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Bose Quietcomfort 35 Test

Bose Quietcomfort 35 Test
Erfüllt nicht, was sich viele davon erwarten

Aktueller Preis:

379,95 €

Zuletzt aktualisiert am: 16. December 2018 13:49
63Leser haben dieses Produkt gekauft
Produktkategorie,
MarkeBose
TypOver Ear
Schalldruckpegel Bose macht hier keine Angaben-dB
Frequenzbereichk.A.
Impedanzk.A.Ω
Optimiert fürMobile Geräte
Kabellänge/Reichweite1,2 - 10m
Headset
Geeignet fürPendler, Reisende und Krachgeplagte mit Höranspruch

Author

Wiebke ist die Audiophile in unserem Team. Sie hat nicht nur Ohren wie ein Fuchs, sondern liebt Musik. Beim Testen ist sie täglich mit anderen Kopfhörern durch die Stadt gefahren und hatte sehr viel Spaß dabei – diese Leidenschaft findet ihr auch in den Texten wieder! Vor die Kamera lässt Wiebke aber lieber Mauricio. Wiebke

Die Bose Quietcomfort 35 Kopfhörer mit Bluetooth und Noise Cancelling werden immer wieder als Standard in dieser Kategorie zitiert. Diese Lorbeeren haben sie sich im Test allerdings nicht verdient. Pairing-Schwierigkeiten und der Zwang, dass Bluetooth nicht ohne Noise Cancelling zu haben ist, sind die größten Gegenargumente.

Dafür ist der Tragekomfort überragend und auch der Sound ist durchaus gut. Kleinere Schwierigkeiten lassen sich per Equalizer gut beheben. Dennoch können die Bose Quietcomfort 35 ihr Preis-Leistungsversprechen nicht einlösen und müssen sich etwa den Sony MDR 1000x und den hauseigenen Bose QC 20 als In Ear Kopfhörer geschlagen geben.

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Overall Rating

84%

"Erfüllt nicht, was sich viele davon erwarten"

Komfort
95%
Ausgezeichnet
Preis-/Leistung
70%
Befriedigend
Klangbild
80%
Gut
Klangtreue
80%
Gut
Schallisolierung
95%
Ausgezeichnet

Die Bose QuietComfort 35 Kopfhörer im Test & Vergleich 2018

Ab einer gewissen Preisklasse ist es fast nicht mehr möglich, ganz eindeutige Kaufempfehlungen für oder gegen einen Kopfhörer auszusprechen. Denn das Preisschild ist, wie wir schon mehrfach gesehen haben, meist ein guter Indikator dafür, was sie beim Sound und der Ausstattung leisten.

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Dieses Problemchen besteht auch im Test der Bose QuietComfort 35 Kopfhörer, die sich als Noise Cancelling Kopfhörer im Over Ear-Design mit Bluetooth für 379,95 € bei Amazon gegen die Sony MDR 1000x behaupten müssen, die momentan mit rund 300 Euro sogar günstiger sind.

Die Sony sind eine wahre Ohrenweide und machen auch bei der Bedienung mehr als Vieles richtig und in diesem Test steht eigentlich nur die Frage im Raum, ob die Bose QC35 in den Details ein Quäntchen besser sind oder nicht. Wirkliche Überraschung: In vielen Fällen sind sie es nicht!

Wie wir sehen werden, läuft diese Frage dennoch oft auf eine “Einerseits, andererseits“-Antwort hinaus, weil sich die Bose und die Sony oft in Nuancen unterscheiden.

Allerdings können diese Nuancen am Ende den Ausschlag geben, für welches Modell ihr euch entscheidet. In meinem ganz persönlichen Fall bin ich tatsächlich etwas enttäuscht, vor allem weil ich weiß, wie grandios die Bose QC 20 sind.

Die Bose QuietComfort 35 im Überblick

Wenn ein Paket von Bose zuhause ankommt, ist das immer wie Weihnachten. Denn schon die schicke Verpackung zeigt, dass ihr euch hier keinen Billigschrott bestellt habt.

Bose QuietComfort 35 Verpackung

Schon alleine die Verpackung der Bose Kopfhörer ist sehr hochwertig.

Einen ersten positiven Eindruck hinterlassen die Bose mit ihrer stabilen Hardshell-Transporttasche, in der die Kopfhörer nebst allen notwendigem Zubehör liegen. Und auch das Zubehör ist angenehm umfangreich:

  • Audiokabel mit 1,2 m Länge. Es ist etwas dünn, aber dennoch hochwertig
  • Flugzeugadapter
  • (recht kurzes) USB-Kabel zum Laden
Bose QuietComfort 35 Hardshell Case

Im Hardshell Case können die Kopfhörer sehr sicher transportiert werden.

