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von Alex

Zuletzt aktualisiert am: 19. Juni 2019

Die 5 besten Hola-Alternativen

Wer auf Sicherheit, Anonymität und Freiheit im Netz setzt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach schon einmal von VPNs nicht nur gehört haben, sondern sie auch einsetzen.

Seid ihr noch auf dem Weg, um das für euch passende VPN-Tool zu finden, werdet ihr sicher auch einem israelischen Anbieter namens „hola!VPN“ (Hola) begegnet sein. Anders als die von uns ausgiebig getesteten VPN-Dienste ist dieses Tool vollkommen gratis (für eine ausführliche Liste geht’s hier weiter: VPN kostenlos) – und verspricht doch vollen Funktionsumfang und garantiert keinerlei Einschränkungen oder Limits.

Da drängt sich die Frage auf: Kann das wirklich sein?

Die Antwort: Nein, ganz so einfach ist das nicht. Hola bietet euch zwar ein kostenfreies VPN, das ist richtig. Ob allerdings die wichtigsten Faktoren wie Sicherheit und Anonymität gewährleistet sind, darf stark bezweifelt werden. Was Hola in einem so kritischen Licht erscheinen lässt, sehen wir uns später noch gemeinsam an.

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Der Internetauftritt von Hola

Doch beginnen wir erst einmal von vorn: Wozu eignen sich VPNs eigentlich? Und gibt es auch kostenfreie Anbieter, die eure Zwecke erfüllen können, ähnlich wie Hola es – augenscheinlich – schafft?

Der Grundnutzen von VPN-Diensten

Wart ihr schon mal in einem fremden Land und konntet für euch vollkommen normale YouTube-Inhalte nicht nutzen, weil „dieser Inhalt in deinem Land nicht verfügbar“ war?

Oder habt ihr schon einmal von Chinas Internetzensur gehört und euch gefragt, wie man diese unterlaufen könnte?

Womöglich sorgt ihr euch auch einfach um eure Cybersicherheit und möchtet eure Daten verschlüsseln oder eure Privatsphäre im Netz wahren.

Völlig gleich, welcher dieser Aspekte auf euch zutrifft – ein gutes VPN löst all diese Probleme: VPNs verschlüsseln eure Daten und leiten die Datenströme durch einen rundum geschützten VPN-Tunnel, anstatt sie ungesichert durchs Netz zu jagen. Außerdem könnt ihr bei einem kompatiblen VPN-Anbieter Ländersperren umgehen und sämtliche Streaming-Dienste wie Amazon Prime oder Netflix nutzen. Auch dann, wenn es von eurem aktuellen Aufenthaltsort aus eigentlich nicht möglich wäre.

Somit dürfte klar sein: Mit einem guten und vertrauenswürdigen VPN-Anbieter seid ihr auf der sicheren Seite.

Welchen VPN-Dienst solltet ihr also nutzen? Kann es sogar ein kostenfreies Tool sein – oder taugen diese per se alle nichts?

Kostenlose vs. kostenpflichtige VPNs

Auf der Suche nach einer guten Alternative zu Hola werdet ihr unter den kostenfreien VPNs keine adäquate Lösung finden. Das liegt nicht daran, dass Holas Dienstleistung um einiges professioneller ist, bei weitem nicht. Grund dafür sind die den kostenlosen Programmen auferlegten Beschränkungen, die ihr in Kauf nehmen müsst:

Nahezu jede kostenfreie VPN-Version bringt seine Makel mit. Entweder wird euch ein maximales Datenvolumen gesetzt, welches ihr nicht überschreiten dürft. Oder aber die Nutzung der VPN-Verbindung ist zeitlich limitiert oder funktionell eingeschränkt.

Meist stammen diese kostenlosen Versionen von professionellen Anbietern, bei denen ihr im Anschluss gleich auf die nächsthöhere Tarifstufe upgraden könnt – und somit in einem kostenpflichtigen Tarif landet.

