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1Password Test

1Password Test
Guter Passwort-Manager für Zahlungswillige.

Tarife ab:

35,88 USD

pro Jahr
Produktkategorie
Anbieter Websitewww.1password.com
Betriebssysteme DesktopWindows, macOS
Betriebssysteme mobilAndroid, iOS
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Deutsche Benutzeroberfläche
Cloud-Speicherung
BrowserintegrationMozilla Firefox, Google Chrome, Safari, Microsoft Edge, Opera
Kostenlose Option
Open Source
Passwort Export – Software und DateiformateCSV, TXT

Author

Als langjähriger Webworker legt Sebastian Wert auf Sicherheit und Komfort bei der Internetnutzung. Beste Voraussetzungen, um für Sonntagmorgen Passwort-Manager zu testen. Sebastian

1Password ist ein solider und leicht zu bedienender Passwort-Manager für PC, Mac, Android und iOS. Für die Synchronisierung eurer Passwörter und sonstiger geheimer Daten steht die eigene Cloud des Anbieters zur Verfügung. Alternativ könnt ihr Dropbox, iCloud und sogar eine WLAN-Verbindung dafür verwenden.

Vor allem durch seine aufgeräumte Oberfläche und seine starken Automatik-Funktionen empfiehlt sich 1Password als einer der benutzerfreundlichsten Passwort-Manager. Auch Adressen und Zahlungsdaten erscheinen per Mausklick in den richtigen Formularfeldern, wenn sie erst einmal in der Software gespeichert sind. Auch bei der Anmeldung in anderen Apps auf dem Mobilgerät ist 1Password behilflich.

Ungewöhnlich ist die Entscheidung, überhaupt keine kostenlose Nutzung anzubieten. Und da wir schon beim Thema sind: 1Password ist nicht ganz billig. Runde 40 US-Dollar im Jahr nehmen andere Spitzenanbieter wie Blur und Dashlane auch, doch diese haben unterm Strich auch mehr zu bieten.

Dennoch: Die Unterschiede sind nicht riesengroß, und wem 1Password gefällt und dafür bereit ist, den Preis zu zahlen, der macht damit sicher nichts falsch.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Overall Rating

91%

"Guter Passwort-Manager für Zahlungswillige."

Desktop-Komfort
90%
Sehr gut
Mobil-Komfort
90%
Sehr gut
Funktionsumfang
95%
Exzellent
Sicherheit
95%
Exzellent
Preis-Leistungs-Verhältnis
85%
Sehr gut

1Password im Test 2018: Top-Produkt ohne Gratis-Option

1Password trägt den Hauptvorteil eines Passwort-Managers im Namen: Wenn ihr die Software benutzt, müsst ihr euch nur noch ein einziges Passwort merken. Das Master-Passwort ist nötig, um Zugriff auf die im Passwort-Manager gespeicherten Passwörter zu bekommen und sie mehr oder weniger automatisch in die entsprechenden Anmeldeformulare auf Webseiten oder in Apps einzutragen.

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35,88 USD pro Jahr

Die automatische Eintragung macht dies besonders komfortabel. Der Passwort-Manager dient nicht nur als virtueller Notizzettel für eure Passwörter, sondern automatisiert auch ihre Erstellung, Verwendung und Aktualisierung, soweit möglich. Einen Überblick der interessantesten Anbieter auf dem Markt findet ihr hier: Die besten Passwort-Manager: Test und Vergleich 2018.

Wenn alles glatt läuft, verwendet ihr mit Hilfe so einer Software sichere Passwörter für alle eure Nutzerkonten, ohne diese jemals irgendwo manuell ab- oder eintippen zu müssen. In der Regel bekommt ihr sie noch nicht einmal zu Gesicht.

Damit diese Automatik funktioniert, muss sich der Passwort-Manager in den Browser einklinken, was meistens über eine Erweiterung geschieht. 1Password bietet solche Erweiterungen für Firefox, Safari, Chrome, Edge und Opera an.

1Password ist professionell aufgemacht und bequem in der Nutzung. Es kann alles, was zu einem guten Passwort-Manager gehört. Eine Benutzeroberfläche oder Hilfeseiten auf Deutsch fehlen allerdings. Dementsprechend gibt es auch keinen deutschsprachigen Support.

