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Zoho Vault Test

Zoho Vault Test
Guter günstiger Passwort-Manager.

Tarife ab:

10,80 €

pro Jahr

Kostenfreier Tarif verfügbar

Produktkategorie
Anbieter Websitewww.zoho.eu
Betriebssysteme DesktopWindows, macOS
Betriebssysteme mobilAndroid, iOS, Windows Phone
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Deutsche Benutzeroberfläche
Cloud-Speicherung
BrowserintegrationMozilla Firefox, Google Chrome, Safari
Kostenlose Option
Open Source
Passwort Export – Software und DateiformateCSV, Zoho Vault CSV

Author

Als langjähriger Webworker legt Sebastian Wert auf Sicherheit und Komfort bei der Internetnutzung. Beste Voraussetzungen, um für Sonntagmorgen Passwort-Manager zu testen. Sebastian

Zoho Vault bezeichnet sich selbst als „Passwort-Manager für Teams“. Das passt, denn Zoho bietet primär einen umfangreichen Baukasten von Anwendungen für Unternehmen. Doch Vault lässt sich auch als Einzelperson gut nutzen. Dies hat sogar einen Vorteil, der viele interessieren dürfte: Wenn ihr Passwörter oder sonstige Daten nicht teilen wollt, könnt ihr Zoho Vault unbegrenzt kostenlos nutzen. Die Cloud-Speicherung und Synchronisierung eurer Daten über mehrere Geräte sind inbegriffen.

Klingt interessant? Ist es auch. Bei den meisten Konkurrenten erfordert die Synchronisierung ein kostenpflichtiges Abo. Hier bietet Zoho mehr, und gleichzeitig ist der Anbieter nicht irgendein Billigheimer.

Zoho Vault spielt sich komplett im Browser ab. Das Addon gibt es für Chrome, Firefox und Safari – einen davon solltet ihr also nutzen, um an dieser Anwendung Spaß zu haben. Dann trägt sie eure Zugangsdaten auf Webseiten automatisch ein. Das funktioniert sehr gut. Nur leider erstreckt sich die Automatik nicht auf Adress- oder Zahlungsdaten. Auch in der App hat das automatische Ausfüllen im Test geschwächelt. Wenn euch das nicht stört und die überwiegend englische Benutzeroberfläche ebenfalls nicht, ist Zoho Vault eine ausgezeichnete und fast konkurrenzlos günstige Wahl.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

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Overall Rating

87%

"Guter günstiger Passwort-Manager."

Desktop-Komfort
85%
Sehr gut
Mobil-Komfort
75%
Gut
Funktionsumfang
90%
Sehr gut
Sicherheit
95%
Exzellent
Preis-Leistungs-Verhältnis
90%
Sehr gut

Zoho Vault Passwort-Manager im Test 2018: Sichere Bank im Netz

Zoho ist eine umfassende Office-Suite für Unternehmen, die aus vielen frei kombinierbaren Komponenten besteht. Dazu gehören etwa Tools für Projektmanagement, Buchhaltung, Zeiterfassung und vieles mehr. Der Screenshot vermittelt einen Eindruck.

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10,80 € pro Jahr

Zoho Vault ist in dieser breiten Palette die Anwendung für die Verwaltung von Passwörtern und anderen geheimen Daten. Wenn ihr wissen wollt, was der Markt sonst zu bieten hat, findet ihr hier einen großen Überblick: Die besten Passwort-Manager: Test und Vergleich 2018.

Ein erster kurzer Blick auf Zoho Vault

Wie die anderen Zoho-Komponenten ist auch Vault grundsätzlich web-basiert. Die Benutzeroberfläche öffnet sich im Browser. Damit gehört Zoho Vault klar zur cloud-basierten Sorte von Passwort-Managern, welche heute die Mehrheit stellen.

Sie haben den Vorteil, dass ihr mehrere Geräte mit eurem Nutzerkonto verbinden könnt und euch eure Passwörter durch die Cloud-Bindung stets überall zur Verfügung stehen. Auch wenn ihr mal von einem fremden Rechner aus darauf zugreifen müsst, ist das über den Browser möglich.

