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von Mauricio

Zuletzt aktualisiert am: 9. May 2018

iPhone VPN

Die 5 besten VPNs für das iPhone 2018

VPN-Anbieter, die euch das anonyme Surfen und ungestörtes Streamen auf dem iPhone ermöglichen wollen, gibt es viele. Aber nicht jeder ist auch wirklich gut. Seid ihr auf der Suche nach dem besten VPN für das iPhone, empfehle ich euch meinen Testsieger ExpressVPN. Aber auch einige weitere Anbieter sind empfehlenswert. Eine Übersicht inklusive Speed-Tests bietet euch dieser Artikel.

ExpressVPN iPhone VPN

ExpressVPN ist derzeit das wohl beste VPN für's iPhone

6,67 USD pro Monat (jährliche Zahlung)

Gründe für den Einsatz eines VPN-Dienstes auf dem iPhone gibt es viele. Klassischerweise werden sie zur Wahrung der Anonymität genutzt. Ebenfalls beliebt sind VPNs als Gegenmaßnahme zum Geo-Blocking. Dies ist vor allem beim Medienkonsum im Internet hilfreich, z. B. beim Streamen hierzulande nicht verfügbarer Serien auf Netflix.

Ungeschützte WLAN-Netze sind ein weiterer Grund für einen VPN. Seid ihr mit eurem iPhone in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk angemeldet, lassen sich mit etwas Geschick eure Daten auslesen. Denn eine Verschlüsselung findet in der Regel nicht statt. Schaltet ihr eine verschlüsselte Verbindung zu einem VPN dazwischen, verhindert ihr potentielle Lauschangriffe.

So habe ich getestet

Unsere Testkriterien sind vielfältig und in die Kategorien „Installation und Kosten“, „Benutzungsfreundlichkeit und Funktionsumfang“ sowie „Geschwindigkeit“ unterteilt.

Die Geschwindigkeitsmessung erfolgte mit einem iPhone X mit aktueller iOS-Version (11.3.1). Eingewählt habe ich mich sowohl über das LTE-Netz der Telekom an meinem Wohnort bei Hamburg sowie über meinen Festnetzanschluss mit einer AVM Fritzbox als WLAN-Router. Die Verbindung wurde immer zu einem VPN-Server in den USA aufgebaut. Für eine bestmögliche Vergleichbarkeit habe ich die Messungen der verschiedenen VPN-Apps mit der Speedtest.net App zeitnah hintereinander durchgeführt.

Für ruckelfreies HD-Streaming und schnelles Surfen braucht ihr eine schnelle Verbindung mit hohen Download-Geschwindigkeiten. Der Upload-Speed ist z.B. beim Versenden von E-Mails mit Anhängen sowie dem Social-Media-Teilen von Fotos und Videos maßgeblich. Zudem ist auch die gemessene Ping-Zeit eine wichtige Kennzahl. Fällt diese zu hoch aus, verzögert sie den Datentransfer. Vor allem beim Online-Gaming ist sie entscheidend.

Die Testergebnisse der einzelnen Kategorien fließen in einem Gesamt-Ergebnis für den jeweiligen Anbieter zusammen. Mit der Übersicht könnt ihr die Dienste gut vergleichen.

Die besten VPN-Dienste für das iPhone

Ich habe fünf bekannte VPN-Anbieter für euch verglichen und auf Herz und Nieren geprüft: ExpressVPN, NordVPN, CyberGhost, IPVanish und VyprVPN.

Mein Testsieger: ExpressVPN

ExpressVPN hat es bereits in unserem großen VPN Test auf einen guten zweiten Platz geschafft und dabei vollends überzeugt. Bei den besten VPN-Diensten für das iPhone reicht es sogar für den Platz ganz oben auf dem Treppchen. Einer der Gründe ist die hervorragende iOS-App.

Pro & Contra – ExpressVPN im Überblick

Pro

  • 30 Tage kostenlos testen
  • Einfache Einrichtung und Bedienung
  • Viele Server zur Wahl
  • Schnelle Verbindungen

Contra

  • Etwas teurer als andere Anbieter
  • Nicht direkt per App buchbar

Installation und Kosten

Der Download der App von ExpressVPN ist kostenlos aus dem App Store möglich. Zunächst könnt ihr den Dienst 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen. Danach müsst ihr allerdings zahlendes Mitglied werden. Die Kosten beginnen bei 8.32 US-Dollar pro Monat, wenn ihr euch für ein Jahr bindet (99,95 US-Dollar Jahresbeitrag).

