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Dashlane Test

Dashlane Test
Überzeugender Passwort-Manager für Desktop und Mobilgeräte.

Tarife ab:

39,99 USD

pro Jahr

Kostenfreier Tarif verfügbar

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.dashlane.com
Betriebssysteme DesktopWindows, macOS
Betriebssysteme mobilAndroid, iOS
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Deutsche Benutzeroberfläche
Cloud-Speicherung
BrowserintegrationMozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Internet Explorer, Microsoft Edge
Kostenlose Option
Open Source
Passwort Export – Software und DateiformateDashlane-Archiv, CSV

Author

Als langjähriger Webworker legt Sebastian Wert auf Sicherheit und Komfort bei der Internetnutzung. Beste Voraussetzungen, um für Sonntagmorgen Passwort-Manager zu testen. Sebastian

Dashlane ist ein Passwort-Manager für Mac und Windows sowie iOS und Android. Neben Account-Namen und Passwörtern speichert die Software unter anderem auch Adressen und Bankkonten, um die benötigten Daten schnell, bequem und sicher in entsprechende Online-Formulare einzutragen. Auch bei der Anmeldung in mobilen Apps ist Dashlane mit Nutzernamen und Passwörtern behilflich.

Bei Nutzung auf nur einem Gerät ist Dashlane kostenlos, bei mehr als einem müsst ihr die virtuelle Brieftasche zücken. Dafür kommt ihr dann in den Genuss der automatischen Synchronisierung eurer Passwörter zwischen den Geräten.

Es gibt günstigere Passwort-Manager auf dem Markt, was aufgrund der generell niedrigen Preise in dieser Software-Kategorie aber nur wenig ins Gewicht fällt. Und ihr bekommt etwas für den Preis: ein Produkt mit einer sehr guten Balance zwischen Sicherheit, Komfort und Funktionsumfang. Damit dürfte Dashlane für die Mehrheit der Nutzer eine überlegene Lösung des Passwort-Problems darstellen.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Overall Rating

93%

"Überzeugender Passwort-Manager für Desktop und Mobilgeräte."

Desktop-Komfort
95%
Exzellent
Mobil-Komfort
90%
Sehr gut
Funktionsumfang
95%
Exzellent
Sicherheit
95%
Exzellent
Preis-Leistungs-Verhältnis
90%
Sehr gut

Dashlane Passwort-Manager im Test 2018: In der ersten Klasse

Passwörter sind ein notwendiges Übel. Ohne sie wären persönliche Zugänge zu Webseiten aller Art nicht möglich. Das gilt jedenfalls, solange keine andere Technologie die Rolle des digitalen Türstehers übernimmt.

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39,99 USD pro Jahr

Passwort-Manager können hier viele Kopfschmerzen sparen, indem sie eure Passwörter gebündelt in einer Software speichern, die so zum digitalen Schlüsselschränkchen wird. Darüber hinaus erleichtern sie das Eingeben der Passwörter und anderer persönlicher Daten in die entsprechenden Formularfelder auf Webseiten.

Hier erhaltet ihr einen Überblick der bekanntesten und interessantesten Lösungen auf dem Markt: Die besten Passwort-Manager: Test und Vergleich 2018.

In diesem Testbericht sehe ich mir unseren Testsieger Dashlane genauer an: Ein Passwort-Manager für Mac und Windows, den ihr auf einem Gerät kostenlos nutzen könnt.

Dashlane im Kurzüberblick

Die Vollversion für Privatnutzer ermöglicht eine Synchronisierung der Passwörter über mehrere Geräte. Sie kostet im Jahresabo 39,99 US-Dollar, also etwa 3,33 US-Dollar pro Monat. Günstiger wird’s, wenn ihr gleich für mehrere Jahre bucht.

Obwohl es preislich günstigere Passwort-Manager gibt, vermag Dashlane auf ganzer Linie zu überzeugen. Da alles reibungslos funktioniert, kann sich die Software dezent im Hintergrund halten. Wo doch einmal eine direkte Interaktion nötig ist, präsentiert sie sich nutzerfreundlich und sauber strukturiert.

