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von Mauricio

Zuletzt aktualisiert am: 22. October 2018

Android VPN

Die 5 besten VPNs für Android 2018

In unserem großen VPN-Anbieter Test 2018 sind wir bereits sehr ausführlich auf die Einsatzmöglichkeiten von VPN-Lösungen eingegangen. Neben dem anonymen Surfen und dem Schutz der Privatsphäre ist für viele von euch sicherlich auch das Nutzen von Diensten mit Geoblocking ein entscheidender Faktor.

All diese Einsatzzwecke spielen natürlich auch für eure Smartphones und Tablets eine Rolle. Ein ganz wichtiger weiterer Aspekt kommt jedoch bei den mobilen Endgeräten hinzu: das sichere Surfen in öffentlichen WLANs. Die Anzahl der kostenlosen Hotspots im In- und Ausland steigt ständig: ob im örtlichen Freibad, im ICE oder auf dem Flughafen.

Die komplette Datenübertragung in einem solchen öffentlichen Netzwerk kann im Gegensatz zu eurem Heimnetzwerk von allen angemeldeten Geräten mitgelesen werden.

Nutzt an dieser Stelle am besten einen VPN-Dienst, der direkt einen verschlüsselten Kanal zwischen eurem Smartphone oder Tablet und dem Internet aufbaut. Damit haben andere Teilnehmer im gleichen Netzwerk keine Chance mehr, euch zu belauschen.

In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über die 5 besten VPN-Dienste für Android, die ich für diese Zwecke favorisiere.

VPN-Nutzung unter Android

Sobald ihr eine VPN-Verbindung aufgebaut habt, verschlüsselt der VPN-Client eures Smartphones den Datenverkehr. Die Anfrage wird über einen VPN-Server auf die gewünschte Website oder an den gewünschten Dienst geleitet.

Einen solchen Dienst solltet ihr in einem öffentlichen WLAN immer nutzen, wenn ihr vertrauliche Daten übertragen wollt.

Android VPNs – die Besten im Überblick

Die Einrichtung einer VPN-Verbindung ist unter Android genauso einfach wie unter Windows oder macOS. Alle im VPN-Anwendertest 2018 betrachteten Anbieter bieten euch auch eine Android App an, die ihr bei einem Bezahl-Zugang kostenfrei mitnutzen können.

Natürlich gibt es unter Android, wie auch bei den Desktop-Betriebssystemen große Unterschiede in der Handhabung und im Funktionsumfang der Lösungen. Ich habe mir die einzelnen Apps der Anbieter genau angeschaut und nach den Kategorien Funktionen, Benutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit getestet.

Die Geschwindigkeitsmessungen haben ich auf dem HTC U11 Life mit aktuellem Android One Betriebssystem durchgeführt. Ich nutze UnityMedia als Dienstleister, wobei mein Internet-Anschluss eine Download-Rate von 150 Megabit pro Sekunde und eine Upload-Rate von 10 Megabit pro Sekunde bietet. Diese werden in aktuellen Messungen mit der Speedtest App auch erreicht.

VPN Speedtest

Ohne VPN erreicht das Android Smartphone Download-Raten von 150 Megabit und Upload-Raten von 10 Megabit pro Sekunde

Die wichtigsten zusätzlichen Kriterien, die wir bereits in den ausführlichen Einzelbewertungen betrachtet haben, findet ihr in der jeweiligen Pro- und Contra-Übersicht.

Einen ausführlichen Blick habe ich auf die Dienste CyberGhost, ExpressVPN, NordVPN, Tunnelbear und VyprVPN geworfen. Diese haben nicht nur gute Ergebnisse bei den Desktop-Betriebssystemen geliefert, sondern auch bei der Umsetzung auf die mobilen Endgeräte überzeugt.

Android VPN Testsieger: ExpressVPN

ExpressVPN Android

ExpressVPN ist unser Testsieger als bester Android VPN

6,67 USD pro Monat (jährliche Zahlung)

Der Anbieter ExpressVPN hat in unserem Test unter Windows und macOS vollständig überzeugt und vor allem durch seine Flexibilität und die einfache Handhabung geglänzt. Ohne diesem Test hier vorgreifen zu wollen, hat ExpressVPN auch bei den Android Implementierungen überzeugt und ist mein persönlicher Favorit.