Da bei einem Passwort-Manager nicht jedes Detail selbsterklärend ist, müsst ihr also mit Englisch zurechtkommen, um an 1Password Spaß zu haben.

Ebenfalls dürfte der Preis für viele ein Kriterium sein. Der Passwort-Manager kostet ab 35,88 US-Dollar pro Jahr. Darin inbegriffen ist die Synchronisierung mehrerer Endgeräte über die Cloud von 1Password, mit der sich die Software automatisch verbindet. Sehen wir uns 1Password also genauer an.

VORTEILE

  • Viele Browser-Erweiterungen
  • Benutzerfreundlich
  • Synchronisierung auch über Dropbox, iCloud, WLAN

NACHTEILE

  • Keine kostenlose Nutzung

1Password einrichten: Gut abgesichert mit virtuellem Notfallkoffer

1Password ist ein cloud-basierter Passwort-Manager. Die Software ist an die Server des Unternehmens angebunden und läuft nur mit einem Nutzerkonto. Daher fordert euch die Webseite als erstes auf, euch mit einer E-Mail-Adresse zu registrieren, wenn ihr 1Password ausprobieren wollt.

Etwas versteckt bietet 1Password die Software auch als Kaufversion an, bei der kein Abonnement und nur eine einmalige Zahlung nötig ist. Auf der Webseite ist davon wenig zu sehen, doch die Kaufoption erscheint während der Installation.

Diese Version läuft auch ohne ein Nutzerkonto bei 1Password. Ihr könnt sie ausschließlich offline benutzen oder, als Alternative zur 1Password-Cloud, über einen Dienst wie Dropbox oder iCloud synchronisieren. Sie kostet gesalzene 64,99 US-Dollar, was im Vergleich zu anderen Passwort-Managern ziemlich absurd ist.

Im nächsten Schritt fragt 1Password nach euren Kreditkartendaten, um nach Ablauf des Testmonats eure Zahlung einzuziehen, falls ihr nicht kündigt. Erst auf den zweiten Blick habe ich gesehen, dass ein unscheinbarer, kleiner, grauer Textlink unter dem Formular ein Überspringen dieses Schritts ermöglicht. Prima. Ich kann also auch ohne Zahlungsdaten testen.

Weiterhin auf der Webseite führt mich 1Passwort durch eine Einrichtungs-Routine. Zunächst muss ich ein Master-Passwort festlegen. An dieser Stelle lohnt es sich bei jedem Passwort-Manager, etwas Hirnschmalz zu investieren, denn das Master-Passwort sollte schwer zu erraten und entsprechend lang sein. Gleichzeitig solltet ihr es euch merken können.

Dazu eignet sich eine Abfolge von vier oder fünf Wörtern, die in dieser Kombination keinen Sinn ergeben und in keinem Text oder Wörterbuch vorkommen, aber durch ihre Bildhaftigkeit oder ihren Klang trotzdem noch gut zu merken sind. Beispiel: „Taxi blumengießen 23 Katzen“.

Dann erhalte ich einen geheimen Schlüssel, der zusammen mit meinem Master-Passwort die Verschlüsselung meiner Passwörter schützt.

1Password Secret Key

1Password speichert den „Secret Key“ auf meinen Geräten. Ohne ihn lassen sich meine Passwörter nicht auslesen

Als nächstes legt mir 1Password nahe, ein „Emergency Kit“ herunterzuladen. Hinter dem spannenden Namen verbirgt sich einfach eine PDF-Seite mit wichtigen Daten.

1Password Emergency Kit 2

Mit dem „Emergency Kit“ könnt ihr eure Zugangsdaten virtuell und auf Papier in Sicherheit bringen

Das Master-Passwort müsst ihr hier selbst noch eintragen. Dann könnt ihr die Seite ausdrucken oder auf einem USB-Stick speichern – am besten beides. Ihr braucht das Master-Passwort für jedes Anmelden in 1Password, den „Secret Key“ für jeden Zugriff von einem neuen Gerät.

Daher ist es unverzichtbar, den Secret Key irgendwo aufzubewahren. Im alltäglichen Gebrauch wird er automatisch durch die Software übertragen, ohne dass ihr etwas tun müsst oder das auch nur mitbekommt. Doch wenn mal euer Rechner ausfallen sollte und ihr von anderen Geräten aus auf eure Passwort-Daten zugreifen wollt, braucht ihr den Secret Key.