Für die Bedürfnisse der meisten Privatanwender gehört Dashlane zweifellos zu den besten Passwort-Managern auf dem Markt. In den folgenden Abschnitten erfahrt ihr mehr über die Details und seht einige Screenshots von Dashlane in Aktion.

VORTEILE

  • Komfortable Bedienung
  • Deutschsprachige Benutzeroberfläche
  • Gute Formular-Erkennung
  • Synchronisierung mehrerer Endgeräte
  • Nutzung auf einem Gerät gratis

NACHTEILE

  • Etwas höherer Preis

Dashlane auf der Festplatte und in der Cloud einrichten

Gleich auf der Dashlane Startseite findet ihr prominent einen Button, um die Software herunterzuladen. Durch einen Klick gelangt ihr zur Download-Seite.

Beim Testen mit meinem PC startete der Download der Windows-Version automatisch. Vielleicht ist der Ablauf anders, wenn ihr die Seite mit einem Mac aufruft. Ein großer Unterschied dürfte es aber nicht sein und der richtige Link ist unten auf der Seite zu finden.

Der Download ist eine ausführbare Datei, die Dashlane auf eurem Rechner installiert. Damit ihr die Software nutzen könnt, müsst ihr zuerst ein Konto erstellen. Dazu braucht ihr nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort.

Dashlane Registrierung

Meinem Master-Passwort fehlt noch eine Zahl

So ganz befreit euch auch ein Passwort-Manager nicht von der Bürde, euch ein Passwort zu merken. Es birgt natürlich ein Sicherheitsrisiko, alle Passwörter in einer Datei zu verwahren, denn sollte ein Eindringling dieser Datei habhaft werden, stünden ihm auf einen Schlag alle eure Accounts offen.

Die Passwörter müssen also selbst mit einem Passwort geschützt werden. Dies ist das Master-Passwort. Immerhin müsst ihr so nur noch ein einziges Passwort im Kopf behalten (oder auf einen gut versteckten Zettel schreiben) und nicht mehr die ganze Sammlung.

Umso wichtiger ist, dass dieses Passwort der Passwörter sicher ist. Dashlane verlangt mindestens acht Zeichen, die mindestens eine Zahl sowie einen Groß- und einen Kleinbuchstaben enthalten. Wie oben im Screenshot zu sehen, zeigt die Software an, wenn noch etwas fehlt.

Dabei sind diese Anforderungen eher als Minimum zu verstehen. Die Länge ist entscheidend, denn je kürzer, desto schneller lässt sich eine zufällige Zeichenfolge durch einen Zufallsgenerator erraten.

Um ein sicheres Passwort zu gestalten, das sich trotzdem im Kopf behalten lässt, eignen sich am besten unsinnige, aber Bildhafte Wort- beziehungsweise Zeichenfolgen. Zum Beispiel: „Hund schön 5$ Frisur”. Hier hättet ihr sogar ein Sonderzeichen mit drin.

Wenn ihr auf „Weiter” klickt, lässt sich Dashlane das Passwort noch einmal bestätigen. Damit ist es dann gespeichert.

Als nächstes scannt die Software eure Browser nach bereits gespeicherten Passwörtern und bietet euch an, sie zu importieren, um sie künftig für euch zu verwalten.

Dashlane Passwort Import

Mit den Häkchen wählt ihr die Passwörter aus, die Dashlane importieren soll

Hier fragt ihr euch vielleicht, warum ihr überhaupt eine separate Software als Passwort-Manager benutzen solltet, wenn euer Browser das doch so mühelos erledigt.

Die Antwort lautet, dass ein Passwort-Manager viel sicherer ist. Der Browser hantiert ständig mit Internetverbindungen, so dass er relativ leicht anzugreifen ist. Bei ihm fehlt außerdem der zusätzliche Schutz der Passwörter durch ein Master-Passwort.

Zu guter Letzt bietet euch Dashlane bei der Installation an, die dazugehörige Browser-Erweiterung zu installieren. Dadurch wird ein Passwort-Manager erst so richtig bequem, denn mit der Erweiterung kann Dashlane automatisch neue Passwörter speichern und bestehende in die entsprechenden Felder eingeben.