Pro und Contra – ExpressVPN im Überblick

  • Sehr gute Download-Geschwindigkeit
  • Intuitive Bedienung
  • Große Auswahl an Server-Standorten
  • Vielfältige Bezahlmöglichkeiten inkl. Bitcoin
  • Sehr gute Support-Funktionen

  • Wenig Konfigurationsmöglichkeiten (nur TCP und UDP wählbar)

Nach der Installation über den Google Play Store und der Anmeldung steht euch eine sehr übersichtliche Benutzeroberfläche zur Verfügung.

ExpressVPN Startbilschirm

Der Startbildschirm von ExpressVPN ist sehr übersichtlich und intuitiv zu bedienen

ExpressVPN – Funktionen und Benutzerfreundlichkeit

Dort könnt ihr über die Schaltfläche ORT AUSWAHL den Server-Standort sowie den Server auswählen, mit dem ihr euch verbinden möchtet.

Die Server lassen sich nach drei unterschiedlichen Ansichten darstellen: „Empfohlen“ zeigt euch neben einer Auto-Auswahl auch eine von ExpressVPN zusammengestellte Server-Auswahl. Eine komplette Übersicht aller Server findet ihr unter „Alle“. Ein wenig irritierend ist die dritte Rubrik „Neueste“.

ExpressVPN Serverübersicht

In den beiden Ansichten Empfohlen und Alle könnt ihr euch die gewünschten Server auswählen

In dieser findet ihr nicht wie der Namen vermuten lässt, die zuletzt hinzugefügten VPN-Server, sondern eine Übersicht über eure Favoriten.

Sehr hilfreich, wenn ihr auf der Suche nach dem aktuell schnellsten Server seid, ist auch die Ermittlung der aktuellen Ping-Zeiten. Diese könnt ihr über die Stopp-Uhr in der rechten oberen Ecke starten. ExpressVPN pingt anschließend alle verfügbaren Server an und zeigt euch deren Antwortzeiten in der Übersicht an.

ExpressVPN Antwortzeiten

Ihr könnt die aktuellen Antwortzeiten der Server zur Laufzeit ermitteln

Habt ihr euch schließlich für einen Server entschieden, könnt ihr diesen aus der Liste auswählen. Er erscheint anschließend auch auf dem Startbildschirm als ausgewählter Server. Für den Verbindungsaufbau müsst ihr anschließend nur noch auf den Anschaltknopf drücken und die App baut automatisch eine Verbindung auf.

ExpressVPN aktiv

Nach der Auswahl des Servers und dem Drücken des Anschalt-Knopfes baut ExpressVPN die VPN-Verbindung auf

Die weiteren Einstell-Möglichkeiten sind innerhalb der App sehr überschaubar. Sie haben noch die Möglichkeit, das VPN-Protokoll zu wählen. An dieser Stelle stehen euch 3 Optionen zur Verfügung: UPD ist die beste Wahl im Hinblick auf Geschwindigkeit und Sicherheit. TCP ist die Wahl, falls UDP nicht funktioniert. Der Standard ist der Wert Automatisch bei dem ExpressVPN die Auswahl selbst trifft.

ExpressVPN Einstellungen

Als VPN-Protokoll stehen TCP und UDP zur Verfügung

Darüber hinaus könnt ihr in den Einstellungen auch noch entscheiden, wie ihr den VPN-Client nutzen möchtet: entweder dauerhaft, sobald ihr Android neu startet oder nur bei Bedarf.

ExpressVPN – Geschwindigkeitsmessung

Für die Ermittlung der maximalen Geschwindigkeit habe ich den Server ausgewählt, der automatisch vorgeschlagen wurde. Die Speedtest-App erreichte bei aktiviertem VPN eine Download-Geschwindigkeit von rund 51 Megabit und eine Upload-Geschwindigkeit von rund 9 Megabit pro Sekunde. Dies ist mit Abstand der beste Wert, der im kompletten Test erreicht wurde.

ExpressVPN Geschwindigkeit

ExpressVPN erzielt die besten Ergebnisse bei der Messung mit Speedtest

ExpressVPN – Einzelfazit

Der Anbieter ExpressVPN kann auch unter Android überzeugen. Die App bietet eine übersichtliche und gut zu bedienende Oberfläche. Der Durchsatz bei aktiviertem VPN ist immer noch sehr gut und lässt keine Wünsche offen.

