicherplatz, die beeindruckende Bildersuchmaschine und die umfangreichen Bearbeitungsfunktionen von der Konkurrenz abhebt.

Der reguläre Cloud-Speicher von Google nennt sich Google Drive und ist ursprünglich ein von Google Fotos unabhängiger Service. Die beiden sind aber miteinander verknüpft. Um Google Fotos zu nutzen, könnt ihr euch entweder direkt bei Google Fotos anmelden oder aus Google Drive heraus die Spezialfunktionen für Fotos aktivieren.

Unabhängig davon, welchen dieser Wege ihr wählt, bietet euch Google Drive/Fotos 15 Gigabyte Speicherplatz kostenlos. Wenn ihr Google aber erlaubt, eure Bilder zu komprimieren, steht euch unbegrenzt Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Das ist ein sehr attraktives Angebot für große Sammlungen.

Der Preis dafür sind allerdings die oben angesprochenen Bedenken beim Datenschutz. Dass sogar US-amerikanische Konzerne deutsche Cloud-Speicher nutzen, um ihre Daten vor den US-Behörden in Sicherheit zu bringen, stimmt eher skeptisch in Bezug auf Big-Data-Firmen aus den USA wie Google und Amazon. Wenn euch das nicht abschreckt, ist Google Fotos ein äußerst leistungsstarker Service.

Dieser leistet zunächst einmal gute Dienste beim Ordnen und Sortieren von Fotos. Dazu verwendet die Plattform sogenannte Alben.

Standardmäßig sind Fotos absteigend nach Datum sortiert.

Google Fotos Datum

Nach Datum sortierte Galerie in Google Fotos

Durch einen Klick auf das Datum könnt ihr hier alle Fotos vom jeweiligen Tag auswählen, für sie ein neues Album erstellen und diesem einen frei wählbaren Namen geben. Das ist schon mal gut, da Bilder desselben Datums meist auch inhaltlich zusammenhängen.

Was aber so richtig Spaß macht, ist die Suchmaschine mit Bilderkennung. Ein Beispiel:

Google Fotos Tiere

Bildersuche nach Stichwort 'tiere'

Die Trefferquote ist nicht perfekt, aber sehr gut. Das obere Bild in der Mitte zeigt tatsächlich Tiere, die in der kleinen Vorschau nicht zu erkennen sind, und zwar Bienen. Nur bei dem Bild direkt darunter hat sich Google geirrt; das Bild zeigt eine halb verrostete Maschine.

Das funktioniert auch mit spezifischeren Wörtern wie “Hunde” oder “Katzen”. In einem Suchergebnis dieser Art könnt ihr dann eine beliebige Auswahl von Bildern markieren und zu einem bestehenden oder neuen Album hinzufügen.

Diese Bilder bleiben natürlich nach Datum sortierbar und können auch zu mehreren Alben gehören. Das ist ein bequemer Weg, eure Sammlung so zu strukturieren, dass ihr jedes Bild schnell findet.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der Werkzeugkasten für die Bildbearbeitung. Damit könnt ihr Eigenschaften wie Kontrast und Helligkeit regeln, Fotos beschneiden und drehen oder schicke Filter über ein Bild legen.

Google Fotos Bearbeitung

Google Fotos: Filter wie bei Instagram

Alle diese Funktionen findet ihr sowohl im Browser als auch in der Android- oder iOS-App. Natürlich können die Apps auch neu aufgenommene Fotos automatisch in die Google-Fotos-Cloud hochladen. Ebenso könnt ihr Bilder und Alben mit Anderen teilen, indem ihr einen Link verschickt.

