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von Alex

Zuletzt aktualisiert am: 3. April 2018

VPN-Einrichtung unter Windows 10: Die Schritt-für-Schritt Anleitung

Wer sicher und anonym im Netz surfen möchte, kommt an einer guten VPN-Verbindung nicht mehr vorbei. Auch aufgrund von Internetzensuren in Ländern wie z.B. China oder allgemeinen Ländersperren bei YouTube und anderen Streamingdiensten sind VPN-Dienste beliebter denn je.

Manchmal müsst ihr euch aber vielleicht auch nur in euer Arbeits- oder Uninetzwerk einwählen, um auf Verzeichnisse und Dateien von außen zugreifen zu können. In diesem Artikel stellen wir euch beide Möglichkeiten vor. Nutzt daher unser Inhaltsverzeichnis um zu der für euch relevanten Stelle zu navigieren.

Seid ihr daher auf eure eigene Datensicherheit und Freiheit im Netz bedacht, wird euch das Thema VPN zwangsläufig begegnen – und für einen Anbieter solltet ihr euch entscheiden. Welche VPN-Anbieter sich am besten schlagen, erfahrt ihr im großen VPN-Testbericht.

Nutzt ihr derweil Windows 10, könnt ihr sogar eine VPN-Verbindung herstellen, ohne dass ihr einen externen Client herunterladen müsst. Außerdem bietet euch das Betriebssystem ebenfalls die Möglichkeit, einen VPN-Server auf Basis eures Windows 10-Rechners zu erstellen.

Wie ihr diese Möglichkeiten einsetzen und Windows 10 als VPN-Client und -Server konfiguriert, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Drei gute Gründe, die für eine VPN-Verbindung sprechen

Seid ihr neu im Thema und zweifelt noch daran, ob ein VPN tatsächlich das Richtige für euch ist, möchte ich euch drei gute Gründe mit auf den Weg geben, die für die Nutzung eines VPNs sprechen.

Anschließend erfahrt ihr, wie ihr eine VPN-Verbindung im Windows 10-Betriebssystem herstellt oder euren Windows-Rechner als VPN-Server konfiguriert.

Ein VPN verschlüsselt eure Daten

Anders als eine herkömmlich hergestellte Internetverbindung sendet eine VPN-Verbindung eure Datenströme durch einen VPN-Tunnel, sodass eure Daten für Dritte unlesbar verschlüsselt werden.

Ein VPN umgeht Ländersperre

Zumindest dann, wenn ihr den richtigen Server auswählt. Seid ihr beispielsweise mit einem US-amerikanischen Server verbunden, könnt ihr je nach Anbieter den Streamingdienst Netflix nutzen – vollkommen gleich, in welchem Land ihr euch gerade befindet.

Ein VPN wahrt eure Anonymität

Je nachdem für welchen VPN-Anbieter ihr euch entscheidet, bleibt ihr vollkommen anonym. Weder bei der Registrierung noch beim Surfen an sich sammelt ein zuverlässiger VPN-Dienst eure Daten. Somit hinterlasst ihr keinerlei Spuren im Netz.

Und, überzeugt? Gut, dann sehen wir uns nun an, welche VPN-Tools euch Windows 10 zur Verfügung stellt und wie ihr diese einsetzen könnt.

5-Schritte-Anleitung: Windows 10 als VPN-Client nutzen

Um einen VPN-Dienst zu nutzen, habt ihr in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder ladet ihr euch den üblichen Client des Anbieters herunter und installiert das Programm auf eurem Rechner. Oder ihr konfiguriert die VPN-Verbindung direkt mit Windows 10.

Entscheidet ihr euch für Letzteres, solltet ihr nach dieser Schritt-für-Schritt Anleitung vorgehen.

Schritt #1: Wählt in eurer Navigationsleiste das Einstellungsmenü auf. Diese Menüanzeige ist auf mobilen Geräten wie am Desktop dieselbe, sodass diese Anleitung für beide Varianten gilt.