Wenn euer Account erstellt ist, gelangt ihr auf eine Innenansicht eures neu erstellten Accounts. Dort findet ihr Download-Links für die Desktop-Software und die Browser-Erweiterung. Wenn ihr diese aktiviert, verknüpft sie sich automatisch mit der Desktop-Software, die ihr für Mac und Windows herunterladen könnt.

Die Benutzeroberfläche: Passwörter verwalten mit 1Password

Ich teste die Software von 1Password auf meinem Windows-10-Rechner. Download und Installation gehen schnell. Nachdem ich die Software gestartet habe, stelle ich für euch gleich mal auf die deutsche Benutzeroberfläche um. Jetzt bieten sich diese Optionen:

1Password Konto erstellen

Neues Konto erstellen oder anmelden

„Testphase starten“ wählt ihr, wenn ihr gleich die Software herunterladet, ohne einen Account zu erstellen. Letzteres holt ihr dann hier nach. Für mich ist „In Ihrem 1Password-Konto einloggen“ die richtige Option. Die unteren beiden sind passend, wenn ich bereits eine Passwörter-Datenbank angelegt habe.

Die Oberfläche verwendet ein Drei-Spalten-Layout mit dem Menü links, den Einträgen in der Mitte und den Details des aktuell ausgewählten Eintrags rechts. Der Screenshot zeigt 1Password direkt nach der Installation, noch ohne gespeicherte Passwörter.

1Password Software

Die Desktop-Software von 1Password für Windows

Wie ihr seht, sind drei Einträge vorhanden. Der erste besteht aus den Zugangsdaten für meinen 1Password-Account selbst. Der zweite ist ein Eintrag vom Typ „Identität“. Er besteht momentan nur aus meinem Namen, den ich anfangs bei der Registrierung angegeben hatte.

In einem Identitäts-Eintrag kann ich eine lange Liste persönlicher Daten erfassen, von meiner Adresse und Telefonnummer über Mail-Adressen und Geburtsdatum bis hin zu Social-Media-Accounts und Skype-Namen. Diese sind an keine bestimmte Webseite gebunden, sondern stehen für alle Online-Formulare zur Verfügung.

Der dritte Eintrag ist eine Beispieldatei des Typs „geheime Notiz“. Da der Passwort-Manager über den geheimen Schlüssel und das Master-Passwort ein gut abgesicherter Speicherort ist, bietet es sich an, wichtige und geheime Notizen eher dort zu hinterlegen als lose auf der Festplatte.

Für den folgenden Screenshot habe ich durch einen Klick auf „New Item“ das Menü zum Anlegen eines neuen Eintrags geöffnet. Jetzt hatte ich die Software schon mit ein paar Passwörtern gefüttert. Wie ihr seht, gibt es eine stattliche Zahl von verschiedenen Eintragstypen.

1Password Add New Item

Eine Übersicht der Typen von Einträgen, die 1Password vorsieht

Die meisten Einträge sind in der Praxis meist Logins. Dies sind Kombinationen aus einem Account- beziehungsweise Nutzernamen und einem Passwort. Solche Einträge entstehen automatisch, wenn ihr mit aktiver Browser-Erweiterung auf einer Webseite eure Zugangsdaten eintippt und der Software die Anweisung gebt, sie zu speichern. Wie das aussieht, sehen wir weiter unten.

Anhand der Liste links könnt ihr die Einträge filtern. Klickt zum Beispiel auf „Logins“, um nur Einträge von diesem Typ zu sehen. Per Voreinstellung sind die Einträge alphabetisch sortiert, aber ihr könnt sie auch nach Erstellungsdatum oder Typen sortieren.

Wie ihr im Screenshot direkt nach der Installation oben seht, befindet sich außerdem über der Eintragsliste ein Suchfeld. Wenn ihr hier etwas eintippt, filtert 1Passwort die Liste sofort nach Einträgen, in denen eure Eingabe vorkommt.

