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von Sebastian

Zuletzt aktualisiert am: 15. Juni 2021

Staatstrojaner Regierung Rerfolgt Benutzeraktivität

Staatstrojaner erkennen & entfernen 2021: Was hilft gegen Überwachungssoftware?

2017 vom Bundestag beschlossen, wurde der Staatstrojaner 2018 das erste Mal eingesetzt. Mehr als zehn Jahre arbeiteten deutsche Polizeibehörden daran, eine Schnüffel-Software bereitzustellen, die sie für die Strafverfolgung nutzen können. Doch den einen „Staatstrojaner“ gibt es eigentlich gar, denn die Behörden experimentieren mit verschiedenen Varianten. Im Visier der Behörden stehen dabei die Ermittlung in Straftaten sowie die Überwachung von Verdächtigen, Kriminellen und Gefährdern.

Mit dem am 10.06.2021 durch den Bundestag genehmigten Gesetz zur Quellen-TKÜ (plus) – Quellen-Telekommunikationsüberwachung – ist es Bundespolizei und allen Nachrichtendiensten Deutschlands gestattet, Computer und Smartphones von Verdächtigen zu überwachen bzw. hacken.

Der Durchschnittsnutzer muss kaum fürchten, sich einen Staatstrojaner einzufangen. Dieser dient nur für Ermittlungen im Zusammenhang schwerer Straftaten. Mit dem neuen Gesetz sind Internet-Provider dazu verpflichten, den Trojaner bei einem konkreten Verdachtsfall per Download auf die Endgeräte des/der Verdächtigen einzuschleusen. So sollen auch Datenströme der Zielpersonen direkt an die Geheimdienste und/oder Strafverfolgungsbehörden umgeleitet werden können.

Datenschützer, Journalistenverbände und Verfassungsschützer warnen vor der totalen Überwachung. Auch ist der erweiterte Einsatzbereich eine Gefahr für die innere Sicherheit und eine Aufweichung der Verschlüsselung von Kommunikation auf breiter Ebene droht.

Denn was passiert, wenn Cyberkriminelle sich den/die Staatstrojaner zunutze machen? Dass ihr im Internet oder im Darknet nicht wild drauf los klickt und eine gesunde Skepsis walten lasst, dürfte ja klar sein. Wir zeigen, wie ihr euch vor Malware und anderen Angriffen schützen könnt. Und betonen dabei immer wieder gern Mantra-mäßig, dass

  • ihr eure Software Up-to-Date haltet,
  • ein ordentliches Antivirus-Programm installiert und
  • mit einem VPN Dienst bestmöglich aufgestellt seid.

Unser absoluter Favorit unter den Virtuellen Privaten Netzwerk ist ExpressVPN aufgrund seiner Performance. Unser zweiter Liebling und Preis-Leistungs-Sieger ist Nord VPN.

Ein neuer Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums sorgt seit dem 13.6.2020 für Empörung auf breiter Ebene. Dieser wurde bereits einen Monat später in einer Kabinettssitzung beschlossen und an den Bundestag zur Freigabe weitergereicht. Jetzt ist es euer Problem: Wir zeigen euch, wie ihr den Staatstrojaner erkennen und entfernen könnt.

Der Gesetzentwurf wurde am 10.06.2021 vom Bundestag genehmigt. Bundespolizei und alle 19 Nachrichtendienste in Deutschland sind mit dem Staatstrojaner befugt, Computer und Smartphones von Verdächtigen zu hacken.

Daten- und Verfassungsschützer kritisieren die neue Gangart der Regierung scharf. Denn dadurch werden Internet-Provider dazu verpflichtet, bei der Verteilung des Staatstrojaners auf die Endgeräte zu helfen und Datenströme der Zielpersonen direkt an die Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden umzuleiten. Die generelle Verschlüsselung wird dadurch jedoch nicht aufgehoben.