Dashlane ist kompatibel mit Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari und Edge. Wer einen anderen Browser verwendet, wird weniger Spaß daran haben. Ohne den Komfort der Browser-Erweiterung ist Dashlane zwar sicherer, aber auch mühsamer als der integrierte Passwort-Manager des Browsers.

Passwörter verwalten: Benutzeroberfläche in Hochglanz

Dashlane startet beim Hochfahren des Rechners automatisch und ihr meldet euch direkt mit eurem Master-Passwort an. So sind jedenfalls die Voreinstellungen. Sollte euer Rechner gestohlen werden, bleiben eure Passwörter auf diese Weise geschützt.

Dashlane Anmelden

Über dem Desktop bittet ein kleines Anmeldefenster um das Master-Passwort

Die meiste Zeit sollte ein Passwort-Manager nur unsichtbar im Hintergrund laufen. Dennoch ist es manchmal nötig, die Software direkt anzusteuern. Hier seht ihr die Benutzeroberfläche der Dashlane-Software auf Windows 10:

Dashlane Benutzeroberflaeche

Die Benutzeroberfläche von Dashlane

Die Funktionen erschließen sich weitgehend sofort. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung.

  • Passwörter: Eine Liste eurer Passwörter und Benutzernamen. Ihr könnt sie nach verschiedenen Kriterien sortieren, um schnell das Gewünschte zu finden, und die erfassten Daten ändern.
  • Sicherheits-Dashboard: Eine grafisch aufbereitete Übersicht des Sicherheitsniveaus eurer Passwörter. Damit werdet ihr schnell auf unsichere oder doppelt genutzte Passwörter aufmerksam.
  • Sichere Notizen: Hier könnt ihr beliebige Notizen anlegen, um sie verschlüsselt zu speichern.
  • Persönliche Daten: Eure persönlichen Informationen wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail und so weiter, die Dashlane automatisch in entsprechende Formularfelder einträgt.
  • Zahlungen: Hier sind Zahlungsweisen und -daten erfasst, also PayPal- und Bankkonten sowie Kreditkarten.
  • Ausweise: Hier könnt ihr Daten wie Personalausweis- oder Sozialversicherungsnummern speichern.
  • Belege: Dashlane führt unter diesem Punkt ein Register eurer Online-Zahlungen mit Daten und Beträgen.
  • Sharing Center: Über Dashlane könnt ihr Passwörter mit anderen Dashlane-Nutzern sicher teilen. Hier sind alle aktuell geteilten Daten aufgeführt.
  • Notfall: Dies ist eine Funktion für kontrolliertes Teilen von Zugangsdaten. Hier könnt ihr die E-Mail-Adresse einer Vertrauensperson erfassen, die im Notfall per Mausklick Zugriff auf eure Passwörter erbitten kann, was ihr dann noch einmal bestätigen müsst.

Eine ähnlich aussehende, aber reduzierte Ansicht eurer Passwort-Daten findet ihr auch in der Cloud, indem ihr euch über den Browser bei Dashlane einloggt. Damit könnt ihr auch unterwegs und ohne installierte Dashlane-Software auf eure Passwörter zugreifen.

Dashlane Web App

So sieht es im Browser aus

Zur Sicherheit verwendet Dashlane für den Zugriff eine Zwei-Faktor-Authentifizierung: Ihr müsst euer Master-Passwort und außerdem einen sechsstelligen Code eingeben. Dieser gilt nur für eine Anwendung und wird an eure registrierte E-Mail-Adresse geschickt.

Praktisch und bequem: Passwörter speichern und verwenden

Der bequemste Weg, Dashlane mit euren Passwörtern zu füttern, ist das automatische Speichern bei der Erstellung des betreffenden Accounts. Um das auszuprobieren, habe ich das Formular zur Einrichtung eines Nutzerkontos bei Google aufgerufen.

Die kleinen Dashlane-Logos zeigen, dass die Software das Formular erkannt hat und bereit ist, mir zu assistieren.

Dashlane Google Konto eroeffnen

Dank Browser-Erweiterung klinkt sich Dashlane in das Online-Formular ein

Der Zauber beginnt, wenn ihr in die Formularfelder klickt. Ich beginne mit dem ersten. Da ich bei der Einrichtung meinen Namen eingegeben habe, kann Dashlane die Namensfelder für mich ausfüllen.