Zoho Vault übertrumpft hier die meisten Konkurrenten insofern, als die Cloud-Speicherung und Synchronisierung eurer Daten über mehrere Geräte in der kostenlosen Option enthalten ist. Meist ist dieses Feature der wichtigste Köder, mit dem die Anbieter nach zahlenden Abonnenten fischen.

Wie sich im Test zeigte, ist Zoho Vault bei der Formular-Erkennung und Ausfüll-Automatik nur Mittelmaß. Für die meisten Zwecke genügt das allerdings, und die wichtigste Funktion, das automatische Ausfüllen von Benutzernamen und Passwörtern, verrichtet ihren Dienst einwandfrei.

VORTEILE

  • Gratis-Option mit Cloud
  • Günstig
  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Gute Team-Funktionen

NACHTEILE

  • Eher für Technikaffine
  • Automatik nur für Zugangsdaten
  • App im Test schwach

Die Einrichtung: Der Browser steht im Mittelpunkt

Da Zoho Vault ein cloud-basierter Passwort-Manager ist, beginnt die Einrichtung damit, ein Benutzerkonto zu erstellen. Die Anmeldung verlangt euch nicht viele Daten ab – nur eine gültige E-Mail-Adresse, ein frei zu wählendes Passwort und das Land, in dem ihr euch befindet.

Zoho Vault Anmeldung

Ein Passwort für das Zoho-Konto

Wie ich nach dem Anmelden feststelle, ging es hier erst einmal um meinen allgemeinen Zoho-Account, der mir Zugang zu allen Anwendungen der Suite gibt. Eine Passphrase zur Sicherung meiner Passwörter in Vault muss ich im nächsten Schritt zusätzlich definieren.

Dies heißt bei anderen Passwort-Managern meist Master-Passwort. Es mag zuerst lästig erscheinen, zwei Passwörter festlegen zu müssen, doch es ist sicherer und stört im Alltag nicht. Zum Öffnen von Zoho Vault genügt die Passphrase.

Zoho Vault Passphrase

Hier geht’s wieder Englisch zu: Passphrase festlegen

Zoho warnt, die Passphrase nicht zu vergessen, weil es sonst keine Möglichkeit gibt, sie wiederherzustellen. Denn obwohl ihr im Browser mit Zoho interagiert, entschlüsselt die Anwendung eure Daten immer lokal auf eurem Rechner. In die Cloud gelangen sie nur in sicher verschlüsselter Form.

Nun ist mein Konto erstellt. Bei der nächsten Anmeldung legt Zoho Vault mir nahe, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Dies ist ein Verfahren, bei dem ihr euch auf zwei voneinander unabhängigen Wegen als zugriffsberechtigt ausweist, so dass ein Unbefugter mit eurem Passwort allein nicht an die Daten herankäme.

Zoho Vault Zwei Faktor Authentifizierung

Diverse Möglichkeiten der Zwei-Faktor-Authentifizierung

Ich wähle den Google Authenticator, denn ich habe bereits den Microsoft Authenticator auf dem Smartphone, und der funktioniert genauso. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bezieht sich hier auf das Zoho-Benutzerkonto, nicht auf die Entschlüsselung der Passwörter.

Als nächstes kann ich noch eine Telefonnummer eingeben, um einen Code zu erhalten, falls ich mein Konto-Passwort vergessen sollte. Dies ist optional. Außerdem erhalte ich eine Liste von Codes, die ich verwenden kann, wenn ich keinen Zugang zu meinem Authenticator habe, zum Beispiel weil mein Akku leer ist.

Nun fehlt mir noch eine Browser-Erweiterung, denn ich möchte ja, dass Zoho automatisch Zugangsdaten speichert, die ich auf Webseiten eingebe, und sie künftig für mich ausfüllt.

Ich finde die Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox und Safari unter „Settings“. Ich installiere die Chrome-Version in zwei Klicks. Um sie zu aktivieren, muss ich anschließend noch meine Passphrase eingeben.

Zoho Vault Browser Erweiterung anmelden

Die Browser-Erweiterung: Zuerst mit Passphrase entsperren

Nun ist Zoho Vault startklar.

