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SafeInCloud Test

SafeInCloud Test
Überzeugender Passwort-Manager für kleine Budgets.

Tarife ab:

5,99 €

einmalig

Kostenfreier Tarif verfügbar Desktop-Version ist komplett kostenlos

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.safe-in-cloud.com
Betriebssysteme DesktopWindows, macOS
Betriebssysteme mobilAndroid, iOS
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Deutsche Benutzeroberfläche
Cloud-Speicherung
BrowserintegrationMozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Opera, Yandex.Browser
Kostenlose Option
Open Source
Passwort Export – Software und DateiformateCSV, TXT, XML

Author

Als langjähriger Webworker legt Sebastian Wert auf Sicherheit und Komfort bei der Internetnutzung. Beste Voraussetzungen, um für Sonntagmorgen Passwort-Manager zu testen. Sebastian

SafeInCloud deckt alle wichtigen Funktionen ab, die zu einem Passwort-Manager gehören: Speichern und automatische Eingabe von Web-Zugangsdaten, Speichermöglichkeit für weitere Typen von Daten, Synchronisierung mit dem Smartphone oder Tablet, automatisches Ausfüllen für Apps. Für Mac und PC ist die Software kostenlos zu haben, die App kostet einmalig 5,99 Euro für Android und 6,99 Euro für iOS. Die Cloud-Speicherung und Synchronisierung der gespeicherten Daten über mehrere Geräte ist möglich, indem ihr SafeInCloud mit einem Cloud-Dienst wie Dropbox oder Google Drive verkoppelt.

Im Praxistest schneidet der Passwort-Manager gut ab. Beim Funktionsumfang und Komfort verortet er sich mühelos in der Mittelklasse, was ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bedeutet. Nur wer eine Komplettlösung mit integrierter Cloud sucht oder ein Maximum an Automatik-Funktionen wünscht, muss sich weiter umsehen und eventuell etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

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Overall Rating

86%

"Überzeugender Passwort-Manager für kleine Budgets."

Desktop-Komfort
80%
Gut
Mobil-Komfort
85%
Sehr gut
Funktionsumfang
85%
Sehr gut
Sicherheit
90%
Sehr gut
Preis-Leistungs-Verhältnis
90%
Sehr gut

SafeInCloud Passwort-Manager im Test 2018: Gelungener Alleingang zum Minipreis

SafeInCloud ist ein Passwort-Manager, der als Ein-Mann-Projekt eines Programmierers namens Andrey Shcherbakov ein wenig aus der Reihe tanzt. Die großen Konkurrenten sind überwiegend kommerzielle Produkte und zu einem kleineren Teil Open-Source-Projekte, an denen ganze Communitys mitarbeiten. Letzteres gilt vor allem für den Klassiker KeePass.

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5,99 € einmalig

Hier könnt ihr euch einen Überblick der interessantesten Passwort-Manager auf dem Markt sowie ihren Stärke und Schwächen verschaffen: Die besten Passwort-Manager: Test und Vergleich 2018.

Der erste Eindruck von SafeInCloud

SafeInCloud kann bei allen Grundfunktionen eines Passwort-Managers gut mithalten. Der Hauptvorteil ist der Preis. Die Software für Mac oder Windows-PC ist völlig kostenlos nutzbar, die App kostet für Android 5,99 Euro und für iOS 6,99 Euro.

Wer sie kauft, kann sie mit einem Cloud-Dienst verknüpfen und so die gespeicherten Daten auf dem Mobilgerät und Rechner synchronisieren. Das funktioniert mit Google Drive, Dropbox, OneDrive, Yandex Disk oder einem eigenen Server, etwa per WebDAV oder ownCloud.

Somit sind die höheren Preise der Konkurrenten zum Teil dadurch gerechtfertigt, dass bei ihnen die Cloud direkt eingebaut ist. Andererseits ist eine Passwort-Datenbank nur eine winzige Datenmenge, die ihr bei Dropbox & Co. bequem kostenlos speichern könnt.

Da sie zudem sicher verschlüsselt ist, müsst ihr euch auch nicht allzu sehr über den Datenschutz bei den Cloud-Anbietern sorgen – jedenfalls weit weniger als bei der Speicherung unverschlüsselter Daten.

