Die Anker SoundBuds In-Ear Bluetooth-Kopfhörer im Test und Vergleich 2025
Anker ist eine ziemlich beliebte Alternative für alle, die Technik zum sehr kleinen Preis suchen und dabei wenigstens optisch das Gefühl haben wollen, die hochpreisigen Vorbilder zu besitzen. Gutes Beispiel ist die Anker Bluetooth-Box, die eine beliebte Alternative zur Bose SoundLink ist.
Die Anker ist nicht halbwegs so satt im Klang, wesentlich leichter und dennoch nicht enttäuschend, vor allem wenn man bedenkt, dass sie nicht einmal ein Fünftel des Preises kostet. Ungefähr so könnte auch das Fazit zu den Anker SoundBuds Bluetooth-Kopfhörern In-Ear lauten:
Für den lächerlichen Preis von kriegt ihr ziemlich viel geboten. Zwar ist der Sound nicht ganz so rund, allerdings kriegen Equalizer dabei viel in den Griff. Das Pairing funktioniert einwandfrei und die wassergeschützten Plugs sind recht bequem.
Damit sind sie als Sportkopfhörer oder kompaktes Headset eine gute Investition, ohne dass ihr allzu tief in die Tasche greifen müsst.
Die Anker SoundBuds Bluetooth In-Ears im Überblick
Der erste Unterschied, den ihr beim Auspacken der Anker SoundBuds bemerkt, ist das Kabel, an dem kein typischer Fernbedienungsblock wie bei anderen Sport-In-Ears im Test baumelt. Die Fernbedienungstasten und der Lade-Hub sind direkt an den Plugs angebracht.
Trotz der Funktionalität der Plugs sind diese überraschend leicht. Zwar sind sie etwas größer als vergleichbare Modelle, doch spürt ihr das Gewicht kaum. Zwei Adapter-Typen in jeweils drei Größen gehören zum Lieferumfang und der Sitz funktioniert ohne Druck.
Besonders diese Druckfreiheit ist eine angenehme Abwechslung zu den anderen günstigen Bluetooth-Kopfhörern mit In-Ear im Test, die praktisch alle für üble Kopfschmerzen und geringen Tragekomfort gesorgt haben.
Ihre Eignung als Sportkopfhörer könnt ihr auch an der Wasserfestigkeit nach IPX4 ablesen. Das bedeutet, dass sie gegen Spritzwasser von allen Seiten isoliert sind. Damit halten sie Schweiß aus, bei einem heftigen Sommerguss solltet ihr sie schnell ins Trockene schaffen.
Mit bis zu 8 Stunden Funktionsbereitschaft setzen sich die Anker SoundBuds in jedem Fall an die Spitze bei der Akkudauer. Den schlechtesten Wert liefern die AUKEY-Kopfhörer mit gerade einmal 4,5 Stunden Dienstfertigkeit.
Auch die Übertragung von Kabelgeräuschen ist hier sehr gering. Der Sound wird zwar übertragen, wird aber vor dem Ohr abgebremst und tut damit auch nicht weh.
Mit gerade einmal Euro und der hochwertigen Grundausstattung ist der Spitzenplatz in der Amazon-Bestsellerliste für Sportkopfhörer zur Abwechslung also einmal vollkommen gerechtfertigt:
VORTEILE
- Kompakt
- Sehr angenehmer Sitz
- Funktionstasten direkt an den Plugs
- Individuelles Kabel
- Hochwertige Verarbeitung
- Lange Akkuleistung
NACHTEILE
- Etwas gewöhnungsbedürftiges Design
Beim Sport spielt der Look natürlich nur eine untergeordnete Rolle und da die SoundBuds dennoch hervorragend und sicher sitzen sowie sich rundum angenehm anfühlen, ist das etwas mächtige Design der Plugs eigentlich nebensächlich.
Die Anker SoundBuds verbinden
Hier können wir uns kurz fassen: Das Pairing funktioniert ohne Probleme mit allen Devices und jedem Betriebssystem – von iOS über Android und Windows bis zum alten Blackberry-OS. Wie in dieser Klasse üblich, beträgt die Reichweite zwischen Master und Slave etwa 10 Meter.
Dabei ist die Verbindung sehr stabil, nur wenn es mit den Störsignalen zu schlimm wird, unterbricht die Übertragung ganz kurz. Aber im Normalfall dürftet ihr hier keine Probleme haben.
Die Anker SoundBuds im Soundcheck
Nach den enttäuschenden Klangerlebnissen mit den anderen Sportkopfhörern im Test habe ich mir bei den Anker SoundBuds nicht allzu viel erwartet. Überraschung: Sie zeigen, dass für Euro mehr drin ist, als ihr denkt:
- Der Sound ist sehr natürlich und rund, der Bass rollt sehr angenehm. In der Mitte fühlt sich der Klang etwas zusammengedrückt an, ohne Equalizer wird es also matschig.
- Der Treble Boost-Equalizer tut dem Klang sehr gut, auch wenn die Mitte dann ein wenig ausfranst und der Sound etwas Sphärisches bekommt.
- Mit einem Bass Booster drängelt sich der Bass sehr angenehm in den Vordergrund, was sich aber nur bei sehr basslastigen Songs mit reichlich bpm lohnt. Denn die Mitten streiken dann auch hier etwas.
