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Google Stadia Test

Solide, aber ausbaufähig.

Tarife ab:

9,99 €

pro Monat (+ 130 EUR Gaming-Hardware)

Kostenfreier Tarif verfügbar 3 Monate Premium gratis, Controller muss aber trotzdem angeschafft werden.

Produktkategorie
MarkeGoogle
Aktuelle Games verfügbar
Deutscher Anbieter Aber Server in Deutschland
Umfassende, kostenfreie Probezeit, allerdings nur mit gekauftem Controller
PlattformenGoogle Chromecast und iOS/Android
Maximale BildqualitätFull HD
Minimale Bandbreite (Empfehlung)17 MBit/s
HardwareFernseher, Chromecast und Stadia-Controller
Monatlich kündbar

Author

Unser Autor Nico ist bereits seit seinem 12. Lebensjahr leidenschaftlicher Gamer und an jeglichen technischen Innovationen interessiert. In seinen Cloud-Gaming-Tests stirbt er für euch gern hinter jeder Ecke – und das auch mehrmals, denn er testet intensiv. Nico

Mit Stadia hat Google seinen lang angekündigten Cloud-Gaming-Dienst im November 2019 released und ist damit Mitstreiter auf dem Markt der Online-Zockerei. Ich habe diverse Verzögerungen beim Release zum Anlass genommen, erstmal andere Anbieter wie Shadow (Testsieger) zu testen und dann erst Google Stadia in meinen Cloud Gaming Test 2020 einbezogen.

Auf der positiven Seite stehen dabei vor allem die Performance und die hervorragende Benutzeroberfläche von Stadia. Den Dienst könnt ihr innerhalb weniger Minuten einrichten, die App ist selbsterklärend und die Kombination mit dem Chromecast Ultra ist eine gute Idee. 

Der Chromecast Ultra ist ein TV-Stick, mit dem ihr nicht nur Full-HD- und 4K-Fernsehen genießen, sondern auch die Inhalte eurer Android-Geräte nahezu vollständig auf euren Fernseher spiegeln könnt. Der Chromecast wird über HDMI mit dem Fernseher verbunden und ist nach der Anmeldung im Google-Konto sofort einsatzbereit. Das einzige, was ihr noch machen müsst, ist das Netzkabel anzuschließen.

Auf der negativen Seite steht bei Stadia vor allem das Preismodell. Google lässt euch zunächst die Hardware kaufen, verlangt dann noch eine monatliche Gebühr für das Abo und möchte darüber hinaus, dass ihr viele Games im Store zum vollen Preis kauft. Das ist aus meiner Sicht „too much“ – eine einheitliche, monatliche Gebühr wäre ausreichend gewesen.

Auch, dass ihr zum Kauf des Controllers gezwungen seid (ohne ist Zocken nicht möglich), finde ich unpassend. Dank Spieleauswahl, Performance und Optik konnte sich Stadia dann doch auf den dritten Platz retten.

Hier findet ihr wie wir uns finanzieren Sonntagmorgen wird nicht von Herstellern finanziert. Wir kaufen alle Produkte selber und testen sie ausgiebig, um euch die bestmögliche Beratung zu garantieren. So sind wir unabhängig und müssen euch nicht ein Produkt empfehlen, nur weil uns ein Händler vielleicht dafür bezahlt.

Wenn ihr über einen unserer Links das Produkt eurer Wahl kauft, so bekommen wir eine kleine Provision vom jeweiligen Online-Shop. Das gute daran: Für euch kostet das Produkt genau das gleiche, aber wir können mit eurer Hilfe die besten Testberichte erstellen.


Gesamtbewertung

80%

"Solide, aber ausbaufähig."

Performance
90%
Sehr gut
Preismodell
60%
Befriedigend
User Interface
80%
Gut
Spieleauswahl
85%
Sehr gut
Flexibilität
85%
Sehr gut

Google Stadia Cloud Gaming Test 2020: Jetzt macht die Suchmaschine Game-Streaming

Mit Stadia mischt nun auch Google auf dem wachsenden Cloud Gaming Markt des mit. Da Google ein etwas anderes Konzept als die sonstigen Anbieter – wie etwa Shadow und PlayStation Now – im Cloud Gaming Test 2020, stelle ich euch zuerst das Konzept hinter Google Stadia vor.