Eine andere Möglichkeit sehe ich im Übrigen auch für niemanden, der ein VPN ernsthaft und langfristig nutzen möchte. Die kostenpflichtigen Dienste sind nach meiner Erfahrung jene, die tatsächlich zu etwas taugen.

Eine kostenfreie Version kann nur auf kurze Zeit für einen Einstieg in das VPN-Tool sinnvoll sein.

Möchtet ihr euch dennoch mit kostenfreien Alternativen befassen, empfehle ich euch den Ratgeber zu kostenfreien VPN-Diensten.

Sucht ihr stattdessen doch einen kompetenten Partner ohne Einschränkungen, stelle ich euch im folgenden Teil die fünf besten Hola-Alternativen vor, die euch zwar etwas kosten, aber dafür zufriedenstellen werden.

5 VPN-Dienste, die eine echte Alternative sind

Nachdem ich die insgesamt 13 besten VPN-Dienste für euch getestet habe, empfehle ich euch an dieser Stelle die Tools, die funktionell die beste Alternative zu Hola darstellen und euch garantiert mit allem versorgen, was ihr euch von eurer VPN-Verbindung wünscht.

Die Empfehlungen sind dabei absteigend sortiert. Möchtet ihr mehr zu einem Anbieter erfahren, klickt einfach auf den entsprechenden Link und ihr gelangt zum detaillierten Testbericht.


Beste Hola Alternative: ExpressVPN

Mit ExpressVPN wählt ihr einen VPN-Anbieter, der euren Ansprüchen in jedem Fall genügen dürfte. In meinem ausführlichen ExpressVPN-Test hat mich insbesondere die intuitive Bedienung begeistert, die sicher auch für Anfänger geeignet ist und einen leichten Einstieg bietet. Durch die Zahlung via Bitcoin seid ihr darüber hinaus anonym unterwegs. Außerdem erwartet euch bei ExpressVPN eine enorm breite Auswahl an Serverstandorten sowie an kompatiblen Geräten.

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Die Website von ExpressVPN

Bei Problemen könnt ihr euch direkt an den Support wenden, der 24 Stunden lang für euch zur Verfügung steht. Dieser ist allerdings ausschließlich in englischer Sprache erreichbar.

Pro

  • Bitcoin als Zahlungsmethode
  • Flexible Bedienbarkeit
  • Sehr guter und umfassender Support
  • Enorme Breite der Serverstandorte

Contra

  • Teure Tarifstufen im Vergleich zur Konkurrenz
  • Unübersichtliche Auflistung der Verbindungsmöglichkeiten

2. Platz: NordVPN

NordVPN überzeugt mich aufgrund der hohen Sicherheitsstandards. Ihr bleibt auch hier bei eurer Registrierung vollkommen anonym und könnt euch sicher sein, dass eure Daten während des Surfens nicht aufgezeichnet und gesichert werden.

Um die Sicherheitsstandards des Programms noch einmal zu erhöhen, bringt NordVPN eine Double-VPN-Funktion mit. Diese verlangsamt zwar im Zweifelsfall eure Geschwindigkeit, sorgt dafür aber für noch höhere Sicherheit, da ihr hier nicht über einen, sondern über zwei VPN-Server verbunden seid.

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Die Website von NordVPN

Wie bei ExpressVPN ist auch NordVPN kompatibel mit Netflix USA und anderen Streaming-Diensten.

Möchtet ihr mehr zu diesem Anbieter erfahren, werft einen Blick auf den detaillierten NordVPN-Testbericht.