Passwörter verwalten: Die Benutzeroberfläche ist nur teilweise übersetzt

Wenn ihr angemeldet seid, sieht die Liste eurer Passwörter in Zoho Vault etwa so aus:

Zoho Vault All Secrets

Geheimnisse: Die Passwort-Einträge heißen bei Zoho „Secrets“

Die drei Icons neben jedem Eintrag erlauben eine Anmeldung auf der betreffenden Website mit einem Klick, eine Bearbeitung des Eintrags sowie seine Löschung. Hier seht ihr eine Bearbeitungsansicht:

Zoho Vault Eintrag bearbeiten

Hier könnt ihr Datenfelder und Daten bearbeiten

Die vorgegebenen Felder sind im Wesentlichen Standard. Doch die Möglichkeit, bequem nutzerdefinierte Datenfelder anzulegen (ganz unten im Bild), bieten viele andere nicht.

Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und ich finde mich gut zurecht. Das Menü ganz oben in der blauen Schrift bezieht sich auf den Zoho-Account, das zweite in weißer Schrift speziell auf die Anwendung Zoho Vault.

Hier ein kurzer Überblick, was sich hinter den einzelnen Punkten verbirgt:

  • Dashboard: Ein Einführungsvideo und statistische Informationen zum Passwort-Speicher.
  • Tools: Import und Export von Passwörtern sowie Einrichtung des Offline-Zugriffs in Form einer verschlüsselten HTML-Datei.
  • Settings: Browser-Erweiterungen, Passwörter teilen, Zeit der automatischen Abmeldung, Einstellungen für den Passwort-Generator, Vorlagen für andere Datentypen (zum Beispiel Bankkonten), Änderung der Passphrase.
  • Audit: Ein Protokoll aller Änderungen an den gespeicherten Daten und die Möglichkeit, Erinnerungen an fällige Änderungen einzurichten
  • Admin: Diese Einstellungen drehen sich teilweise um die Nutzerverwaltung, die für Unternehmen gedacht ist. Außerdem finden sich hier Einstellungen zu Backups, zur Zwei-Faktor-Authentifizierung und zum gewählten Abonnement.
  • Password Assessment Report: Hier kann Zoho eine Bewertung eurer Passwörter vornehmen und euch sagen, wie sicher sie sind.

Außerdem ist noch das Dialogfenster der Browser-Erweiterung Bestandteil der Benutzeroberfläche. Zum automatischen Speichern oder Anmelden ist dieses nicht nötig, aber es stellt einige nützliche Funktionen zur Verfügung.

Zoho Vault Browser Erweiterung

Diverse Funktionen immer griffbereit

„Secrets“ ist die Liste eurer Passwörter. Wenn es deutlich mehr sind als meine drei, fällt diese entsprechend länger aus. Für diesen Fall gibt es einige Optionen zum Sortieren und Filtern: Ihr könnt Einträge als Favoriten kennzeichnen oder in „Chambers“ ablegen, welche wie Ordner funktionieren.

Unter „Add“ könnt ihr einen neuen Eintrag anlegen, wobei die URL der aktuell angezeigten Website bereits vorausgefüllt ist. Außerdem habt ihr hier noch Zugriff auf den Passwort-Generator und einige Einstellungen zum automatischen Speichern und zur automatischen Abmeldung aus Zoho Vault.

Passwörter speichern und verwenden: Gut, aber nicht perfekt

Während mein Vault noch leer ist, melde ich mich auf Facebook an, um das automatische Speichern zu testen.

Zoho Vault automatisches speichern

Eine Leiste in freundlichem Grün bietet an, das Passwort zu speichern

Als ich der Speicherung zustimme, bekomme ich noch Gelegenheit, die Details des Eintrags anzupassen:

Zoho Vault automatisches speichern anpassen

Noch einmal schauen, ob auch alles stimmt

Meine Zugangsdaten für Facebook sind nun also in Zoho Vault gespeichert. Was passiert, wenn ich mich abmelde und von neuem die Startseite von Facebook aufrufe?