- Die Schallisolierung ist ausreichend, aber nicht übermächtig. Wenn ihr die Lautstärke auf ein vernünftiges Maß einstellt, kriegt ihr beim Joggen also noch etwas mit, ohne dass die Umgebung von der Musik ablenkt.
- Im lauten Zustand geben die Mitten und Höhen auf, aber trotzdem hält sich die Verzerrung sehr in Grenzen.
- Im leisen Zustand kriegt ihr immer noch recht viel mit.
Die Anker SoundBuds haben sich also auch beim Klang auf ihre Zielgruppe eingestellt, die mit möglichst viel Antrieb durch die Gegend joggen will. Darum sind sie bei den Mitten und Höhen sowie der Differenzierung etwas faul, gewinnen aber in den unteren Frequenzbereichen.
Besonders überraschend ist der für In-Ears eher ungewöhnliche räumliche Sound, bei dem ihr nicht das Gefühl habt, mit den Musikern in einer Kabine eingesperrt zu sein.
Die „Eargasm Explosion“-Equalizer-Einstellung für iTunes des Tumblr-Users thesecretsauce, mit der ich allen Kopfhörern zu Leibe gerückt bin, hat keine Überraschungen hervorgebracht:
James Blake – Limit To Your Love (Electro, Merkmal: Krasser, dominierender Basslauf)
- Ohne Equalizer: Der Bass macht es sich im Ohr und im Kopf gemütlich, die Mitten und Höhen sind ein bisschen nichtssagend.
- Mit Equalizer: Es wird differenzierter, aber auch ausgefranster. Der Basslauf gewinnt nicht
Vivaldi – Der Frühling (Klassik, Merkmal: Besteht gefühlt nur aus Mitten und extremen Höhen)
- Ohne Equalizer: Hier macht sich die fehlende Differenzierung sehr deutlich bemerkbar, auch wenn das Klangbild voller ist als erwartet.
- Mit Equalizer: Differenzierung, die aber künstlich und leicht übersteuert wirkt.
The Bates – Billie Jean („Pop“punk, Merkmal: schlechtes Mastering, scheppernde Instrumente)
- Ohne Equalizer: Man kann nicht meckern.
- Mit Equalizer: Besser, runder, angenehm.
Wie beim Einsatzzweck gedacht, machen die Anker SoundBuds ihren Job am besten, wenn ihr sie nicht allzu fein auf die Probe stellt. An den Mitten sollten ihr ein bisschen fummeln, aber nicht zu genau – und dann macht der Sound richtig viel Spaß.
Beim Telefonieren gab es ebenfalls kaum Probleme, auch wenn – wie schon mehrfach festgehalten – die Stimme eures Gegenübers als mittenlastiger Klang ein wenig ausfranst. Ihr hört euch zwar selbst, aber doch recht gedämpft. Die Chance, dass ihr deswegen ein wenig rumbrüllt, ist hoch.
Fazit zu den Anker SoundBuds Bluetooth-Kopfhörern
Wenn es in unserem Kopfhörer-Test ein Produkt gibt, das ein Fazit wie „Da kann man wirklich nichts falschmachen“ verdient, dann sind es die Anker SoundBuds.
VORTEILE
- Kompakt
- Sehr angenehmer Sitz
- Funktionstasten direkt an den Plugs
- Individuelles Kabel
- Hochwertige Verarbeitung
- Lange Akkuleistung
NACHTEILE
- Etwas gewöhnungsbedürftiges Design
Preis und Leistung sind exzellent, der Sound ist breiter als man in diesem Bereich erwartet und der Komfort ist hoch.
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele von euch die SoundBuds auch nach dem Sport und als günstige Erstkopfhörer benutzen werden – mehr als ein paar Stunden kommt ihr damit auf jeden Fall bequem über die Runden.
In unserer Testauswahl zur Kategorie Sportkopfhörer sind sie jedenfalls alternativlos. In der Kategorie Bluetooth-Kopfhörer sind sie ganz vorn mit dabei, auch wenn die großen Over-Ears von Sony hier noch stärker gewinnen. Aber der Vergleich wäre in diesem Fall wirklich wie Äpfel und Birnen.
Wollt ihr noch mehr wissen oder eure Erfahrungen teilen? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar!
Kommentare
Tobi 16. November 2017 um 10:55
Hallo Sonntagmorgen-Team,
zunächst einmal: ich bin begeistert von Eurer Seite und hoffe sie setzt sich durch!!!
Eure Tests setzten sich wohltuend ab von dem Testbrei (bis auch Techninktest manchmal) der Anderen.
Einzig drei kleine Sachen möchte ich anregen: 1. Eine Suchfunktion (nach bestimmten Produkten).
2. GANZ WICHTIG: Ein Testdatum! -am besten am Artikelanfang…
UND genaue Artikelbezeichnung.
3. Eine einfachere, „hürdenfreiere“ Kommentarfunktion (wenn denn gewollt). Ansonsten: walk on ;-) Toll!
Zum Test: Schön praxisnah. Rundum infornmiert.
Einzig fehlt mir:
-Testdatum?
– Genaues Modell (denn vom Sound but und anderen Produkten gibte es unterschiedliche Varianten. Und auch bei den Produktdaten ist nicht aufgeführt, welches Modell getestet wurde.)
– Auf dem AMAZON-Link steht: zuletzt aktzualisiert (heute, 19,90) -aber er ist dort gar nicht mehr verfügbar! ;-(
Nichts des trotz: IHR seid groß!
THX
Tobi