VORTEILE

  • Sehr günstig
  • Deutsche Benutzeroberfläche
  • Für PC und Mac kostenlos
  • Angenehme Bedienung

NACHTEILE

  • Keine Automatik für Adressen und Zahlungsdaten
  • Gratis-App lohnt sich nicht

Wie mein Test zeigt, reiht sich SafeInCloud souverän in das Spalier der etablierten Passwort-Manager auf dem Markt ein, hinter denen Firmen oder Communitys stecken. Das ist so beeindruckend wie sympathisch. SafeInCloud ist damit eine empfehlenswerte Lösung für alle, die möglichst viel Komfort zu einem möglichst günstigen Preis wünschen.

Die Einrichtung: SafeInCloud nutzt Cloud-Drittanbieter

Im Einklang mit meiner üblichen Routine bei den Passwort-Manager-Tests wende ich mich zuerst dem Desktop zu – obwohl das in diesem Fall der historischen Reihenfolge widerspricht. SafeInCloud gab es zuerst als App.

Die Cloud-Verbindung ist optional und läuft über Drittanbieter. Daher ist es nicht nötig, ein Nutzerkonto zu erstellen. Ihr ladet einfach die Software herunter und los geht’s. Es gibt sie für Windows und Mac. In meinem Fall kommt die Windows-Version zum Zuge.

Während der Installation erscheint ein Hinweis, welche Browser-Erweiterungen es gibt und dass ich mich selbst um die Installation kümmern muss. Berücksichtigt sind Chrome, Firefox, Safari, Opera und Yandex. Okay. Ich entscheide mich für Opera. Mehr dazu später.

Dann erscheint eine Auswahl, ob ich eine neue Datenbank anlegen oder eine bestehende öffnen will. „Datenbank“ klingt für Laien vielleicht abschreckend, aber das ist schlicht die Datei, in der eure Passwörter und sonstigen Daten abgelegt sind.

Ich wähle die erste Option und werde im nächsten Schritt aufgefordert, ein Passwort festzulegen. Dies heißt bei SafeInCloud einfach nur „Passwort“, bei anderen Passwort-Managern meist „Master-Passwort“.

Safeincloud Passwort festlegen

Keine Datenbank ohne Master-Passwort

Dieses Passwort schützt den Zugang zu euren in der Software gespeicherten Passwörtern und ist im Prinzip nach der Einrichtung das einzige Passwort, das ihr euch noch merken (oder an sicherem Ort verwahren) müsst.

Im Idealfall ist dies ein sehr sicheres Passwort, das ihr euch trotzdem merken könnt. Am besten erreicht ihr dies durch unsinnige Wortfolgen, die aufgrund ihrer Bildhaftigkeit oder ihrem Klang gut im Gedächtnis bleiben. Zum Beispiel: „Der Katze schreibt 17“.

Die einzelnen Wörter sind so kombiniert, dass dieselbe Abfolge wahrscheinlich nirgends in einem Wörterbuch oder veröffentlichten Text vorkommt. Das ist wichtig, weil ein Störenfried gebräuchliche Wörter oder Wortfolgen automatisiert in hoher Geschwindigkeit ausprobieren könnte, um sich Zugang zu verschaffen.

SafeInCloud befindet, dass es Jahrhunderte dauern würde, mein nach dieser Vorgabe erstelltes Passwort zu knacken. Damit bin ich zufrieden.

Als nächstes bietet die Software an, eine Cloud-Synchronisierung einzurichten. Im Hintergrund seht ihr bereits die Benutzeroberfläche, wie sie direkt nach der Einrichtung aussieht. Darauf komme ich weiter unten noch zu sprechen.

Safeincloud Cloud Synchronisierung einrichten

SafeInCloud nimmt den Nutzer bei der Cloud-Einrichtung an die Hand

Zur Auswahl stehen Google Drive, Dropbox, OneDrive, Yandex Disk (mit dem Kommentar „nicht empfohlen“), WebDAV (NAS, ownCloud, …) oder gar keine Synchronisierung.

Ich klicke auf Dropbox und sofort öffnet sich eine Dropbox-Anmeldeseite im Browser. Von dort aus gibt es auch einen Link für die Eröffnung eines neuen Accounts, falls ihr noch keinen besitzt.

Wenn bereits einer vorhanden ist, müsst ihr euch nur einloggen und SafeInCloud durch einen Klick auf „OK“ das Zugriffsrecht auf Dropbox gewähren. Damit ist die Cloud-Verbindung fertig eingerichtet.