Mehrere Dinge. In den Feldern des Anmeldeformulars befindet sich jeweils das Zoho-Logo, ein weißes „Z“ auf rotem Grund. Das Sternchen in der Adressleiste zeigt mit der Ziffer 1 an, dass ein passender Datensatz für die angezeigte Website vorhanden ist. Außerdem ist meine E-Mail-Adresse als Benutzername bereits ausgefüllt.

Zoho Vault automatisches speichern anpassen

Zoho Vault hat die Arbeit aufgenommen

Durch einen Klick auf das kleine „Z“ öffnet sich ein Fenster mit ein paar Optionen. Ich kann das Passwort ausfüllen lassen (Klick auf „Fill“) oder das Passwort ausfüllen und das Formular gleich abschicken lassen (Klick auf „Login“). Der Schlüssel mit den Kreisbögen oben im Fenster steht für den Passwort-Generator.

Das Ausfüllen und Anmelden funktioniert tadellos.

Mein nächster Versuch bei Amazon ist leider nicht so erfolgreich. Amazon als Testbeispiel zu verwenden ist etwas gemein von mir, weil die Anmeldung bei Amazon ungewöhnlich gestaltet ist. Der Shop fragt E-Mail und Passwort in zwei Schritten ab und bereits die erste Seite hat eine lange URL mit vielen Variablen.

Ich habe schon eine Reihe von Passwort-Managern getestet und einige kommen mit Amazon.de nicht zurecht.

Zoho Vault gehört leider dazu. Der Mechanismus für das automatische Speichern greift nicht, als ich mich mit meinem Konto anmelde. Es passiert überhaupt nichts.

Das gibt mir Gelegenheit, mal einen Eintrag manuell zu erfassen. Vielleicht klappt es ja dann mit dem automatischen ausfüllen? Ich öffne also den Reiter „Secrets“ in Zoho Vault und klicke auf „Add“, hinzufügen.

Interessant: Zoho hat eine Vorauswahl großer Websites gespeichert, unter denen ich hier wählen kann, um den Vorgang zu verkürzen.

Zoho Vault Geheimnis hinzufuegen

Zoho Vault schlägt bekannte Websites vor

Amazon ist auch dabei, aber lediglich Amazon.com, nicht .de. Ich klicke also oben auf „Others“, um den Eintrag vollständig manuell zu erfassen.

Zoho Vault Geheimnis hinzufügen Amazon

Zoho weist darauf hin, dass die URL der Anmeldeseite gefragt ist

Nach dem Speichern muss ich noch in der Browser-Erweiterung auf „Sync“ klicken, damit diese den neuen Datensatz übernimmt.

Zoho Vault Amazon anmelden

Zoho Vault erkennt die Seite trotz komplizierter URL

Leider klappt es nur halb, denn das Passwortfeld im nächsten Schritt füllt Zoho nicht aus. Dieses muss ich also mit ein paar Klicks kopieren, um mich anzumelden. Wie das geht, seht ihr im folgenden Abschnitt.

Passwörter ändern: Keine Vollautomatik

Leider ist das Thema Passwort-Sicherheit noch nicht ein für alle Mal erledigt, wenn alle Benutzerkonten mit sicheren Passwörtern ausgestattet sind. Um ein Maximum an Sicherheit zu genießen, müsst ihr sie auch von Zeit zu Zeit ändern.

Deshalb verdient dieses Thema ein eigenes Kapitel in einem Passwort-Manager-Test. Die Produkte auf dem Markt unterscheiden sich recht stark darin, wie gut sie den Vorgang der Passwort-Änderung unterstützen.

Die besten unter 17 Passwort-Managern, die ich mir im Passwort-Manager Test 2018 angeschaut habe, waren Dashlane, Blur, True Key und Sticky Password. Sie erkennen die Änderungsformulare, tragen mit einem Klick das bestehende und ein neu erzeugtes Passwort in die richtigen Felder ein und speichern das neue auch gleich anstelle des alten ab.

Das ist super bequem und reduziert auch die Fehleranfälligkeit des Vorgangs auf ein Minimum. Damit steigt die Chance, dass ihr euch wirklich regelmäßig Zeit nehmt, um eure Passwörter zu ändern.

