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von Wiebke

Zuletzt aktualisiert am: 8. July 2017

Rezepte im Standmixer: Smoothies sind sowas von letztes Jahr!

Die Mixerindustrie hat dem Hype um Smoothies einiges zu verdanken. Denn mit dem Trend sind auch die Maschinchen zum Zerkleinern, Mischen und Manschen wieder überaus gefragt und mit der Kategorie Smoothie Maker ist sogar eine neue Produktlinie entstanden.

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Aber eigentlich wäre es doch sehr schade, wenn ihr euer Gerät aus dem Standmixer Test 2017 nur für grüne, gelbe oder lila Obst-Gemüsematschereien verwenden würdet.

Mixer Rezepte

Mixer können mehr als nur Smoothies, aber schön sehen sie trotzdem aus.

Denn dann wäre es nichts weiter als ein weiterer Staubfänger, der neben dem Waffeleisen oder Sandwichmaker im Schrank schlummert. Hand aufs Herz: Werdet ihr wirklich länger als eine oder zwei Wochen Smoothies trinken? Eben.

Seit ich mit den Tests für unsere aktuelle Runde angefangen habe, ist mein Kühlschrank ständig voller leckerer, gesunder und vor allem einfacher Sachen, die ich in wenigen Minuten im Mixer gezaubert habe. Und die besten Rezepte werde ich euch hier verraten.

Da ich Vegetarier mit dem gelegentlichen Hang zum Veganismus bin, kommen die meisten Vorschläge ohne tierische Produkte aus. Aber das Schöne an Mixerrezepten ist ja, dass ihr die Grundzutaten jederzeit abwandeln könnt. Und dann heißt es „Auf die Plätze, fertig, Mischen!“

Das richtige Gerät für Rezepte im Standmixer

Wenn ihr es mit der Mixerei ernst meint und erst einmal den Dreh – wortwörtlich – mit verschiedenen Rezepten raushabt, werdet ihr schnell merken, dass Power euer bester Freund in der Küche ist. Und diese Power liefern Standmixer nicht immer.

Auch wenn Geräte wie etwa der Russell Hobbs Mix & Go oder der AEG PerfectMix SB 2400 Mini Mixer in unserem Test ganz gut abschneiden, sind die Smoothie Maker mit ihren Mini-Motoren und ihren Mini-Flaschen eher nichts für eine breite Rezeptrange.

Unsere Standmixer Tests

Wir haben 12 Mixer durchgetestet und sowohl harte als auch weiche Zutaten verarbeitet.

Ob es gleich ein Vitamix Professional Series 750 für 999,00 € sein muss, ist natürlich diskutabel, aber grundsätzlich erfüllt auch dieser Mixer die Anforderungen für viele Anwendungsmöglichkeiten:

  • Ein großer Aufsatz bietet euch viel Platz, ist sehr hygienisch und ihr könnt Zutaten ohne Gefummel ein- und nachfüllen.
  • Große Standmixer kommen hervorragend mit größeren Füllmengen für das Vorrats-Mixen klar – von einem großen Schwung ganz zu schweigen.
  • Das Wichtigste steckt unter der Haube in Form der Leistung (in Watt) und der Umdrehungszahl. Bei Smoothie Makern müsst ihr mit Werten um die 300 Watt bei rund 20.000 U/min Vorlieb nehmen. Bei Power-Geräten wie dem Philips Avance Collection HR 3655/00 sieht das mit 1.400 Watt und 35.000 U/min schon ganz anders aus.
  • Zwar sind die Werte nur maximal mögliche Zahlen, aber die Motoren sind einfach größer.
  • Ihr habt mehr als eine Mixstufe zur Verfügung und könnt so von sanftem Unterheben bis zum Kurz und Klein-Häkseln wirklich alles machen.
  • Ob es Zusatzeinstellungen wie die Smoothiefunktion braucht, sei dahingestellt, aber eine Pulse-Funktion ist unheimlich wichtig. Dann bekommt ihr auch Eis anständig klein, ohne dass der Motor blockiert und könnt empfindliche Samen o.ä. untermischen, ohne dass sie zerstört werden.