Start-ExpressVPN.png

So begrüßt euch die App von ExpressVPN auf eurem iPhone

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Die Konfiguration von ExpressVPN auf dem iPhone

Erstellt euch erstmal über die ExpressVPN-Webseite ein Nutzerkonto für die 30 Tage Testversion, dann könnt ihr die App herunterladen und euch einloggen. Nach dem Login erfolgt ein kurzer Konfigurationsvorgang. Hierfür müsst ihr ExpressVPN erlauben, die Netzwerkeinstellungen eures iPhones zu verändern und ein VPN-Eintrag hinzuzufügen. Mit wenigen Handgriffen ist die Einrichtung erledigt und die App einsatzbereit.

Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang

Wollt ihr anonym auf eurem iPhone surfen, tappt ihr einfach einmal auf den großen Power-Button mittig auf dem Display. Schon wird eine sichere und verschlüsselte VPN-Verbindung aufgebaut.

Verbinden-ExpressVPN.png

Über den großen Button baut ihr die VPN-Verbindung auf

Zuvor könnt ihr euch noch über den Button „Standort wählen“ einen VPN-Server aussuchen, den ihr zwischenschalten wollt. Zur Wahl stehen weit über 100 Server in vielen Ländern, darunter USA, Großbritannien, Deutschland und Japan. Aufgeteilt sind diese in die Reiter „Empfohlen“, „Alle“ und „Letzte“.

Der letztgenannte Punkt zeigt euch eure zuletzt verwendeten Server. Das ist praktisch, wenn ihr regelmäßig zwischen mehreren Servern hin und her wechselt, z. B. um Geo-Sperren bei verschiedenen Anbietern zu umgehen.

Serverliste-ExpressVPN.png

Die Serverliste von ExpressVPN

Über die Einstellungen im Menü der App wählt ihr zwischen verschiedenen VPN-Protokollen. UDP, TCP, IPSec und IKEv2 stehen zur Wahl. Kurze Erläuterungen erklären, was die jeweiligen Vor- und Nachteile sind. UDP ist z. B. die beste Wahl hinsichtlich der Geschwindigkeit. Am einfachsten nutzt ihr die Einstellung „Automatisch“. Positiv ist ebenfalls, dass die App deutschsprachig ist. Und es gibt eine Option zur automatischen Verbindungswiederherstellung, sollte diese mal unterbrochen werden – der sogenannte Killswitch.

Geschwindigkeit

Meine Geschwindigkeitsmessung belegt hohe Verbindungsgeschwindigkeiten beim Download (mobil ca. 43 Mbps) sowie gute Werte beim Upload (mobil ca. 8 Mbps) und der Ping-Zeit. Diese Werte liegen nur knapp unterhalb der erzielten Werte ohne zwischengeschaltetes VPN. Das ist nicht nur für das mobile Surfvergnügen wichtig, sondern auch für Streaming und Online-Games gut.

Geschwindigkeitsmessung-ExpressVPN.png

ExpressVPN im Speedtest

Fazit zu ExpressVPN

ExpressVPN überzeugt mich in den meisten Belangen. Die App ist sehr einfach zu bedienen, bietet einen guten Funktionsumfang und schnelle Datenübertragung. ExpressVPN ist der verdiente Testsieger und damit der beste VPN-Dienst für das iPhone.

Bewertungen

  • Einrichtung: 90 v. 100 – sehr gut
  • Benutzerfreundlichkeit: 90 v. 100 – sehr gut

  • Geschwindigkeit: 95 v. 100 – sehr gut
  • Gesamt-Durchschnitt: 92 v. 100 – sehr gut

Günstig und gut: NordVPN

In unserem großen VPN Test konnte NordVPN den Sieg als günstigster VPN einfahren. Bei den iPhone-VPNs reicht es zu einem zweiten Platz. Aber das ist kein Grund zur Scham. Denn auch NordVPN weiß zu überzeugen, ist zudem günstiger als ExpressVPN.