Hier erfahrt ihr mehr über die vier Champions:

Wie sieht es also bei Zoho Vault mit der Passwort-Änderung aus? Nun, in den Club der Automatik-Spitzenreiter kann ich es leider nicht aufnehmen.

Ich rufe den Abschnitt für die Passwort-Änderung bei Facebook auf und sehe, dass Zoho Vault in keiner Weise auf das Änderungsformular reagiert. Es finden sich keine Z-Icons in den Feldern und die Browser-Erweiterung hat auch nichts zu bieten außer der Erkenntnis, dass für facebook.com Zugangsdaten vorhanden sind.

Zoho Vault Passwort aendern

Zoho Vault reagiert nicht auf das Änderungsformular

Ich muss das Passwort also manuell kopieren, um es bei Facebook einzugeben. Durch Anklicken des Eintrags in der Browser-Erweiterung öffnen sich dessen Details. Hier steht eine Schaltfläche für das Kopieren in die Zwischenablage zur Verfügung.

Zoho Vault Passwort aendern kopieren

Hier habe ich den schnellsten manuellen Zugriff auf ein Passwort

Ich fülle das Passwort bei Facebook ins obere Feld ein und öffne in der Browser-Erweiterung den Passwort-Generator. Hier kann ich die Länge und Zusammensetzung des Passworts einstellen, Passwörter generieren und sie in die Zwischenablage kopieren. Diese Funktionen sind Standard.

Zoho Vault Passwort generieren kopieren

Auch der Passwort-Generator ist stets griffbereit

Ich trage das generierte Passwort zweimal bei Facebook ein und sende das Formular ab. Dann stoße ich auf ein Problem: Zoho speichert das neue Passwort nicht in meinen Facebook-Zugangsdaten ab. Klar, wenn es schon von vornherein nicht nachvollzogen hat, was auf dieser Seite passiert.

Nun habe ich bei Facebook das Passwort geändert, aber in Zoho Vault befindet sich weiterhin das alte, jetzt ungültige. Das ist ungünstig. Daher muss ich bei der manuellen Passwort-Änderung anders vorgehen und den Passwort-Generator aus dem Eintrag heraus aufrufen, den ich ändern will.

Nachdem ich das bestehende Passwort kopiert habe wie oben, rufe ich den Facebook-Eintrag im Bearbeitungsmodus auf.

Zoho Vault Edit Secret

In diesem Fall der bessere Weg zum Passwort-Generator

Durch einen Klick auf „Edit secret“ öffnen sich die Bearbeitungsoptionen, die auch einen Passwort-Generator einschließen:

Zoho Vault Passwort aendern in Eintrag

Etwas versteckt: Passwort direkt in seinem Feld neu erzeugen

Ein Klick auf den Schlüssel generiert sofort ein neues Passwort in dem Feld, wo bisher das alte stand. Das ist angenehm. Die Gefahr eines versehentlichen Überschreibens besteht nicht, da Zoho die Änderung erst nach einem Klick auf den „Save“-Button übernimmt.

Ich generiere also ein neues Passwort und speichere den geänderten Eintrag. Nun muss ich nur noch das neue Passwort in die beiden Formularfelder kopieren, wie vorher das alte, und das Formular bei Facebook absenden.

Ich versuche es spaßeshalber noch einmal bei Amazon. Hier erkennt Zoho Vault das Feld für das aktuelle Passwort und ermöglicht ein Ausfüllen mit zwei Klicks. Das vereinfacht den Vorgang geringfügig. Beim neuen Passwort muss ich jedoch dieselben Schritte durchlaufen wie zuvor bei Facebook.

Zoho Vault Passwort aendern Amazon

Zoho Vault erkennt nur eines der Felder

Mit etwas Übung könnt ihr auf diesem Weg ohne viel Aufwand eure Passwörter ändern. Einige wenige Konkurrenten bieten mehr Komfort – siehe oben. Die sind aber auch teurer.

