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Roccat Leadr Test

Roccat Leadr Test
Die kabellose Leadr überzeugt in allen Punkten, die für Zocker wichtig sind.

Aktueller Preis:

99,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 12:49
89Leser haben dieses Produkt gekauft
Produktkategorie
MarkeRoccat
Kabel
Sonderfunktionen / Features14 Sondertasten, 2,4-GHz-Signalübertragung
SoftwareRoccat SWARM
BeschichtungKunststoff
Jittering
Mausbeschleunigung (deaktivierbar)
Mauskorrekturen können deaktiviert werden
OptikOptischer Sensor
Sensor-Auflösung12.000 DPI
Polling-Rate1.000 Hz
Für Linkshänder geeignet

Author

Autor Nico ist seit seinem 12. Lebensjahr leidenschaftlicher Gamer – sein wichtigstes Handwerkszeug, mit dem er in „Battlefield“ und „Call of Duty“ die Scoreboards dominiert, ist die Maus. Dank seines großen Erfahrungsschatzes in diesem Bereich ist er prädestiniert für die Aufgabe, sich einmal durch die bekanntesten Maus-Hersteller zu klicken. Nico

Der Test der Roccat Leadr hat gezeigt, dass sich moderne, kabellose Gaming-Mäuse nicht mehr hinter ihren kabelgebundenen Geschwistern verstecken müssen – im Gegenteil. Dank modernster Akkus, rasend schneller Signalübertragung und leistungsfähiger Sensoren sind sie ihnen in einigen Punkten bereits überlegen. Wer bereit ist, den Preis von etwa 100 Euro für das Roccat-Flaggschiff auszugeben, wird in keiner Hinsicht enttäuscht sein.

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Gesamtbewertung

90%

"Die kabellose Leadr überzeugt in allen Punkten, die für Zocker wichtig sind."

Präzision
95%
Exzellent
Reaktionsgeschwindigkeit
100%
Exzellent
Handling
90%
Sehr gut
Funktionalität
90%
Sehr gut
Preis/Leistung
75%
Gut

Meine Erfahrung mit der Roccat Leadr Gaming-Maus 2019: Dominiert ihr damit die Scoreboards?

Vor allem den Gamern unter euch ist der Name Roccat sicherlich ein Begriff. Das Hamburger Unternehmen hat sich in den letzten Jahren auf dem internationalen Peripherie-Markt einen Namen gemacht und steht seit jeher für Qualität und außergewöhnliche Designs. Mit der Roccat Leadr erweitert der Hersteller sein Portfolio nun um eine kabellose Zocker-Maus und verspricht dabei „uneingeschränkte Freiheit“ mit der „Power einer kabelgebundenen Maus“.

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99,99 €

VORTEILE

  • Solide Verarbeitung, gute Haptik
  • Umfassende Personalisierung via SWARM-Software
  • Lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Ladestation nur bei eingeschaltetem PC nutzbar
  • Trotz gutem Gesamtpaket recht hoher Preis

Nach meinem ausführlichen Test der Leadr Gaming-Maus – sowohl im Alltag, als auch beim Zocken – kann ich sagen, dass das Schmuckstück die Erwartungen der meisten Gamer wohl erfüllt – meine hat es sogar übertroffen. Wie die anderen Mäuse abgeschnitten haben, erfahrt ihr in meinem Gaming-Maus Test 2019.

Das Unboxing: Mein erster Eindruck

Beim Auspacken der Leadr kommt euch zunächst ein ganzer Haufen an Zubehör entgegen, von dem ich zu Beginn selbst etwas erschlagen war. Neben der Maus, der Ladestation und dem Anschlusskabel liefert Roccat einige Aufkleber und eine Tasche für unterwegs mit.

Dazu kommt die Verpackung, die sich durch ihr futuristisches Design gut auf der obligatorischen Schachtel-Kommode macht. Dieser etwas sperrige Begriff steht für das Sideboard oder Regalfach, in dem der Klischee-Zocker seine Hardware-Boxen aufbewahrt.