Im Test haben wir auch mehrere Standmixer mit kleinem bzw. kleinerem Preisschild untersucht, die diese Funktionen grundsätzlich erfüllen. Dabei ist immer die Frage, ob der Preis für die Leistung gerechtfertigt ist.

Während ich den Russell Hobbs Essentials Standmixer für gerade einmal 35,90 € ziemlich gut fand, weiß ich aber aus Erfahrung, dass er beim intensiven Einsatz nicht lange halten wird.

Andersherum ist der robustere Philips HR2195/08 Standmixer für 75,99 € etwas überteuert, weil er Sachen verspricht, die er nicht ganz hält.

Unter 100 Euro solltet ihr für ein Gerät nicht ausgeben – zumindest, wenn euer Mixer kein Ab-und-zu-Gerät ist. Das spricht für eine längere Haltbarkeit. Und auf die kommt es an, denn einen Motor auszutauschen ergibt in dieser Produktkategorie (leider) wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn.

Der Einstieg: Rezepte aus dem Standmixer zum Trinken

Bevor wir uns in die Tiefen außergewöhnlicher Rezepte im Standmixer vorwagen, bleiben wir zunächst in der einfachsten Kategorie. Denn der Mixer ist für Trinkbares einfach ideal. Praktisch jeder (gesunde) Smoothie basiert heute auf einem einfachen Grundgerüst:

Standmixer Rezepte

Die Mischung machts: Obst und Gemüse clever kombiniert, machen tolle Rezepte.

  • 2 Anteile grünes Blattgemüse wie Spinat
  • 1 Anteil (süßes) Obst
  • Säure-Komponente (wie Zitronensaft o.ä.)
  • Protein-Komponente (zum Beispiel Chia-Samen)
  • Wasser/Saft/Pflanzenmilch
Samen und Körner als Rezept

Samen und Körner sind eine tolle Zugabe für euer Mixer-Rezept.

Die Abwandlungen sind zahlreich und es kommt nur darauf an, was ihr mögt und was nicht. Ähnlich simpel ist jeder Milkshake oder Joghurtdrink aufgebaut. Allerdings gibt es hier kleine Tricks, wie ihr ihn noch leckerer und cremiger bekommt, ohne zwangsläufig sinnlos Kalorien draufzupacken:

  • Spart euch das Geld für frisches Obst und geht lieber gleich zum Tiefkühlregal. Tiefgekühlte Erdbeeren, Blaubeeren und Co. bringen erstens die richtige Temperatur ins Spiel und werden zweitens im Mixer sehr cremig. Dann braucht ihr auch keine Eiswürfel. Außerdem soll Frosten für die Nährstoffe viel besser sein.
  • Bananen sind eine absolute Mixer-Geheimwaffe, weil sie hervorragend binden, natürliche Süße ins Spiel bringen und so weich sind, dass sie jedes Gerät klein kriegt. Wer auf Milkshakes oder Joghurtdrinks steht, die gehaltvoll schmecken, ohne gehaltvoll zu sein, sollte seine Bananen für eine Weile ins Tiefkühlfach tun. Dazu kommen wir später noch einmal.

Die richtige Konsistenz findet ihr am besten, wenn ihr die Milch oder den Pflanzendrink erst nach und nach zugebt. Da kommen euch die Einfüllstutzen der Mixer zuhilfe, durch die ihr auch im laufenden Betrieb Zutaten nachfüllen könnt. Die soliden Bestandteile solltet ihr zunächst mit der Pulse-Funktion nach und nach zerkleinern, bis der Mixer nicht mehr auf Hartes trifft.

Richtig klasse werden süße Milkshakes übrigens, wenn ihr eine Prise Salz zugebt und auch etwas Vanilleextrakt einträufelt.

Standmixer Rezepte ein Bunter Mix

Je bunter euer Rezept, desto gesünder.

Apropos Salz: Wer seine Geschmacksnerven lieber mit etwas Herzhaften zum Trinken erfreuen möchte, wird sicher mit einem Lassi glücklich. Und hier stehe ich besonders auf die Gurken-Variante:

  • ½ Salatgurke in Stücke schneiden
  • 1 Becher Naturjoghurt dazu
  • Salz und vielleicht einen Hauch Chili oder gar Wasabi dazugeben
  • Etwas frischen Zitronensaft auch noch dazu.
  • Kurz auf niedriger Stufe mixen und wenn nötig noch ein wenig Milch dazugeben (bis die perfekte Trinkdicke erreicht ist).