Google Stadia Verpackung

So kommt das Google-Stadia-Paket bei euch an

9,99 € pro Monat (+ 130 EUR Gaming-Hardware)

Google Stadia unterscheidet sich vor allem durch den Controller-Zwang von den anderen Anbietern im Test. Ohne einen solchen originalen Stadia-Controller habt ihr gar nicht erst die Möglichkeit, den Dienst zu nutzen. Mehr über die eigentliche Technologie hinter Google Stadia lest ihr im Hauptartikel zum großen Cloud-Gaming-Test 2020.

Wie funktioniert Google Stadia?

Während andere Anbieter im Test auf bereits vorhandene Spiele-Bibliotheken wie etwa PlayStation Now oder einen vollständigen PC wie bei Shadow setzen, geht Google mit Stadia einen eigenen Weg. Das kalifornische Unternehmen hat eine eigene Bibliothek sowie eigene Hardware entwickelt, die beide zwingende Voraussetzung sind.

Für euch heißt das: Ohne entsprechenden Stadia-Controller und ohne Abonnement könnt ihr den Dienst nicht nutzen.

Außerdem schränkt euch die eigene, „abgekapselte“ Spieleauswahl von Google in der gewohnten Gaming-Freiheit ein. Denn: Ihr könnt nicht alle Spiele zocken, auf die ihr Bock habt. Stattdessen ist das Angebot auf die Titel beschränkt, die euch Google zur Verfügung stellt. Dazu gehören unter anderem:

  • „Ghost Recon Breakpoint“
  • „Metro Exodus“
  • „Rise of the Tomb Raider“

Noch mehr Games findet ihr weiter unten im Testbericht.

Stadia lohnt sich aus meiner Sicht daher nur, wenn ihr genau diese Spiele zocken möchtet. Wer wie ich etwas viel auf den Schlachtfeldern von „Battlefield“ und „Call of Duty“ unterwegs ist, wird mit Stadia dagegen nicht glücklich.

Google Stadia Chromecast am Fernseher

So sieht es aus, wenn der Chromecast Ultra mit eurem Fernseher verbunden ist

Google Stadia & Flexibilität: Der Cloud Gaming-Anbieter im Überblick

Google Stadia wurde am 19. November 2019 in Deutschland releast – damit war der Anbieter eher ein Spätzünder. Google begründete die langen Wartezeiten vieler Spieler mit „internen Verzögerungen“. Anders als etwa bei GeForce Now (hier müsst ihr mit langen Wartezeiten rechnen) erhaltet ihr bei Stadia allerdings relativ schnell einen Zugang. Beantragt ihr diesen, bekommt ihr einen Google Chromecast und den Stadia-Controller zugesandt (Preis Juli 2020: 130 Euro für beides).

Google Stadia Controller

Der von Google selbst entwickelte Controller für Stadia, der zwingende Voraussetzung ist

Möglicherweise ahnt ihr es bereits, aber Google Stadia läuft grundsätzlich nur auf einem Fernseher. Natürlich könnt ihr den Chromecast auch an eurem PC-Monitor anschließen, dadurch ändert sich allerdings nichts. Alles, was ihr braucht, ist irgendein Anzeigegerät für euren Chromecast. Das Konzept hinter Stadia sieht aus Sicht von Google so aus: Ihr setzt euch auf die Couch, schnappt euch den (Google) Controller und schaltet den (Google) Chromecast an – das wars, die Session kann beginnen.

Umständliches Einloggen, der Download von Spielen oder ähnliches entfällt damit. Doch funktioniert dieser Plan auch im Alltag – anders gefragt: „Kann Cloud Gaming wirklich so einfach sein?“

Fakt ist – das lest ihr aber auch in den nächsten Absätzen: Stadia funktioniert tatsächlich so intuitiv und simpel wie von Google gewohnt. Allerdings müsst ihr dafür die genannten Nachteile in Kauf nehmen (eingeschränkte Spiele, Controller-Zwang) und ein Abo abschließen. Ob sich das für euch lohnt, müsst ihr selbst abwägen.

Die Stadia-Einrichtung: „Entspricht voll den Game-Streaming-Anforderungen!“

Um Stadia zu nutzen, benötigt ihr erst einmal folgendes:

  • Google Chromecast (im Lieferumfang)
  • Google Stadia Controller (im Lieferumfang)
  • Google Stadia App (App Store/Play Store)
  • Fernseher mit HDMI-Anschluss

Das „Stadia-Paket“ mit Controller und Chromecast Ultra schlägt an dieser Stelle mit etwa 130 Euro zu Buche. Es ist Voraussetzung, dass ihr überhaupt zocken könnt – Fernseher und Internetzugang benötigt ihr ebenfalls.