Weitere Daten verwalten: Auf automatisches Ausfüllen müsst ihr verzichten

Neben Benutzernamen und Passwörtern könnt ihr noch weitere Datentypen in Zoho Vault speichern. Für einige sind bereits Vorlagen vorhanden, etwa für Bankkonten und Sozialversicherungsnummern. Eine schöne Sache ist, dass ihr darüber hinaus eigene Eintragstypen mit dazugehörigen Feldern definieren könnt.

Nur leider gibt es für solche Daten kein automatisches Ausfüllen. Andere Passwort-Manager können zum Teil etwa Adressen und Kreditkarten-Infos eintragen, was nützlich ist, da diese Daten bei Online-Bestellungen immer wieder gefragt sind.

Das gibt es bei Zoho Vault also nicht. Darüber hinaus ist merkwürdig, dass diese beiden Eintragstypen, Adressen und Kreditkarten, nicht vorgesehen sind. Hier kommt wohl wieder zum Vorschein, dass Zoho primär für Unternehmen und Teams gedacht ist.

Die Oberfläche zur manuellen Erfassung neuer Einträge haben wir oben schon gesehen. Dort ermöglicht ein Dropdown-Menü die Auswahl des Datentyps.

Zoho Vault Add Secret Others

Verschiedene Arten von „Secrets“ speichern

Über den Button „Add New“ gelangt ihr zum Dialog für die Definition eigener Eintragstypen. Ich wünsche mir zum Beispiel einen für die Kreditkarte und probiere das gleich mal aus.

Zoho Vault Eintragstyp definieren

Einen neuen Eintragstyp samt Datenfeldern definieren

Fünf Datenfelder habe ich definiert. Über die Pluszeichen rechts könnt ihr eine weitere Zeile hinzufügen. Bei den Dropdown-Menüs kommt nur „Text“, „File“ (Datei) oder „Password“ in Frage. In der Regel dürfte hier also „Text“ das Richtige sein.

Ich klicke auf „Save“ und sofort ist der neue Eintragstyp mit entsprechenden Feldern vorhanden, die ich auch gleich (mit Fantasiedaten) ausfülle.

Zoho Vault Kreditkarte

Meine Kreditkarte ist in Zoho Vault gespeichert

Wieweit hilft mir diese Funktion, wenn ich die Daten für eine Online-Bestellung verwenden will? Ich suche noch einmal Amazon.de auf, um es auszuprobieren.

Das Vorgehen ist einfach. Wenn in der Browser-Erweiterung die Voreinstellung „All Secrets“ ausgewählt ist, erscheint der neue Datensatz einfach an seiner alphabetischen Stelle zwischen allen anderen. Wenn ihr ihn anklickt, erhaltet ihr eine Liste mit allen gefüllten Datenfeldern und je einer kleinen Schaltfläche zum Kopieren.

Zoho Vault Kreditkarte erfassen Amazon

Mein neuer Eintragstyp im Einsatz

Beim Eintragen einer Adresse wäre der Weg genauso. Bei Kreditkarten und Bankkonten lohnt es sich wahrscheinliche eher, da ihr euch so spart, die Karten herauszuholen und lange Ziffernfolgen abzutippen. Die eigene Anschrift ist einfacher mal eben aus dem Kopf eingetippt.

Also: Wie gesagt, kein automatisches Ausfüllen, aber flexible Möglichkeiten, Daten zu speichern und über die Kopierfunktion auch greifbar zu haben. Das ist nicht First Class, aber immer noch deutlich besser, als zu Fuß zu gehen und per Hand einzutippen – oder eine riesige Sicherheitslücke zu öffnen, indem ihr Zahlungsdaten in unverschlüsselten Dateien speichert.

Mobile Nutzung: Gratis-App zeigt sich solide

Auch eine mobile App für Zoho Vault ist verfügbar – für iOS, Android und sogar Windows Phone. Hier ist gleich einmal positiv hervorzuheben, dass die App und Synchronisierung eurer Daten über mehrere Geräte in der kostenlosen Option enthalten ist.