Hier lest ihr das Gesetz zur Anpassung des Verfassungsschutzrechts.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich ein großer Anteil der Kommunikation zwischen Menschen ins Internet verlagert. Aktivitäten aller Art finden immer mehr auf dem Computer und im Netz statt – auch kriminelle. Deshalb machen Polizeibehörden immer wieder Bedarf geltend, mit Hacker-Methoden arbeiten zu dürfen, um mit dem Technikeinsatz von Gesetzesübertretern mithalten zu können.

In Deutschland beschloss der Bundestag am 9. November 2006 das „Programm zur Stärkung der inneren Sicherheit“. Dieses forderte unter anderem das Bundeskriminalamt auf, die Voraussetzungen für sogenannte Online-Durchsuchungen zu schaffen.

Staatstrojaner 2.0 im Überblick: Mehr Möglichkeiten zum Abhören

Mit Beschluss des neuen Verfassungsschutzgesetzes darf das Bundesamt für Verfassungsschutz den Staatstrojaner zur Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ; kleiner Staatstrojaner) einsetzen. Es ermöglicht den Behörden, die Kommunikation über WhatsApp, Telegram und Co direkt am Endgerät der Zielperson mitzulesen und abzuhören.

Die Bundespolizei darf die Kommunikation der Bürger jetzt auch präventiv überwachen. Also noch bevor eine Straftat stattgefunden hat. Mitunter dürfen auch Kontakte der Zielperson gehackt werden.

Laut Bundespolizeigesetz allerdings nur, wenn …

  • … es zur Abwehr „einer dringenden Gefahr für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder Sachen von bedeutendem Wert, deren Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt, geboten ist“.
  • … es „bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie innerhalb eines übersehbaren Zeitraums eine (…) Straftat begehen wird, die eine nicht unerhebliche Schädigung der genannten Rechtsgüter erwarten lässt. Die Maßnahme darf auch durchgeführt werden, wenn andere Personen unvermeidbar betroffen werden.“

Weiterhin verboten bleibt die Online-Durchsuchung (großer Staatstrojaner) von PCs und Datenträgern, damit Privates und z. B. die Pressefreiheit unter allen Umständen gewahrt bleibt.

Allerdings ist das genehmigte Gesetz eine Quellen-TKÜ plus. Sie besagt, dass auch die Kommunikation ausgelesen werden darf, die vor Installation der Schadsoftware, aber nach Anordnung der Überwachungsmaßnahme stattgefunden hat. Eine Art Mischung aus laufender Kommunikationsüberwachung und Online-Durchsuchung.

So werden auch gespeicherte Inhalte abgerufen, „wenn sie auch während des laufenden Übertragungsvorgangs im öffentlichen Telekommunikationsnetz in verschlüsselter Form hätten überwacht und aufgezeichnet werden können“. Ein erster Türöffner zum großen Staatstrojaner?

Wie steht die Bevölkerung dazu? Laut einer Umfrage von Yougov stimmen rund 60 Prozent der Deutschen der Verwendung des Trojaners bei Verdacht einer Straftat zu. Doch auch rund ein Drittel der Befragten lehnt den Einsatz der Schnüffel-Software ab. Und auch deutsche Journalistenverbände und der öffentlich rechtliche Rundfunk kritisieren das Gesetz.

Die Befürchtung: Das Redaktionsgeheimnis und den Informantenschutz seien dadurch akut gefährdet. Verständlich, dass sicherheitsbewusste Anwender, sowie spezielle Berufsgruppen wie Journalisten immer häufiger auf den Einsatz von VPNs (Virtuelle Private Netzwerke) vertrauen.

Der Vorteil: Die Kommunikation und Weitergabe von Daten und Informationen ist verschlüsselt und selbst für einen Staatstrojaner nur schwer zu knacken. Warum sich ein VPN lohnen kann, welche VPN-Anbieter vertrauenswürdig und leistungsstark sind, haben wir für euch in unserem VPN-Anbieter-Test 2021 analysiert.

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Worum handelt es sich eigentlich bei dem Staatstrojaner?