VORTEILE

  • Bitcoin als Zahlungsmethode
  • Flexible Bedienbarkeit
  • Sehr guter und umfassender Support
  • Enorme Breite der Serverstandorte

NACHTEILE

  • Teure Tarifstufen im Vergleich zur Konkurrenz
  • Etwas unübersichtliche Auflistung der Verbindungsmöglichkeiten

ExpressVPN

6,67 USD pro Monat (jährliche Zahlung)

Lediglich bei den Einstell-Möglichkeiten hätte ich mir ein wenig mehr Optionen gewünscht. Am Ende überzeugt jedoch die Funktionalität: Netflix und andere Dienste funktionieren problemlos. Ein Dienst, der somit nur wenige Wünsche offen lässt.

Bewertungen

  1. Funktionen: 70 v. 100 – befriedigend
  2. Benutzerfreundlichkeit: 90 v. 100 – sehr gut
  3. Geschwindigkeit: 95 v. 100 – sehr gut
  4. Gesamt-Durchschnitt: 85 Punkte – sehr gut

NordVPN: Bester günstiger Android VPN

NordVPN Günstiger Android VPN

NordVPN ist eine günstige Android VPN-Alternative zu ExpressVPN

2,75 USD pro Monat (bei Zahlung von 99 USD für 36 Monate)

Neben ExpressVPN konnte auch NordVPN im VPN-Test 2018 vor allem durch ausgereifte Verschlüsselungstechnologie, einhundertprozentige Anonymität sowie eine intuitive Benutzeroberfläche überzeugen.

Mit entsprechend großen Erwartungen bin ich an den Test der Android App gegangen. Nach dem Aufruf der App seht Ihr zu Beginn auf dem Startbildschirm den Ausschnitt einer Europa-Karte mit verschiedenen Tunnelausgängen für die VPN-Server.

NordVPN Karte Android

Der Einstiegsbildschirm zeigt euch die verfügbaren Server für Europa an

Einen Server könnt ihr entweder direkt über die Karte und das entsprechende Symbol auswählen oder ihr nutzt als Alternative die Listenansicht. In dieser findet ihr alle Server, welche euch zur Verfügung stehen.

NordVPN Serverliste

In der Ansicht Liste könnt ihr das gewünschte Zielland aussuchen

Pro und Contra – NordVPN im Überblick

  • Einfache Handhabung
  • Günstig im Vergleich zum Testsieger ExpressVPN
  • Umfangreiche Zusatzfunktionen
  • Gute Download-Geschwindigkeit
  • 6 Geräte je Konto

  • Hilfe und Support nur in englischer Sprache

NordVPN – Funktionen und Benutzerfreundlichkeit

An dieser Stelle findet ihr darüber hinaus noch einige interessante Server-Kategorien, die keine andere Lösung in dieser Form bietet. Die einzelnen Funktionen der Server habe ich euch in der folgenden Tabelle gegenübergestellt.

Server-TypFunktion
P2POptimierte Server, falls es in Peer-to-Peer Netzwerken zu häufigen Abbrüchen kommt.
Onion over VPNDatenverkehr wird erst über einen VPN Server von NordVPN geführt, dann ins Onion Netzwerk und anschließend an euer gewünschtes Ziel im Internet. Einen speziellen Onion-Client benötigt ihr in diesem Fall nicht.
Double VPNDatenverkehr wird erst über zwei Server von NordVPN geleitet, bevor die angefragte Adresse im Internet aufgerufen wird.
Anti DDoSServer wird empfohlen, wenn VPN-Verbindung dauernd abbricht.
Dedicated IPBezahlte Sonderfunktion. Ihr könnt eine eigene IP-Adresse bekommen, mit der ihr immer ins Internet geht. Diese ist nur euch zugeordnet und kostet pro Jahr 70 US-Dollar.

Neben der Auswahl eines speziellen Servers für besondere Anwendungsfälle bietet NordVPN in den Einstellungen noch zahlreiche weitere Zusatzfunktionen an.

Sehr hilfreich zur Absicherung eures Smartphones ist die Funktion CyberSec. Ist diese aktiviert, filtert NordVPN automatisch Werbung heraus und schützt euch vor verdächtigen Websites und unsicheren Internet-Verbindungen. Ihr solltet diese Option immer aktivieren, wenn ihr NordVPN nutzt.

NordVPN Android Einstellungen

NordVPN bietet zahlreiche Einstellungen, um die Verbindung zusätzlich abzusichern

Falls ihr beim Aufbau eines VPN-Tunnels innerhalb eines Landes Probleme haben solltet, aktiviert zusätzlich die Funktion „Verschleierte Server“. In diesem Fall versucht NordVPN auf alternative Server auszuweichen um damit bestimmte Länderbeschränkungen, wie etwa in der Türkei oder in China, zu umgehen.