Safeincloud Dropbox verbunden

Name und Benutzername zeigen an, dass mein Dropbox-Account verbunden ist

Das ging angenehm schnell und einfach. Vom Komfort her ist der Unterschied zwischen integrierter Cloud und Drittanbieter-Cloud geringfügig, zumal die Einrichtung auf jedem Gerät nur einmal nötig ist.

Übrigens gibt es noch weitere Passwort-Manager, die sich auf diese Weise in externe Cloud-Dienste einklinken.

Mit dem Open-Source-Klassiker KeePass könnt ihr ein solches Modell ebenfalls einrichten, müsst dazu aber eine gewisse Technik-Affinität mitbringen. Der Vorteil: Die Sicherheit ist hoch und es ist komplett kostenlos. Hier geht’s zu meinem KeePass Passwort-Manager Test.

Zurück zu SafeInCloud. Was mir zu meinem Glück noch fehlt, ist die Browser-Erweiterung. Ich google „Opera SafeInCloud Addon“ und gleich das erste Ergebnis führt zur richtigen Seite in der Addon-Bibliothek für Opera. Mit einem Klick ist SafeInCloud installiert. Jetzt muss ich mich nur noch anmelden:

Safeincloud Erweiterung anmelden

Mein Master-Passwort setzt die Browser-Erweiterung in Aktion

Die Facebook-Seite im Hintergrund verwende ich, um die Grundfunktionen des Passwort-Managers zu testen – zunächst einmal das automatische Speichern und Ausfüllen von Zugangsdaten.

Damit geht es dann auch sofort los, als ich das Passwort in die Erweiterung eingebe und „OK“ klicke. Im Anmeldeformular von Facebook erscheint „john555@gmail.com“ und ein Passwort. Die Daten kommen aus einem der Beispiel-Einträge, die SafeInCloud bereits enthielt.

Wie das automatische Ausfüllen funktioniert, sehe ich mir unten genauer an. Die Einrichtung ist jedenfalls soweit fertig.

Call Out Image

Ihr nutzt noch keinen Cloud-Dienst?

Alles über Dropbox & Co. im großen Sonntagmorgen Cloud-Speicher Test und Vergleich 2018

Jetzt lesen

Passwörter verwalten: Nüchtern-funktionale Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche hatte oben schon einen kurzen Auftritt. Hier ein weiterer Screenshot direkt nach der Installation, diesmal ohne Hinweisfenster darüber:

Safeincloud Erweiterung anmelden

Die meisten Passwort-Manager verwenden ein Drei-Spalten-Layout dieser Art

Die vorbereiteten Beispiel-Einträge helfen, den Aufbau der Software zu verstehen. Doch warum steht da immer „Beispiel“ und darunter noch einmal „Beispiele“?

Ganz einfach: Das erste ist Bestandteil des frei zu wählenden Titels für den Datensatz, das zweite sind Labels oder auf Deutsch Etiketten. Diese haben eine ähnliche Funktion wie Ordner, mit dem Unterschied, dass ein Eintrag mehrere Labels haben kann.

Bei SafeInCloud heißen die Einträge oder Datensätze übrigens „Karten“.

In diesem Szenario haben alle sieben Dummy-Einträge das Label „Beispiele“. Deshalb steht im Menü links neben „Beispiele“ eine 7. Durch Anklicken dieses Menüpunkts zeigt ihr alle Einträge mit diesem Label in der mittleren Spalte an.

Das ist ein sinnvoller Mechanismus, um die Einträge zu ordnen, denn es sammeln sich schnell so viele Passwörter an, dass die Liste lang und unübersichtlich wird.

Beim Ordnen hilft außerdem die Favoriten-Funktion für häufig verwendete Datensätze. Im Prinzip ist „Favorit“ einfach ein Label, das durch einen Klick auf das Sternchen (mittlere Spalte rechts) besonders einfach zu handhaben ist.

In der rechten Spalte könnt ihr die gespeicherten Datensätze im Detail anschauen und bearbeiten. Durch einfaches Anklicken eines Datenfeldes, also etwa des Benutzernamens oder Passworts, kopiert ihr den Inhalt in die Zwischenablage.

Unter „Extras“ und dann „Optionen“ könnt ihr einige wichtige Einstellungen vornehmen. Dazu gehört zum Beispiel, unter welchen Bedingungen SafeInCloud euch automatisch aussperrt und eine neue Anmeldung per Master-Passwort verlangt. Voreingestellt ist eine Sperrung nach drakonischen 60 Sekunden. Sicher ist sicher!