Pro & Contra – NordVPN im Überblick

Pro

  • Günstige Preise
  • Sehr viele Server zur Wahl
  • Server über Karte wählen
  • Intuitive Bedienung

Contra

  • Geschwindigkeit langsamer als bei ExpressVPN
  • Wenige Einstellungsmöglichkeiten in der App

Installation und Kosten

Nachdem ihr euch auf der NordVPN Webseite ein Konto eingerichtet habt, könnt ihr die App herunterladen und euch mit euren Nutzerdaten einloggen. Die Einrichtung ist ebenfalls sehr einfach, wobei die eigentliche Konfiguration vor dem ersten Verbindungsaufbau erfolgt. Das finde ich bei ExpressVPN übersichtlicher gelöst.

Anmelden-NordVPN.png

Der Anmeldevorgang bei NordVPN

Bindet ihr euch gleich für zwei Jahre an NordVPN, ist die Nutzung besonders günstig. Dann zahlt ihr nur 3.29 US-Dollar pro Monat. Das ist im Vergleich zum mehr als doppelt so teuren ExpressVPN ein dicker Pluspunkt. Selbst bei einem Jahresvertrag ist NordVPN mit 5.75 US-Dollar noch deutlich günstiger. Als Neukunde zahlt ihr direkt per In-App-Kauf – praktisch!

Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang

Auf dem Startbildschirm der deutsch lokalisierten NordVPN-App erwartet euch eine stilisierte Weltkarte, auf der ihr direkt Serverstandorte auswählen könnt. Dieses Feature hat ExpressVPN nicht zu bieten. Auch eine Listendarstellung lässt NordVPN nicht missen. Diese ist aber nur nach Spezialservern und Ländern sortiert. Das ist bei ExpressVPN übersichtlicher gelöst.

Landkarte-NordVPN.png

Server per Landkarte auswählen

Serverliste-NordVPN.png

Land oder Spezialserver auswählen

Eine Favoritenfunktion gibt es ebenfalls. Tappt ihr auf das kleine Herz-Icon neben einem Server, speichert ihr diesen in euren Favoriten. Diese könnt ihr dann über das Herz oben rechts in der Ecke wieder aufrufen. Das ist praktisch für einen schnellen Verbindungsaufbau, wenn ihr regelmäßig die gleichen Server nutzt.

Die Serverliste ist sehr groß, sodass für jede Nutzung das passende Land sowie die richtigen Server zu finden sind. Praktisch ist die Liste der Spezialserver für verschiedene Anwendungszwecke. Diese sind nach „Anti DDoS“, „Onion Over VPN“ sowie „P2P“ sortiert. Sie bieten spezielle Möglichkeiten, sind aber leider nicht genauer erklärt, daher eher etwas für Experten. Der Verbindungsaufbau klappte in meinem Test schnell und einfach.

Abgerundet wird die NordVPN-App durch weitere sinnvolle Funktionen. Der „Kill Switch“ unterbricht die Internetverbindung, wenn die VPN-Verbindung zusammenbricht. Zudem findet ihr im Menü einen Hilfebereich. Weitere Einstellungen lässt die iOS-App derzeit leider missen.

Geschwindigkeit

Abzüge muss NordVPN bei der Geschwindigkeitsmessung hinnehmen. Bei der Verwendung des von der App empfohlenen USA-Servers erreichte der Download im Test befriedigende 32 Mbps, der Upload knapp 13 Mbps. Der Ping ist gut. Bei der Downloadgeschwindigkeit unterliegt NordVPN dem Kontrahenten ExpressVPN recht deutlich, was am Ende auch den Testsieg kostet.

Geschwindigkeitsmessung-NordVPN.png

So schnell war die VPN-Verbindung mit NordVPN

Fazit zu NordVPN

NordVPN überzeugt auf dem iPhone vor allem mit seinem günstigen Preis. Die App bietet einige nützliche Funktionen, hat aber ein paar kleinere Schwächen. Auch der Geschwindigkeitstest war nicht vollends zufriedenstellend. Am Ende reicht es für einen verdienten zweiten Platz.