Sollte mit den Standard-Einstellungen nur eine instabile Verbindung zustande kommen und der VPN-Tunnel immer wieder unterbrochen werden, könnte euch auch der Wechsel von UDP auf TCP weiterhelfen.

Das TCP-Protokoll bringt etwas mehr Stabilität mit sich, dafür ist es allerdings auch ein wenig langsamer. Dies macht sich besonders beim Streamen und bei Downloads negativ bemerkbar.

Für NordVPN gibt es zwei mögliche Betriebsarten: entweder ihr schaltet das VPN genau dann ein, wenn ihr es benötigt oder ihr nutzt es für jede WLAN-Verbindung.

Damit ihr nicht auch in sicheren Netzwerken unnötigerweise einen VPN-Tunnel aufbaut, könnt ihr zusätzlich Netzwerke, wie etwa euer WLAN zu Hause, in eine Ausnahmeliste aufnehmen.

NordVPN WLAN

Ihr könnt immer einen VPN-Tunnel aufbauen, wenn ihr ein WLAN nutzt und zusätzlich gewisse sichere Netzwerke von dieser Regel ausschließen

Wenn ihr am Ende den richtigen Server-Standort und die Verbindungs-Parameter ausgewählt habt, könnt ihr die Verbindung über den Blitz am unteren Bildschirmrand aktivieren. Ihr sehr anschließend zu jeder Zeit, mit welcher IP ihr ins Internet geht und wie lange die Verbindung bereits besteht.

Aktiver Android NordVPN

Nach dem Verbindungsaufbau des VPN-Tunnels zeigt euch NordVPN hierzu Detail-Informationen an

NordVPN – Geschwindigkeitsmessung

Die Geschwindigkeit von NordVPN kommt am nächsten an den Spitzenreiter ExpressVPN heran und liegt am Ende unter den Test-Kandidaten mit einer Download-Rate von gut 42 Megabit pro Sekunde und einer Upload-Rate von knapp 11 Megabit pro Sekunde auf dem zweiten Platz.

NordVPN Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit von NordVPN ist gut, lediglich die Ping-Zeit bietet Anlass zur leisen Kritik

Lediglich die Ping-Zeit von 40ms gibt leichten Anlass zur Kritik und könnte beim Spielen von Echtzeit-Spielen unter Umständen zu Problemen führen.

  1. Funktionen: 85 v. 100 – sehr gut
  2. Benutzerfreundlichkeit: 70 v. 100 – befriedigend
  3. Geschwindigkeit:80 v. 100 – gut
  4. Gesamt-Durchschnitt:78 Punkte – gut

VORTEILE

  • Sehr günstig
  • Hohe Geschwindigkeit und genügend Serverstandorte
  • Beachtliche Benutzerfreundlichkeit
  • Eigene Features wie „Double VPN“ oder Smartplay-Service
  • Maximal sechs Geräte pro Account

NACHTEILE

  • Support nur auf Englisch verfügbar, teils sprachlich falsche Übersetzungen

NordVPN

2,75 USD pro Monat (bei Zahlung von 99 USD für 36 Monate)

NordVPN – Einzelfazit

Der Anbieter NordVPN gehört zu meinen Favoriten. Er bietet eine einfach zu bedienende Oberfläche an, hat darüber hinaus jedoch zahlreiche Funktionen integriert, die auch bei erfahrenen und anspruchsvollen Anwendern keine Wünsche offen lassen. Dies geht vom speziellen P2P-Server bis hin zur Filterung von unsicheren Inhalten.

Einzeltest: CyberGhost

Nach dem Start des VPN-Clients unter Android habe ich mich erst einmal gefragt, ob ich den Client schon nutze oder noch Werbung sehe.

Cyberghost WLAN

Die verschiedenen Funktionen lassen sich bei CyberGhost themenbezogen einstellen

Auf insgesamt 4 Seiten mit Fotos als Hintergrund könnt ihr mehr über die Themen WLAN, Streaming, anonymes Surfen und die Wahl eines eigenen Servers erfahren. Im Falle von WLAN und dem anonymen Surfen könnt ihr an dieser Stelle sogar direkt Einstellungen zum Verhalten von CyberGhost festlegen.