Bei den meisten Konkurrenten ist dies die entscheidende Funktion, deren Nutzung ein kostenpflichtiges Abonnement voraussetzt. Dieses wird bei Zoho Vault erst nötig, wenn ihr Team-Funktionen nutzen wollt, um gespeicherte Daten auf sicherem und gut organisiertem Weg mit anderen zu teilen.

Leider ist die Screenshot-Funktion in der App deaktiviert. Das kenne ich von anderen Passwort-Manager-Apps, doch meistens gibt es eine Einstellung, durch die man auf Wunsch Screenshots zulassen kann. Hier gibt es die leider nicht.

Deshalb kann ich keine Bilder zeigen. In den App Stores findet ihr aber einige und könnt euch einen Eindruck verschaffen:

Nach der Installation der Android-Version auf meinem Samsung Galaxy muss ich zuerst angeben, ob ich ein neues Konto einrichten oder ein vorhandenes nutzen will.

Nachdem ich Letzteres wähle, muss ich drei Sicherheitshürden überwinden: Anmeldung in meinem Zoho-Konto mit E-Mail und Passwort, Eingabe eines Codes aus dem Authenticator, Vault-Passphrase.

Standardmäßig müsst ihr nur die Passphrase bei jedem Öffnen der App neu eingeben. Euer Zoho-Konto bleibt gespeichert und ein Authenticator-Code ist nur nötig, wenn sich ein bisher unbekanntes Gerät verbinden will. Auf bekannten Geräten fragt Zoho nur alle 180 Tage nach einem dieser Codes.

Auch die mühsame Eingabe der Passphrase könnt ihr umgehen, ohne auf Datensicherheit zu verzichten. Wahlweise könnt ihr sie in den Einstellungen durch eine vierstelligen PIN, euren Fingerabdruck oder den Code ersetzen, mit dem ihr auch euer Mobiltelefon entsperrt.

Nach der Anmeldung sehe ich sofort alle „Secrets“, die ich auf dem Windows-Rechner manuell eingerichtet oder bei der Benutzung gespeichert habe. Die Einträge sind aufgeräumt und übersichtlich. Klicke ich einen an, sehe ich die dazugehörigen Datenfelder.

Jedes Feld hat das kleine „Kopieren“-Symbol, das wir aus der Browser-Erweiterung kennen. Sollte es also mit der Ausfüll-Automatik nicht klappen, komme ich trotzdem bequem an die Daten heran.

Das ist gut, denn was das automatische Ausfüllen betrifft, überzeugt die App nicht.

Sie bietet die Funktion an, direkt aus den Einträgen heraus eine Webseite aufzurufen und euch mit den gespeicherten Daten gleich anzumelden. Von meinen vier gespeicherten Websites Amazon, Facebook, Spotify und Web.de klappt das nur bei Spotify.

Auf dem Desktop übrigens funktioniert dieses sogenannte „One Click Auto Logon“ von den genannten vier Seiten nur bei Web.de. Dort ist es aber auch weniger nötig, da die oben gezeigte Methode genauso bequem ist.

Auch wenn diese direkte Anmeldung mit der App funktionieren würde, gäbe es ein Problem. Die Anwendung verwendet für den Aufruf der Webseiten Google Chrome. Für Amazon, Facebook und Spotify habe ich aber Apps. Ich würde sie daher nicht mit dem Browser besuchen.

Der Theorie nach soll die App auch die Anmeldeformulare anderer Apps ausfüllen können, nur praktisch klappt das bei mir nicht. Ich versuche es mit Facebook, Amazon und Spotify, ohne ein Lebenszeichen von Zoho Vault zu sehen.

Die Funktion zum automatischen Ausfüllen ist an der Stelle aktiviert, die mir Zoho Vault gezeigt hat und wo ich sonst auch andere Passwort-Manager aktiviere:

Zoho Vault App aktiviert

Keine Funktion trotz richtiger Einstellung

Wie gesagt, dank der Möglichkeit, alle Datenfelder durch simples Antippen zu kopieren, steht ihr mit Hilfe dieser App nirgends vor verschlossenen Türen, wenn ihr eure Zugangsdaten auf dem PC oder Mac pflegt. Das ist die Hauptsache, und für ein kostenloses Produkt hat Zoho Vault viel zu bieten.