Bewertungen

  • Einrichtung: 85 v. 100 – gut
  • Benutzerfreundlichkeit: 85 v. 100 – gut

  • Geschwindigkeit: 80 v. 100 – gut
  • Gesamt-Durchschnitt: 84 v. 100 – gut

CyberGhost im Test

CyberGhost verspricht euch, dass ihr wie ein Geist unsichtbar durch das Web surft. Auch diesen VPN-Dienst für iPhone habe ich genauer für euch unter die Lupe genommen.

Pro & Contra – CyberGhost im Überblick

Pro

  • 7 Tage kostenlos testen
  • Kostenloser Basisdienst
  • Günstige Preise
  • Vier spezielle Modi
  • Über 1.250 Server weltweit
  • Bezahlung direkt per In-App-Kauf möglich

Contra

  • Zunächst verwirrende App
  • Geschwindigkeit nicht auf Top-Niveau

Installation und Kosten

Nach dem kostenlosen Download der CyberGhost-App auf euer iPhone begrüßt euch zunächst das Maskottchen des VPN-Dienstes, ein kleiner Geist (was sollte es auch sonst sein…). Er weist euch freundlich darauf hin, dass ihr den Dienst 7 Tage kostenlos nutzen könnt. Außerdem steht er euch auch bei der Konfiguration zur Seite. Diese läuft gleich ab wie bei den anderen VPN-Apps, da der Vorgang vom iOS-Betriebssystem geregelt wird.

CyberGhost-konfigurieren.png

Der kleine Geist hilft bei der Konfiguration

Nach der Testphase könnt ihr die Basis-Features weiterhin für lau nutzen. Die nützlichen Premium-Funktionen müssen hingegen abhängig von der Laufzeit mit bis zu 11,99 Euro pro Monat bezahlt werden. Je länger ihr euch bindet, desto günstiger wird es auch hier (mindestens 4,99 Euro/Monat). Bestellt und bezahlt wird auf Wunsch direkt über die App.

Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang

Nach der Einrichtung der App wechselt ihr per Wischer nach links und rechts zwischen den vier vollseitig präsentierten Modi: „Hotspot-Sicherheit“, „Gesichertes Streaming“, „Anonymes Surfen“ und „Eigenen Server wählen“. In der nachfolgenden Tabelle findet ihr die dazugehörigen Erklärungen:

Hotspot-SicherheitVersperre Hackern den Zugriff auf sensible Daten wie Passwörter und Kreditkarten-Details
Gesichertes StreamingErhalte gesicherten Zugriff auf Streaming-Dienste wie Youtube, Hulu, BBC usw.
Anonymes SurfenWähle ein Land, verberge deine IP und beuge Online-Tracking vor. Optimiert zum Schutz von WLAN- und mobilen Netzwerken.
Eigenen Server wählenErfahrene Benutzer können in diesem Profil alle VPN-Einstellungen manuell konfigurieren.

Das wirkt im ersten Moment verwirrender als bei den anderen Apps. Zumal ihr bei zwei der vier Optionen auch noch Einstellungen wählen könnt. Denn letztendlich sollen VPN-Dienste bei ihrer Nutzung alle genannten Aufgaben zugleich erfüllen.

CyberGhost-Menue.png

Das viergeteilte Menü von CyberGhost

Wählt ihr die Option „Hotspot-Sicherheit“ oder „Anonymes Surfen“ und klickt auf den Button „Starten“, wird automatisch eine gesicherte Verbindung zu einem VPN-Server von CyberGhost aufgebaut. Danach könnt ihr geschützt surfen, z. B. per öffentlichem Hotspot.

Im Modus „Gesichertes Streaming“ müsst ihr nach dem Start zunächst noch einen Streaming-Anbieter aus der langen Liste an Anbietern auswählen. Dieser öffnet sich dann nach dem VPN-Verbindungsaufbau direkt in einem neuen Tab im Safari-Browser eures iPhones.

Die klassische Funktion eines VPN-Dienstes, also den Aufbau zu einem Server eurer Wahl, verbirgt sich hinter der vierten Option. Per Tap auf „Starten“ gelangt ihr zu einem Menü-Screen. Dort wählt ihr Wunschland und -server aus der ebenfalls beeindruckend langen Liste. Dann erfolgt auch hier der Verbindungsaufbau.