Dashlane Google Konto eroeffnen 2

Dashlane bietet an, das Formular auszufüllen

Das kleine Kästchen bietet mir an, meine persönlichen Daten einzufügen – um das Angebot anzunehmen, muss ich es nur anklicken. Wenn ihr mehrere Identitäten pflegt, könnt ihr an dieser Stelle die richtige auswählen. Das sieht dann so aus:

Dashlane Google Konto eroeffnen 3

Mehrere Identitäten zur Auswahl

Dashlane verwendet standardmäßig eine zusammengeschriebene Version eures Vor- und Nachnamens als Benutzernamen, wie hier in Klammern zu sehen ist. Unter „Persönliche Daten” in der Software könnt ihr den Benutzernamen nach Belieben festlegen.

Wenn ihr euch nun bis zu den zwei Feldern für das neu zu erstellende Passwort vorbewegt habt, seht ihr Folgendes:

Dashlane Google Passwort erzeugen

Dashlane bietet an, ein Passwort zu erzeugen

Wenn ich hier auf „Starkes Passwort erzeugen” klicke, erstellt Dashlane ein Passwort und setzt es in beide Felder ein. Sobald ich das Formular abschicke, wird das neue Passwort zusammen mit der Domain abgespeichert. Sobald ich das nächste Mal die Anmeldeseite von Google aufrufe, meldet mich Dashlane automatisch in meinem Konto an. Ich muss weder klicken, noch tippen, noch Enter drücken.

Noch ein Beispiel: eBay. Ich habe mich für einen Kauf eingeloggt und Dashlane fragt, ob es das Passwort speichern soll.

Dashlane Passwort speichern

Nächstes Mal erleichtert Dashlane die Anmeldung

Wenn ich nun die eBay-Seite wieder aufrufe, trägt Dashlane vollautomatisch die Zugangsdaten in die beiden Felder ein und sendet das Formular auch gleich ab. Das geht so schnell, dass ich mich für den Screenshot beeilen musste, um das Hinweisfenster mit einzufangen:

Dashlane automatisches Anmelden

Nun läuft’s vollautomatisch

Sehr praktisch und bequem. Gefällt mir.

Passwörter ändern – vollautomatisch

Am Beispiel von Facebook probiere ich aus, wie die Änderung von Passwörtern abläuft. Zuerst bin ich enttäuscht, als Dashlane mir beim Klick in das erste Feld für das neue Passwort vorschlägt, mich mit meinen vorhandenen Daten „anzumelden”, wie der Screenshot zeigt.

Dashlane Facebook neues Passwort

Dashlane scheint das Feld zur Passwortänderung für ein Anmeldeformular zu halten

Doch beim Klick auf das zweite Feld klärt sich das auf und Dashlane bietet die richtige Aktion an: die Erzeugung eines neuen Passworts.

Dashlane Facebook neues Passwort 2

Dashlane bietet an, ein neues Passwort zu erzeugen

Mit Klick auf den grünen Button, erzeugt Dashlane das neue Passwort und trägt es auch gleich in beide Felder ein. Ich klicke bei Facebook auf „Änderungen speichern” und Dashlane erkundigt sich, ob es mein altes Facebook-Passwort durch das neue ersetzen soll.

Dashlane Facebook Passwort ersetzen

Dashlane merkt sich die Passwortänderung

Also alles bestens. Dashlane erstellt für mich das neue Passwort und überschreibt damit das alte. Bequemer geht es kaum. In meinen 17 Passwort-Manager-Tests haben nur wenige die Passwort-Änderung in dieser Weise automatisiert.

Bei vielen müsst ihr mit mehreren Klicks das bestehende Passwort ins Formular kopieren und manuell den Passwort-Generator aufrufen, um ein neues zu erzeugen und auch dieses zu kopieren. Die Automatik ist hier ein großer Vorteil, da die regelmäßige Passwort-Änderung so wichtig wie lästig ist. Ähnliches leisten Blur, True Key und Sticky Password, über die ihr hier mehr erfahren könnt:

In den Einstellungen der Software könnt ihr übrigens festlegen, wie lang die von Dashlane generierten Passwörter sein und welche Zeichen sie enthalten sollen.

