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von Arne

Zuletzt aktualisiert am: 29. April 2018

Wie wichtig ist ein Wasserfilter für Kaffeevollautomaten?

Unser Trinkwasser in Deutschland weist durch einen unterschiedlichen Kalk-Gehalt verschiedene Härtegrade auf. Ich habe das Problem, dass ich von einer Region mit weichem Wasser in eine Gegend umgezogen bin, in der das Wasser sehr kalkhaltig ist. Um meinen Kaffeevollautomaten und meinen Wasserkocher zu schonen habe ich mich jetzt entschlossen, ausschließlich entkalktes Wasser zu verwenden.

Neben der Möglichkeit nur noch stilles Mineralwasser einzusetzen oder mein Leitungswasser vor der Verwendung zu entkalken, bietet es sich für den Kaffeevollautomaten an, einen Wasserfilter direkt im Wassertank zu installieren.

Mein Kaffeevollautomat liegt mir sehr am Herzen und deshalb achte ich auf eine gute Pflege. Das Reinigungsprogramm nutze ich sogar öfter, als der Kaffeeautomat es verlangt.

Wie den Kaffeevollautomaten richtig reinigen und pflegen?

Für die Reinigung des Kaffeeautomaten stehen spezielle Reinigungstabletten zur Verfügung. Etwa nach 40 bis 50 Tassen Kaffee solltet Ihr eure Automaten mit einer Reinigungstablette von Fett und anderen Rückständen befreien. Fragt ihr euch, wie Fett in den Kaffee kommt? Es gehört zu den natürlichen Inhaltsstoffen. Kaffeebohnen enthalten je nach Sorte und Röstung zwischen 10 und 13 Prozent Fett.

In Maschinen ohne automatisches Reinigungsprogramm gebt ihr die Reinigungstablette einfach in den Pulverschacht, drückt die Pulvertaste und die Taste für eine Tasse Kaffee. Danach leert ihr die Tasse aus und wiederholt diesen Vorgang ohne Reinigungstablette bis das Wasser richtig klar ist. Nach der Reinigung nehmt ihr die Brüheinheit heraus und spült sie ebenfalls gründlich durch.

Wann ihr den Kaffeevollautomaten entkalken müsst, zeigt er euch an, wenn ihr die Wasserhärte vorher einstellt. Die Entkalkung ist nicht so oft nötig wie die Reinigung. Die regelmäßige Pflege dankt euch euer Kaffee-Automat mit einer längeren Lebensdauer und einer gleichbleibenden Kaffee-Qualität. Die Qualität könnt ihr unter Umständen auch mit einem Wasserfilter verbessern.

Kaffeevollautomat mit Wasserfilter – ja oder nein?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Einerseits ist es Geschmackssache, ob ihr einen Wasserfilter benutzt. Andererseits hängt die Notwendigkeit vom Härtegrad eures Trinkwassers ab.

Sicher ist, dass ein Wasserfilter dem Leitungswasser Substanzen entziehen kann, die seine Qualität mindern. In Deutschland ist das allerdings nicht nötig. Die Trinkwasserstandards sind hier so hoch, dass es keine gesundheitsschädigenden Substanzen im Trinkwasser gibt. Auch ein hoher Kalkgehalt schädigt die Gesundheit nicht.

Kalk ist nicht generell schädlich für die Qualität eures Kaffees, aber er kann den Geschmack beeinflussen. Vor allem aber kann Kalk mit der Zeit Verstopfungen und Verkrustungen im Kaffee-Automaten verursachen und seine Lebensdauer mindern. Da der Filter dem Wasser den Kalk entzieht, müsst ihr Maschinen mit Wasserfilter nicht so oft entkalken.

Wie wirken sich Wasserfilter auf das Trinkwasser aus?

Ihr findet Wasserfilter für Kaffeevollautomaten von verschiedenen Marken. Passende Filter lassen sich leicht im Wasserbehälter befestigen. Neben den Markenprodukten sind auch Wasserfilter anderer Hersteller im Angebot. Die Filter wenden zwei verschiedene Methoden an, die sich qualitativ kaum unterscheiden, und zwar die Filterung mit Aktivkohle und Ionentausch. Zu diesem Ergebnis kommt auch Stiftung Warentest.