Der Begriff „Staatstrojaner” bezeichnet allgemein eine Schnüffel-Software, die staatliche Stellen für geheime Ermittlung und Überwachung von Straftätern nutzen wollen. Zwei Funktionen sind dabei zu unterscheiden:

  • Die Online-Durchsuchung dient dazu, Dateien auszuspähen, die auf einem Rechner gespeichert sind (großer Staatstrojaner).
  • Die Quellen-Telekommunikationsüberwachung (kurz „Quellen-TKÜ“; kleiner Staatstrojaner) dient dazu, Kommunikation abzuhören, beispielsweise ein Skype-Gespräch oder einen WhatsApp-Chat. Wenn dies an irgendeinem Punkt zwischen den Teilnehmern nicht möglich ist, weil die Übertragung verschlüsselt ist, muss das Abhören schon auf dem Rechner stattfinden, also an der Quelle. Daher der Name.
  •  Die jetzt beschlossene Quellen-TKÜ plus stellt, wie oben beschrieben, einen Kompromiss aus kleinem und großem Staatstrojaner dar.

Obwohl es dafür zunächst keine rechtliche Grundlage gab, experimentieren die Behörden (soweit bekannt) seit 2007 mit verschiedenen Staatstrojanern. Diese sind meist von spezialisierten Unternehmen eingekauft, doch das BKA hat auch einen eigenen entwickelt.

Seit dem 24. August 2017 bietet der neu geschaffene § 100b der Strafprozessordnung eine konkrete rechtliche Grundlage für den Einsatz von Staatstrojanern zur Ermittlung einer Reihe von schweren Straftaten.

Das Thema ist unübersichtlich, technisch und – nicht überraschend – von viel Geheimniskrämerei umgeben. Doch wir wollten es genauer wissen: Ist der Staatstrojaner eine Bedrohung für unsere Online-Sicherheit und Privatsphäre? Wie könnt ihr ihn auf euren Geräten erkennen?

Was ist ein Staatstrojaner?

„Trojaner“ ist eine Kurzform von „Trojanisches Pferd“. In Anlehnung an den griechischen Mythos bezieht sich der Ausdruck in der Informationstechnologie auf eine Schadsoftware, die von außen nützlich aussieht, aber einen unerwünschten Eindringling mitbringt.

Dieser Eindringling kann dann in verschiedensten Formen Schaden anrichten, die Kontrolle über den Rechner übernehmen oder eben gezielt Informationen ausspionieren. Auch die Überwachung von Kommunikationskanälen wie Skype oder WhatsApp gehören dazu.

Der Staatstrojaner ist schlicht ein Trojaner, der im Auftrag staatlicher Behörden unterwegs ist. Er sollte nur bei Kriminellen, Gefährdern oder dringend Verdächtigen und generell selten auftauchen. Für den Durchschnittsnutzer geht die Wahrscheinlichkeit gegen null, damit zu tun zu bekommen – auch wenn theoretisch natürlich immer Irrtümer geschehen können.

Beim Staatstrojaner handelt es sich nicht um eine bestimmte Software – die deutschen Behörden haben im Lauf der Jahre verschiedene Entwicklungen eingesetzt.

Staatstrojaner Erkennen Netzpolitik Screenshot

Bereits im Juni 2018 hat das Magazin Netzpolitik.org geleakte Dokumente der Bundesregierung veröffentlicht, die einen Überblick der bisherigen Geschichte der Staatstrojaner in Deutschland bieten:

  • 2007 setzte der Zoll eine Software des Unternehmens Era-IT Solutions als Trojaner ein.
  • Ab 2008 nutzten Behörden eine Software der Firma DigiTask aus Hessen. Dies war den Dokumenten zufolge der bisher am häufigsten eingesetzte Staatstrojaner. Da die Software mehr konnte, als die Rechtslage zuließ, schlugen Datenschutzbeauftragte Alarm und DigiTask ist nicht mehr im Einsatz.
  • DigiTask ging 2018 in den Besitz des Unternehmens Rohde & Schwarz über. Netzpolitik vermutet, dass hier die Entwicklung eines neuen Staatstrojaners geplant ist, doch darüber ist nichts Konkretes bekannt.
  • Im Jahr 2015 stellte das BKA einen selbst entwickelten Staatstrojaner fertig, der den Namen RCIS trägt. Dies steht für „Remote Communication Interception Software“. Darauf folgte eine aktualisierte Fassung namens „RCIS 2.0 Mobile“, die auch zur Telekommunikationsüberwachung von Tablets und Smartphones dienen kann. RCIS dient offenbar hauptsächlich oder sogar ausschließlich zum Abhören von Skype-Gesprächen.
  • Anfang 2013 sickerte durch, dass das BKA die kommerzielle Trojaner-Software „FinFisher“ gekauft hatte, die auch als „FinSpy“ bekannt ist. Hersteller ist das deutsch-britische Unternehmen Gamma mit Sitz in München. FinFisher gilt als ultimatives Schweizer Messer der Online-Überwachung. Deshalb musste das BKA wohl eine abgespeckte Version bestellen, um im Rahmen des Erlaubten zu bleiben. Die Bundesregierung bezahlte für ihre Lizenz 147.000 Euro – nicht schlecht für ein Stück Software.

Im Jahr 2017 beobachtete das IT-Sicherheitsunternehmen ESET eine Welle der Ausbreitung von FinFisher-Trojanern. Das Pikante dabei: Es sah so aus, als ob die digitalen Schnüffler auf der Ebene der Internetprovider in die Netze gelangten.

ESET vermutete, dass die Provider auf Anweisung von Behörden gezwungen waren, die Verbindungen ihrer Kunden zu manipulieren. In diesem Szenario würdet ihr eine Website aufrufen und ohne es zu merken auf eine gefälschte Version dieser Website „entführt“ werden. Dort fangt ihr euch dann den Trojaner ein.

Noch abenteuerlicher: Ein paar Monate darauf, im Dezember 2017, beobachtete ESET die Ausbreitung einer neuen Trojaner-Software namens StrongPity2. Diese gerate in einem ähnlichen Muster in die Netze wie zuvor FinFisher. Der Vorgänger habe noch am Tag des Erscheinens des eben genannten ESET-Berichts alle Aktivitäten eingestellt.

Im März 2018 erschien im Blog von Microsoft ein Artikel, in dem ein Sicherheitstechniker die Funktionsweise von FinFisher sezierte. Demzufolge ist der Windows Defender in der Lage, die Überwachungssoftware zu erkennen und abzuwehren.

Doch wie so oft findet hier ein Katz-und-Maus-Spiel statt – die Malware-Hersteller entwickeln neue Tarnungen, die Hersteller von Virensoftware und Firewalls arbeiten an der Enttarnung. Mal ist die eine Seite einen Schritt voraus, mal die andere.

Staatstrojaner & Bundestrojaner: Gibt es einen Unterschied?

Um Verwirrung zu vermeiden, ist hier noch eine Begriffsklärung angebracht.

Wenn Menschen „Staatstrojaner“ oder „Bundestrojaner“ sagen, meinen sie in der Regel das Gleiche. Wenn ihr bei Google „Bundestrojaner“ sucht, findet ihr allerdings auch Ergebnisse zu einem sogenannten „BKA-Trojaner“, der eine völlig andere Geschichte ist.

Der sogenannte BKA-Trojaner ist eine Malware, die Cyberkriminelle zum Geldverdienen benutzen. Auf infizierten Rechnern poppt eine Textbotschaft auf, die behauptet, der Nutzer sei bei illegalen Aktivitäten beobachtet worden. Darüber stehen Namen und Logos von Polizeibehörden. Der Nutzer soll über ein Online-Zahlungssystem eine angebliche Strafe zahlen. Wenn er sich dazu durchringt, haben die Abzocker ihr Ziel erreicht.

Dieser Trojaner nutzt also Namen und Logos des BKA und anderer Polizeibehörden, doch diese haben damit nichts zu tun. Hier eine Informationsseite der Bundespolizei zum Thema.

Ist der neue Staatstrojaner wirklich beschlossene Sache?

Ganz einfach: Ja, es ist beschlossen. Überspitzt formuliert: Wir nähern uns dem Film Minority Report mit Tom Cruise Stück für Stück an.