Dazwischen liegen die zusammengeklappten Over Ear Bose Kopfhörer, die bereits auf den ersten Blick noch ein wenig kompakter als die Sony-Kollegen wirken. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass sich die Bose QC 35 insgesamt reisefreudiger geben als die Konkurrenz.

Bose QuietComfort 35 Hardshell Case

Trotz Over Ear sind die Bose Kopfhörer recht kompakt und geben sich reisefreudig.

Das mag daran liegen, dass die Ohrmuscheln ein wenig kleiner und gefühlt noch ein wenig flexibler sind. Oder an der Tatsache, dass der Sitz der Over Ear Kopfhörer wie eine Wolke am Kopf wirkt – watteweich, überaus angenehm, ohne spürbaren Druckpunkt. Diese Dinger könnt ihr problemlos ununterbrochen tragen.

Bose QuietComfort 35 Ohrmuschel

Die Bose Quietcomfort Kopfhörer sind watte weich und lassen sich stundenlang tragen.

Wie bei den meisten kabellosen Over Ear Kopfhörern ist die rechte Ohrmuschel eure Kommandozentrale. Hier befinden sich Schalter zum An- und Ausschalten von Bluetooth sowie drei Schalter für die Steuerung von Lautstärke, Playlist und Anrufen.

Die Sonys haben sich hier auf eine Wischgesten-Funktionalität verlegt, die Tasten der Bose sind physisch. Der Vorteil dabei: Ihr verstellt eure Einstellungen nicht aus Versehen, wenn ihr an die Kopfhörer kommt. Der Nachteil: Die Sony sind intuitiver und machen bei der Steuerung mehr Spaß.

Bose QuietComfort 35 Steuerung

Über die rechte Ohrmuschel lassen sich die Kopfhörer ideal steuern.

Ginge es nur nach dem Look, würde ich den QC 35 den Vorzug geben, weil sie nicht ganz so überdesignt wie die Sony wirken – einfach ein bisschen authentischer, wenn ihr versteht was ich meine.

Letztendlich unterscheidet sich die erste Pro- und Contraliste für die QC 35 kaum von den Sony, auch wenn ich komforttechnisch den Bose jederzeit den Vorzug geben würde:

VORTEILE

  • extrem hochwertige Verarbeitung
  • extrem guter Sitz
  • ansprechendes Design
  • Alle Steuerelemente direkt am Kopfhörer
  • angenehm leicht
  • zusammenklappbar
  • inklusive Audiokabel
  • inklusive sehr hochwertiger Tragetasche

NACHTEILE

  • hoher Preis

Das Contra-Argument lässt sich nicht wegdiskutieren, obwohl ich bei den Bose QC 35 weniger Sorge hätte, dass sie kaputtgehen oder geklaut werden. Das mag wiederum mit dem Down to Earth-Design zu tun haben, dem man den Preis nicht ansieht. Und die QC 35 wirken ein wenig unempfindlicher als ihre Kollegen.

Die Verbindung mit den Bose QuietComfort 35 herstellen

Während die Sony mit ihrer NFC-Technologie zur schnellen Bluetooth-Verbindungsherstellung hausieren gehen, kriegt ihr das bei den Bose QC 35 erst auf den zweiten oder dritten Blick mit. Und das mag daran liegen, dass die QC 35 sich da ein bisschen zickiger haben als ihre Kollegen:

Die Sony ließen sich problemlos mit einem Blackberry und allen anderen Geräten verbinden – sowohl über normales Pairing, als auch über NFC. Was das heißt, erfahrt ihr im Ratgeber Bluetooth Kopfhörer Test 2018.

Bei den QC 35 fordert das Blackberry zum Download der Bose Connect App auf und verweigerte zusätzlich jede Verbindung, ein Samsung-Telefon der neuesten Generation pairte jedoch problemlos.

Klar könntet ihr jetzt sagen, dass ein Blackberry ja wohl keineswegs dem Standard entspricht und schon gar nicht als Testtelefon herhalten sollte. Dem stimme ich mit einem Aber zu: Wenn ein leistungsstarkes Hi-End Gerät wie die Sony das hinkriegen, warum nicht auch die Bose?