Pro und Contra – CyberGhost im Überblick

  • Starke Verschlüsselung
  • Günstige Preise
  • Viele Bezahlmöglichkeiten, inkl. Bitcoin
  • Gute Download-Geschwindigkeit
  • 6 Geräte je Konto

  • Gewöhnungsbedürftige Oberfläche
  • Langsame Download-Geschwindigkeit

CyberGhost – Funktionen und Benutzerfreundlichkeit

Der Funktionsumfang der Einstellungen muss sich nicht hinter den Möglichkeiten der Konkurrenten verstecken. Lediglich die Anordnung der einzelnen Parameter bietet Raum zu Verbesserungen. So könnt ihr über die Startseite Auto-WLAN-Schutz und die Schaltfläche Optionen festlegen, ob Webseiten geblockt werden, die eure Gewohnheiten tracken.

Ebenfalls in diesem Menü aktiviert ihr auch den Schutz vor bösartigen Inhalten und Webseiten.

Cyberghost WLAN Optionen

Einen Teil der WLAN-Sicherheitseinstellungen nehmt ihr über die Startseite und die Schaltfläche Optionen vor

Die restlichen Parameter rund um die WLAN-Absicherung findet ihr dann innerhalb des Menüs Einstellungen. An dieser Stelle gibt es einen Abschnitt Auto-WLAN-Schutz, in dem ihr die Funktion Hotspot-Schutz aktivieren könnt.

Diese warnt euch, wenn ihr versucht, eine Verbindung zu einem bisher unbekannten WLAN aufzubauen.

Cyberghost WLAN Hotspot

CyberGhost ermöglichst es Ihnen, eine Aktion festzulegen, wenn ein neues WLAN erkannt wird

Dabei unterscheidet CyberGhost zwischen einem geschützten und einem offenen WLAN. Die möglichen Aktionen unterscheiden sich für beide Gruppen nicht. Ihr könnt den Verbindungsaufbau automatisch starten, automatisch stoppen, nichts tun oder CyberGhost fragt euch jedes Mal, was ihr bei diesem WLAN tun möchtet. Wenn ihr mit einem WLAN verbunden seid, könnt ihr für dieses explizit festlegen, wie sich CyberGhost verhalten soll.

Cyberghost WLAN Aktion

Ihr könnt für jedes WLAN festlegen, wie sich CyberGhost nach der Anmeldung verhalten soll

Die Auswahl des Landes, mit dem ihr euch verbinden möchtet, findet ihr hinter dem Menüpunkt Anonymes Surfen und den zugehörigen Optionen.

An dieser Stelle wählt ihr den Server-Standort aus. Im Falle der automatischen Auswahl wird immer der schnellste Server herangezogen. Alternativ dazu könnt ihr euch natürlich auch aus der Liste der über 40 Server aus 30 Ländern den gewünschten aussuchen.

Cyberghost Länderauswahl

Euch stehen über 40 Server in 30 Ländern für einen Verbindungsaufbau zur Auswahl bereit

CyberGhost – Geschwindigkeitsmessung

Für unseren Geschwindigkeitstest habe ich wieder die automatische Auswahl der VPN-App verwendet und habe damit die Speedtest-Messungen durchgeführt.

CyberGhost konnte bei den Messungen leider in keinster Weise überzeugen: die Download-Rate kam nie über gut 17 Megabit pro Sekunde. Die Upload-Rate bewegte sich mit knapp 11 Megabit pro Sekunde im vorderen Bereich.

Cyberghost Geschwindigkeit

Im direkten Vergleich der Download-Raten belegt CyberGhost mit Abstand den letzten Platz

CyberGhost – Einzelfazit

Der VPN-Client bietet gute Funktionalität und überzeugt auch im Bereich Sicherheit. Ein wenig unübersichtlich ist allerdings die Anordnung der Einstell-Möglichkeiten. Diese sind zum einen in den Optionen der Funktionsbeschreibungen und darüber hinaus in den Einstellungen verteilt.

VORTEILE

  • VPN mit höchsten Sicherheitsstandards
  • Günstige Tarifstruktur
  • Einfach zu bedienen
  • Viele Bezahlmöglichkeiten

NACHTEILE

  • Etwas hakelige Smartphone-App
  • Deutsche Übersetzung bestensfalls lückenhaft

CyberGhost

3,49 € pro Monat (bei einer Einmalzahlung von 90,96 € alle zwei Jahre)

Dadurch sind teilweise unnötige Klicks notwendig, bis ihr am gewünschten Ziel landen. Am meisten enttäuschte CyberGhost jedoch im Hinblick auf die Download-Rate. Hierbei nimmt der Anbieter mit Abstand den letzten Platz ein.