Firmensitz und ServerstandortSchweiz
Kostenlose Option5 GB
BezahloptionAb 3,99 Euro / Monat mit lokaler Verschlüsselung
BetriebssystemeLinux, Mac und Windows
Mobile AppiOS, Android, Windows Mobile
Automatischer Bild-Upload mit mobiler App
Galerie-Ansicht für Bilder
Unbegrenzter Speicherplatz für Bilderx
Bildbearbeitungx

Wenn ihr nur Google Drive verwendet und das Fotos-Feature nicht aktiviert, behandelt Drive eure Bilder wie alle anderen Dateien. Eine Galerie-Ansicht bekommt ihr so auch, müsst aber auf den unbegrenzten Speicherplatz, die Alben und die Bearbeitungsfunktionen verzichten.

Hier könnt ihr euch .

Vorteile

  • Unbegrenzter Speicherplatz gratis
  • Beeindruckende Bilder-Suchmaschine
  • Leistungsstarkes Tool, um Ordnung zu schaffen

Nachteile

  • Google sammelt Daten
  • Keine Verschlüsselung

Amazon Prime Fotos – unbegrenzter Speicherplatz und Bildbearbeitung

Auch das Mega-Versandhaus Amazon bietet einen eigenen Cloud-Speicher an. Zwei Abo-Varianten stehen zur Verfügung:

  • Amazon Drive bietet für 70,00 Euro im Jahr unbegrenzten Cloud-Speicherplatz, die ihr sowohl für Fotos als auch für andere Dateien nutzen könnt.
  • Amazon Prime ist ein Service von Amazon, der euch im Rahmen eines Abos einen bunten Strauß von Vorteilen bietet. Dazu gehören vor allem ein kostenloser Versand von Bestellungen sowie Video- und Musikstreaming. Amazon Prime kostet 69,00 Euro im Jahr oder 7,99 Euro im Monat und beinhaltet unbegrenzten Speicherplatz für Bilder plus 5 Gigabyte Speicherplatz für sonstige Dateien.

Kostenlosen Speicherplatz gibt es hier nicht, abgesehen davon, dass ihr Amazon Drive für relativ großzügige drei Monate kostenlos testen könnt.

Das heißt, wenn ihr einen Cloud-Speicher für sehr große Datenmengen sucht, ist Amazon eventuell das Richtige für euch, denn in der Größenordnung oberhalb eines Terabytes bekommt ihr kaum etwas Günstigeres.

Prime lohnt sich natürlich vor allem dann, wenn ihr euch auch für die Vorteile des kostenlosen Premiumversands und die Online-Videothek erwärmen könnt. Wenn es euch nur um viel Cloud-Speicherplatz für Bilder geht, kommt ihr bei Google Fotos günstiger weg.

Von den Funktionen her ist es egal, ob ihr Amazon Drive oder Amazon Prime bucht. Auch aus dem regulären Amazon Drive heraus könnt ihr die Bilderverwaltung namens “Prime Fotos” nutzen.

Prime Fotos ist ähnlich strukturiert wie Google Fotos. Es gibt eine Gesamtansicht aller Fotos, die ihr nach Aufnahme- oder Upload-Datum sortieren könnt. Von hier aus könnt ihr die Fotos neuen oder bestehenden Alben hinzufügen. Was gegenüber Google Fotos fehlt, ist die Suchfunktion. Das ist im direkten Vergleich ein klares Minus.

Bei der Bildbearbeitung kann Prime Fotos gut mit Google mithalten, mit einem Unterschied: Die meisten Funktionen stehen nur in der mobilen App zur Verfügung. Das sieht etwa so aus:

Prime Fotos App

Bild mit Werkzeugleiste in der Prime-Fotos-App

Zu den Bearbeitungswerkzeugen zählen:

  • Drehen und Zuschneiden
  • Filter à la Instagram
  • Helligkeit, Kontrast, Sättigung etc.
  • Platzierung von Smileys und Ähnlichem im Bild (“Aufkleber”)
  • Platzierung von Text im Bild
  • Überlagerung mit Effekten
  • Fokus-Linse einstellen

Das ist eine sehr schöne Palette, an die unter den Cloud-Speichern sonst nur Google Fotos herankommt. In der App könnt ihr die Funktionen unabhängig vom Upload der Bilder in den Cloud-Speicher nutzen.