1Password Suche

Die schnelle Suchfunktion ist bei längeren Listen hilfreich

Jetzt muss ich nur auf den Google-Eintrag doppelklicken und 1Password ruft im Browser die Anmeldeseite auf, trägt meine Zugangsdaten ein und meldet mich an. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Für die meisten Alltagsanwendungen genügt eine Mini-Version der Arbeitsoberfläche, die ihr über ein Icon in der Systemleiste oder über die Browser-Erweiterung aufrufen könnt.

1Password Facebook Login

Ein Klick auf das Symbol der Browser-Erweiterung öffnet eine reduzierte Arbeitsoberfläche der Software

Wie ihr seht, denkt 1Password mit: Da ich mich auf der Facebook-Seite befinde, schlägt mir die Software gleich den Eintrag mit meinen Zugangsdaten für das soziale Netzwerk vor. Durch einfaches Anklicken kann ich mich jetzt einloggen. Auf Wunsch zeigt das Fensterchen aber auch alle anderen Einträge an.

Passwörter speichern und verwenden: Bequem und automatisch

Wenn ihr euch mit Benutzernamen und Passwort auf einer Webseite anmeldet und 1Password diese Daten noch nicht kennt, bietet euch die Software an, sie zu speichern. Das funktioniert auch, wenn 1Passwort gesperrt ist, weil ihr euer Master-Passwort noch nicht eingegeben habt.

In diesem Fall fordert euch 1Password auf, das Master-Passwort einzugeben. Der Screenshot zeigt diese Situation am Beispiel einer manuellen Anmeldung auf Web.de.

1Password Autosave Master eingeben

1Password hat den Login bemerkt und fragt zunächst das Master-Passwort ab

Nach der Eingabe des Master-Passworts erscheint dann die Abfrage, derentwegen sich 1Password in den Vorgang eingeschaltet hatte: Wollt ihr die eben verwendeten Zugangsdaten speichern?

1Password Autosave

Dieser Dialog erscheint jedes Mal, wenn ihr Zugangsdaten verwendet, die 1Password noch nicht kennt

Wenn ihr einen neuen Account erstellt, ist euch 1Password mit einem Passwort-Generator behilflich. Diesen könnt ihr jederzeit durch einen Klick auf das entsprechende Symbol in der reduzierten Arbeitsoberfläche (Schlüssel mit Pluszeichen) aufrufen. Folgender Screenshot zeigt dies am Beispiel der Erstellung eines Google-Kontos.

1Password Google Konto erstellen

Passwort-Generator mit diversen Einstellungsoptionen

Durch einen Klick auf „Kopieren“ gelangt das angezeigte Passwort in die Zwischenablage, von wo aus ihr es in die Formularfelder einfügen könnt.

Das ist okay, könnte aber bequemer sein. Bei dem ähnlich aufgebauten Passwort-Manager Dashlane zum Beispiel genügt ein Klick in eines der Passwortfelder, und schon bietet die Software an, beide Felder mit einem neu generierten Passwort auszufüllen. Das braucht ihr dann nur noch mit einem Klick zu bestätigen.

Hier erfahrt ihr mehr über den Konkurrenten: Dashlane. Ähnlichen Komfort bieten Blur, McAfee True Key und Sticky Password. Einen umfassenden Überblick findet ihr in unserem Hauptartikel Die besten Passwort-Manager – Test und Vergleich 2018.

Nach dem erfolgreichen Absenden des Anmeldeformulars erscheint der Autosave-Dialog und 1Passwort bietet mir an, die eben erstellten Zugangsdaten zu speichern.

1Password Google Passwort speichern

1Password speichert die Zugangsdaten des neuen Kontos

Leider passiert dabei ein Fehler. Wenn ich den angelegten Eintrag aufrufe, führt mich 1Password wieder auf das Formular zur Account-Erstellung, nicht zum Login. Die Software versucht, mit denselben Daten einen neuen Account zu eröffnen, da sie das Formular irrtümlich für ein Login-Formular hält.

Das kann schon mal vorkommen. Die Web-Formulare sind unterschiedlich und kein Passwort-Manager wird sie alle perfekt erkennen. Wobei es doch überrascht, dass es ausgerechnet bei Google nicht rund läuft. Ich hätte gedacht, um Anbieter in dieser Größenordnung kümmert man sich als erstes.