  1. Funktionen: 80 v. 100 – gut
  2. Benutzfreundlichkeit: 70 v. 100 – befriedigend
  3. Geschwindigkeit: 60 v. 100 – ausreichend
  4. Gesamt-Durchschnitt: 70 Punkte – befriedigend

Android VPN kostenlos: Tunnelbear

Der einzige Kandidat, der euch ein dauerhaft kostenloses Angebot offeriert, ist die kanadische Lösung Tunnelbear. Wie der Name bereits vermuten lässt, spielt der Bär, der auch bereits im Logo der App vorkommt, eine zentrale Rolle.

Der Anbieter schenkt euch pro Monat 500 Megabyte kostenloses Datenübertragungsvolumen. Dieses könnt ihr noch durch Twittern über den Dienst sowie die Installation der Desktop-Version und das Anwerben von Freunden einmalig um 1000 Megabyte erweitern.

Android VPN kostenlos: Tunnelbear

Tunnelbear bietet euch 500 Megabyte kostenloses Datenvolumen je Monat, das sich mit einigen Aktionen noch deutlich erhöhen lässt

Pro und Contra – Tunnelbear im Überblick

  • Starke Verschlüsselung
  • Einfache Handhabung
  • Anonyme Bezahlung mit Bitcoin

  • Download-Geschwindigkeit
  • Kein Netflix, kein Torrent
  • Kommerzieller US-amerikanischer Besitzer (McAfee)

Tunnelbear – Funktionen und Benutzerfreundlichkeit

Die Oberfläche von Tunnelbear ist vor allem auf Anwender ausgelegt, die sich nur wenig mit der Technik beschäftigen möchten. Ihr seht im Einstiegsbildschirm die Landkarte von Europa und einen Bär, der darauf wartet, einen Tunnel zu graben.

Tunnelbear Einstieg

Ihr steuert den Aufbau des VPN-Tunnels und die Auswahl des Ziel-Servers über eine ansprechende graphische Oberfläche

Wenn ihr einen Server außerhalb Europas auswählen möchtet, könnt ihr entweder die Landkarte in die entsprechende Richtung bewegen oder ihr macht es euch bequem und wählt das Land aus der Liste am unteren Bildschirmrand aus.

In beiden Fällen fragt Tunnelbear noch einmal bei euch nach, ob ihr den VPN-Tunnel zu diesem Ziel aufbauen möchtet und lässt im positiven Fall den Bär einen Tunnel bis zum Ziel graben. Sobald die Verbindung aufgebaut ist, schaut der Bär am Zielort aus dem Tunnel heraus.

Tunnelbear Verbindungsaufbau

Der Bär spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau der Verbindung

Wem diese Funktionen nicht ausreichen oder wer Probleme beim Aufbau des VPN-Tunnels oder dem stabilen Betrieb hat, sollte einen Blick in die Optionen von Tunnelbear werfen.

An dieser Stelle findet ihr drei hilfreiche Funktionen: GhostBear, VigilantBear und SplitBear. Der Geisterbär setzt zusätzliche Maßnahmen ein um euren VPN-Tunnel zu verschleiern. In einigen Ländern wie etwa China versuchen die Internet-Anbieter nämlich, den Aufbau von VPN-Verbindungen zu unterbinden.

Tunnelbear Optionen

In den Optionen könnt ihr verschiedene Verbindungsparameter setzen

Mit dem wachsamen Bär könnt ihr Situationen absichern, in denen der VPN-Tunnel zusammenbricht und ihr solange wieder sichtbar werdet, bis ihr den VPN-Tunnel wieder gestartet habt. Ich empfehle euch, diesen Schalter in jedem Fall zu aktivieren.

Sollten Anwendungen auf eurem Smartphone den VPN-Tunnel nicht vertragen, könnt ihr diese mit Hilfe des geteilten Bären auch ausschließen. In diesem Fall umgehen diese Apps den vorhandenen VPN-Tunnel und kommunizieren direkt mit dem Internet.

Tunnelbear Verbingunsaufteilung

Tunnelbear erlaubt die Umgehung des Tunnels für bestimmte Apps

Tunnelbear – Geschwindigkeitsmessung

Bei den Geschwindigkeits-Tests findet sich Tunnelbear leider auf den hinteren Plätzen wieder. Trotz der automatischen Auswahl des Servers, die in Deutschland endete, konnte die Download-Rate nicht überzeugen.