Kommen wir nun zu meinem ersten Eindruck von der Maus und der Ladestation. Beide bestehen aus Kunststoff und sind an den wichtigsten Stellen mit einer etwas weicheren Schicht überzogen. Damit vermeidet Roccat, dass ihr beim Zocken schwitzige Hände bekommt oder abrutscht – ein Pluspunkt, den die Leadr gegenüber ihres kleinen Bruders Roccat Kone hat.

Roccat Leadr Ladedock

Die Roccat kommt mit einer schicken Ladestation

Die Ladestation hat auf der Rückseite einen gummierten Standfuß, der für einen guten Halt auf dem Schreibtisch sorgt. So verrutscht das Dock nicht, wenn ihr beispielsweise die Maus auflegen wollt.

Optisch gefällt mir die kabellose Leadr sofort. Sie sieht futuristisch aus, wie es sich für eine Gaming-Maus gehört und liegt unglaublich gut in der Hand. Da ich recht große Hände habe, trifft dieser Punkt nicht auf alle getesteten Mäuse zu. Auch die standardmäßig eingestellte RGB-Beleuchtung ist ein echter Hingucker und lässt sich farblich auf nahezu jede Umgebung einstimmen.

Ganz großes Kino: Das Handling der Roccat Leadr

Um das Handling vernünftig bewerten zu können, habe ich mir bei allen Mäusen Unterstützung von einem guten Zocker-Kumpel geholt. Dieser ist nicht nur Linkshänder und kennt sich in diesem Punkt entsprechend gut aus, sondern zockt selbst seit vielen Jahren leidenschaftlich.

Ist das Roccat-Flaggschiff auch was für Linkshänder?

Um es kurz und knapp zu formulieren: Ja, auf jeden Fall. Vorteilhaft bei ihr ist nicht nur die weitgehend symmetrische Form, sondern auch die Anordnung der Tasten. Auf beiden Seiten befinden sich etwa gleich viele Sondertasten.

Egal, wo ihr am liebsten eure Extrafunktionen hinlegt, bei der Leadr habt ihr links und rechts mehr als genug Möglichkeiten dafür. Daher kann ich mit Einverständnis meines linkshändigen Kollegen sagen, dass sich die Maus auch für Linkshänder gut eignet und kaum Unterschiede feststellbar sind.

Die Sondertasten: Üppig

Roccat wirbt bei der Leadr mit insgesamt 14 programmierbaren Tasten, was erst einmal beachtlich ist. Viele Mäuse, auch im Gaming-Bereich, haben hier weitaus weniger zu bieten. Die Sache hat jedoch einen kleinen Haken: Es ist schlicht nicht zu empfehlen, alle Knöpfe neu zu belegen.

Dazu gehören zum einen die beiden Maustasten, aber auch das Mausrad und der DPI-Schalter. Beim Rädchen handelt es sich um einen klassischen 4-Wege-Kippschalter, an den ihr aber viel zu leicht „anstoßt“ und ungewollt irgendeine Aktion im Spiel ausführt.

Roccat Leadr Ladedock

Die Tastenbelegungen der Maus lassen sich via Roccats Peripherie-Software SWARM einstellen

Den DPI-Schalter anders zu belegen, kann ich aus eigener Erfahrung nicht empfehlen. Es hängt zwar vom Spiel ab, aber stellt euch vor, ihr wollt ingame spontan die Empfindlichkeit verstellen. Wenn ihr beispielsweise einen präzisen Schuss mit der Sniper abgeben wollt, müsst ihr dann erst die Software öffnen.

Daher stehen euch bei der Leadr effektiv „nur“ acht Sondertasten zur Verfügung, was aber auch locker ausreichen sollte. Falls nicht, hat Roccat eine kleine Zusatzfunktion eingebaut, die ich sofort lieben gelernt habe – die Daumentaste.

Drückt ihr sie, könnt ihr alle Tasten doppelt belegen. Das bedeutet, Funktion 1 ist ohne Daumentaste aktiv. Betätigt ihr nun den Schalter an der linken Seite, ist Funktion 2 aktiv. Damit werden aus den acht Tasten 16 – innovativ und einfach praktisch. Schön ist, dass der Schalter einen recht harten Druckpunkt hat. Damit wird versehentliches Drücken vermieden.