Es stimmt natürlich, dass der Schutz eines Passwort-Managers gegen eventuelle Eindringlinge auf dem Rechner gering ist, wenn dieser die meiste Zeit entsperrt ist. Wer maximale Sicherheit will, sollte diese Einstellung daher nicht allzu sehr lockern.

Um euch das Leben in dieser Hinsicht zu erleichtern, bietet SafeInCloud die Option, euch nur mit den ersten oder letzten vier Zeichen des Master-Passworts anzumelden. Wenn ihr euch dafür entscheidet, ist die Sperrung nach 60 Sekunden doch wieder praxistauglich.

So viel zur Benutzeroberfläche. Die Browser-Erweiterung hat kein eigenes Dialogfenster. Höchstens die mobile App wäre noch zu erwähnen, doch die hat weiter unten ihren eigenen Abschnitt.

Passwörter speichern und verwenden: Gute Automatik

Mit john555@gmail.com würde ich bei Facebook nicht weit kommen. Daher gebe ich stattdessen meine echten Zugangsdaten ein und klicke auf Anmelden. Es klappt: SafeInCloud bietet an, meine Daten zu speichern.

Safeincloud automatisches speichern Facebook

Automatisches Speichern, wie es vom Browser bekannt ist

Dank des vorgegebenen Beispiel-Eintrags habe ich nun Gelegenheit, den interessanten Sonderfall zu testen, dass zwei Datensätze oder „Karten“ für eine Website in SafeInCloud vorhanden sind. Wie geht die Software damit um?

Als ich Facebook von neuem aufrufe, passiert zunächst nichts. Ich klicke auf das SafeInCloud-Icon und es erscheint eine Auswahl, mit welchem Datensatz ich mich anmelden will.

Safeincloud Facebook Konto auswaehlen

Gut gelöst: gewünschtes Konto auswählen

Nach einem Klick auf „Einfügen“ erscheinen Benutzername und Passwort im Anmeldeformular, das ich nur noch abschicken muss.

Als nächstes lösche ich den Beispiel-Eintrag, um zu sehen, wie die Anmeldung in der Praxis läuft. Antwort: Ohne viel Tamtam.

Abgesehen von dem kleinen Wolke-Schlüssel-Icon in der Adresszeile des Browsers (siehe Screenshot oben) ist gar nicht sichtbar, dass SafeInCloud läuft. Durch einen Klick auf dieses Icon fügt ihr die gespeicherten Zugangsdaten ins Formular ein. Dieses müsst ihr dann noch wie gewohnt absenden.

Die Anmeldung erfordert also zwei Klicks und es ist nur ein automatisches Ausfüllen, kein automatisches Anmelden. Das ist okay, aber vollständiger wären die Funktionen, wenn wahlweise auch eine Anmeldung mit nur einem Klick oder vollautomatisch möglich wären.

Im Prinzip beherrscht SafeInCloud ja alles, was dazu nötig ist: das Formular erkennen und die Daten einfügen. Es fehlen nur die Einstellungsoptionen.

Ich teste die Grundfunktionen noch bei eBay und Amazon. Bei eBay klappt alles. Bei Amazon so halb.

Amazon ist aus der Sicht eines Passwort-Managers ein Problemfall. Das Anmeldeformular ist auf zwei Seiten unterteilt. Dies erschwert es dem Passwort-Manager, es als solches zu erkennen.

SafeInCloud schafft die Anmeldung bei Amazon – hier müsst ihr je ein zusätzliches Mal auf das Icon klicken und das Formular abschicken. Nur das automatische Speichern bei der Eingabe klappt nicht. Gut, das ist verkraftbar. Auch die besten Passwort-Manager stolpern gelegentlich über das eine oder andere unregelmäßige Formular.

Passwörter ändern: Mehr Handarbeit gefragt

Zu einer optimalen Passwort-Pflege gehört auch die Änderung eurer Passwörter von Zeit zu Zeit. Dadurch stopft ihr Sicherheitslücken gewissermaßen nachträglich. Wenn in der Vergangenheit irgendwo Zugangsdaten durchgesickert sein sollten, erledigt sich das Problem durch ein neues Passwort.

Daher ist es bei der Auswahl eines Passwort-Managers grundsätzlich interessant, wie gut und wie weit er euch bei der Änderung eurer Passwörter unterstützt.