Tunnelbear Geschwindigkeit

Bei der Ermittlung der Download-Geschwindigkeit konnte Tunnelbear nicht überzeugen und landete auf dem vorletzten Platz

Tunnelbear schaffte an dieser Stelle gerade einmal gut 20 Megabit pro Sekunde und nimmt damit knapp vor CyberGhost den vorletzten Platz ein. An dieser Stelle sollte der Anbieter dringend nachbessern. Dann steht einem der vorderen Plätze nichts mehr im Wege.

Tunnelbear – Einzelfazit

In Sachen Benutzerfreundlichkeit und einfache Handhabung ist der Tunnelbear mein klarer Favorit. Dank der 500 Megabyte Gratis-Download eignet sich der Dienst auch für Gelegenheits-Nutzer, die immer mal wieder eine sichere Verbindung benötigen.

Ein wenig schade ist die doch schwache Download-Leistung, welche nur wenig schneller als im Falle von CyberGhost ist.

  1. Funktionen: 70 v. 100 – befriedigend
  2. Benutzerfreundlichkeit: 80 v. 100 – gut
  3. Geschwindigkeit: 70 v. 100 – befriedigend
  4. Gesamt-Durchschnitt: 73 Punkte – befriedigend

Einzeltest: VyprVPN

Der abschließende Kandidat im Test ist VyprVPN. Dieser Dienst stammt aus der Schweiz und hat sich in den letzten 10 Jahren, seit er am Markt verfügbar ist, gut etabliert. In dieser Zeit hat sich der Dienst ständig weiterentwickelt und besitzt heute, neben der reinen VPN-Funktionalität noch weitere Zusatzkomponenten, die euch beim Surfen schützen.

VyprVPN Einstieg

Der Schweizer VPN-Dienst kommt mit einer übersichtlichen und einfach zu bedienenden Oberfläche

Im Vergleich zu den meisten seiner Konkurrenten orientiert sich das Preismodell von VyprVPN nicht an der Laufzeit des Vertrages sondern am Funktionsumfang.

Ihr könnt das volle Leistungsspektrum nur nutzen, wenn Ihr den Premium-Dienst abonniert. Dieser bietet eine höhere Anzahl von parallelen Geräten in der Nutzung, eine Cloud-Funktion sowie ein zusätzliches Verbindungsprotokoll.

Pro und Contra – VyprVPN im Überblick

  • Intuitive Nutzung
  • Deutschsprachiger Support
  • Gute Geschwindigkeitswerte
  • Umfangreiche Zusatzfunktionen
  • Mehrere Protokolle zur Auswahl

  • Keine anonyme Zahlungsmethode
  • Tarifpreis orientiert sich nach Funktionsumfang
  • Schlechte PING-Zeiten

VyprVPN – Funktionen und Benutzerfreundlichkeit

Die Entwickler von VyprVPN haben die meisten Funktionen auf die Startseite gepackt. Auf dieser wählt ihr den Server aus, den ihr nutzen möchten. Darüber hinaus findet ihr an dieser Stelle auch die wichtigsten Zusatzfunktionen, die VyprVPN mitbringt.

VyprVPN Durchsatz

In einer Grafik seht ihr, mit welchen Datenraten aktuell Down- und Upload stattfinden

Ihr könnt in den allgemeinen Einstellungen wählen, ob Ihr VyprVPN automatisch starten lassen wollt. Dafür stehen euch unterschiedliche Optionen zur Verfügung: von immer beim Start des Smartphones bis hin zum Start der VyprVPN App. Natürlich könnt ihr für sichere WLANs Ausnahmen definieren und aktivieren.

VyprVPN Einstellungen

In den Einstellungen legt ihr unter anderem fest, wann der VPN-Dienst zum Einsatz kommen soll

Falls ihr keinen generellen Start möchtet, aber trotzdem optimal geschützt sein möchtet, könnt ihr den Verbindungaufbau über nicht vertrauenswürde WLAN-Netze unterbinden. Damit baut ihr nicht aus Versehen automatisch eine Verbindung zu einem offenen WLAN auf.

Eine sehr hilfreiche Funktion zur Absicherung ist die Blockierung der schädlichen Seiten. Wenn ihr diese aktiviert, untersucht VyprVPN vor der Darstellung der Seite, ob diese Malware enthält.

Interessant ist auch die Funktion „Kill Switch“. Habt ihr diese aktiviert, kann nur eine Verbindung ins Internet aufgebaut werden, wenn VyprVPN aktiviert ist und ein VPN-Tunnel besteht.