Aufstriche und Dips aus dem Mixer

Eine meiner liebsten Anwendungsmöglichkeiten für den Mixer sind Rezepte für Aufstriche, Soßen und Dips. Dabei kommt vielleicht ein wenig der Pfennigfuchser durch, aber seitdem ich einen meiner liebsten Aufstriche einmal selbst gemacht habe, sehe ich nicht mehr ein, unheimlich viel Geld für das Produkt aus dem Gläschen auszugeben.

Aufstriche

Unser Pesto klappt im Philips Mixer hervorragend.

Das gilt auch für Pesto in all seinen Abwandlungen, das eigentlich ein super günstiges Produkt ist, im Supermarkt aber mit reichlich dubiosen Zutaten für einen abenteuerlichen Preis verkauft wird. Und das Ergebnis zuhause ist immer lecker, wie auch der Standmixer Test 2017 gezeigt hat.

Am einfachsten funktioniert veganes grünes Pesto, bei dem ihr euch ganz sicher nicht an das italienische Grundrezept halten müsst:

  • Grundlage sind grüne blättrige Gemüse bzw. Kräuter aller Art. Ich habe Rucola genommen, weil ich den Geschmack sehr mag. Petersilie (am besten die glatte) funktioniert ebenfalls hervorragend, Basilikum ist die klassische Grundlage, aber meist etwas teurer. Falls ihr einen Wald oder Garten vor der Tür habt, geht auf Bärlauch-Jagd!
  • Nüsse bzw. Kerne geben der Sache die richtige Konsistenz. Auch hier entscheidet ihr euch nach Lust und Laune (und Geldbeutel). Pinienkerne sind klassisch und eher neutral, Walnüsse bringen Wumms in die Sache, Cashews machen vor allem eine gute Konsistenz.
  • Öl ist ebenfalls wichtig und hier solltet ihr ein gutes Produkt verwenden. Olivenöl muss es zwar nicht unbedingt sein, auch Sonnenblumenöl (weil neutraler) funktioniert.
  • Für mich gehört frischer Knoblauch immer dazu, ob ihr das wollt oder nicht, ist euch überlassen. Aber allein der Duft! Nommy!
  • An Gewürzen kommt eigentlich nur etwas grobes Meersalz in Frage. Aber Achtung: Hier übersalzt man schnell!

Für das Aroma ist es enorm wichtig, dass ihr die Zutaten bei einer geringen Drehzahl und zügig mixt, sonst wird’s etwas platter. Bei den Mengenverhältnissen müsst ihr ein bisschen ausprobieren. Viele Standmixer sind kein Freund davon, wenn zu wenig Flüssigkeit im Spiel ist. Wer aber sein Pesto nicht in Öl ertränken will, kann auch (welch Frevel!) Wasser in kleinen Mengen nachgießen! Klappt problemlos.

Ist euch ein wenig fancy zumute, könnt ihr natürlich auch Käse dazu geben. Dann tut euch aber den Gefallen und kauft echten Parmesan oder wenigstens Gran Padano, die mit ihrer leichten Schärfe die perfekte Ergänzung sind. Top-Tipp für die nächst Party: Macht einen Bottich Pesto, kocht einen großen Topf Nudeln, schmeißt alles zusammen und es werden alle garantiert lecker satt!

So ein Pesto schmeckt auch nach Tagen (ab in den Kühlschrank!) noch hervorragend auf Brot oder als Ergänzung zu Tomate-Mozzarella oder sonstwas. Pesto ist für mich das Ketchup der Bourgeoisie und günstiger als selbstgemacht im Mixer geht es einfach nicht.

Mein zweiter Rezept-Tipp für einen hammerleckeren Aufstrich aus dem Mixer stammt auch aus meiner Überlegung, dass ich keine Lust habe, viel Geld für ein Winzig-Gläschen auszugeben. Diesen Aufstrich machte ich sonst (mangels Platz und Gerät) mit meinem Stabmixer, der von Hause aus etwas schwach auf der Brust ist und mehr Vorbereitung benötigt.