Im Übrigen sind alle Tasten der Leadr gut zu erreichen und bieten einen ausgezeichneten Druckpunkt.

Auf dem Mauspad: Sauberkeit ist oberstes Gebot

Eine gute Gaming-Maus muss sich flüssig, gleichmäßig und ohne Ruckler über das Mauspad bewegen lassen. Bei der Leadr ist das der Fall, auch wenn ich einige Male den Eindruck hatte, dass kleinere Staubkörner darauf bereits einen Einfluss haben. Das ist aber generell eine Kinderkrankheit optischer Sensoren – sie haben keine hohen Ansprüche, aber ein sauberes Mauspad sollte vorhanden sein.

Roccat verbaut an der Unterseite vier glatte Kunststoff-Gleitfüße. Diese lassen sich ebenso gut über die meisten Unterlagen bewegen, wie es bei den anderen Mäusen im Test der Fall war. Hier gibt es also abseits der üblichen Probleme optischer Sensoren keine weiteren Auffälligkeiten. Ich nutze im Übrigen das Taito-XL-Mauspad, ebenfalls aus dem Hause Roccat.

Roccat Leadr Mauspad

Alles top für einen optischen Sensor

Gewicht und Verarbeitung: Gut, aber kein Gold

Wie bereits erwähnt, ist die Handauflagefläche der Leadr mit einem dünnen, weichen Kunststoff überzogen. Das wirkt hochwertig und sorgt dafür, dass die Maus gut in der Hand liegt. Ihr kennt sicherlich auch das Problem der schwitzigen Hände im Sommer – das gehört dank der Beschichtung der Vergangenheit an.

Beim Gewicht liegt die Roccat im oberen Mittelfeld, zumindest nach meinem Empfinden. Ich hätte mir etwas mehr Möglichkeiten gewünscht, sie weiter zu personalisieren. Bei einem Preis von über 100 Euro bieten andere Hersteller einiges mehr, dafür ist die Leadr aber auch kabellos und der Akku dient als fest verbautes Gewicht.

Die allgemeine Verarbeitung ist gut. Eine Gaming-Maus muss einiges aushalten – das wisst ihr, das weiß ich und das wissen auch die Jungs von Roccat. Nicht selten werden die Geräte ein wenig malträtiert und sind abseits davon viele Stunden täglich im harten Gaming-Einsatz.

Das umfasst viele Klicks, millionenfache Betätigungen der Sondertasten und des Mausrads. In dieser Hinsicht macht die Leadr bei mir nach wie vor einen guten Eindruck. Jedoch muss ich dazu auch sagen, dass Verschleiß immer erst nach einigen Jahren sichtbar wird.

Normalerweise bewerte ich an dieser Stelle immer das Kabel der Maus – etwa, wenn es mit Stoff ummantelt ist. Da die Leadr kabellos ist, fällt dieser Punkt erst einmal weg. Sie kann jedoch auch klassisch mit dem PC verbunden werden. Hier finde ich es schade, dass Roccat wohl fest mit dem Wireless-Betrieb rechnet.

Entsprechend handelt es sich nur um ein klassisch gummiertes USB-Kabel, bei dem nicht einmal der Stecker vergoldet ist. Hier ist gut zu sehen, wo Roccat gespart hat.

Die technische Seite: Blitzschnelle Reaktion

Roccat setzt bei der Funkverbindung auf den 2,4-Gigahertz-Standard, der nach Angaben der Hamburger sogar schneller als eine herkömmliche USB-Verbindung sein soll. Selbst wenn das der Fall ist, die Leadr wird über die Ladestation ja trotzdem per USB angeschlossen. Der Geschwindigkeitsvorteil würde sich an dieser Stelle damit in Luft auflösen.

Immerhin: Im Vergleich zu den anderen Mäusen im Test und auch zur vorher von mir genutzten Mad Catz RAT 4 konnte ich keinen Unterschied feststellen. Die Reaktionszeiten sind Gaming-Maus-typisch blitzschnell. Nach dem Hochfahren des Rechners wird die Leadr sofort erkannt und ist einsatzbereit. Nach Herstellerangabe reicht die Verbindung über 10 Meter weit, was ich nach einem kurzen Test auch bestätigen kann. Ob euch das im Alltag etwas bringt, sei mal dahingestellt, es ist auf jeden Fall nice to have.