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Das Einstellungsmenü in Windows 10

Schritt #2: Wählt im Einstellungsmenü den Reiter „Netzwerk und Internet“ aus.

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Über diesen Button gelangt ihr zu den Netzwerk- und Internet-Einstellungen

Schritt #3: Jetzt könnt ihr über den Reiter „VPN“ in der linken Randleiste zu den nötigen VPN-Einstellungen gelangen.

win10-nw-internet-vpn

Dieser Button bringt euch zu den VPN-Einstellungen

Schritt #4: In den VPN-Einstellungen angekommen, könnt ihr ganz simpel über den Button „VPN-Verbindung hinzufügen“ eine VPN-Verbindung zu eurem gewählten Server konfigurieren.

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Über diesen Button stellt ihr eine VPN-Verbindung her

Schritt #5: Nachdem ihr den Button angewählt habt, öffnet sich ein neues Fenster, in dem ihr Name sowie IP-Adresse eingeben müsst. Habt ihr diese Daten hinterlassen, klickt ihr auf speichern.

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In diesem Fenster tragt ihr alle relevanten Informationen ein

Habt ihr diese Schritte durchgeführt, wird euch fortan eure VPN-Verbindung unter dem Button „VPN-Verbindung hinzufügen“ angezeigt. Per Mausklick könnt ihr euch mit dem konfigurierten Server verbinden.

Ihr seht: Die Konfiguration einer VPN-Verbindung über den eingebauten Windows 10-Client ist sehr simpel und intuitiv zu bedienen. Besonders natürlich dann, wenn ihr nicht nur einen Computer, sondern auch mobile Geräte mit einer VPN-Verbindung versorgen möchtet. In diesem Fall ist der Vorgang derselbe wie am Desktop – eurem VPN steht also nichts mehr im Wege.

8-Schritte-Anleitung: Windows 10 als VPN-Server nutzen

Damit ihr über das Internet eine gesicherte Netzwerkverbindung zu eurem Computer herstellen könnt, könnt ihr diesen als VPN-Server konfigurieren. Dazu geht ihr folgendermaßen vor:

Schritt #1: Öffnet auch hier die Einstellungen eures Computers und wählt den Button „Netzwerk und Internet“ aus.

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Der 'Netzwerk und Internet'-Button

Schritt #2: Im Zielfenster angekommen, klickt ihr unter der Überschrift „Netzwerkeinstellungen ändern“ auf die Option „Adapteroptionen ändern“.

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Über diese Schaltfläche gelangt ihr zum nächsten Schritt

Schritt #3: Nun öffnet sich das Fenster der „Netzwerkverbindungen“, in dem euch alle eingetragenen Netzwerkverbindungen angezeigt werden. Drückt an dieser Stelle einmal die „alt“-Taste auf eurer Tastatur, sodass eine Menüleiste mit den Reitern „Datei“, „Bearbeiten“ und Co. eingeblendet wird.

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Dieses Menü blendet ihr über die 'Alt'-Taste ein

Schritt #4: Über den Reiter „Datei“ und das Auswahlfeld „Neue eingehende Verbindung“ erreicht ihr ein neues Fenster, in dem ihr diese Verbindung konfigurieren könnt.

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Dieses Auswahlfeld führt euch zum nächsten Schritt

Schritt #5: Fügt in dem neu geöffneten Fenster alle Nutzer hinzu, die diese Verbindung nutzen dürfen.

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Wer darf die neu erstellte Verbindung nutzen?

Schritt #6: Legt fest, ob andere Computer diesen Computer über eine VPN-Verbindung ansteuern dürfen.

win10-verbindung-internet

Verbindung über das Internet zulassen

Schritt #7: Im anschließend erscheinenden Fenster könnt ihr über „Eigenschaften“ die IP-Adressenzuweisung einstellen. Entweder werden die IP-Adressen manuell angegeben oder Clients erhalten die IP-Adresse automatisch durch den Server.