Weitere Daten verwalten: Dashlane zückt die digitale Brieftasche

Ein Passwort-Manager gibt automatisch Account-Namen und Passwörter ein, so dass sich eure Mühe beim Anmelden auf Webseiten praktisch auf null reduziert. Da liegt es nahe, dieselbe Funktion auch für andere Daten zu verwenden.

Neben Nutzernamen und Passwörtern, sind das zunächst mal die üblichen Adressdaten, einschließlich Telefonnummern. Auch mit diesen füttert ihr Dashlane am bequemsten, indem ihr die Daten einfach bei Bedarf in ein Web-Formular eingebt und von der Software speichern lasst.

Der folgende Screenshot zeigt ein Beispiel. In den Feldern für den Firmennamen und die Straße ist das kleine Dashlane-Logo grau. Das heißt, dass die Software das Feld erkennt, die betreffende Information aber noch nicht gespeichert hat. Indem ich die Felder nun ausfülle und der Speicherung zustimme, kann ich das ändern.

Dashlane Adresse hinzufuegen

Das Hinweisfenster von Dashlane öffnet sich, wenn sich der Cursor im Formularfeld befindet

Wenn ich das Formular ausfülle und absende, speichert Dashlane alle Daten, die es noch nicht kannte. Verhindern kann ich das, indem ich auf das kleine „X” neben „Diese Informationen auf allen Websites automatisch eintragen” klicke.

Die untere Option „Neue Adresse hinzufügen” öffnet eine Datenmaske in Dashlane zur Erfassung eines kompletten Adressdatensatzes. Es kann ja vorkommen, dass ein Formular nur die Stadt oder nur die Postleitzahl abfragt. Wer will, kann bei so einer Gelegenheit gleich die gesamte Adresse erfassen.

Neben diesen Account- und Adressdaten deckt Dashlane auch Zahlungsdaten ab. In der „digitalen Brieftasche” der Software könnt ihr eure Kreditkarten, Bankkonten und PayPal-Konten speichern.

Die Funktionsweise ist genau wie bei den Adressdaten. Ihr könnt gezielt die Software öffnen und sie eingeben oder sie bei nächster Benutzung nebenbei speichern lassen.

Dashlane trägt dann auch diese Daten automatisch in entsprechende Formularfelder ein, wenn es solche auf einer Webseite entdeckt – in diesem Fall natürlich ohne das Formular automatisch abzuschicken, wie es beim Einloggen mit Benutzernamen und Passwort passiert.

Das funktioniert ganz hervorragend. Etwa so sieht die Funktion am Beispiel von eBay aus:

Dashlane Adresse ausfuellen

Dashlane hat allen Feldern die richtigen Daten zugeordnet

Alle Formularfelder, für die Dashlane die passenden Daten hat, enthalten die blaue Antilope aus dem Logo. Wären die Daten nicht vorhanden, wäre sie grau. Auf welches Logo ich klicke, ist egal – ich erhalte überall die Option, das Formular ausfüllen zu lassen, und das gelingt Dashlane fehlerfrei. Mit meinen Kreditkarten-Daten klappt es ebenfalls perfekt.

Ich bin begeistert! Die meisten Passwort-Manager werben damit, dass sie auch Adressen und Zahlungsdaten verwalten. Aber nur wenige ermöglichen auch bei diesen Daten ein automatisches Ausfüllen, und wenn, dann funktioniert es oft nicht zuverlässig. Hier hat Dashlane die Nase deutlich vorn.

Eine Sonderfunktion im Zusammenhang mit Online-Shopping ist, dass Dashlane eure Belege sammelt. Wobei ich die Bezeichnung „Belege” etwas missverständlich finde, denn der tatsächliche Kaufbeleg kommt abhängig vom Anbieter später per E-Mail oder auch per Post mit der bestellten Ware.

Worum es hier geht, ist mehr eine automatische Dokumentation des Kaufs mit Datum und Betrag. Diese Informationen erfasst Dashlane unmittelbar bei der Bestätigung der Transaktion per Online-Formular.