Die Präzision: Kann die Leadr mit der Konkurrenz mithalten?

An dieser Stelle könnte man denken, dass die Wireless-Technik nicht mit den kabelgebundenen Mitstreitern im Test mithalten kann. Das war zu Beginn zwar auch meine Befürchtung, diese hat sich aber schnell verabschiedet.

Die Maus verfügt über einen speziell für drahtlose Mäuse entwickelten optischen Sensor von Pixart (das sogenannte „OwlEye“), der bis zu 12.000 Dots per Inch („DPI“; Punkte pro Zoll) unterstützt und euch damit die Wahl zwischen sehr niedrigen („Low Sense“) und sehr hohen („High Sense“) Zeigergeschwindigkeiten lässt. Diese Zahl gibt an, wie akkurat ihr die Maus bewegen könnt.

In puncto Präzision fallen bei Mäusen meist die Begriffe DPI, Jittering und Mausbeschleunigung. Daher ein kurzer Einschnitt an dieser Stelle, damit ihr auch wisst, um was es genau geht.

Die DPI-Zahl gibt an, wie weit ihr die Maus bewegen müsst, um eine gewisse Strecke auf dem Monitor zurückzulegen. Je höher dieser Wert, desto weniger Bewegungen sind erforderlich. Das führt jedoch schnell dazu, dass ihr bei zu hoch eingestellten DPI die Kontrolle verliert, weil ihr die Maus einfach nicht mehr präzise steuern könnt.

Daher finde ich es gut, dass ich bei der Roccat meine Werte frei zwischen 100 und 12.000 Dots per Inch einstellen kann. Mit den beiden DPI-Schaltern auf der linken Seite wechsle ich dann zwischen den zuvor eingestellten Stufen.

Jittering bedeutet frei übersetzt „Zittern“ und steht für unkontrollierte Ausschläge des Cursors nach links und rechts, teilweise auch nach oben und unten. Dabei handelt es sich um einen sensorseitigen Fehler, der auf minderwertige Qualität hindeutet. Bei der Roccat ist mir dieses Problem nicht aufgefallen – zum Testen habe ich an dieser Stelle Paint verwendet. Hier lassen sich selbst kleinste Ausschläge sofort erkennen.

Bei der Mausbeschleunigung handelt es sich um eine Korrektureinstellung, die den Cursor bei schnellen Bewegungen noch etwas nachzieht. Kein Gamer will sich in „Battlefield“ unfreiwillig um die eigene Achse drehen – daher lässt sich das Feature bei einer guten Gaming-Maus deaktivieren. Bei der Leadr ist das werksseitig der Fall.

Die Mauskorrektur zieht eine gerade Linie, wenn ihr die Maus etwas schwammig in eine bestimmte Richtung bewegt. Auch diese Funktion solltet ihr sofort ausschalten, denn beim Zocken wird die Maus nie gerade bewegt.

Die Akkulaufzeit: Surprise, surprise

Bis die Maus zur Ladestation muss, kann es ein wenig dauern. Die Akkulaufzeit der Roccat Leadr ist tatsächlich überraschend lang. Ich hatte die Maus teilweise eine ganze Woche im (Dauer-) Einsatz, ohne sie ein einziges Mal laden zu müssen. Roccat selbst gibt die Laufzeit mit 20 Stunden an, was nach meiner Erfahrung auf jeden Fall gut hinkommt.

Beim Laden habe ich dann allerdings meinen ersten Kritikpunkt gefunden. Da die Ladestation die Signale der Maus via USB an den PC weitergibt, muss diese mit dem Rechner verbunden sein.

Bei mir hat sich nun des Öfteren die Situation ergeben, dass ich die Maus auf die Ladestation gelegt und den PC ausgeschaltet habe. Da die USB-Ports aber nur im laufenden Betrieb genügend Spannung liefern, lädt die Maus auch nur, wenn der PC an ist. Schätzungsweise geht es nicht nur mir so – der PC ist nun einmal selten an, wenn er nicht gebraucht wird.