In den ersten drei Monaten fallen für Stadia (Pro) noch keine Abo-Gebühren an, sie werden erst im Anschluss fällig. Natürlich könnt ihr Stadia auch ohne Abo nutzen, dadurch erhöhen sich aber die Kosten für die einzelnen Games. Zudem fallen die kostenfreien Spiele weg.

Um Stadia erst mal nur zu testen, empfehle ich euch, das Paket mit Controller und Chromecast zu bestellen. Durch das 14-tägige Rückgaberecht habt ihr dafür genügend Zeit. Die Rückgabe funktionierte in meinem Fall problemlos, die Versandkosten übernimmt Google für euch.

Die Einrichtung auf Smartphone und Chromecast

Habt ihr alle Geräte nach der beiliegenden Anleitung verbunden und eingerichtet, startet ihr die Stadia-App auf eurem Smartphone oder Tablet. Hier meldet ihr euch zunächst mit eurem Google-Konto an, über das ihr auch Stadia bestellt und das Abo abgeschlossen habt. Generell läuft die gesamte Steuerung von Stadia über die eigene App, der Fernseher dient lediglich als Wiedergabegerät für eure Games.

Nun seid ihr in der App angemeldet und könnt euch einen ersten Überblick zu den verfügbaren Games verschaffen. Wählt euren Favoriten aus (bei mir war es „Rise of the Tomb Raider“) und klickt auf „Spielen“. Nun öffnet sich das Controller-Verbindungs-Menü, in dem ihr zunächst euren mitgelieferten Controller mit eurem Google-Konto als auch mit dem Chromecast verbindet.

Die Verbindung läuft in diesen Schritten ab, die ihr in den Screenshots auch nochmal bildlich sehen könnt:

  1. Ihr klickt oben rechts auf das kleine Controller-Symbol in der Ecke eures Bildschirms (falls Stadia das Menü nicht von selbst öffnet).
  2. Der Controller muss angeschaltet sein. Haltet dazu das Stadia-Symbol auf dem Gerät so lange gedrückt, bis der Controller vibriert. In der App seht ihr nun eine Übersicht aller aktivierten Controller in der Umgebung. Wählt euren (bei mir nur einen) aus – habt ihr mehrere Controller, müssen sie nacheinander verbunden werden.
  3. Stadia richtet nun das Gerät ein. Die Einrichtung beginnt, sobald der Controller dauerhaft vibriert – bestätigt die entsprechende Frage in der App mit „Ja“. Nun stellt der Stadia-Controller eine Verbindung mit eurem WLAN her.
    Wichtig hier: Es muss das gleiche WLAN sein, in dem sich auch euer Smartphone und der Chromecast befinden. 
  4. Ist der Controller eingerichtet, lädt er noch die aktuellsten Updates herunter. Ist dieser Schritt abgeschlossen, startet das Gerät neu. Sobald die Statusanzeige (das Stadia-Logo) durchgehend weiß leuchtet, könnt ihr den Controller verwenden.

Nachfolgend seht ihr die einzelnen Schritte der Einrichtung des Controllers in der App (Zum Vergrößeren der Bilder einfach anklicken).

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 1

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 2

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 3

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 4

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 5

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 6

Google Stadia App Controller Einrichten Schritt 7

Nun müsst ihr die App, die nach den genannten Schritten bereits mit dem Controller verknüpft ist, noch mit dem Chromecast verbinden. Hierzu wird auf eurem Fernseher ein vierstelliger Code angezeigt, den ihr in dieser Reihenfolge auf dem Controller eingeben müsst.

In meinem Fall lautete der Code „Y + A B“. Die genannten Tasten drückt ihr einfach in der entsprechenden Reihenfolge und euer Controller ist verbunden.

Google Stadia Fernseher Verknüpfung

Das Gegenstück zu Schritt sieben: Der auf dem Fernseher angezeigte Code, den ihr über den Controller eingebt

Im Anschluss führt Google noch die benötigten Updates beim Chromecast durch, die fürs Zocken mit Stadia erforderlich sind. Ist die Statusleiste bei 100 Prozent, habt ihr die gesamte Einrichtung aller Geräte abgeschlossen. Mit einem Klick auf „Spielen“ in der App startet das gewünschte Spiel auf eurem Fernseher und ihr könnt nach Lust und Laune zocken!