Dashlane Beleg speichern

Dashlane bietet an, einen „Beleg” zu speichern

Es wäre natürlich schön, wenn Dashlane tatsächlich automatisch alle Kaufbelege an einem Ort sammeln würde. Das ist wohl etwas viel verlangt. Eine vollständige Auflistung aller Käufe ist aber besser als nichts, und die findet ihr in Dashlane.

Dashlane Beleg

Dashlane merkt sich jeden Kauf mit Preis und Datum

Ihr könnt diese Einträge weitgehend frei editieren, Notizen hinzufügen und Kategorien vergeben, um eure Käufe später nach diesen Kategorien zu sortieren.

Mobile Nutzung: Auch die App läuft rund

Für Android und iOS bietet Dashlane eine App an. Diese könnt ihr mit der Desktop-Software synchronisieren, um auch bei der mobilen Internetnutzung automatisch eure Passwörter und sonstigen Nutzerdaten in die entsprechenden Formulare einzutragen.

Die Synchronisierung steht allerdings nur zahlenden Dashlane-Nutzern zur Verfügung. Das ist die wesentliche Einschränkung der kostenlosen Version. Wenn ihr das mobile Internet nutzt und euch einen Passwort-Manager zulegt, schmälert es doch erheblich den Aufwand des Ganzen, eure Passwörter gerade auf der kleinen Smartphone-Tastatur manuell eintippen zu müssen.

Auf dem Mobilgerät spielt die Musik bekanntlich zum Großteil in Apps, die zum Teil ebenfalls Passwörter verwenden. Auch das ist in der Dashlane-App berücksichtigt. Sie merkt sich die Zugangsdaten und trägt diese bei Bedarf automatisch in die App ein.

Hier zeige ich den Vorgang am Beispiel der Amazon-App. Es sind bisher keine Daten für Amazon in Dashlane gespeichert. Die App erkennt, dass eine E-Mail-Adresse gefragt ist, und bietet meine Standard-E-Mail an.

Dashlane Amazon App

Dashlane erkennt Formularfelder auch in Apps

Das ist schon mal ein angenehmes Entgegenkommen. Im nächsten Schritt fragt die Amazon-App das Passwort ab und ich gebe es manuell ein. Beim Abschicken fragt Dashlane, ob das Passwort fürs nächste Mal gespeichert werden soll.

Dashlane Amazon App 2

Beim ersten Login speichert Dashlane auf Wunsch die Zugangsdaten

Sehr gut! Es läuft ähnlich rund wie auf dem Desktop, und das ist bei den gängigen Passwort-Apps eher die Ausnahme.

100-prozentig reibungslos hat bei mir die App nicht funktioniert, aber das ist in gewissem Umfang normal, wie auch der Hilfeseite zu entnehmen ist. Apps und Web-Formulare sind verschieden und die Entwickler denken nicht unbedingt daran, einem Passwort-Manager das automatische Ausfüllen zu erleichtern.

Da geschehen zum Beispiel Merkwürdigkeiten wie die folgende. Ich will mich in der App von Focus@will anmelden, einem Dienst, der Musik zum Arbeiten streamt. Zunächst alles klar: Dashlane erkennt das Formular und bietet an, meine Daten einzutragen.

Dashlane focusatwill

Dashlane hat die richtigen Nutzerdaten parat

Dashlane Focusatwill 2

Überraschende Sicherheitsabfrage

Soweit alles prima. Ich tippe auf die vorgeschlagenen Login-Daten, Dashlane fragt mein Master-Passwort ab und es erscheint folgende Meldung.

Wenn Dashlane die App „nicht erkennt”, wieso weiß es dann die richtige Kombination von Nutzernamen und Passwort für die App? Wenn ich hier auf „Zulassen” tippe, klappt es jedenfalls. Dashlane gibt die richtigen Daten ein und ich bin in der App angemeldet.

Seltsam – aber Hauptsache ist, dass es funktioniert hat. Sollte Dashlane doch mal ein Formular nicht erkennen, könnt ihr immer noch zur App wechseln und dort die Zugangsdaten manuell in die Zwischenablage kopieren. Das ist immer noch bequemer, als alles einzutippen.