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Nehmt die nötigen Einstellungen für die IP-Adressen vor

Schritt #8: Über den Button „Zugriff zulassen“ schließt ihr den Vorgang ab.

win10-zugriff-zulassen

Über diesen Button beendet ihr den Vorgang

Nun könnt ihr euer neues VPN-Netzwerk unter den Netzwerkverbindungen auffinden und auswählen. Mit einem Rechtsklick und der Auswahl von „Eigenschaften“ könnt ihr übrigens jegliche Einstellungen manuell steuern und verändern.

Falls ihr trotzdem lieber einen klassischen VPN-Service inklusive Client nutzen möchtet, habe ich euch im folgenden die fünf besten Anbieter dazu zusammengestellt.

Dieser Weg könnte vorteilhaft für euch sein, wenn ihr nicht nur eine klassische VPN-Verbindung herstellen möchtet, sondern auf einige in den Client integrierte Sicherheitsfunktionen Wert legt.

Was sind die fünf besten VPN-Dienste für Windows 10?

Um euch die Entscheidung für einen VPN-Anbieter zu erleichtern, stelle ich euch einmal die fünf besten VPN-Dienste für Windows 10 vor. Bevor ihr eure Entscheidung trefft, empfehle ich euch dennoch, die verlinkten Testberichte zu lesen, in dem ihr alle Details zu den jeweiligen Anbietern erfahrt.

Empfehlung #1: ExpressVPN

ExpressVPN ist nicht nur der Testsieger unter den besten VPN-Anbietern, sondern auch erste Wahl für das Betriebssystem Windows 10. Fällt eure Wahl auf diesen Dienst, habt ihr nicht nur die Möglichkeit, die Ländersperre für Netflix zu umgehen, sondern könnt den Dienst auch abseits von Windows 10 auf jeglichen Geräten installieren.

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Die Website vom Testsieger ExpressVPN

ExpressVPN bietet euch außerdem eine äußerst breite Auswahl an Serverstandorten, zu denen ihr eine Verbindung herstellen könnt.

Legt ihr ganz besonderen Wert auf eure Sicherheit, könnt ihr hier entspannt an die Sache herangehen: ExpressVPN loggt nicht und benötigt weder bei der Registrierung noch bei der Bezahlung eure persönlichen Daten.

Hier seid ihr meiner Meinung nach sehr gut aufgehoben.

Pro & Contra

  • Bitcoin als Zahlungsmethode
  • Flexible Bedienbarkeit
  • Sehr guter und umfassender Support
  • Enorme Breite der Serverstandorte

  • Teure Tarifstufen im Vergleich zur Konkurrenz
  • Unübersichtliche Auflistung der Verbindungsmöglichkeiten

Empfehlung #2: NordVPN

NordVPN schafft es nicht nach ganz oben auf’s Podest, belegt aber einen guten zweiten Platz. Das liegt vor allen Dingen daran, dass ihr das Tool sehr simpel und intuitiv bedienen könnt: Ganz gleich, ob ihr euch die Software auf Windows ladet oder ob ihr die mobile Version nutzt – das Programm lässt sich superleicht bedienen.

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Die Website von NordVPN

Außerdem könnt ihr dank Features wie DoubleVPN eure Sicherheit erhöhen und durch die Smartplay-Technologie ebenfalls Netflix oder andere Streamingdienste aufrufen.

Der NordVPN-Support ist allerdings nur auf Englisch verfügbar.

Pro & Contra

  • Hohe Geschwindigkeit & genügend Serverstandorte
  • Beachtliche Benutzerfreundlichkeit
  • Eigene Features wie Double-VPN oder Smartplay-Service
  • Maximal 6 Geräte pro Account

  • Teurer Preis
  • Support nur auf Englisch verfügbar, teils sprachlich falsche Übersetzungen

Empfehlung #3: CyberGhost

Für Einsteiger im Bereich VPN empfehle ich auch für das Windows 10-Betriebssystem einen Versuch mit CyberGhost. CyberGhost schneidet im gesamten VPN-Test ebenfalls als drittplatzierter ab.