Das User-Interface von Google Stadia

Das User Interface von Stadia beschränkt sich – wie ich eingangs bereits erwähnt habe – ausschließlich auf die Smartphone-App. Hier gibt es grundsätzlich drei Bereiche, in die die Oberfläche unterteilt ist:

  • Den Store: Hier könnt ihr Spiele kaufen oder kostenfreie Games zocken.
  • Die Startseite: Hier erhaltet ihr einen Überblick zu euren Games und könnt auf Stadia Pro upgraden, wenn ihr möchtet.
  • Das „Entdecken“-Menü: Hier werden euch Spiele vorgeschlagen, die Google für passend hält.

Insgesamt ist das Interface von Stadia damit klar verständlich und kinderleicht zu bedienen. Sämtliche Schritte (etwa beim Anmelden, der Einrichtung oder im Freunde-Menü) sind klar und verständlich erklärt.

Übrigens: Das Freunde-Menü sitzt ebenfalls oben rechts. Hier könnt ihr eure Freunde hinzufügen, mit denen ihr über Stadia zocken möchtet.

Das Spielekonzept: Die Google Spiele sind eingeschränkt, aber nicht schlecht

Leider, und das hat mich bereits in der ersten Test-Sekunde ein wenig bedrückt, habt ihr nur eine eingeschränkte Spielebibliothek zur Verfügung. Damit unterscheidet sich Stadia grundlegend von PS Now oder Shadow – bei beiden Konkurrenten gibt es alle Games, die es für die PlayStation oder den PC gibt. Stadia hingegen beschränkt das Angebot, die Auswahl selbst ist aber nicht schlecht. Es ist also durchaus für jeden etwas dabei.

Beispiele gefällig? Hier eine kleine Auswahl der Stadia Games:

  • „Assasin´s Creed Odyssey“
  • „Borderlands 3“
  • „Destiny 2“
  • „DOOM“

  • „Ghost Recon Breakpoint“
  • „Metro Exodus“
  • „Rise of the Tomb Raider“

Sowohl für Shooter-Freunde wie mich als auch für Adventure- und Rollenspiele gibt es also durchaus ein gewisses Angebot. Ob dieses allerdings mit der monatlichen Abo-Gebühr (9,99 Euro im April 2020) und den im Übrigen recht hohen Kosten für Stadia zusammen passt, schauen wir uns weiter unten im Test etwas genauer an.

Google Stadia App Startseite

Die Startseite von Stadia mit einigen Spielen, die Google euch vorschlägt

Kurz und knapp: Stadia kommt bei der Spieleauswahl lange nicht an die Spieleplattformen Steam, Origin und Co für den PC heran. Das Angebot reicht aber aus, um die meisten Spieler für kurze Zeit zufriedenzustellen.

Die Performance: Bei der Cloud ist Luft nach oben!

Ich teste Stadia auf einem neuen Sony Smart-TV, bin über LAN mit dem Internet verbunden und habe eine 50.000er-Leitung. Was das bedeutet, lest ihr in meinem Shadow Test 2020. Beim Zocken auf deutschen Servern liegt mein Ping meist zwischen 12 und 20 Millisekunden. Die Voraussetzungen für einen vernünftigen und vor allem aussagekräftigen Test sind bei mir damit gegeben.

Dennoch hatte ich bei „Rise of the Tomb Raider“ unglaubliche Lags, die teilweise bis zur Unspielbarkeit geführt haben. Ob das Spiel noch nicht richtig läuft, der Server überlastet war oder hardwareseitige Probleme bei Google vorliegen, weiß ich nicht.

Zwei dieser Punkte kann ich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen:

  • Server überlastet: Ich habe das Spiel an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten (auch unter der Woche) gezockt. Dass der Server permanent und jederzeit überlastet ist, ist unrealistisch.
  • Hardwareseitige Probleme: Aus den genannten Gründe schließe ich aus, dass meine Hardware zu den Lags geführt hat.

Andere Spiele liefen dafür aber hervorragend. Das Problem trat nur bei „Tomb Raider“ auf, weshalb ich es auf das Spiel zurückführe.

Punkte wie Downloadrate, Pingstabilität und Latenz sind bei Stadia schwer zu bewerten, da es hierfür keine Anzeige gibt. Darüber hinaus müsst ihr bei Stadia keine Spiele herunterladen, sondern nur starten – der Zeitverlust durch lange Downloads ist damit faktisch nicht vorhanden. Drei Dinge sind mir zusätzlich besonders wichtig zu erwähnen:

  • Die Performance von Stadia hängt nicht von dem Gerät ab, an dem der Chromecast angeschlossen ist.
  • Stadia erfordert keine Installation von Spielen auf eurem Fernseher und braucht auf dem Smartphone nur ein wenig Speicherplatz für die App.
  • Durch den mitgelieferten Controller gibt es keine Möglichkeit, Tastatur und Maus zu benutzen – damit fallen aber auch evtl. Problem-Verursacher mit diesen Hardwaregeräten weg. Klar, vor allem für die PC-Gamer unter euch: Die Vorteile sind damit ebenfalls futsch.