Die Idee dazu kam mir, als ich mir die Zutatenliste des Drogerie-Produkts angeschaut habe und feststellte, dass eine Home-Version problemlos gebastelt werden könnte. Und das hat schon beim ersten Mal so gut geklappt, dass ich den Aufstrich seitdem nur noch selbst mache.

Ihr braucht:

  1. Kichererbsen aus der Dose oder selbst eingeweicht (inklusive etwas von der Flüssigkeit!)
  2. Cashewkerne (geht auch mit anderen Nüssen)
  3. Curry
  4. Frisch geriebenen Ingwer (zur Not auch Pulver, frisch fetzt mehr!)
  5. Gewürze wie ihr lustig seid
  6. Einen Hauch Zitronensaft
  7. Öl (am besten neutral)

Die Zubereitungsanweisung ist ganz einfach: Alles im Mixer mixen, bis die Konsistenz homogen, ganz leicht stückig und streichfähig ist. Ich hebe am Ende immer noch etwas Schnittlauch unter, damit das Ganze noch eine frische Note bekommt.

Wie ich schon mehrfach sagte: Lasst euch ruhig selbst eine Zutatenkombi einfallen, denn so ein (guter) Mixer macht fast jeden Quatsch mit.

Cocktails aus dem Mixer

Cocktails aus dem Mixer

Cocktails gelingen wunderbar und sind extrem erfrischend.

Frozen Daiquiri, Frozen Margarita, Slush usw. und so fort – So ein Standmixer ist auch ein perfektes Gerät, um sich mit bunten Drinks in bester Gesellschaft anständig zuzuklingeln. Aber die meisten Standardrezepte sind einfach langweilig und gerade Zuhause macht es doch Spaß, mit günstigen Zutaten zu experimentieren.

Meine Cocktailvorschläge kommen außerdem ohne eine (eigentlich) wichtige Zutat für Cocktails aus – Eis. Denn sobald der Blender ins Spiel kommt, ist die Gefahr, dass ihr euren Cocktail verwässert, ziemlich groß. Und gerade der Sommer hält genug Alternativen parat.

Eine geniale Sommerzutat sind Wassermelonen. Sobald diese Zeit im Kühlschrank verbringen, kühlt das Fruchtfleisch hervorragend runter und ist auch in der Lage, die Kälte perfekt zu halten

Melonen im Mixer

(Kleiner Tipp am Rande: Hendrick’s Gin, Tonic und Wassermelone im Sommer sind der Hammer, vor allem, wenn noch etwas Grün in Form von Minze hinzukommt!)

Gin

Unser Favorite: mit ein wenig Gin verfeinern...

Wenn ihr reichlich Wassermelone aus dem Kühlschrank (oder auch dem Tiefkühler) in den Mixer gebt, braucht ihr eigentlich nur noch einen Alkohol eurer Wahl (Wodka geht immer, Rum auch, Gin im Mixer macht sich nicht so gut, Liköre stören auch eher).

Jeder gute Barkeeper bringt auch etwas Säure ins Spiel, wobei Limetten (Saft plus etwas Schale) am besten passen. Auch Minze spielt gern mit Melone. Dann mischt das Ganze auf niedriger Stufe kurz durch.

Soll es prickeln, nehmt ihr diesen Wassermelonenmix als Grundlage und gießt den Drink anschließend mit Prosecco auf. Da wir keinen zusätzlichen Sirup oder Zucker hinzugegeben haben, bleibt der Drink erfrischend und relativ leicht.

Wer es cremiger mag („if you like Pina Coladaaa“ *träller*) und trotzdem keine Lust auf flüssige Sahne und schon gar nicht Ananas hat, kann sich bei diversen Kaffee- und Cream-Likörherstellern mehr als eine gute Inspiration holen. Und sehr häufig wird hier der Mudslide genannt, der in Deutschland nicht besonders bekannt ist, obwohl er im Grunde eine White Russian-Abwandlung ist.