Und: Fast jeder Kopfhörer im Test 2018 konnte mit dem Blackberry problemlos pairen – durch alle Preiskategorien hinweg – warum kriegt es ausgerechnet dieses Produkt also nicht hin? Der „Fehler“ liegt in diesem Fall wohl eindeutig bei Bose.

Und damit wären für mich als sturer Blackberry-Besitzer und Kopfhörerkäufer die QC 35 schon einmal aus dem Rennen, ganz gleich, wie gut sie sonst sind.

Das meine ich, wenn ich euch immer wieder vorpredige, dass es den perfekten Kopfhörer nicht gibt und dass jedes Produkt eher subjektiven Kriterien – nicht nur beim Sound – unterliegt.

Wie auch die Sony sollen die QC 35 nach Herstellerangaben bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit mitbringen, wenn ihr sie über Bluetooth benutzt. Dabei richtet sich die Zeit je nachdem, wie intensiv und lange ihr die Noise Cancelling Funktion benutzt, wie oft ihr rumschaltet etc.

Nutzt ihr Noise Cancelling, wenn die Kopfhörer mit Kabel angeschlossen sind, steigert dies die Akkulaufzeit auf 40 Stunden, wie auch bei Amazon zu lesen ist.

Die Noise Cancelling Funktion im Test

Das nächste Problem mit den QC 35 tritt auf, wenn es um das Noise Cancelling geht. Nicht, dass es nicht funktioniert. Sondern, dass es immer an ist, wenn ihr die Kopfhörer zum Pairen anschaltet. Während ihr diese Funktion bei den MDR 1000x und auch den Bose QC 20 als kabelgebundene In Ears an- und abschalten könnt, habe ich diese Möglichkeit auch nach langem Suchen nicht gefunden.

Bose QuietComfort 35 Noise Cancelling

Noise Cancelling ist bei den Bose QuietComfort 35 immer an.

Nun mag mancher Noise Cancelling-Fan darin kein Problem sehen, aber nicht jeder will ständig so intensiv von der Umwelt abgeschnitten sein. Wie bei den anderen Geräten im Test ist die Funktion auch hier sehr gut – für meinen Geschmack fast schon zu gut.

Umgebungsgeräusche und der Hintergrundsound im Supermarkt werden sehr gut abgedämpft, nur bei direkter Ansprache oder einem lauten Geräusch direkt neben euch kriegt ihr davon noch eine ganze Menge mit.

Insgesamt fühlt man sich auch hier, als hätte man das Gehör verloren – zumindest teilweise. Dabei liefern die QC 35 ein angenehmes Gefühl von Stille eher dann, wenn sie ausgeschaltet sind. Aber das läuft ja der ganzen Sache irgendwie zuwider.

Rein bei dieser Funktion würde die Abstufung der drei Noise Canceller im Test lauten: Die QC 20 sind am besten, die QC 35 sehr gut in der Mitte und die Sony MDR 1000x liefern ein eher natürliches Gefühl von Stille.

Dennoch: Dass Noise Cancelling bei den QC 35 ein Zwang ist, ist für mich ein starkes und nicht ganz nachvollziehbares Stück!

Die Bose QuietComfort 35 Kopfhörer im Soundcheck

Klinge ich ein bisschen enttäuscht? Ganz sicher. Denn nach dem brillanten Testergebnis der Bose QC 20, die wirklich Maßstäbe setzen, hatte ich mir von den Bose QC 35 eigentlich mehr erwartet. Darum war ich auch sehr darauf gespannt, was der Soundcheck sagt.

Um eine möglichst gleiche Testsituation herzustellen, habe ich die Kopfhörer mit dem Test-Smartphone nicht gepairt, sondern über Kabel verbunden. Denn sonst hätte die NC-Funktion ja das Ergebnis im allgemeinen Soundcheck verfälscht. Wer denkt sich sowas aus?

Und ja, auch der Soundcheck fällt nicht ganz so jubilierend aus:

  • Mitten und Höhen sind reichlich und klingend vorhanden. Der Bass ist sehr dezent, es fehlt ihm etwas an Präsenz und kugelrundem Schliff.
  • Im leisen und lauten Zustand verzerrungsfrei.
  • Der Bass Boost macht das Ganze ein bisschen mächtiger und dann entsteht auch der typische Bose-Sound.
  • Die Schallisolierung (ohne NC) ist hervorragend.

Ich finde den Sound insgesamt definitiv schlechter als bei den Sony MDR 1000x, gebe den QC 35 aber den Vorzug vor den QC 20 In Ears, die dann doch etwas zu mächtig für viele Ohren sein dürften.