Zum Testen rufe ich die entsprechende Seite innerhalb meines Facebook-Accounts auf. Das Formular ist Standard: Ein Feld für das aktuell gültige Passwort, darunter zwei Felder für das künftige. Die Doppelung ist dazu da, um Tippfehler auszuschließen.

Auf gut Glück klicke ich auf die Browser-Erweiterung, um zu schauen, ob mir SafeInCloud helfen kann, das Formular auszufüllen. Es öffnet sich ein Fenster mit der Möglichkeit, die für Facebook gespeicherten Zugangsdaten einzufügen.

Safeincloud Passwortänderung Browser-Erweiterung

Ob mir das weiterhilft?

Ich klicke auf „Einfügen“. Dadurch erscheint das aktuelle Passwort im dafür vorgesehen oberen Feld. Das ist schon mal gut. Um nun aber die anderen zwei Felder mit einem neuen Passwort zu füllen, steht keine Funktion zur Verfügung.

Ich hatte mir schon gedacht, dass SafeInCloud hierbei wahrscheinlich keine Automatik bieten würde. Die gibt es erfahrungsgemäß nur in den höheren Preisklassen der Passwort-Manager.

Sehr gut sind hier Dashlane, Blur, True Key und Sticky Password. Sie erkennen das Änderungsformular, sind automatisch mit einem neuen Passwort zur Stelle und speichern es auch gleich in der Datenbank ab. In den ausführlichen Tests erfahrt ihr mehr über die erste Klasse der Passwort-Änderung:

Trotzdem interessiert mich nun noch, wie sich der Vorgang bei manuellem Ausfüllen des Formulars gestaltet. Da die Browser-Erweiterung an dieser Stelle keine hilfreichen Funktionen mehr zu bieten hat, öffne ich die Desktop-Software.

Dort klicke ich die Karte an, deren Passwort ich ändern will, also die von Facebook. In der rechten Spalte, wo nun die Details des Datensatzes sichtbar sind, klicke ich auf „Bearbeiten“. Dadurch öffnet sich ein Fenster, in dem ein Schlüssel-Icon neben dem Passwortfeld zum Passwort-Generator führt.

Safeincloud Passwort erzeugen

Zuerst das Passwort in SafeInCloud ändern, dann öffnet sich der Passwort-Generator

Safeincloud Passwort Generator

Hier ist Feintuning für das neue Passwort möglich

Die Voreinstellung ist in Ordnung – zwölf Zeichen bei zufälliger Zusammenstellung inklusive Sonderzeichen sind genug. Ich klicke „OK“ und dann in der Kopfleiste des Bearbeitungsfensters auf „Speichern und schließen“.

Nun ist das momentan noch gültige Passwort mit einem neuen überschrieben. Um es auch bei Facebook zu ändern, klicke ich einfach in der normalen Ansicht des Datensatzes auf das Passwort.

Am unteren Bildschirmrand bestätigt eine Meldung, dass es sich nun in der Zwischenablage befindet. Von dort aus füge ich es zweimal bei Facebook ein und klicke auch dort auf Speichern.

Das klingt vielleicht komplizierter, als es ist. Insgesamt zähle ich sieben Klicks und zweimal Einfügen, um ein Passwort zu ändern. Das ist noch vertretbar, auch wenn andere hier mehr bieten.

Weitere Daten verwalten: Eigene Vorlagen erstellen mit SafeInCloud

Wie die meisten Passwort-Manager bietet auch SafeInCloud einige Möglichkeiten, andere Daten außer Passwörtern zu speichern. Dafür gibt es 15 vorbereitete Vorlagen. Auf den gleich folgenden Screenshots seht ihr einige davon im Überblick.

Seltsam ist, dass keine Vorlage für Postadressen dabei ist. Neben Zahlungsdaten sind Adressen doch am häufigsten gefragt, wenn man viel online unterwegs ist.

Bei den meisten Passwort-Managern könnt ihr daher bequem eine oder mehrere Adressen speichern, meist als Teil einer „Identität“, in der alle wichtigen Personalien und Kontaktinformationen zusammengefasst sind.