Dieser Drink besteht meist aus Wodka und Baileys mit Crushed Ice gemixt, was eine cremige und sehr gehaltvolle Mischung ergibt. Allerdings bin ich hier wiederum kein Fan der Wasserkomponente und finde die Mischung auch etwas langweilig.

Darum holen wir lieber wieder unsere gefrorenen Bananen aus dem Tiefkühler (vor dem Einfrieren in Scheiben schneiden spart Zeit!) und hauen noch etwas Kaffeelikör dazu. Damit das Ganze trinkbar bleibt, strecken wir die Mischung mit Milch und servieren das Ganze in kleinen Portionen in einem vorgekühlten Martini-Glas. Wer keine Lust auf Bananen hat, kann sich auch mit Vanille-, Schoko- oder Sonstwas-Eis den Bauch vollschlagen.

Statt mit Kaffeelikör könnt ihr den Mudslide auch mit Cold Brew-Coffee oder einem vorher gekühlten Espresso abrunden, was den Geschmack in meinen Augen sehr viel eleganter macht und etwas von der ziemlich präsenten Süße wegnimmt. Mit naturreinen Kakao-Nibs als Deko auf dem Mudslide kommt auch ein wenig leckere Bitterkeit ins Spiel.

Und auch in dieser Kategorie gilt: Solange ihr gewisse Grundgerüste bei der Zubereitung beachtet, könntet ihr alles zusammenhauen, wovon ihr glaubt, dass es zusammen funktioniert.

Denn so ein Mixer-Cocktail ist zwar nicht besonders elegant oder ausnehmend hochwertig, macht aber einfach Spaß.

Backen mit dem Mixer?

Eigentlich braucht ihr für Teige spezielle Küchenmaschinen, die den Klumpen durchkneten oder vorsichtig durchrühren. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Backen (im Gegensatz zu Kochen) tatsächlich eine Wissenschaft nach physikalischen und chemischen Regeln ist und ein Rezept unbedingt in jedem Schritt eingehalten werden muss, damit das Ergebnis stimmt.

Das könnte auch erklären, warum meine Backerfolge bisher immer mäßig sind. Und eigentlich ist ein Standmixer ein Garant dafür, dass eure Kuchen oder Gebäcke zäh und unlecker werden. Da ich aber weder die Muße habe, mir einen Wolf zu kneten noch unbedingt eine Küchenmaschine kaufen will, habe ich mich auf die Suche nach expliziten Mixer-Rezepten zum Backen gemacht.

Und dabei bin ich bei den handelsüblichen „Man nehme drei Eier“-Rezepten leider wirklich nicht fündig geworden. So ein Mixer ist immer ein Kompromiss, mit dem ihr Rührteig durchaus gemischt bekommt, aber nur, wenn ihr ihn auf sanftester Stufe und immer nur in kleinen Intervallen benutzt. Für elaborierte Teige ist er aber definitiv nichts.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn ihr Rohkosttorten oder -kuchen machen wollt. Hier ist der Standmixer euer bester Freund, auch wenn er unbedingt enorme Power haben muss. Ein Vitamix oder zumindest ein sehr guter Profi-Mixer sollte es schon sein.

Der kriegt dann auch die Mischung für den Tortenboden aus z.B. Mandeln, Datteln, etwas Kokosmehl und Kokosöl schön musig, allerdings nur, wenn ihr erst einmal in Intervallen arbeitet und euch das Leben leichter macht, indem ihr Datteln und Nüsse vorher einweicht.

Diese Mischung wird in einer Springform angedrückt und in den Kühlschrank gestellt. Bei den Toppings gibt es die abenteuerlichsten Varianten und ich finde alles, was irgendwie nach „Cheese“-Cake schmeckt, einfach Hammer.

Das Geheimnis veganen Cheesecakes sind Cashews oder auch reife Avocado (was ich persönlich bläh finde). Diese werden zusammen mit etwas Kokosöl, Trockenfrüchten, cremigen Früchten eurer Wahl und ganz wichtig Säure zu einem Mus im Mixer vermengt.

Dieses Mus kommt auf den Boden und das Ganze muss dann unbedingt ins Gefrierfach. Auch hier könnt ihr variieren, was das Herz begehrt und müsst noch nicht einmal den Herd anwerfen.