Google Stadia schränkt darüber hinaus in keinster Weise euren Spielfluss ein. Während es in meinem Vortex Cloud Gaming Test 2020 je nach Abo eine Stundenbegrenzung pro Monat gibt, fängt Google gar nicht erst mit einem solchen Quatsch an. Vereinfacht gesagt: Ihr habt euer Abo und könnt zocken, wann, wo und soviel ihr wollt – alles, was ihr braucht, ist WLAN.

Das Preismodell: Stadia Gaming kostet... und kostet

Das Preismodell von Google Stadia ist mir von Beginn an ein echter Dorn im Auge. Es funktioniert so:

Ihr zahlt zunächst rund 130 Euro für die zwingend (!) notwendige Hardware. Um damit dann aber zocken zu können, braucht ihr zusätzlich ein Abo für rund zehn Euro im Monat. Zwar schenkt Google euch die ersten Monate, das Abo ist aber grundsätzlich notwendig.

Der Gipfel aus meiner Sicht: Viele Spiele sind zusätzlich kostenpflichtig. So wird für „Ghost Recon“ oder „Borderlands“ etwa eine einmalige Gebühr von rund 50 Euro fällig.

Der Nachteil: Um das für 50 Euro gekaufte Game dann überhaupt zocken zu können, seid ihr an euer Abo und die Hardware von Stadia gebunden. Kündigt ihr etwa das Abo, sind die 50 Euro fürs Spiel gleichzeitig futsch.

Fazit zum Preismodell: Umständlich, teuer und unpraktisch. Zudem eine echte und offensichtliche Masche, Kunden an sich zu binden, die sonst das Gefühl bekommen würden, ihr Geld für das Spiel verschwendet zu haben. Hier gebe ich Google den ersten, aber schwerwiegenden „Daumen runter“ in diesem Test!

Fazit: Stadia kann Streaming, hat aber deutliche Macken

Google macht mit seiner Cloud-Gaming-Schiene bei Stadia die gute Bedienbarkeit, die einfache Einrichtung, die stabile Verbindung oder die hervorragende Grafik sehr richtig. Damit landet der Dienst in meinem Cloud-Gaming-Test auf dem dritten Platz des Podiums.

VORTEILE

  • Tolles Bedienkonzept über die App
  • Kostenfreie Testmonate
  • Gute Grafikqualität der Games

NACHTEILE

  • Sehr ausbaufähiges Preismodell
  • Zwang zum Kauf des Controllers

Google Stadia

9,99 € pro Monat (+ 130 EUR Gaming-Hardware)

Bei der Spieleverfügbarkeit, dem Abo und dem Preismodell gibt es jedoch noch viel Luft nach oben. Aus meiner Sicht ist es ein Unding, Kunden mit einem derart komplizierten System zu verwirren. Der Gipfel ist, dass für viele Spiele, die im Abo eigentlich enthalten sein müssten, eine zusätzliche Gebühr fällig wird. Faktisch habt ihr das Spiel aber nicht zur freien Verfügung, da es an Stadia gebunden ist.

Daher empfehle ich euch dringend, mal einen Blick auf Shadow zu werfen, im Cloud Gaming Test 2020 hat mich der Franzose absolut überzeugt, wenn ihr altgediente Konsoleros seid, schaut euch auch mal den Zweitplatzierten PlayStation Now an, er trumpft mit alten Spielen richtig auf und auch in puncto Flexibilität.

Provider Screenshot

Produktdaten

Klares User Interface
Einfaches Abo-Modell
Preis-LeistungUnterdurchschnittlich
Aktuelle Games verfügbar
Deutscher Anbieter Aber Server in Deutschland
Umfassende, kostenfreie Probezeit, allerdings nur mit gekauftem Controller
Abrechnung monatlich/jährlichMonatlich
PlattformenGoogle Chromecast und iOS/Android
Maximale BildqualitätFull HD
Minimale Bandbreite (Empfehlung)17 MBit/s
HardwareFernseher, Chromecast und Stadia-Controller
Monatlich kündbar

Google Stadia Alternativen


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