Positiv ist hier allerdings, dass ihr eigene Vorlagen erstellen könnt. Die vorhandenen sind so gesehen nur Vorschläge. Dazu wählt ihr im Menü „Datei“ die Option „Vorlage hinzufügen“:

Safeincloud Vorlage hinzufuegen

Ich erstelle mir mein Format „Adresse“ selbst

Es öffnet sich ein Bearbeitungsfenster für die neue Vorlage, in dem ihr nun neue Formularfelder hinzufügen könnt. Hier klickt ihr auf den entsprechenden Button und wählt den Typen „Text“.

Safeincloud Vorlage hinzufügen

'Text' steht für Felder mit selbst definiertem Inhalt

So könnt ihr nach Belieben die gewünschten Felder definieren und benennen. Hier seht ihr, wie ich das zweite Feld zu meiner Adressen-Vorlage hinzufüge:

Safeincloud Vorlage hinzufügen Feld Hausnr

Felder für Straße und Hausnummer sind soweit

Für Bankkonten und Kreditkarten gibt es bereits Vorlagen. Das ist gut, da diese Daten oft gefragt sind und sicher verwahrt sein sollten. Hier nutze ich die Vorlage für Kreditkarten, um eine solche zu speichern.

Safeincloud Vorlage hinzufuegen Kreditkarte

Kreditkarten-Daten dürfen nur verschlüsselt auf die Festplatte

Da es keine Automatik bei der Passwort-Änderung gibt und die Datensatz-Typen so vielfältig sind, ist mir inzwischen klar, dass SafeInCloud außer Benutzernamen und Passwörtern nichts automatisch in Formulare einträgt.

Um mir dennoch einen Eindruck vom Ausfüll-Vorgang zu verschaffen, rufe ich die Seite zur Erfassung einer Kreditkarte bei eBay auf. Tatsächlich tut sich zunächst nichts, auch nicht beim Klick auf das SafeInCloud-Icon im Browser.

Ich muss also die Software öffnen und per Klick die Datenfelder einzeln kopieren.

Safeincloud Kreditkarte kopieren

Ein Klick befördert jedes Element in die Zwischenablage

SafeInCloud meldet jeweils, dass das betreffende Element erfolgreich kopiert wurde:

Safeincloud Kreditkarte kopiert

Die Rückmeldung erleichtert die Orientierung

Dieser Vorgang ist immer noch viel bequemer und weniger fehleranfällig als Tippen, also auch ohne Ausfüll-Automatik nützlich.

Mobile Nutzung: Gute App zum Schnäppchenpreis

Anders als bei vielen anderen Anbietern kam bei SafeInCloud die mobile App vor der Desktop-Version. Auch heute noch steht die App im Mittelpunkt, was sich darin äußert, dass sie Geld kostet, während die Software für Windows und Mac kostenlos ist.

Pro-Version: Erst testen, dann kaufen

Eine dauerhaft kostenlose Version der App existiert zwar, ist aber in ihren Funktionen so stark eingeschränkt, dass früher oder später wohl jeder den Spaß daran verlieren würde. Z.B.

  • lässt sich die Gratis-Version nicht mit der Cloud synchronisieren,
  • hat keinen Passwort-Generator und
  • ermöglicht kein schnelles Entsperren per Fingerabdruck oder PIN. Damit müsstet ihr also regelmäßig euer (hoffentlich langes) Master-Passwort eintippen, was an Tierquälerei grenzt.

Ihr könnt die App aber in Ruhe selbst ausprobieren, bevor ihr euch für oder gegen den Kauf entscheidet. Die kostenlose Version, die ihr im App Store und Play Store findet, verfügt nach der Installation für zwei Wochen über alle Pro-Funktionen (eine knappe Übersicht der kostenpflichtigen Funktionen findet ihr hier). Dann greifen die erwähnten Einschränkungen.

Hier findet ihr die Pro-Versionen

Bei der Installation der kostenlosen Android-App auf meinem Samsung-Gerät durchlaufe ich dieselben Schritte wie auf dem Desktop. Zuerst kommt die Wahl zwischen der Erstellung einer neuen Datenbank und dem „Wiederherstellen einer Datenbank aus der Cloud“.

Ich wähle Letzteres. Darauf folgt wieder die Auswahl eines Cloud-Dienstes wie anfangs am Rechner. Auch hier steht die Dropbox-Verbindung nach einmaligem Einloggen und einer Bestätigung der Zugriffsberechtigung für SafeInCloud. Sofort erscheinen die am PC gespeicherten Datensätze in der App.

Nun bittet die App um Berechtigungen für automatisches Ausfüllen in Apps und Google Chrome. Sehr gut, jetzt weiß ich auch gleich, welche Automatiken die App verspricht.