Für alle, die Schokokuchen als Grundnahrungsmittel betrachten: Schmeißt im Mixer eine Banane, Kakao (am besten naturbelassen), etwas Kokosbutter (nicht Öl!), ein wenig Natursüße und einen Hauch Salz zusammen und lasst die Mischung anschließend wieder kühlen. Okay, das ist kein echter Schokokuchen, aber den gibt’s im Mixer nun einmal schwierig.

Zutatenliste und Vorratsempfehlungen für Mixer Rezepte

Wenn ihr wie ich dem Mixer-Wahn verfallen seid, keine Lust auf Fertigkram habt und zwischendurch einfach mal was Leckeres zaubern wollt, empfehle ich euch, euch einen Vorrat an bestimmten Zutaten zuzulegen, die ihr mit wenigen frischen Komponenten in tausende Rezepte verwandeln könnt. Hier einmal eine grundsätzliche Liste:

AUF VORRAT

  • Cashews und/oder andere Kerne/Nüsse – naturbelassen und ohne Salz. Gibt’s bei Amazon in verträglichen Großpacks. Cashews sind günstiger als Pinienkerne, Mandeln sind ebenfalls gut für den Mixer und recht günstig.
  • Bananen in rauen Mengen. Wie wir gesehen haben, kann man sie super tiefkühlen, aber auch, wenn ihr sie an der Luft aufbewahrt, werden sie mit der Zeit immer besser. Ein Bäcker-Geheimtipp: Erst, wenn die Schale richtig braun ist und das Fruchtfleisch total matschig, sind die Bananen perfekt!
  • Gutes Öl. Kann man nie genug haben.
  • Haferflocken. Ich habe es in diesem Artikel nicht extra erwähnt, aber ihr könnt aus Haferflocken und Wasser ganz einfach eure eigene Pflanzenmilch machen. Mixen, abseihen, fertig. Und Porridge oder Overnight-Oats sind ja auch gerade der letzte Schrei.
  • Gewürze. So viele, wie nur geht.
  • Tiefkühlobst – am besten einmal querbeet.
  • Datteln. Gibt’s online oder bei jedem gut sortierten Gemüsehändler günstig.
  • Süße nach Wahl. Ich bevorzuge Erythrit, weil mir Agavendicksaft nichts ist.
  • Samen. Ob ihr Chia nun gut findet oder nicht, ist euch überlassen. Ich bin auf Leinsamen umgeschwenkt, die wesentlich günstiger sind und das gleiche können. Durch ihr hervorragendes Quellverhalten sind sie eine super Ballaststoffquelle und sorgen in vielen süßen Mixerrezepten für Biss. Allerdings müsst ihr diese schneller verbrauchen als Chia, sonst werden sie ranzig.
  • Kichererbsen in Dosen. Mit Kichererbsen könnt ihr noch viel mehr machen als nur Aufstriche. Über lecker Hummus muss ich wohl nicht viel sagen. Hierfür braucht ihr zusätzlich Tahini, also Sesampaste.

FRISCH

  • Grüne Blattgemüse und Kräuter. Die solltet ihr wirklich immer dann holen, wenn ihr sie zubereiten wollt. Denn Nährstoffe gehen mit jeder Minute Lagerung verloren.
  • Ingwer. Auch dieser verliert an Aroma, je länger er liegt. Ähnliches gilt für Knoblauch, der aber bei uns sowieso immer recht schnell alle ist.
  • Frisches Obst (außer Bananen). Auch hier ist Frische der Schlüssel, obwohl der Mixer perfekt ist, um zum Beispiel schrumpelige Äpfel noch zu retten (Stichwort Apfelmus).
  • Alles, was euch zu Rezepten noch in den Sinn kommt.

Ich kann abschließend nur noch einmal betonen, dass all meine Ausführungen nur dann Sinn ergeben, wenn ihr bei unserem Standmixer Test 2017 genau aufpasst und euch ein wirklich gutes Gerät zulegt (auch, was die Reinigung betrifft!). Denn wer einmal merkt, was so ein Standmixer kann, wird davon wirklich begeistert sein!

Noch Fragen, Anregungen oder eigene Rezeptideen? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar!

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