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Die Website von CyberGhost

Diese gute Positionierung verdankt der Anbieter vor allen Dingen der leicht bedienbaren Software, die mit einigen praktischen Tools wie einem eigenen Ad-Blocker, Online-Tracking und Virenschutz gespickt ist.

Pro & Contra

  • Sehr simple & inuitiv nutzbare mobile App für Smartphones
  • Deutschsprachige Website
  • Virenschutz, AdBlocking und Online-Tracking Schutz inklusive

  • Fehlender Live-Chat
  • Englische Software in der Vollversion

Empfehlung #4: VyprVPN

VyprVPN ist ein Schweizer Anbieter, dessen Software komplett auf Deutsch erhältlich ist und euch ebenfalls einen guten Schutz bietet.

Dieser VPN-Dienst überzeugt mich vor allem aufgrund einer guten Geschwindigkeit, bei der ihr lediglich 15 Prozent eurer ursprünglichen Geschwindigkeit verliert.

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Die Website von VyprVPN

Allerdings läuft die Bezahlung hier nicht anonym ab, sodass eure persönlichen Daten durch Bezahlmethoden wie PayPal oder Kreditkarte ins Spiel kommen.

Die Tarife und Features sind indes nach Features und nicht nach Laufzeit gestaffelt.

Pro & Contra

  • Besonders intuitive Nutzung
  • Komplett deutschsprachig
  • Firmensitz in der Schweiz
  • Kaum Geschwindigkeitseinbußen

  • Keine Bitcoins als Zahlungsmethode
  • Tarife nach Features und nicht nach Laufzeit sortiert

Empfehlung #5: IPVanish

IP Vanish ist ein solider VPN-Dienst, der auch auf Windows-Systemen seine Pflicht erfüllt. Ihr könnt eure Zahlung anonym per Bitcoin abwickeln, habt ausreichend Serverstandorte zur Auswahl und könnt Netflix, Amazon Prime und Co. aus jedem Land der Welt streamen.

Beachtet allerdings, dass die gesamte Software englischsprachig ist und euch bei Problemen kein Live-Chat zur Verfügung steht.

Pro & Contra

  • Keine persönliche Daten bei der Registrierung notwendig
  • Zahlung per Bitcoin möglich
  • Netflix & andere Streaming-Dienste möglich

  • Komplett englischsprachig
  • Verlangsamte Geschwindigkeit
  • Kein Live-Chat Verfahren im Support

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Die Website von IP Vanish

Und, denkt ihr, ihr seid bereit? Ihr wisst nun, wie ihr unter Windows 10 eine VPN-Verbindung herstellt oder einen VPN-Server konfiguriert, sodass ihr euren Rechner über eine sichere Verbindung ansteuern könnt. Außerdem habt ihr fünf optimale Anbieter kennengelernt, die sich besonders für Windows 10 gut eignen.

Wenn ihr dennoch einige VPN-Anbieter vergleichen möchtet, seht euch den VPN-Testbericht mit allen dreizehn VPN-Diensten an.

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von Alex


2 Kommentare


Lewis 4. August 2018 at 13:42

Guten Tag Alex,
vielen Dank für diese Ausführungen.
Wie kann ich nun auswärts über öffentliches W-Lan auf den Windows 10 Server zugreifen?
Freundliche Grüsse

Reply

Swaantje 10. August 2018 at 08:45

Hi Lewis,
schön, dass dir unser Artikel gefallen hat. Um auswärts auf den Windows 10 Server zuzugreifen, frag am besten deinen Server-Admin, wie du Zugriff bekommen kannst (z. B. über Remote Desktop, Teamviewer, FTP). Benutze in öffentlichen WLANs aber auf jeden Fall einen VPN, da sonst jeglicher Datenverkehr zwischen deinem Gerät und dem WLAN-Router unverschlüsselt ist und sehr einfach von Dritten eingesehen werden kann.

Reply

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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