Pro

  • Hohe Geschwindigkeit & genügend Server-Standorte
  • Beachtliche Benutzerfreundlichkeit
  • Eigene Features wie Double-VPN oder Smartplay-Service
  • Maximal 6 Geräte pro Account

Contra

  • Teure Tarifstufen im Vergleich zur Konkurrenz
  • Support nur auf Englisch verfügbar, teils sprachlich falsche Übersetzungen

3. Platz: CyberGhost

CyberGhost ist für mich persönlich das optimale Tool, wenn ihr ganz frisch mit einem VPN-Dienst starten möchtet und keinerlei Erfahrungen mitbringt. Das Tool an sich ist sehr simpel aufgebaut und gerade am Smartphone für die Einsteiger optimiert: Hier müsst ihr lediglich auswählen, für welchen Zweck ihr eine VPN-Verbindung aufbauen möchtet und das Programm erledigt den Rest.

Lediglich der Support zeigte sich in meinem CyberGhost-Test als etwas umständlicher für heutige Verhältnisse: Während andere Anbieter einen Live-Chat standardmäßig anbieten, könnt ihr bei CyberGhost nur auf ein Kontaktformular zurückgreifen.

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Die Website von CyberGhost

Doch spätestens der individuell aktivierbare Virenschutz sowie das Ad-Blocking machen diesen Fauxpas wieder wett, sodass ich euch CyberGhost wärmstens empfehlen kann.

Pro

  • Sehr simple & intuitive mobile App für Smartphones
  • Deutschsprachige Website
  • Virenschutz, Ad-Blocking und Online-Tracking-Schutz inklusive

Contra

  • Fehlender Live-Chat
  • Englische Software in der Vollversion

4. Platz: PureVPN

PureVPN ist ein äußerst vielfältiger VPN-Dienst. Auch PureVPN bietet euch ähnlich wie CyberGhost vorgefertigte Modi an, die ihr je nach Sinn und Zweck nutzen könnt.

Das Desktop-Tool macht auf mich ebenfalls einen strukturierten und leicht zu erfassenden Eindruck. Einzig und allein die Webplattform ist nicht komplett in deutscher Sprache abrufbar, was an manchen Stellen gewisse Englischkenntnisse voraussetzt.

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Die Website von PureVPN

Als äußerst positiv merke ich aber dennoch an, dass PureVPN auf über 50 verschiedenen Geräten funktioniert und beim Kauf sogar verschiedene Kryptowährungen akzeptiert.

Der Support hat mich wiederum nicht überzeugt, da die gesamte Kommunikation auf Englisch ablief und auch die Antwort wenig hilfreich und nicht gerade freundlich ausfiel. Mehr dazu erfahrt ihr im ausführlichen PureVPN Testbericht.

Pro

  • Smart DNS-Modus für Netflix & andere Streamingdienste
  • Über 50 verschiedene kompatible Geräte
  • Verschiedenste Kryptowährungen beim Kauf als Zahlungsmittel möglich
  • Loggt nicht (keine Datensicherung)

Contra

  • Nur teilweise Übersetzung der Website auf deutsch
  • Unfreundliche Support-Mitarbeiter

5. Platz: VyprVPN

Die fünfte Empfehlung, die ich euch als Alternative zu Hola vorstelle, ist der Schweizer Anbieter VyprVPN. VyprVPN ist zwar komplett deutschsprachig, bietet allerdings keine anonyme Zahlungsmethode an. Bei diesem Tool solltet ihr euch daher darüber bewusst sein, dass dem Anbieter eure persönlichen Daten vorliegen und bekannt sind.

Dennoch fällt dieser VPN-Dienst unter die am leichtesten bedienbaren Tools dieser Testserie. Am Desktop wie auch am Smartphone sind jegliche Funktionen sinnig strukturiert und eingesetzt. Mit ein bisschen Geduld solltet ihr also einen guten Einstieg in dieses Programm hinlegen.

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Die Website von VyprVPN

Lediglich die Tarifstruktur ist für mich ein Kritikpunkt. Hier zahlt ihr nicht nach Laufzeit, wie es bei VPNs üblich ist, sondern nach Funktionsbandbreite. Wenn ihr mehr dazu erfahren möchtet, gelangt ihr hier zum ausführlichen VyprVPN-Testbericht.