Mit den ausgereifteren Apps wie denen von Dashlane und 1Password kann Zoho aber nicht mithalten. Die Formular-Erkennung im Browser und anderen Anwendungen ist schwach.

Hier könnt ihr euch genauer über die Konkurrenten aus der ersten Liga informieren:

Sicherheit: Ein starker Punkt bei Zoho Vault

Zoho Vault verwendet mit AES-256 eins der sichersten Verschlüsselungsverfahren, die aktuell im Einsatz sind. Eure gespeicherten Daten verlassen nur in verschlüsselter Form euren Rechner, und für die Umwandlung in lesbaren Klartext ist eure Passphrase nötig, die nirgends gespeichert ist.

Der Zugang zu euren Passwörtern bei Zoho Vault erfordert neben der Passphrase auch eine Anmeldung im Zoho-Benutzerkonto mit E-Mail und Passwort. Im Vergleich zu den meisten anderen Passwort-Managern habt ihr dadurch noch eine zusätzliche Absicherung.

Optional kommt außerdem noch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung hinzu, für die Zoho verschiedene Varianten anbietet. Das System wirkt durchdacht und solide.

Dies ist keine Überraschung, da Zoho einen sehr umfassenden web-basierten Werkzeugkasten komplexer Anwendungen für Firmen betreibt. Schwächen in der Sicherheitsarchitektur wären für das Unternehmen fatal.

VORTEILE

  • Gratis-Option mit Cloud
  • Günstig
  • Hohes Sicherheitsniveau
  • Gute Team-Funktionen

NACHTEILE

  • Eher für Technikaffine
  • Automatik nur für Zugangsdaten
  • App im Test schwach

Fazit: Hohe Sicherheit bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Zoho Vault ist eine solide und professionelle Lösung zur sicheren Speicherung und bequemen Verwendung eurer Passwörter und bei Bedarf auch anderer Daten.

Zoho Vault Homepage

Solide, sicher und recht günstig: der Zoho Vault Passwort-Manager

10,80 € pro Jahr

Gleichzeitig ist es sehr günstig. Die meisten Konkurrenten verlangen für die Cloud-Nutzung und Synchronisierung der gespeicherten Daten über mehrere Geräte ein kostenpflichtiges Abo.

Bei Zoho Vault ist beides gratis zu haben. Zahlen müsst ihr erst, wenn ihr Zugangsdaten mit anderen Personen teilen wollt. Auch dann ist das Tool für rund 10 Euro im Jahr ein Schnäppchen.

Die Automatik-Funktionen sind Mittelmaß. Automatisch Speichern und Eingeben von Zugangsdaten funktioniert prima, doch bei der Passwort-Änderung ist etwas mehr Handarbeit nötig. Für das Ausfüllen von Kreditkarten- und Adressdaten gibt es keine Automatik. Hier müsst ihr die einzelnen Datenfelder per Klick in das Formular kopieren.

Die mobile App gab im Test ebenfalls ein eher schwaches Bild ab, was die Automatik betrifft. Automatisches Anmelden klappte weder im Browser noch in anderen Apps zuverlässig. Auch hier müsst ihr gegebenenfalls auf die Kopier-Funktion zurückgreifen.

Doch diese Automatiken sind Extras, keine Notwendigkeiten. Auf dem Smartphone oder Tablet bleiben die meisten Nutzer sowieso in ihren Lieblingsapps angemeldet, so dass hier nur selten Bedarf nach einem Passwort-Manager besteht. Und Kontonummern mit einem Klick zu kopieren ist immer noch viel bequemer, als die Karte aus der Tasche zu ziehen und alles abzutippen.

Natürlich scheint bei Zoho Vault durch, dass es Teil eines umfassenderen Systems von Anwendungen für Teams und Unternehmen ist. Etwas Technik-Affinität solltet ihr mitbringen, um damit glücklich zu werden – und gute Englischkenntnisse.

Trotz der genannten Schwächen ist Zoho Vault unterm Strich ein solider und empfehlenswerter Passwort-Manager mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Provider Screenshot

Zoho Vault Alternativen


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