Bereits im Juli 2020 wurde das Gesetz das alle 19 deutsche Geheimdienste ermächtigt, Staatstrojaner einzusetzen, in einer Kabinettssitzung beschlossen. Dazu gehören die 16 Verfassungsschutz-Dienste der Bundesländer, der Bundesnachrichtendienst (BND), der Verfassungsschutz sowie der Militärischen Abschirmdienst.

Jetzt hat der Bundestag den Beschluss der Kabinetssitzung genehmigt. Kommunikations-Anbieter werden verpflichtet, den Trojaner bei Verdächtigen zu installieren. Die Sache ist geritzt. Wir sind gespannt, was dies bezüglich Haftungsfragen, Rechtssicherheit sowie technischen Richtlinien und anfallenden Kosten bedeutet.

Da hat auch der massive Widerstand gegen dieses Gesetzentwurf nicht geholfen: Bereits 2017 hatte die Gesellschaft für Freiheitsrechte Verfassungsbeschwerde gegen den massenhaften Einsatz von Staatstrojanern eingereicht. Die GFF ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit anderen Nichtregierungsorganisationen zur Wahrung unserer Grundrechte einsetzt.

Schutz: Wie kann ich mich vor dem Staatstrojaner schützen?

Sprechen wir erst einmal von der Vorbeugung, denn die ist in jedem Fall eine bessere Option als die Entfernung bereits installierter Malware. Ein Staatstrojaner bemüht sich wenigstens, unauffällig zu sein – aber es gibt andere Schadprogramme, die wirklich den Rechner lahmlegen, Dateien unbrauchbar machen und nur sehr mühsam wieder zu entfernen sind.

Vorsorgen ist also auf jeden Fall besser als Reagieren. Hier einige Tipps, was ihr für eure IT-Sicherheit tun könnt und solltet:

Oben habe ich das Szenario erwähnt, dass sich Ermittlungsbehörden bei den Internetprovidern einklinken, um euch unbemerkt auf eine Fake-Website umzuleiten. Dagegen hilft nur eins: ein Virtual Private Network. Wenn ihr mit einem VPN verbunden seid, sieht der Internetprovider von euch nur einen verschlüsselten Datenstrom zum VPN-Anbieter. Einzelne Seitenabrufe innerhalb dieses Stroms umzuleiten ist dann nicht möglich. Auch aus anderen Gründen der Onlinesicherheit ist ein VPN unbedingt zu empfehlen. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem VPN-Anbieter-Test. DAbei haben sich zwei Anbieter herauskristallisiert, die wir uneingeschränkt empfehlen können:

Express VPN: Unser Alltime-Favorite

ExpressVPN ist nicht nur extrem schnell, sondern bietet mit mehr als 2.000 Servern in 94 Ländern an 160 Standorten ein nahezu lückenloses Netz aus VPN-Servern. Perfekt für Video-Streaming: Neben der hohen Bandbreite der Verbindung, die Video-Ruckler nahezu ausschließt, gibt es bei ExpressVPN keine Volumenbeschränkung.

Glänzen kann der Anbieter auch mit dem breiten Angebot an Apps und Software für alle relevanten Betriebssysteme und Endgeräte. Die Preise von ExpressVPN im Überblick:

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Einer der Pluspunkte von NordVPN ist, dass sich der Firmensitz in Panama befindet. So unterliegt der Dienstleister keiner Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung und eignet sich geradezu perfekt für das Video-Streaming. Stark: Sicherheit durch die Kombination zweier VPN-Server und Anonymität durch die Unterstützung des Onion-Netzwerks.

Weiterhin bietet NordVPN ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Preise im Überblick:

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Das gilt für Betriebssysteme wie für Desktop-Programme und mobile Apps. Immer wieder entdecken Hacker Sicherheitslücken, welche die Hersteller dann mit Updates schließen. Das Gefährliche ist, dass Sicherheitslücken nach ihrer Entdeckung allgemein bekannt sind, sodass jeder sie ausnutzen kann. Deshalb ist es so wichtig, sich die Updates sofort zu beschaffen.