FabrikatMethode
Wasserfilter Kaffeevollautomat DelonghiGesilberte Aktivkohle und Ionentausch
Wasserfilter Kaffeevollautomat SiemensIonentausch
Kaffeevollautomat Wasserfilter SaecoIonentausch
Wasserfilter Kaffeevollautomat MelittaIonentausch
Wasserfilter Kaffeevollautomat JuraIonentausch und Aktivkohle
Brita WasserfilterIonentausch

Sonstige Hersteller von Wasserfiltern und KVA-Zubehör bieten als Alternative zu den gängigen Anbietern von Kaffeevollautomaten außerdem nachfüllbare Wasserfilter an. Dabei handelt es sich um Patronen, in denen ihr lediglich das Filtermaterial wechselt und dadurch die Patrone mehrmals verwenden könnt. Das reduziert den Abfall und schont die Umwelt.

Ist die Filterpatrone aber nach häufigerem Austausch undicht, sodass Granulat entweichen und die Maschine beschädigen kann, erlischt unter Umständen eure Garantie.

Wenn euch euer Trinkwasser zu Hause generell zu stark kalkhaltig ist, gibt es auch die Möglichkeit einer zentralen Wasser-Entkalkung. Fragt doch danach einfach einmal euren Installateur.

Wasserfilter sind eigentlich nicht schädlich, aber…

Wasserfilter sind grundsätzlich nicht schädlich, aber eine optimale Wasserqualität kann auch ein Filter nicht mehr verbessern. Das Geld und die Mühe für den Einsatz der Filter könnt ihr euch also sparen und dabei schont ihr nochmals die Umwelt, weil gar kein Müll durch verbrauchte Filtermaterialien entsteht.

Einige integrierte Filtersysteme sind nicht ausreichend vor der Entwicklung von Keimen und Bakterien geschützt. Insbesondere wenn ihr die Filter nicht rechtzeitig austauscht, können sich Keime und Bakterien bilden. In diesem Fall kann der Wasserfilter also doch schädlich für die Wasserqualität sein.

schaedliche-wasserfilter

Regelmäßiges Wecheln der Wasserfilter ist wegen der Keimbildung sehr wichtig

Wie hart ist euer Wasser?

Wenn ihr nicht wisst, wie hart oder kalkhaltig euer Trinkwasser ist, habt ihr zwei Möglichkeiten, das herauszufinden. Entweder verwendet ihr einen Teststreifen, wie er auch häufig den Kaffeevollautomaten beiliegt, oder ihr fragt bei eurem Wasserversorger nach.

Die meisten Wasserwerke und viele kommunale Wasserbetriebe veröffentlichen die Wasserhärte auf ihren Webseiten oder bieten eine Online-Abfrage an.

Den Teststreifen haltet ihr einfach unter den Wasserstrahl und wartet dann einige Sekunden, bis er sich verfärbt. Eine grüne Verfärbung zeigt sehr weiches Wasser an, eine rote sehr hartes. In Deutschland sind die Härtegrade des Wassers wie folgt eingeteilt:

HärtebereichGesamthärte je Liter in MillimolGrad deutscher Härte
1 – weiches Wasserbis 1,3bis 7,3
2 – mittelweiches Wasser1,3 bis 2,57,3 bis 14
3 – hartes Wasser2,5 bis 3,814 bis 21,3
4 – sehr hartes Wasserüber 3,8über 21,3

Der Grad deutscher Härte ist eine frühere Maßeinheit für die Wasserhärte. Ein Grad deutscher Härte entspricht einem Anteil von 10 Milligramm Kalk in einem Liter Wasser.

Der Kaffee schmeckt auch ohne Wasserfilter

Ich habe festgestellt, dass ein Wasserfilter für einen besseren Geschmack des Kaffees nicht unbedingt erforderlich ist. Es ist einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob ihr euren Kaffee oder Espresso lieber mit kalkhaltigem oder entkalktem Wasser zubereitet.

Ist euer Wasser generell sehr hart mit einem Härtegrad von 3 oder 4, kann ein Wasserfilter dazu beitragen, dass ihr den Kaffeevollautomaten weniger oft entkalken müsst und gleichzeitig eure Kaffeemaschine schützen.

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von Arne


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