Im Webbrowser sind dagegen nur Basiswerkzeuge für die Bildbearbeitung vorhanden, und zwar:

  • Drehen
  • Spiegeln
  • Helligkeit anpassen
  • Kontrast anpassen
  • Sättigung anpassen
  • Zuschneiden
  • Rahmen erzeugen
Amazon Drive Bearbeitung

Die Werkzeugleiste zur Bildbearbeitung

Immerhin sind auch diese Tools für grobe Korrekturen und das oft benötigte Zuschneiden durchaus praktisch und leicht zu bedienen.

Andere wichtige Cloud-Speicher-Funktionen für Bilder wie das Teilen, eine Galerie- und Slideshow-Ansicht sowie der automatische Upload per App sind bei Amazon Drive ebenso abgedeckt. Um die hier beschriebenen speziellen Funktionen für Bilder zu verwenden, müsst ihr allerdings die App “Prime Fotos” statt “Amazon Drive” verwenden.

Firmensitz und ServerstandortUSA
Kostenlose Optionx
Bezahloption70,00 Euro / Jahr (ca. 5,83 Euro / Monat) für unbegrenzten Speicherplatz
BetriebssystemeMac und Windows
Mobile AppiOS und Android
Automatischer Bild-Upload mit mobiler App
Galerie-Ansicht für Bilder
Unbegrenzter Speicherplatz für Bilder
Bildbearbeitung

Die Stärken des Cloud-Speichers von Amazon für Bilder liegen eindeutig beim unbegrenzten Speicherplatz und den integrierten Werkzeugen für die Bildbearbeitung. Solltet ihr sowieso Prime-Kunden sein oder mit dem Gedanken spielen, es zu werden, umso besser. Dann bekommt ihr hier ohne zusätzliche Kosten unbegrenzten Foto-Speicherplatz und 5 Gigabyte Cloud-Speicher für sonstige Dateien.

Der große Nachteil ist wie bei Google Fotos die Tatsache, dass auch Amazon ein datenhungriges US-Unternehmen ist. Ein Minus im direkten Vergleich ist natürlich außerdem, dass es den Cloud-Speicher nicht kostenlos gibt.

Hier könnt ihr euch und den Dienst für bis zu drei Monate gratis testen. Dabei könnt ihr sofort einstellen, dass der Probezeitraum sich nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abo verwandeln soll, um auszuschließen, dass dies unbeabsichtigt passiert.

Vorteile

  • Unbegrenzter Speicherplatz
  • Bildbearbeitung integriert
  • Alben-Funktion
  • Hohe Übertragungsraten
  • In Amazon Prime enthalten

Nachteile

  • Keine Verschlüsselung
  • Keine kostenlose Nutzung
  • US-Unternehmen (Datenschutz)

Mega: Viel Gratis-Speicherplatz mit Verschlüsselung und Bilder-Vorschau

Der neuseeländische Anbieter Mega (hier geht es zum Mega Cloud Speicher Test) ist eine der besten Adressen, wenn ihr einen Cloud-Speicher kostenlos nutzen wollt, denn hier gibt es für Gratis-Accounts 50 Gigabyte Speicherplatz. Bei diesem Kriterium schlägt Mega sämtliche Konkurrenten um Längen. Einziger Wermutstropfen: Mega behält sich vor, je nach Auslastung vorübergehend die Übertragungsraten der kostenlosen Accounts zu drosseln.

Aber auch unabhängig vom großzügig bemessenen Gratis-Speicherplatz weiß Mega mit vielen Pluspunkten zu überzeugen. Dazu gehört nicht zuletzt die Datensicherheit: Mega verschlüsselt die Cloud-Inhalte mit {Zero Knowledge}. Das heißt, auch der Anbieter selbst kann eure Daten nicht auslesen, da dies nur mit eurem Passwort geht.