Ihr habt aber alternativ die Möglichkeit, das USB-Kabel der Docking-Station einfach in ein normales Netzteil – beispielsweise dem vom Handy – zu stecken und die Maus auf diese Weise zu laden. Ich persönlich finde das allerdings recht umständlich, weil ich dazu ständig irgendwelche Kabel umstecken muss.

Roccat Leadr Setup

Mein Tipp: Wenn ihr den PC kurz alleine lasst, einfach die Maus aufs Ladegerät setzen und laden lassen

Schlussendlich löse ich das Problem, indem ich die Maus immer mal wieder auf die Ladestation lege, wenn ich kurz vom PC weg bin. So hat sie fast immer genug Saft und ich spare mir das Umstecken der Kabel. Abseits davon lässt sich die Leadr natürlich auch mit dem Kabel des Docks betreiben und quasi als „klassische“ Maus nutzen.

Kompatibilität und Software

Damit sich eine Gaming-Maus gut mit eurer vorhandenen Konfiguration verträgt, muss sie mit dem Betriebssystem kompatibel sein. Auch gehört bei fast jedem Produkt aus der Sparte „Gaming-Peripherie“ mittlerweile eine umfassende Software zum Portfolio der Hersteller. Beides ist bei der Roccat Leadr gegeben.

Roccat SWARM Software-Einstellungen

Hier die Einstellungen in SWARM

Windows & Co

Das Flaggschiff von Roccat ist mit allen gängigen Betriebssystemen kompatibel. Neben Windows 7, 8 und 10 gehören dazu auch Linux und macOS. Über einen kleinen Umweg in den Kompatibilitätseinstellungen werden auch ältere Windows-Versionen unterstützt, es kann jedoch zu Einschränkungen bei der Funktionalität – insbesondere der SWARM-Software – kommen.

Zum Installieren der Treiber und Software braucht ihr einmalig eine Netzwerkverbindung, danach ist die Maus vollkommen unabhängig vom Internet einsetzbar.

Roccat SWARM: Die Software für alles

SWARM ist eine optionale Software, mit der ihr eure Mäuse, Tastaturen und weitere Peripheriegeräte von Roccat personalisieren könnt. Öffnet ihr die Konfiguration für die Leadr innerhalb des Programms, tut sich zunächst eine unübersichtlich wirkende „Schaltzentrale“ auf.

Roccat Leadr Swarm Tastenkonfiguration

Mit der SWARM-Software könnt ihr die Tasten konfigurieren – ...

Roccat Leadr Swarm erweiterte Einstellungen

... die Konfigurationen für Lichteffekte findet ihr in den erweiterten Einstellungen

Im Ernst – ihr könnt bei dieser Maus wahnsinnig viel einstellen, daher war es für Roccat sicher nicht einfach, alles in ein übersichtliches Menü zu packen. Ich finde die Umsetzung nach einer kurzen Eingewöhnung allerdings sehr gelungen und habe mich schnell zurechtgefunden.

Hier mal eine kleine Auswahl, was ihr über die SWARM-Software einstellen könnt:

  • Grundlegende Dinge wie DPI, Scroll-Geschwindigkeit am Mausrad und die Windows-Zeigerbeschleunigung.
  • Individuelle Belegung der Sonder- und Standardtasten (beispielsweise könnt ihr auf das Mausrad ein Makro legen). Die Sondertasten, die speziell fürs Gaming da sind, sind auch doppelt belegbar – hierzu einfach kurz auf die Daumentaste und dann auf die doppelt belegte Taste drücken.
  • Einstellen der RGB-Beleuchtung mit über 16 Millionen Farben. Auch könnt ihr zwischen verschiedenen Effekten, beispielsweise „Leuchten“ oder „Blinken“ wählen.
  • Speichern der Einstellungen in mehreren Profilen; so könnt ihr für verschiedene Spiele unterschiedliche Anpassungen vornehmen, die im internen Speicher der Maus gut geschützt sind. Wahlweise könnt ihr das Profil dann über die Software oder ebenfalls über die Tasten an der Maus wechseln.