Im Zweifel lieber noch ein bisschen googeln, um die Vertrauenswürdigkeit einer Quelle einschätzen zu können. Unerwartet per E-Mail erhaltene Dateien von unbekannten Absendern niemals öffnen, sondern die E-Mail löschen. Mit Links in E-Mails unbekannter Absender ebenso vorsichtig sein. Im Zweifel nicht klicken – oder in einem Browser öffnen, der keine Skripte zulässt.

Apropos: Die Installation von Malware über Webseiten beruht auf Skriptsprachen wie JavaScript. Diese stellen daher ein großes Sicherheitsrisiko dar. Skripte zu deaktivieren schmälert allerdings den Internet-Komfort erheblich, weil viele interaktive Elemente ohne sie nicht mehr funktionieren. Zumindest für Besuche zweifelhafter Internetseiten ist es jedoch auf jeden Fall eine sinnvolle Maßnahme. Browser-Erweiterungen wie NoScript für Firefox machen dies bequemer, doch es ist auch manuell in den Einstellungen möglich.

Die meisten Webseiten stehen heute als HTTPS-Version zur Verfügung. Das heißt, dass euer Browser sie verschlüsselt überträgt, sodass niemand den Datenstrom abfangen und mitlesen kann. Die Browser-Erweiterung HTTPS Everywhere sorgt dafür, dass ihr nie unverschlüsselt mit Webseiten interagiert.

Bei diesem Thema sind die Meinungen geteilt, denn im Idealfall sollte ein Computersystem dicht und eine Virenschutzsoftware unnötig sein. Doch in der Realität ist kein System perfekt und ein Virenschutz kann durchaus zusätzliche Sicherheit bieten. Lasst euch aber nicht dazu verführen, weniger vorsichtig zu sein, weil ihr den Virenschutz habt. Es ist und bleibt das Wichtigste, das System zu pflegen, zügig Updates einzuspielen und sich achtsam zu verhalten.

Leicht zu merkende, unsichere Passwörter sind weiterhin eine der häufigsten Sicherheitslücken. Mit einer entsprechenden Software könnt ihr diese Lücke schließen und sogar den Komfort der Computernutzung erhöhen. Unser Passwort-Manager-Test hilft euch bei der Auswahl.

Wie kann ich den Staatstrojaner auf meinem Rechner erkennen & entfernen?

Das Problem ist, dass es „den“ Staatstrojaner nicht gibt. Die Behörden können verschiedene Varianten einsetzen, die ständig weiterentwickelt werden. Daher gibt es nicht die eine, sichere Methode.

Wenn ihr einen Verdacht habt, dass euer Rechner mit Malware infiziert ist, sind die Virenchecks renommierter Anbieter, wie Bitdefender, Kaspersky oder Norton AntiVirus eine gute Maßnahme.

Die Webseite botfrei.de ist ein kooperatives Projekt der IT-Sicherheitsbranche mit vielen hilfreichen Tools und Informationen. Dort findet ihr auch den Online-Scanner von ESET, dem Unternehmen, das den deutschen Staatstrojanern immer dicht auf den Fersen war. ESET bestätigt, dass der Scanner sowohl FinFisher als auch StrongPity2 erkennt.

Staatstrojaner erkennen ESET Scanner

Der Online-Scanner von ESET sucht nach Bedrohungen

Nützlich ist immer auch fachkundige Hilfe, da die Malware-Bekämpfung für Laien meist ein Buch mit sieben Siegeln ist. Das Trojaner-Board ist eine bewährte deutschsprachige Anlaufstelle, um individuelle Hilfe bei der Bereinigung des Rechners zu erhalten.

Wie kann ich den Staatstrojaner auf meinem Smartphone erkennen & entfernen?

Auch Smartphones sind von Malware bedroht. Im Allgemeinen ist die Gefährdung bei Android-Geräten größer, da diese weiter verbreitet sind und Apple engmaschiger kontrolliert, was in den App-Store und auf die Geräte gelangt.