Bei der Synchronisation eurer Cloud-Daten über mehrere Geräte hat Mega den Vorteil, dass ihr beliebige Verzeichnisse synchronisieren könnt – nicht nur ein zentrales Cloud-Verzeichnis wie bei Dropbox. Das bietet euch maximale Flexibilität bei den Einstellungen eurer Synchronisation, damit ihr immer alle Daten auf den richtigen Geräten habt.

Ebenso könnt ihr bei Mega mit anderen Nutzern gemeinsame Verzeichnisse pflegen oder öffentliche Links verschicken, um Inhalte zu teilen. Ein öffentlicher Link auf einen Foto-Ordner führt die Empfänger auf eine Galerie-Ansicht der Fotos, die auch eine Großanzeige und ein bequemes Blättern von einem Bild zum nächsten erlaubt.

Der Screenshot zeigt die Galerie-Anzeige und Bearbeitungsoptionen im Browser.

Mega Galerie

Bild-Ordner mit ausgeklapptem Bearbeitungsmenü

Die Optionen sind selbsterklärend. Ein Unterschied zu anderen Cloud-Diensten sind die Optionen “Markierung” und “Lesezeichen”. Die erleichtern vor allem in der Listenansicht den Überblick. Die Markierungen sind kleine Punkte in verschiedenen Farben, ein Lesezeichen hebt die betreffende Datei mit einem Herzchen hervor und kann als Kriterium für die Sortierung der Liste dienen, so dass die Dateien mit Lesezeichen ganz oben erscheinen.

Ein Verfallsdatum oder einen Passwortschutz für verschickte Links gibt es nur innerhalb der kostenpflichtigen Abos. Upload-fähige Links sind leider nicht vorgesehen.

Firmensitz und ServerstandortNeuseeland
Kostenlose Option50 GB
BezahloptionAb 4,99 Euro/Monat für 200 GB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobile AppiOS, Android und Windows
Automatischer Bild-Upload mit mobiler App
Galerie-Ansicht für Bilder
Unbegrenzter Speicherplatz für Bilderx
Bildbearbeitungx

Die Vorteile von Mega als Cloud-Speicher für Fotos liegen vor allem in dem großzügigen kostenlosen Speicherplatz und der Verschlüsselung, die pCloud nur Nutzern kostenpflichtiger Accounts bietet und bei Amazon und Google überhaupt nicht gegeben ist.

Unter den kostenlosen Cloud-Speicher-Angeboten gehört Mega mit diesen Features klar in die engere Auswahl, sowohl für Bilder als auch für andere Arten von Dateien. Hier könnt ihr euch bei Mega registrieren.

Vorteile

  • Konkurrenzlose 50 Gigabyte kostenlos
  • Verschlüsselte Cloud
  • Synchronisation beliebiger Ordner
  • Markierungen und Lesezeichen für besseren Überblick

Nachteile

  • Begrenzte Bandbreite

Dropbox: Klassiker mit weiter Verbreitung

Als Klassiker unter den Cloud-Speicher-Diensten hat Dropbox vor allem folgende Vorteile:

  • Die weite Verbreitung macht es leichter, Ordner zu teilen, da viele Andere ebenfalls einen Dropbox-Account haben.
  • Dropbox ist sehr benutzerfreundlich.
  • Die Übertragungsraten sind schnell.

Was Fotos betrifft, bietet Dropbox ebenso wie die bis hierher vorgestellten Dienste eine Galerie-Ansicht und bequemes Durchblättern der Fotos in einem Verzeichnis.

Ein nettes Extra ist bei Dropbox die Möglichkeit, Fotos zu kommentieren und auf die Kommentare Anderer zu antworten. Das kann großen Spaß machen, wenn ihr Fotos mit vielen Leuten teilt und die Galerie durch die Kommentare lebendiger wird. Leider können allerdings nur eingeloggte Dropbox-Nutzer Kommentare schreiben.