Ich stimme zu und öffne zum Testen die Facebook-App. Da ich SafeInCloud geschlossen habe, hat sich die App gesperrt. Das ist die Voreinstellung. So wie auf dem Desktop könnt ihr selbst einstellen, wann eine neue Eingabe des Master-Passworts fällig wird. Ebenso könnt ihr die Abfrage auf vier Zeichen verkürzen oder den Fingerabdruck verwenden.

Die App reagiert auf das Facebook-Formular, möchte aber erst einmal entsperrt werden, bevor sie die Daten rausrückt.

Safeincloud App entsperren

Sehr gut: SafeInCloud erkennt das Anmeldeformular

Durch Antippen des Hinweises öffnet sich SafeInCloud und ihr könnt die eingestellte Entsperr-Methode anwenden. Zurück bei Facebook bietet sich folgendes Bild:

Safeincloud App Facebook Account

SafeInCloud hat die richtigen Daten parat

Komisch ist, dass die Schaltfläche mit meiner E-Mail-Adresse beim Passwortfeld erscheint. Wenn ich sie antippe, erscheint mein Passwort im Formular, aber das Feld für die Mail-Adresse bleibt leer. Es funktioniert also nicht perfekt, aber immerhin.

Das manuelle Kopieren eines Datenfeldes funktioniert ganz ähnlich wie auf dem Desktop. Die normale Ansicht der App ist eine Liste eurer Einträge. Wenn ihr einen davon anwählt, erscheint die Detailansicht, wo ihr jedes Datenfeld durch einmaliges Antippen in die Zwischenablage kopieren könnt.

Ich versuche es bei weiteren Apps. Bei Spotify und Focus@will, ebenfalls ein Musik-Streaming-Dienst, klappt es perfekt. SafeInCloud füllt beide Felder richtig aus.

Dann noch einmal der Problemfall Amazon. Hier passiert gar nichts. Ebenso wie auf der Website unterteilt die Amazon-App die Anmeldung in zwei Schritte. Damit kommt SafeInCloud offensichtlich nicht klar. Das passiert allerdings auch anderen Anbietern.

In der App sind solche Aussetzer bei der Formular-Erkennung weniger schwerwiegend, da die meisten Anwendungen darauf ausgelegt sind, dauerhaft angemeldet zu bleiben. Direkter Zugriff auf Passwörter ist hier also selten gefragt. Der große Vorteil eines Passwort-Managers mit Cloud ist, die Daten im Notfall griffbereit zu haben.

Leider kann ich euch übrigens keine aussagekräftigen Screenshots zeigen, weil die App es nicht erlaubt, welche aufzunehmen. Die meisten Passwort-Apps haben eine Einstellung, um das zuzulassen, SafeInCloud leider nicht.

Unter den obigen Links auf die Apps könnt ihr euch einen Eindruck davon verschaffen, wie die App aufgebaut ist und aussieht. Ich habe daran nichts auszusetzen. Sie ist klar strukturiert und angenehm zu bedienen. Der Preis von 6,00 Euro beziehungsweise 7,00 Euro ist für diesen Passwort-Manager ausgesprochen günstig.

Gute Sicherheit dank überzeugender und durchdachter Funktionen

SafeInCloud verwendet eine 256-Bit-Verschlüsselung, die zu den sichersten verfügbaren Verfahren gehört. Die verschlüsselte Passwörter-Datei auf eurer Festplatte lässt sich nur mit eurem Master-Passwort oder gigantischem Rechen- und Zeitaufwand entschlüsseln.

Ebenso gelangt nur diese verschlüsselte Version in die Cloud. Zudem ist es unter dem Sicherheitsaspekt ein Pluspunkt, dass der Software-Hersteller und der Cloud-Betreiber unterschiedliche Parteien sind.

Dropbox oder ein anderer Anbieter könnte mit eurer verschlüsselten Datei nichts anfangen. SafeInCloud auf der anderen Seite gelangt nicht in den Besitz der Datei.

Gut gefallen mir bei SafeInCloud auch die Funktionen der Passwort-Prüfung. In der Software habt ihr bequem mit einem Klick Zugriff auf Funktionen, die euch schwache oder doppelt genutzte Passwörter zeigen. Außerdem könnt ihr für die Passwörter Fristen festlegen, um euch daran erinnern zu lassen, sie wieder einmal zu ändern.