Dieser Schutz ist natürlich ausgehebelt, wenn ihr Apps aus Drittquellen installiert. Das Gleiche gilt für Android. Dies ist das am häufigsten genutzte Einfallstor für Malware. Andere sind Downloads, Webseiten und E-Mail-Anhänge. Am besten bezieht ihr Apps also nur aus dem App- bzw. Play-Store oder anderen vertrauenswürdigen Quellen.

Doch auch die von den Betreibern geprüften Apps können verseucht sein. Auch ihren Scans geht mal etwas durch die Lappen. Achtet bei Apps unbedingt auf vorhandene Rezensionen und Wertungen. Sind nur wenige oder schlechte vorhanden, ist Vorsicht geboten.

Wenn ihr einen Staatstrojaner oder andere Malware auf einem Android- oder iOS-Gerät erkennen wollt, bleibt realistisch keine andere Option, als auf eine der führenden Antivirus-Softwares zu hoffen. Die beliebteste App für Android stammt aus dem Hause Kaspersky. Auch die Staatstrojaner-Detektive von ESET sind mit einer erfolgreichen Android-App im Rennen, die „Mobile Security & Antivirus“ heißt.

Die Geräte auf iOS-Basis sind grundsätzlich sicherer als solche auf Android-Basis. Doch wer sie zusätzlich absichern oder nach möglichen Eindringlingen durchsuchen will, kann zu Avast Security & Photo Vault oder McAfee Mobile Security & Safe Web VPN für das iPhone oder iPad greifen.

Staatstrojaner erkennen Android auf Werkseinstellungen zuruecksetzen

Ultima Ratio: Auf Werkseinstellungen zurücksetzen löscht alle installierten Apps – einschließlich Malware

Der sicherste Weg, ein Handy oder Tablet von Schädlingen zu befreien, ist das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. Das verlangt etwas Mühe zur Datensicherung, damit Kontakte, Fotos und alles andere später wieder zur Verfügung stehen. Aber dafür ist es ein sicherer und einfacher Weg, jeden digitalen Eindringling loszuwerden.

Fazit: Gefälschte Updates mit Staatstrojaner können zur Bedrohung für alle Nutzer werden

Der Staatstrojaner wirft Fragen zum Verhältnis zwischen Staat und Bürger auf, die kritische Aufmerksamkeit und Diskussion verdienen. Doch dass immer wieder rechtliche Gründe einen Einsatz verhindert haben, zeigt, dass die rechtsstaatlichen Kontrollen funktionieren.

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Bisher haben Behörden Staatstrojaner nur sehr selten eingesetzt, sodass gesetzestreue Nutzer sich darüber nicht ernsthaft Sorgen machen müssen. Das liegt auch daran, dass die Behörden ein Interesse daran haben, sich nicht in die Karten schauen zu lassen. Bei zu häufigem Einsatz würden die Schädlinge umso schneller bekannt und wären entsprechend leichter zu erkennen und abzuwehren.

Doch der neue Beschluss für mehr Überwachung von Kriminellen und die Ausweitung der Befugnisse von Bundespolizei und Nachrichtendienste sorgen für Unmut und Ungewissheit bei allen Nutzern.

Durch die Verpflichtung der Provider, einen Trojaner auf Geheiß der Behörden bei Zielpersonen einzuschleusen, ist auch einem Missbrauch durch Dritte theoretisch Tür und Tor geöffnet.

Die Folge davon könnte sein, dass es Hackern gelingt, den oder die Trojaner auch bei normalen Nutzern zu platzieren. Denn sollte der Trojaner tatsächlich dazu fähig sein, die Verschlüsselung eines Messengers wie zum Beispiel WhatsApp auszuhebeln, ist die Abhörsicherheit der Kommunikation gefährdet.

Und wer überwacht eigentlich die Überwacher?

Ein größeres Problem sind Malware- und andere Angriffe von Cyberkriminellen, die sich bereichern oder einfach Unruhe stiften wollen. Gegen sie hilft am besten aktualisierte Software in Verbindung mit einem VPN und einer gesunden Vorsicht im Internet. Wer sich dennoch einen Schädling einfängt, hat mit Virenscannern und fachkundiger Hilfe aus entsprechenden Foren eine gute Chance, ihn wieder loszuwerden.

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