CyberGhost-Verbindung.png

VPN-Verbindung hergestellt mit VPN-Server in den USA

Praktisch ist, dass CyberGhost zusätzliche Optionen bietet. Unter anderem könnt ihr Tracking verhindern, euch vor Schadsoftware schützen sowie Webseiten komprimiert laden. Die einzelnen Funktionen aktiviert ihr in den Einstellungen.

Geschwindigkeit

Kritik muss sich CyberGhost bei der Geschwindigkeit kaum gefallen lassen. Wieder habe ich mir einen Server in den USA von der App empfehlen lassen und die Geschwindigkeit gemessen. Diese lag beim Download knapp unter, beim Upload sogar über den Werten vom Spitzenreiter ExpressVPN. Negativ fiel allerdings ein recht hoher Ping-Wert auf, was z.B. beim Spielen von Online-Games auf dem iPhone nachteilig ist.

Geschwindigkeitsmessung-CyberGhost.png

Meine Geschwindigkeitsmessung mit CyberGhost

Fazit zu CyberGhost

Auf den ersten Blick hat mich die App von CyberGhost verwirrt. Auf den zweiten Blick machen die verschiedenen Modi aber auch für Laien durchaus Sinn. So könnt ihr den passenden Modus je nach Verwendungszweck wählen. Trotz weitgehend guter Ergebnisse bei der Geschwindigkeitsmessung reicht es am Ende aber „nur“ zum dritten Platz – immerhin noch ein Platz auf dem Treppchen.

Bewertungen

  • Einrichtung: 80 v. 100 – gut
  • Benutzerfreundlichkeit: 70 v. 100 – befriedigend

  • Geschwindigkeit: 85 v. 100 – gut
  • Gesamt-Durchschnitt: 79 v. 100 – befriedigend

IPVanish

Der Name ist bei diesem VPN-Anbieter Programm: Er lässt zuverlässig eure IP-Adresse verschwinden. Aber was hat dieser Anbieter sonst zu bieten, vor allem auf dem iPhone?

Pro & Contra – IPVanish im Überblick

Pro

  • Einfache Einrichtung
  • Intuitive Bedienung
  • Bezahlung direkt per In-App-Kauf möglich

Contra

  • App nicht wirklich ansprechend
  • Geschwindigkeit nicht optimal
  • Keine kostenlose Testphase
  • Keine deutschsprachige App

Installation und Kosten

Auch bei IPVanish ist es das gleiche Bild: erstellt euch ein Konto über die Webseite und ladet euch dann die App herunter, dann könnt ihr euch bequem mit den von euch gewählten Daten anmelden. Auch die Konfiguration der VPN-Einstellungen erfolgt auf die übliche Weise.

Eine kostenlose Testphase gibt es im Gegensatz zu anderen Anbietern nicht – Schade! Ihr müsst euch also gleich für eines der Pakete entscheiden: einen Monat für 9.99 US-Dollar, drei Monate für 8.99 US-Dollar pro Monat oder ein ganzes Jahr für 6,49 US-Dollar monatlich. Per In-App-Kauf wird direkt aus der App heraus bezahlt.

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Anmeldevorgang bei IPVanish

Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang

Nach dem Login in der leider nur englischsprachigen App wählt ihr bei IPVanish einfach den gewünschten Server. Hunderte in mehr als 60 Ländern stehen zur Wahl. Die unterstützten Protokolle sind IKEv2 und IPSec, als DNS sind “IPVanish DNS” und “3rd Party DNS” möglich. Praktisch ist die „Always On“-Funktion, dank der automatisch per VPN verbunden wird, sobald Internetverkehr registriert wird.

Insgesamt machte die App von IPVanish auf mich einen weniger ansprechenden Eindruck, als es z. B. bei NordVPN der Fall ist. Die Benutzung ist mit grundlegenden Englischkenntnissen dennoch eingängig und intuitiv.

Geschwindigkeit

Bei der Geschwindigkeit konnte IPVanish nicht mit der Konkurrenz mithalten. Sowohl die gemessene Geschwindigkeit als auch der Ping sowie die Zuverlässigkeit der Verbindungen waren nicht optimal – zumindest nicht bei dem automatisch vorgeschlagenen US-Server. Mit etwas manueller Suche können eventuell Verbesserungen erzielt werden. Das kostet aber Zeit und ist benutzerunfreundlich.

