Äthiopien Yirgacheffe
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Äthiopien Yirgacheffe

blumig; würzig; komplex und vielschichtig; fruchtige Note; mittlerer Körper

Herkunft:

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Kein Coffee to Go

Äthiopien hat sich über die Namensrechte an seinen Kaffeesorten jahrelang mit einer Coffeeshop-Kette gestritten. Kein Wunder: Äthiopien ist nicht nur der größte Kaffee-Exporteur des Kontinents, hier wurde der Kaffee auch entdeckt. Daher gibt es in Äthiopien noch heute eine ausgeprägte Kaffeekultur. Ohne die äthiopischen Hirten gäbe es hierzulande zum Frühstück immer noch Biersuppe. Danke, Äthiopien!

Auch Yirgacheffe ist eine eingetragene Handelsmarke und steht für einen einzigartigen Spitzenkaffee. Die gleichnamige Region liegt im Süden des Landes, wo viele Familien in ihren Gärten Kaffee anpflanzen. Sie verkaufen die Bohnen an Zwischenhändler und in der Hauptstadt Addis Abeba wird der Kaffee an der staatlichen Börse gehandelt oder direkt an Exporteure verkauft. Leider können wir deshalb die Herkunft unserer Kaffeebohnen nicht exakt zurückverfolgen.

Äthiopien hat für ein kaffeeproduzierendes Land einen auffällig hohen Eigenverbrauch. "Coffee to go" kennt man hier nicht: Die äthiopische Kaffeezeremonie kann Stunden dauern. Erst wird der Rohkaffee frisch in einer Pfanne geröstet. Wenn er schwarz glänzend ist, zerstampft man ihn in einem Mörser und füllt das Kaffeemehl in die Kaffeekanne. Darin wird der Kaffee aufgekocht. Diese Zeremonie kann Stunden dauern und wird von angeregter Unterhaltung begleitet.

So schmeckt er: Der mittlere Körper des Yirgacheffe trägt ein blumig-würziges Aroma. Der Yirgacheffe schmeckt komplex und vielschichtig. Seine filigrane Säure und fruchtige, mitunter an Pfirsich erinnernde Note fließen mit ein und so entsteht ein ausdrucksstarker Geschmack.

Hier kommt er her: in Äthiopien werden alle Kaffees, die das Land verlassen, an der staatlichen Rohstoffbörse gehandelt und in Qualitätsklassen eingeteilt: dabei werden die ursprünglich regionalen Bezeichnungen nun als Qualitätsbezeichnung verwendet. Unser Yirgacheffe kommt als nicht unbedingt aus der Region um Yirgacheffe, sondern er schmeckt wie ein guter Yirgacheffe schmecken sollte - die genaue Herkunft bleibt für uns dabei leider im Verborgenen. Unser Importeur Trabocca arbeitet aktiv daran, dass hochqualitative Kaffees aus Äthiopien wieder rückverfolgbarer werden.

Lukas' Blogeintrag zum Yirgacheffe: "Neuer Kaffee - alter Name. Oder: Wie der Lukas zum Kaffee kam"

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