VyprVPN Aktiv

Bei einer aktiven Verbindung steht ihr alle Details über die verschiedenen Ansichten des Startbildschirms

Innerhalb der Premium-Variante des Dienstes steht euch noch ein alternatives Protokoll zur Verfügung. Dieses trägt den Namen Chameleon und bietet eine 256-Bit-Verschlüsselung.

Wie der Name bereits vermuten lässt, versucht das Protokoll, den VPN-Tunnel bestmöglich zu verschleiern um damit sowohl Streaming-Dienste zu täuschen als auch die Blockade eines Tunnelaufbaus zu verhindern.

VyprVPN Protokolle

Mit dem Chameleon Protokoll könnt ihr den Tunnelaufbau gegenüber der aufrufenden Website optimal verschleiern

VyprVPN – Geschwindigkeitsmessung

Ihr könnt euch bei VyprVPN über die gleichnamige Option immer den schnellsten Server auswählen. Dieser wird aktuell über die Antwortzeiten der einzelnen Installationen ermittelt. Dieser war auch die Basis für unsere Messungen.

In Puncto Download-Geschwindigkeit konnte VyprVPN voll punkten und ist mit einer Download-Rate von 40 Megabit pro Sekunde ganz vorne dabei.

VyprVPN Geschwindigkeit

VyprVPN kann bei der Download-Rate überzeugen, patzt allerdings beim Ping-Wert

Ein wenig enttäuschend ist allerdings die Ping-Geschwindigkeit mit 37 Millisekunden. Hier könnt ihr unter Umständen bei Online-Spielen bereits Probleme bekommen.

VyprVPN – Einzelfazit

Der Schweizer Anbieter Golden Frog liefert mit VyprVPN einen leistungsstarken, intuitiv zu bedienenden Dienst ab. Dieser bietet nicht nur gute Download-Raten an, sondern auch eine Reihe von Zusatzfunktionen, die besonders beim Verstecken des VPN weiterhelfen.

Sobald der Anbieter noch seine schlechten Ping-Zeiten in den Griff bekommt, wird er zur ernsthaften Konkurrenz für ExpressVPN.

  1. Funktionen: 80 v. 100 – gut
  2. Benutzerfreundlichkeit: 80 v. 100 – gut
  3. Geschwindigkeit: 70 v. 100 – befriedigend
  4. Gesamt-Durchschnitt: 76 Punkte – befriedigend

Gesamtfazit

Der erstplatzierte ExpressVPN überzeugt auf ganzer Linie: nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit und die Funktionalität überzeugen. Wenn ihr eure Server nach Einsatzzweck aussuchen möchtet, empfehle ich euch einen genaueren Blick auf die NordVPN App.

Hier könnt ihr neben den Server-Standorten auch den optimalen Server beispielsweise für P2P oder das sichere Surfen im Onion-Netzwerk aussuchen. Dafür ist die Datenübertragungsrate nicht ganz so schnell wie bei ExpressVPN – im normalen Alltag werdet ihr jedoch kaum Unterschiede bemerken.

Auch das Leistungspaket von VyprVPN kann sich sehen lassen. Die Benutzerfreundlichkeit und die Funktionen überzeugen, lediglich die Ping-Zeiten geben Anlass zur Kritik. Beim Streamen und beim Download von Dateien werdet ihr dies sicherlich nicht bemerken, bei Online-Spielen könnte das jedoch zu Problemen führen.

Etwas abgeschlagen sind die beiden anderen Dienste Tunnelbear und CyberGhost. Sie lassen vor allem ihre Punkte bei den Geschwindigkeitstest und liegen am Ende rund 20 Megabit pro Sekunde hinter den Konkurrenten. Diese lohnen sich nur, wenn ihr keine größeren Downloads plant. Beim UHD-Streaming aus dem Ausland stoßt ihr unter Umständen an die Leistungsgrenzen der Dienste.

Author

von Mauricio

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2 Kommentare


Walter Bond 12. October 2018 at 10:37

Der ganze Test ist für’n Eimer wenn keine Preise aufgeführt sind. Ist ja schließlich ein ganz großer Faktor in der Entscheidungsfindung.

Reply

Swaantje 20. October 2018 at 13:50

Hi Walter, die Preise zu den jeweiligen VPN-Anbietern stehen hier im Artikel jeweils in grün hinterlegt direkt unter den Bildern.

Reply

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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