Das war, wie gesagt, nur ein kurzer Überblick über die Funktionen, die wohl die meisten von euch interessieren. Darüber hinaus stehen viele weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Auswahl, die hier aber den Rahmen sprengen würden.

Eine Investition wert?

Bei Amazon und im Online-Shop von Roccat kostet die Leadr aktuell (Stand: Mai 2019) zwischen 100 und 150 Euro. Gelegentlich gibt es sie auch günstiger – am Black Friday habe ich sie beispielsweise für 99 Euro bekommen, allerdings ist der Preis für eine Gaming-Maus immer noch sehr hoch.

Im Vergleich zu anderen Wireless-Mäusen, etwa der G502 Hero von Logitech, die rund 50 Euro kostet, erhaltet ihr hier aber ein Produkt, was nahezu ohne Kompromisse auskommt.

Weder geht der Sensor im Wireless-Betrieb in den Energiesparmodus, noch müsst ihr irgendwelche Einschränkungen bei der Reichweite (knappe zehn Meter) in Kauf nehmen.

Darüber hinaus bietet die Leadr eine Fülle an Extras und Sondertasten und ist eine Koryphäe in diesem Bereich. Allerdings gibt es ebenfalls von Roccat eine echte Alternative zur Leadr, die ihr bereits für rund 90 Euro bei Amazon bekommt – die Tyon.

Die Tyon als Alternative zur Leadr

Wenn ihr von den Funktionen der Leadr ebenso begeistert seid wie ich, aber keine 100 Euro für diese ausgeben möchtet, lege ich euch die Roccat Tyon ans Herz. Sie hat größtenteils dieselben Funktionen wie das Flaggschiff-Modell, kostet aber ein gutes Stück weniger.

Die wesentlichen Unterschiede zur Leadr sind, dass sie kabelgebunden ist und der optische Sensor „nur“ über 8.200 Dots per Inch verfügt. Letzteres sollte aber für die wenigsten unter euch ein Problem sein, da ich mich mit 5.000 Dots per Inch schon am oberen Ende der High-Sense-Spieler befinde.

Mein Fazit zur Roccat Leadr

Der Test der Roccat Leadr hat gezeigt, dass sich moderne kabellose Gaming-Mäuse nicht mehr hinter ihren kabelgebundenen Geschwistern verstecken müssen – im Gegenteil. Dank modernster Akkus, rasend schneller Signalübertragung und leistungsfähiger Sensoren sind sie ihnen in einigen Punkten bereits überlegen. Wer bereit ist, den Preis von etwa 100 Euro für das Roccat-Flaggschiff auszugeben, wird in keiner Hinsicht enttäuscht sein.

Roccat Leadr Setup

Bei der Roccat Leadr gibt’s fast nichts zu meckern

99,99 €

VORTEILE

  • Solide Verarbeitung, gute Haptik
  • Umfassende Personalisierung via SWARM-Software
  • Lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Ladestation nur bei eingeschaltetem PC nutzbar
  • Trotz gutem Gesamtpaket recht hoher Preis

Im Großen und Ganzen hat Roccat mit der Leadr ein gutes Gesamtpaket geschnürt, bei dem Kritikpunkte wirklich schwer zu finden sind. Einzig und allein das Aufladen ist manchmal problematisch – mit ein paar Tricks ist dieses Manko aber gut zu beheben.

Der Preis ist auf den ersten Blick zwar sehr hoch – da geht es mir nicht anders als euch wahrscheinlich – passt man aber ein gutes Angebot ab und lernt, die Funktionen der Maus richtig zu schätzen und zu nutzen, lohnt es sich auf jeden Fall.

Produktdaten

Kabel
Sonderfunktionen / Features14 Sondertasten, 2,4-GHz-Signalübertragung
SoftwareRoccat SWARM
BeschichtungKunststoff
Jittering
Mausbeschleunigung (deaktivierbar)
Mauskorrekturen können deaktiviert werden
OptikOptischer Sensor
Sensor-Auflösung12.000 DPI
Polling-Rate1.000 Hz
Für Linkshänder geeignet


Aktueller Preis:

99,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. September 2019 12:49

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