Viele Passwort-Manager-Apps beherrschen das automatische Ausfüllen von Formularen in anderen Apps überhaupt nicht oder nur lückenhaft. Im Vergleich zur Konkurrenz schneidet Dashlane hier immer noch überdurchschnittlich gut ab – wenn auch nicht ganz so brillant wie bei den Adress- und Zahlungsdaten-Formularen auf dem Desktop.

Sicherheit: Dashlane ohne Cloud oder mit Zwei-Faktor-Authentifizierung

Dashlane speichert eure Passwörter und sonstigen Daten verschlüsselt. Entschlüsseln lassen sie sich nur mit eurem Master-Passwort. Sollten eure Daten also gestohlen werden, sei es von eurem Computer oder vom Dashlane-Server, kann ohne Master-Passwort niemand etwas damit anfangen.

Wem die Cloud-Speicherung der Passwörter zu unheimlich ist, der kann die Synchronisierung auch abschalten. Allerdings ist dann die bequeme Nutzung der Passwörter auf mehreren Geräten nicht möglich.

Optional könnt ihr Dashlane auch mit Zwei-Faktor-Authentifizierung betreiben. Wie der Name schon andeutet, ist das ein Verfahren, um Daten mit einem zusätzlichen Faktor zu schützen. Im Klartext: Um Zugriff zu bekommen, ist über das Passwort hinaus ein weiterer „Beweis” dafür gefragt, dass ihr es seid.

Dadurch sind dann eure Daten auch für den Fall geschützt, dass es jemandem gelingt, euer Passwort (in diesem Fall: Master-Passwort) zu stibitzen. Ihm fehlt immer noch der zweite Faktor.

Um die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten, installiert ihr eine zusätzliche Authenticator-App, die einzigartige und wechselnde Zugangscodes generiert. Ohne den jeweils gefragten Code kann niemand auf die Daten zugreifen. Das heißt, man braucht dazu das Gerät, auf dem die Authenticator-App installiert ist.

Solche Apps gibt es kostenlos von verschiedenen Anbietern, darunter Microsoft und Google. Hier ist die ausführliche Anleitung für die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Dashlane.

Was passiert, wenn ihr das Master-Passwort vergesst oder verliert? Dann ist nichts mehr zu retten. Ihr könnt euer Dashlane-Konto zurücksetzen und weiterverwenden, aber eure Daten sind futsch.

VORTEILE

  • Komfortable Bedienung
  • Deutschsprachige Benutzeroberfläche
  • Gute Formular-Erkennung
  • Synchronisierung mehrerer Endgeräte
  • Nutzung auf einem Gerät gratis

NACHTEILE

  • Etwas höherer Preis

Fazit: Eindeutig einer der besten Passwort-Manager

Dashlane findet eine hervorragende Balance zwischen Komfort, Funktionsumfang und Sicherheit. Wenn ihr einen Passwort-Manager für nur ein Gerät sucht, ist es sogar kostenlos und hat seinen Platz in eurer engeren Auswahl redlich verdient.

Dashlane Homepage

Dashlane findet genau die richtige Balance zwischen Sicherheit, Funktionsumfang und Komfort

39,99 USD pro Jahr

Noch bequemer und sicherer seid ihr unterwegs, wenn ihr euren virtuellen Passwort-Safe zwischen Desktop-Rechner und Mobilgerät synchronisiert. Diese Funktion lässt sich Dashlane dann allerdings bezahlen.

Wobei weniger als 3,50 Euro im Monat bestimmt nicht zu viel sind, wenn ihr dafür eine Lösung des Passwort-Problems bekommt, die euch viel Zeit und Aufmerksamkeit sparen kann. Wenn ihr maximalen Komfort bei maximaler Sicherheit wollt und es euch auf einen Euro mehr oder weniger nicht ankommt, seid ihr mit Dashlane sehr gut beraten.

Ihr wollt noch mehr Input, bevor ihr eure Entscheidung trefft? Kein Problem! Im großen Passwort-Manager Test 2018 findet ihr reichlich Auswahl und Informationen.

Provider Screenshot

Dashlane Alternativen


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