Zu guter Letzt ist auch die optionale Verkürzung die Passwort-Eingabe auf vier Zeichen des Master-Passworts sinnvoll. Die Funktion macht es möglich, die Software die meiste Zeit in gesperrtem Zustand zu betreiben, ohne dass das regelmäßige Entsperren zu mühselig wird.

VORTEILE

  • Sehr günstig
  • Deutsche Benutzeroberfläche
  • Für PC und Mac kostenlos
  • Angenehme Bedienung

NACHTEILE

  • Keine Automatik für Adressen und Zahlungsdaten
  • Gratis-App lohnt sich nicht

Fazit: Heißer Tipp für kleine Budgets

{aff id=”26236″ provider=”SafeInCloud”] ist ein guter und sympathischer Passwort-Manager zu einem ausgesprochen günstigen Preis. Die wichtigsten Funktionen, das automatische Speichern und Eintragen von Zugangsdaten, laufen rund und zuverlässig.

SafeInCloud Passwort-Manager Homepage

Guter Passwort-Manager zum Schnäppchenpreis

5,99 € einmalig

Für die Nutzung auf mehreren Geräten inklusive Synchronisierung verlangt der Hersteller nur einmalig bescheidene 5,99 Euro (Android) beziehungsweise 6,99 Euro (iOS). Das ist ein Schnäppchen.

Allerdings tummeln sich bei den günstigen Anbietern auch LastPass und Bitwarden, die beide ebenfalls sehr gut aufgestellt sind und die Synchronisierung völlig kostenlos erlauben. Bitwarden hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Software quelloffen (Open Source) und damit tendenziell sicherer ist.

Die Unterschiede sind jedoch nicht riesig und es ist auch Geschmackssache, was besser oder schlechter ist. Für seinen Preis ist SafeInCloud zweifellos einen näheren Blick wert.

Ihr habt weiteren Informationshunger? Dann schaut doch mal in unseren großen Überblicksartikel: Die besten Passwort-Manager – Test und Vergleich 2018.

Provider Screenshot

SafeInCloud Alternativen


2 Kommentare


Linus 5. December 2018 at 15:03

Servus Sebastian,
toller Test zur App SafeInCloud. Ich verwende die App schon seit ein paar Jahren und bin damit sehr zufrieden.
Ich frage mich jedoch immer ob ich damit nicht eigentlich alle meine Kennworte auf dem Silberteller präsentiere. Wer/was garantiert mir denn, dass die Kennworte nicht auch wo anders als in meiner Cloud und dort womöglich unverschlüsselt gespeichert werden?
Liebe Grüße
Linus

Reply

Sebastian 10. December 2018 at 18:37

Hi Linus,

vielen Dank für deinen Kommentar!

Wie die anderen Anbieter auch, verspricht SafeInCloud ja Zero-Knowledge-Sicherheit. Mit einer solchen Sicherheitsarchitektur ist der Service gar nicht in der Lage, deine Passwörter zu entschlüsseln. Das geht nur mit deinem Master-Passwort, das nirgends außer bei dir gespeichert ist.

Da der Programmcode nicht einsehbar ist, bleibt es allerdings Vertrauenssache, dass dieses Prinzip wirklich so zum Einsatz kommt. Für die Öffentlichkeit nachprüfbar ist das nur bei Open-Source-Software. Dies bieten KeePass oder Bitwarden. Beide sind durchaus zu empfehlen, wobei KeePass etwas komplizierter in der Einrichtung und Bedienung ist.

Aber die Frage ist auch, welches Interesse ein Unternehmen haben sollte, Passwörter nicht richtig zu schützen. Es würde schon viel kriminelle Energie dazu gehören, die Passwörter gezielt zu missbrauchen, und jede bekannt werdende Sicherheitslücke gefährdet den Ruf und damit die Existenz eines solchen Unternehmens.

Die Quintessenz ist, dass es letztlich eine Abwägung ist, bei der auch Vertrauen eine Rolle spielt. Aber auch die Frage, was die Alternative ist. Es besteht im Allgemeinen Konsens darüber, dass ein Passwort-Manager zwar Risiken mit sich bringt, aber wesentlich sicherer ist als kein Passwort-Manager. Die größte Schwachstelle liegt eher bei den Browser-Erweiterungen als bei eventuell unehrlichen Anbietern.

Beste Grüße
Sebastian

Reply

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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