Fazit zu IPVanish

IPVanish ist ein solider VPN-Dienst für iPhone, der mit den drei Top-Anbietern aber nicht ganz mithalten kann. Sowohl die App als auch der gemessene Speed sind zufriedenstellend, aber auch nicht mehr. Wären die Preise im Vergleich zu anderen Anbietern deutlich günstiger und nicht auf vergleichbarem Niveau, könnte das Fazit positiver ausfallen.

Bewertungen

  • Einrichtung: 60 v. 100 – ausreichend
  • Benutzerfreundlichkeit: 65 v. 100 – ausreichend

  • Geschwindigkeit: 65 v. 100 – ausreichend
  • Gesamt-Durchschnitt: 64 v. 100 – ausreichend

Zweiter Platz: VyprVPN

Ist VyprVPN eine falsche Schlange oder ein guter VPN-Dienst für die Nutzung auf eurem iPhone? Mein Test verrät es euch!

Pro

  • 3 Tage kostenlos testen
  • Bezahlung direkt per In-App-Kauf möglich
  • Viele Server und Standorte

Contra

  • Mittelmäßige Geschwindigkeit
  • Schlechter Ping-Wert

Installation und Kosten

Bei VyprVPN bietet sich ebenfalls das gewohnte Bild. Ihr könnt euch auf der Webseite registrieren und dann die App aus dem App Store herunterladen. Danach müsst ihr euch einloggen. Die Konfiguration des VPN-Profils erfolgt ebenfalls über den bekannten iOS-Dialog.

Meldet ihr euch neu an, ist eine E-Mail-Bestätigung notwendig. Danach könnt ihr aus vier verschiedenen Preis-Paketen wählen. Bis zu drei gleichzeitige Verbindungen bekommt ihr für 9,99 Euro (monatliche Abrechnung) oder 5,00 Euro pro Monat (Bindung für ein Jahr). Wollt ihr bis zu 5 Geräte gleichzeitig nutzen, zahlt ihr 12,99 Euro bzw. 6,67 Euro. Der Kauf kann direkt per In-App-Kauf erfolgen.

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Anmeldevorgang bei VyprVPN

Positiv ist, dass ihr VyprVPN 3 Tage kostenlos testen könnt. Allerdings müsst ihr vor Ablauf kündigen, damit euch die sonst anfallenden Kosten nicht in Rechnung gestellt werden.

Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang

Auch bei der Nutzung ist alles altbekannt. Wählt einfach ein Land aus den über 70 weltweiten Server-Standorten. Danach nutzt ihr entweder den automatisch vorgeschlagenen und vermeintlich besten Server oder selektiert manuell einen aus der Liste. Auf dem iPad könnt ihr, genauso wie bei NordVPN, sogar auf einer interaktiven Weltkarte die Server selektieren.

Praktisch: verbindet ihr euch mit einem nicht sicheren WLAN-Netzwerk, stellt VyprVPN automatisch eine Verbindung her und verschlüsselt euren Datenverkehr. Die App unterstützt die Protokolle IPsec und IKEv2 sowie VyprDNS und DNS von Drittanbietern, erfordert aber mindestens iOS 9. Insgesamt gibt die App ein solides, aber mich nicht vollends überzeugendes Bild ab.

Geschwindigkeit

Gleiches gilt auch für die Geschwindigkeit. Wieder habe ich die gleichen Testkriterien zu rate gezogen und eine Verbindung zum von der App vorgeschlagenen US-Server aufgebaut. Der gemessene Download- und Upload-Speed war solide, aber nicht atemberaubend schnell. Der Ping-Wert sorgte ebenfalls nicht für Begeisterungsstürme.

Fazit zu IPVanish

Am Ende reicht es für VyprVPN in meinem VPN-Test für iPhone nur zum fünften Platz. Gravierende Schwächen leistet sich auch dieser Anbieter nicht. Die ganz großen Stärken konnte ich aber leider auch nicht ausmachen.