So erscheinen Fotos in der Galerie-Ansicht von Dropbox:

Dropbox Galerie

Dropbox: Bildergalerie mit Bearbeitungsoptionen

Der Menüpunkt “Öffnen” führt wie ein einfacher Klick auf das Bild zu einer Großansicht mit Option zum Durchblättern des Ordners. Auch die Empfänger eines öffentlichen Links haben diese Ansichtsoptionen und können Bilder herunterladen. Uploads sind nicht möglich. Wie bei Mega und vielen anderen Cloud-Diensten gibt es einen Passwortschutz oder ein Verfallsdatum nur für zahlende Kunden.

Firmensitz und ServerstandortUSA
Kostenlose Option2 GB
BezahloptionAb 8,25 Euro / Monat für 1 TB
BetriebssystemeMac, Windows und Linux
Mobile AppiOS, Android und Windows
Automatischer Bild-Upload mit mobiler App
Galerie-Ansicht für Bilder
Unbegrenzter Speicherplatz für Bilderx
Bildbearbeitungx

Als Klassiker auf dem Markt ist Dropbox ein solider, verlässlicher und benutzerfreundlicher Cloud-Speicher, der sich auch für Fotos gut eignet. Bei der Entscheidung dürfte stark ins Gewicht fallen, ob viele eurer Freunde und Bekannten Dropbox nutzen, denn dann habt ihr mehr Möglichkeiten beim Teilen von Fotos.

Gegenüber der Konkurrenz sticht hier vor allem die Kommentarfunktion heraus, die ein gewisses Social-Web-Erlebnis in eurem Cloud-Speicher ermöglicht. Und hier geht’s zur .

Vorteile

  • Weite Verbreitung erleichtert Teilen
  • Benutzerfreundlich
  • Schnelle Übertragungsraten
  • Kommentarfunktion für Fotos

Nachteile

  • Wenig kostenloser Speicherplatz
  • Keine Verschlüsselung

Fazit: Durch Cloud-Speicher mehr Spaß mit Fotos

Wer viele digitale Fotos schießt und aufbewahrt, kann auf vielfache Weise von einem Cloud-Speicher profitieren. Für die meisten gehört es zum Fotografieren dazu, die Ergebnisse mit Anderen zu teilen, und genau das erleichtert ein Cloud-Speicher erheblich.

Von dieser Grundfunktion des Teilens abgesehen hängt es von euren individuellen Bedürfnissen ab, welcher Cloud-Speicher für eure Fotos der richtige ist. Für sehr große Datenmengen sind Amazon, Google oder Mega zu empfehlen, wenn es kostenlos sein soll, vor allem Google.

Ebenso spricht viel für Google, wenn ihr Mühe habt, bei euren Fotos den Überblick zu behalten, und ihr mit geringem Aufwand mehr Ordnung in eure Sammlung bringen wollt.

Wie immer ist Google dagegen nicht die erste Adresse, wenn ihr großen Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legt. Google lebt davon, Nutzerdaten auszuwerten, trägt diese aus einer Vielzahl von Diensten zusammen und ist potentiell dem Zugriff der US-Geheimdienste ausgesetzt. Ähnlich gilt das auch für Amazon. Aus dieser Zwickmühle gibt es leider kein Entkommen: Die technischen Plattformen sind hervorragend, aber persönliche Daten sind dort nicht in den besten Händen.

Wir empfehlen an erster Stelle pCloud, weil dieser Dienst das beste Cloud-Speicher-Gesamtpaket bietet, auch für Fotos gut geeignet ist und sein Geschäftsmodell nicht auf die Auswertung von Nutzerdaten stützt.

Mega ist eine ebenfalls empfehlenswerte Alternative, wenn ihr euch einen verschlüsselten Cloud-Speicher wünscht. Dropbox liegt nahe, wenn viele eurer Freunde Dropbox-Nutzer sind und ihr häufig Fotos teilen wollt, denn dann ist Dropbox für alle Beteiligten der einfachste Weg.

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von Sebastian


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