Wenn die automatische Erkennung nicht funktioniert, gibt es immer noch die Möglichkeit, Einträge in 1Password manuell anzulegen und zu bearbeiten. Da dies in der Regel nur einmal nötig ist, sollte es daran im Zweifel nicht scheitern.

Die bequemste Verwendungsweise von 1Password sieht so aus, dass ihr einfach im Mini-Fenster der Software auf einen Login-Eintrag klickt. Dazu könnt ihr das Fenster aus der Systemleiste oder der Browser-Erweiterung heraus öffnen, das ist egal.

Auf diesen Klick hin öffnet 1Password die betreffende Seite im Browser, trägt eure Zugangsdaten ein und meldet euch an. Der Passwort-Manager nimmt euch also auch das Aufrufen der Webseite und sogar das Öffnen des Browsers ab.

Passwörter ändern: Besser geht's nicht

Am Beispiel Facebook habe ich ausprobiert, wie sich die Änderung eines Passworts mit 1Password gestaltet. Facebook bietet dafür wie üblich ein Formular mit drei Feldern: einem für das bestehende Passwort und zweien für das neue.

Ich merke gleich, dass 1Password nicht so ganz mitbekommt, worum es hier geht. Ich platziere den Cursor im Feld für das bestehende Passwort, das in der Software gespeichert ist. Dann öffne ich das kleine 1Password-Fenster über die Browser-Erweiterung. Dieses bietet mir den Facebook-Eintrag an.

Ich klicke darauf und 1Password versucht, das Formular gleich abzuschicken. Das geht nicht, weil die Felder für das neue Passwort noch leer sind, und Facebook gibt eine Fehlermeldung aus.

Ich muss also wieder manuell den Passwort-Generator öffnen und das neu erstellte Passwort in die beiden Felder kopieren. Okay, nicht so schlimm. Aber jetzt interessiert mich noch, ob 1Password korrekt erkennt, dass sich das Passwort eines bestehenden Eintrags geändert hat.

Die Antwort: ja. Der Passwort-Manager fragt artig nach, ob er den bestehenden Eintrag mit meinen Facebook-Zugangsdaten aktualisieren soll.

1Password Update Password

Auch die Änderung von Passwörtern gestaltet sich unkompliziert

Gut so! Wie gesagt, es wäre schöner, wenn 1Password den Unterschied zwischen Feldern für neue Passwörter und Feldern für die Anmeldung besser verstehen würde. Unterm Strich ist der Mehraufwand für die wenigen manuellen Schritte aber gering.

Weitere Daten verwalten: 1Password füllt auch Adressformulare aus

1Password kann ein breites Spektrum persönlicher Informationen und Zahlungsdaten verwalten. Dazu gehören auch Bankkonten. Mich hat interessiert, was passiert, wenn ich bei Amazon eine neue Kreditkarte eingebe. Speichert 1Password die Daten automatisch beziehungsweise bietet mir das an?

Leider Fehlanzeige. 1Password meldet sich überhaupt nicht zu Wort, als ich die Daten eingebe und speichere.

Wie sieht es anders herum aus, wenn ich die Kreditkarte zuerst direkt in 1Password erfasse und dann die Daten in das Amazon-Formular eintragen will?

Das klappt hervorragend. Auf den ersten Blick ist nichts von 1Password zu sehen, doch als ich mit rechts in eines der Formularfelder klickte, sehe ich, dass 1Password im Kontextmenü auftaucht. Mit dieser Menüoption lässt sich ein kleiner Assistent öffnen. Wenn ihr darin wiederum auf die Kreditkarte klickt, füllt 1Password das Formular korrekt aus.

1Password Kreditkarte Amazon

Einfacher als abtippen: Ausfüllen per Klick

Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn der Assistent direkt die Kreditkarte angeboten hätte. Das war nicht der Fall, ich musste die Karte über das kleine Icon-Menü selbst heraussuchen. Im Screenshot oben habe ich den Menüpunkt „Kreditkarte“ markiert.

Als nächstes habe ich es noch mit Adressdaten versucht. Dazu habe ich direkt in 1Password unter meiner Identität meine Postadresse eingegeben und dann bei Amazon das Formular zum Erfassen einer neuen Adresse aufgerufen.