Bewertungen

  • Einrichtung: 70 v. 100 – befriedigend
  • Benutzerfreundlichkeit: 60 v. 100 – ausreichend

  • Geschwindigkeit: 60 v. 100 – ausreichend
  • Gesamt-Durchschnitt: 63 v. 100 – ausreichend

Gesamtfazit zum Test

Letztendlich haben alle getesteten VPN-Anbieter auf meinem iPhone das gemacht, was sie sollten. Sie haben den Datenverkehr verschlüsselt und anonymisiert. Die Unterschiede im Testergebnis und Ranking sind daher vor allem auf die gemessene Geschwindigkeit sowie die Bedienbarkeit und den Funktionsumfang der jeweiligen Apps zurückzuführen.

Letztendlich hat mich ExpressVPN am meisten überzeugt, obwohl es mit der teuerste Anbieter im Test ist. NordVPN ist günstiger und vor allem für Sparfüchse interessiert, die eine längere Vertragslaufzeit nicht scheuen.

So funktioniert ein VPN auf dem iPhone

Nachdem ich euch die besten VPN-Anbieter für das iPhone an die Hand gegeben haben, gehe ich nun noch etwas genauer auf die Theorie und den Nutzen dieser Dienste ein.

Surft ihr mit einem VPN-Dienst, schaltet ihr einen fremden Server (den ihr selbst auswählen könnt) zwischen euer iPhone und den Server der abgerufenen Inhalte (z. B. eine Webseite). Der VPN-Server gaukelt dem Inhalte-Server vor, dass ihr euch nicht an eurem jetzigen Standort befindet, sondern am Standort des VPN-Servers.

So tragen VPN-Dienste zu eurer Sicherheit und dem Nutzungskomfort bei. Zum einen seid ihr anonym im Internet unterwegs. Euer Standort kann also nicht lokalisiert werden. Das bietet, wie ihr weiter unten erfahrt, verschiedene Vorteile. Außerdem werden eure Daten verschlüsselt, können also nicht ausgelesen werden.

Warum VPN-Dienste nutzen?

Für die Nutzung von VPN-Diensten gibt es viele Gründe. Zum einen bewegt ihr euch dann anonym durch das Internet. Euer wahrer Standort wird verschleiert.

Das könnt ihr euch aber nicht nur aus Datenschutzgründen zunutze machen, sondern auch beim Online-Medienkonsum. So umgeht ihr mögliche Geo-Sperren, die einen Zugriff von eurem Standort auf bestimmte Medieninhalte verhindern. Der zwischengeschaltete VPN-Server simuliert einen anderen Standort, sodass dem ungestörtem Film- und Serien-Spaß bei Netflix und anderen Streaming-Anbietern nichts mehr im Weg steht.

Durch die Verschlüsselung eurer Daten per VPN sind diese zudem gesichert. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr in einem öffentlichen Netzwerk wie einem Hotspot in einem Café surft. Dort werden die Daten ohne VPN nicht verschlüsselt übertragen. Sie können von anderen Nutzern im gleichen Netzwerk mit geringem Aufwand abgefangen werden.

Nutzt ihr hingegen ein VPN, das eine verschlüsselte Verbindung (https-Verbindung) zwischen eurem Gerät und dem Internet aufbaut, werden die Daten sicher übermittelt. Sie können somit nicht mitgelesen werden, sodass eure Privatsphäre geschützt ist. Das ist unter anderem bei Online-Bestellungen mit Angabe eurer Kreditkartendaten sehr wichtig und sicherheitsrelevant.

VPN auf iPhone einrichten: so gehts

Die oben vorgestellten VPN-Apps für iOS bieten alle ein automatisches Konfigurationsprogramm. Damit werden die erforderlichen Daten des jeweiligen Dienstes automatisch in den Einstellungen des iPhones unter „Einstellungen -> VPN“ eingetragen. Dort könnt ihr die eingetragenen VPNs verwalten.

VPN-Einstellungen-iPhone.png

Die VPN-Einstellungen auf dem iPhone

Zudem gibt es dort die Möglichkeit, ein VPN manuell hinzuzufügen. Solltet ihr einen anderen VPN-Anbieter als die von uns empfohlenen nutzen, der keine automatische Konfiguration bietet, tragt ihr die bereitgestellten Angaben des Anbieters dort manuell ein. Dies war bei den von uns getesteten Apps glücklicherweise durchweg nicht notwendig.

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von Mauricio


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