Die QC 35 sorgen für eine feine Differenzierung, auch wenn das ein wenig zu lasten des Bumms geht. Diesen könnt ihr aber individuell nachregeln, was schon einmal ein dicker Pluspunkt ist. Manchmal wollen wir einfach mehr Knalleffekte als schöne Soundmalereien.

Nach diesen ganzen eher überraschenden Erkenntnissen war ich sehr gespannt, wie die QC 35 am Rechner mit und ohne „Eargasm Explosion“-Equalizer-Einstellung für iTunes des Tumblr-Users thesecretsauce abschneiden. Auch hier habe ich, wie bei allen anderen, das Kabel gewählt, um die volle Fähigkeit der Kopfhörer zu testen.

Warum ich das überhaupt tue, lest ihr im Ratgeber Kopfhörer Test 2018. Die Ergebnisse lest ihr hier:

James Blake – Limit To Your Love (Electro, Merkmal: Krasser, dominierender Basslauf)

  • Ohne Equalizer: Ein bisschen gequetscht, aber Stimmen und einzelne Instrumente gut differenziert. Der Basslauf fühlt sich sehr angenehm und „allseitig“ an.
  • Mit Equalizer: Ein wenig übersteuert, vor allem die Mitten und die Stimme leiden. Der Bass ist aber immer noch sehr lecker, auch wenn er jetzt eine andere Dimension hat.

Vivaldi – Der Frühling (Klassik, Merkmal: Besteht gefühlt nur aus Mitten und extremen Höhen)

  • Ohne Equalizer: Schwer zu beschreiben. An den Seiten sehr differenziert, ihr hört hier einzelne Instrumente raus. Zur Mitte (im Kopf) hin wird es etwas matschig. Die tiefen Töne sind sehr dezent, aber angenehm.
  • Mit Equalizer: Wieder ein wenig Übersteuerung, die Differenzierung leidet, dafür werden alle Instrumente präsenter und der Klang insgesamt voller.

The Bates – Billie Jean („Pop“punk, Merkmal: schlechtes Mastering, scheppernde Instrumente)

  • Ohne Equalizer: Sehr gute Balance zwischen Differenzierung und Entwicklung eines Soundteppichs.
  • Mit Equalizer: sehr viel klarer, vielschichtiger und sauberer. Sehr angenehm!

Ein Equalizer kann es in diesem Fall schaffen, noch ein bisschen mehr aus einem Track zu holen, das ist bei den QC 35 aber eine sehr individuelle Sache.

NATÜRLICH habe ich das Ganze auch noch einmal mit eingeschaltetem Kopfhörer (also aktivem Noise Cancelling) überprüft. Und mir wurde tatsächlich etwas schwummerig! Die Mischung aus körperlich spürbarer Stille und dem Sound funktioniert für mein Gleichgewichtsorgan überhaupt nicht. Auch wird das gesamte Soundbild mit eingeschaltetem Kopfhörer irgendwie sehr konfus.

Verschiedenartige Unannehmlichkeiten sind auch beim Telefonieren nicht wegzudiskutieren. Am größten ist die Problematik, dass ihr euch bei eingeschaltetem Kopfhörer nur ganz schwer selber hört und ein bisschen versucht, gegen die NC-Stille anzubrüllen.

Bose QuietComfort 35 USB Ladenanschluss

Die Bose Kopfhörer können leich via USB geladen werden. Es handelt sich um einen Standardanschluss.

Dafür seid ihr hervorragend zu verstehen und hört auch das Gegenüber hervorragend und ohne Verzerrungen oder gar Nebengeräusche. Das an den Ohrmuscheln sitzende Mikro ist ideal eingestellt, sodass ihr eigentlich nicht brüllen müsstet.

Fazit zu den Bose QuietComfort 35

Kaum ein Testurteil ist mir so schwer gefallen wie das zu den Bose QuietComfort 35. Denn eigentlich sind es hervorragende Kopfhörer, vor allem, was ihren Tragekomfort und die grundsätzliche Ausstattung betrifft. Beim reinen Tragekomfort sind sie tatsächlich besser als alle Kopfhörer im Test.