Es funktioniert genauso. Wenn ich über das Kontextmenü den Assistenten aufrufe, bietet mir die Software zunächst nur meine Zugangsdaten für Amazon an. Sie merkt also, dass ich auf der Amazon-Seite bin, aber anscheinend nicht, dass in diesem Formular eine Postadresse statt meiner Login-Daten gefragt ist.

Wenn ich aber gezielt meinen Identitäts-Eintrag heraussuche und diesen anklicke, klappt es: 1Password setzt die Daten richtig ins Formular ein.

1Password Adresse

1Password füllt ein Adressformular aus

Das wundert mich. Wenn der Passwort-Manager sogar die einzelnen Felder für Stadt, Straße und Postleitzahl erkennt, wieso bietet er mir dann nicht gleich meine Adressdaten an, sondern meine Login-Daten, mit denen ich hier überhaupt nichts anfangen kann?

Die einzelnen Datensätze manuell heraussuchen zu müssen, also in diesen Beispielen Adresse und Kreditkarte, scheint mir unnötiger Aufwand zu sein. Dennoch funktioniert das automatische Ausfüllen hervorragend, und das haben viele andere nicht zu bieten. Nicht ganz erstklassig also, aber nahe dran.

Mobile Nutzung: Die App lässt keine Wünsche offen

Bei der Verwendung einer Passwort-Manager-App ist dringend zu empfehlen, direkt eine vierstellige Pin zum Entsperren einzurichten. Sonst müsst ihr ständig das Master-Passwort eingeben, was schnell lästig und zeitaufwändig wird. Die benötigte Einstellung findet ihr unter „Sicherheit“.

1Password Pin Code

Lieber vierstellige Pin als langes Master-Passwort

Wenn euer Smartphone einen Fingerabdruck-Sensor besitzt, geht das Entsperren damit noch einfacher.

Bei meinem Android 8 gibt es eine Grundeinstellung, welche Anwendung dafür zuständig sein soll, automatisch Formularfelder auszufüllen. Um die Ehre streiten sich ab Werk Google und Samsung. Mit 1Password kommt ein weiterer Eintrag hinzu, den die App mit meiner Zustimmung auch gleich aktiviert hat.

Je nach Betriebssystem ist es unterschiedlich, ob die App spezielle Berechtigungen benötigt und wenn ja, welche. Hier ist die 1Password-Anleitung für die Installation der Anwendung.

Durch die Kombination von Desktop-Software und App lohnt sich die Cloud-Speicherung der Passwort-Daten. Die Anwendungen synchronisieren sich, so dass jedes Nutzerkonto, das ihr von eurem PC oder Mac aus erstellt, automatisch auch auf dem Smartphone oder Tablet zur Verfügung steht.

Das Einloggen in Apps läuft bei mir reibungslos. Ich teste zunächst die Amazon-App. Als ich sie öffne, erscheint sofort an der richtigen Stelle der Vorschlag, das Anmeldeformular mit den Daten aus 1Password auszufüllen.

Bevor 1Passwort aber jetzt Daten rausrückt, ist noch einmal das Master-Passwort, die Pin oder euer Fingerabdruck gefordert.

1Password App entsperren

Zur Sicherheit bittet die App um Authentifizierung

Wir ihr seht, habe ich die Option Fingerabdruck gewählt, weil das am einfachsten ist.

Als nächstes ermöglicht euch die App, den richtigen Eintrag für die Anwendung auszuwählen. Sie erkennt ihn also nicht automatisch. Das ist nachvollziehbar, denn die Daten sind ja sonst für die Anmeldung auf Webseiten gedacht, während es hier um eine App geht.

Hier gilt es also zum Login-Eintrag für Amazon zu navigieren und diesen auszuwählen. 1Password merkt sich den Eintrag fürs nächste Mal.

Folgender Screenshot zeigt, wie eure Daten-Einträge in der App aussehen. Beim zweiten von oben habe ich durch Antippen der drei Pünktchen die Optionen aufgeklappt.

1Password App-Einträge

Passwörter und sonstige Einträge in der App

Die Optionen von links nach rechts:

  • Eintrag löschen
  • Eintrag zum Favoriten erklären, um ihn leichter zu finden
  • Direktes Einloggen im integrierten Browser: Die wohl interessanteste und praktischste Funktion
  • Passwort kopieren

Bei der Sicherheit könnt ihr noch an einigen Einstellungen schrauben. Zum Beispiel sperrt sich die App automatisch, wenn sie zehn Minuten nicht aktiv war. Diese Dauer könnt ihr verlängern oder verkürzen.

