Weinkenner sprechen von "Terroir" und meinen damit den typischen Geschmack einer Region. Die gleiche Rebsorte kann je nach Anbaugebiet ganz anders schmecken. Eigentlich logisch, denn Temperatur, Regenmenge, Sonnenscheindauer und Bodenbeschaffenheit beeinflussen die Entwicklung einer Pflanze massiv. Doch dass es sich mit Kaffee genauso verhält, wissen noch nicht viele. Die meisten unserer Kaffees sind Terroir-Kaffees, also solche, deren Herkunft zu einer einzelnen Plantage oder Kooperative zurückverfolgbar ist, zum Beispiel Australien Skybury oder Ecuador Vilcabamba. Nur in manchen Ländern wie Kenia ist das nicht möglich, weil der Kaffee unter Regierungskontrolle zentral gehandelt wird. In einigen anderen Ländern wie Indien arbeiten wir mit Hochdruck daran, Kaffees der besten Farmen direkt zu beziehen.
In unserer Kaffeewelt kannst Du mehr darüber erfahren, wo Dein Kaffee herkommt.

Noch eine Parallele zu Wein: Der Geschmack hängt auch von menschlichen Einflüssen wie dem Zeitpunkt der Ernte und der Weiterverarbeitung ab. Zwei Beispiele: Für unseren Äthiopien Yirgacheffe Grade 1 werden im Rahmen der "Operation Cherry Red" nur völlig reife Kaffeekirschen gepflückt. Und die beiden Indian Monsooned Arabica und Robusta werden einige Wochen im Monsunklima gelagert und bekommen so ihren charakteristischen Geschmack.
Es gibt aber auch entscheidende Unterschiede: Während Wein reift, kommt es bei Kaffee auf Frische an. Daher beziehen wir nur kleine Mengen und rösten stets frisch mit höchstem Anspruch.
Neben Herkunft, Aufbereitung und Röstung gibt es aber noch einen Faktor, der über Geschmacksexplosion oder Enttäuschung entscheidet: Die Zubereitung des Kaffees.

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