VORTEILE

  • extrem hochwertige Verarbeitung
  • extrem guter Sitz
  • ansprechendes Design
  • Alle Steuerelemente direkt am Kopfhörer
  • angenehm leicht
  • zusammenklappbar
  • inklusive Audiokabel
  • inklusive sehr hochwertiger Tragetasche

NACHTEILE

  • hoher Preis

Aber Kopfhörer sollen nicht nur sitzen, sondern auch gut klingen. Und ja, das kriegen die QC 35 ebenfalls sehr gut hin, obwohl die Sony MDR 1000x noch besser und vor allem vielschichtiger sind. Die QC 35 haben aber die Bose-Wumms-Problematik, die man etwa bei den QC 20 findet, sehr gut hinter sich gelassen und präsentieren sich feinsinniger.

Bose QuietComfort 35

Vom Design her sind diese Kopfhörer kaum schlagbar

Wenn wir aber bedenken, dass ihr den nicht gerade geringen Preis für Bluetooth und Noise Cancelling hinblättert, sieht die Sache ein bisschen anders aus:

  • Pairing-Probleme mit einem Telefon sind in dieser Preisklasse nicht akzeptabel, auch wenn das Telefon über ein Nischen-Betriebssystem verfügt. Denn alle anderen relevanten Kopfhörer kriegen es auch hin (bis auf wenige sowieso nicht zu empfehlende Ausnahmen).
  • Dass ihr Bluetooth nur mit ständig aktiver Noise Cancelling-Funktion verwenden könnt, ist ebenfalls komplett bescheuert und an der Zielgruppe vorbei gedacht.
  • Zumal das Noise Cancelling dafür sorgt, dass der Sound signifikant schlechter wird.

An der Funktionalität des Noise Cancelling gibt es nichts auszusetzen, nur meine recht intensive körperliche Reaktion auf NC plus Musik gibt mir doch zu denken.

Wenn wir diese Faktoren einbeziehen, dann versagen die Bose QC 35 in meinen Augen vor allem auf der Preis-/Leistungsebene. Natürlich bekommt ihr alle Funktionen, für die ihr bezahlt, auch geliefert. Aber deren Durchdachtheit lässt mehr als zu wünschen übrig.

Ehrlich gesagt bin ich ein wenig sprachlos, vor allen wenn man bedenkt, wie überaus clever die Bose QuietComfort 20 konzipiert sind, bei denen sich jeder Cent wirklich lohnt.

Wenn ihr jedoch keine Pairing-Probleme habt und auf Noise Cancelling unbedingten Wert legt, sind die QC 35 schon wieder eine sehr gute Wahl. Vor allem der Tragekomfort macht sie zu reisetauglichen Unterwegskopfhörern und auch der Klang über Kabel sorgt für sehr schönen Audiogenuss.

Dennoch bleibt bei diesen 379,95 € teuren Geräten ein bitterer Nachgeschmack. Wie seht ihr das? Habt ihr Erfahrung mit den QC 35? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar!

Produktdaten

TypOver Ear
Schalldruckpegel-dB
Schalldruckpegel TooltipBose macht hier keine Angaben
Frequenzbereichk.A.
Impedanzk.A.Ω
Optimiert fürMobile Geräte
Kabellänge/Reichweite1,2 - 10m
Headset
Geeignet fürPendler, Reisende und Krachgeplagte mit Höranspruch
OhradaptergrößenKeine
ÜbertragungKabel + Bluetooth
Kabelführungeinseitig
Ständer
Fernbedienung
Schallisolierung
Klangtreue
Verzerrungsfreiheit
Tiefer Bass
Saubere Mitten
Saubere Höhen


Aktueller Preis:

379,95 €

Zuletzt aktualisiert am: 16. December 2018 13:49

2 Kommentare


Tsukasa Mita 30. December 2017 at 19:18

Man kann NC ausschalten mit der Bose App du kannst sogar Nc stark Mittel und ganz aus machen

Reply

Christian 1. February 2018 at 22:18

Einfach ein wunderbarer Test. Ich kann jedem Wort hier voll und ganz zustimmen. Finde das sehr erfrischend mal einen so ehrlichen Test zu Lesen! Leider hat Bose mit dem QC35 stark versagt. Für soviel Geld kann man sich so eine schlechte Umsetzung nicht leisten. Tragecomfort und Klang sind natürlich 1A aber alles andere liegt auf 50$ niveau. NC kann man erst nach einem Update richtig ausschalten und NFC zickt auch oft rum sobald man mehr wie 1 Gerät damit verbindet. Das schlimmste jedoch ist das der interne EQ nur mit aktiver Bluetooth Verbindung funktioniert. Wenn man nur mit Kabel hört hat man um die Hälfte schlechteren und leiseren Sound. Schade.

Reply

Habt ihr Fragen oder Anregungen für diesen Artikel? Wir freuen uns von euch zu hören!

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