Beim Ausprobieren und Einrichten ist es lästig, sich so oft authentifizieren zu müssen. Für die Sicherheit ist das aber wichtig und im Alltag dürfte es kein Problem mehr sein. Ihr ändert ja nicht ständig die Einstellungen, und die App-Passwörter sind in den Anwendungen selbst gespeichert.

Ich habe mich mit der App schnell angefreundet. Alles hat ohne Probleme geklappt.

Ist euch oben der Eintrag mit dem Namen „Einloggen“ auf dem Screenshot aufgefallen? Tja, das kommt davon, wenn Seitenbetreiber keinen anständigen Seitentitel vergeben. Dafür kann der Passwort-Manager nichts.

Ist auch kein großes Problem – an der gespeicherten URL ist zu erkennen, um welche Seite es geht, und der Eintrag lässt sich leicht manuell umbenennen.

Sicherheit: Ein durchdachtes Konzept

Ein Passwort-Manager hat die Hauptaufgabe, die Verwendung sicherer Passwörter zu erleichtern. Gleichzeitig ist es zunächst einmal ein Sicherheitsrisiko, sämtliche Passwörter gebündelt an einem Ort und in einer Datei aufzubewahren.

Wenn die ganze Sammlung dem Falschen in die Hände fiele, könnte der sich austoben und euch ernste finanzielle Probleme bescheren.

Der Passwort-Manager muss seine Inhalte daher sicher verschlüsseln. 1Password verwendet dazu den AES-256-Standard, der zu den aktuell sichersten gehört.

Die Software speichert eure Passwort-Daten nur in verschlüsselter Form in der Cloud. Um sie auszulesen, sind zwei Elemente nötig: euer geheimer Schlüssel, der im Normalfall in eurer Software gespeichert ist und euer Master-Passwort. Dies ist eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Wenn ein Dieb euer Smartphone mit der 1Password-App in die Hände bekäme, hätte er euren geheimen Schlüssel, der in der App gespeichert ist, nachdem ihr ihn einmalig eingegeben habt. Er hätte jedoch nicht euer Master-Passwort und ohne dieses rückt die App keine Daten raus.

Sollte euch jemand über die Schulter schauen und euer Master-Passwort herausbekommen, kann er damit ebenfalls nichts anfangen, wenn er nicht auch euren geheimen Schlüssel oder eines eurer Geräte in die Hände bekommt.

Ihr müsst euch nur gut überlegen, wo ihr euer „Emergency Kit“ speichert. Die Sicherheitsarchitektur von 1Password ist ausgehebelt, wenn eine simple PDF-Datei auf eurem Rechner, Smartphone oder Tablet liegt, in der sowohl der geheime Schlüssel als auch das Master-Passwort stehen.

Nach dem Herunterladen also nicht vergessen, die Datei woanders zu speichern beziehungsweise auszudrucken und vom Desktop-Rechner zu löschen.

VORTEILE

  • Viele Browser-Erweiterungen
  • Benutzerfreundlich
  • Synchronisierung auch über Dropbox, iCloud, WLAN

NACHTEILE

  • Keine kostenlose Nutzung

Fazit: 1Password überzeugt, ist aber nicht billig

1Password hat im Test ein überzeugendes Bild abgegeben. Sowohl die Windows-Software als auch die Android-App liefen rund und synchronisierten sich von selbst ohne Verzögerung.

1Password Homepage

1Password gehört zu den komfortabelsten Passwort-Managern auf dem Markt

35,88 USD pro Jahr

Formularfelder erkannte 1Password in den meisten Szenarien korrekt. Obwohl die meisten anderen Passwort-Manager ebenfalls in der Lage sind, Adressen und Zahlungsdaten zu speichern, können viele beim automatischen Ausfüllen nicht mehr mitziehen. Hier gehört 1Password zu den bequemsten Lösungen.

1Password ist vielleicht das Richtige für euch, wenn ihr einen möglichst komfortablen Passwort-Manager mit Synchronisierung sucht und es euch auf einen Euro mehr oder weniger dabei nicht ankommt.

Provider Screenshot

1Password Alternativen


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