Pro

  • Besonders intuitiv
  • Komplett deutschsprachig
  • Firmensitz in der Schweiz
  • Kaum Geschwindigkeitseinbußen

Contra

  • Keine Bitcoins als Zahlungsmethode
  • Tarife nach Features und nicht nach Laufzeit sortiert

Ihr seht: Alternativen zu Hola gibt’s ausreichend – die Frage ist nur, für welche ihr euch entscheidet. Und selbst wenn ihr nach wie vor keinen Cent investieren möchtet: In diesem Ratgeber-Artikel für kostenlose VPNs werdet ihr im Zweifelsfall ebenso fündig werden.

Warum rate ich euch von Hola ab?

Bei all diesen Alternativen stellt sich eigentlich nur noch die Frage: Warum rate ich euch denn nun so dringend von Hola ab? Und warum haben wir diesen Dienst noch nicht einmal in unsere Testreihe mit aufgenommen?

Im ersten Moment wirkt Hola doch eigentlich recht verlockend: Kostenlose VPN-Verbindungen in viele Länder der Welt, verfügbar für jegliche Betriebssysteme und nach eigenen Angaben über 139 Millionen Nutzer weltweit – klingt doch gut, oder?

Das zumindest solltet ihr beim ersten Lesen denken. Fakt ist aber: Hola ist in meinen Augen alles andere als ein seriöser VPN-Anbieter. Und dafür gibt es eine ganze Reihe an Gründen.

Um Hola zu verstehen, müsst ihr wissen, dass der Anbieter weder eigene Server betreibt noch Server anmietet. Wer sich nun die Frage stellt, wie das System dann funktionieren kann – hier ist die Anwort: Eure eigenen Geräte sind die jeweiligen Server.

Beispiel: Möchtet ihr Netflix aufrufen und benötigt dazu eine VPN-Verbindung, verknüpft euch Hola mit einem US-amerikanischen Hola-Nutzer, über dessen IP-Adresse ihr verbunden werdet. Dasselbe funktioniert ebenso mit euren eigenen Geräten.

Ganz konkret bedeutet das: Verbindet sich jemand mit eurer IP-Adresse mit dem Internet und treibt online sein Unwesen, wird das in erster Linie auf euch zurückzuführen sein!

Hier habt ihr es also nicht mit einem Tool zu tun, das auf seriöse Art und Weise eigene Server anbietet, sondern einfach die Geräte seiner Nutzer zu Servern macht.

Wie finanziert sich Hola bei diesem System eigentlich?

Hola finanziert sich nicht durch Werbeeinnahmen, sondern durch seinen kostenpflichtigen Tarif Luminati. Hier erhalten zahlungsbereite Kunden Zugang zum selbsternannten „weltweit größten VPN-Netzwerk“ – und verkaufen quasi eure Rechner und eure Bandbreite als ihr Angebot. So werdet ihr als Kunden als „exit nodes“ – Ausgangsknotenpunkte – vermarktet und jedes zahlungswillige Unternehmen kann euren Rechner nutzen.

Meiner Meinung nach ist Hola allein aufgrund dieser zweifelhaften Struktur und der dadurch aufkommenden Unsicherheit für euch kein wünschenswerter VPN-Dienstleister und somit vollkommen ungeeignet für diese VPN-Testreihe.

Seid ihr auf der Suche nach einem kompetenten VPN-Partner an eurer Seite, seid ihr bei den fünf Empfehlungen sowie bei den fünf kostenlosen VPN-Diensten, die wir für euch getestet haben, wesentlich besser aufgehoben. Außerdem könnt ihr darüber nachdenken, ob ihr euch gleich einen vorkonfigurierten VPN-Router anschafft, wodurch sämtliche Geräte eine verschlüsselte Verbindung haben.

Jetzt seid ihr dran: Was denkt ihr über Hola? Habt ihr vielleicht sogar schon Erfahrungen gemacht und möchtet diese mit uns teilen? Wir freuen uns über jegliche Interaktion!

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